Kapitel 36
„Nummer eins, die Frau hat immer Recht", sagte Hermine an ihren Mann gelehnt.
„Unglücklicherweise ist das wahrscheinlich richtig", sagte er. Er schrieb das als Nummer eins auf. Als nächstes schrieb er und sagte laut: „Hab eine Menge Sex."
Hermine lachte. Sie nahm den Stift von ihm und machte drei Ausrufezeichen dahinter. Sie gab ihm den Stift zurück. „Das sollte Nummer eins sein", sagte sie.
„Nun, du hast immer Recht", erwiderte er mit dem Anflug eines Lächelns. Er nahm seinen Zauberstab und mit einem Schlenker desselben, tauschten die beiden Sätze ihre Plätze. „Was ist Nummer drei?", fragte er.
„Zu viel Weinen könnte dafür sorgen, dass du ertrinkst", sagte sie.
„Der ist gut." Er schrieb das auf. Er sagte: „Nummer vier, solltest du dich wie ein Wichser verhalten, sorg dafür, dass deine kleine Frau nicht hörst, was du sagst."
„Da stimme ich absolut zu", sagte sie.
Er steckte sich den Stift in den Mund und fragte: „Was noch?"
„Wie wäre es mit, küss deine Frau nicht, wenn sie ein scharfes Messer in der Hand hat?", schlug sie vor.
„Guter Punkt, guter Punkt", sagte er. Er fügte das hinzu und fügte in Klammern hinzu: Es sei denn, sie hat Diabetes und es hilf, das zu diagnostizieren. In diesem Fall ist es akzeptabel. „Nummer sechs, Granger?"
Sie sagte: „Wenn dein Ehemann dein Justin Timberlake Poster nicht mag, nimm es ab und verstecke es irgendwo, wo er es nicht sehen kann." Er funkelte sie an und schrieb: ‚Nimm das Poster des hübschen Jungen runter, oder riskiere deine Schranktür zu verlieren'. Sie schaute sich an, was er geschrieben hatte und sagte: „Ändere das einfach zu ‚Sei einfühlsam bezüglich der Ansichten deines Partners'."
„Nummer sieben ist, iss niemals einen Kuchen im Regen", sagte er.
„Was?", lachte sie.
„Das ist ein guter Rat", sagte er. „Die Sahne schmilzt und der Kuchen wird pampig."
„Wie hilft das für eine perfekte Ehe?", fragte sie.
„Das tut es nicht, es sind nur Worte der Weisheit", antwortete er. Sie nahm ihm das Pergament weg und ließ mit ihrem Zauberstab die Nummer sieben verschwinden, die er gerade geschrieben hatte. Sie schrieb stattdessen: „Renn nicht ohne Erklärungen davon."
„Das ist ein bisschen besser, als das mit dem Kuchen", gab er zu. Er nahm das Pergament von ihr und sagte: „Lass uns noch mindestens drei weitere ausdenken, damit wir zehn haben."
Sie saßen weiter auf der Schaukel und sie legte ihren Kopf auf seine Schulter. Schließlich sagte sie: „Genieße die kleinen Momente im Leben, denn das sind diejenigen, an die du dich am meisten erinnern kannst."
„Das ist nett. Vielleicht ein wenig zu süß, aber definitiv würdige Worte für eine Glückwunschkarte", sagte er. Er schrieb das auf und fügte seinen eigenen kleinen sentimentalen Text hinzu. „Ich habe Nummer neun. Denk dir keine Spiele aus, um deine Ehe frisch und neu zu halten."
Sie mochte diesen nicht wirklich, aber sie beließ es dabei. Sie fragte: „Hast du noch einen, damit es genau zehn sind?"
„Das habe ich", sagte er. Er schrieb etwas auf, faltete das Pergament und steckte es in seine Tasche.
„Was hast du geschrieben?", fragte sie.
„Oh, ich werde dich das später sehen lassen", sagte er. Er legte seinen Arm um sie. „Ich möchte nicht wieder auf Arbeit gehen, Hermine, aber wenn du willst, dass ich es tue, werde ich es tun, wenn das unsere Ehe rettet."
„Es ist nicht so, als ob unsere Ehe am seidenen Faden hängt, Malfoy. Das ist nicht so wichtig. Wie dem auch sei, ich werde wieder zur Arbeit gehen und so haben wir ein wenig Zeit getrennt von einander. Ich denke, ich werde noch eine Woche warten und dann zurück gehen."
