Vielen Dank an alle Reviewer.

Hier das nächste Kapitel. Wenn alles gut geht kommt auch schnell das nächste. Ist auch schon fertig geschrieben.


Kapitel 36 – Maison Dumbledore

Hermine erstarrte, als sie die Gestalt ihres ehemaligen Schuldirektors erkannte. Er schien sich auf den ersten Blick überhaupt nicht verändert zu haben. Fünf Jahre hatte sie Dumbledore nicht mehr gesehen. Direkt nachdem Harry Voldemort in die Hölle geschickt hatte, nahm der Professor seinen Abschied. Keiner wusste warum. In seinem Rücktrittsschreiben an das Ministerium und den Schulrat stand lediglich etwas über schwere Fehler während seiner Amtszeit und dass er sich nicht in der Lage fühlte, weiter junge Leute zu leiten und zu führen. Natürlich hatte Hermine bei ihren Nachforschungen um Harrys Verschwinden auch eine Beteiligung des Schulleiters in Betracht gezogen. Diese Spur führte aber ins Nirvana, da Dumbledore sich zurückzog, ohne zu hinterlassen wohin. Minerva schien die Einzige zu sein, die den Professor kontaktieren konnte, eine Anfrage Hermines hatte sie aber abschlägig beschieden. Nach allem was sie in den letzten Tagen erfahren hatte, konnte sich Hermine gut vorstellen, was den alten Mann zu seinem Rücktritt veranlasst hatte. Es musste eine bittere Erfahrung für Dumbledore gewesen sein, die zahlreichen Fehler, die er in Bezug auf Harry gemacht hatte, summa summarum präsentiert zu bekommen. Bestimmt hatte Harry dem alten Schulleiter vor oder nach dem Kampf seine Verfehlungen vorgehalten. Sie machte sich geistig eine Notiz, Harry bei nächster Gelegenheit danach zu fragen.

Während Hermine so ihren Gedanken nachhing, musterte sie Ihr Gegenüber. Dumbledore hatte nichts von seiner Ausstrahlung verloren. Gelassen und gütig sah er über seine Halbmondbrille die Besucher an. Aber etwas war anders an seiner Erscheinung. Seinen Augen fehlte das typische Glitzern und Funkeln, seine Haltung war etwas gebeugt. Obwohl es unter seiner klassischen dunkelroten Robe nicht erkennbar war, schien er einiges an Gewicht verloren zu haben.

Nach einem kurzen Moment der gegenseitigen Musterung durchbrach Dumbledore die Stille: „Willkommen in meinem bescheidenen Heim. Ich freue mich, dass Sie drei so pünktlich meiner Einladung gefolgt sind."

Seine Besucher antworteten nur mit einem Nicken. Ein kleines Glitzern kehrte in seine Augen zurück, als sein Blick über Remus und McGonagall schweifte und schließlich bei Hermine hängen blieb.

„Ah, Ms. Granger, ich bin erfreut, Sie zu sehen und auch, dass mich meine Magie noch nicht im Stich gelassen hat. Gehe ich richtig in der Annahme, dass sie bei Ihrem Anliegen einen großen Schritt vorwärts gekommen sind?"

Hermine blinzelte, als ihr bewusst wurde, was Dumbledore mit dieser Aussage bezweckte. Ihr Gesicht verschloss sich und der Professor wandte sich an seine beiden anderen Gäste. Diese konnten im ersten Moment mit der Aussage Dumbledores nichts anfangen und nahmen seine Aufforderung Platz zu nehmen, dankbar an. Nachdem jeder eine Tasse des bereitstehenden Tees in der Hand hatte, räusperte sich McGonagall: „Professor, würden Sie uns bitte den Grund Ihrer überraschenden und ungewöhnlichen Einladung mitteilen? Des Weiteren würde es mich freuen, die Gründe für ihre schnelle und erfreuliche Erholung zu erfahren. Noch vor einigen Tagen waren Sie nicht in der Lage, das Bett zu verlassen."

Remus und Hermine tauschten einen Blick, in welchem deutlich die Überraschung zu lesen war, dass McGonagall scheinbar öfter den alten Professor besuchte.

Dumbledore lächelte angesichts ihrer Ratlosigkeit. „Wie Ihnen spätestens jetzt klar geworden sein dürfte, ist tatsächlich Minerva die einzige Person, die meinen Aufenthaltsort in den letzten Jahren kannte und mich auch aufsuchen konnte."

