AN1: Da einige Leute scheinbar sich darüber aufregen mache ich noch einmal darauf aufmerksam, das:
1. Die Geschichte ansich im englischen Original alleine dem ursprünglichen Author / der ursprüngliche Authorin gehört, und nicht aus meiner Feder stammt.
2. Ich nachweisslich explizit die Erlaubnis hatte, sie zu übersetzen, auch wenn diese zum Teil 5-6 Jahre alt ist.
AN2: As Some guys seem to take Notice of this Series i proclaim 2 things:
1. This Story itself and all Things in it (english and German Version) belong completely! to the original Authors and i am NOT the original Author.
2. I had the explicit PERMISSION to translate the English version, even if this Permision is 5 to 6 years old.
OK, On with the Story.
Fortsetzung
Dienstag, 02. September 1997
Nachmittags
Amerikanische Aurorenakademie, Boston
"Ja, das Treffen findet in Hogwarts statt."
Harry wusste zuerst nicht, was er sagen sollte, also ging er die daraus resultierenden Möglichkeiten im Kopf durch, während er vorerst keinerlei Emotionen zeigte. Er gestikulierte auch nicht oder derartiges, so das niemand im Konferenzraum erahnen konnte, was los war.
In der Zwischenzeit beobachtete Jacobson, der Auror mit den meisten getöteten Werwölfen in dieser Abteilung den Jugendlichen sehr nervös, während dieser mit seiner Wut umzugehen schien, wobei er nur vermutete, das es seine Wut war. Biller hatte ihn telefonisch gewarnt und zwar vor zwei Dingen:
A: Das er ihn nicht in die Nähe von Präsident Chabon lassen sollte, bis er sich beruhigt hatte. Biller konnte nicht ausschliessen, das Harry direkt einen Antrag über die ICW stellen würde (International Confederation of Wizards), und da Harry Rufus nicht involvieren wollte, würde er sich wohl direkt an Chabon wenden. Das war jedenfalls Travis' Befürchtung. Harry hatte nur gute Dinge über Chabon berichtet, und Travis ging davon aus, das es auch anders herum genauso war, so das der amerikanische Präsident vermutlich nicht abgeneigt wäre, Harry einen Gefallen zu tun.
Aber der weit wichtigere Punkt war:
B: Versuchen sie ihr bestes, ihn davon abzuhalten, Dobby zu rufen. Das würde definitiv nicht gut Enden.
Harry schien sich nun aber nach drei, jedenfalls für Mike Jacobson sehr langen, Minuten wieder zu beruhigen. Er ging nun aus dem Sichtbereich des Konferenzraumes heraus und dem älteren Mann blieb nichts anderes übrig als ihm zu folgen. Mit eher neugieriger Stimme fragte er nun:
"Weisst du etwas mehr zu dem Problem, Mike?"
"Nein, leider nicht wirklich. Ich gehe davon aus, das Dumbledore behauptet hat, das er "leider" nur noch an eben diesem Samstag mit den Quidditch-Spielen Zeit hätte, und Rufus hatte nur noch die Wahl ihn entweder offen als Lügner zu bezeichnen, oder dem ganzen zuzustimmen. Er hat sich nach langem Zögern für letzteres entschieden, gefolgt von einer kurzen Unterhaltung mit Travis, denn wir wollten vermeiden, das die NSA über ihre Satelliten eventuell etwas mithören könnte. Es wird am 4. Oktober stattfinden. Er sagte aber auch, das er sich nächste Woche während des Treffens im September noch mit dir unterhalten würde. Er wollte nur, das ich dir die Information jetzt schon mitteile." Travis war nicht wirklich dumm, und er kannte die Gewohnheiten und Verhaltensweisen von Harry seit dem letzten Jahr sehr gut.
"Und er wollte jegliche Wutausbrüche von Dumbledore fern halten." Harry war noch immer erstaunlich ruhig, und Mike begann sich nun auch etwas zu beruhigen, jetzt, wo das schlimmste vorbei zu sein…..nun, es schien garnichts zu passieren.
"Ich denke das war einer der Gründe dafür."
Harry musste nun Kichern, und konnte sich erst nach gut einer Minute wieder beruhigen. Nachdem das geschehen war, schien er wieder zurück gehen zu wollen.
"Gehen wir bitte wieder hinein, ich denke, ihr möchtet das auch hören." ihre Neugier war geweckt und so folgten sie Harry wieder hinein, wo er den anderen das Problem erklärte. Harry kannte die anderen Mitglieder der Klasse, die nicht direkt zu seiner Freundesgruppe gehörten, mittlerweile recht gut, so das es ihn nicht störte, das sie manche Dinge über die Probleme mit Dumbledore erfuhren. Reiko war die erste, die ihm eine Frage stellte.
"Also, was denkst du, plant er?"
"Ich denke er plant hier gleich mehrere Dinge Reiko, und das ist schon erstaunlich…jedenfalls, wenn er nicht der Gegner wäre. Aber anders herum zeigt er doch, das er nicht ganz machtlos ist, und das er die Bedingungen stellen kann, und zwar nicht nur für mich sondern auch für den Minister." Er würde Rufus nie beim Vornamen nennen, wenn er nicht im Rahmen der Familie war. Oder auch ihm direkt gegenüber.
"Und der andere?" Dies fragte nun Ray Elwood.
"Es ist eine Art Beleidigung und sogar eine recht offensichtliche. Er sagt damit recht offen "Hat der grosse, böse Junge-der-Lebte etwa Angist, nach Hogwarts zu kommen?" Ray konnte hier nicht widerstehen.
"Und du gehst nicht darauf ein?"
Harry's Stimme wurde nun sehr kalt, wobei er das ganze nicht als Beleidigung auffasste, denn er mochte Ray. Aber dies war seine Stimme, wenn er "mit Dumbledore" oder über selbigen redete:
"Ich habe vor garnichts Angst in dem Schloss." Und das stimmte auch, wobei er generell vor nur sehr wenigen Dingen Angst hatte, sehr im Gegensatz zu Sophie, aber er war hier auch der Meinung, dass das ganze die Aufregung nicht mehr als nötig wert war, wobei er nicht davon ausging, das irgend jemand etwas passieren würde. Da wir gerade von Sophie sprachen:
"Einfach so? Du betrittst einfach die Schule, wo dein Leben über fünf Jahre hinweg regelmässig in Gefahr war, als wenn nichts geschehen könnte?" Harry lächelte nun, denn es war eine sehr offensichtliche Frage gewesen, und es überraschte ihn eigentlic nur, das sie nicht sofort gestellt worden war. Er hatte auch eine passende Antwort darauf:
"Der Minister würde Dumbledore bei lebendigem Leibe rösten, oder es sogar mir erlauben, sollte ich auch nur irgendwie dort verletzt werden. Die Zwillinge und ich werden dort auftauchen, als wenn uns die Schule gehören würde, und der alte Trottel sollte besser nichts planen. Jeder wird uns beide sehr genau beobachten, egal ob Freund oder Feind." Hier lächelten nun eigentlich alle, insbesondere Ripley und Jacobson, die einfach nur zugesehen hatten. Jacobson und Rufus kannten sich schon länger, denn letzterer hatte oft als der Verbindungsoffizier der Amerikaner zu Rufus während seiner Zeit als Leiter der Auroren gedient. Ripley lobte seinen Schüler nun vorsichtig.
"Du bist in Sachen Politik für einen 17jährigen wirklich gut informiert Harry." Ripley selbst dachte, das dies nicht unbedingt nur seine guten Seiten hatte. Überraschenderweise schien Harry dies genauso zu sehen.
"Nun, Professor Ripley, ich habe auf die harte Art erfahren das es, wenn ich mehr auf mögliche Probleme achte, diese sich zu meinem Vorteil entwickeln können. Ich würde viel darum geben, wenn es nicht so wäre, aber gleichzeitig wird mein Leben dadurch wirklich interessang." Ray hatte noch eine Frage, da das Mittagessen gleich beginnen würde.
"Was machst du, wenn dein "Freund" Dumbledore irgend etwas versuchen sollte?" Harry wusste das eine direkte Antwort ihm nicht direkt helfen würde, sollte wirklich irgend etwas bei dem Treffen passieren.
"Ich lasse die Sache einfach laufen, Ray, nicht mehr nicht weniger." Ray begann nun doch zu lachen, und auch Harry musste nun lachen.
Das Mittagessen war eine sehr schnelle, knapp 30 minütige Angelegenheit, bevor die Tour ohne Probleme weiter ging. Die Jugendlichen waren zum Nachmittagsunterricht wieder zurück, wobei Harry sogar noch zwei Minuten Zeit hatte, bevor Muggelstudien begann, wobei keiner der anderen Schüler aus der Besuchsgruppe in dieser Stunde waren. Ziegler begann damit, das er in den nächsten 90 Minuten die NEWT sehr genau erklärt, die unter anderem das Thema Wall Street beinhalten würden, wobei diese Klasse kein generell festgelegtes Thema beinhalten würde, sondern mehrere Abschnitte, die jeweils mehrere Unterrichtseinheiten beinhalten würden.
Nach dem Ende blieb Harry noch kurz und unterhielt sich mit Ziegler über die Neuigkeiten. Ziegler war im Übrigen auch ein Mitglied des ICW, da seine Eltern sehr reiche und extrem einflussreiche Magier in Amerika waren, und das war auch der Grund, wieso er Dumbledore kannte…..wobei er Harry nun über die Bannmeile gegen Dumbledore informierte, da er es für nötig hielt.
"Professor Murray war der Meinung das es besser wäre es dir nicht vor dem Herbst zu sagen. Sie wollte nicht das du es ihm während einer Diskussion, von der sie ausging, ds sie stattfinden wüde, gerade heraus sagen würdest." Ziegler rechnete eigentlich damit, das Harry wütend würde, weil man es ihm vorenthalten hatte, wurde aber davon überrascht, das Harry nur leicht nickte.
"Da hat sie Recht, das hätte ich, und ich bin froh darüber, das sie es so sieht. Aber ich werde ihn vorerst nicht damit konfrontieren." Ziegler wusste das sein nächstes Angebot zwar abgelehnt würde, aber er war der Meinung das er es trotzdem unterbreiten sollte.
"Gibt es irgend welche Dinge, die wir dir abnehmen könnten? Wir könnten dir jederzeit Untersagen, das Schulgelände zu verlassen." Harry schüttelte nur den Kopf.
"Nein, sie würden sofort wissen, das ich sie darum gebeten habe, und das würde mehr Problem verursachen als es sie lösen würde. Nein, Professor Ziegler, so sehr es mich ärgert, so habe ich doch eine "Verabredung" in wenigen Wochen in meiner alten Schule." So war es dann wohl, und wie schon Jacobson und Ripley vor ihm war Ziegler sehr erstaunt darüber, das Harry die Dinge so ruhig anging. Er war in der Tat so erstaunt, das er Harry direkt danach fragte.
"Ich hätte gedacht, das du weit…nun ich würde sagen "sehr viel mehr" wütender wärest, aber du scheinst sehr ruhig zu bleiben."
"Das bin ich auch, ich versuche es nur nicht so offen zu zeigen."
"Du gehst damit wirklich gut um."
"Ich wünschte mir einfach, das der Bastard die Dinge bis zu meinem Schulabschluss ruhen lassen würde. Ich sage ihnen, Professor Ziegler, er ist ein weit grösseres Problem als Voldemort, zumindest im letzten Jahr." Ziegler selbst war auch der Ansicht, dass das Leben für sie alle um vieles einfacher gewesen wäre, wenn Dumbledore sich einfach zurück gehalten hätte.
"Wieso denkst du hat er das getan?"
"Ich denke um mich zu testen, denn er will unbedingt sehen wie ich reagiere."
"Und was wirst du tun?"
"Ich weiss es wirklich nicht, Sir."
"Widerspricht das eurer Vereinbarung aus dem Juli?" Oh das war Ansichtssache, dachte Harry nur.
"Reell gesehen nein, und ich habe das gesamte Mittagessen darüber nachgedacht. Leider ist es kein Verbrechen, mich irritieren zu wollen." Ziegler kicherte hier leicht.
"Nun, wenn ihr dir noch irgendwie helfen kan, so sag es mir einfach."
"Vielen Dank, Professor, mir bedeutet Ihr Rat sehr viel." Und das tat er wirklich, denn Ziegler hatte eine völlig andere Ansichtsweise der Dinge als der eher emotional geprägte Josh Lyman, der andere Lehrer er ihm wichtig war…wenn Lyman denn auch reell sein Lehrer gewesen wäre, und nicht nur sein Lehrer im Sommer. Obwohl er meist den Vornamen von Lyman verwendete, sogar einmal instinktiv vor Murray, so hiess Ziegler doch immer Professor Ziegler. Zumindest während der nächsten 10 Monate, danach würde er vermutlich einfach Toby heissen.
"Dafür bin ich dir dankbar, Harry, geh jetzt bitte einfach wieder zum Essen zurück, ich bin mir sicher das Sophie dich selbst auch über das Geschehene befragen möchte."
Damit rechnete er auch, aber sie wartete immerhin, bis die beiden alleine waren.
"Bist du verrückt!? Schon alleine deine Anwesenheit dort im Schloss wird genug Probleme herauf beschwören." Hier musste man dazu sagen, das Harry nicht wirklich zögerte, obwohl er zumindest zu Teilen bei der Bemerkung zum Wahnsinn zustimmte.
"Was möchtest du das ich tue, Sophie?"
"Abgesehen davon, einfach nicht dort hinzu gehen!?"
"Ich bitte dich mir nicht einen Grund zu geben, Liebling, sondern darum, ihnen einen Grund zu geben, das zu akzeptieren. Das Problem dabei? Den gibt es nicht." Harry hob hier nicht seine Stimme, denn das hatte er bisher nie bei ihren seltenen Streitgesprächen getan. Sie befanden sich derzeit in dem Koffer, und Harry war dafür sehr dankbar, denn nun konnte er einmal den Argumenten Konter geben.
"Wer sind "Sie" überhaupt?" Harry ging die Liste nun mittels seiner zehn Finger durch.
"Also, da wären: Dumbledore, Rufus, Travis, alle Weasleys, der Idiot McCrae, jeder im magischen Grossbritannien, einige Leute hier im magischen Amerika, und zu guter Letzt ich selbst. Glaubst du wirklich ich würde nicht von allen Beleidigt und schlecht gemacht, wenn ich nicht auftauchen würde? McCrae wird diese Information morgen auf der Titelseite des Tagespropheten bringen, und es wird sehr schnell darüber spekuliert werden, ob ich überhaupt erscheinen werde. Abgesehen davon das ich es Rufus schuldig bin für den Sommer, so sind da auch noch die tausende Galleonen die diese Leute in unser Training investiert haben, und das nur, weil ich dafür diese langweiligen Treffen absolviere, damit Rufus sagen kann, das wir gemeinsam gegen die Todesser und Voldemort und andere Gegner kämpfen." Er war am Ende nicht laut geworden, aber es war durchaus deutlich genug. Sophie war von diesen Worten doch überrascht aber sie gab trotzdem nicht auf.
"Er hat dich hier in die Ecke gedrängt, Harry."
"Ja."
"Aber du machst dir Sorgen darüber das man dich für einen Feigling hält, wenn du nicht gehst."
"Nein Liebling, ich werde nicht wie ein Feigling "Aussehen" sondern wenn ich nicht gehe BIN ich auch einer." Ihr gefiel es trotzdem nicht.
"Und was ist wenn das ganze im totalen Chaos endet?"
"Das wird es nicht. Wie ich vorhin schon sagte, wird Rufus das nicht zulassen. Er wurde hier ausmanövriert, das stimmt, aber das macht Dumbledore und dessen Verhalten für ihn nur noch misstrauischer. Vergiss niemals, das Rufus, genauso wie Murray, Dumbledore genauso wenig mag wie ich es tue, und das aus ganz erheblich anderen Gründen. Nein Sophie, ich werde dort hingehen. Meine einzigsten wirklichen Gegner werden die Jugendlichen aus dem Haus Slytherin sein und da auch nicht alle." Sie ergriff nun einen kleinen Strohhalm:
"Dann lass mich dich doch begleiten, oder nimm wenigstens Drew mit. Ich weiss, das die Zwillinge und Bill sich wehren können, aber ein weiterer Zauberstab kann sicher nicht schaden. Sag einfach es wäre unvermeidlich." Harry hielt dies für keine so schlechte Idee, solange Murray und Rufus dem zustimmten. Er hatte nur noch eine Frage.
"Wie genau meinst du das?"
Sie erklärte es ihm genauer und er hielt die Idee zumindest in der Theorie für gut, aber es gab noch eine Sache:
"Das heisst aber das mich Drew begleitet und nicht du." Sophie hatte damit gerechnet.
"Du willst mich nicht in Gefahr bringen?" Harry und Sophie waren hier in der Zwickmühle: wenn es keine Gefahr gab, wie Harry behauptete, wieso MUSSTE sie ihn dann begleiten? Aber anders herum, wenn es keine Gefahr gab, wie Harry sagte, wieso konnte sie ihn dann nicht begleiten?
"Es wird keine Gefahr geben, zumindest von Seiten Dumbledores aus, aber ich werde mit Sicherheit nicht deine Sicherheit in Gefahr bringen. Voldemort ist das Problem, und ich hoffe, das die höheren Mächte sich das auch überlegen." Sophie konnte dem durchaus zustimmen, und sie entschied sich dafür, das Thema bis zu der Zeit nach dem nächsten Treffen der Liga im Tropfenden Kessel zu vermeiden.
An diesem Abend drehte sich fast die gesamte Diskussion rund um Dumbledore, aber auch darüber, was Harry ihm sagen oder nicht sagen sollte, aber auch darüber, ob Dumbledore das Wort "détente" etwas weiter auslegte, oder ob er irgend etwas plante. Die anderen stimmten im übrigen Harry durchaus zu, das dieser dort sein musste, denn sonst wäre für ihn alles in England verloren, zumindest im Bezug auf seinen Ruf. Drei Tage vor dem Eröffnungsfest hatte der alte Mann endlich die Liste mit Fragen übermittelt, die er Harry stellen wollte, wobei sie eher einfach gehalten waren um ihn nicht zu irritieren. Es gab aber ein paar durchaus problematische Fragen, insbesondere aber eine:
"Sollte der Posten für den Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste am Ende des Jahres noch verfügbar sein, würdest du die Stelle übernehmen?"
Entweder hatte Remus Dumbledore erzählt, das Harry von diesem Plan wusste, oder der alte Mann ging davon aus, das Remus es erzählt hatte, aber es war egal. Harry hatte nur eine einzige einfache Antwort darauf:
"Derzeit definitiv NEIN." Er würde zwar gern mehr dazu schreiben, aber Sophie und Reiko hatten es ihm ausgeredet. Es war vermutlich eine gute Sache, das Dumbledore diese neuen Pläne erst angewandt hatte, nachdem er die Fragen beantwortet hatte, wobei es insgesamt 15 Fragen waren. Die andere Frage, die hervor stach war, wenn auch auf den ersten Blick nicht weiter verfänglich:
"Wäre es möglich, das wir uns nach dem nächsten Treffen der Liga im Oktober für 20 Minuten treffen? Ich meine dich, gemeinsam mit Bill und Filius sowie mir."
Die Frage erschien zu Anfang nicht weiter problematisch, abgesehen davon wieso erst im Oktober und nicht schon im September. Harry war davon ausgegangen, das Dumbledore dem ganzen erst mehr Schwung verleihen wollte, oder der alte Mann hatte während des Treffens im September zu viele Dinge zu erledigen, Dinge die nichts mit ihm zu tun hatten.
Ja, so in etwa.
Harry hatte hier zugestimmt, aber der alte Mann wusste sicher, das sich seine Antworten jederzeit ändern könnten. Er hatte allerdings noch immer bedenken im Bezug auf das Treffen und es enttäuschte ihn, das McGonagall nicht dabei sein würde, denn sie würde mit ziemlicher Sicherheit ob nun gewollt oder nicht, eine Beleidigung fallen lassen, und er würde entsprechend reagieren.
Das andere Ereignis dieses Abends stellte die Einführung von Marie in die Karte Version 2.5 dar, wobei sie noch immer über einen Namen nachdachte der sie auf der Karte repräsentieren würde, und wie bei den anderen auch, fiel dies ihr nicht leicht.
