Kapitel 36: Neues und Altes

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Ihre Hände glitten über seinen voll bekleideten Körper. Sie lag mittlerweile mehr auf als neben ihn. Seine Körpermitte hatte sich verhärtet, was sie zum Schmunzeln brachte. Ihre Finger glitten zu den Knöpfen seiner Robe und sie begann diese zu lösen, ohne auch nur den Kuss zu unterbrechen. Als alle Knöpfe offen waren zog sie ihn die Robe ganz aus, so dass er nur in Hemd und Hose unter ihr lag. ,, Hermine´´, sagte er und versuchte den Kuss zu unterbrechen, doch sie ließ es nicht zu. Er war zu gut. Sanft schob er sie von sich runter und setzte sich auf und doch versetzte es ihr einen Stich. ,, Hermine, nicht jetzt. In der Hochzeitsnacht. Ich verspreche es´´, seine Stimme klang so sanft und gleichzeitig dunkel. Hätte er sie nicht zurückgewiesen, wäre sie dahingeschmolzen. ,, Okay, aber schlaf wenigstens´´, versuchte sie es nochmal. Wenn er sie schon abwies, brauchte sie sich nicht so schlecht zu fühlen, wenn sie gehen würde. Sie fühlte sich verletzt, doch wollte nichts sagen. Zu einer Nutte war er gegangen, aber sie wollte er nicht. Sie spürte sein Nicken. Tatsächlich war er nur wenige Minuten später eingeschlafen und reagierte nicht mehr. Sanft bewegte sie sich von ihm so weit weg, dass sie aufstehen konnte, ohne dass er es merken würde. Sie konnte kaum etwas sehen und stieß an den Bettrahmen. Ein Schmerz durchfuhr ihr Knie und sie wollte schon losfluchen, konnte sich aber noch rechtzeitig dran hindern. Vorsichtig tastete sie sich mit ihren Hände voran. Erst als sie den Flur erreicht hatte, wagte sie es sich ihren Zauberstab zu benutzen. ,,Lumos´´, flüsterte sie und die Spitze ihres Zauberstabs begann zu leuchten. Sie wusste nicht wie spät es war und beeilte sich. Das Schloss war eh menschenleer, also musste sie wenigstens nicht aufpassen.

Sie stürmte durch das Portal und sah die Beiden, die sie wie eine Verrückte anstarrten. ,, Was ist los?´´, fragte Harry. ,, Wie waren verabredet´´, antwortete sie. Hatte er denn gar kein Gedächtnis? ,, Äh ja Hermine, aber das in drei Stunden´´, Ron schaute sie an, als wäre sie ein Fall für die Klapse. ,, Oh. Naja egal. Snape hat da unten nur eine Uhr oder so und ich hab sie nicht gesehen. Ist vielleicht auch besser dass ich so früh da bin. Dann wacht er wenigstens nicht auf während ich weg bin´´, rechtfertigte sie sich und schmiss sich in das bequeme Sofa. ,, Auf jeden Fall hab ich recherchiert. Also Basilisken können tatsächlich Jungen bekommen. Nur ist das äußert selten. Also können wir uns nicht sicher sein dass es wirklich noch ein Jungtier ist und auch die Kleinen haben Giftzähne. Der tödliche Blick folgt irgendwann. Deshalb müssen wir auch wahnsinnig vorsichtig sein. Wir wissen nicht ob seine Augen schon so weit entwickelt sind oder nicht. Auf jeden Fall muss es bald getötet werden. Ansonsten bricht hier ein totales Chaos aus. Harry, durch dich haben wir ein Vorteil. Der Basilisk sollte leicht durch dein Parsel zu kontrollieren sein. Wir müssen nur was finden, womit wir es töten können´´, erklärte sie und schon wieder schauten die Beiden sie völlig entgeistert an. ,, Ruhig Mine. Du weißt schon dass wir uns das Ding nur anschauen wollen und nicht töten? Wäre ein bisschen auffällig. Außerdem würde das wohl etwas auffallen wenn das Vieh plötzlich tot wäre. Snape wäre sicherlich nicht begeistert davon das du mitten in der Nacht abhaust, um ein Basilisken umzubringen.´´, versuchte Harry sie zu beruhigen. ,, Aber es ist eine Gefahr! Falls er den tödlichen Blick hat, sind alle in Gefahr! Denk dran das ich hier bald heirate und die halbe Schule hier auftauchen wird´´, protestierte sie. ,, So viel wie ich weiß, ist der Basilisk erst vor wenigen Tagen geschlüpft, also reg dich nicht auf. Dein Mann wird sich schon drum kümmern´´, murrte Ron missmutig. ,, Also gut, wann wollen wir los?´´, gab sie klein bei. ,,Meinetwegen jetzt´´, antwortete Harry schultern zuckend und die drei standen auf und gingen zum Portal. Schon komisch wie sich alles verändert hatte. Harry öffnete die Portaltür und blieb direkt wieder stehen. ,, Was ist..?´´, fing Ron an zu fragen und ging zu Harry, brach den Satz dann aber ab und schaute entsetzt. Was war denn jetzt wieder los? Genervt verdrehte auch sie die Augen und ging zu der Tür. Ihr Herz blieb stehen, als sie sah, was die Jungs schon vorher gesehen hatten. Eine schwarze Gestalt hatte sich direkt vor der Tür aufgebaut und schaute sie ohne Emotionen an. ,, Ich hab doch gesagt du kannst nicht schauspielern´´, kam die tiefe Stimme der Gestalt.

