A/N:

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!Vielen Dank erst einmal an Eure Reviews! Ich habe mich wieder sehr sehr sehr gefreut ;) Anscheinend finden einige von Euch Thomas doch gar nicht mehr ganz so schlecht ;)

Nein, aber ich hoffe, es ist nicht ganz so schlimm, dass Thomas eine etwas größere Rolle in meiner Geschichte einnehmen wird. Es hat auch seine Gründe, die Ihr dann in den späteren Kapiteln erfahren werdet.

So, jetzt zum neuen Kapitel :) Es werden neue rätselhafte Andeutungen gemacht! Es wird spannend weiter gehen und ich bin gespannt, wie Ihr das so alles findet!

Also, ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen und hoffe, dass Ihr mir auch ein paar Reviews hinterlasst! ;)

Bussi

Eure MissMii

Kapitel 34

Bella POV:

Ich schloss die Haustür hinter mir und machte mich auf den Weg zum Wohnzimmer, in dem, wie ich hörte, Charlie noch eine Sportsendung schaute.

„Verfluchter Mist!" rief Charlie ziemlich aufgebracht und ich musste mir das Lächeln verkneifen. Wenn er Sportsendungen schaute, insbesondere Foot- und Baseball, war er jedes Mal in seinem Element.

„Hallo Dad.", sagte ich dann vorsichtig und Charlie drehte sich, leicht irritiert, zu mir herum.

„Du bist ganz schön spät dran, Bella." Jetzt hatte er wieder seinen ziemlich ernsten „Vater"- Ton und ich verdrehte leicht die Augen.

„Tut mir leid. Ich hab die Zeit total vergessen. Du brauchtest dir aber keine Sorgen machen. Ich hatte dir doch einen Zettel hinterlassen, oder?" fragte ich etwas verwirrt und Charlie nickte knapp. Er nahm die Fernbedienung, machte den Ton lautlos und stand dann auf und trat zu mir heran.

„Ich habe deinen Zettel gefunden. Darf ich mir denn nicht trotzdem Sorgen machen? Das Haus der Cullens ist auch nicht gleich um die Ecke, oder?" fragte er mit hochgezogener Augenbraue und ich nickte lächelnd.

„Nein, ist es nicht. Du brauchst dir aber wirklich keine Sorgen machen. Ich bin schon ein großes Mädchen und kann selbst auf mich aufpassen, weißt du?" Meine Stimme klang scherzhaft und Charlie schüttelte nur den Kopf. Er gab mir einen leichten Kuss auf die Stirn und schaute dann auf seine Uhr, die er am Handgelenk trug.

„Ich sollte langsam auch ins Bett gehen. Morgen habe ich einen ziemlich langen Tag vor mir.", sagte er seufzend und ich folgte ihm in die Küche. Zu meiner Verwunderung sah ich, dass er den Abwasch erledigt hatte und sich sogar selbst Essen gekocht hatte.

„Was hast du denn Morgen vor?" fragte ich und setzte mich an den Küchentisch. Ich zog meine Jacke aus und hängte sie über die Stuhllehne.

„Nun, ich treffe mich Morgen nach meiner Schicht mit Billy im Reservat. Ich soll mit ihm nach Port Angeles fahren. Er wollte einige Dinge erledigen.", sagte Charlie und ich blickte ihn erstaunt an.

„Wieso fährst du mit ihm zusammen? Kann er nicht alleine fahren? Ich meine, er hat doch sonst immer seine Dinge alleine erledigt, oder?" Charlie nickte und ich sah in seinen Augen, dass er etwas besorgt war. Ging es Billy etwa nicht gut und Jacob hatte mir diese Tatsache verschwiegen?

„Nun, ihm geht es zurzeit nicht wirklich gut. Sein Diabetes ist… wie soll ich es sagen. Sein Blutzucker ist im Moment ziemlich schlecht einzustellen und so langsam machen sich auch die Folgen seiner Erkrankung bemerkbar.", erklärte mir Charlie und ich nickte nur. Ich merkte, wie sich mein Herz etwas zusammen zog.

