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Kapitel 35Es war ein berauschendes und zugleich beängstigendes Gefühl, den gefürchteten Zaubertränkemeister von Hogwarts gefesselt vor sich zu sehen. Er war ihr ausgeliefert – im Moment jedenfalls - aber Hermine war natürlich klar, dass es ein ‚Nachher' geben würde und dass sie für diese Demütigung einen hohen Preis würde bezahlen müssen.
Er saß stumm da und sah sie an, als wolle er sie alleine mit seinem Blick zur Raison bringen. Vielleicht würde er auch versuchen, in ihre Gedanken einzudringen, aber eigentlich war Hermine das egal. Das Wichtigste überhaupt war für sie im Augenblick, die überwältigende Gier nach sexueller Vereinigung zu stillen.
Sie sprach einen Zauber, um die Verhütung sicher zu stellen, machte dann einen Schritt auf ihn zu und begann ohne weitere Umstände, seine Jacke aufzuknöpfen.
„Hör auf damit, Hermine", sagte Snape in einem beschwörenden Tonfall in dem sowohl unterdrückte Wut, als auch ein Hauch Verzweiflung mitschwang.
„Nein, Severus! Das kann ich nicht!", sagte Hermine sanft. Nachdem sie alle Knöpfe geöffnet hatte, fuhr sie mit beiden Händen in seine Haare, packte zu und zwang ihn, zu ihr aufzuschauen. Der brodelnde Zorn in seinem Blick gab ihr einen zusätzlichen Kick.
Auf seiner Unterlippe entdeckte sie eine kleine Blutspur – vermutlich war sie bei ihrem Kuss vorhin doch etwas zu stürmisch vorgegangen. Sie beugte sich hinunter und leckte vorsichtig darüber.
„Lass das!", zischte Snape.
Er versuchte, seinen Kopf wegzudrehen, doch Hermine krallte die Finger in seine Haare und hielt ihn fest. Sie spürte den metallischen Blutgeschmack auf der Zunge und stellte erstaunt fest, dass auch dies sie anturnte.
„Tut es sehr weh?", fragte sie aufreizend mitleidig und ließ mit einer Hand los um mit dem Daumen weit weniger mitfühlend über die lädierte Stelle zu streichen.
Snape presste die Lippen zusammen und drückte den Kopf soweit wie möglich nach hinten, was sicher nicht wenig schmerzhaft war, da Hermine ihn noch immer eisern an den Haaren festhielt.
„Du wirst noch schwer bereuen, was du da tust", sagte er schließlich mit zusammengebissenen Zähnen, als sie ihre Hände endlich wegnahm.
„Das mag schon sein, Severus", sagte Hermine lächelnd und strich ihm zärtlich über die Wange, „aber das ist es mir wert."
Sie wandte sich nun seinem Hemd zu und knöpfte es mit flinken Fingern auf, was er zu ihrem Erstaunen unkommentiert ließ. Erst als sie seinen Gürtel löste und danach begann, seine Hose zu öffnen, meldete er sich wieder zu Wort.
„Hermine, hör auf damit!", sagte er und das klang nun viel weniger nach einem Befehl, als nach einem verzweifelten Versuch, sie zu stoppen.
„Nein!", sagte Hermine, aber nachdem sie den letzen Kopf geöffnet hatte, wandte sie sich zunächst mal wieder seinem Oberkörper zu. Langsam und spielerisch ließ sie ihre Finger unter gelegentlichem Einsatz der Fingernägel in kreisförmigen Bewegungen an seinem Brustkorb herunterwandern. Snapes kaum wahrnehmbares Keuchen, als ihre Fingernägel gezielt über seine Brustwarzen fuhren, entlockte ihr eine kleines boshaftes Lächeln.
Sie umrundete seinen Bauchnabel und ließ die Finger dann langsam nach unten gleiten, bis sie auf drahtige, gekräuselte Haare traf.
Snape konnte ein erleichtertes Seufzen nicht ganz unterdrücken, als sie die Hände daraufhin wegnahm, doch es blieb ihm regelrecht im Halse stecken, als sie gleich anschließend zwischen seine Beine griff und ihn durch den Stoff der Hose hinweg hingebungsvoll massierte.
Mit erheblicher Genugtuung stelle Hermine fest, dass er eine Erektion hatte.
„Hör auf!", keuchte er verzweifelt.
„Gefällt dir das etwa nicht?", fragte Hermine unschuldig. „Es fühlt sich aber so an, als würde es dir gefallen. Ich würde allerdings sagen, die Hose ist eindeutig im Weg", fügte sie hinzu und unterbrach ihre Bemühungen um seinen Hosenbund nach unten zu ziehen.
Snape presste sein Becken gegen das Stuhlpolster.
„Sei nicht albern, Severus!", sagte Hermine tadelnd. „Du weißt genau, dass ich einen Schwebezauber anwenden könnte."
„Miststück!", fauchte Snape, aber er ließ es zu, das sie die Hose herunterzog.
