Kapitel 35: Wie man zum Schlafen bewegt

-HG-

Erschrocken fuhr sie herum und prallte beinahe gegen seine Brust. Seit wann war er da? Sie konnte ihn beim Reingehen nicht übersehen haben und er war eindeutig nicht vor ihr gewesen. Sie beschloss sich normal zu verhalten. ,, Und wie war dein Einkauf?´´, fragte sie so normal es ihr möglich war und konnte dennoch ein leichtes Zittern nicht unterdrücken. Mit ihren Armen versuchte sie die schlammigen Flecken auf ihrer Kleidung zu verdecken. Sie hoffte, dass er es einfach nicht bemerken würde. Am liebsten würde sie sich in seine Arme schmeißen und alles erzählen. Alles was sie so sehr verwirrte. Dass sie vielleicht alle in Gefahr schwebten und dass was Mulciber gesagt hatte. Sie konnte und durfte es nicht. Es würde sein Vertrauen zu ihm brechen. Schließlich hatte sie sich der Gefahr bewusst ausgesetzt. Er betrachtete sie einfach nur. Lange herrschte Stille, in der sie einfach sich gegenüber standen. Sie hatte das Bedürfnis sich zu bewegen, doch wagte es nicht. Er wusste es doch. ,, Gut´´, kam seine Antwort schlicht und er ging einfach an ihr vorbei, in sein Labor. Zweifelnd sah sie ihn hinterher. Seine Gesichtszüge waren so ausdruckslos gewesen und doch hatten seine Augen verraten dass es in ihm anders aussah. Sie ging zum Sessel und war froh dass er weder das Buch noch den Umhang gesehen hatte. Sollte sie ihm hinterhergehen? Eigentlich sollte sie, doch sie wusste dass es nichts bringen würde und setzte sich. Sie nahm das Buch unentschlossen in die Hände. Sie hatte Angst davor, was sie erfahren würde und doch musste sie es erfahren. Vorsichtig schlug sie das Buch auf und blätterte zum Kapitel, das mit einer Zeichnung anfing. Eine riesige Schlange mit zwei entblößten Stoßzähnen. Harry hatte ihr schon beschrieben wie der Basilisk ausgesehen hatte und sie fand dass das Bild seinen Erzählungen entsprach. Es half alles nichts, sie musste lesen.

Der Basilisk-der Vernichtende Der Basilisk ist eine giftgrüne Schlange, die bis zu 15 Meter lang werden kann. Sein Kopf ist mit einer scharlachroten Federfahne versehen. Neben den tödlich giftigen Fangzähnen hat er große gelbe Augen, mit welchen er seine wahllosen Opfer sofort tötet. Wegen der unausweichlichen Todesgefahr, die Basilisken für alle in ihrer Umgebung bedeuten, ist es schon seit dem Mittelalter verboten, sie zu erzeugen oder zu züchten. Sie sind durch Parselmünder kontrollierbar. Das Krähen eines Hahns ist für Basilisken tödlich, denn dagegen ist er machtlos. Sie entstehen normalerweise nur dann, wenn eine Kröte ein Hühnerei ausbrütet. Bislang wurden jedoch schon Fälle dokumentiert, bei denen ein Basiliskenjunges aus einen Basiliskenei geschlüpft ist. Dies ist bisher erst wenige Male innerhalb von 1000 Jahren passiert. Die Blicke eines noch jungen Basilisken sind weder tödlich noch anders gefährlich. Jedoch konnte noch nicht erforscht werden ab wann sich dies ändert. Seine Zähne beinhalten schon im frühen Alter tödliches Gift. Besonders die Jüngeren sind leicht beeinflussbar und leicht in Pasel zu beeinflussen. Auch bei kleinen Basilisken gilt das Gesetz, das diese getötet werden müsse, da sie nach einigen Monaten unkontrollierbar und tödlich für jeden werden.