„Was heißt das genau?" fragte ich dann weiter, denn ich wollte wissen, was auf mich zu kam, wenn es Billy schlechter ging. Charlie seufzte und schaute mich dann mit traurigen Augen an. Billy war sein bester Freund, seit Jahren, und die Beiden verband eine sehr tiefe Freundschaft. Deswegen war Charlie eigentlich auch ziemlich glücklich darüber, dass ich jetzt mit Jacob zusammen war.

„Er hat jetzt schon Probleme zu laufen, deswegen sitzt er ja im Rollstuhl. Bald wird es soweit sein, dass er sich wirklich gar nicht mehr mit seinen eigenen Beinen fortbewegen kann." Charlie schluckte den Kloß, der sich sicherlich in seinem Hals gebildet hatte, herunter und strich sich die Haare fort, die ihm in die Stirn fielen.

„Ich wusste gar nicht, dass Billy noch laufen kann.", sagte ich überrascht und Charlie erwiderte dies mit einem knappen Nicken.

„Man sieht ihn nie auf seinen eigenen Beinen, weil es ihm wirklich schwer fällt. Er hat ziemliche Angst zu laufen und sich dann vielleicht zu verletzen, da er große Wundheilungsstörungen hat." Ich kannte mich mit Diabetes nicht wirklich aus, wusste aber, dass es ziemlich viele Folgeerkrankungen gab und Billy wohl bald ein ziemlich kranker Mann werden würde. Ich seufzte und schaute auf die Uhr, die an der Wand hing. Sollte ich Jacob noch anrufen oder war er vielleicht auf Patrouille. Ich war mir nicht sicher und es war wohl auch besser, wenn ich mich nicht bei ihm meldete. Er sollte von selbst mit mir darüber sprechen, wenn er das Bedürfnis hatte.

„Wenn du Hilfe brauchst Dad, dann bin ich für dich da, ja?" fragte ich etwas aufmunternd und Charlie lächelte mir schwach zu.
„Ich weiß Bella. Vielen Dank.", bedankte er sich und dann stand ich auf und zog mich nach Oben zurück.

Ich schloss meine Zimmertür, ging zu meinem Notebook und schaltete es an. Ich sollte Renee mal wieder eine Email schicken. Ich hatte mich seit einiger Weile nicht mehr bei ihr gemeldet und ich hatte schon ein ziemliches schlechtes Gewissen.

In der Zeit, in der sich mein Notebook hochfuhr, ging ich ins Bad und machte mich für die Nacht fertig. Ich zog mir meinen Pyjama an und wusch mir noch einmal gründlich das Gesicht und zum Schluss putzte ich mir noch schnell die Zähne.

Das Notebook war schon hochgefahren, als ich zurück in mein Zimmer kam. Ich zog den Stecker vom Ladegerät heraus und nahm ihn mit auf mein Bett. Ich setze mich hin, stellte das Notebook auf meinen Schoß und wählte mich ins Internet ein.

Es dauerte einen kleinen Augenblick, da mein Notebook nicht das schnellste war und klickte dann auf meinem Emailaccount und öffnete eine neue Email.

Hallo Renee,

als erstes tut es mir wirklich sehr leid, dass ich mich so lange nicht mehr bei dir gemeldet habe. Hier ging alles etwas drunter und drüber und ich genieße die Zeit mit Jacob sehr.

Wie du schon weißt, bin ich deinem Rat gefolgt und habe Jacob eine Chance gegeben. Wir sind wirklich sehr glücklich miteinander und ich danke dir von ganzem Herzen für diesen guten mütterlichen Rat.

In einigen Wochen schreibe ich meine Abschlussprüfungen und dann habe ich endlich Schulferien. Ich freue mich schon so darauf, euch endlich besuchen zu kommen.