Was darunter zum Vorschein kam, machte Hermine zunächst einmal sprachlos. Auch wenn sie ihn schon einmal so gesehen hatte, als sie ihm in das Bordell nachgeschlichen war – diesen deutlichen und sehr beeindruckenden Beweis männlicher Erregung nun direkt vor Augen zu haben, war doch noch einmal etwas anderes.
Die Größe dieses voll erregierten Penis beeindruckte sie aufs Neue - der Gedanke, ihn in sich aufzunehmen war erschreckend und erregte sie zugleich ungemein.
Hermine beschloss das begehrliche Pochen ihres Schoßes noch kurze Zeit zu ignorieren um diesen überaus interessanten Körperteil genauerer Betrachtung zu unterziehen. Sie ging zwischen Snapes gespreizten Beinen auf die Knie, legte die Arme locker auf seine Oberschenkel und begann das Objekt ihrer Begierde sanft mit den Fingerspitzen zu streicheln.
„Hermine, tu das nicht...", keuchte Snape, was sie veranlasste, ihn zu umfassen und die Hand auf und ab zu bewegen. Snape schloss die Augen. Das Gefühl, ihn – im wahrsten Sinne des Wortes - vollkommen in der Hand zu haben, solche Macht über ihn zu haben, war berauschend.
Um jedoch nicht zu riskieren, dass er sich schon zu früh verausgabte, unterbrach Hermine kurz darauf ihre Spielchen und erhob sich. Snape öffnete die Augen wieder und warf ihr einen entsetzten Blick zu, als sie sich mit gespreizten Beinen über ihm auf den Sessel schwang und die Knie neben seinen Oberschenkeln platzierte. Sie hielt sich mit einer Hand an seiner Schulter fest, mit der anderen dirigierte sie weiter unten die Dinge an die richtige Stelle. Wenige Sekunden später berührte die Spitze seines Glieds den Eingang ihrer Vagina.
„Nein, Hermine! Hör auf!", sagte Snape beschwörend. „Glaub mir, du wirst es hinterher bereuen!"
„Schschscht!", machte Hermine und legte ihm einen Finger auf die Lippen, der verlockend nach der Feuchtigkeit roch, mit der er gerade noch in Kontakt gewesen war.
Sie ließ seinen Schaft so weit eindringen, bis er auf einen Widerstand traf.
„Nun kommt also der Moment der Wahrheit für die Jungfrau Hermine", sagte sie lächelnd, bevor ein fast ernster Ausdruck auf ihr Gesicht trat und sie ihren Unterleib wieder ein kleines Stückchen anhob.
„Tu es nicht", sagte Snape gequält, „...bitte!"
„Ich kann doch jetzt nicht aufhören, das musst du doch verstehen, Severus", sagte Hermine sanft.
Mit einer energischen Bewegung drückte sie ihr Becken nach unten und gab einen kurzen, leisen Schrei von sich als Snapes Penis vollkommen in sie eindrang und ein scharfer Schmerz ihren Schoß durchzuckte. Sie verharrte für einen Moment mit geschlossenen Augen in dieser Stellung.
„Verdammte Scheiße! Ist dir eigentlich klar, was du da machst?", hörte sie Snape knurren.
Sie ignorierte ihn und begann langsam und vorsichtig, sich auf und ab zu bewegen. Es tat weh und gleichzeitig war es absolut erregend, in einer Weise, die ihr völlig neu war. Hermine gab sich diesem berauschenden Gefühl ganz und gar hin. Auf ihrer Stirn erschienen kleine Schweißperlen, während sie den Rhythmus langsam beschleunigte.
Snape konnte seinen Augen nicht von ihr abwenden, wie sie ihn ritt - mit geschlossenen Augen, zur Konzentrationssteigerung die Unterlippe zwischen die Zähne geklemmt – und ihr zunächst noch verhaltenes Wimmern immer lauter und ekstatischer wurde. Sie war so eng, so feucht, so... VERDAMMT! Sie war seine Schülerin! Aber was blieb ihm schon anderes übrig, als sich von ihr vögeln zu lassen – was sich trotz der widrigen Umstände im Augenblick überwältigend gut anfühlte.
Als Hermine die Idee hatte, zusätzlich mit ihren Fingern ihre Klitoris zu stimulieren, dauerte es nicht mehr lange und sie kam heftig zuckend zu einem Höhepunkt, der so intensiv war, dass sie regelrecht davon durchgeschüttelt wurde.
Snape stand ebenfalls kurz davor, zu explodieren, aber Hermine, die erschöpft gegen seine Brust gesunken war, schien keine Ambitionen mehr zu haben, die Sache zu Ende zu bringen. Sollte er ihr die Genugtuung gönnen, und sie bitten weiterzumachen? NEIN! Auf gar keinen Fall! Gerade, als er sich entschlossen hatte, sich unter ihr selber zu bewegen, so weit die Fesseln es erlaubten – was vielleicht ja schon ausreichen würde, um auch ihm Erleichterung zu verschaffen - stemmte sich Hermine hoch und stieg von dem Sessel herunter.
Das durfte doch wohl nicht wahr sein!