„Okay und während wir beide nächste Woche von der Arbeit frei haben, können wir uns ein Haus suchen. Irgendwas kleines, vielleicht sieben Schlafzimmer, sechs Bäder und fünf Garagen", sagte er.
Sie lachte, doch er meinte es ernst. „Wie wäre es mit vier Schlafzimmern und drei Bädern?", fragte sie.
„Wie sollen wir mit nur drei Bädern auskommen? Ehrlich mal, Granger, wir sind nicht arm. Es gibt keinen Grund, wie Sozialhilfeempfänger zu leben", sagte er.
„Ich habe an etwas wie das Haus meiner Eltern gedacht", erklärte sie.
„Wie ich gesagt habe, es gibt keinen Grund, wie Sozialhilfeempfänger zu leben", sagte er wieder, mit einem Grinsen. „Und ich werde es meinen Eltern erklären. Ich denke, sie werden es verstehen und es akzeptieren. Abgesehen davon werde ich dafür verantwortlich machen, also ist alles gut."
„Da bin ich sicher", sagte sie. „Lass uns noch was anderes entscheiden. Wir werden einen Freitag im Monat zum Abendessen bei deinen Eltern gehen und einen Freitag zu meinen Eltern. Die anderen beiden Freitage werden unsere Date-Nächte sein."
„Ich habe vor, jeden Tag ein Date mit dir zu haben, und auch jede Nacht", erklärte er. „Was ist mit Folgendem? Die Ferien werden auch schwer. Ich sage, wir verbringen Weihnachten abwechselnd bei jeweils einem Elternpaar. Der Weihnachtsabend gehört aber uns und wir werden den zweiten Weihnachtsfeiertag zu beiden gehen."
„Das klingt vernünftig", sagte sie. „Das wird gut funktionieren."
„Nun zu den Kindern", sagte er. „Wir haben an dem Wochenende, an dem wir geheiratet haben, bereits entschieden, dass wir vier Kinder wollen. Hast du das ernst gemeint oder warst du nur noch in Sextase?"
Sie lachte und sagte: „Ich habe das ernst gemeint, aber wir werden darüber wahrscheinlich nicht genauso viel Kontrolle haben, wie über die anderen Dinge. Was passiert, passiert."
„Wann möchtest du anfangen?", fragte er und wackelte mit seinen Augenbrauen.
„Wir haben nichts gemacht, um sicherzustellen, dass nichts passiert, also haben wir bereits angefangen und das ist in Ordnung für mich. Was denkst du?", fragte sie.
„Es ist verbesserungsfähig", sagte er mit einem Grinsen. „Ich habe gedacht, ich will dich ganz für mich selbst, aber ich hätte nichts dagegen, wenn ein kleiner Granger Malfoy hier rum rennt. Solange er meine Haare hat, worauf ich bestehe, Hermine, und da werde ich auch kein Stück nachgeben."
„Gut, deine Haare und meinen Verstand", sagte sie.
„Die Mädchen können deine Brüste haben", lachte er.
„Die Jungs würden komisch aussehen mit meinen Brüsten", sagte sie. Sie kicherte. Er starrte sie an. „Komm schon, lach wenigstens darüber. Das war lustig! Ich habe auch meine heiteren Momente!"
„Zuerst einmal benutzen Menschen mit einem guten Sinn für Humor nicht Wörter wie ‚Heiterkeit' und zweitens war er gut", sagte er. Er zwickte sie in den Arm.
„Autsch", sagte sie.
Er nahm ihre Hand und küsste diese. „So, ein neues Haus, geteilte Ferien, Kinder und Mädchen mit Brüsten, aber nicht, bevor sie erwachsen und aus dem Haus sind", zählte er auf. Sie rollte mit den Augen. „Was noch, Granger?"
„Vielleicht könnten wir immer noch unser Buch schreiben, aber mehr für uns als alles andere. Ich denke, das würde Spaß machen. Eine richtig lustige Zeit, denkst du nicht?", fragte sie.
„Ja, das tue ich." Er begann sie höher zu schaukeln.
„Wenn ich mit dir nicht auf die Hochzeitsfeier gekommen wäre, was hättest du dann gemacht? Hättest du mich trotzdem später um ein Date gebeten?", fragte sie.