Sein Gesicht verzog sich und mit schmerzvollem Ausdruck fuhr er fort: „Lassen Sie mich etwas weiter ausholen. Genauer gesagt, bis zu der Zeit, als die Eltern Harry Potters von Voldemort ermordet wurden. Sie alle wissen um die Prophezeiung, die schließlich Voldemort davon überzeugte, Harry Potter zu töten. Ebenso kennen Sie die Geschichte um sein Überleben und seine ersten Jahre in Hogwarts, bis hin zu zur Erfüllung der besagten Prophezeiung.

Was Sie alle nicht wissen...," und damit glitt sein Blick zu Hermine, der er offensichtlich etwas mehr an Kenntnis zuschrieb, „...ist, dass Harry in einem schier unmenschlichen Kraftakt die ganzen Jahre über nicht nur gegen Voldemort, sondern auch gegen mich ankämpfen musste. Nicht persönlich und nicht mit dem Zauberstab, sondern gegen meine Überheblichkeit und Blindheit. Ich war verblendet genug, anzunehmen der Einzige zu sein, der die Macht besaß, Harry anzuleiten die Prophezeiung zu erfüllen. Noch nie ist mir ein so tiefgreifender Irrtum passiert, wie in dieser so lebenswichtigen Sache. Nicht nur, dass ich die Prophezeiung falsch interpretierte, nein, ich habe auch den Jungen falsch geleitet und durch meine Handlungen fast verhindert, dass er letzten Endes siegen konnte. Ich werde Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt die Fehler eines alten Mannes schildern. Vorerst will ich Ihnen nur zur Kenntnis geben, dass der erstaunliche Junge trotz aller Widrigkeiten völlig alleingestellt diese große Aufgabe gemeistert hat.

Dies alles – und ein nachfolgendes Gespräch – hat dazu geführt, dass ich mir erst sehr spät – zu spät - meiner Verfehlungen bewusst wurde. Diesen Schock habe ich nicht verkraftet und mich nicht mehr in der Lage gefühlt, die große Verantwortung als Schulleiter von Hogwarts und als Vorbild für immerhin 600 Schüler zu übernehmen. Deshalb hatte ich die Leitung von Hogwarts Professor McGonagall in die Hände gelegt und mich zurückgezogen. Dass meine seelische Verfassung und mein Schuldbewusstsein mich auch körperlich schwächte, war nur eine logische Folge."

Hermine, die sich auf Grund ihres Vorwissens nun eine genauere Vorstellung der Vorgänge bilden konnte, schwankte zwischen Wut auf den Schulleiter und Mitleid mit dem alten, am Boden zerstörten Mann.

Remus, der ebenfalls ziemlich wütend war, sprach als erstes: „Professor, weshalb erzählen Sie uns das? Und warum sind wir hier?"

„Um das zu erklären, möchte ich Ihnen eine Erinnerung zeigen. Minuten, nachdem Harry Potter Voldemort zu Fall gebracht hatte, suchte er mich auf den Gründen von Hogwarts auf, als ich noch dabei war, zu verstehen, was hier passiert war. Er packte mich am Arm und apparierte mit mir gegen meinen Willen ins Schulleiterbüro."

Es war dem alten Mann anzusehen, dass er auch Jahre später noch daran zu knabbern hatte, dass ihn jemand gegen seinen Willen in eine Apparation einbeziehen konnte, und das auch noch in Hogwarts, welches eigentlich gegen jede Art der Apparation geschützt sein sollte. Auch Remus und McGonnagal tauschten schockierte Blicke, nur Hermine lächelte wissend in sich hinein. Der aufmerksame Blick des ehemaligen Schulleiters entging ihr dabei völlig.

Dumbledore deutete auf eine kunstvoll verzierte Schale auf dem Tisch, in welchem eine träge Flüssigkeit leicht bläulich leuchtete. „Nun, ich habe das darauf folgende Gespräch – wenn man es denn ein Gespräch nennen kann – in dieses Denkarium gelegt. Ich möchte, dass sie sich dieses ansehen. Es würde mich zu sehr aufwühlen, davon zu erzählen. Ich habe jedoch die dringende Bitte, niemandem, ich wiederhole, niemandem Unbeteiligten davon zu erzählen."