Der zufriedenen Ausdruck, mit dem sie ihn ansah, erinnerte an eine Katze, die gerade einen ganzen Teller Sahne ausgeschlürft hatte. Langsam wanderte ihr Blick von seinem Gesicht nach unten.
Oh...!", sagte sie überrascht. „Du bist ja gar nicht fertig geworden!"
„Was du nicht sagst!", blaffte Snape sie an.
„Du brauchst dich doch nicht gleich so aufregen", sagte Hermine. „Das ist gar nicht so schlecht! Ich hoffe, es ist dir recht, wenn wir DAS gleich fürs nächste Mal stehen lassen."
Snape verschlug es für einen Moment die Sprache bei so viel Unverschämtheit. Doch es kam noch viel schlimmer...
Auch bei dem angekündigten ‚nächsten Mal' achtete Hermine darauf, dass er nicht zum Höhepunkt kam. Sie stieg sogar extra von ihm herunter, als sie merkte, dass er kurz davor stand, und befriedigte sich vor seine Augen demonstrativ mit der Hand.
Als er sich wieder einigermaßen beruhigt hatte, ging sie zu ihm und ließ sich erneut zwischen seinen Knien nieder. Sie legte ihre Finger um sein Glied, das feucht glänzte von ihrem Saft und auch ihrem Blut und brachte ihn innerhalb kürzerster Zeit wieder bis kurz vor den Rand.
„Sowie ich die Hände frei habe, bringe ich dich um", knurrte Snape als sie ihre Stimulation abrupt unterbrach und ihn lieblich anlächelte.
„Nun sei doch nicht so, Severus!", sagte sie. „Sieh es als kleinen Ausgleich für die Dinge, die du mir über die Jahre hinweg angetan hast, vor allem aber in den letzten Wochen."
„Diese Dinge waren nichts, gegen die, die ich dir noch antun werde", sagte Snape drohend.
„Erschreck mich nicht so, sonst vergesse ich vielleicht, dich zu befreien", witzelte Hermine.
Snape warf ihr einen Blick zu, der eigentlich jeden halbwegs empfindsamen Menschen hätte tot umfallen lassen müssen.
„Möchtest du etwas trinken, Severus?", fragte Hermine. „Ich hole dir ein Glas Wasser", fügte sie hinzu, bevor er etwas antworten konnte. Sie kehrte ihm den Rücken zu und ging in die Küche.
Alleine, gefesselt und halbnackt mit einer Erektion hier zu sitzen, war fast noch erniedrigender, als es vor ihr zu tun. Doch noch schlimmer war es, als sie zurückkam und ihm ein paar Schlucke Wasser einflößte, genauso wie er es gestern bei ihr gemacht hatte. Seine Hilflosigkeit machte ihn rasend. Gleichzeitig bekam er Angst davor, was er ihr antun würde, wenn er wieder frei war.
Hermine trank den Rest des Wassers selber aus, den er verweigert hatte, und stellte das Glas beiseite.
Sie spürte, dass der Trank langsam aufhörte zu wirken. Zwar fühlte sie sich noch immer erregt, aber die entspannenden Phasen zwischen zwei Orgasmen wurden deutlich länger und sie wusste, dass es bald vorbei sein würde. Ein letztes Mal wollte sie Severus noch besitzen und ihn dann freilassen. Über das ‚Nachher' würde sie sich Sorgen machen, wenn es so weit war.
„Ich glaube, wir können wieder", sagte sie aufmunternd, als sie sich erneut auf ihm niederließ.
Auch diesmal ritt sie ihn bis kurz vor ihre und auch seine Ekstase und stieg dann ab.
Snape knurrte etwas, was verdächtig nach ‚verfluchte Schlampe' klang.
Er beobachtete Hermine, die sich jedoch zu seiner Verwunderung nicht auf dem Sofa niederließ um dort weiterzumachen, sondern nur ihren Zauberstab von dort holte, den sie nun auf ihn richtete.
Sie hatte einen Entschluss gefasst! Sie wusste nun zwar, wie es war von einem erregierten Penis ausgefüllt zu werden, aber was sie nicht erfahren hatte, war das Gefühl, von einem Mann wirklich genommen zu werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie das noch erfahren würde, wenn sie Snape nun befreite, lag relativ hoch. Die Chance, dass sie es nicht überleben würde war zwar genauso hoch, aber sie hoffte, das er die beiden Dinge wenigstens in dieser Reihenfolge erledigen würde. Es war sicher nicht die schlechteste Art zu sterben – ganz bestimmt besser, als auf ihrer Lichtung von den Würmern aufgefressen zu werden.
Snape, dem wohl dämmerte was sie vorhatte, sah sie mit ungläubig aufgerissenen Augen an.
„Lauf danach ganz schnell weg, wenn dir dein Leben lieb ist", sagte er rau.
„Nein!", sagte Hermine. „Das werde ich nicht tun! Ich werde hier bleiben und die Konsequenzen meiner Tat tragen."
Als sie, kaum zwei Schritt weit von ihm entfernt, den Zauberstab hob und die Fesseln löste, war für einen Moment fast genauso viel Angst in Snapes Augen zu finden, wie in den ihren.