Es wird wirklich Zeit, dass wir uns mal wieder sehen. Mit Charlie habe ich über meinen Besuch noch gar nicht gesprochen, aber ich denke, er wird nichts dagegen haben, wenn ich eine Woche zu euch komme. Wahrscheinlich ist er sogar froh darüber, wenn er mich mal los ist.

Nein, nein…ich denke er wird sich freuen, wenn ich zu euch fliege. Gibt es denn bei euch etwas Neues? Hier ist so einiges passiert, aber ich denke nicht, dass das alles in eine Email passt und eigentlich möchte ich es dir auch persönlich erzählen.

Nun gut, ich bin ziemlich müde und ich wollte mich auch nur kurz melden, damit du weißt, dass ich noch lebe und es mir gut geht. Ich spreche mit Charlie darüber und dann kann ich ja schon mal einen Flug buchen.

Ich hab dich lieb, Mum.

Liebe Grüße an Phil

Bella

Ich klickte auf Senden und die Email war in die Weiten des Internets verschwunden. Ich loggte mich aus, fuhr mein Notebook herunter und legte mich dann hin. Ich merkte erst jetzt, wie müde ich eigentlich war und gähnte herzhaft. Der Schlaf übermannte mich schneller, als ich gedacht hatte.

Am nächsten Morgen machte ich mich schnell auf den Weg in die Schule, um noch einen guten Parkplatz zu bekommen.

Zu meiner Erleichterung waren noch einige Parkplätze vor der Schule frei und ich parkte meinen Transporter und stieg schnell aus. Ich schloss die Tür ab, eine Gewohnheit über die Jacob immer lachte, da er meinte, dass eh keiner diesen Wagen klauen würde. Ich steckte meinen Schlüssel in die Jackentasche und machte mich auf den Weg ins Schulgebäude.

In der ersten Stunde hatte ich Biologie und ich wollte vorher noch zu meinem Schrank um mein Biologiebuch heraus zu holen.

Ich stand gerade an meinem Schrank, als ich Angelas Stimme hörte, die aufgeregt irgendwelches Zeugs redete, welches ich nicht verstand.

„Guten Morgen, Angela.", sagte ich dann, als sie direkt neben mir stand. Sie schaute mich mit einem freudigen Lächeln auf den Lippen an und ich holte mein Biologiebuch aus dem Schrank.

„Guten Morgen, Bella. Schön dich zu sehen.", erwiderte sie immer noch mit einem strahlenden Lächeln auf den Lippen und ich fragte mich, wieso sie so gut gelaunt war. War vielleicht irgendetwas passiert?
„Ist alles in Ordnung?" fragte ich dann vorsichtig und schloss meinen Schrank.

„Oh ja.", sagte sie und ich merkte, dass sie nur darauf gewartet hatte, dass ich sie danach fragte. Sie nahm meine rechte Hand und hielt sie fest. „Du wirst nicht glauben, was passiert ist. Ich werde den Ball, den wir am Ende jedes Schuljahres haben werden, organisieren. Ist das nicht toll?" Ihre Stimme bestand nur noch aus einem wilden Gequietschte und ich musste stark gegen den Drang ankämpfen, meine Ohren zuzuhalten.

„Wirklich?" fragte ich gespielt interessiert und Angela nickte heftig.

„Ja wirklich. Ich kann es gar nicht glauben. Jessica hat sich auch beworben dieses Amt zu übernehmen, aber ich habe ihr gleich gesagt, dass ich diesen Kampf gewinnen werde. Wie du siehst, habe ich es auch." Sie schien wirklich glücklich darüber zu sein, diesen blöden Ball zu organisieren. Ich hätte darauf wirklich keine Lust, da wir auch noch einiges zu lernen hatten.

„Und hast du schon einige Dinge geplant?" fragte ich dann und ich wusste sofort, als ich die Frage laut ausgesprochen hatte, dass es ein Fehler gewesen war, sie danach zu fragen.