"Wie zur Hölle bist du auf diese Idee gekommen?" Dies war das erste Mal das einer von ihnen sie Fluchen hörte, und das galt auch für Drew, obwohl ihre Stimme eher erstaunt klang. Harry hatte ihr die Geschichte hinter der Karte erzählt, und Marie selbst war erstaunt, das man ihn bei so etwas vertraute, wobei Drew im Übrigen sich für sie Verbürgt hatte. Sie betrachtete die Karte noch ein paar Minuten länger, bevor sie überhaupt wieder etwas sagte, bevor Harry sie auf etwas hinwies.
"Nun, Marie, die Zeit für deinen Spitznamen ist gekommen. Die einzigste Bedingung die es gibt ist, das es etwas für dich wichtiges sein sollte, und der Name sollte auch nicht zu dumm wirken."
Sie lächelte nun und traf eine Entscheidung.
"Nun, ich wähle dann B. C."
"Nach einem Comic?"
"Nein, die Katze die ich in meiner Kindheit hatte, hiess B. C., und er starb vor einem Jahr und ich würde ihn gerne auf diese Art ehren." Jetzt, wo Reiko und Sophie darüber nachdachten, erinnerten sie sich an ein Bild einer siamesischen Katze auf den Nachttisch von Marie, aber keiner hatte sie je danach gefragt. Es war aber ein guter Name, und einer mit dem sie sich identifizieren konnte, und nur wenige würden ihn kennen…..vermutlich nur ihre Zimmerkameradinnen.
Als er keinen Widerspruch hörte, reagierte Harry und fügte B. C. der Karte hinzu. Nun befanden sich 10 Namen darauf, und die Schrift war etwas kleiner geworden als zu Jahresbeginn. Die nächsten Namen würden erst in gut einem Jahr hinzugefügt werden, wenn er die Karte mit Bedenken an Marty und Keisha weitergab. So war es jedenfalls geplant, und wie so viele Pläne dieser Länge konnte es immer Änderungen geben.
"Also gut Marie, du gehörst nun offiziell zu den Herumtreibern."
Sie strahlte sie nun an.
"Vielen Dank euch allen, es ist wirklich eine Ehre. Ich möchte mich bei der Akademie bedanken, meinen Agenten…." Hier wurde sie nun mit Karamelpopcorn beworfen, bevor sie antworten konnte, was sie auch davon abhielt, sich zu verbeugen. Sie grinste nun noch immer, während Harry nun wieder übernahm.
"Also meine Damen und Herren, spielt ihr eure Partie Poker, während Marie und I ihren ersten Streich vorbereiten. Es ist ein Ritual für mich das mir sehr viel Spass bereitet." Hier kicherten alle.
"Eines, das du gegründet hast, als Drew der Karte hinzugefügt wurde, und das du bei den Zwillingen übersprungen hast."
"Die Details Claudia, die Details. Und nebenbei würden mich die Zwillinge am Erscheinen hindern."
"Und sie haben dich immer überstimmt, oder?" Oh ja.
"Ich suche mir meine Schlachten aus. Komm, gehen wir Marie, ich habe eine Idee, die wir beide binnen 15 Minuten ausführen können."
"Wir spielen jetzt einen Streich? Um diese Uhrzeit?" Es war noch relativ früh am Tage und die Gänge wären wohl nicht leer.
"Das ist die Würze des Streiches." Er erhob sich nun und Marie folgte ihm, während die anderen sich zuerst über Musik unterhielten und dann begannen UNO zu spielen. Nachdem Harry und Marie im Gang waren beschloss Marie, Harry einige Fragen zu stellen, wobei das Zimmer von Harry leer gewesen war. Es wären sicher einige Fragen aufgetaucht, wenn man beide das Zimmer gemeinsam verlassen gesehen hätte.
"Also, wo gehen wir hin?"
"Die Bibliothek. Dort war ich bisher noch nie aktiv, und bisher wurden auch die Zimmerkameraden von Drew und Jonas verschont, aber das kommt bald." Marie hatte früher ein Date mit Mark Phillips gehabt, und hatte kein Probem damit, ihn und seinen Zimmerkameraden zu ärgern.
"Was werden wir machen?"
"Das wirst du sehen, wenn wir dort sind. Aber eine Sache noch. Du weisst, das du niemanden, auch deinen Zimmerkameradinnen, nichts über die Karte sagen darfst, oder?" Sie hielten nun direkt vor dem Eingang zum Hausbereich.
"Das ist mir klar, und keine Sorge, das werde ich nicht." Sie hatte mit einer derartigen Warnung bereits gerechnet und Harry ging damit auch nicht zu radikal um.
"In Ordnung, es ist eine Sache das sie über die Streiche bescheid wissen, oder das sie unsere Spitznamen kennen. Das ist so in Ordnung, aber die Karte ist etwas anderes. Murray mag mich, aber ihr wird die Idee sicher nicht gefallen, das wir in der Lage sind, über den Aufenthaltsort jeder Person in der Schule zu jeder Zeit Bescheid zu wissen. Je mehr Leute davon wissen desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, das irgend etwas heraus kommt. Ich werde es selbst Marty und Keisha nicht vor dem Frühjahr sagen." Er ging aber davon aus, das Warrick etwas derartiges sagen könnte, und dann würden die Probleme beginnen. Vermutlich gefolgt von einigen Gedächtnisanpassungen, denn Travis hatte sie ihm selbst erklärt.
""Mum" ist das entscheidende Wort, das kann ich versprechen."
"Sehr gut. Mir gefällt es nicht, anderen zu sagen, was sie dürfen und was nicht Marie, aber hier ist es etwas anders." Sie nickte, denn das war ihr durchaus bewusst.
"Untertreib nicht, Harry, ich habe durchaus bemerkt, das du mich seit der Sache mit der Karte sehr genau beobachtet hast. Für das Vertrauen danke ich dir."
"Nun kann man dir vertrauen." Vorerst dachte er bei sich, aber er lächelte.
"Vielen Dank für Drew, ich weiss nicht wieviel du dazu beigetragen hast….."
"Ich hatte damit nur wenig zu tun, das waren eher Reiko und Sophie." Das könnte man nun durchaus falsch verstehen, und Harry erkantne dies auch direkt, bevor sie darauf reagieren konnte. Er sollte sich seine Worte wirklich besser überlegen.
"Nicht das ich Einwände hätte, ich bin halt nur niemand der andere Verkuppelt oder derartiges."
"Abgesehen von Lee und Claudia."
"Nun, das waren eher Fred und George, und es hatte den positiven Nebeneffekt, dass das Drama zwischen Claudia und Jonas beendet war, und das war der Hauptgrund, es zu fördern." Das stimmte so, und das Verhältnis der beiden hatte sich seit dem drastisch verbessert…..abgesehen von dem einen Abend unter dem Mistelzweig vor ein paar Jahren, und es war nebenbei Claudia's erster Kuss überhaupt gewesen.
Sie kamen nun zum Eingang der Bibliothek, die sich im ersten Stock gegenüber dem Speisesaal befand. Harry verbrachte nur wenig Zeit dort, aber sie war ihm nicht unbekannt. Zu dieser Zeit des Schuljahres befanden sich nur wenige Schüler dort, und in der Regel waren es die jüngeren Schüler, die dort lernten, wobei es keine generelle Regel gegen Unterhaltungen gab, da es ja entsprechende Schutzzauber gab, und die jungen Schüler belegten auch nie die primären Sitzplätze der Bibliothek.
"Nimm bitte deinen Zauberstab und mach es mir einfach nach."
"Was machst du da?"
"Nur ein wenig Verwirrung schaffen, Marie, nichts ernstes."
Und so kam es das Harry die nächsten 10 Minuten damit verbrachte in alle möglichen Ecken zu kriechen und seinen Zauberstab herum, und dabei etwas murmelte. Marie musste sich sehr zurück halten und kurz darauf verstand sie was er tat.
Aber nun hörte sie, wie Harry seine möglichen Weihnachtsgeschenke für Sophie leise aufzählte, und keine Zauber oder dergleichen. Sie mussten zumindest dem Schein nach ihre Arbeit tun, und Harry war nun mal in der Schule sehr bekannt, und wenn man dann bedachte, das er sehr selten hier war…..nun, ich denke ihr ahnt es. Harry hatte vor längerem Alice Hoffman, der Bibliothekarin, gegenüber erwähnt, das er ihren Bereich nie mit einem Streich bedenken würde, und das hatte er auch bisher eingehalten. Auf diese Weise gab es zu viel Potential für mögliche Zwischenfälle, und selbst Harry würde es schwer fallen, die Bücher und Rollen zu ersetzen. Im Gegensatz hatte sie ihm versichert, das sie dieses Geheimnis für sich behalten würde. Die beiden Herumtreiber in ihrem Reich lächelten sie kurz an, als sie hinaus gingen, und sie wirkte sehr besorgt, während sie laut überlegte, Heyman um eine Überprüfung zu bitten.
Harry und Marie waren gerade 5 Meter von der Tür entfernt, als Marie fragte:
"Es gibt heut abend keinen Streich, oder"
"Doch den gibt es durchaus, wir haben ihn gerade vorbereitet. Es wird das Gespräch beim Frühstück sein, und die Lehrer werden ihren Schülern versichern, das nur, weil die Bibliothek derzeit unzugänglich ist es nicht heisst, das sie keine Hausaufgaben machen müssen. Ich werde später noch unsere Arbeit kennzeichnen, und zwar als Prongs und B. C." Er kicherte nun bei dem Gedanken. Sein "nicht-terrorisieren" von Dan Wetzel im May hatte seinen Appetit auf solche Ideen geweckt.
"Hast du das auch mit Drew zusammen gemacht?"
"Nein, damals haben wir uns um den Speisesaal gekümmert."
Nun hatte sie eine Erkenntnis während sie die Daten im Kopf durch ging, und sie fing an zu Kichern.
"Wie bei den Stühlen die unkontrolliert herum rutschten? Diese Zeit?"
"Der war sehr gut, allerdings war es die Idee von Warrick, und nicht meine. Magische Schmiere hat wirklich viele Verwendungszwecke."
"Also ist meiner nur eine Finte…?"
"Versuch dich bitte nur zurück zu halten, Marie, ich habe ja leider nur noch 10 Monate zeit."
"Das tue ich definitiv Harry, denn das gilt auch für mich."
Sie gingen anschliessend in aller Ruhe in den Koffer zurück und waren mit ihrer Arbeit sehr zufrieden. Selbst wenn sie nur so getan hatten, als wenn sie etwas vorbereitet hatten.
Die nächste Ausgabe des Tagespropheten am nächsten Morgen hatte genau diese Geschichte als Hauptschlagzeile, wobei sie aber nicht die wichtigste Schlagzeile war, wobei der Artikel in sehr sachlicher Weise von dem nächsten Treffen der Liga während des Quidditch-Wochenendes in Hogwarts berichtete. Des weiteren spekulierte er darüber, ob Harry dabei sein würde, wobei diese Frage sich auch auf Fred und George bezog, und obwohl die beiden die ersten Spiele der Gryffindor-Mannschaft besucht hatten, so hatten sie seit ihrem Abgang das Schloss selbst nie wieder betreten. McCrae, dem durchaus bewusst war, wer der Vermieter von Alicia Spinnet war, etwas das ihn nicht weiter störte, streckte ein paar Fühler den Zwillingen gegenüber aus, gefolgt von Harry, und bat sie um einen Kommentar dazu. Sie äusserten sich zwar nicht dazu, aber WWW vergrösserte als Reaktion darauf die Zahl und die Grösse ihrer Werbeanzeigen die sie im Oktober veröffentlichen würden, und das gezielt im Tagespropheten. Dies konnte so und so verstanden werden. Und das wurde es auch. So sehr Augustus McCrae Harry auch nicht mochte, das allerdings eher aus Prinzip und nicht wegen Harry persönlich, so mochte er die Zwillinge durchaus, und er wusste durchaus das auch seine Zeitung von ihrem erfolgreichen Geschäft profitieren könnte. Dies war wohl einer der Gründe, wieso sich der Tagesprophet in den letzten Monaten im Bezug auf Harry sehr bedeckt gehalten haben könnte. Die gelegentlichen Artikel waren nie so ausgelegt als das Harry geneigt gewesen wäre, in sein Büro zu marschieren und ihn zum Duell herauszufordern, nicht das Harry nicht hin und wieder davon geträumt hätte. Der Redakteur war sehr vorsichtig gewesen, wobei er schlicht als Geschäftsmann agiert hatte, denn er war kein Kämpfer, und das war einer der Gründe, wieso er geneigt war, sich Harry gegenüber etwas besser zu stellen.
Unter jenen, welche die Geschichte über das Treffen lasen, war auch Tom Riddle. Gemeinsam mit Pettigrew befand er sich gerade in einer Besprechung, als Nott die Zeitung brachte. Es war halt ein Problem, auf den Orkneys ein Abonement abschliessen zu können.
Nun, es war zwar möglich, aber das würde zu viele Fragen aufwerfen. Ganz davon abgesehen, das dieser Ort derart geschützt war, das es den Eulen vermutlich unmöglich gewesen wäre, ihn zu finden.
Der böse Mann las den Artikel kurz durch, bevor er die Zeitung an Pettigrew weiter reichte. Während dieser sie las, wandte sich Voldemort an Nott.
"Hol sofort Bella und Parrish." Nott verschwand nun und Pettigrew legte die Zeitung weg. Zuerst sagte er nichts weiter, denn er wollte sehen, welche Idee sein Meister haben könnte und wie dessen Laune war. Und so warteten beide bis die anderen beiden kamen. Es herrschte Stille im Raum, während die beiden die Möglichkeiten durch gingen.
Bella und Parrish erschienen nach etwas weniger als einer Minute, denn Nott wusste durchaus, wo sie sich befanden, und keiner von beiden zögerte, wenn ihr Chef sie rief. Beide lasen sich den Artikel durch, wobei keinem von ihnen klar war, was es mit ihnen zu tun hatte. Schliesslich sah Voldemort zu Pettigrew.
"Wurmschwanz, deine Meinung." Pettigrew begriff, das sein Lord seine Meinung erwünschte und reagierte entsprechend.
"Ich sehe hier eine Gelegenheit, Meister, eine Gelegenheit, auf Seiten des Lichts einen Bürgerkrieg zu verursachen und wir würden vermutlich dadurch einige problematische Feinde verlieren."
"Fahr bitte fort."
Pettigrew wandte sich nun den Zaubertränkemeister zu, der in letzter Zeit sehr viel unterwegs gewesen war, da Bella und er nach einem geeigneten Assistenten für ihn suchten.
"Michael, wieviel Vielsafttrank kannst du zum Zeitpunkt des Treffens fertig haben?"
Parrish ging es kurz in Gedanken durch, denn seine Vorräte waren sowohl hier als auch in Norwegen, wo sich noch seine Basis befand. Diese Basis wurde aber derzeit sehr stark von den wenigen norwegischen Auroren überwacht.
"Genug für knapp 120 Stunden, aber vermutlich nicht mehr." Pettigrew lächelte, denn dies war mehr als er erwartet hatte.
"Das ist mehr als genug." Wofür brauchten wir das, wollte Bella am liebsten fragen, aber Voldemort kam ihr zuvor.
"Was genau hast du vor, Wurmschwanz?"
"Meister, ich schlage vor, Gibbon mit einer kleinen Gruppe von etwa fünf Personen in das Schloss zu schicken." Bella begann sofort zu knurren.
"Oh, als wenn es so einfach wäre, sechs Personen hinein zu bekommen, insbesondere wenn das Schloss so oft wie in letzter Zeit abgeriegelt ist."
Pettigrew wollte am liebsten etwas fieses dazu sagen, aber er wusste, das sein Meister es zulassen würde, das sie ihn dann nach Belieben verzaubern könnte, so das er einfach ruhig blieb. Er sah sie nun aber leicht lächelnd an und sagte dann mit ruhiger Stimme:
"Deshalb der Vielstafttrank, Bella. Wir werden Frederick's Sohn dazu verwenden, uns Haarproben von sechs zufälligen Schülern aus den Häusern Ravenclaw und Hufflepuff zu besorgen, so das wir unsere Männer gemeinsam mit der Menge nach dem ersten Quidditch-Spiel hinein bringen können."
"Und was dann? Sollen sie versuchen, Potter zu ermorden?"
"In der Tat, Bella, und selbst wenn das nicht gelingt, was sehr wahrscheinlich ist, so wird Potter doch Dumbledore definitiv die gesamte Schuld daran geben, und vielleicht sogar vor aller Augen auf ihn los gehen. Das wiederum bringt alle Lehrer auf die Seite von Dumbledore, und die meisten Schüler auf die von Potter, während die Liga und die Auroren sich in der Mitte des grössten Chaos aller Zeiten in der Geschichte von Hogwarts befinden. Und das will viel heissen."
Nun sahen alle zu Voldemort, wobei sie davon ausgingen, das er eine ähnliche Idee haben könnte, und sei es nur wegen der Anwesenheit von Parrish. Der Zaubertränkemeister/Söldner war niemand, den man als taktisches Genie bezeichnen könnte, aber er konnte durchaus kämpfen. Der Meister sah nun zu seinem Chefstrategen und lächelte fast schon.
"Ein sehr guter Plan, Wurmschwanz. Aber wieso nur sechs von euch?" Pettigrew war die Idee für den Plan seit dem Moment durchgegangen, als er den Artikel gelesen hatte, und war mit seinen Planungen jetzt weit genug, um sie zu erläutern.
"Weil ein kleiner "déjà vu"-Moment akzeptabel ist, Meister, aber es übertreiben? Wir wollen kein Risiko eingehen, sollten die echten Jugendlichen auftauchen, oder aber zumindest ihre Freunde oder Zimmerkameraden. Wir lassen die sechs im Verbotenen Wald solange warten, bis das Spiel vorüber ist, wobei Gryffindor gegen Ravenclaw spielen wird. Nach dem Spiel werden sie gemeinsam mit den Zuschauern zum Schloss zurück kehren. Einmal im Schloss werden sie bis kurz nach dem Essen warten, bevor sie angreifen."
"Wieso aber Hufflepuffs und Ravenclaws? Das es keine Slytherin sind kann ich verstehen, aber wieso auch keine Gryffindor?"
"Nun Frederick, ganz einfach, wenn es uns gelingt unter den Häusern massive Unruhe zu stiften, warum sollten wir die Gelegenheit verstreichen lassen. Ein weiterer Vorteil davon ist, das die Gryffindor weiter isoliert werden. Sie werden dadurch nur noch paranoider und dadurch noch schwerer für die Lehrer zu kontrollieren." Etwas, das Pettigrew vor seinem Verrat an der hellen Seite durchaus versucht hatte zu unterbinden.
Voldemort nickte nun, denn ihm gefiel der Plan in der Form, aber er hatte einen Einwand.
"Es gefällt mir nicht, das wir Gibbon opfern sollen, wähl jemand aus, der nicht so wichtig ist." Royal Gibbon war ein langfristiges Projekt von Voldemort, und der einzigste Todesser, der durch die Muggel militärisches Training erhalten hatte. Er war vor 20 Jahren, nach seinem Abschluss in Hogwarts ausgewählt worden, und von dem damals noch sehr lebendingen Voldemort in ein Rekrutierungsbüro der britischen Armee geschickt worden, da Voldemort der Ansicht war, das er, sollte der Krieg je die Muggel erreichen, er zumindest einen Magier brauchen würde, der mit ihren Waffen umgehen konnte. Es gab keinen Auroren der ähnlich trainiert war, obwohl Rufus vermutlich keine Einwände dagegen gehabt hätte. Gibbon hatte zwar nicht zu den besten der SAS gehört, aber in seinen 10 Dienstjahren hatte er viele Erfahrungen sammeln können, wobei er unter anderem auf den Falkland Inseln gekämpft hatte. Er war der Anführer der Eingreiftruppen, und seine Fähigkeiten waren Voldemort sehr wichtig, auch wenn Gibbon derzeit nicht zur Führungsgruppe gehörte. Pettigrew selbst kam ebenfalls sehr gut mit ihm zurecht, und obwohl er die Mission nicht zwangsläufig als Selbstmordmission einstufte, so konnte er diesem Argument nicht widersprechen.
"Dann Flint, er kennt das Quidditch-Stadion sogar noch besser." Hier war Marcus Flint gemeint, der ehemalige Kapitän der Slytherin-Mannschaft und der einzigste, der je Draco in Hogwarts verprügelt hatte, etwas, das im ersten Schuljahr gleich zweimal geschehen war. Flint hatte sein dunkles Mal am Tag nach seinem Schulabschluss erhalten, und hatte irgendwie das Chaos beim Gerichtsverfahren von Malfoy, dem in Hogsmeade und dem am Riddle Manor überlebt. Er war kampferfahren, und er hatte schon mehrere Auroren und Werwölfe getötet.
