„Dir ist schon bewusst, dass das nur die halbe Miete ist?" Vorsichtig blickte Hermine in Dracos euphorisches Gesicht, doch der schüttelte nur gutgelaunt den Kopf und zog sie noch ein wenig näher zu sich, was das Tanzen schon fast zu einer komplizierten Sache machte, ihr jedoch mehr als gut gefiel. „Das ich nicht den Rest meines Lebens in einer Ehe mit Pansy gefangen bin, ist mehr, als ich gehofft hatte." Sein Mund war ganz dicht an ihrem Ohr, und Hermine lächelte versonnen. „Und für das andere – Problem werde ich mir auch etwas einfallen lassen." Dracos Stimme hatte einen beunruhigend grollenden Ton angenommen, so dass sie den Kopf zurückdrückte und ihn ansah. Die Veränderung in seiner Mimik gefiel ihr gar nicht, es hatte etwas von dem alten Draco, von dem, der ihr all die Jahre mit seiner Arroganz das Lebend schwer gemacht hatte. Unwillkürlich lief ihr ein kalter Schauer über den Rücken und kurz ging ihr durch den Kopf, dass sie es hier mit einem Mann zu tun hatte, der trotz aller Wandlung immer noch unberechenbar und gefährlich sein konnte. Ihr Blick schien ihn zurück in die Wirklichkeit zu holen, denn seine Augen, die scheinbar gerade noch eiskalt ein imaginäres Bild gesehen hatten, wurden wieder weich. Sie spürte seine Hand, die ihr sanft über den Rücken strich und die unangenehme Gänsehaut vertrieb. „Aber nicht heute!" entschied er mit einem Lächeln, das von Hermine unsicher erwidert wurde. Sie wusste nicht, was sie davon halten sollte. Was hatte er vor? Andererseits… für immer nur seine Mätresse sein war auch nicht wirklich die Zukunft, die sie sich für sich vorstellte. Aber war sie gewillt, zuzulassen, dass er deswegen womöglich eine Dummheit beging?

Nachdenklich ließ sie ihren Kopf an seine Schulter sinken; sie konnte seine Begeisterung über Ron´s Gedankenblitz nicht teilen. Sicher, es war ein Hoffnungsschimmer, doch Hermine war zu sehr kopflastig, als das sie sich dieser trügerischen Illusion hätte hingeben können. Draco oder die Existenz der Schule – das war eine Entscheidung, die ihr zusehends schwerer fiel.

Sie wusste, dass sie es sich nie verzeihen würde, wenn Hogwarts wegen ihrer Beziehung zu Draco geschlossen werden müsste; aber ein Leben ohne ihn konnte sie sich auch nicht mehr vorstellen. Aber immer nur im Geheimen? Hermine seufzte innerlich auf. Wie sie es drehte und wendete, keine dieser Optionen war akzeptabel.

Sie ließ die Augen über die anderen tanzenden Paare schweifen; zu ihrer Überraschung sah sie Pansy sich ebenso vertrauensvoll an Nott schmiegen, wie sie es gerade bei Draco tat. Ihre Blicke trafen sich, und Pansy lächelte auf einmal gequält. Allerdings schien sich ihr Schmerz nicht auf die Tatsache zu beziehen, dass sie eigentlich an Hermines Stelle mit dem Schulsprecher hätte tanzen sollen. Es war eher das Lächeln, dass man einer Verbündeten zukommen ließ, und Hermine dämmerte mit einem Mal, dass auch die Slytherin scheinbar nicht so glücklich mit dem war, was kommen würde, wie sie immer tat. Sie lächelte verstehend zurück, dann war das Mädchen aus ihrem Blickfeld verschwunden, der Tanz zu Ende.

„Du siehst zum Anbeißen aus!" Heiß schoß es ihr zwischen die Beine, als Draco sie kurz vor dem Tisch noch einmal umfing und ihre diese Worte zuflüsterte, seine Zunge schnell über ihr Ohr fahren ließ. Hermine konnte ein lustvolles Aufkeuchen gerade so unterdrücken, indem sie sich schmerzhaft auf die Lippe biss und ihm einen bösen Blick zuwarf, den er belustigt erwiderte, ehe er sich setzte. Sie konnte gar nicht anders, als sich zu entspannen und den Abend zu genießen; Dracos gute Laune war einfach ansteckend, brachte ihm allerdings auch ein paar misstrauische Blicke ein von ihren Tischnachbarn, die ihn mitunter anstarrten wie ein Alien.