Eine Sekunde später sprang er auf und versetzte ihr eine schallende Ohrfeige.
Hermine taumelte und fiel bäuchlings auf das Sofa. Sie kam gar nicht dazu, sich wieder aufzurichten, denn Snape war mit einem Satz bei ihr, packte sie mit beiden Händen grob bei den Hüften und zog sie zu sich hoch. Ohne auch nur einen Moment zu zögern drang er in sie ein und nahm sie mit rücksichtslosen harten Stößen.
Er tat ihr sehr weh, aber gleichzeitig erregte es Hermine ungemein, ihn so hemmungslos zu erleben.
Es dauerte nicht lange, bis er sich mit einem tiefen Laut, der mehr nach Genugtuung als nach Ekstase klang, in sie ergoss. Für kurze Zeit hielt er Hermine noch an sich gepresst, ehe er sie wegstieß, mit energischen Bewegungen seine Hose hochzog, deren Knöpfe schloss und sich anschließend auf das Sofa fallen ließ. Er lehnte den Kopf an die Rückenlehne und schloss die Augen.
Hermine kauerte am anderen Ende der Couch und wusste nicht, wie sie sich verhalten sollte. Was würde er tun, wenn sie sich ihm näherte? Ihre Wange brannte wie Feuer und sie wollte nicht das Risiko eingehen eine weitere Ohrfeige zu kassieren.
Außerdem wurde ihr nach und nach immer mehr die Ungeheuerlichkeit ihrer Tat bewusst, was nicht gerade dazu beitrug, ihren Mut zu vervielfachen. Sie beschloss schließlich, dass eine Entschuldigung auf keinen Fall schaden könne.
„Es tut mir leid, Severus, aber ich konnte nicht anders", sagte sie leise.
„Halt den Mund!", sagte Snape ohne die Augen zu öffnen.
Vorsichtig rutsche sie ein Stück näher an ihn heran. Der Blick, den er ihr jedoch zuwarf, als er aufgrund ihrer Bewegung die Augen öffnete, ließ sie erstarren.
Hermine hatte eigentlich gedacht, alle Facetten zu kennen, die der Blick aus diesen unglaublich schwarzen Augen haben konnte, doch diese hier kannte sie noch nicht – eine Mischung aus Schmerz, Wut und gleichzeitig eine überdeutliche Warnung davor, sich ihm weiter zu nähern. ‚Wie ein in die Enge getriebenes Tier', schoss es Hermine durch den Kopf.
Da sie sich aufgrund dessen nicht weiter vorwagte, versuchte sie es noch mal mit Sprechen.
„Severus, ich weiß, dass das nicht richtig war...", flüsterte sie.
Sie zuckte erschreckt zusammen, als Snape aufsprang und begann, ihre Kleidung, die auf der Couch und auf dem Boden davor verstreut lag, aufzuheben. Als er alles zusammen gerafft hatte, warf er ihr das Bündel so scharf zu, dass sie gerade noch verhindern konnte, es ins Gesicht zu bekommen.
„Scher dich raus!", knurrte er.
Hermine begann mit zitternden Fingern sich anzuziehen, doch Snape schien das nicht schnell genug zu gehen.
„RAUS!", brüllte er und wich gleichzeitig zurück, bis er gegen den Tisch stieß. Er krallte sich an der Tischplatte ein, dass die Knöchel weiß hervortraten, ganz als müsse er sich krampfhaft davor zurückhalten, Hermine etwas anzutun.
Sie stand eilig auf und zog sich auf dem Weg durchs Zimmer das Kleid über den Kopf. Bevor sie in den Kamin trat warf sie Severus noch einen letzten verzweifelten Blick zu. Er stand immer noch da wie vorhin und verfolgte ihr Tun mit erstarrter Miene, bis sie schließlich verschwand.
Als Hermine in ihrem Zimmer angekommen war löste sich die Anspannung und die Tränen liefen ihr übers Gesicht, ohne dass sie etwas dagegen hätte tun können. Wie hatte dieser Abend nur so aus dem Ruder geraten können? Sie beschloss, sich während eines heißen Bades darüber Gedanken zu machen – diese Art sich zu trösten, hatte eigentlich noch immer Wirkung gezeigt.
Zur gleichen Zeit, als Hermine die Hähne an ihrer Badewanne aufdrehte, verließ Snape kurz sein Badezimmer, um sich noch ein großes Glas Whiskey zu holen, während das Badewasser einlief.
Eine Stunde später war Hermine innerlich so in Aufruhr, dass der Gedanke in dieser Nacht Schlaf zu finden, etwas reichlich utopisches bekam. Sie war sich inzwischen der Tragweite ihres Handelns klar geworden und spielte seitdem mit dem Gedanken, ohne weitere Angabe von Gründen freiwillig von der Schule abzugehen, der Zaubererwelt den Rücken zu kehren und fortan wieder unter Muggeln zu leben. Allerdings war das feige und feige zu sein passte nicht in ihr Selbstverständnis. Doch welcher Weg blieb ihr sonst?