Darüber hatte er wirklich nachgedacht. Er hatte in den letzten beiden Wochen eine Menge darüber nachgedacht und auch, bevor sie geheiratet hatten. Auch wenn das Wochenende von Rons Hochzeit das erste Mal gewesen war, wo er sie seit drei Jahren offiziell gesehen hatte, hatte er sie jahrelang hier und da bei verschiedenen Veranstaltungen gesehen. Er hatte sie heimlich angesehen. Er hatte aber nie den Mut gehabt, zu ihr zu gehen und mit ihr zu reden. Dann vor zwei Wochen, als er auf sie vor der Kapelle gewartet hatte, hatte er all seinen Mut zusammen nehmen müssen, um draußen auf sie zu warten. Er hatte nicht einmal gewusst, was er zu ihr sagen sollte. Der einzige Grund, warum er überhaupt zu dieser dummen Hochzeit gekommen war, war die Hoffnung, sie zu sehen und die Hoffnung, dass er sie um ein Date bitten könnte.
Er hatte gewusst, dass er vorsichtig mit ihr umgehen musste. Er hatte gewusst, dass sie wegen Wiesels Heirat leiden würde, aber das kümmerte ihn nicht. Er hatte wirklich lange genug gewartet. Draco Malfoy bekam grundsätzlich, was er wollte und das normalerweise mit Leichtigkeit. Die Dinge kamen normalerweise zu ihm; er kaufte sie sich oder sein Vater besorgte sie für ihn. Er hatte wirklich niemals in seinem Leben für etwas arbeiten müssen. Aber er hatte gewusst, bei Hermine Granger musste er hart arbeiten, um sie für sich zu gewinnen. Er hatte in seinem Kopf alles bereits vor diesem Tag sorgfältig geplant.
Hätte er sie um ein Date gebeten? Zur Hölle, ja. Er hatte gedacht, dass sie vielleicht nach der Hochzeit bleiben und mit ihm reden würde. Er hatte gedacht, dass er sie vielleicht überreden konnte, mit ihm einen Kaffee trinken zu gehen. Und ein paar Tage später hätte er sich vielleicht ‚versehentlich' bei der Arbeit verletzt und nach St. Mungos gehen müssen, wo er sie als Heilerin gehabt hätte. Da hätte er liebenswert und süß sein und sie um ein Date bitten können.
Er hatte gedacht, dass sie das erste Mal ‚nein' sagen würde, deshalb hätte er noch einmal zur Kontrolle zurückkommen oder sich noch einmal verletzten müssen und dann wäre er beim zweiten Mal unglaublich witzig gewesen und sie wieder um ein Date gebeten. Sie hätte sich bedrängt gefühlt aber schließlich zugestimmt. Er hatte gedacht, dass sie vielleicht beim ersten Mal absagen würde.
In diesem Fall war er darauf vorbereitet, ihr Blumen und ein paar wirklich seltene Bücher zu schicken, vielleicht eine seltene Ausgabe von ‚Eine Geschichte Hogwarts'', auch wenn so etwas wie das eine Million Galeonen gekostet hätte. Sie wäre das wert gewesen.
Danach hätte sie zugestimmt, mit ihm auszugehen. Sie hätten ein wundervolles erstes Date gehabt; er hätte sogar versucht, sie zu küssen. Es wäre einfach ein nettes, süßes, romantisches Date gewesen. Am nächsten Tag hätte er sie angerufen und sie gefragt, ob er zu ihr kommen könnte. Da er Angst gehabt hätte, dass sie zu viel von ‚Draco' bekam, wäre er nur ein paar Minuten bei ihr geblieben und hätte einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Er hätte noch ein paar Tage gewartet, aber damit sie wusste, dass er sie nicht vergessen hatte, hätte er ihr jeden Tag eine kleine Nachricht geschickt, nichts unverschämtes, nichts angeberisches, nichts Grusliges.
Beim zweiten Date hätten sie irgendwas draußen gemacht, so ein Alle-Tage-Date. Er hätte vielleicht ihre Hand gehalten. Er hätte kleine Entschuldigungen gefunden, sie anzufassen. Um ihr einen Grashalm aus dem Haar zu nehmen, ihren Arm schlagen, wenn sie einen Witz machte (Woher hatte er gewusst, dass sie Sinn für Humor hatte?), und vielleicht der alte ‚du hast eine Wimper auf deiner Wange' Trick, bei dem er versuchte, sie zu entfernen. Das funktionierte immer.
