Jasper POV
Wir schleppen Edward aus dem Haus und so weit wie möglich weg.
„Hinsetzen." Sage ich zu ihm. Er folgt meiner Anweisung.
„Macht es dir eigentlich Spaß Bella so zu behandeln?" Frage ich.
„Auf jeden Fall habe ich noch keine Ohrfeige von ihr bekommen."
„Weil sie zuviel Angst vor dir hat um es in Erwägung zu ziehen."
„Sie hat Angst vor mir? Ihr wolltet sie doch verführen. Welchen Trick hast du bei ihr angewendet um ihr Vertrauen wieder zu erlangen und sie ins Bett zu bekommen?"
„Ich denke Bella hat sich heute Nacht sehr wohl gefühlt in Jaspers Bett." Sagt Emmett. „Und sie hat kein einziges Mal deinen Namen gesagt."
Ich spüre Edwards Wut und Hass.
„Das würdest du gern wissen oder Edward? Die Antwort ist Wahrheit. Und falls es dich beruhigt, die Ohrfeige habe ich nicht wegen deiner Notiz bekommen, denn diese hat Bella nicht für eine Sekunde geglaubt. Ich war so dumm und wollte die Schuld auf mich nehmen, ich dachte ich könnte damit Bella helfen." Sage ich.
„Ihr habt ihr erzählt, dass ihr sie verführen wolltet?"
„Und darin liegt dein Problem Edward, du hast Sachen in das Gespräch hineininterpretiert die nicht da waren. Ja wir wollten Bella verführen, verführen mal etwas zu tun was sie sonst nicht tun würde aber dabei meinten wir nicht Sex. Wir wollten dass sie im Urlaub mal was macht, was sie sonst nicht machen würde, etwas abenteuerliches, wo auch ein Tick Risiko dabei ist, das war unsere Wette, wer kann Bella zu etwas überreden, wie Kaltwassertauchen, Wildwasserfahren."
„Das ist das alles viel zu gefährlich."
„Sitzen bleiben." Schreie ich ihn in Befehlston an. „Und da liegt dein Problem, du willst sie beschützen und sperrst sie dabei in einen goldenen Käfig ein. Bella das ist zu gefährlich, Bella dies ist zu gefährlich. Wie soll sie das menschliche Leben kennen lernen wenn du ihr alles verbietest und ausredest. Nehmen wir als Beispiel diese Zipline Tours, Carlisle hat die Reservierung erst gemacht, als wir ausprobiert haben, was diese Seile aushalten. Wir haben uns in der Nacht hingeschlichen und haben es ausprobiert. Auch wenn sie ein maximales Gewicht angeben, so halten die Leinen wie mehr aus. Die Gurte können bis zu zwei Tonnen tragen. Und du glaubst nicht wie viel Spaß sie dabei hatte."
„Mehr oder weniger als wir ihr die Bären und den Puma gezeigt haben?" Fragt Emmett.
„Ihr habt was?"
„Wir haben ihr nur die Fauna in British Columbia gezeigt." Sagt Emmett. „Und sie hatte dabei viel Spaß gehabt."
„Ihr seit doch Irre, Bella einer solchen Gefahr auszusetzen, wenn…"
„Es gab aber kein wenn und auch kein aber. Bella war nie in Gefahr, wir waren zu zweit. Wir haben sie stets mit unseren Körpern verdeckt, falls der Puma hätte angreifen wollen."
„Ihr seit so was von fahrlässig."
„Und du bist neidisch und eifersüchtig." Sage ich.
„Bella liebt mich."
„Ja das tut sie noch." Sage ich. „Und ihr zerreist es bald das Herz."
„Was?"
„Bella liebt dich und sie weiß dass du nur das Beste für sie willst, deswegen versteht sie nicht, warum du, gerade du sie in Gefahr gebracht hast. Vor allem jetzt, nachdem sie den Zettel gelesen hat, mit deiner Wahnvorstellung, dass wir sie verführen wollten. Du hättest nicht bis auf Sichtweite zu uns kommen müssen, du hättest sie auch von weiter weg beschützen können, du warst ja die ganze Zeit in meinen Gedanken."
„Weiß du was ich am lustigsten finde Edward?" Fragt Emmett. „Bella war im Jeep als wir dich getroffen haben."
„Sie war was, das hätte…"
„Hättest du, wenn du nicht so arrogant und von dir selbst überzeugt gewesen wärest. Du bist ja nicht mal auf die Idee gekommen, dass sie dir widersprechen könnte, dass sie weglaufen könnte. Weglaufen vor dir. Weißt du was ihr Plan war? Sie wollte trampen bis nach Forks, das nenn ich gefährlich."
„Ich dachte der intensivere Geruch von ihr kommt durch den Regen und davon dass ihr soviel Zeit mir ihr verbracht habt."
„Obwohl man muss ihm zu Gute halten, dass Bella nur in Slips und unseren Jacken bekleidet im Auto saß." Ich denke Emmett möchte es auf einen neuen Angriff von Edward anlegen.