"Flint ist akzeptabel, aber leg den Plan so aus, das er mit den anderen wenn irgend möglich lebend hinaus kommen kann." Voldemort hatte endlich verstanden, das er seine Truppen nicht sinnlos opfern konnte. Verglichen mit den Zahlen von vor einem Jahr war die Zahl seiner Truppen stabil geblieben, obwohl er einige gute Männer verloren hatte. Die Lestrange-Brüder waren einer der schwersten Verluste gewesen, obwohl Bella dadurch zu seiner neuen "Partnerin" geworden war.
"Ja, Meister."
"Wurmschwanz, verfass bitte einen schriftlichen Plan dazu, und ich werde anhand dessen meine endgültige Entscheidung treffen. Du hast wirklich gute Arbeit geleistet." Mit diesen Worten stand Voldemort auf und verliess den Raum. Irgendwie hatte er in letzter Zeit sehr viel zu erledigen.
Nachdem sie nun alle etwas leichter atmen konnten, sah Nott Pettigrew mit einem gewissen Respekt an.
"Du hast den Plan in weniger als fünf Minuten verfasst?"
"Die genauen Details ja, aber die Idee selbst hatte ich schon etwas länger, um genau zu sein, seit wir die Details zum Treffen von Potter und Dumbledore kennen, als sie sich beinahe gegenseitig getötet hätten."
Nun, das stimmte nicht ganz. Es war ein Gerücht, das Lee Jordan in der Nockturnengasse verbreitet hatte. Harry hatte ihn auf die Idee gebracht, nachdem er vom Erfolg seiner Fehlinformationskampagne in Great Lakes berichtet hatte.
"Wäre es nicht auch möglich, Rufus gemeinsam mit Potter zu erledigen? Sechs Zauberstäbe sollten für zwei Personen ausreichen, selbst wenn sie nicht bei einander sitzen."
"Das wäre ein gutes Ziel, aber Potter ist am wichtigsten. Ohne ihn, um die Leute zusammenzuhalten werden wir in der Lage sein, die Seite des Lichts zu vernichten, oder zumindest einen Friedensvertrag nach unseren Wünschen zu diktieren, je nachdem was unser Meister bevorzugt." Pettigrew war sich sicher, das es letzteres wäre, denn so gäbe es weniger Zerstörungen und mehr Leute, die er beherrschen könnte. Allerdings bildete hier Hogsmeade eine Ausnahme, obwohl Voldemort Pettigrew nie etwas gegenteiliges gesagt hatte. Aber wenn jemand den Mann gut kannte, ohne mit ihm zu schlafen, dann war es Pettigrew. Bella, die nun akzeptierte, das ihr Meister/Partner diesen Plan ausführen würde, wandte sich an Nott.
"Ich hoffe das dein Sohn seinen Teil des Planes wirklich gut erfüllt."
"Wann hat er uns denn je enttäuscht? Nachdem Malfoy ausgeschaltet war, waren die Dinge wieder unter Kontrolle und bisher lief dort alles nach unseren Wünschen."
"Das stimmt schon, aber es können immer Fehler geschehen. Du weisst was mit Snape passiert ist."
Nott winkte hier nur ab, denn er kannte die Situation um Snape genauso gut wie der Rest, und er war einer der wenigen gewesen, die zumindest im Ansatz protestiert hatten.
"Snape war so hin und her gerissen, das er nicht mehr wusste, zu welcher Seite er gehörte. Es wäre durchaus möglich gewesen, das er sich uns gegen Dumbledore angeschlossen hätte, aber er arbeitete so lange schon als Spion, das seine Loyalität sehr ins Schwanken geriet. Du weisst genauso gut wie ich, wie überzeugend Dumbledore sein kann. Das einzigste, das Snape weitestgehend auf unserer Seite hielt war sein Hass auf Potter."
Bella war nicht unbedingt anderer Meinung, aber ihre Stimme wurde jetzt etwas ruhiger, was sehr ungewöhnlich war.
"True enough, but we need a victory here Frederick." And all four of them knew it, even Parrish, who wasn't the slightest bit responsible for any of their recent defeats. It wouldn't take but one more bad one for the troops to start muttering. And once muttering started in an organization like this one, talk of a coup was sure to follow, and the potential leaders of a coup were all in this room right now. And Voldemort knew it. Nott stood up as if to leave, a contemplative Bellatrix Black, as she was now referring to herself, made him more than a tad uncomfortable.
"Das weiss ich, Bella, aber sieh es einmal so, selbst wenn der Plan fehlschlägt, verlieren wir nur sechs Personen. Und wenn man die Kosten und den Nutzen gegen einander aufrechnet? Im Endeffekt werden wir die Gewinner sein, und deshlab ist es ein guter Plan." Und das war auch seine tatsächliche Meinung, auch wenn das bedeutete, das Pettigrew derzeit der einzigste war, der zwischen ihm und seiner Wunschposition als Voldemort's defacto Stellvertreter stand. Wenn es jemanden gab, mit dem sich Nott gut verstand, dann war es Pettigrew.
"Ich hoffe du hast Recht."
"Das hoffe ich auch." Er ging nun hinaus und Bella war nun gesammelt genug, um die Idee von Pettigrew weiter mit Parrish, der ebenfalls hier blieb, zu besprechen. Sie überarbeiteten noch ein paar kleinere Details des Plans, und entschieden sich am Ende gegen einen Ablenkungsangriff, sondern sie würden sich vollständig auf die Vorbereitungen von Flint und seiner Gruppe konzentrieren.
Zwei Tage später würde Voldemort den Plan bestätigen, allerdings hatte er mehrere kleinere Änderungen eingefügt. Der Grundlegende Plan blieb allerdings erhalten. Hogwarts würde bald ein paar neue Schüler bekommen.
Donnersttag, 4. September
Der Speisesaal
08:30 Uhr
Dobby kam mit ernstem Gesichtsausdruck hinzu und reichte Harry einen Briefumschlag. Er stammte von Hermine, und man sah ihm regelrecht den Ernst der Dinge an. Dobby würde später erwähnen, das sie den Brief bei seiner Ankunft bereits vorbereitet hatte.
Hallo Harry,
Es ist jetzt seit 24 Stunden das Gesprächsthema in der Schule... ja ich meine deinen Beswuch. Die einhellige Meinung ist, das Dumbledore dich irgendwie vorführen möchte, dich und den Minister. Die meisten gehen davon aus, das du kommen wirst, und das dadurch eine Art Zwischenfall ausgelöst wird, wobei diese „die meisten" unter anderem wir fünf sind, meiner Meinung nach jedenfalls. Die Slytherins halten sich erstaunlicherweise sehr mit ihrer Meinung zurück, aber man kann bei ihnen nie so genau wissen, denn sie könnten etwas planen oder auf Anweisungen von Theo Nott's Vater und Voldemort warten. Wir sind uns sicher, das sie Draco mit Sicherheit bereits etwas angetan hätten, aber wir gehen davon aus, das sie abwarten. Die andere Möglichkeit wäre, das Professor Shepherd sie in ihre Schranken weisen konnte.
Ich werde nicht versuchen, dir den Besuch auszureden, Harry, denn ich weiss das du praktisch keine Wahl hast, aber sei bitte vorsichtig. Ich meine damit nicht nur Dumbledore und die Lehrer, sondern auch dich selbst. Ich weiss, wie das klingen mag, aber du hast selbst einmal zu mir gesagt, das man manche Dinge besser nicht zu persönlich nehmen soll. Du hattest damals wirklich recht, und ich glaube das ich dich besser warnen sollte. Bitte lass nicht zu, das Dumbledore, oder auch McGonagall dich zu etwas reizen, das zu massiven Probleme führen könnte, die selbst der Minister nicht mehr beheben könnte.
Ron und Ginny waren sehr froh darüber, das du sie bei dem Spiel sehen wirst, aber ich glaube nicht, das sie die Gefahr dabei sehen, während Neville indirekt sagte, dass das nicht gut gehen würde, und mehr sagte er dann nicht. Wer weiss, was Luna dabei dekt, obwohl sie sehr oft lächelt. Es wird gut tun dich wieder zusehen, Harry, zumindest in dieser Sache wird es das, denn so werden wir nicht bis zum Weihnachtsabend im Fuchsbau warten müssen. Wir vermissen dich wirklich.
Pass auf dich auf und lerne ja für die NEWT's in wenigen Monaten. Grüss bitte deine amerikanischen Freunde von mir. Entschuldige, ich meine UNSERE amerikanischen Freunde, denn es sind wirklich nette Leute und ich freue mich bereits darauf, sie zu Weihnachten wieder zusehen.
In Freundschaft,
Hermine
Harry war sich nicht sicher, wie er darauf reagieren sollte, denn einerseits war das eindeutig Hermine, die besorgt und loyal bis zum Ende war. Aber andererseits war Harry es langsam leid, das die Leute ihm immer wieder sagten, das er Dumbledore nicht zu Hart angehen dürfte, wenn es zu Problemen käme. Seine eigene Meinung dazu war, das sich alles derart zusammenbrauen würde, bis es unweigerlich zu einem Zwischenfall kommen musste. Wie Remus ihm schon gesagt hatte, erfüllten sich manche Prophezeiungen von selbst. Aber so entschloss er sich, sich lieber auf den Nachmittag zu konzentrieren. Er begann mit seinen Hausaufgaben, gefolgt von einem ersten Durchlesen der Unterlagen für Muggelstudien. Sophie hatte sich selbst einen Plan für das Lernen erstellt und Harry auch dazu überredet, etwas, das Hermine in den letzten fünf Jahren in Hogwarts nicht gelungen war. Harry fragte sich gelegentlich, ob es ihr gelingen würde, Ron zum Lernen für die NEWTS zu bewegen, denn für den Unterricht zu lernen war eine Sache…aber Harry ging davon aus, das Ron es entweder verstehen würde, wobei seine Noten darauf hindeuteten, oder Hermine hatte ihm gedroht ihn sonst „auf die Couch zu verbannen".
Samstag, 13. September 1997
Nachmittags, GMT
Der Tropfende Kessel, privater Konferenzraum
Harry und die Zwillinge trafen knapp 2 Minuten vor Beginn des Treffens ein. Harry wollte ein Drama sowie unnötige Fragen von Rufus wie „Wie zur Hölle konnte das Geschehen!?" vermeiden. Wobei er auch die Versuchung für sich selbst umgehen wollte. Es hatte in den letzten eineinhalb Wochen keinen Kontakt zwischen Harry und Rufus gegeben, wobei Harry ihm nie etwas derartiges vorwerfen würde, da auch er von ihrem „alten Freund" ausmanövriert wurde.
Das Treffen war mit knapp drei Stunden erstaunlich kurz, denn das nächste würde bereits in drei Wochen stattfinden, und einige der älteren Mitglieder hatten sich bereits über die Länge der Treffen beschwert. Es war nicht so als das sie irgend etwas wichtiges zu erledigen hätten, aber Dumbledore weigerte sich strikt, für Gänge zur Toilette Pausen einzulegen, und gerade ältere Menschen neigten dazu, hier Probleme zu haben. In dem heutigen Treffen ging es eigentlich nur um die Sicherheit für die Quidditch-Spiele in Hogwarts, sowie mögliche Vorschläge für eine Neueröffnung von Hogsmeade, denn der Ort war noch immer eine Geisterstadt ohne Geister. Diese Ideen wurden jedes mal diskutiert und wieder verworfen, aber die entsprechenden Leute würden wohl nicht so schnell aufgeben.
Es war anzumerken, das die Ligaspiele der BQL nicht als mögliche Ziele galten, und so kam es das bei keinem Spiel mehr als zwei Aurorenteams anwesend waren, und das war seit jeher so üblich, auch ohne einen Dunklen Lord im Hintergrund. Der Grund dafür war sehr einfach: ein gewisser Anteil der Eigentümer der BQL hatten sich entweder bereits den Todessern angeschlossen, oder sie sympathisierten mit ihnen zumindest, aber keiner von ihnen war ein aktiver Todesser. Hätte Voldemort mit Geld und nicht mit brutaler Gewalt diesen Krieg geführt, hätte er bereits gewonnen, wenn auch nur sehr knapp. Dumbledore war die reichste Person auf der Seite des Lichts, während Harry zu den 15 reichsten Leuten gehörte, aber Gringotts weigerte sich, der Regierung mitzuteilen, wem was gehörte. Wie ein recht frustrierter Rufus immer wieder erwähnte, sagten die Goblins, das sie in diesem Konflikt sich strikt neutral verhalten würden.
Nach dem Treffen bat Travis Harry und die Zwillinge, ihm zu folgen, wobei er damit den sehr gemächlich aufstehenden Dumbledore umging. Sie folgten ihm in einen anderen Raum des Tropfenden Kessels, allerdings einen deutlich kleineren, wo Rufus kurz darauf zu den vieren stiess. Er setzte sich und sah seinen jungen Protégé mit seinem normalen, freundlichen Lächeln an.
"Nun, Harry, ich muss sagen das ich überrascht bin, das du mir keine Dutzende von Heulern geschickt hast. Das waren wirklich die längsten 11 Tage meines Lebens." Harry lächelte nur leicht, denn die Idee war ihm nie gekommen.
"Nun, man kann nicht immer gewinnen, und ich gehe davon aus das sie es versucht haben."
"Das habe ich, aber hier war ich von vorn herein im Nachteil, denn die letzten beiden grösseren Treffen fanden auch im Rahmen von Quidditch-Spielen statt, wo wir dann für die Sicherheit sorgten. Damals war ich ihrer Meinung, aber ich konnte nicht ahnen, das sie das nun gegen mich verwenden würden, insbesondere nachdem du das erste Angebot für die Liga abgelehnt hattest. Dumbledore bemerkte nun als einen der Gründe an, das es bereits vorher ähnliche Treffen gegeben hätte, und so hat er einfach dafür gesorgt, das nur noch genau dieser Termin frei war. Ich habe ihn dann gefragt, ob irgend einer dieser „Termine" etwas mit der Schule und deren Leitung zu tun hätte, aber er hat nur abgewunken." Rufus' Stimme klang recht genervt, als er das sagte, denn er war nicht glücklich darüber, derart behandelt zu werden.
"Wir sind hier einer Meinung darin, das er Leiden muss, sollte er irgend etwas versuchen oder?" Das waren sie in der Tat.
"Ja Harry, hier sind wir einer Meinung, obwohl ich mir sicher bin, das nichts passieren wird. Dies ist einfach nur ein mieser Trick des alten Mannes, um uns zu zeigen, das er noch immer der „Herr im Hause" ist, wobei ihn nur die wenigsten wirklich verstehen können."
"Aber damit habe ich die nötige Entschuldigung um die Spiele sehen zu können, ohne das ich mich hinein schleichen müsste."
Diese Antwort gab Rufus die Öffnung, die er und Travis schon länger aus reiner Neugier fragen wollten.
"Nur aus reiner Neugier, Harry, bist du seit dem Sommer je wieder hier gewesen?"
"Nein Minister, nicht seit diesem Sommer. Zu viele Erinnerungen, auch wenn hier derzeit alles leer ist."
"Das kann ich mir vorstellen. Es wird schon gut gehen, Harry, es wird sicher nichts schlimmes geschehen." Er war der Meinung das Harry ein wenig Aufbauhilfe gebrauchen könnte, oder das er sie vielleicht selbst brauchte, denn das wusste niemand so genau.
"Das denke ich auch. Ach ja, bevor ich es vergesse, hat Lucius jemals das Bewusstsein wieder erlangt?" Rufus und Travis sahen sich kurz an, und der Minister schien sich etwas zu Schämen.
"Ja, das hat er, für wenige Minuten jedenfalls, und zwar letzte Woche. Travis und ich waren dort, und um die Dinge etwas zu erleichtern und um es uns etwas zu vereinfachen…." Er zögerte und die drei von WWW sassen auf der Kante ihrer Stühle. Harry hakte nun nach:
"Und?"
Travis begann nun zu lachen, während er die Geschichte beendete.
"Nun, Harry, der Minister hier war, aus mir völlig unbegreiflichen Gründen der Meinung, Lucius unbedingt mitteilen zu müssen, was du ihm (Lucius) hattest ausrichten lassen."
Harry's Gesicht verzog sich kurz, bevor er sich wieder daran erinnerte.
"Ich kann es immer noch nicht glauben, das sie ihm gesagt haben, ich hätte mit seiner Frau geschlafen." Er hatte diese Geschichte allerdings nie Fred und George erzählt, die nun vor Lachen von ihren Stühlen fielen. Nachdem sie sich wieder beruhigt hatten, fuhr Travis mit der Geschichte fort:
"Oh, aber genau das glaubt er Harry, und Lucius…..nun er hatte eine Art Anfall, denn er war wohl doch noch nicht fit genug für derartige Dinge. Er liegt wieder im Koma, dieses mal allerdings von den Heilern ausgelöst, und ich dachte schon, das Dr. Andrews aus St. Mungo's Rufus zur Hölle hexen würde." St. Mungo's unterstand technisch gesehen dem Ministerium, so dass Dr. Naveen Andrews als Abteilungsleiter galt und damit ein möglicher Kandidat als Minister war…und das war vermutlich der einzigste Grund, wieso er Rufus nicht verbal und auf magische Weise verflucht hatte.
"Er wird in einer Woche wieder auf den Beinen sein, und dann folgen ein paar Befragungen. Es ist wirklich ein Wunder, das er noch lebt, nachdem ihn unsere Werwolffreunde so bearbeitet haben…..und ja, ich habe auch durchaus einen Sinn für Humor. Lach bitte nicht so laut, Harry, das ist zum Teil dein Fehler." Rufus musste nun ebenfalls lachen.
"Nun ich für meinen Teil bin davon ausgegangen, das er bei eurer Befragung bei normaler Gesundheit wäre!"
"Ich bin noch nicht zu alt, meine Lektionen zu lernen, Harry, der arme Lucius." Die Sympathie für den Mann schien ehrlich.
Nun, nicht wirklich.
"Ach ja, Sophie bat mich dir eine Idee von ihr weiterzuleiten." Er erklärte ihm nun ihre Idee, sie als Begleiterin mitzunehmen und zu Harry's Überraschung gefiel diese Rufus nicht wirklich.
"Ich denke, das eine Anwesenheit einer Art Bodyguard unbedingt ein gutes Licht auf dich werfen würde, Harry, sowohl bei deinen Freunden als auch bei deinen Feinden, und genau das würde geschehen, wenn du Drew mitbringen würdest. Es würde so aussehen, als wenn du Angst hättest, und obwohl ich weiss, das dem nicht so ist, so wäre es nicht von Vorteil, wenn der Eindruck entstünde, und sei er noch so klein. Ja, wir wurden ausmanövriert, aber mehr nicht. Ihr drei müsst hier so eintreffen, asl wenn nichts schlimmes passieren könnte, abgesehen von dem geplanten jedenfalls. Und um Merlin's Willen, spiel bitte keine Streiche, denn das wäre genau das, was der alte Mann bräuchte, um deinen Freunden Probleme zu bereiten." Wenn er nur wüsste, das die drei von WWW genau darüber für knapp 15 Sekunden nachgedacht hatten und es dann verworfen hatten.
"Und Sophie? Wäre sie ein noch grösseres Ziel?"
"Nicht wenn ihr dabei seid, denn ich wüsste niemanden, der so dumm sein könnte, oder sich dann mit euch dreien anlegen wollte. Ich habe nicht einmal drei Auroren zur Verfügung die gewillt wären, sich mit euch anzulegen, und das obwohl ihr noch zur Schule geht. Nein Harry, ich denke wir sollten uns der Situation anpassen, und keine unnötigen Risiken eingehen."
Harry war bewusst, das Rufus nicht generell "Nein" gesagt hatte, und er war sich sicher, das Sophie es genauso sehen würdem, sollte er es in einem Denkarium wiedergeben müssen…..aber es konnte durchaus als "Nein" aufgefasst werden, und darüber war er nicht unbedingt unglücklich. So konnte er den Plan, mit dem er nicht ganz einverstanden war, recht problemlos umgehen.
Sie unterhielten sich noch einige Minuten lang über Harry's erste Wochen in der Schule, und danach gingen die jüngeren der Gruppe. Harry ass sein Mittag im Laden, bevor er über das Flohnetzwerk zurück reiste, wobei er wie immer unter der westlichen Tribüne im Stadion von Great Lakes eintraf. Zum Glück waren die Auswahlspiele für Quodpot gerade beendet worden und das Stadion deshalb leer. Harry hatte allerdings Winky vorgeschickt um sicherzugehen.