Wieder fand sein Blick Hermines Augen und wieder hatte sie das Gefühl, dass Dumbledore mehr wusste als er eigentlich sollte. ‚Niemandem Unbeteiligten? Harry war nicht unbeteiligt. Also konnte sie es ihm erzählen.' dachte Hermine bei sich und glaubte ein unmerkliches Nicken Dumbledores zu erkennen.

Der ehemalige Schulleiter schwenkte seinen Zauberstab und eine Leuchterscheinung trat aus dem Denkarium und füllte die Luft über dem Tisch. Langsam formte sich das nur zu bekannte Schulleiterbüro aus dem leuchtenden Nebel.

Plötzlich erschienen zwei wohlbekannte Personen im Raum, wovon die eine die andere fest am Arm gepackt hielt. Es waren natürlich Harry und Dumbledore, wobei letzterem die Verwirrung über den plötzlichen Ortswechsel anzusehen war. Harry schubste den Schulleiter respektlos in einen Sessel. Dann packte er die Armlehnen und beugte sich vor das Gesicht des überraschten Dumbledore.

Beide Gesichter waren nur Zentimeter entfernt als Harry den Schulleiter böse anzischte: „Nun Professor, ich bin hier um mich für die vergangenen siebzehn Jahre bei Ihnen zu bedanken und mich zu verabschieden. Ihre Waffe, die Sie so toll geschmiedet haben, hat ihre Schuldigkeit getan. Ich hoffe, dass Sie für das, was Sie mir angetan haben, in der Hölle schmoren!"

Noch immer sah Dumbledore seinen Schüler geschockt an. Selbst noch in der Erinnerung war die magische Macht des Jungen zu spüren und die Beobachter erschauerten.

Harry entfernte sich von dem Schulleiter und schritt vor ihm auf und ab. Er hatte sichtlich Mühe, seine Emotionen zu kontrollieren. Obwohl er von dem zurückliegenden Kampf geschwächt sein sollte, war ihm keinerlei Ermüdung anzumerken.

Was dachten Sie sich dabei, ein kleines Baby in die Hände von lieblosen und sadistischen Muggeln zu geben? Haben Sie die Misshandlungen, die diese abscheulichen Menschen mir angedeihen ließen, genossen? Haben Sie nur die geringste Ahnung, was dieses Leben, dieses Aufwachsen in absoluter Lieblosigkeit angerichtet haben? Sie alter Narr! Damit haben Sie Voldemort beinahe den Weg zur Weltherrschaft geebnet. Die Macht, die der dunkle Lord nicht kennt, war keine physische und auch keine magische Macht! Das, was Voldemort zuletzt tötete, war die MACHT DER LIEBE! Dieses Gefühl, das Sie so zielstrebig verhindern wollten."

Harry, Junge, ich..." machte Dumbledore den Versuch, Harry zu unterbrechen.

SCHWEIGEN SIE! Sie haben jedes Recht verloren, mich so zu nennen. Alle meine Leiden verdanke ich Ihnen. Ich bin nur hier um Ihnen klarzumachen, was Sie eigentlich schon längst selbst erkennen sollten!"

Harry sammelte sich kurz, bevor er fortfuhr: „Dann kam mich nach Hogwarts. Hier erfuhr ich zum ersten Mal, was Freundschaft ist. Ein kleiner rothaariger Junge und ein süßes, intelligentes und manchmal auch besserwisserisches Mädchen sahen einen Jungen in mir, dem sie ihre Freundschaft schenken konnten."

Bei diesen Worten überzog eine leichte Röte das Gesicht der gebannt zuhörenden Hermine.

Aber auch diese Freundschaft sabotierten Sie in Ihrer grenzenlosen Überheblichkeit, alles zu wissen. Welchen Gefahren setzten Sie uns aus. Der Stein der Weisen, die Kammer des Schreckens. Wollen Sie tatsächlich behaupten, dass all diese Aktionen zu meinem Wohle und dem meiner Freunde waren? Wie können sie ein Artefakt, hinter dem Voldemort her war, nach Hogwarts holen, und dabei so schlecht schützen, dass drei Erstklässler den Schutz aushebeln konnten? Oder wollen Sie mir erzählen, dass niemals jemand in der Lage war, die Kammer des Schreckens zu finden? Nicht in 1000 Jahren? Oh kommen Sie, alter Mann. Dann mein Name im Feuerkelch. Natürlich hätten Sie verhindern können, dass ich teilnahm. Die Regeln besagen eindeutig, dass die Wahl durch den Feuerkelch erneut durchgeführt werden MUSS, wenn Manipulation festgestellt wurde. Auch hier haben Sie versagt. Und wie erklären Sie sich, dass ein Jahr lang ein Todesser an der Schule unterrichtet, ohne dass der ach so allmächtige Dumbledore davon Wind bekommt?