„Sie war…"
„Sie war bis auf die Haut durchnässt, ihre Lippen fingen an blau zu werden und sie war sturer als jeder Esel. Aber irgendwie haben wir es geschafft, dass sie ihre nassen Sachen auszieht. Oder wäre es dir lieber gewesen, wenn sie sich eine Lungenentzündung eingefangen hätte?"
„Nein. Ihr wolltet sie nie Verführen?"
„Nicht sexuell. Sie ist unsere kleine Schwester, versteh das doch. Wir wollen dass sie Spaß hat, ihr menschliches Leben auskostet." Sagt Emmet.
„Ich liebe Alice, genauso wie Emmett Rosalie liebt und wir würden sie nie betrügen. Beide haben uns ja teilweise dazu angestiftet, ihr zu helfen. Oder glaubst du ich hätte Bella massiert, wenn ich nicht zuvor die Zustimmung von Alice gehabt hätte. Rosalie hat ihr Essen und einen Schlafsack in die Höhle gebracht."
„Sie hat in einer Höhle geschlafen, aber… und du, du hättest ihr weh tun können beim massieren."
„Ja, sie hat in einer Höhle geschlafen und zwar auf meinen Schoß, und falls es dich beruhigt, wir waren nur weniger Kilometer vom Haus entfernt." Sagt Emmett.
„Und ich, ich denke ich bin neben Carlisle der einzigste, der weiß wie man Menschen anfassen kann ohne ihnen weh zu tun. Auch wenn das für dich schwer vorstellbar ist und du in mir nur das blutrünstige Monster siehst. Früher habe ich die Frauen nach allen nur erdenklichen Methoden verwöhnt, bevor ich sie getötet habe. Auch wenn es mir nicht einfach fällt, Bellas lockenden Duft zu widerstehen, so weiß ich trotzdem wie ich sie berühren muss ohne dass sie Verletzungen davon trägt." Auch wenn es schmerzhaft für mich ist an diese früheren Zeiten zu denken, so rufe ich mir trotzdem Erinnerungen hoch, die zeigen, wie ich diese Frauen behandelt habe. „Bella ist Alice beste Freundin, glaubst du wirklich, dass Alice sie irgendeiner Gefahr aussetzten würde? Alles was wir wollten war ihr zu zeigen, dass es Wege aus diesem goldenen Käfig gibt. Sie hat dir immer vertraut, selbst in Zeiten wo du dir selbst nicht vertraut hast, doch dieses Vertrauen hast du jetzt tief erschüttert und auch das Vertrauen was wir dir immer entgegen gebracht haben, hat einen Riss." Erkläre ich ihm.
„Ich habe Mist gebaut."
„Definitiv." Sagt Emmett.
„Ich hätte sie fast getötet."
„Lässt sich nicht abstreiten."
„Ich bin ein Idiot."
„Einsicht ist der erste Weg zur Besserung." Sagt Emmett.
„Was soll ich jetzt tun?"
„Du musst ihr Vertrauen wieder gewinnen und die Wahrheit ist, wir hoffen, dass Bella es dir nicht zu einfach machen wird." Sage ich. Wir lassen Edward sitzen und laufen zum Haus zurück.
„Und was denkst du, wird er jetzt machen?" Fragt mich Emmett.
„Hoffentlich über den Blödsinn den er angestellt hat, nachdenken." Sage ich. „Und du bist dir sicher, dass es eine gute Idee ist, das Haus zu betreten?"
„Ihr könnt das Haus betreten, die drei Damen sind ins nach Port Angeles gefahren ins Kino." Ruft Esme uns zu.
Emmett läuft zur Garage.
„Gut, dann kann ich mir wenigsten meine Sachen für die nächsten Tage in mein… Rosalie." Schreit Emmett aus vollem Hals.
Ich kann mir kaum noch das Lachen halten.
„Was haben sie nur mit meinem Baby gemacht." Emmett läuft mehrmals um sein Auto und betrachtet es. Und ich fühle fast ein bisschen mitleid mit ihm. Überall auf seinem Auto befinden sich rosa Herzchen.
Und ich kann sie spüren, bevor ich die drei hören kann, als sie aus dem Wald kommen.
„Rosalie es tut mir leid." Sagt Emmett nur, während er sich auf den Boden vor seinem Auto sinken lässt.
„Mir nicht." Sagt Rosalie nur. „Und jetzt, jetzt lasst uns fahren, Esme möchtest du mit."
„Ich komme." Sagt sie und zieht sich in Sekundenschnelle um.
„Jasper, kannst du mir sage, wie ich die Farbe wieder vom Auto bekomme."
Ich gehe bis zum Auto um mir das Werk der drei besser anschauen zu können.
„Das ist Lackfarbe. Das bekommt man nicht so einfach wieder runter."
Ich klopfe Emmett freundschaftlich auf den Rücken und gehe dann ins Haus. Hier kann ich nicht helfen.
„Und wie ist euer Gespräch mit Edward gelaufen?" Will Carlisle wissen.
„Er hat gestanden Mist gebaut zu haben und hat sich selber Idiot genannt."
„Das ist ja mal ein Fortschritt." Sagt Carlisle fast lachend.
„Zumindest ist er ins Grübeln gekommen."
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Ein kleines Update, wir haben Internetzugang in unserem Ferienhaus, aber mehr hab ich noch nicht geschafft.