Harry hatte noch etwas Zeit bis zu den Auswahlspielen für Qudditch, wobei Warrick diese für den frühestmöglichen Termin am Nachmittag eingetragen hatte, zumindest nach der Zeit in Michigan. Sie hatten eine entsprechende Nachricht am Schwarzen Brett von Cortez angebracht, wobei alle Positionen zur Auswahl standen, wobei Harry, Reiko, Jane Abbott und Warrick für die erste Mannschaft gesetzt waren, so das nur für die Positionen Sucher, und Beater Leute gesucht wurden, gefolgt von Reservespielern für den Hüter und den Sucher. Im Jahr zuvor hatten sie Jane dazu überreden müssen, sich für die Position des Hüters einzutragen, denn niemand sonst hatte sich gemeldet, und nun gehörte sie zum festen Team…wobei sie vermutlich im nächsten Jahr den Kapitän stellen würde, und das Amt würde sie wohl sehr lange inne haben, da dies erst ihr drittes Schuljahr war und sie die erfahrendste Spielerin ausserhalb der oberen Klassen war. Die Drittklässlerin Kim Cuthbert, der Zweitklässler Billy Amend und der Erstklässler Malcolm Reynolds hatten zumindest Positionen als Reservespieler sicher, da sie schon im Vorjahr gespielt hatten, wobei die ersten beiden von Fred und George dazu überredet worden waren. Reynolds war der einzigste übrig gebliebene Reservespieler aus dem ersten Spiel im Oktober, denn die andere noch übrig gebliebene Ersatzspielerin Jane Cobb hatte im Sommer die Schule zur "Endeavor School" in Australien gewechselt. Keiner der drei hatte sich für Quodpot entschieden, obwohl sie gefragt worden waren, obwohl Harry das zu verhindern versucht hatte. Sie alle hatten aber das Ziel, erneut den Quidditch-Pokal zu gewinnen, und sie waren sich sicher, das Harry dafür sorgen würde. Diese Meinung mochte zwar mit diesem Jahr enden, aber keiner der Siebtklässler machte sich wirklich Sorgen darum, denn sie alle hatten sich dieses Ziel gesetzt. Das Quodpot-Team hatte insgesamt sieben Spieler verloren, weshalb viele der älteren Schüler, die gut flogen, sich eher dafür interessierten, wobei unklar war, ob der Verlust der sieben Spieler sich nicht eventuell für das schlechteste Team im Quodpot als Glücksfall erweisen könnte.
Marty, sein Zimmerkamerad Mike McDermott, und drei andere Erst- und Zweitklässler waren die einzigsten neuen Spieler für das Team, was bedeutete, das es kein vollwertiges Ersatzteam geben würde, selbst wenn die fünf akzeptable Flieger waren. Marty war natürlich kein Problem, und Harry hatte sich am vorherigen Nachmittag ein wenig mit ihm beschäftigt und ihm einige Dinge erklärt. Beide waren in etwa gleich gross, allerdings wog Marty knapp 10 Pfund mehr als er, so das sie davon ausgingen, das Harry ihm einige Tips für Leute seiner Grösse geben könnte. Harry's wichtigster Rat war:
"Das ist ja die Grundlage, Marty, nämlich zu fühlen, was du tust, anstatt nur darüber nachzudenken. Du hast einen sehr guten Besen, und er wird das tun, was du verlangst, zumindest solange du dir dessen sicher bist. Es ist wie bei einem Pferd, ich habe gehört, das ein Pferd deine Angst riechen kann, und ein Besen scheint genauso zu reagieren." Bei dieser Sache war sich Marty nicht so sicher, zumindest seinem Cousin gegenüber, aber auch Harry gegenüber nicht. Er wusste, das sie beide in ihrem siebten Schuljahr Quidditch spielten und er erst in seinem ersten, weshalb er ihre Ratschläge regelrecht aufsaugte. Harry für seinen Teil, fühlte sich sehr genau an jenen Nachmittag erinnert, an dem Oliver Wood ihm Quidditch so genau erklärte, allerdings vor fast 6 Jahren und vielen vielen Quidditch-Spielen. Er konnte fast den Snitch in seiner Hand spüren, als er ihn das erste mal hielt, und sich dabei fragte, was das für andere Bälle waren. Oh Marty kannte das Spiel natürlich, und hatte mehr professionelle Spiele gesehen als Harry, um genau zu sein, hatte dieser noch keine gesehen, so das es nicht die selbe Grundlage war. Trotzdem schwelgte Harry nun in der Vergangenheit. Er wurde älter, und die letzten Wochen kamen ihm nun in den Sinn.
Beide flogen noch eine gute Stunde an diesem Abend und Harry war der Meinung, das der Junge durchaus Talent hätte, etwas, das er auch Warrick sagte. Marty wäre aber vermutlich nur auf der Position des Beaters zu gebrauchen, da es sehr unwahrscheinlich war, das er wesentlich grösser würde als Warrick, wobei Warrick damals nur 5'5" war, als er in Great Lakes anfing. Marty war sehr dünn gebaut, denn seine Mutter hatte ihn zu einer regelrechten Diät verdonnert, da sie die Essensangebote von Great Lakes nur zu gut kannte. Grace Coyle kannte das Spiel und sie hatte es gut beobachtet. Armer Ozzie.
An diesem Tag jedoch hatte Warrick nur eine Stunde zeit, sie einzuteilen, und begann diese Einteilung mit einem Rennen um die Ringe und zurück. Es war nicht überraschend, das Marty gewann, aber dafür nur sehr knapp vor der Erstklässlerin Julie Ogden, die zwar nicht einmal fünf Fuss gross war, aber dafür eine sehr exzellente Fliegerin war. Was anzumerken war, war die Tatsache, das keiner der anderen in der Zwischenzeit vom Besen fiel.
In Great Lakes gab es nur einen Grundkurs im Fliegen auf Besen und das in der ersten Woche für die Erstklässler, und das auch nur streng genommen eine Unterrichtsstunde lang, in der ein Lehrer, in diesem Jahr war es der Lehrer für Zaubertränke, Diego Chavez, sicherstellte, das sie sich auf dem Besen halten konnten. Ansonsten war es eher die Aufgabe der Eltern ihnen das Fliegen beizubringen und nicht die der Schule, denn es gab hier niemanden wie Madam Hooch. Deshalb meldeten sich nur sehr selten muggelgeborene Schüler für Qudditch, und im Quodpot würde jeder Erstklässler aus dieser Gruppe wohl nur ausgelacht. Die Muggelgeborenen lernten es aber in der Regel innerhalb des ersten Jahres, meist durch beobachten ihrer Klassenkameraden, oder indem sie diese dazu überredeten, mit ihnen zu überreden, notfalls auch durch Bezahlung.
Nach den Rennen kam eine fünfminütige Pause und dann ein letztes, in dem Warrick McDermott, Marty und Billy Amend gegen einen der Beater antreten liess. Amend war der einzigste, der vorher schon einmal Quidditch gespielt hatte, und Warrick hatte eigentlich gehofft ihn nur für die Jäger einteilen zu können, und sein kleiner Cousin ging sehr effektiv mit dem Schläger um. Er würde zwar noch an seinem Timing arbeiten müssen, aber er hatte bewiesen, das er damit umgehen konnte, ohne vom Besen zu fallen, etwas, das aber nicht für jeden der möglichen Spieler auf dieser Position galt. Während der Auswahlspiele im letzten Jahr hatte selbst Harry auf dieser Position Probleme damit gehabt.
Niemand schien an der Position des Hüters interessiert, jedenfalls solange, bis Warrick Malcolm Reynolds die Aufgabe zuteilte, diese Position im zweiten Team einzunehmen. Er war im letzten Jahr zwar der schlechteste neue Spieler gewesen, aber er war bereit an sich zu arbeiten, um besser zu werden. Warrick erklärte ihm, das er zwar auch als Jäger agieren würde, aber sie brauchten unbedingt einen Ersatz, und da er sich nicht freiwillig gemeldet hatte….Warrick vor einigen Jahren auch der Ersatzhüter gewesen, und obwohl er nie ein offizielles Spiel bestritten hatte, so war er doch äusserst erfreut, als Jane Abbott sich im letzten Jahr bereit erklärte, auf die Position zu verzichten. Warrick hatte unter drei verschiedenen Mannschaftskapitänen in den Jahren gespielt, und so wusste er, wie er die Pläne am besten den Leuten verkaufen konnte.
Am Ende des Trainings gab Warrick der Form halber bekannt, das alle zum Team gehören würden, und das die einzelnen Positionen nach den Trainingseinheiten bestimmt würden. Später sagte er aber noch Harry und den anderen, das Marty, Billy und Kim Cuthbert feste Positionen hätten, während er Harry bat, Julie Ogden als seinen Ersatz zu trainieren. Das erste Spiel würde eine Woche nach dedm Treffen von Harry in Hogwarts stattfinden und Warrick flehte seinen Zimmerkameraden regelrecht an, nicht verhaftet oder getötet zu werden. Harry versicherte ihm aber, das er sich so gut wie irgend möglich benehmen würde, schon alleine dem Team wegen. Warrick lächelte nur und dankte ihm dafür.
Die Auswahlverfahren für die Teams verliefen problemlos, und keines der Teams bestand nur aus Jungen, so wie es im Vorjahr teilweise der Fall gewesen war, und insbesondere Sally Jenkins überraschte alle, als sie sich entschied, dieses Jahr auf Quodpot zu verzichten, obwohl das Jefferson-Team sie regelrecht anflehte. Jonas gelang es nie, sie „zu rekrutieren", da sie sich im Sommer mit einem Jungen aus Jefferson fest angefreundet hatte und sie deshalb nicht den Grossteil ihrer Zeit auf dem Trainingsfeld oder dem Trainingsraum verbringen wollte. Quidditch hingegen war etwas anderes, und so kam es das sie sich für die nächsten beiden Jahre darauf konzentrieren wollte, bevor sie in die Auswahl für die Ligen kam. Harry hatte davon gehört und plante bereits seine Strategien entsprechend, aber aus irgend einem Grund war das Spiel zwischen Cortez und Jefferson von Murray an das Ende der Saison gelegt worden, nämlich im Juni. Man konnte ihr aber auch nicht vorwerfen, das sie die Spannungen unnötig anheizen wollte, oder eine Art Finale für den Titel veranstalten wollte. Nein, sicher nicht.
Der Rest des Monats verging für unsere Gruppe ohne Probleme, und es gab gelegentliche Streiche, aber diese wurden in der Regel nur von drei aus ihrer Gruppe ausgeführt, und dabei auch nie nach einer Art Zeitplan. Die jüngeren Schüler lernten schnell ihre älteren Klassenkameraden zu beobachten, insbesondere während der Mahlzeiten, und insbesondere die Bäder in den Gemeinschaftsräumen wurden in dieser Zeit sehr gemieden. Die Lehrer wurden aber nie mit einem Streich bedacht, so das sie einfach nur lächelten, während die Herumtreiber den Rest beschäftigt hielten.
Aber die anderen erkannten trotzdem, das Harry's Herz einfach nicht wirklich dabei war, zumindest in weiten Teilen, denn er freute sich zwar irgendwie auf den Besuch in Hogwarts, aber gleichzeitig bereitete er ihm auch grosse Sorgen. Für Sophie sah es so aus, als wenn sich Godric's Hollow wiederholen würde, insbesondere die Probleme damals. Aber hier war es noch schlimmer, denn in „The Hollow" konnte er sich nur geisitig vorstellen, was damals geschah, während es in Hogwarts nicht nur eine blosse Erinnerung war, und er trug noch immer die Narben der Zeit. Er behauptete zwar, das dem nicht so war, aber es klang nicht wirklich überzeugend. Sophie wartete nun, bis sie abends alleine waren, und sich für ihre Nacht im Koffer vorbereiteten.
"Komm schon, Harry, es ist in Ordnung es zuzugeben. Ich weiss, das du keine Angst davor hast, dahin zu gehen, aber du verbindest noch immer viele Erinnerungen mit dem Ort."
"Die gibt es, Sophie, und nein, ich habe keine Angst oder so."
"Das Schloss war lange Zeit dein Zuhause."
"Ja, das war es."
"Aber du machst dir Sorgen darüber, was deine Rückkehr dort hin dir antun könnte."
"Nein, nicht wirklich." Trotzdem war dies nicht überzeugend.
"Sprich bitte mit mir, Harry."
Er ging nun zu ihr hinüber und nahm ihre Hände in die seinen.
"Sophie, du liest viel zu viel aus diesen Dingen heraus. Ich bin auch nicht glücklich darüber, wieder dorthin zu müssen, zumindest wieder in das Schloss zu müssen, aber das liegt nicht an den Erinnerungen an Schlangen, Federn oder Dementoren. Ich bin ihnen schon begegnet und habe sie besiegt, und das sehr erfolgreich. Ich tötete die Schlange, half dabei, Umbridge ins Gefängnis zu bringen und kam mit den Dementoren klar."
"Das ist es, was mir Sorgen bereitet, Harry, das du mit dem ganzen wieder konfrontiert wirst. Seit du hier bist, wurde dir eine riesige Belastung von den Schultern genommen und du konntest viel befreiter handeln."
"Ja das hat es, und wenige Stunden dort werden das auch nicht ändern. Beim nächsten Mal wird es noch einfacher, und dann mit jedem mal mehr." Da es noch zwei weitere Quidditch-Wochenenden geben würde, war er sich sicher, das es im März und Juni wieder zu derartigen „Zufällen" bei der Terminplanung kommen würde.
"Ich wünschte, du hättest dafür sorgen können, das wenigstens Drew dich begleitet."
"Nein meine Liebe, Rufus hat hier schon recht. Es hätte nicht sehr vorteilhaft ausgesehen, egal wie ich es begründen würde. Ihr werdet Hogwarts sicher noch sehen, wir werden versuchen es zum Schulabschluss zu organisieren, spätestens aber im Jahr 1999 wenn Ginny und Luna die Schule beenden."
"Solange du dir sicher bist. Du klingst aber nicht sehr überzeugt, weisst du."
"Ich bin mir nicht zu 100 Prozent sicher, wenn es das ist, was du fragen wolltest."
"Bist du dir zu 99 Prozent sicher? Das wäre für mich akzeptabel."
Harry lachte nun, und versuchte die Debatte zu beenden.
"Wie wäre es mit 97.5 Prozent, ich hoffe das reicht dir."
"Das denke ich. Diese Beziehung besteht wirklich aus vielen Kompromissen, weisst du."
"Und trotzdem liebst du mich."
"Ja das tue ich mit ganzem Herzen."
Das Licht wurde nun ausgeschaltet und Harry und Sophie wandten sich geistig vom Thema Hogwarts ab. Und schliesslich noch mehr.
Samstag, 04. Oktober 1997
08:30 Uhr GMT
Haupteingang Hogwarts
An diesem Tag bildete das Eingangstor den Treffpunkt für die Ligamitglieder, zumindest für jene, die derzeit nicht in Hogwarts arbeiteten. Ihr Abreisepunkt war der Tropfende Kessel, wo sie sich in Gruppen von zwei bis drei Personen trafen, wobei sie selbst entschieden wann sie abreisten, da ein paar von ihnen in Hogwarts morgens frühstücken wollten. Das traf unter anderem auf Harry und die Zwillinge zu, wobei sie vermutlich auch ein paar der Probleme vorzeitig lösen wollten.
Sie erschienen genau vor dem Haupttor, genau am Rand des Anti-Portschlüsselfeldes, und alle standen noch auf ihren Füssen. Es war jetzt 02:30 Uhr in Michigan, uind Harry hatte in den letzten beiden Stunden mindestens 3 Flaschen von Dr. Pepper getrunken, aber deren Wirkung begann leider leicht nachzulassen. Er war aber bereits seit über 4 Stunden in Grossbritannien, um seine Portschlüsselroute zu verschleiern. Nachdem er zum 36. Mal gegähnt hatte, wandte sich Harry nun an Fred und George.
"Sind wir uns sicher, das dies kein gravierender Fehler ist?"
"Als wenn wir hier eine Wahl hätten."
"Fred hat recht, Harry, wir können jetzt leider nicht mehr tun als den Sturm abzuwarten und ihn zu überstehen." Die Zwillinge machten sich genauso Sorgen wie er, aber sie wussten, das ein wichtiger Punkt ihres Planes, die Selbstsicherheit war.
Harry schüttelte nur den Kopf, und sah sich um, ob sie noch immer alleine waren. Dem war so, aber vermutlich nicht mehr lange.
"Mir gefällt es, wenn ihr beiden so philosophisch werdet. Dobby! Winky!" Beide Elfen erschienen nun, wobei Harry sie bisher noch nicht über ihre Rolle hier informiert hatte, obwohl sie wussten, das heute leider Hogwarts anstand. Dobby schien recht besorgt, noch besorgter als vor wenigen Jahren.
"Ja, Harry?"
"Ich möchte, das ihr beiden unsere Augen und Ohren dort drinnen seid, seht euch unverdächtig um und schaut ob ihr irgend etwas ungewöhnliches bemerkt." Dobby und Winky sahen ihn nun etwas irritiert an, und er verdeutlichte es etwas.
"Also, achtet einfach auf alles noch so kleine ungewöhnliche Geschehen, in Ordnung?" Das schien für sie akzeptabel.
"Ja, Harry."
"Ja, Harry."
Und so waren sie unterwegs, und kurz darauf trafen auch Bill und Arthur aus dem Fuchsbau ein.
"Also ihr drei, seid ihr bereit für eure grosse Rückkehr?"
Nein, dachten die Drei, ohne es laut zu sagen, denn je weniger Leute ihre Nervosität erkannten, desto besser. Fred ergriff nun Harry und George an ihrem Pullover und schob sie durch das Tor.
"Darauf kannst du wetten, Dad, wir haben uns den gesamten Monat über darauf vorbereitet."
"Ihr seid für diese Gelegenheit mit Sicherheit passend gekleidet, allerdings glaube ich, das Molly ziemlich irritiert wäre."
Das lag daran, das die drei Pullover von den Weasleys trugen, kombiniert mit einer Jeans, und jedes Kleidungsstück hatte entweder ein F, G oder H aufgedruckt.
Ach ja, Harry trug das G, George das F und Fred das H, allerdings trug Harry zusätzlich sein Cortez-Abzeichen, so das jeder, der ihn sah, daran erinnert wurde, das er zu einer anderen Schule gehörte. Er war kurz davor gewesen, seine Uniform von Great Lakes zu tragen, aber die Zwillinge hatten ihn zu dieser Änderung überredet, und Harry hatte am Ende begeistert zugestimmt, denn ihm gefiel die Idee mit dem Namenstausch.
Die fünf gingen nun den Weg zur Eingangstür entlang, die heute von Kingsley Shacklebolt und seinem Team bewacht wurden. Nur bestätigte Mitglieder der Liga durften eintreten, während die Eltern der Schüler direkt zum Stadion geschickt wurden, denn nur den „offiziellen" Gästen war das betreten des Gebäudes in Kriegszeiten erlaubt. Dies war eine Regel, die Dumbledore generell ignorierte, aber dies tat er sehr verdeckt.
Die fünf traten nun durch die Tür und wurden durch einen neutral drein sehenden Kingsley herein gewunken. An der Tür zögerten sie keine Sekunde, da die Leute sie nun beobachten würden. Harry schloss einfach seine Augen halb und folgte Arthur, der vorne ging in die Grosse Halle, wo das Frühstück gerade begann, bevor das erste Spiel, Ravenclaw gegen Gryffindor, in 90 Minuten beginnen würde.
Es schien so als wenn die Ankunft der drei von WWW wirklich erwartet worden war, denn alle Augen richteten sich bei ihrem Eintreten auf sie. Es erklang ein mehrfaches aufstöhnen, als die vier rothaarigen und Harry eintraten.
Das waren alle Geräusche die in den nächsten Sekunden erklangen, als der „vermisste" Sohn jenen Ort betrat, den er seit 15 Monaten nicht mehr gesehen hatte. Er hielt keinen Moment inne, sogerne er sich auch umgesehen hätte. Er wiederholte im Geiste immer wieder „benimm dich wie immer", als er den Gang in dieser relativen Stille entgang ging. Abgesehen davon, das gelegentlich geflüstert wurde, natürlich. Er erblickte Dumbledore und McGonagall am Lehrertisch, genau vor den vier Haustischen, welche soweit vergrössert worden waren, das die Ligamitglieder, die es wünschten, der alten Zeiten wegen dort sitzen konnten.