Severus würde ihr das niemals verzeihen. Sie hatte jegliche Chance, seine Zuneigung zu erringen verspielt. Sie hatte diesen bis zur Selbstverleugnung stolzen Mann gedemütigt und noch dazu auf eine Weise, die - im wahrsten Sinne des Wortes - unverzeihlich tief unter die Gürtellinie ging. Die Traurigkeit, die diese Erkenntnis in ihr auslöste, war kaum zu ertragen. Sie sah auch keinen Weg, diese Schuld irgendwie aus eigener Kraft abzutragen.
Wenn sie nur rein instinktiv ihre Bedürfnisse an ihm gestillt hätte, wäre es vielleicht noch möglich gewesen, seine Verzeihung zu erlangen. Aber sie hatte ihn dabei absichtlich gequält und gedemütigt – und das war ihm mit Sicherheit genauso klar wie ihr.
Was sollte sie nur tun? Sie konnte doch nicht morgen einfach in seinen Unterricht gehen, als ob nichts passiert wäre. Das würde sie einfach nicht fertig bringen!
Der einzige gangbare Weg für sie war, sich der Sache zu stellen – und zwar so schnell wie möglich. Schon während sich der Gedanke in ihr manifestierte, zog sie sich an. Diesmal wählte sie allerdings eine Jeans und ein Sweatshirt, das so wenig Haut wie möglich freiließ.
Sie würde zu Severus gehen und sich seiner Gnade ausliefern. Er allein sollte bestimmen, was ihre Buße war – sie würde es akzeptieren.
So kam es, dass sie kurze Zeit später mit heftig klopfendem Herzen aus dem Kamin in Snapes Wohnzimmer trat.
Severus saß, bekleidet mit einer Pyjamahose und seinem Bademantel, auf dem Sofa und hielt ein klobiges Glas in der Hand, dessen golden schimmernder Inhalt auf Whiskey schließen ließ. Er hatte ihre Ankunft bemerkt und sah ihr starren Blickes und ohne ein Wort zu sagen entgegen.
Hermine war erleichtert, dass er noch wach war, denn erneut in sein Schlafzimmer vorzudringen wäre ihr nach den Vorkommnissen des heutigen Abends doch reichlich unangebracht erschienen.
Sie atmete einmal tief durch und ging dann auf ihn zu. Angesichts der prekären Lage, hatte sie sich zu einem drastischen Schritt entschieden. Vor seinen Füßen angekommen kniete sie auf dem Boden nieder und senkte den Kopf.
„Was soll das? Steh auf!", sagte Snape sofort.
Hermine kam seiner Aufforderung umgehend nach. Sie erhob sich und trat einen Schritt zurück. Dort blieb sie ohne den Kopf zu heben stehen.
Ihre Verzweiflung nahm stetig zu, während sie darauf wartete, dass er sie ansprach – und er ließ sie lange warten.
„Was willst du schon wieder hier?", fragte er schließlich und Hermine erschrak darüber, wie müde und resigniert seine Stimme klang.
„Ich bin hier, weil ich nichts anderes tun kann, als hier zu sein", sagte Hermine leise.
„Hättest du vielleicht die Güte, mir das näher zu erläutern?", sagte Snape. „Ich bin gerade nicht in der Verfassung für Ratespielchen."
Erst jetzt nahm Hermine wahr, dass er auch etwas schleppend sprach – vermutlich war das nicht der erste Whiskey, den er sich genehmigte.
„Ich kann das, was ich getan habe, wenn überhaupt, nur dann wieder gut machen, wenn ich mich dir ausliefere", sagte Hermine mit zitternder Stimme. „Ich werde dafür tun, was immer du verlangst!"
Sie hob für einen Moment den Kopf und begegnete Snapes Blick der prüfend auf ihr lag. Was würde er tun? Hoffentlich warf er sie nicht wieder hinaus.
„Setz dich!", sagte er zu ihrer großen Erleichterung.
Sie machte einen Schritt auf das Sofa zu.
„Dort hin!", sagte Snape und zeigte auf den Sessel, an den er gefesselt gewesen war.
Hermine schluckte und tat mir einiger Beklemmung, was er verlangte. Sie schaffte es nicht, ihm in die Augen zu sehen und starrte stattdessen ihre ineinander verknoteten Hände an.
„Du willst also, dass ich dir eine Strafe auferlege, die dich von deiner Schuld befreit?", fragte Snape. Sein deutlich sarkastischer Unterton machte Hermine nervös.
„Ja!", sagte sie leise.
„Was wäre denn deiner Meinung nach angemessen für eine Vergewaltigung?", fragte Snape.
Hermines Kopf schnellte hoch.
„Eine... Vergewaltigung?", fragte sie ungläubig. „Meinst du das ernst?"
„Wie würdest du es denn nennen, jemanden gegen dessen ausdrücklichen Willen zum Beischlaf zu zwingen?", fragte Snape.
„Aber du hast doch...", sagte Hermine zögerlich.
„Was habe ich?", fragte Snape.
„...auch Lust dabei empfunden", flüsterte Hermine.
„Dabei ist nicht die Lust entscheidend, sondern das du mich dazu gezwungen hast", sagte Snape.