Der Artikel hatte Hermine im Allgemeinen etwas beruhigt. Also war es möglich dass der Basilisk ein Junges war. Aber für ihr Vorhaben hieß es nichts Gutes. Zwar waren die kleineren Wesen nicht unbedingt tödlich, aber sie wussten auch nicht wie weit er schon entwickelt der in der Kammer war. Wenn er seinen Blick schon entwickelt hatte, würde es nicht nur für sie sondern bald für das ganze Schloss gefährlich werden. Wenigstens konnte Harry Pasel. Vielleicht würde das entscheidend sein. Sie klappte das Buch zu und schob es mit dem Umhang zusammen unter den Sessel. Würde Snape das Buch finden wäre es bei weiten nicht so schlimm wie bei den Umhang. Er war immer noch in seinem Labor, was nicht ungewöhnlich war, doch das es so ruhig war schon. Hermine wollte schon nach ihm sehen, als sie an sich herunterschaute. Der Schlamm bedeckte ihre Kleidung. Sie musste unbedingt duschen! Suchend ging sie in sein Schlafzimmer und zog die Tür auf, die sie für die Badezimmertür hielt. Sie behielt Recht. Es war klein, doch gemütlich und mit goldenen Schlangen verziert. Was hätte man anderes erwartet? Nichts. Sie ging zu der Dusche und ließ das Wasser warm laufen, während sie ihre Kleidung von ihren Körper strich. Handtücher und ein schwarzer Mantel waren sorgfältig neben den Waschbecken geordnet. Langsam stieg sie unter das warme Wasser. Sofort fühlte sie sich entspannter und direkt wohler. Si spürte förmlich wie der Dreck von ihrem Gesicht verschwand und die angestaute Kälte aus ihren Gliedern verschwand. Kurz dachte sie daran wie es wohl wäre wenn er jetzt mit ihr hier wäre. Allein der Gedanke an seinen nackten Körper erregte sie so sehr das sie fühlte wie ihr Unterleib aufging. Schnell drehte sie das Wasser ab, ehe sie den Gedanken noch vertiefen konnte. Sie schnappte sich ein Handtuch und trocknete sich und ihre Haare sorgfältig ab. Den Mantel legte sie locker um ihren nackten Körper und band ihn mit locker mit den Gürtel dafür zu. Eigentlich hätte sie erwartet das er mittlerweile im Wohnzimmer saß, als sie dorthin tapste, doch es war noch immer leer. Sie entschloss nach ihn zu sehen und schlich zu der Tür des Labors. Sein Anblick ließ sie erstarren. Er hatte sich mit den Händen an einer Theke abgestützt und sein Kopf war vornübergebeugt. Er bewegte sich nicht einmal als sie sich räusperte. War es ihre Schuld? Entschlossen ging sie auf ihn zu und legte ihre Hand auf seinen Rücken. ,, Severus´´, flüsterte sie, doch bekam keine Antwort. Keine Bewegung. ,, Severus, sag mir was los ist´´, flehte sie und beute sich ein wenig vor, wobei ihr Mantel ein klein wenig verrutschte, doch er bleib starr stehen. Sie blieb bei ihm stehen und versuchte es immer wieder, doch es wurde ihr zu viel. Wenn er nicht wollte, dann würde sie es lassen. Sie drehte sich um und wollte gehen, doch er brach die Stille. ,, Nicht´´, kam es leise. Sie drehte sich um. Er hatte sich aufgerichtet und kam auf sie zu. Direkt vor ihr blieb er stehen und strich sanft über ihre Wange. Es reichte aus um ihr eine Gänsehaut zu verpassen. Sein Blick hing an den Bademantel herunter und wieder herauf. Vorsichtig richtete er den Stoff, der ihr an der Schulter verrutscht war. ,, Hermine, ich drehe durch. Es kontrolliert mich noch immer´´, seine Verzweiflung war zu hören. ,, Was?´´, fragte sie, doch er schaute sie nur an. Was kontrollierte ihn? Er zog sie in eine Umarmung und sie legte ihren Kopf einfach ruhig auf seine Brust. Das war die Gelegenheit um ihn zum Schlafen zu bewegen. Sie fühlte sich schlecht als sie seinen Zustand ausnutzte, doch sie konnte nicht anders. ,, Komm mit´´, flüsterte sie und löste sich aus seiner Umarmung, führte ihn aber am Arm in sein Schlafzimmer. ,, Ich bin müde. Ruh dich auch aus´´, bat sie ihn und er legte sich auf das Bett. Mit einem Wink schaltete sie das Licht aus und legte sich neben ihm. Sie rückte zu ihm und kuschelte sich an ihn. Ihr Atem wurde gleichmäßig. Er sollte schließlich denken, dass sie schlafen würde. Minuten vergingen, doch sie merkte dass er nicht schlief. Irgendwie musste sie es doch hinkriegen das er schlief. Sie wusste nicht wie spät es war und wollte deshalb so schnell wie möglich gehen, aber das war nicht möglich so lange er noch wach war. ,,Hermine, du kannst nicht schauspielern´´, seine raue Stimme erklang direkt neben ihren Ohr. Mist! Sie wälzte sich so herum dass sie sein Gesicht sah, wobei der Stoff sich wieder leicht verrutschte, so dass ihre Brust frei war. Sie spürte wie Severus Hand kurz ihre warme Haut berührte, eher er sie zischend wegnahm. ,, Hatte ich nicht vor. Ich kann nicht schlafen´´, gab sie zurück. Selbst durch die Dunkelheit meinte sie einen skeptischen Blick auf sich zu spüren. Wie konnte sie ihn nur zum Schlafen bekommen? Eine Sache fiel ihr ein, doch sie wusste nicht ob sie dafür schon weit genug war. Außerdem wollte sie nicht, dass es nur deshalb geschah. Zweifelnd wägte sie ab. Schließlich waren sie schon hier und sie konnte nicht verleugnen das es sie erregte leicht bekleidet neben ihn zu liegen. Sie verdrängte alles aus ihren Gedanken. Sie würde es nicht deshalb tun. Sie wollte es auch so. Vorsichtig lehnte sie sich zu ihm rüber und küsste ihn sanft. Es war kein Kuss wie die anderen, die nach wenigen Sekunden aufhörten. Er war leidenschaftlich und ihre Hand griff automatisch nach seinem Haar. Leise stöhnte sie in den Kuss hinein. Ihre Zunge berührte seine und ihr Kuss wurde wild. Sie wollte ihn. Sollten die Jungs doch alleine gehen.