Und genau das taten Harry und die Weasleys, denn Hermine und Ron hatten ihnen schon frühzeitig die Sitze am Ende des Tisches frei gehalten. Gryffindor sass auf der linken Seite, gefolgt von Ravenclaw, Hufflepuff und Slytherin von Links nach Rechts. Harry setzte sich schwungvoll zwischen Ron und Neville, während Hermine auf der anderen Tischseite sass, wobei Ginny wenige Plätze entfernt neben Dean sass. Er lächelte nun und sah sie mit müden Augen an.
"Guten Morgen, und ich meine den Morgen." Er hatte ganz eindeutig leicht blutunterlaufene Augen.
Hermine war die erste, die sich nun wieder regte, und sie lächelte nun leicht in seine Richtung.
"Guten Morgen, Harry, hattest du eine gute Reise?"
"Nicht wiurklich. Ich bin heute morgen um 12.30 Uhr aufgestanden…..ich habe also nur gut eine Stunde geschlafen, und ich gehe nebenbei nicht gern früh ins Bett. Wie geht es euch allen eigentlich?" Er klang ganz eindeutig übermüdet, aber man musste bedenken, das er trotzdem nochmal gut 3 Stunden bei WWW geschlafen hatte, gefolgt von einem kurzen Mittagsschlaf zwischen Zauberstabloser Magie und Verzauberungskunst. Hermine sah ihn nun an.
"Du hättest auch gestern abend schon her kommen können, oder?"
Das verhinderte einen weiteren Kommentar über die Müdigkeit, und Harry dachte kurz nach.
"Das weiss ich nicht, ich habe nie gefragt. Normalerweise fangen sie am Nachmittag an, so das ich um 3 Uhr nachts unterwegs gewesen wäre. Es wäre zwar nicht viel besser gewesen, aber trotzdem."
Ron und Neville waren erstaunt als sie dies hörten, sagten aber nichts weiter sondern begrüssten die anderen nur. Fred nahm einen Beutel aus der Tasche und warf ihn Ginny zu, die derzeit Gegenüber von Ron und Hermine sass.
"Euer Lohn für September, aber gebt es nicht alles sofort wieder aus." Fred sagte die smit freundlicher Stimme, aber er war auch recht vorsichtig. Er war der Meinung das es am besten wäre, sich auf das Essen zu konzentrieren, so das er sich etwas nahm und zu essen begann. Das Essen war zwar nicht so gut wie das von Dobby und Winky, aber es war kostenlos und reichlich vorhanden, und das reichte ihm. Er sah nun hinüber und er bemerkte, das Harry es ihm gleich tat und damit gezielt Dumbledore ignorierte, der ihm scheinbar mit aller Gewalt beobachten wollte.
Harry bemerkte dies ebenfalls aus dem Augenwinkel heraus, aber er wusste auch, das er den alten Mann niemals freundlich zulächeln würde, und er spürte regelrecht das alle auf eine Art Zwischenfall hofften, sei es nur um die Stimmung aufzuhellen. Er verbrachte die Zeit des Mittagessens damit, sich mit vielen Gryffindor zu unterhalten. Quidditch war zwar das Hauptthema des Tages, aber keiner konnte ein mögliches Drama ausschliessen.
"Ron, Ginny, seid ihr bereit? Ihr habt ein schweres Erbe, das wisst ihr."
Ron sah aus als würde er das alles wissen, und war es Leid es immer wieder zu hören. Und es gab auch einen guten Grund dafür:
"Ich weiss, ich weiss, Oliver Wood hat sich dazu entschieden, mein neuer Brieffreund zu werden, und ich bekomme mindestens 2 Eulen pro Woche in denen er mich auffordert, die Gryffindor-Tradition fortzuführen, aber auch Tips zu möglichen Strategien und was ihm sonst noch einfällt."
Hermine konnte sich nun einen Kommentar nicht verkneifen, insbesondere nachdem sie sich so viele Gespräche über Qudditch anhören musste.
"Ron Liebling, es war doch deine Idee sich mit ihm zu unterhalten. Du hast selbst gehört, wie Harry sagte, das er wirklich "monomanisch" (AN: ich kenn die genaue Übersetzung für Monomaniacal nicht!) in dieser Sache ist. Was hast du also erwartet?" Ihr machte es spass seinen Gesichtsausdruck zu sehen, auch wenn er nur kurz war.
Und wieder einmal wusste Ron nicht, was "Monomanisch" bedeutete (AN: Monomanical ist mir nicht genau bekannt!), aber in diesem Fall ahnte er es zumindest.
"Nein, es war nicht wirklich meine Idee ihn dazu zu überreden, Hermine, sondern die von Warrick." Und nun wurde es auch Ron klar, und so gelang es wieder einmal Harry, Ron etwas verständlich zu machen. Er drehte sich wieder herum und sagte dann mit leicht amüsierter Stimme:
"Er hat mir einen Streich gespielt, oder? Er hat eure Geschichten über Oliver gehört, und er wollte, das ich den Weg von Oliver wähle und sowohl Kapitän als auch Hüter bin, da er ahnte was geschehen würde."
Ein solcher Plan war Harry bisher noch nicht in den Sinn gekommend, and everyone could see that on his face. Neville just started laughing.
"Ich bin mir sicher, das jemand hier einige Fragen zu hören bekommt, wenn er heute Nachmittag nach Great Lakes zurückkehrt."
"Nun, Ron, offiziell weiss ich nichts über so einen Streich. Möchtest du, das ich etwas herausfinde? Vielleicht wollte er nur ein paar Tips von einem anderen Kapitän." Er begann nun zu kichern, als er Ron's verwirrten Blick ah, und schon alleine deshalb war er froh hier zu sein.
"Äh, sicher." Ron ging davon aus, das Harry bei Cortez zu den Verantwortlichen gehörte, und Warrick sein Stellvertreter war. Das war zwar nicht der Fall, aber Ron würde trotzdem weiter davon ausgehen, da er nichts anderes erfahren würde.
Harry konnte nun weiteren Fragen entgehen, weil Ron sich nun erhob und seinem Team bedeutete, ihm zu folgen. Harry streckte ihm nun die Hand entgegem.
"Viel Glück, Ron, schlagt sie einfach haushoch." Dies war nicht wörtlich gemeint, da sie nur gegen Ravenclaw spielten.
"Vielen Dank, ich bin einfach froh, das du zusehen wirst." Und das war er wirklich, denn die Zeit im Juli hatte Ron sehr drastisch verändert und zwar nur zum guten aus Harry's Sicht, denn er kam nun deutlich besser mit dem Ruf von Harry und dessen Geld klar.
"Das geht mir genauso."
Ginny stand ebenfalls an der Seite des Tisches, und umarmte Harry und die Zwillinge kurz auf ihrem Weg, bevor sie ihren Vater kurz auf die Wange küsste. Arthur betrachete seine Kinder nun voller Stolz.
"Fang einfach den Snitch Ginny, die gesamte Familienehre steht hier auf dem Spiel." Dies sagte er mit eher lockerem Tonfall und lächelte dabei den zweiten Sucher der Famie an, oder den dritten, wenn man Harry mitzählte.
"Das werde ich, Daddy, ich liebe dich." Sie ging nun eilig hinter ihrem Bruder aus der Tür hinaus.
Eine weitere Person kam nun an den Gryffindor-Tisch um Hallo zu sagen, bevor er zum Stadion gehen musste.
Es war Draco Malfoy.
"Hallo Harry, Fred, George. Willkommen zurück."
Er sagte dies mit freundlicher Stimme, und sein Lächeln schien echt zu sein, und genau das irritierte die Zwillinge. Bei Harry war das aber nicht der Fall und er entschied sich dazu, ein wenig mit der Menge zu spielen, denn insbesondere Dumbledore und Remus beobachteten sie sehr genau.
"Nun, ist das nicht der neue Sucher von Ravenclaw? Wenn du nicht gegen jemanden aus der "Familie" spielen würdest, würde ich dir doch glatt viel Glück dort drausen wünschen." Draco ging nur zu gerne darauf ein.
"Hoff einfach auf ein sauberes faires Spiel, während deine jüngere Schwester und ich nach dem Snitch suchen."
"Das werde ich, denn ich möchte ein unterhaltsames Spiel erleben. Seid aber einfach vorsichtig." Harry streckte nun die Hand aus und Draco ergriff sie und schüttelte sie. Fast alle Anwesenden sahen nun zum falschen Himmel hinauf, um zu sehen, ob es vielleicht Frösche regnete. Das war aber nicht der Fall und Draco lehnte sich leicht vor, während der Händedruck andauerte.
"Nett Potter, wirklich sehr nett, es wird jetzt wirklich viele Spekulationen darüber geben."
"Schlagt die Slytherin's einfach beim nächsten Spiel haushoch, in Ordnung?"
"Jederzeit für meinen ehemaligen Rivalen."
Er liess die Hand nun los und ging weiter, etwas, das Harry und seine Freunde doch amüsierte, und den Rest doch überraschte. Einmal abgesehen von dem lächelnden Dumbledore, der genau dies geplant zu haben schien. Es war aber eine gute Sache, das Harry das Lächeln nicht sah, denn sonst hätte es passieren können, das Draco einen Betäubungszauber abbekommen hätte.
In dem Moment kam Rufus mit einigen Unterlagen für Harry und die Weasley's herüber, denn er hatte sich während des Frühstücks mit seinem Patenkind, Charles Shepherd getroffen, um sich über die Dinge im Bezug auf Dumbledore zu informieren. Nicht das Dumbledore davon etwas wusste, denn er wusste noch immer nichts über die Beziehungen zwischen dem Zaubertränkemeister und dem Minister.
"Also gut, es ist ein guter Tag für Quidditch. Ihr fünf werdet während des zweiten Spiels arbeiten müssen, wobei es nur einfache Patroullien sein werden. Das erste Spiel ist einfach zum Beobachten von Ron und Ginny gedacht, aber stellt bitte sicher, das ihr eure Zauberstäbe bereit haltet, nur für den Fall der Fälle."
Hermine konnte nun nicht wiederstehen:
"Für welchen Fall, Sir?"
Rufus lächelte nun und reichte ihr nun ein Feuerzeug.
"Für den Fall das jemand versuchen sollte, einen Besen zu verzaubern und du deshalb jemanden in Brand stecken musst, Hermine." Sie nahm es nun entgegen und fragte Harry mit bittersüsser Stimme:
"Du erzählst Geschichten, Harry?"
"Das ist etwas besonderes, Hermine, wieso sollte ich es nicht?"
"Warte es einfach ab."
"Oh, jeder kennt meine Geschichte schon. Bin ich nicht der Junge-der-Lebt? Ich wäre beinahe gegen einen Laternenpfahl in Michigan gelaufen, als Sophie erwähnte, das ich auch in ihren Geschichtsbüchern stünde."
Hermine nickte nur als wenn sie das auch glauben würde.
"Ich bin mir sicher. Dann wollen wir mal, liebe Ligamitglieder, denn das Spiel beginnt bald. Du kannst deinen alten Gemeinschaftsraum auch später besuchen, Harry." Harry fragte sich, was es dort zu sehen geben würde, denn es war nur ein Raum. Hermine ging wohl davon aus, das später in Great Lakes eine Vorführung der Erinnerung folgen würde, und sie ging einfach davon aus, das sie auch sehen wollten, wo Harry die ersten fünf Schuljahre gelebt hatte. Sie lag damit im übrigen genau richtig.
Sie standen nun auf und gingen hinaus, wobei ein paar Ravenclaw und Hufflepuff herüber kamen und ihm die Hände schüttelten. Harry lächelte nun und schüttelte auch Michael Corner die Hand, wobei dieser sein "Ersatz" bei Cho Chang war. Obwohl auch er mittlerweile "ersetzt" worden war, so war er es doch, der Cho verlassen hatte und nicht umgekehrt. Cho war jetzt die Ersatzsucherin bei den Chudley Cannons, und Ron hatte Harry zögernd daran erinnert, als dieser davon hörte, dass dieses Team weiterhin sein Lieblingsteam bleiben würde, egal, wer der Ersatzsucher sein würde. Harry hatte Ron bei ihrem Gespräch Anfang Juli versichert, das dies ihre Freundschaft nicht belasten würde.
Sie gingen nun in aller Ruhe zum Quidditch-Stadion hinüber, wobei sie sich unter einander unterhielten, insbesondere über Dinge die nicht in den Briefen standen. Hermine überlegte noch immer, was sie nach Hogwarts machen sollte. Da Ron nicht in der Nähe war, nahm sie ihren Mut zusammen und fragte Harry flüsternd, ob er ihr eine Kopie der nötigen Unterlagen geben könnte, welche er mit seinen Freunden für das College ausgefüllt hatte. Nun ja, ausgefüllt war wohl der falsche Ausdruck, da sie das erst für den nächsten Tag geplant hatten, denn das Ausfüllen von 10 Formularen würde für Schreibkrämpfe sorgen.
"Bist du dir sicher?"
"Es müssen nur einige Formulare ausgefüllt werden, Harry, und du kannst nicht so viele Ersatzpläne haben, oder?"
"Nein die habe ich nicht, allerdings kann ich mir dich sehr schlecht an der Universität von Hawakii vorstellen." Trotzdem spielte hier das Schicksal mit.
"Ich bin genauso gerne am Strand wie so manches anderes Mädchen, Harry."
"Und wann warst du zu letzt am Strand?" Harry fiel es schwer, sich Hermine im Bikini vorzustellen, obwohl er sie durchaus attraktiver fand als früher.
Hermine dachte nun kurz nach.
"Nun, es sind knapp drei Jahre vergangen." Das war eine lange Zeit, dachte Harry. Er plante im Übrigen, jedes Wochenende, wo es ihm möglich war, auf der Isla de Marauder zu verbringen, nachdem er die Schule beendet hatte, und er konnte sich gerade von davon abhalten, dies auch zu sagen, da Hermine nichts von der Insel wusste…überraschenderweise hatte niemand etwas in "The Hollow" verraten.
Sie erreichten kurz darauf die Tribüne und sie setzten sich alle gemeinsam in die Sektion von Gryffindor, und das galt auch für Luna, die aber ihren Löwenhut nicht trug. Sie trug aber auch ihre besondere Kette nicht, und Harry fragte sich besorgt, ob sie sich nicht einfach ihnen gegenüber normal benahm. Drew würde dies definitiv nicht gefallen, denn er mochte zwar mit Marie zusammen sein, aber er mochte Luna trotzdem.
"Wo ist dein Löwenhut, Luna?"
"Oh er ist beim letzten Spiel gegen Slytherin letztes Jahr verschwunden und ich habe ihn bisher nicht wieder gefunden. Das ist schon in Ordnung, ich werde einfach warten, bis du dich für ein Team entschieden hast und mich dann entsprechend einkleiden."
Ein sehr überraschter Harry musste nun lächeln.
"Vielen Dank, aber ich denke ich wähle etwas, das zum Team der Death Valley Devil Dogs gehört." Das war das Team, das am nächsten an Hawaii spielte, und Hermine, die nicht wirklich viel Ahnung von dem Sport hatte, war überrascht, während Luna kicherte.
"Du kannst dir jedes Team in der Welt aussuchen und du wählst das Team, das auch noch Devil Dogs heisst?"
"Wieso sollte es mich stören? Das Geld bleibt das selbe. Ist das problematischer als bei den Cannons?" Hermine ging aber nicht darauf ein, da Winky nun neben ihnen erschien, und die Sachen verteilte, um die Harry sie gebeten hatte. Der nächste Halt für die Elfen war die Aufgabe, das Stadion zu beobachten, von Aussen zumindest.
Seit zwei Jahren war ein Viertklässler aus Hufflepuff der Sprecher, denn er hatte für einen 14 Jahre alten Jungen bereits eine tiefe Stimme, aber gerade dadurch war er in dieser Funktion sehr beliebt. Er neigte aber im Gegensatz zu Lee Jordan nicht dazu, auch gelegentlich mit Beleidigungen um sich zu werfen, so dass McGonagall ihn bisher nie zurecht weisen musste. Er gab nun die Teams bekannt, wobei Ginny von den Gryffindorfans am meisten bejubelt wurde, während Draco überraschenderweise von den Ravenclaw am meisten Zuspruch bekam. Scheinbar hatten einige Monate guten Benehmens seinem Ansehen bei vielen nur gutes getan.
Nun ja, in gewisser Weise, denn alle anwesenden Slytherin buhten ihn gnadenlos aus, solange niemand protestierte. Seine Reaktion darauf war ein Lächeln, das Draco, wie er nun einmal war, ihnen entgegen brachte. Er war allerdings nicht der Mannschaftskapitän, denn den Rang hatte der andere Siebtklässler, Anthony Goldstein, inne, und nach einer kurzen Besprechung zwischen Ron, Madam Hooch und Anthony begann das Spiel.
"Der Quaffle ist in der Luft und Natalie McDonald fängt ihn für Gryffindor!"
Die ersten Manöver der Jäger im Spiel waren bei beiden Mannschaften eher sehr behäbig, da beide Mannschaften nur einen wirklich erfahrenen Jäger im Team hatten. In der ersten viertel Stunde des Spiels wurden Ron und sein Gegenüber, Stephen Cornfoot, nicht wirklich gefordert, da die Defensive derzeit effektiver wirkte als die Offensive. Harry liess sich nun von Dobby seine Omnioculare holen, und er beobachtete zumindest zu Beginn des Spiels sowohl Ginny als auch Draco, die nicht zu Eng bei einander flogen, und sich auch nicht gegenseitig abzulenken versuchten, wie in den Jahren zuvor. Es vergingen knapp 30 Minuten, bevor der Snitch das erste mal erschien, und er erschien in der direkten Nähe von Ron, so das dieser, wenn es ihm erlaubt gewesen wäre, ihn problemlos hätte ergreifen können. Dies war allerdings nicht erlaubt, so das er sich leider darauf konzentrieren musste, die Jäger und die Beater seines Teams zu dirigieren. Orla Quirke war eine erfahrene Jägerin der Ravenclaw, aber leider waren ihre Teamkameraden scheinbar derart inkompetent, das sie sehr selten zu einem guten Wurf kam, bevor Natalie McDonald sie abfangen konnte.
Natalie wiederum spielte sowohl mit den anderen Teammitgliedern zusammen als auch teilweise im Alleingang. Sie machte es Sally Jenkins nach und da Cornfoot schwach genug dafür war, gelangen ihr einige Aktionen, so das sie in den ersten 30 Minuten vier Tore werfen konnte. Dies war zwar nicht viel, aber keines der Teams schien sie direkt zu beachten. Harry kam nicht umhin die Teams mit seinem Team aus Cortez zu vergleichen, und er kam zum Schluss das sein Team den hiesigen Teams durchaus ebenbürtig gegenüber stand. Warrick wäre definitiv der beste und nebenbei auch der grösste Beater dort draussen, während Reiko wohl problemlos mit den Jägern mithalten könnte und vermutlich nur mit Natalie und vielleicht Orla Probleme hätte. Ihm wurde auch bewusst, das Ginny nicht wirklich mit ihm als Sucher mithalten konnte. Vielleicht gab es ja doch eine Chance für das von Dumbledore vorgeschlagene "Freundschaftsspiel", dachte Harry während Ron mehr oder weniger mit Orla Quirke zusammen stiess und ihr dabei den Quaffle abnahm, wobei er sie damit ziemlich verschreckte…Ron war nicht gerade klein gebaut, sondern der körperlich grösste Spieler auf dem Feld. Nachdem er sichergestellt hatte, das Orla in Ordnung war, ging Harry wieder seinen Gedanken nach, von denen er machen laut murmelte. Es wäre definitiv ein Spiel zwischen Cortez und Gryffindor, und kein Spiel zwischen Teams aus allen Häusern, so das beide Teams weitestgehend gleichstark wären, denn er wusste das ein guter Sucher in einem schwächeren Team besser wäre, als ein guter Sucher in einem guten Team. Wenn es nötig wäre, könnte er auch gemeinsam mit Reiko als Jäger spielen, denn Julie wäre bis dahin voll einsatzfähig….
"Oh würdest du bitte damit aufhören, Junior, du weisst ganz genau, das Murray eher zurück treten würde, als das es dazu käme." Dieser Kommentar kam von George, der rechts neben ihm sass. Scheinbar waren Harry's Kommentare doch lauter gewesen als gedacht.