„Oh ja das habe ich. Ich habe schon einige tolle Ideen und ich wollte dich fragen, ob du mir vielelleicht helfen möchtest?" Sie unterbrach sich, weil sie meinen abwehrenden Blick sah. „Ich weiß, ich weiß… du bist nicht der Typ dafür. Aber du könntest mir wirklich eine sehr, sehr große Hilfe sein. Du hast doch bestimmt tolle Ideen, oder?" fragte sie dann hoffnungsvoll und schaute mich auch genauso an. Wie sollte ich ihr sagen, dass ich darauf nun wirklich keine Lust hatte?
„Angela weißt du…" Ich konnte nicht aussprechen, weil Jessica an uns vorbei ging und Angela einen ziemlich giftigen Blick zu warf.

„Du hast die doch bestochen, oder? Ich meine du bist nun wirklich die falsche um den Ball zu organisieren." , giftete Jessica gegen Angela und ich zog eine Augenbraue hoch. Ich wusste, dass Jessica ziemlich falsch sein konnte, aber selbst zu Angela?
„Ich muss dann mal zum Unterricht.", sagte ich unschuldig zu Angela und machte mich auf den Weg zum Biologieunterricht.

In der Mittagspause hatte ich gehofft, dass ich Rettung finden würde, doch zu meinem Grauen saßen Angela und Alice zusammen an einem Tisch und plapperten aufgeregt miteinander. Ich verdrehte die Augen und blieb einige Meter weit von ihnen entfernt stehen.

„Nun, da haben sich zwei gefunden, oder?" hörte ich Jaspers Stimme und ich blickte ihn überrascht an. Ich hatte nicht bemerkt, wie er zu mir getreten war.

„Angela ist normalerweise gar nicht so aufgedreht und sie interessiert sich eigentlich auch nicht so für diese Ballgeschichten.", meinte ich verwundert und Jasper zog seine Schultern hoch.

„Nun, jeder findet in anderen Dingen seine Berufung und anscheinend hat Angela ziemliche Lust darauf, den Schulball zu planen." Jasper war immer die Ruhe selbst und manchmal fragte ich mich, wie er das machte. Gut, ich wusste, dass er die Gefühle anderer beeinflussen konnte, aber er selbst war meistens ruhig und entspannt und strahlte dies auch aus.

„Dann werde ich mich mal zu ihnen setzen. Kommst du mit?" fragte ich und schaute Jasper an. Er schüttelte lächelnd den Kopf.

„Nein, ich werde mir das nicht antun." Er grinste mich an und verschwand dann aus der Cafeteria. Also Jasper war auch wirklich…unbeschreiblich. Ich schüttelte auch den Kopf und ging dann zu den Beiden.

„Man kann das ja mit Vorhängen machen. Dann sieht alles etwas feierlicher aus.", hörte ich Alice aufgeregt sagen und ich lächelte den Beiden zu.

„Hallo Alice.", begrüßte ich sie freundlich und Alice strahlte mich, genauso wie Angela, freudig an.

„Hast du schon gehört, dass Angela den Ball organisiert?" fragte mich Alice und ich nickte etwas zurückhaltend, weil ich Angst hatte, dass Angela mich noch einmal fragen würde, ob ich ihr helfen würde.
„Und das Beste ist, sie hat mich als ihre Stellvertretung benannt. Ist das nicht toll? Angela und ich werden tolle Ideen für diesen Ball haben." Alice strahlte mich mit ihren honigfarbenen Augen an und mein Blick wanderte zu Angela, die mich etwas gequält ansah.

„Tut mir leid Bella, aber ich brauchte schnell eine Hilfe und da du ja einfach abgehauen bist, habe ich gedacht, ich frage Alice.", sagte Angela entschuldigend. Ich fand es gar nicht schlimm. Eigentlich war ich sogar sehr froh darüber, dass ich ihr nicht helfen brauchte.