„Aber ich habe dir doch keine Schmerzen zugefügt", stammelte Hermine.
„Darauf kommt es aber nicht an", sagte Snape. „Ich habe ‚nein' gesagt – laut und deutlich."
„Aber du bist doch ein Mann und...", begann Hermine.
„Und darum habe ich kein Recht ‚nein' zu sagen?", fragte Snape stirnrunzelnd.
„So meine ich das natürlich nicht", sagte Hermine verzweifelt. „Aber es ist doch etwas anderes..."
„Wie würdest du es nennen, wenn ein Mann eine Frau gegen deren ausdrücklichen Willen nimmt, allerdings ohne ihr körperlich nennenswert dabei weh zu tun, sie vielleicht sogar so weit bringt, Lust dabei zu empfinden, obwohl er sie erniedrigt", unterbrach Snape sie, „ist das dann einvernehmlicher Geschlechtsverkehr?"
„Nein!", sagte Hermine tonlos.
„Sondern?", bohrte Snape nach.
„Eine Vergewaltigung!", flüsterte Hermine.
„Siehst du – so einfach ist das!", sagte Snape und nahm einen Schluck aus seinem Glas.
„Ich hätte das nie getan, wenn dein Trank nicht diese verdammten Entzugserscheinungen verstärkt hätte", sagte Hermine kläglich.
„Das ist mir durchaus klar und es ist auch der einzige Grund, warum du relativ unversehrt hier sitzt", sagte Snape.
„Na ja – unversehrt ist was anderes", sagte Hermine kläglich und grinste schief.
Snape schnaubte amüsiert.
„Tut es etwa weh?", fragte er dann mit falscher Freundlichkeit.
„Und wie!", sagte Hermine verlegen. „Ich bin total... wund."
„Na das hoffe ich doch!", sagte Snape schadenfroh.
Hermine wurde rot unter seinem spöttischen Blick und senkte den Kopf. Was sie hier in diesem Sessel noch vor knapp zwei Stunden mit ihm getrieben hatte, schien ihr nun absolut unwirklich.
„Und – wie fühlst du dich sonst so, als ‚echte' Frau?", fragte Snape. Der beißende Spott in seiner Stimme ließ Hermines Kampfgeist wieder aufleben.
„Hervorragend! Danke der Nachfrage!", sagte sie und sah ihn herausfordernd an. „Gehören die Ohrfeige und der etwas raue Abschluss eigentlich zu deinem normalen Repertoire, oder war das speziell für mich?"
„Das war ganz speziell für dich", sagte Snape ohne mit der Wimper zu zucken, „Du hattest dir beides redlich verdient."
„Schlägst du öfter Frauen?", fragte Hermine so beiläufig, als wäre das Thema völlig belanglos.
„Nein, aber in deinem Fall hielt ich eine Ausnahme für angebracht", antwortete Snape genauso gelassen.
„Das heißt vermutlich, du wirst dich nicht dafür entschuldigen...?", sagte Hermine.
„Nein, das werde ich ganz bestimmt nicht!", sagte Snape.
„Okay, das verstehe ich irgendwie", murmelte Hermine.
„Wie überaus nett von dir, so viel Verständnis zu zeigen", sagte Snape sarkastisch.
„Und wie geht's dir so?", fragte Hermine flapsig, die sich über seinen Ton ärgerte.
„Großartig!", sagte Snape. „Nein – Moment – das ist nicht das richtige Wort..." Er runzelte die Stirn und sah sinnierend an die Decke. „Einzigartig! Ja – das ist es! Ich bin sicher der einzige Mann weit und breit, der von einer Jungfrau vergewaltigt wurde."
„Ach – du meinst, das kommt gar nicht so oft vor?", fragte Hermine und riss die Augen erstaunt auf. „Dann werde ich es sicher schwer haben, andere Jungfrauen zu finden, die einen Mann vergewaltigt haben, um mit ihnen eine Selbsthilfegruppe zu gründen."
„Hm... das wird sicher nicht einfach werden", sagte Snape verständnisvoll nickend. „Ach – und wo wir gerade dabei sind – wenn du jemandem davon erzählst, bist du tot!"
„Oh...", sagte Hermine. „In dem Fall werde ich wohl mit dir darüber reden müssen", fügte sie vorsichtig hinzu."
„Dann bist mindestens halbtot", murmelte Snape fast unhörbar und nahm einen weiteren Schluck Whiskey.
Eine Zeit lang sagte keiner von beiden etwas.
„Wie geht es dir wirklich, Severus?", fragte Hermine schließlich leise.
Snape sah sie schweigend an und Hermine zwang sich, seinem Blick standzuhalten.
„Ich bin ziemlich... durcheinander", sagte er schließlich.
Hermine war regelrecht geschockt von dieser Antwort. Nie im Leben hätte sie so viel Offenheit erwartet. Ob diese Anwandlung wohl mit seinem Whiskeykonsum zusammenhing?
„Hast du Veritaserum genommen?", fragte sie mit einem zaghaften Lächeln.