"Sie ist mir irgendwo noch etwas schuldig. Die Werwölfe könnten die Schule erneut angreifen oder so." Der Person links neben ihm gefiel es garnicht, wie er darüber dachte.
"Bitte mach darüber keine Witze, Harry, es gab ja auch Tote."
"Das weiss ich, Hermine, ich kannte alle drei, das weisst du, oder?" Von den dreien hatte er Chappelle am besten gekannt und das sagte nicht viel dazu.
"Da bin ich mir sicher, aber es ist trotzdem keine gute Idee. Du weisst, das ich den Zwillingen nicht gerne zustimme, aber er hat Recht. Bewahr dir deine Vorteile so lange wie es irgend geht."
"Nun, Junior, ich gebe es nicht gerne zu, aber sie hat durchaus Recht. Ich glaube ich muss mich nach dem zweiten Spiel direkt in St. Mungo's Untersuchen lassen." Natalie traf nun erneut als er dies sagte, und damit stand es nun 50 zu 0. Ron begann nun etwas aggressiver zu spielen, und schien immer mehr in die Offensive gehen zu wollen.
"Ist ja in Ordnung, ich werde vorerst nichts mehr dazu sagen. Aber sobald sie mir wieder einen Gefallen schuldet, werdet ihr beiden mich nicht erneut heraus reden können."
Das wird sich mit Sicherheit ändern, sobald ich mit Sophie geredet habe, dachte George. Er sagte es aber nicht laut, sondern klopfte Harry nur auf die Schulter.
"Ich wusste, das du es einsehen wirst."
Aber bevor Harry reagieren konnte, entschied sich der Snitch dazu, das es an der Zeit wäre, dass das Spiel entschieden werden müsste, und er erschien erneut direkt vor Ron's Gesicht. Er schwebte dort einige Sekunden lang, während ein nun endgültig verwirrter Hüter von Gryffindor nach seiner Schwester rief damit sie endlich herüber kam. Aber leider war Draco näher an ihm dran, und er war der deutlich bessere Flieger, so das er mit atemberaubendem Tempo dem Snitch nach jagte.
Ginny holte so gut es ihr möglich war an Entfernung auf, während Ron alles versuchte, um seinen alten Gegner abzulenken, um ihn wenigstens auszubremsen…..aber seine Schreie hatten vermutlich mehr Probleme verursacht als umgekehrt, aber Draco hatte den Snitch so oder so schon entdeckt.
Nur leider funktionierte die Taktik von Ron nicht sehr gut, da Draco's neuer Feuerblitz die Entfernung sehr schnell überwandt, wobei er ihn bisher nicht wirklich ausgereizt hatte. Ginny tat was ihr möglich war, aber selbst als Ron Draco fast rammte, war sie noch immer 10 Meter entfernt, als ihr Gegner den Snitch hinter den Toren der Gryffindor ergriff. Natalie hatte zwischenzeitlich erneut getroffen, so dass das Spiel 150 zu 60 für Ravenclaw endete, die damit zum zweiten Mal hinter einander gewonnen hatten, die im übrigen den Hauspokal zuletzt im Jahr 1992 gewonnen hatten, als Harry nach dem Kampf mit Quirrel im Krankenflügel gelegen hatte. Mit diesem Sieg musste man sie jetzt wieder zu den Favoriten zählen, da weder Hufflepuff noch Slytherin in diesem Jahr wirklich erfahrene Spieler hatten und somit nur geringe Chancen hatten.
Ginny schien enttäuscht, während das Ravenclaw-Team zu ihrem Sucher hinüber flog, der im übrigen von den vier heute spielenden Suchern der vermutlich erfolgreichste unter den Sechstklässlern war. Dieser Erfolg war für Draco trotzdem etwas besonderes, denn zum ersten Mal bejubelten fast alle Zuschauer ihn für seinen Erfolg, und das schloss auch die Gryffindor ein, die höflich aber erkennbar applaudierten. Ron flog nun zu seiner Schwester hinüber und sagte ihr leise die Wahrheit: das es nur eine Frage der Taktik war, und sie leider einfach zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen war und gegen einen erfahreneren Sucher auf einem leistungsfähigeren Besen verloren hatte. Das war genau das selbe, was auch Harry ihr als Kapitän gesagt hätte, und die Zuschauer staunten nicht schlecht, als sich Ron und Ginny kurz umarmten. Das ganze dauerte aber nicht sehr lange, aber trotzdem fiel es auf.
Die Gryffindor-Fans liessen ihrem Team nun Standing Ovations zukommen, während Mike Doyle Ron zum Spieler des Tages erklärte. Dies war zwar keine grosse Sache, aber Ron war mit sich sehr zufrieden, wenn es auch gegen die eher harmlosen Ravenclaw war. Am heutigen Tage waren Talentsucher von jeder Mannschaft der British Quidditch League (BQL) anwesend, und Ron war heute auf ihren Notizblöcken in ihren Listen drastisch nach oben geklettert. Harry und die anderen gingen nun auf das Feld nach unten um sich mit seinen Freunden zu unterhalten, und um sie dann hinaus zu begleiten. Ginny war erfahren genug, das sie nicht zu traurig war, denn dies war nicht der erste Snitch den sie verloren hatte, aber trotzdem machte sie sich lautstark vorwürfe darüber.
Zwischenzeitlich geschahen andere Dinge im Verbotenen Wald:
Insgesamt warteten sieben Personen darauf, dass das erste Spiel endete, wobei sie für die klar verständliche Stimme von Mike Doyle durchaus dankbar waren, die ihnen hier sehr weiter half. Es waren insgesamt sieben von ihnen hier, denn es war nötig geworden, das Royal Gibbon Flint und dei anderen zum Schloss schicken würde. Voldemort ging davon aus, das jemand die Dinge hier koordinieren musste, aber Gibbon hatte strengstes Verbot, auch nur das Schloss zu betreten, sogern er dies tun würde.
Das tat er nicht wirklich, allerdings hatte er seinen Vorgesetzten dies nicht gesagt. Gibbon ging im Übrigen davon aus, das dieser Plan von vorn herein problematisch sein würde und mit ziemlicher Sicherheit im Desaster enden würde. Das einzigste was dabei herauskommen würde, das Dinge in Hogwarts ausgelöst würden, die besser in Ruhe gelassen würden, und es war sehr unwahrscheinlich das Potter sterben würde, zumindest nicht durch jemand anderes als Voldemort…..wobei Gibbon dachte, das er das ganze hier am besten selbst hätte machen sollen, aber Gibbon würde dies niemals laut aussprechen. Er sah nun auf seine Uhr und er ging davon aus, dass das Spiel bald enden würden. Sie konnten den Haupteingang des Stadions beobachten und sie sahen, das bereits die ersten Leute heraus kamen.
"Flint, seid ihr bereit?"
Flint, der jetzt als ein Fünftklässler aus Ravenclaw mit Namen Hopper Matthews getarnt war, nickte.
"Das bin ich, und wir werden für unseren Meister nicht scheitern. Potter wird zum Abendbrot hin tod sein." Flint klang so selbstsicher, das es die Hoffnung von Gibbon doch etwas hob. Es war eine Sache, vor ihrem Meister so selbstsicher zu sein…
Genau in dem Moment hörte er, wie Doyle rief, das der Snitch gejagt wurde, und insbesondere Flint hörte sehr genau zu, denn obwohl er ein Todesser war, so war er auch ein Quidditch-Fan, und er hatte Draco vieles über das Spiel bei gebracht. Er lächelte nun, als sein ehemaliger Teamkamerad den Snitch fing. Aber er lächelte nicht sehr lange, sondern setzte sein professionelles Gesicht auf.
Die Menge begann nun das Stadion zu verlassen, wobei es meist Slytherins und Hufflepuffs waren, für die das Spiel nicht wichtig gewesen war. Drei aus der Gruppe waren als Hufflepuffs getarnt, und Flint wies sie an, sich der Menge anzuschliessen, wobei sie entsprechende Tarnzauber verwendeten, bis sie das Schloss erreicht hatten. Die Gruppe sollte sich dann vor der Bibliothek für die endgültige Besprechung treffen. Bald darauf verliessen auch die Schüler aus Ravenclaw das Stadion, gefolgt von den besiegten Gryffindors. Flint und die anderen drei schlossen sich nun ihren "Hauskameraden" an, während Gibbon zurück blieb. Er war angewiesen worden, hier zu bleiben um auf mögliche Mitglieder aus Flints' Gruppe zu warten. Es gab nur ein kleines, wirklich kleines Problem dabei.
Er hatte Besucher.
Was sie nicht wussten war, das die sieben Todesser von Bane und einem Dutzend Zentauren die gesamte Zeit über beobachtet wurden, aber auch, das sie alles gehört hatten was gesagt worden war. Und die Todesser hatten sich seit 09.30 Uhr morgens hier befunden, und sich, während sie warteten, sehr rege unterhalten. Nachdem die zweite Gruppe Todesser fort war, entschied sich der sehr vorsichtige Bane, zu handeln, wobei er wartete, bis die "Kinder" ausser Sicht waren. Er richtete nun seinen Bogen aus und schoss:
THWANG!
Aus einer Entfernung von 10 Metern war es fast unmöglich zu verfehlen, und so traf der kleine Pfeil genau die Mitte von Gibbon's rechtem Schulterblatt, was daran lag, das dieser sich kurz zuvor gedreht hatte, als er das Geräusch hörte. Gibbon ging durch die Wucht des Schusses zu Boden, und liess dabei seinen Zauberstab fallen, als ihn der Pfeil traf. Bane trat nun sofort heran und schoss nun einen Pfeil in die linke Schulter von Gibbon, so das dieser endgültig liegen blieb.
"Beweg dich keinen Milimeter, Magier, oder der nächste Pfeil trifft etwas empfindlicheres." Das konnte man jetzt so und so verstehen, und Gibbon entschied sich dazu, liegen zuz bleiben. Der Zentaure hatte aber nicht gesagt, das er nicht sprechen durfte:
"Was wollt ihr von mir?"
Bane reagierte nicht, sondern sah zum Himmel empor, wo er eine Antwort zu finden schien.
"Wie lauten eure Pläne für Harry Potter?"
Gibbon hatte nicht vor, diese Frage ehrlich zu beantworten, obwohl ihn das Thema doch beunruhigte..
"Ich weiss nicht wovon ihr sprecht."
Zumindest solange bis ein weiterer Pfeil ihn traf, und das aus einer Distanz von 2 Metern. Es waren jetzt mehr Pfeile in seiner Nähe als zuvor und es war ihm durchaus bewusst.
"Was habt ihr mit Harry Potter vor? Ich denke ihr ahnt, wo der nächste Pfeil treffen wird."
Ja, das konnte er durchaus, aber Gibbon war ein Mann, der hart im nehmen war, und er ging davon aus, das er noch etwas mehr widerstehen könnte. Dies war seine erste Begegnung mit Zentauren und er wusste so gut wie garnichts über sie, ausser das sie exzellente Bogenschützen waren.
"Wir sollen ihm nur eine Nachricht überbringen, mehr nicht. Keinem der Schüler dort wird irgend etwas geschehen." So gesehen war dies korrekt, zumindest, wenn sich Flint und die anderen an den Plan hielten.
"Das ist interessant, Magier, ich könnte schwören, das ihr etwas über einen Mordversuch an ihm gesagt habt."
"Ihr habt mich falsch verstanden, ich schwöre es."
Bane trat nun vor, während der Rest der Gruppe Gibbon umkreiste, und das wäre auch jedem aus Hogwarts klar geworden, wenn er es gesehen hätte. Er stand nun neben Gibbon und stellte einen seiner Hufe, wenn auch nur leicht, auf die rechte Hand von Gibbon.
"Ich verstehe die Dinge nicht falsch, Magier." Er erhöhte nun den Druck auf die Hand von Gibbon, und der ehemalige Soldat stöhnte nun vor schmerzen auf.
"Ihr werdet mich doch so oder so töten, wieso sollte ich euch irgend etwas sagen!"
"Weil nicht jeder Tod sofort ist, Royal Gibbon. Nachdem dies klar ist, kann ich folgendes sagen, solltest du mir hier heute alles sagen, wirst du weiter leben." Ein eher einfaches Versprechen, aber der Todesser dachte hier nicht weiter als darüber hinaus, sondern konzentrierte sich auf die Tatsache, das dieser Zentaure aus irgend einem Grund seinen Namen kannte.
Gibbon wollte bei Leibe nicht sterben, und obwohl er Voldemort bewunderte wie die meisten Todesser auch, und er gewillt war, jemanden zu töten so war es doch nicht damit gleichzusetzen, das er bereit war, für Voldemort auch zu sterben. Er erklärte nun den gesamten Hintergrund Bane, der bisher die Hand nicht losgelassen hatte, allerdings hatte er auch den Druck nicht erhöht.
"Und das ist die Wahrheit, ich schwöre es bei Gott." Anders als die anderen Todesser war Gibbon ein überaus gläubiger Christ und dieser Eid war aus seinem Munde sehr bedeutsam.
"Ich glaube euch." Bane liess nun die Hand von Gibbon los und verpasste ihm einen Tritt gegen den Kopf, so das dieser ohnmächtig wurde, ohne dabei schwer verletzt zu werden. Er wandte sich nun Magorian zu.
"Wir müssen den Potterjungen umgehend warnen."
"Du hast uns immer gesagt, das wir uns aus den Ereignissen bei den Magiern heraus halten müssen."
"Das ist etwas anderes, denn Potter muss sein Schicksal erfüllen und den bösen Magier bekämpfen, so wie es der Himmel vorher gesehen hat. Es liegt nun an uns, ihm zu helfen, zumindest in begrenztem Masse. Prosna!"
Prosna stand an dritter Stelle in der Rangfolge und war bis zum "Verrat" von Firenze dessen besster Freund gewesen.
"Ja, Bane?"
"Wir beiden werden zur Schule gehen und sie von dieser Sache informieren, allerdings können wir Dumbledore in dieser Sache nicht vertrauen, da dieser sie wohl zu seinem Nutzen verwenden würde." Bisher ergab alles für sie einfach keinen direkten Sinn.
"Ich stimme dir zu, das müssen wir sofort."
"Magorian, bring den Gefangenen wieder in unser Camp, wir kümmern uns später um ihn. Beobachtet aber weiterhin den Himmel, ich werde euch vielleicht eine Nachricht schicken." Dies war das erste mal, das Magorian bei der ganzen Sache etwas zustimmte, aber Bane war nun einmal ihr Anführer, und er musste darauf vertrauen, das dieser wusste, was er tat.
"Natürlich."
"Sehr gut. Beeilen wir uns, Pronsa, ich habe hier kein gutes Gefühl dabei." Er eilte nun der Schule entgegen, dicht gefolgt von Prosna.
In der Zwischenzeit in Hogwarts:
Das Essen verlief ohne Probleme, während Harry sich in Ruhe mit Ginny unterhielt. Sie wirkte noch immer aufgedreht und es war ein Vorteil, das Draco nicht weiter am Tisch der Ravenclaw darauf einging. Er ging sogar soweit ihr kurz auf die Schulter zu klopfen, denn überraschenderweise war sie von allen aus der Ministeriumsgruppe die, mit der er am besten Klar kam.
"Wann findet dein erstes Spiel statt, Potter?"
"Am nächsten Samstag, es ist eine Art Rückspiel vom Shawnee Massaker."
Fred und George gingen sofort auf das Thema ein, insbesondere wenn es um das Thema Claudia ging oder die Aktion gegen Tim Spooneybarger….nun gut, sie erzählten recht oft davon. Harry liess es eine kurze Zeit geschehen, etwas, das Draco durchaus amüsierte.
"Ist ja in Ordnung. Ja, wir hoffen auf einen klaren Sieg. Danach ist eine Pause bis zum April, da es in der Zeit zu kalt zum fliegen ist." Draco würde aber definitiv nie dort drüben sein, zumindest solange die Schutzzauber aktiv waren.
"Ich muss doch nicht viel Glück wünschen, oder? Aber trotzdem, "Viel Glück"." Er ging nun wieder zu seinem Platz zwischen Lisa Turpin und Anthony Goldstein hinüber. Hermine wollte Harry scheinbar gerade wegen einer Sache mit Fragen löchern, als Dobby neben ihm erschien.
"Harry, kann ich dich bitte kurz sprechen." Dies geschah sehr selten, weshalb Harry nicht weiter zögerte. Er erhob sich und folgte Dobby zu einer der Ecken hinüber, wo bereits Travis Biller auf ihn wartete.
"Was ist los, Travis?" Aber hier meldete sich Dobby zu Wort.
"Ich habe die Gänge kontrolliert, Harry und Travis, als ich eine Gruppe von sechs Schülern in der Nähe der Bibliothek sah. Sie trugen die Abzeichen von Hufflepuff und Ravenclaw."
Harry und Travis sahen sich kurz an, während Dobby kurz durch atmete, denn beide wollten fragen, was genau gemeint war. Aber dann liessen sie ihn doch weiter sprechen.
"Der Grund, wieso ich jetzt darauf aufmerksam mache ist: das Alter der Schüler hier ist bekannt, und als ich nahe an ihnen dran war, habe ich bei praktisch allen eine Flasche wie sie für alkoholische Getränke verwendet werden, an ihren Gürteln bemerkt." Nun gut, das war ein guter Grund. Travis gefiel dies in keinster Weise.
"Haben sie dich dort bemerkt, Dobby?"
"Nein, Mr. Travis, ich stelle immer sicher, das ich nicht zu sehen bin, wenn ich hier im Schloss bin, zumindest solange ich nicht vor einem der Freunde von Harry stehe." Genau so war es, denn Dobby hasste Hogwarts, und keiner freute sich mehr auf den Tag an dem Ginny und Luna die Schule beenden würden als er, denn dann müsste er nicht mehr hier her kommen.
"Wo sind sie jetzt, Dobby?"
"Sie schienen zu warten, bis das Abendbrotessen vorbei ist, bevor sie herein kommen, Harry."
Allerdings nicht sehr lange, denn die sechs getarnten Todesser reagierten kurz nachdem Dobby gegangen war. Sie betraten nun die Grosse Halle und versuchten so unscheinbar wie möglich zu wirken. Die sechs trugen noch immer ihre Umhänge, und die Hälfte von ihnen hatte ihre Kaputze aufgesetzt, als wenn sie den Anschein erwecken wollten, nicht zusammen zu gehören.
Und das gelang auch, denn die sechs, die sie "darstellten", sahen nicht auf und erblickten deshalb ihre Doppelgänger nicht. Sie bewegten sich langsam aber sicher zum Ende der Tische hin, wo Theo seinem Vater erklärt hatte, das die Ministeriumsgruppe in der Regel sass, und das hiess auch, das Harry dort sein würde. Aber noch war dies nicht der Fall, und Hopper Matthews/Marcus Flint bemerkte dies auch sehr schnell. Er bemerkte aber kurz darauf Harry und Travis in einer der Ecken, und sie schienen einem Hauselfen Anweisungen zu geben. Zumindest erschien es für die meisten so, die Dobby nicht kannten, und Harry hatte nur wenigen hier in Hogwarts, ausser der Ministeriumsgruppe von ihm berichtet.
Flint wusste, das die anderen es ihm gleich tun würden, weshalb er sich noch zurück hielt, etwas, das jetzt doch für etwas Aufmerksamkeit sorgte, da er und die anderen nun an einigen leeren Plätzen vorbei gingen, und sich nicht einmal suchend umsahen. Niemand konnte aber entsprechend reagieren, während die Todesser nun in Sichtweite von Harry kamen. Flint ergriff nun seinen Zauberstab, gefolgt vom Rest als sie dies sahen, denn sie beobachteten ihn sehr genau. Er hob seinen Zauberstab nun sehr vorsichtig an, wobei er wusste, das er nur einen Versuch haben würde.
Sein Zauberstab war bereits halbwegs auf der richtigen Höhe, als das Chaos am Eingang ausbrach.
Wenige Augenblicke zuvor am Haupteingang von Hogwarts.
Kingsley Shacklebolt und sein Team hielten noch immer am Haupteingang Wache, wobei Dumbledore eigentlich darauf bestanden hatte, das es jemand aus seinem "grandiosen" Orden dabei wäre. Der Auror war im übrigen immer unzufriedener in Sachen Dumbledore geworden und er versuchte nicht länger, ihm gegenüber respektvoll zu bleiben. Das Treffen im Fuchsbau hatte ihn doch erschüttert, obwohl Dumbledore weiterhin so tat, als wäre er die Höflichkeit in Person, etwas, das Biller noch mehr irritierte. Er musste davon ausgehen, das Dumbledore eine Strategie der passiven Aggression plante.