„Du kannst uns aber gerne helfen. Noch eine Hand würde wirklich viel bringen.", meinte Alice und ich schüttelte den Kopf.

„Nein danke. Ich habe dafür wirklich keine Zeit.", erwiderte ich und trank einen Schluck von meinem Saft, den ich gerade aufgemacht hatte.

„Okay.", sagte Alice dann kurz an mich gewandt und plapperte dann gleich weiter mit Angela über den Ball. Ich war wirklich erleichtert, dass ich so aus der Nummer heraus gekommen war.

Am frühen Nachmittag kam ich nach Hause und legte meine Tasche in der Küche ab und schmierte mir schnell ein Brot, welches ich mir schnell in den Mund schob. Ich fuhr mein Notebook hoch um zu sehen, ob Renee schon geschrieben hatte. Ich sah, dass sie noch nicht geantwortet hatte und fuhr ihn wieder herunter.

Ich aß das Brot noch schnell auf, ging ins Bad um mich frisch zu machen und machte mich gleich darauf auf den Weg zu den Newton's. Ich hatte heute eine kurze Schicht, trotzdessen hatte ich keine Lust zu arbeiten.

Ich trat in den Laden ein und sah, dass Mike gerade Pullover zusammen legte und mich mit großen Augen ansah.

„Hey.", sagte ich vorsichtig und zog meine Jacke aus, die ich unter die Kasse legte. Ich blickte mich im Laden um und sah, dass heute wohl nicht viel los sein würde. War nicht eigentlich das Wetter dafür um Ausflüge in den Wald zu machen? Ich seufzte und schaute auf die Uhr. Drei Stunden würde ich schon hinter mich bringen können.

„Hast du schon von dem Schulball gehört?" fragte mich dann Mike, der auf mich zu kam. Er hatte anscheinend alle Pullover zusammen gelegt. Ich rang mir ein Lächeln ab und sah ihn an.

„Ja das habe ich. Angela musste es ja auch jedem auf die Nase binden, dass sie für den Ball verantwortlich ist, nicht wahr?" Es war eigentlich keine Frage, aber ich merkte, dass Mike es als Frage auffasste und sofort antwortete: „Ich habe mir gedacht, nun…ich…" Ich wusste was er vor hatte und ich hob sofort die Hände und schüttelte mit dem Kopf.

„Ich weiß noch nicht einmal, ob ich hingehe und wenn, dann werde ich sicherlich mit Jacob gehen.", meinte ich verteidigend und ich sah, dass Mike diese Antwort nicht gefiel. Manchmal fragte ich mich, ob er dumm oder einfach nur schwer von Begriff war? Musste ich vor seinen Augen mit Jacob herum machen, damit er endlich verstand, dass ich nichts von ihm wollte?
„Ich…" Er verstummte weil er mein abwehrendes Verhalten bemerkte. Ich seufzte und schaute ihn etwas genervt an.

„Mike, ich mag dich wirklich gerne. Wirklich. Ich..ich versuche dir das wirklich immer und immer wieder klar zu machen, dass…ich mag dich als Freund, aber das war es auch…" Ich seufzte, weil ich nicht wusste, was ich noch sagen sollte.

„Ich weiß. Ich… ich weiß auch nicht, warum ich mir immer und immer wieder Hoffnungen mache.", gab er dann überraschender Weise zu und ich schaute ihn irritiert an.

„Du…" begann ich doch er schüttelte den Kopf und lächelte mich etwas traurig an.

„Ich kann da nichts gegen machen Bella. Du…du…ich habe einfach das Gefühl, immer wenn ich dich sehe, muss ich dich fragen, ob du mit mir ausgehen möchtest. Ich…ich weiß das es völliger Schwachsinn ist und du jetzt mit diesem Jacob zusammen bist. Anscheinend ja auch glücklich." Sein Blick wanderte zu meinem Hals und ich spürte, dass er auf meine Kette starrte. Was hatten bloß alle mit meiner Kette? Ich blickte an mir herab und steckte die Kette dann unter mein Top. Ich fühlte mich unwohl, wenn alle auf meine Kette starrten.