„Nein! Alkohol!", sagte Snape, als hätte er ihre Gedanken erraten.
„Willst du... darüber reden?", fragte Hermine, nachdem sie tief durchgeatmet und ihren Mut zusammengekratzt hatte.
„Da gibt's nicht viel zu reden!", sagte Snape ruppig. „Seit einigen Wochen überschreiten wir – du genauso wie ich – ständig irgendwelche Grenzen. Und heute Abend hast du darin einen neuen Rekord aufgestellt. Ich gratuliere!"
„Es tut mir leid, was ich getan habe, Severus", sagte Hermine, „Aber ich kann es nun mal nicht rückgängig machen. Außerdem konnte eigentlich nichts dafür", fügte sie leise hinzu.
„Pah!" machte Snape verächtlich. „Für deinen Zustand konntest du nichts - was aber nicht heißt, dass du dich nicht hättest zurückhalten können, mich zu... demütigen, wenn du es gewollt hättest."
„Was redest du da?", fragte Hermine aufgebracht. „Soll das heißen, dass du mich für diesen Teil voll verantwortlich machst?"
„Ja!", sagte Snape.
„Für was hältst du mich eigentlich?", schnappte Hermine.
„Für ein hinterhältiges, rachsüchtiges, verdorbenes Miststück", sagte Snape.
Hermine starrte ihn mit offenem Mund an.
„Das ist ja wohl...", begann sie entrüstet.
„...nicht von der Hand zu weisen", beendete Snape ihren Satz.
„Aber ich..."
„Du hättest dich in aller Ruhe auf dem Sofa weiter mit deinen Fingern beschäftigen können", unterbrach Snape sie abermals", aber nein – Mademoiselle de Sade musste sich ja bei der ersten sich bietenden Gelegenheit auf mich stürzen."
„Du hättest mir ja auch freiwillig helfen können, dann hätte ich mich nicht stürzen müssen", sagte Hermine erbost.
„Ich musste mich verdammt zurückhalten, das nicht zu tun", gab Snape freimütig zu. Es war schon bemerkenswert, was ein wenig Alkohol aus einem Mann machen konnte.
„Und? Was hat's dir gebracht?", fragte Hermine spitz.
„Von einer Jungfrau gevögelt zu werden!", sagte Snape düster und kippte den Rest seines Whiskeys hinunter.
„Eigentlich hättest du mich ja bloß gleich zu Anfang fesseln zu brauchen, dann wäre dir nichts passiert", sagte Hermine zögerlich.
„Richtig!", sagte Snape.
„Warum hast du es nicht getan?", fragte Hermine.
„Weil ich ein Idiot bin!", brummte Snape.
„Oder weil dir dann das Vergnügen entgangen wäre, mir zuzusehen?", schlug Hermine vor.
„Tz tz tz – auch noch ein perverser Idiot!", sagte Snape kopfschüttelnd.
„Warum, Severus?", fragte Hermine noch einmal.
„Machst du dir eigentlich irgendeine Vorstellung davon, wie es dir ergangen wäre, wenn du dir keine Befriedigung hättest verschaffen können?", fragte Snape giftig.
„Doch, natürlich – das wäre ganz grauenvoll gewesen", sagte Hermine leise, „aber das beantwortet nicht meine Frage."
Zunächst sah es aus, als hätte er nicht vor, darauf zu antworten, aber dann überlegte er es sich doch anders.
„Ich wollte dir das nicht zumuten", knurrte er.
„Danke!", sagte Hermine. „Das meine ich wirklich ehrlich, Severus! Danke dafür!"
„Außerdem konnte ich ja auch nicht ahnen, dass du zu so drastischen Mitteln greifen würdest", sagte Snape finster.
Hermine sah ihn zerknirscht an.
„Hast du es nicht auch ein kleines bisschen genossen?", fragte sie hoffnungsvoll.
„Doch – jetzt wo du es erwähnst...", sagte Snape und betrachtete interessiert den Boden seines leeren Glases. Hermine hing an seinen Lippen.
„Der Teil mit der Ohrfeige war gut", sagte Snape.
Er hob den Blick und lächelte amüsiert über Hermines bestürzte Mine, wurde dann jedoch merklich ernst.
„Als ich gemerkt habe, dass du vorhast mich zu befreien, hatte ich einen Moment lang große Angst davor, was ich dir antun könnte", sagte er.
„Meinst du das, was du mir dann auch angetan hast?", fragte Hermine sanft.
„Das war nichts, im Vergleich mit dem, was passieren hätte können, Hermine", sagte Snape.
„Was genau willst du damit sagen?", fragte Hermine.
Snape schüttelte unmerklich den Kopf.
„Dass ich kein sehr netter Mensch bin", sagte er und sein Ton zog einen spürbaren Strich unter das Thema.
„Verzeihst du mir?", fragte Hermine, nachdem sie sich eine Weile schweigend gegenübergesessen hatten.
„Wenn ich jetzt ‚nein' sage, wirst du mich weiter vollquasseln, nehme ich mal an", seufzte Snape und sah sie skeptisch an.