Kingsley beobachtete die Umgebung, als er Bane und Prosna heran kommen sah. Er nahm ein Omniocular heraus und war erleichtert, als er sah, das die beiden ihre Waffen nicht gezogen hatten, aber trotzdem irritierte es ihn. Zentauren konnten sich sehr schnell bewegen, so das sie gleich hier sein würden. Die Zauberstäbe waren zwar nicht auf sie gerichtet aber sie wurden in den Händen gehalten.
"Wir müssen sofort mit Harry Potter sprechen." Das war nun vollkommend überraschend, und die Auroren mussten davon ausgehen, das es keine gezielte Aktion war.
"Wer seid ihr? Und wieso glaubt ihr, das ihr einfach hier hinein marschieren könnt, um mit Harry zu sprechen?"
Bane musste zwar nicht mit den Augen rollen, aber trotzdem bestätigte es seinen Hass auf Magier, denn sie stellten immer im unpassendsten Moment unnötige Fragen.
"Es ist eine Bedrohung von Innen gegen ihn vorhanden, denn Voldemort gelang es, mehrere seiner Männer einzuschleusen, um ihn zu töten. Sie müssen aufgehalten werden." Um genau zu sein waren es vier Männer und zwei Frauen.
Kingsley wusste, das er dies ernst nehmen musste, denn kaum jemand begegnete den Zentauren die derart reagierten, aber er zögerte doch nach der Meinung von Bane zu lange.
Und so warf ihn Bane zu Boden, und Prosna zögerte keine Sekunde und schleuderte die anderen beiden Magier zur Seite, wobei aber keiner ernsthaft verletzt wurde. Bane war noch nie im Schloss gewesen, aber er hatte ein sehr gutes Gehör so das er wusste wo alle waren, und so liefen beide durch die Gänge, bis sie zur Grossen Halle kamen. Die Türen standen dank den Todessern halb offen, so das Bane sie mit seinen Hufen komplett aufstossen konnte.
"Harry Potter!"
Nicht jeder sah nun zu Bane der in der Tür stand, aber die meisten taten es. Flint reagierte fast genau wie der Rest, aber nach einem kurzen Moment als er sich nach dem Lärm umgesehen hatte, wandte er sich wieder seiner Aufgabe zu. Er hob seinen Zauberstab und rief nun:
AVADA KEDAVRA!
Der Rest der Gruppe tat es ihm gleich und richtete den Todesfluch auf die Stelle, wo Harry gewesen war, bevor Bane sie ablenkte.
AVADA KEDAVRA! AVADA KEDAVRA! AVADA KEDAVRA! AVADA KEDAVRA! AVADA KEDAVRA!
Es gab aber ein Sache: Harry war nicht mehr dort.
Dobby war hier der Schlüssel, denn er hatte dafür gesorgt, das sich Harry umsah, und nachdem Harry wusste, wonach er suchen musste, waren Flint und die anderen einfach zu finden. Bane hatte sich als ebenfalls erwiesen, wodurch es Flint nicht gelang, richtig zu zielen.
Der Todesfluch prallte an ie östliche Wand, die dabei praktisch zerstört wurde, während Harry und Travis zur Seite gesprungen waren. Gemeinsam mit den Zwillingen und gut der Hälfte der Ligamitglieder richteten sie ihren Zauberstäbe auf die Gruppe:
STUPEFY!
Und zwar mindestens 30 mal.
Keiner von ihnen verwendete den Avada Kedavra, da die Auroren Anweisung hatten zuerst das Betäuben zu versuchen, damit Befragungen möglich waren. Harry und Travis, die beide die Zeit hatten, nachzudenken, waren der Meinung, das es einfachc nicht in Ordnung war, den Todesfluch vor 300 Schülern zu verwenden, aber das hatte keiner von ihnen erwähnt.
Flint und die anderen wurden jeweils von mindestens zwei Betäubungszaubern getroffen, als das Chaos ausbrach…..wobei noch niemand wusste, das es Flint war, da die Gruppe vor fünf Minuten den Vielstafttrank erneuert hatten. Sie gingen nun praktisch sofort zu Boden, und Rufus übernahm sofort die Kontrolle über die Situation, indem re den Zauberstab auf seine Kehle richete.
"RUHE! HALTET VERDAMMT NOCHMAL ENDLICH DEN MUND!"
So wütend hatte bisher noch nie jemand Rufus erlebt, und alleine sein Tonfall und seine Stimme erreichten, was die Worte alleine vielleicht nicht geschafft hätten, denn es wurde langsam ruhiger. Er hatte am Tisch der Lehrer neben seinem Patensohn gesessen, und sein Gesichtsausdruck schockte fast alle.
"Niemand verlässt den Raum! Ich will, das mindestens drei Auroren an jeder Tür postiert sind! Niemand verlässt seinen Platz, solange er nicht die Anweisung dazu on mir, Travis Biller oder Amelia Bones bekomt. Ist das KLAR!?" Dem schien so, da niemand unnötig Aufmerksamkeit erregen wollte. Selbst Lance LeGault, der am Tisch von Slytherin sass und der Rufus abgrundtief hasste, sah ihn jetzt mit ängstlichem Blick an. Dumbledore blieb weiter auf seinem Platz, noch immer geschockt von den Ereignissen, denn ihm wurde gerade klar, wie knapp das Kind der Prophezeiung indirekt durch seine Schuld vor seinen Augen dem Tod entgangen war. Er würde noch längere Zeit über kein Wort sagen, wobei er auch die Fragen von McGonagall uund Flitwick ignorierte.
Der einzigste der Rufus' Anweisun ignorierte, war Harry, aber dies überraschte niemanden. Er hatte sich schon zu Anfang nicht gesetzt, sondern er ging nun zu Flint hinüber und hob desen Kopf vom Boden an, und erkannte ansatzweise das Gesicht. Er erkannte auch das Abzeichen von Ravenclaw auf der Uniform und schleppte nun den Körper zu diesem Tisch und fragte.
"Wer ist das?"
Hier schnappten nun mehrere laut nach Luft, und ein Junge stand unfreiwillig auf.
"Das bin ja ich." Sagte der echte Hopper Matthews, der jetzt so etwas wie ein déjà vu empfand. Zum Glück bedachte Rufus ihn nicht mit einem Fluch als er derart die Anweisungen ignorierte.
Harry suchte nun bei Flint nach einem Fläschchen, das er an seinem Gürtel fand und er riss es ab, bevor er es dem Minister zuwarf. Rufus schüttete etwas auf den Tisch vor ihm und Shepherd erkannte die Flüssigkeit sofort.
"Vielsafttrank."
Die anderen fünf Körper wurden sofort von einem wütenden Travis und einigen anderen Auroren durchsucht, und es fanden sich fünf weitere, identische Flaschen. Rufus sah nun das entsetzte Gesicht von Hopper und ihm wurde klar, das dieser Junge definitiv nichts davon wusste, wie diese Betrüger herein gekommen waren. Mit ruhiger stimme sagte er nun.
"Setz dich einfach, Junge." Dies führte dazu, das sich Hopper beruhigte, aber kurz darauf wurden fünf weitere Köpfe empor gehoben und fünf weitere Flüche erklangen von 3 Hufflepuffs und zwei weiteren Ravenclaws.
In der Zwischenzeit hatte Theo Nott erhebliche Bauchschmerzen, die mit jeder Minute stärker wurden. Er war davon ausgegangen, das die sechs Todesser getötet würden und nicht betäubt, egal ob sie Potter erwischten oder nicht. Theo war der Anführer der Dunklen Slytherins in der Schule, und das war auch praktisch jedem bekannt, und das war der Grund wieso er davon ausging, das ihm einige schwierige Fragen gestellt würden, egal, wieviel aus seinem Gedächtnis gelöscht worden war. Die Entdeckung des Vielsafttranks war dafür Beweis genug, und er fragte sich, wieso dieser Idiot Flint diese Beweise nicht einfach entsorgt hatte.
Theo reagierte eher unverdächtig, da ihm klar war, das einige der Lehrer direkt zu ihm sahen. Er wusste, das ein Fluchtversuch einfach nur Dumm sein würde, weshalb er sich mit besorgtem Gesicht setzte.
Rufus kehrte nun vom Lehrertisch zurück, nachdem er Dumbledore einen Blick zugeworfen hatte, der ganz klar besagte "beweg dich einen Zentimeter und du wirst leiden". Er trat nun zu Harry und Travis, die gerade die Körper genauer untersuchten. Rufus sah nun zu Travis.
"Und?"
"Sie sind sauber, Sir, sie haben nicht einmal Geld bei sich." Die beiden hatten sie sehr genau durchsucht und eine genauere Leibesvisitation würde später durch andere Auroren erfolgen.
"Es gibt also keine Portschlüssel nach Hause? Nun ja, wir werden dieses Wissen schon bald haben, sobald ihre Identität bekannt ist. Seid ihr beiden in Ordnung?" Travis nickte bestätigend, während Harry noch ein wenig dank der zahlreichen Kratzer blutete.
"Mir geht es gut, Minister, ich habe nur ein paar Kratzer durch die Wand." Harry war nur von wenigen "Shrapnell" getroffen worden, aber einer der Todesflüche hatte ihn nur ganz knapp verfehlt. Sophie würde dies sicher nicht gefallen.
"Was machen wir jetzt, Rufus?"
"Wir werden einfach warten, bis sich diese Leute zurück verwandeln, Travis. Niemand wird den Raum verlassen, denn sie hatten Hilfe aus Hogwarts und wir müssen heraus finden wer das war."
"Einer der Schüler? Oder eher einer der Lehrer?" Rufus reagierte nicht sofort, während die drei diese Frage überdachten. Nach wenigen Augenblicken dann:
"Ich denke da eher an einen der Schüler, denn Charles würde sich nie gegen mich wenden, und Sinistra ist nicht gerade eine Slytherin. Keiner der anderen passt zu dem Profil, und ich habe sie alle sehr genau im Herbst überprüft. Nein, es war sicher einer der Schüler, welcher ihnen die Haare gab, denn diese waren viel zu zufällig gewählt. Sanford!"
Sanford Jenkins und sein Team befanden sich in der Nähe der Tür und er kam nun herüber.
"Nimm zwei Teams und sammelt alle noch herum laufenden Schüler in der Schule ein. Macht es so schnell wie möglich und findet alle."
"Geht klar, Boss." Er ging zu den anderen hinüber und kurz darauf verliessen sechs Auroren den Raum.
Bane stand gemeinsam mit Prosna in der Tür, als dies geschah, und wartete. Jetzt wandte sich Rufus seine Aufmerksamkeit den Zentauren zu und bat sie mit einem Winken herüber zu kommen.
"Mein Name ist Rufus Scrimgeour." Er streckte die Hand aus und Bane schüttelte sie nach kurzem Zögern.
"Mein Name ist Bane, und dies ist Prosna."
"Es freut mich, euch kennen zu lernen. Ich gehe davon aus, das ihr etwas zu berichten habt."
"Wir haben einen Todesser im Wald gefangen nehmen können, und sahen dann das diese sechs hier zum Schloss liefen. Ich denke wir sind genau im richtigen Moment eingetroffen."
"Ja, eure Ablenkung hat vermutlich viele Menschenleben gerettet….einen Moment, es gab einen siebten Todesser?" Es wurde immer schlimmer.
"Ja, sein Name ist Royal Gibbon, wir haben ihn derzeit in Gewahrsam." Biller wirkte nun sehr zufrieden, denn dies war ein wichtiger Gefangener. Er fragte Bane nun:
"Er hat es zugegeben?"
"Ja, er hat ein volles Geständnis abgelegt."
Zentauren benutzten keine Drogen für ihre Befragungen, und die vier Magier, wobei Bones auch zu ihnen gestossen war, wussten, das hier auch Folter involviert war. Nicht das es sie wirklich störte.
"Hat er Namen genannt?"
"Ja, der Anführer wurde als Marcus Flint bezeichnet, allerdings weiss ich nicht, wer von ihnen das ist."
Rufus wusste, das sie es binnen einer Stunde herausfinden würden, und Harry würde sicher herausfinden welcher von ihnen Flint war, nachdem der Vielsafttrank nicht mehr wirkte, denn er selbst kannte nur den Namen. Er sah sich nun im Raum um und erkannte, das noch alle hier waren, und insbesondere Dumbledore sass bewegungslos an seinem Platz. Der Minister wusste auch, das es noch einigen Ärger für den Mann geben würde. Aber eines nach dem anderen.
"Unter welchen Umständen wären sie bereit, Gibbon an uns zu übergeben?"
Dies sagte er mit respektvoller Stimme, wobei Rufus durchaus wusste, das Fudge und seine Partnerin Umbridge vieles getan hatten, um die Zentauren zu beleidigen. Bane reagierte entsprechend positiv, denn damit kam Rufus seinem Ego entgegen und er war mit sich zufrieden, und das wirkte sich immer positiv aus.
"Sie können ihn jederzeit bekommen, allerdings ist er leicht verletzt."
Während die vier gerne wüssten, was Bane mit "leicht" meinte, so fragte doch keiner danach.
"Vielen Dank, und ich würde niemals danach fragen, wo euer Dorf liegt, deshalb denke ich, wäre es am einfachsten, wenn ihr Gibbon einfach vor der Eingangstür der Schule ablegen würdet."
"Das ist akzeptabel, er wird binnen einer Stunde hier sein. Ich bitte lediglich darum, das wir nicht mehr als nötig involviert werden."
"Das ist nur fair, aber ich frage mich, wieso ihr gerade jetzt eingreift."
"Harry Potter war in Gefahr, und das zählte nur für uns. Der Himmel wird es uns nicht erlauben dabei zuzusehen, während er in direkter Gefahr ist, vor allem wenn es etwas ist, das wir hätten vermeiden können." Dies erklärte zwar einiges, aber verwirrte auch gleichzeitig etwas, aber das war etwas, das Rufus nicht wirklich störte.
"Das ist kein Problem. Oh, eine Frage noch: ich bin mir sicher, das Shacklebolt euch normalerweise nicht ohne Begleitung in das Schloss gelassen hätte…."
"Er ist nicht ernsthaft verletzt, aber ihr solltet ihm klar machen, das er vorsichtiger sein sollte."
Rufus kicherte nun kurz, denn er war durchaus darüber amüsiert, das es gerade einer von Dumbledore's "Vertrauten" war, der hier den Fehler begangen hatte.
"Ich werde es sicherstellen. Möchtet ihr Firenze besuchen, während ihr hier seid? Ich weiss, das er während der Mahlzeiten in seinem Quartier ist und dort alleine speist." Bane dachte über diese Frage kurz nach, denn vielleicht war hier doch ein Punkt erreicht, an dem beide Seiten wieder zu einander finden könnten. Er wusste, das die Zentauren jetzt zwangsläufig stärker involviert sein würden, egal ob es ihnen gefiel oder nicht, so das es durchaus sinnvoll erschien, eine Kontaktperson bei den Magiern zu haben. Er wusste aber auch, das er das ganze ruhig angehen musste.
"Sagt ihm bitte, das, sollte er uns besuchen wollen, er dies tun kann, ohne in irgend einer Weise in Gefahr zu geraten."
"Wir werden sicherstellen, das er es erfährt. Vielen Dank für ihre Hilfe."
"Gern geschehen, Rufus Scrimgeour." Nach einem Blick zu Prosna, der sich bisher in keinster Weise zu Wort gemeldet hatte, gingen die beiden Zentauren wieder hinaus. Nun sahen sich die vier kurz an.
"Nun, das war sehr interessant."
"Ja das war es, Harry, und es war sehr interessant. Gibbon ist einer der besten Soldaten des Gegners, und war damit ein sehr wichtiger Erfolg. Ich frage mich aber, wie schwer seine Wunden sein mögen. Ich denke nicht, das er freiwillig "gestanden" hat."
"Und was jetzt, Minister?"
"Das weiss ich nicht, Amelia. Wie lange ist es her, dass das Chaos begann?"
"Etwa 10 Minuten."
"Wir werden diese Leute sicher nicht aus den Augen lassen. Travis, ruf bitte ein weiteres Team hier her, sie sollen gemeinsam mit einem der anderen Teams innerhalb und ausserhalb des Slytherin-Gemeinschaftsraums Wache stehen. Nachdem wir Theo Nott verhaftet haben, könnte es dort zu Problemen kommen." Rufus wusste durchaus, wer der Anführer der Slytherin war.
"Wird sofort erledigt, Sir." Travis ging hinaus und Rufus wandte sich an Harry.
"Harry, schick Dobby bitte mit einer Nachricht zu deinen Leuten, das du vermutlich nicht zum Mittagessen zurück sein wirst. Wir müssen diese Sache hier leider bis zum Bitteren Ende durchziehen."
"Ja Sir." Harry rief nun Dobby, wobei er auf eine schriftliche Nachricht verzichtete, denn der Elf hatte viele der Dinge und Ereignisse miterlebt.
"Stell bitte sicher, das sie verstehen, das es mir gut geht und ich nicht verletzt bin, in Ordnung?" Keiner von ihnen ging davon aus, das Murray und Sophie dies wirklich glauben würden, aber sie mussten es wenigstens versuchen.
"Ja, Harry." sagte Dobby und verschwand. Und nun kehrte ein blutüberströmter Kingsley in dem Haupteingang und meldete sich bei seinen Vorgesetzten….oder besser gesagt, er versuchte es, denn Bones unterbrach ihn, bevor er irgend etwas sagen konnte.
"Bane hat uns bereits über die Dinge die dort draussen geschahen, berichtet. Stellen sie bitte sicher, das nichts mehr das Gebäude betritt, abgesehen von dem Gefangenen, den sie uns bringen werden. Sonst noch etwas? Verwenden sie ihren Zauberstab sobald sie in Reichweite sind." Kingsley würde keinen direkten Ärger für seinen Fehler bekommen, denn im Endeffekt wurde aus dem Fehler ein kleiner Erfolg. Er wirkte trotzdem nicht ganz glücklich.
"Ja Ma'am. Wird das Schloss abgeriegelt?" Rufus reagierte hier.
"Noch nicht, und bisher sehe ich keinen Grund, das letzte Quidditch-Spiel abzusagen. Warten wir ab, was geschieht, sobald sie sich in ihre wahren Selbst zurück verwandeln. Gehens sie bitte auf ihren Posten zurück, Kingsley." Dies sagte er auf höfliche Weise und der grosse Mann kam dem umgehend nach.
"Geh bitte nicht zu hart mit ihm um, Amelia, ich bezweifele, das es einem von uns gelingen würde, einen Zentauren zu besiegen, wenn die Überraschung auf ihrer Seite ist."
"Natürlich, und seine Akte wird auch nicht dadurch belastet werden." Rufus trat nun hinzu und flüsterte ihr etwas zu.
"Nimm bitte einen der weiblichen Todesser zur Seite, sobald ihr hinaus geht. Bring ihn zum Ministerium und sorg dafür, das Marr seinen Lokator in ihr platziert, aber komm dann sofort wieder zurück nachdem sie abgeliefert wurde. Nur Marr und du dürft etwas ausser mir und Travis davon wissen."
Bones gefiel diese Idee durchaus, und nickte dann bestätigend mit dem Kopf. Während der nächsten Minuten war es sehr still, während Theo Nott vor Nervosität weitere fünf Pfund verlor, während er auf das Unvermeidbare wartete. Harry setzte sich wieder zu seinen Freunden, die nur zu gerne bereit waren zu reden, nachdem er wieder bei ihnen war. Sie löcherten ihn regelrecht mit Fragen, obwohl er nichts weiter wusste als das Dobby ihn früh morgens gewarnt hatte.
Rufus ging nun zu Dumbledore am Lehrertisch hinüber und sagte dann in einer Lautstärke, das alle ihn hören konnten:
"Albus, gibt es irgend etwas, das sie mir mitteilen möchten?" Er schien ihn dies ziemlich häufig zu fragen, und Dumbledore schien diese Fragestellung überhaupt nicht zu gefallen. Er antwortete allerdings sehr höflich und sagte mit erschöpfter Stimme:
"Nein, Minister, ich bin genauso überrascht über diese Ereignisse wie sie es sind." Rufus war übrigens geneigt, der Aussage zu glauben, denn er wusste, das Dumbledore Harry lebend brauchte um seine "Aufgabe" endlich zu erledigen. Dann würde Harry sterben, so oder so.
"Wenn sie es so sehen. Charles?"
"Ja, Minister?"