Nachdem sie einige Runden getanzt hatten, zog Hermine Draco mit nach draußen. „Wo willst du hin?" fragte er sie verwundert, als sie sich mit ihm immer weiter vom Schloss entfernte. Die Nacht war wie geschaffen für einen romantischen Spaziergang: Lau strich der Wind über ihre geröteten Wangen, die Sterne funkelten und der Mond verzauberte die Landschaft mit seinem silbernen Glanz. „Schhh!" Hermine stoppte kurz, legte ihm einen Finger auf die Lippen und lächelte ihn verführerisch an, ehe sie mit ihm an der Hand weiterlief. Sie führte ihn ein gutes Stück am See entlang, ehe sie einen kaum sichtbaren Trampelpfad zum Ufer einschlug. Immer wieder ließ sie die dicken Äste der tief hängenden Bäume und die dornigen Sträucher magisch mit ihrem Zauberstab vor ihnen zur Seite weichen. Dann, urplötzlich, lichtete sich das Holz, und sie standen auf einer kleinen Wiese, umgeben von Bäumen, das Ufer gesäumt mit Trauerweiden. Hermine drehte sich zu Draco um und schlang die Arme um seinen Hals, zog ihn zu sich und küsste ihn mit einer Intensität, die ihm den Atem raubte. Als sie sich von einander lösten, griff sie in ihre Handtasche und zog eine große Decke heraus. Interessiert beobachtete er ihr Tun; er konnte sich vorstellen, wozu sie ihn hergebracht hatte, doch Draco war gespannt auf das *wie*, das sie sich zweifelsohne ausgedacht hatte. Es dauerte nur einige Sekunden, ehe sie sich wieder ihm zuwandte, mit einem Ausdruck in den Augen, den er nicht definieren konnte. Sanft legte sie ihm eine Hand an sein Gesicht, immer noch wortlos, und drehte sich dann mit dem Rücken zu ihm. „Würdest du mir bitte das Kleid öffnen?" flüsterte sie und schaute halb über die Schulter. Draco schluckte. Er hatte ja schon einiges gebracht, mit vielen Mädchen geschlafen, auch draussen, ohne Rücksicht auf Verluste. Doch so etwas hatte er noch nicht erlebt. Der Ort, der Abend, sie in ihrem bezaubernden Kleid… es war das erotischste, was ihm je passiert war. Zart ließ er seine Hände an ihren nackten Armen hinauf wandern, bedeckte ihre Schultern mit federleichten Küssen und registrierte fasziniert das Beben, das sie erfasste. Langsam zog er den Reißverschluss ihres Kleides nach unten, worauf hin sie sich umdrehte und einen Schritt rückwärts machte. Leicht verlegen, als hätte er sie noch nie unbekleidet gesehen, ließ sie das Kleid nach unten gleiten und stieg heraus, sinnlich, göttlich und unglaublich erotisch. Dabei sah sie ihn immerzu an, während er da stand, nicht wusste, wohin mit seinen Händen und mit der Zunge über seine trockenen Lippen fuhr. Sie trug genau die Wäsche, die er an ihrem ersten Tag aus Hermines Koffer stibitzt hatte, und sie sah noch attraktiver darin aus, als sich je hätte träumen lassen.

Langsam fuhren ihre Hände hinter ihren Rücken, lösten die Haken ihres BH´s und zog ihn sicht mit einer fließenden Bewegung aus. Kaum, dass er den Boden berührt hatte, glitten ihre Daumen in den Bund des Höschens, das ebenfalls anmutig ihren Körper verließ.

Nie hatte Draco sie so wunderschön gefunden, so verletzlich gesehen wie jetzt, vom Mond angestrahlt, der ihre Haut in ein unwirkliches Licht tauchte. Schweigend standen sie sich gegenüber; er sog ihren Anblick förmlich in sich auf, wollte, das er sich in sein Gehirn einbrannte. "Ich möchte, dass du mich so in Erinnerung behältst", flüsterte sie nun, und er konnte deutlich hören, wie sehr sie sich beherrschen musste, um ihrer Traurigkeit Herr zu werden, den Moment nicht zu zerstören. Dann lächelte sie schief, ging auf ihn zu und begann nun, ihn auszuziehen. Draco wollte etwas sagen, doch sie verschloss seine Lippen mit ihrem Mund, küsste ihn sanft. „Nichts sagen!" flüsterte sie, und er verstand: Jedes Wort wäre nun zuviel für sie. Unendlich zärtlich streichelte er stattdessen über ihren Rücken, spürte die Wärme ihres Körpers unter seinen Händen. Hermine löste seine Krawatte, ließ sie fallen und öffnete mit langsamen Bewegungen sein Hemd, entließ ihn aber nicht aus dem Kuss. Als der letzte Knopf offen war, strich sie über seine glatte Brust, hauchte federleichte Küsse darauf und schmiegte sich an ihn. Sie ließ das Hemd zu Boden segeln und widmete sich ebenso dem Rest seiner Kleidung, bis auch er nackt vor ihr stand. „Ich will, dass du an mich denkst, wenn du mit ihr schläfst." hauchte sie in sein Ohr, was ihn nur willig nicken ließ. Draco konnte sich nicht vorstellen, jemals wieder eine andere Frau anfassen zu können, ohne sie mit Hermine zu vergleichen.