Aber das schlimmste was Sie mir angetan haben, werde ich ihnen nie verzeihen können. Sie haben durch Ihre Maßnahmen verhindert, dass ich mit dem Gefühl der Liebe umgehen kann. Dadurch verliere ich den Menschen, der mir am meisten bedeutet. Sie haben mir das Gefühl, das nun alle gerettet hat, vorenthalten! Gehen Sie, alter Mann, gehen Sie und lassen sich als Held feiern. Ich werde verschwinden. Oh, keine Angst, ich werde untertauchen und nicht sterben. Vielleicht, wenn die Zeit reif ist oder wenn es wieder nötig sein wird, etwas Vernunft in die Zaubererwelt zu bringen, vielleicht werde ich dann wiederkommen."

Aber Ha..., Mr. Potter, warum können Sie nicht bleiben?" fragte der Professor sichtlich betroffen.

Weil mich hier nichts mehr hält. Ich muss meine Liebe aufgeben und das kann ich nicht dort, wo alles mich an sie erinnert. Ich wäre ein Störfaktor in ihrem Leben und würde sie daran hindern, glücklich zu sein. Und das ist es, was ich mir für sie wünsche."

Damit wandte er sich zu gehen. Er hörte noch ein leises „Verzeih mir Harry..." bevor er endgültig verschwand.

Die Erinnerung verblasste und verschwand schließlich. Tränen liefen über Hermines Gesicht und auch die Augen der Professorin schimmerten verdächtig. Remus hingegen hatte die Fäuste geballt und starrte den ehemaligen Schulleiter wütend an. Dieser hob entschuldigend beide Hände und sagte: „Mr. Lupin, bevor Sie mich in der Luft zerreißen, lassen Sie mich bitte erklären."

„Warum erst jetzt?" knurrte Remus. „WARUM, VERDAMMT NOCHMAL, ERFAHREN WIR ERST JETZT DAVON? HERMINE UND ICH, JA SOGAR MINERVA HATTEN JEDES RECHT, DAVON ZU ERFAHREN! SIE VERSWCHWINDEN EINFACH UND LASSEN UNS ZURÜCK, OHNE ZU WISSEN, WAS MIT HARRY IST! SELBST NACHDEM ER FÜR TOT ERKLÄRT WURDE! WARUM MÜSSEN SIE IMMER DIE MENSCHEN UM SIE HERUM VERLETZEN?"

Schwer atmend lehnte er sich zurück und starrte den Schulleiter an.

Diese senkte den Blick und sprach leise: „Es tut mir ehrlich leid. Nach dem Gespräch mit Harry traf mich die Erkenntnis der Fehler fast körperlich. Wie Minerva Ihnen sicherlich bezeugen kann, bin ich zusammengebrochen und war mehrere Wochen in der Krankenstation. Nachdem ich mich körperlich etwas erholt hatte, verschwand ich hierher. Ich brauchte Jahre um damit fertig zu werden. Ich bin gewissermaßen ein anderer Mensch geworden. Er seit einem Jahr haben Minerva und ich Kontakt und in dieser Zeit hat sie mich öfters besucht. Wir haben viel geredet und ich habe ihr den Eid abgenommen, dass sie niemanden über meinen Aufenthaltsort in Kenntnis setzt."

Remus hatte trotz seiner Wut Mitleid mit dem alten Mann. Er entspannte sich sichtlich und fragte nochmals: „Was ist nun wirklich der Grund, weshalb Sie uns, und gerade uns, sehen wollten, Professor? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie uns nur herholten, um Ihre Schuldgefühle mitzuerleben."

„Also als erstes bin ich nicht mehr Schulleiter und auch nicht Euer Professor. Ich möchte, dass ihr mich Albus nennt. Das gilt auch für Dich Hermine." Hermine nickte überrascht. „Der Grund, weshalb ich Euch hergebeten habe ist, dass Minerva mich in Kenntnis gesetzt hat, dass der Orden des Phönix wieder in's Leben gerufen wurde und auch weshalb. Der Wunsch, dass ich den Orden wieder leite, wurde ebenfalls an mich herangetragen, aber ich habe aus verschiedenen Gründen abgelehnt. Ich möchte allerdings als Mitglied dabei sein, um zu helfen."