„Ich möchte dich nicht als Freund verlieren, Mike. Du bedeutest mir was und ich weiß, dass du auch immer für mich da warst und immer zu mir gehalten hast. Bitte, lass uns einfach Freunde sein, ja?" fragte ich hoffnungsvoll und Mike nickte dann. Ich sah, wie schwer es ihm fiel aber er tat es mir zu liebe.
„Ich werde dich nicht mehr belästigen, Bella. Versprochen." Er schaute mich noch einmal kurz an und drehte sich dann zu den Regalen um, um dort etwas aufzuräumen. Ich seufzte, starrte auf die Kasse und war froh, dass ich diese konfuse Situation hinter mich gebracht hatte.

Die drei Stunden gingen wirklich schnell um und ich verabschiedete mich von Mike und seiner Mutter, die etwas später dazu gekommen war. Sie war eine nette Frau und sie war wirklich fair zu mir. Manchmal gab sie mir auch mehr Geld, weil sie wusste, dass ich es für mein College gebrauchen konnte. Ich mochte sie sehr gerne und ich wusste, dass sie mich gerne als Schwiegertochter in Spe sehen würde.

„Ich danke ihnen. Mrs. Newton. Wir sehen uns dann am Mittwoch wieder.", sagte ich freundlich zu ihr und sie nickte mir lächelnd zu.

„Grüße deinen Vater nett von mir. Kannst du am Mittwoch eine Stunde länger machen? Mike ist etwas dazwischen gekommen." Mein Blick wanderte kurz zu Mike, der verlegen zu Boden schaute.

„Ähm, natürlich.", erwiderte ich wieder freundlich und Mrs. Newton strahlte mich an.
„Das ist toll. Wirklich Bella." Ich verabschiedete mich bei Mike mit einem kurzen Nicken und verließ dann das Geschäft.

Ich wollte gerade zu meinem Transporter gehen, als ich Thomas an meine Autotür gelehnt stehen sah. Ich blieb etwas verunsichert stehen und starrte ihn an. Er hatte wieder eines dieser verdammt attraktiven Lächeln auf den Lippen und ich merkte, dass mein Herz einen kleinen Sprung machte. Dieses Lächeln. Ich könnte es verdammen, wirklich.

„Hallo Bella." Seine Stimme war tief und ich merkte, wie die Luft um mich herum begann zu flimmern. Was hatte er bloß an sich? Gestern hatte ich noch solche Angst vor ihm und jetzt verwirrte er mich wieder? Das konnte doch nicht wirklich wahr sein.

„Thomas. Wie…wie komme ich zu dieser Ehre?" Ich ging noch ein kleines Stückchen und blieb dann, einige Meter von ihm entfernt, stehen. Ich spürte seinen musternden Blick, den er auf mich gerichtet hatte.

„Ich wollte mit dir sprechen.", erwiderte er dann gelassen und ich nickte. Vielleicht wollte er sich ja entschuldigen?
„Ja?" Ich klang etwas überrascht und ich war wirklich unsicher. Ich hoffe so sehr, dass er es nicht merkte.„Du brauchst keine Angst haben, Bella.", meinte er dann und trat ein kleines Stückchen weiter zu mir heran. Ich spürte seine Nähe und ich schloss für einen kurzen Augenblick die Augen. Wieso fühlte ich mich plötzlich so zu ihm hingezogen? Was war los mit mir?
„Ich..ich habe keine Angst vor dir.", meinte ich dann mit zitternder Stimme und er nickte wissend.