"Wieviele Einheiten Veritaserum stehen uns für heute zur Verfügung?"
"Ich denke um die 75, und ich kann noch weitere besorgen, wenn sie mir drei Stunden Zeit geben." Er war auf diese Frage vorbereitet gewesen.
"Bitte sorg dafür, Charles, hier werden viele Fragen gestellt werden müssen." Das war nicht ganz korrekt, dachte sich nun Rufus. Er ging davon aus, das Theo Nott sehr schnell zusammen brechen würde, und noch vor dem Abendbrot in Azkaban sein würde. Zum Glück für Slytherin spielte ihr Anführer kein Quidditch.
"Ja Sir." Shepherd ging nun hinaus, wobei ihm Jenkins und seine Gruppe begegneten, die gerade die sieben verwirrten Schüler herein brachten, die bisher gefehlt hatten. Sie wurden allerdings abseits der anderen Schüler gehalten, und mehr als ein Dutzend verschiedene vorwurfsvolle Blicke gingen in ihre Richtung. Kein Auror ging allerdings davon aus, das sie schuldig wären, denn es wäre doch sehr offensichtlich gewesen, das sie bei Beginn des Chaos garnicht im Raum gewesen waren.
Es waren lange 40 Minuten die sie warten mussten, und so beendeten die Gäste ihre Mahlzeit in dieser Zeit. Nur wenige unterhielten sich, da niemand Aufmerksamkeit erregen wollte. Dumbledore weigerte sich weiterhin irgend etwas zu sagen, und Harry starrte ihn eine Minute lang an, in der Hoffnung, das er irgend etwas tun würde. Hermione, die neben ihm am Tisch sass, bemerkte es und flüsterte zu ihm:
"Du denkst doch nicht wirklich, das er irgend etwas damit zu tun hatte oder?" Dies war nicht die Hermine, die Loyal zu Dumbledore stand, die hier sprach, denn diese Hermine existierte nicht länger, sondern dies war die realistische Hermine.
"Irgend etwas stimmt hier nicht, Hermine, ich kann es fühlen."
"Ich bin mir sicher, das es sich alles aufklären wird." Sie klang nicht gerade sicher als sie es sagte, und schien es nur zu sagen weil ihr nichts anderes einfiel. Harry sagte nun nichts weiter und begann wieder Dumbledore anzustarren.
Bald darauf verwandelte sich Flint wieder von seiner Form als Hopper Matthews zurück in Marcus Flint, gefolgt von den anderen Soldaten, wobei sie alle ehemalige Schüler von Hogwarts waren. Kurz bevor das geschah, kehrte Kingsley mit den nötigen Informationen zurück, das ein angeschlagener Gibbon ausserhalb der Grossen Halle warten würde. Er hatte einiges Blut verloren und würde einige Zeit lang humpeln, aber sonst ging es ihm relativ gut.
Die Körper der sechs Todesser wurden nun in das Büro von Dumbledore gebracht, wo Travis selbst Gibbon hinbrachte, wobei einer aber unterwegs zurück bleiben würde. Rufus wies die meisten Auroren an, in der Grossen Halle zu verbleiben, und wies das Team um Kate Sackoff, zu dem auch Tonks gehörte an, sicherzustellen, das Theo Nott einfach nur im Stuhl sass. Es gab auch keinen Kamin in der Grossen Halle, und die Eulerei musste nicht geschlossen werden, da niemand die Halle verlassen konnte. Anfangs gingen nur Remus und Shepherd gemeinsam mit dem alten Mann zum Büro des Direktors, und Rufus wollte ihnen gerade folgen, als er noch einmal zum Tisch von Gryffindor hinüber ging.
"Komm bitte mit, Harry, es macht keinen Sinn vorzugeben, das du nicht eine wichtige Rolle hier spielen würdest." Harry stimmte dem absolut zu und erhob sich gemeinsam mit den Zwillingen und folgte ihm. Rufus hatte hier keine Einwände, der mit einer derartigen Reaktion gerechnet hatte. Der Minister sah sich nun noch einmal im Raum um.
"Arthur?"
"Ja, Minister?"
"Sie sind bis auf weiteres bis zu meiner Rückkehr oder bis ich etwas anderes sage, hier der Verantwortliche. Niemand darf den Raum verlassen ohne, das ich es erlaube oder ihn rufen lasse, und dazu gehören auch ALLE Lehrer." McGonagall hatte dies gehört und es gefiel ihr in keinster Weise, aber jeder der Auroren im Raum war nicht gerade bester Laune und sie hatte kein Interesse daran, einen von ihnen heraus zu fordern.
"Natürlich, Sir." Diggory war derzeit nicht in Grossbritannien, aber er hätte auch keine Einwände gehabt.
"Danke sehr, Arthur. Ihr drei, begleitet mich bitte."
Die Drei von WWW traten nun hinter den Minister, wobei die Zwillinge ihre Zauberstäbe zogen, während die normale Leibwache von Rufus als Wache für die Schüler zurück blieb. Es gab nur wenige Unterhaltungen während des Weges zum Büro, und kurz darauf traten sie durch die Tür, an der Mike Peplowski Wache stand.
"Es sind alle dort oben, Sir."
"Sehr gut Mike, es darf niemand ausser Charles Shepherd durch diese Tür treten."
"Ja, Sir."
"Sehr gut."
Er ging nun hinauf und sah, das Travis die Gefangenen gemeinsam mit seinen alten Teammitgliedern gesichert hatte, während Dumbledore in einem Stuhl sass und sich nicht weiter bewegte. Flint war gerade dank der Hilfe von Bones wieder zu Bewusstsein gekommen und schüttelte verwirrt den Kopf. Der Minister nahm sich nun einen Stuhl und setzte sich Flint gegenüber.
"Sie sind Marcus Flint?"
"Ja."
"Du weisst, wer ich bin?"
"Ja das tue ich in der Tat, sie sind der Nachfolger von Fudge."
"Du siehst sicher Harry dort drüben?" Harry lächelte leicht und winkte seinem alten Gegner im Quidditch kurz zu.
"In der Tat."
"Ihr habt versagt."
"Das habe ich bemerkt."
"Voldemort wird mit dir sehr unzufrieden sein, das weisst du oder? Euch sechs ist es nicht gelungen einen Siebtklässler auszuschalten. Er wird mit Sicherheit sehr wütend sein." So freundlich dies auch klang so hatte Flint so etwas noch nie wirklich gehört, und er lächelte nun kurz.
Schliesslich seufzte er. Er war wie Nott davon ausgegangen das ein Fehlschlag mit dem Tod enden würde und nicht mit der Gefangennahme. So kam es, das er kein Problem damit hatte, zusammen zu arbeiten, sondern er sah sehr viele Vorteile.
"Ich bin wirklich der letzte, den ihr daran erinnern müsst."
"Wer war euer Informant in Hogwarts?"
"Das weiss ich leider nicht, sie haben mir nur sehr wenig erklärt. Veritaserum wird das ebenfalls bestätigen, und ich habe auch keinen Grund deshalb zu lügen, denn hier die Zeit zu verschwenden würde mir auch nicht helfen."
"Du scheinst sehr pragmatisch veranlagt zu sein."
"Wenn sie es so bezeichnen möchten."
"Dürfte also Gibbon mehr darüber wissen?"
"Das müssen sie heraus finden. Ich bin halt nur Befehlen gefolgt."
"Wer gab diese Befehle?"
"Gibbon, Black, oder Pettigrew, je nach Situation." Der zweite Name liess hier alle aufhorchen.
"Black?"
"Ich meine Bellatrix Lestrange, die sich nun Bellatrix Black nennt." Ach so, und der Puls von Harry und Remus normalisierte sich wieder, während Flint leicht lächeln musste.
"Interessant, sehr interessant."
"Nicht wirklich, aber wenn sie es so sehen."
"Wie wollten sie fliehen?"
"Wir sollten während der entstehenden Panik hinaus laufen, wo uns dann unser Informant erwarten würde, wobei ich dann erfahren würde wer es war. Später würde Gibbon uns dann treffen und usn zum Hauptquartier bringen."
Rufus drehte sich nun zu Bones um.
"Bringt diese fünf zum Ministerium und steckt sie in Hochsicherheitszellen. Wir werden sie dort mittels Veritaserum befragen." Flint räusperte sich nun.
"Ich bin bereit mit ihnen eine Einigung zu suchen."
"Die brauchen wir nicht, denn die Drogen können uns die Informationen auch geben." Rufus sagte nun nichts mehr und hoffte, das sein Gegenüber darauf eingehen würde.
"Wohl wahr, aber sie müssen die richtigen Fragen kennen."
"Was fordern sie im Gegenzug?"
"Erlaubt es mir das Land zu verlassen und ich bin gerne bereit eine Eid darüber zu leisten, das ich bis an mein Lebensende nie wieder Grossbritannien betreten werde. Stimmen sie dem zu, so werde ich alles, was ich weiss erzählen, darunter auch die Erinnerungen über alle Übergriffe und meine Treffen mit meinen Vorgesetzten, so das sie sehr viele Informationen über ihre Feinde bekommen werdet. Sie wissen, das die Erinnerungen deutlicher sind, wenn sie freiwillig gegeben werden." Das wusste er in der Tat und Rufus war durchaus bereit, auf diese Einigung einzugehen, denn ihn persönlich würde es nichts kosten, und die Steuerzahler des magischen England viele Kosten ersparen.
"Ich werde es ihnen später mitteilen. Amelia, bring sie bitte weg, und stellt bitte sicher, das Flint nicht zu schlecht behandelt wird." Er sagte aber nichts dergleichen über die anderen vier, und das entging auf Flint nicht.
"Ja, Minister."
Sie beaufsichtigts nun gemeinsam mit Edgar Stiles den Abtransport der Gefangenen, so das nun nur noch Gibbon hier war, der noch immer ohnmächtig war. Shepherd betrat nun den Raum und reichte seinem Paten eine Phiole mit Veritaserum, während Rufus nun Travis zunickte.
Biller trat nun zu Gibbon hinüber und weckte ihn auf.
"Hallo Gibbon."
Nachdem Gibbon wieder halbwegs bei Sinnen war, wusste er durchaus, das er jetzt besser dran war als vor einer Stunde…und handelte leider genau dem entgegen.
"Fahr zur Hölle, Biller." Er wusste immerhin, von wo die Probleme kommen würden.
Travis sah nun zu Harry.
"Repulsar war doch der Zauber, den du so magst oder Harry."
"Ja das ist er."
"Danke sehr." Biller richtete nun den Zauberstab direkt auf eines der Löcher von den Pfeilen.
"REPULSAR!"
Gibbon war ein unempfindlicher Mann, aber auf Grund seiner anderen Verletzungen war dies nun zu viel und er schrie sehr laut auf.
"Wollen wir es erneut versuchen, Gibbon? Ich habe höflich hallo gesagt also antworte bitte entsprechend."
"Ebenfalls Hallo, herrgott noch mal!"
"Das ist schon besser. Wer war euer Informant hier in Hogwarts?"
Gibbon zögerte nun etwas zu lange, und Biller handelte erneut, dieses Mal auf ein anderes Loch gerichtet.
"REPULSAR!"
Er schrie erneut.
"Ist ja gut! Es war der Sohn von Nott!" Irgendwann war es für jeden zu viel.
Rufus wollte sich gerade an Sarah Westbrook wenden, aber sie ar bereits mit Rob Graham in die entsprechende Richtung unterwegs.
"Sehr gut. Öffnen sie jetzt bitte ihren Mund, damit das Veritaserum verabreicht werden kann. Widersetzen sie sich und ich werde andere Massnahmen anwenden um sie dazu zu zwingen. Zum Beispiel einen Zauber der sehr negatie Wirkungen auf ihr Hörvermögen haben kann."
Gibbon zögerte nicht weiter sondern öffnete den Mund so weit wie möglich. Travis verabreichte nun die Droge und wartete das sie wirkte.
Gerade als er die Fragen beginnen wollte, kehrten Graham und Westbrook mit Theo Nott zurück. Rufus lächelte nun leicht in dessen Richtung.
"Nun hallo Theo, setz dich bitte. Du kennst doch Royal Gibbon oder?"
Theo sagte kein Wort, sondern setzte sich nur und sah weiter zu. Sein Zauberstab war ihm bei seiner Verhaftung vor wenigen Minuten bereits abgenommen worden, und ihm war klar, das er sich nicht würde befreien können.
Travis stellte Gibbon nun einige einfache Fragen, woraufhin sichergestellt war das Gibbon, trotz des Dunklen Mals auf dem Arm wirklich ein Todesser war, der Voldemort fast täglich sah. Nach Lucius Malfoy, dessen Erinnerungen angepasst worden waren, this war er der erste aus dieser Gruppe, den sie lebend gefangen genommen hatten.
"Wer war euer Kontakt hier in Hogwarts?"
"Theodore Nott, der Sohn von Frederick."
"Ist dieser Junge dort drüben Theodore Nott?"
"Ja das ist er."
"Hat euch die nötigen Haare für Flint und die anderen zum Eindringen in dsa Schloss besorgt?"
"Das weiss ich nicht, ich war für diesen Teil nicht verantwortlich."
"Wie solltet ihr von hier fliehen?"
"Ich sollte eigentlich garnicht im Schloss sein. Nott sollte die Angriffsgruppe eigentlich solange verstecken, bis sich alle im Schloss beruhigt hatten, bevor ich sie zurück zur Nockturnengasse brinegn sollte, wo wir uns dann treffen würden."
"Mit wem?"
"Das weiss ich nicht, sie sollten sich mit mir treffen und uns zurück bringen. Nur Black, Pettigrew, und unser Meister wissen genau wo das Hauptquartier ist." Dies war eine interessante Information, und jeder der Auroren notierte es sich.
"Ist es in Grossbritannien?"
"Ja auf einer Insel. Wenn ich Raten müsste vermutlich auf den Orkneys, aber ich weiss es nicht sicher."
Travis hielt kurz inne und Harry stellte nun eine Frage.
"Ist ein Mitglied der Lehrer aus Hogwarts ein Todesser oder sympathisiert einer mit ihren Idealen und Zielen?"
"Nicht direkt." Und hier fiel das entscheidende Wort.
"Was zur Hölle soll das heissen?!" Das fragten allerdings mehr als nur eine person, und Nott lächelte nur, als wenn etwas hier einen Witz gemacht hätte. Gibbon entschied sich nun, ihnen von seiner Theorie zu erzählen, wobei er sich nicht völlig sicher war, weshalb es nicht unter Veritaserum genannt wurde. Er ging korrekter Weise davon aus, das dies manche Dinge für ihn vereinfachen würde.
"Ich habe vor kurzem einige Diskussionen mitbekommen und zwar zwischen unserem Meister und Black. Sie sprachen darüber das es zwischen Dumbledore und Voldemort informelle Friedensgespräche gäbe."
Und hier schien die Welt einen Moment lang still zu stehen.
Nur einen Moment lang richteten Graham, Westbrook, und Stiles ihre Zauberstäbe auf Dumbledore, der ruhig da sass, wobei jeder nun ahnte, wieso. Rufus selbst schaute nun zu Gibbon.
"Würden sie das bitte konkretisieren?" Das würde er.
"Mehr habe ich leider nicht gehört. Es hiess, das Dumbledore versuchen würde einen Friedenvertrag über Eulenpost auszuhandeln, und unser Meister wollte sehen, wie weit er dafür ihm entgegen kommen würde. Er hielt es wohl mehr für einen Wittz als für etwas ernstes." Nott lächelte noch immer, als er dies hörte und entschloss sich noch etwas dazu beizutragen.
"Sie laufen seit knapp vier Monaten, wenn sie sich das gerade fragen sollten."
Das wäre genau ihre nächste Frage gewesen. Nun sahen wieder alle zu Dumbledore, und Rufus fragte.
"Ich merke, das sie es nicht abstreiten, Albus."
"Nein, denn es stimmt, das ich Briefkontakt mit Voldemort geführt habe, um zu sehen, welche Bedingungen er für einen Friedensvertrag stellen würde." Harry lächelte nun, als er dies hörte, während Rufus sehr höflich fragte:
"Sehr interessant. Und was gab ihnen das Recht dazu?"
"Mein Rang als Vorsitzender des Zauberergamots. Ich weiss, dass das Ministerium an keine Einigung gebunden wäre, die ich treffen könnte, aber ich wollte sehen, wie weit ich damit kommen würde."
Rufus reagierte nicht sofort darauf sondern wandte sich den Zwillingen zu.
"Fred, George, würdet ihr bitte Professors Flitwick und Professor McGonagall holen."
"Ja, Sir."
"Ja, Sir."
Die Zwillinge gingen nun hinaus und Rufus sah zu Bones.
"Benachrichtigen sie das Ministerium und sagen sie Flint, das sein Angebot akzeptabel ist."
Bones verstand nicht, wieso er dies gerade jetzt tat, aber sie stellte auch keine weiteren Fragen. Es herrschte nun solange Stille, bis die Zwillinge mit den Lehrern zurück kehrten und Rufus wandte sich nun an sie.
"Sind sie sich im Klaren darüber, das Professor Dumbledore illegale Friedensgespräche mit Voldemort begonnen hat?"
McGonagall schien kurz davor zu sein, ohnmächtig zu werden, während Flitwick einfach nur fassungslos war.
"Ich verstehe dies als ein klares Nein. Albus, ich weiss einfach nicht was ich mit euch tun soll. Ich weiss durchaus das ihr euch durch eure Position in der Regierung und in der ICW in einer Art Grauzone bewegt, wodurch das nicht als Hochverrat gälte." Hier hielt er inne und Dumbledore hielt es für besser, etwas zu sagen.
"Danke sehr, Minister, meine Korrespondenz ist nie über die Unterhaltung mittels Eulen hinaus gegangen, und einer der Problempunkte war, das ich darauf bestand, das sie bei jedem reellen Treffen anwesend sein sollten."
"Nun, dafür bin ich ihnen dankbar, Albus. Ich denke sie verstehen, das wir diese Dinge auch noch unter Veritaserum bestätigt bekommen müssen?"
"Das tue ich und ich werde es freiwillig tun."
"Sehr gut, wenn sie das tun, und keine gravierenden Dinge zu erkennen sind, werden sie nicht verhaftet."
Jeder war davon geschockt wie ruhig Rufus damit umging. Bones hatte erwartet, das sie den alten Mann verhaften würden, und das wollte sie im übrigen auch nur zu gerne. Dies war aus ihrer Sicht der letzte grosse Fehlern, den er begangen hatte, auch wenn er es hart am Rande der Legalität getan hatte.
"Danke sehr, Minister, ich bin gerne bereit meine Briefe an Sie weiterzuleiten, da ich sie alle aufbewahrt habe."
"Sehr gut, das wird sicher interessant zu lesen. Eine Sache aber noch, bevor wir mit den Unterhaltungen unter Veritaserum beginnen, die ich für heute noch geplant habe."
"Und die wäre?"
Rufus antwortete nicht sofort sondern nahm nun ein Stück Papier aus seiner Tasche. Anschliessend nahm er sich eine der Federn vom Schreibtisch von Dumbledore und schrieb etwas auf das Papier.
"Es ist mir im letzten Jahr immer deutlicher geworden, Albus, das du zu viele Aufgaben wahrzunehmen hast. Deine fehlgeleiteten Versuche in der Diplomatie sind nur der letzte Punkt darin, und ich denke es ist an der Zeit das ich etwas dagegen unternehme." Er reichte nun das Stück Papier an Dumbledore.
"Mit sofortiger Wirkung sind sie hiermit ihres Postens als Schulleiter der Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei entbunden."
Es war nämlich jenes Papier, das Rufus schon im Juli Harry gezeigt hatte, auf dem noch das Gültigkeitsdatum gefehlt hatte. Aber das war ja jetzt nicht mehr der Fall.
McGonagall war nun komplett sprachlos, während Flitwick nicht zu wissen schien, wie er reagieren sollte, während Rufus sich zu einem anderen Lehrer herum drehte und nun seine letzte Ankündigung verlauten liess, welche die wohl grösste Überraschung darstellte.
"Remus Lupin, sind sie gewillt, für den Rest des Schuljahres als vorläufiger Schulleiter zu fungieren?"
Remus hatte nun grosse Augen bekommen, und er sah auch das dies McGonagall und Flitwick zu schockieren schien, die zu einem Protest anzusetzen schienen, während Dumbledore selbst schlicht mit der Fassung zu ringen schien. Deshalb entschloss er sich dazu, schnell zu reagieren.
"Ja, das bin ich, Minister."
Ende des Kapitels