„Ich möchte allerdings," und dabei sah er den Werwolf an, „dass Du die Leitung des Ordens übernimmst."

„Aber...," Remus wollte unterbrechen, doch wieder schnitt ihm Dumbledore das Wort ab. „Nein Remus, die Gründe weshalb der Orden wieder aktiv werden sollte, liegen auf der Hand. Ihr habt vollkommen recht. Aber Du hast sowohl das Talent zur Organisation, als auch die notwendigen Kontakte, sei es persönlich oder im Ministerium. Und schließlich möchte ich Dir auch Minerva und Hermine zur Seite stellen."

Sofort schnellte Hermines Kopf nach oben. „Bei allem Respekt Professor..."

„Albus!" fiel der ehemalige Schulleiter ihr ins Wort.

„... aber ich muss ablehnen. Ich habe genügend mit der Suche nach Harry zu tun und ich werde unter keinen Umständen dabei nachlassen." sagte sie in einem Ton, der keinen Widerspruch zuließ.

„Nun, ich habe so das Gefühl, dass sich diese Suche in naher Zukunft erledigt haben wird. Vielleicht denken Sie dann nochmals darüber nach?" zwinkerte der Mann ihr über die Halbmondbrille zu. Nicht nur Hermine überkam das Gefühl, dass der Weißhaarige mehr wusste, als er preisgeben wollte, den Remus starrte Dumbledore an: „Wie kommst Du darauf?"

Dumbledore lächelte unschuldig und antwortete nur: „Nur so ein Gefühl" und ignorierte Hermines skeptischen Blick.

McGonnagal, die die ganze Zeit über kein Wort von sich gegeben hatte, ergriff nun das Wort. „Albus, gehe ich richtig in der Annahme, dass Du nun aus deinem selbstgewählten Schneckenhaus ausbrichst und man Dich wieder in der Öffentlichkeit begrüßen kann? Ich brächte nämlich dringend einen Verwandlungslehrer."

Dumbledore sah Sie aus seinen blauen Augen an, in die fast das typische Funkeln zurückgekehrt war. „Ach Minerva, so weit bin ich noch nicht. Lass die Dinge ihren Lauf gehen. Vorerst möchhte ich mich noch etwas im Verborgenen halten, wenn auch der eine oder andere Besuch beim Orden oder in Hogwarts sehr verlockend erscheint." Er blinzelte seiner Nachfolgerin zu.

Nach einem kurzen Abschied kehrten die drei Personen ins Schulleiterbüro zurück.

Minerva setzte sich hinter ihren Schreibtisch und sorgte für ein Tablett mit Tee und Keksen. Hermine schaute sich in dem Direktorenbüro um, denn bei ihrer Ankunfts hatte sie keine Gelegenheit dazu. Das letzte Mal, als sie hier gewesen war, war Dumbledore noch Schulleiter und alle möglichen Gerätschaften standen herum. Überall klickte und zischte es, die Portraits der ehemaligen Schulleiter unterhielten sich leise und es lag trotzdem immer eine Ruhe und Beschaulichkeit in der Luft, die den Charakter des alten Schulleiters widerzuspiegeln schien.

Auch jetzt war eine gewisse Ruhe zu spüren. Die Gerätschaften waren verschwunden und der Raum war weiblicher gestaltet. Minerva McGonagall war eine charakterlich gefestigte Person, die in den vielen Jahren, in denen Sie in Hogwarts unterrichtete, einen Mythos aus Strenge und Gerechtigkeit um sich aufgebaut hatte. Sicherlich war sie als Nachfolgerin Dumbledores eine exzellente Wahl.

Nachdem die Direktorin ihnen je eine Tasse Tee gereicht hatte, ergriff sie das Wort: „Ms. Granger, der Grund, weshalb wir Sie gesucht haben, ist folgender." Und sie erzählte von dem wieder ins Leben gerufenen Orden und dem geplanten Treffen mit Lord Martin. Dabei war deutlich die Aufforderung herauszuhören, dass Hermine für den Orden an dem Treffen teilnahm.

Hermine hatte Mühe, ihre Belustigung zu verbergen, als sie zusagte, Remus auf das Treffen zu begleiten. Remus wollte sie abholen, aber sie winkte ab und schlug vor, sich erst im Hilton zu treffen. Dann verabschiedeten sie sich von Minerva und verließen auf getrennten Wegen das Schloss.

TBC