Wie bei ihrem ersten Mal erkundeten beider Hände den Körper des anderen, sanft, zärtlich und verhalten. Der Sex mit Hermine war für Draco von Anfang an der Beste seines Lebens gewesen, doch die Leidenschaft hatte meist das Tempo bestimmt. Diese Entdeckung der Langsamkeit ging tiefer, ließ ihn in seinen Grundfesten erschüttern, und er ahnte, dass er diese Nacht niemals in seinem Leben vergessen würde. Er liebkoste ihre Brüste und zwirbelte sanft ihre Brustwarzen, was ihr ein genüssliches Seufzen entlockte. Sie ließen sich auf die Decke sinken; mit den Fingerspitzen begann Draco, Hermine zu streicheln. Es erstaunte ihn, welche Reaktion eine so sanfte Berührung bei ihr auslösen konnte. Je nachdem, wo er entlang strich, entfuhr ihr ein wohliges Stöhnen, sie zuckte, erbebte unter seinen Fingern und krallte sich an ihm fest. Ehrfürchtig ließ er seine Zunge folgen, saugte an ihren Nippeln und zog eine heiße, feuchte Spur über ihren Bauch, bis er sein Ziel zwischen ihren Schenkeln erreicht hatte. Erwartungsvoll ließ Hermine ihre Beine auseinander fallen. Als Draco seine Lippen auf ihre harte Perle sinken ließ, schnappte sie nach Luft und kam ihm sehnsüchtig entgegen, als er begann, daran zu saugen. Zart ließ er seine Zunge über den Kitzler schnippen, knabberte daran und versenkte sich in ihr.

Hermine glaubte, zu vergehen. Die vorangegangenen Streicheleinheiten hatten sie bereits bis ins Unerträgliche angeheizt; das Spiel seiner Zunge entzündete tausend Feuer in ihr, ließ sie brennen. Selbstvergessen streichelte sie ihre Brüste; als er mit seinen Fingern in ihre nasse Grotte eindrang, keuchte sie verzückt auf und bog sich ihm entgegen. Sie wollte mehr, ihn ihr schrie alles nach ihm, und wollte gleichzeitig, dass er weiter machte. Sie spürte jetzt die Härte eines Fingers an ihrem Lustknoten, und sie stützte sich nun auf den Unterarmen auf, um Draco sehen zu können.

Immer schneller ließ Draco seinen Finger über ihren Kitzler schnippen, verstärkte den Druck und hauchte einen Kuss auf ihren Schenkel. Allein ihr Anblick, wie sie sich unter ihm wand, ließ sein Glied schmerzlich pochen und nach seinem Recht verlangen. Seine Finger badeten in einem See aus Feuchtigkeit; es tropfte nur so aus ihr heraus und verstärkte ihre Empfindungen scheinbar ins Unermessliche. Heftig keuchte Hermine nun auf, verkrampfte sich und bockte hoch, schrie ihre Lust ungezügelt aus sich heraus.

Ohne von ihr abzulassen, kroch Draco ein Stück hoch, erstickte ihre Schreie in einem leidenschaftlichen Kuss und bearbeitete sie noch härter. Sie schluchzte in seinen Mund, um dann mit einem heiseren, letzten Schrei zu explodieren.

Leise lächelnd sah er auf sie herab, strich ihre verschwitzten Haare zurück und küsste sie zärtlich. Hermine sah ihn aus entrückten Augen an, ihre Brüste wogten noch im Rhythmus ihres schnellen Atems. Eigentlich hatte er vorgehabt, zu warten, bis sie sich wieder beruhigt hatte, doch sie schein es anders zu sehen.

Immer noch zitternd setzte sie sich auf und zog ihn mit sich, drückte ihn in eine halb sitzende Position und ließ sich auf ihn sinken, sich von ihm aufspießen. Ihre Beine hinter seinem Rücken verschränkt, ließ sie ihr Becken langsam kreisen, ihre Hände über seinen Rücken gleiten. Besseren Halt suchend schob er seine Beine unter ihren Hintern und hielt überrascht den Atem an, als er sie bis zum Anschlag ausfüllte. Ihre verschwitzten, glitschigen Körper rieben heiß aneinander, gaben kaum Bewegungsfreiheit, und doch trieben sie unaufhaltsam ihrem Höhepunkt entgegen, in einer Dimension, die beiden völlig unbekannt war, sie überwältigte und an einen Ort trug, an dem nichts gab außer sie und die pure Lust. Sie gaben sich dem anderen völlig hin, an ihrem letzten, gemeinsamen Abend in Hogwarts. „Hermine Granger, ich liebe dich!" hörte sie ihn erstickt flüstern, als die Welle langsam abebbte und eine Erfüllung zurück ließ, die ihnen niemand sonst hätte geben können.