„Ich kann riechen und spüren, dass du Angst hast, Bella.", flüsterte er und ich sah, wie er noch ein kleines Stückchen weiter auf mich zutrat.
„Thomas.", brachte ich schwach hervor und er schaute mir direkt in die Augen. Ich spürte, wie mich ein Gefühl durchfuhr, welches ich noch nicht gespürt hatte. Ich fühlte mich wie gelähmt und ich merkte, dass ich mich gegen ihn nicht wehren konnte. Ich merkte zugleich auch, dass ich mich gar nicht gegen ihn wehren wollte.

„Du solltest keine Angst vor mir haben, Bella. Ich werde dir nichts tun.", sprach er leise zu mir und ich starrte immer noch in seine wunderschönen Augen. Jeder Vampir hatte solche schönen Augen. Wirklich jeder, doch seine gefielen mir, komischer weise, viel besser und sie waren viel schöner, als die von Edward.
„Ich wollte mich bei dir für Gestern entschuldigen. Ich wollte dir keine Angst einjagen. Es war wirklich nicht nett von mir.", gestand er dann und ich nickte nur leicht. Ich hörte ihm so gerne beim sprechen zu und ich spürte, dass mein Herz noch schneller schlug. Was war los mit mir?

„Ist schon in Ordnung.", versicherte ich ihm und er schnaubte. Er glaubte mir kein Wort.

„Es ist nicht in Ordnung, Bella. Ich war wirklich nicht nett und es tut mir leid. Ich glaube, du bist ein tolles Mädchen und ich denke, du hast ziemlich hohes Potenzial."; meinte er dann und das verwirrte mich nur noch mehr. Potenzial? Was für welches denn?
„Potenzial?" fragte ich vorsichtig und er nickte. Ich spürte, wie er eine Haarsträhne hinter meine Ohren klemmte und mit seinen Fingern leicht über meine Wange strich. Durch seine Berührung bekam ich sofort eine Gänsehaut und ich merkte, wie sich ein flaues Gefühl in meinem Magen entwickelte.

„Du hast wirklich hohes Potenzial. Hast du dich nicht schon öfter gefragt, warum du solche Träume hast?" fragte er dann weiter und ich ging ein ganzes Stück, als ich diese Worte hörte, von ihm weg. Er musterte mich gespannt und wartete anscheinend auf meine Antwort.

„Ich weiß nicht, wovon du redest." Meine Stimme klang jetzt hart und die Anziehungskraft, die er eben noch ausgestrahlt hatte, war so schnell verflogen, wie sie gekommen war. Er musste irgendwelche besonderen Kräfte haben. Stimmt, Alice hatte mir erzählt, dass er ein Weiberheld war. Sicherlich waren das seine besonderen Kräfte. Er konnte Frauen manipulieren, damit sie mit ihm schliefen. Nicht mich. Das stand jetzt schon fest.

„Ach nein?" Er zog eine Augenbraue hoch und musterte mich immer noch mit diesem seltsamen Blick.

„Nein, ich weiß nicht wovon du sprichst.", versicherte ich ihm und schaute ihn dann noch einen kurzen Augenblick an.

„Vielleicht solltest du über diese Worte noch einmal nach denken, Bella." Er trat auf mich zu, zog mich ans ich und gab mir einen leichten Kuss auf die rechte Wange. Es ging so schnell, dass ich gar nicht reagieren konnte. Ehe ich mich beschweren konnte, war er schon im kleinen Wald, der das Geschäft der Newtons umgab, verschwunden.

Meine Hand wanderte zu der Stelle, an der mich Thomas Lippen berührt hatten. Ich starrte in den Wald und ich wusste nicht, was ich fühlen oder denken sollte. Er wusste etwas über diese Träume. Vielleicht konnte er mir Antworten geben? Vielleicht wusste er die Antwort auf Jacobs Tod?

A/N:

Tja, was soll ich sagen?! ;) Verwirrend, verwirrend…. Ich wünsche Euch ein schönes WE!

Eure MissMii