Er hätte sie wieder um ein Date gebeten, ihr drittes Date, und sie hätte angeboten, zu Hause für ihn zu kochen. Er hätte eine nette Flasche Wein mitgebracht. Sie hätten sich geküsst und es wäre fantastisch gewesen. Sie hätten die ganze Nacht auf dem Sofa verbracht und über ihre Hoffnungen und Träume gesprochen. Sie würden sich wegen ihrer Vergangenheit entschuldigen. Es würde nach Mitternacht werden und er hätte ihr schließlich gesagt, dass er gehen musste. Sie hätte ihn zur Tür gebracht und er hätte sie in seine Arme gezogen und sie mit einer unglaublichen Fähigkeit (hust, hust) und Leidenschaft geküsst.
Sie hätte in angerufen und das vierte Date initiiert. Sie hätte wahrscheinlich zu einer Show, einem Museum oder einer Kunstausstellung gehen wollen. Er wäre überall mit ihr hingegangen, egal wie langweilig. Er hätte sie danach zu sich nach Hause gebracht und sie hätten sich auf seiner Couch geküsst. Er hätte noch immer nicht auf Sex gedrängt. Nicht mit ihr. Er hätte nicht riskiert, sie zu verlieren. Er hätte auf sie gewartet.
Danach hätte er improvisiert. Er hatte gedacht, nachdem sie vielleicht für zwei Wochen miteinander ausgegangen waren, könnte er sie für ein Wochenende weg einladen. Wenn sie ja gesagt hätte, wäre sie bereit gewesen für Sex. Ihr erstes Mal wäre wunderbar gewesen. Zur Hölle, ihr erstes Mal war wunderbar gewesen.
Ja, er hatte das zu Anfang alles geplant. Er hatte Hintergedanken gehabt, seit der Sekunde, in der er gehört hatte, dass sie zu der Hochzeit gehen würde und er seine Zusage geschickt hatte. Auch wenn es nicht ganz so funktioniert hatte, wie er geplant hatte, war es besser geworden, als er gehofft hatte. Er fühlte sich deswegen nicht betrogen, denn alles was er gewollt hatte, war passiert, nur ein wenig anders und schneller, aber zehnmal besser.
Deshalb sagte er: „Darüber habe ich nicht viel nachgedacht, aber ich hätte dich vielleicht um ein Date gebeten. Ich hätte es vielleicht getan."
Bill kam aus dem Haus und fragte: „Ist euer Date vorbei? Wir haben drinnen eine Überraschung für euch."
„Ich liebe Überraschungen", sagte Hermine mit einem Lächeln.
Draco beugte zu hinüber, küsste sie auf die Wange und sagte: „Ich habe später auch eine Überraschung für dich." Sie zwinkerte ihm zu und er lächelte. Er sprang von der Schaukel, ähnlich wie er vor zwei Wochen von der Schaukel gesprungen war, doch statt die Schaukel mit ihr herumschwenken zu lassen, wie beim letzten mal, legte er seine Hände auf die verrosteten Ketten und hielt sie sofort an.
„Danke", sagte sie. Sie stand auf und er nahm ihre Hand.
Sie gingen ins Haus und waren überrascht von dem, was sie sahen.
Regeln für eine perfekte Ehe
Von
Draco A. Malfoy und
Hermine J. Granger Malfoy
1. Hab eine Menge großartigen Sex!
2. Die Frau (in diesem Fall, Hermine) hat immer Recht.
3. Zu viel weinen, könnte dafür sorgen, dass du ertrinkst.
4. Wenn du ein Wichser sein willst, lass das deinen Ehepartner nicht hören.
5. Küss nicht den Nacken deiner Frau, während sie Salat macht (es sei denn, sie hat Diabetes und es hilf, das zu diagnostizieren. In diesem Fall ist es akzeptabel).
6. Wenn da etwas ist, was dein Ehepartner nicht mag, sei sensibel seiner Ansicht gegenüber (Oder: Wirf das Poster des hübschen Jungen weg oder bereite dich darauf vor, eine Schranktür zu verlieren.)
7. Renn nicht ohne Erklärung davon.
8. Schätze die kleinen Momente im Leben, denn sie neigen dazu, am meisten zu bedeuten (schmalzig aber wahr)
9. Denk dir kleine Spiele aus, um die Ehe frisch und neu zu halten.
10. Liebt einander einfach und vergesst es nie.