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Er ließ seinen Atem immer gleichmäßiger werden und atmete in tiefen Zügen aus und ein. Irgendwas hatte sie vor, da war er sich sicher. Er hatte einen Riecher für sowas. Schon nach wenigen Minuten merkte er wie ihre kleinen Hände an ihr rüttelten. Er reagierte nicht, auch nicht auf ihre Fragen, ob er schon schlafen würde. Er spürte wie sie weiter von ihr wegrückte und dann wie ihr Gewicht das Bett verließ. Er hörte einen kleinen Knall und dann ein leises Fluchen. Ein kleines Lächeln konnte er sich nicht verkneifen. Keine Minute später ging die Tür seiner Wohnung zu. ,,Typisch Gryffindor´´, murmelte er vor sich hin. Er hatte nichts anderes von ihr erwartet und konnte ihr nicht einmal sauer sein. Er würde genauso reagieren. Nur was hatte sie vor? ,,Lumus Solem´´, flüsterte er und das Zimmer wurde von einem hellen Licht erfüllt. Seine Robe hatte sie achtlos auf den Boden geschmissen. Er hätte wohl doch mit ihr schlafen sollen, dann wäre sie wenigstens geblieben, dachte er sich. Jetzt musste er sich bemühen. Schnell zog er sich an und folgte ihr in den Kerker hinaus. Er hatte schon eine genaue Ahnung wo sie geblieben war. Ihm war schon von vornerein nicht geheuer gewesen, dass Weasley und Potter so plötzlich mitkommen wollten. Er beeilte sich, doch konnte sie auf den Weg nicht mehr einfangen. Das Porträt der fetten Dame schlief glücklicherweise schon und so konnte er lauschen. ,, Harry, durch dich haben wir ein Vorteil. Der Basilisk sollte leicht durch dein Parsel zu kontrollieren sein. Wir müssen nur was finden, womit wir es töten können´´, hörte er Hermines Stimme. Darum ging es also. Sie wollten den Basilisken in der Kammer des Schreckens töten. Mehr brauchte er nicht hören. Er würde einfach warten bis die drei sich davonschleichen wollten.

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,, Severus… ich … ich konnte nicht schlafen und bin zu Harry und Ron gegangen damit..´´, begann sie nervös. Was sollte sie jetzt bloß sagen? ,, Damit sie mit dir in die Kammer des Schreckens gehen?´´, fragte er mit hochgezogenen Augenbrauen. Sie war überrascht. Er klang kein bisschen sauer. Eher belustigt. ,, Es tut mir leid?´´, versuchte sie es , doch es klang eher wie eine Frage. Er trat einen Schritt nach vorne und Ron und Harry wichen zur Seite. Er trat vor sie und sie wünschte sich auch zurückweichen zu können. ,, Wenn ihr den Basilisken töten wollt, komme ich mit. Ich hätte Potter eh gebraucht um dort reinzukommen´´, sagte er während er ihr Kinn leicht mit seiner Hand anhob. Selbst aus seinem Blick konnte sie nichts lesen. Er schnappte sich ihre Hand und strich mit den Daumen über ihren Handrücken. ,, Wollen wir?´´, fragte er an Harry gewandt. Er nickte nur verstört und trat aus dem Portal, gefolgt von ihr und Snape. Was passierte hier? War sie in irgendeinen Traum gefangen? Wenn ja war sie sich nicht sicher ob sie aufwachen wollte. Als Ron ihnen folgen wollte, drehte sich Snape um. ,, Ich denke Sie bleiben hier, Mr. Weasley. Wir wollen ja nicht noch mehr Schaden anrichten oder?´´, bedachte er Ron mit einen tödlichen Blick, so dass der Mund, der etwas sagen gewollt hatte, einfach offen stehen geblieben war.

Auf dem Mädchenklo war es seltsam still. Selbst Myrte schien sich verkrochen zu haben. Harry stand vor dem Waschbecken und murmelte Worte vor sich hin während sie neben Snape stand, der sie immer noch an der Hand hielt und ihr immer wieder nichtssagende Blicke zuwarf. Es war zum Verrücktwerden! Schon Sekunden Später standen die drei vor dem Loch das alles zu verschlingen schien. ,, Ich gehe als Erster. Danach Hermine und dann Sie Potter´´, gab er die Anweisung und sprang in das Loch. Harry trat beiseite, um für sie den Weg frei zu machen. Für ihn war es ja nichts großes, aber sie kannte das nur aus Harrys Erzählungen. Sie schaute in das Loch. Bei Merlin, da konnte man ja gar nichts sehen. Ihr zitterten die Knie bei dem Gedanken dort runterzuspringen. ,, Los geh schon. Du landest weich´´, beruhigte Harry sie und sie trat mit zugekniffenen Augen in die Dunkelheit.