„Du weißt doch jetzt, dass ich dein ‚nein' manchmal einfach nicht akzeptiere", sagte Hermine und war sich selber einen Moment lang unheimlich, woher sie den Mut nahm, so etwas zu sagen.
„Du bist wirklich eine selten freche Kröte", sagte Snape fast anerkennend.
„Verzeihst du mir nun?", fragte Hermine.
„Na schön!", knurrte Snape.
„War das ein Ja?", fragte Hermine vorsichtig.
„JA!", sagte Snape barsch.
„Danke!", sagte Hermine.
„Das schließt aber nicht aus, dass ich mich nicht bei Gelegenheit für diese Sauerei rächen werde", sagte Snape mit finsterer Miene.
„Ja!" Hermine war viel zu erleichtert, um sich darüber Gedanken zu machen. Dass er ihr vergab nahm eine zentnerschwere Last von ihrem Herzen.
„Ich bin so froh!", sagte sie gefühlvoll. „Ich hätte es nicht ertragen, wenn du mir nicht verziehen hättest!"
„Hm...", machte Snape.
„Weil ich dich nämlich...", sagte Hermine.
Snape runzelte misstrauisch die Stirn und Hermine biss sich nervös auf die Unterlippe.
„Weil ich dich liebe", flüsterte sie.
„Nicht DAS schon wieder!", sagte Snape und starrte entnervt an die Zimmerdecke.
„Severus, ich..." Hermine stand auf und ging vor ihm in die Hocke. Sie legte eine Hand auf sein Knie und hob dann den Kopf um zu ihm aufzublicken.
Snape verspannte sich deutlich unter ihrer Berührung. Der zornige und deutlich abweisende Blick, mit dem er sie ansah, fühlte sich an wie eine kalte Dusche.
„Geh weg!", knurrte er.
„Aber ich..." Hermine erhob sich und trat verunsichert einen Schritt zurück.
„Wenn man wundgeritten ist, sollte man eine Pause einlegen!", sagte Snape böse. „Und ganz besonders, wenn man sich beim allerersten Mal wundgeritten hat."
Hermine schluckte.
„Aber ich wollte doch gar nicht...", sagte sie zitternd.
„Ach nein? Das ist ja ganz was Neues!", meinte Snape sarkastisch.
„Du willst dich doch auf diese Weise nur weigern, dich damit auseinanderzusetzen, dass ich dich liebe", sagte Hermine.
„Ich glaube kaum, dass es für einen von uns beiden gut wäre, wenn ich mich ausgerechnet JETZT damit auseinandersetze", fauchte Snape.
„Ja... damit hast du vielleicht Recht...", sagte Hermine, aber ihrer Stimme war deutlich die Enttäuschung anzumerken, die sie empfand.
„Du wolltest doch Bedingungen von mir auferlegt haben um deine Schuld abzutragen", sagte Snape, „also hör zu, Hermine: Du wirst dich von mir fernhalten, es sein denn, ich erlaube dir das Gegenteil."
Hermine ließ entmutigt den Kopf hängen. Sie hatte geglaubt, sie wäre ihm mit diesem Gespräch ein Stück näher gekommen, aber das Gegenteil schien der Fall zu sein.
„Ist das dein Ernst?", fragte sie kläglich.
„Was hattest du denn gedacht?", fauchte Snape. „Dass, nachdem du diese Grenze mit Gewalt überschritten hast, alles sowieso schon egal ist? Das ist es ganz und gar nicht, Hermine!"
„Aber du hast mir doch verziehen!", rief Hermine.
„Ja, aber du scheinst anzunehmen, das wäre gleichzeitig ein Freibrief, mir so nahe zu treten, wie es dir gerade passt", sagte Snape.
„Aber ich tu dir doch nichts!", sagte Hermine verzweifelt und erkannte im selben Augenblick, dass dies keine gute Idee gewesen war.
„Vielen Dank! Das beruhigt mich wirklich ungemein!", sagte Snape eisig.
„Es tut mir leid!", sagte Hermine. „So habe ich das nicht gemeint! Was genau verstehst du unter fernhalten?", fragte sie.
„Dass du körperlich eine angemessene Distanz zu mir einhältst", sagte Snape.
„Und was ist angemessen?", fragte Hermine.
„Tu einfach so, als wäre ich dein Lehrer", sagte Snape und zog die Brauen hoch.
„Oh... ja...", sagte Hermine und versuchte ein schiefes Lächeln.
Sie war erleichtert, dass er sich lediglich hierauf bezog und ihr nicht etwa verbot, weiterhin zu ihm zu kommen.
„Das heißt, ich darf morgen Abend wieder zu dir kommen?", fragte sie, um ganz sicher zu gehen.
„Ja, das heißt es", sagte Snape. „Aber nur, wenn du jetzt sofort durch diesen Kamin verschwindest!"
„Okay!", sagte sie, drehte sich wiederstrebend um und ging zum Kamin. Bevor sie hineintrat sah sie sich noch mal um.
„Gute Nacht, Severus!"
„Gute Nacht, Hermine!"
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Fortsetzung folgt...
Eure Meinungen würden mich sehr interessieren!
