hi, auch bissi eklig ab und zu...
***
Ich sehe mich, mit sieben Jahren auf dem Boden kauernd, eine aus Rodolphus´ Perspektive nicht mehr ganz so riesige Erektion vor meinem tränenüberströmten Gesicht.
"Komm schon Rowle, sie ist nur ein dummes Mädchen, lass sie, wir müssen hier verschwinden!"
Rowle. Wie er Rodolphus wütend ansieht, sich dann aber zurückzieht und alle disapparieren, Rodolphus Wut und Angst, weil er aus seiner Zelle seinen Bruder nicht daran hindern kann, sich in die Luft zu sprengen, Wiedersehensfreude mit Narzissa beim ersten Treffen, tiefe Liebe und Sorge, als die beiden kurz allein und unbeobachtet sind, Wut und Verzweiflung, als er mit ansehen muss, Abend für Abend, wie Er Bellatrix hinaus schickt und Narzissa zu sich ruft, seine Abscheu, als er Bellatrix vorgaukelt, mit Freude und Genuss seine ehelichen Pflichten zu erfüllen, was Bellatrix gerne mit dem ein oder anderen Mord oder Folter verbindet – das Bild wechselt – anscheinend greift Snape tiefer, ich spüre deutlich, dass Rodolphus sich wehrt, er hat aber keine Chance gegen Snape.
Plötzlich muss ich schlucken, Frank und Alice Longbottom liegen vor Bella und ihm auf dem Boden, noch ein paar andere Todesser, die ich nicht erkennen kann stehen auch dabei, sie sprechen abwechselnd den Cruciatus, während Bella ihnen immer wieder Fragen stellt, über Voldemorts Tod, Dumbledore, über den Minister, über den Orden, Rodolphus´ Abscheu und Selbsthass sind deutlich zu spüren, als er merkt, dass die Longbottoms langsam den Verstand verlieren und nur noch wirres Zeug murmeln, Bellas Erregung in ihren Augen beim Anblick der schmerzverzerrten Gesichter, seine man könnte sagen Erleichterung, als plötzlich Auroren – angeführt von Moody – auftauchen und alle festnehmen, seine Sorge um Narzissa, als er sieht, dass Lucius nicht vor Gericht steht. Seine echte, respektvolle Bewunderung gepaart mit Hoffnung, als er Jahre später erfährt, dass Snape aufgestiegen ist, seine Verblüffung, als Remus ihm erzählt, dass er sich mit seinem Problem beruhigt an Snape wenden kann...
Snape zieht sich plötzlich zurück, gerade als Remus ins Licht treten wollte und ich muss mich bemühen, da es sehr auffällig wäre, ihn nicht anzubrüllen, dass ich sehen will, wie es Remus geht.
Snape fährt sich mit der Hand durchs Haar.
„Was macht euch so sicher, dass ich damit nicht zum Lord gehe?"
Jetzt sieht Rodolphus mich direkt an.
„Sie."
„Ich?", frage ich verwirrt. Narzissa sieht mich voller Wärme an.
„Man sieht deutlich, dass ihr wahre Zuneigung füreinander empfindet, vielleicht überrascht es euch selbst sogar", beginnt sie und ich staune, wie Recht sie hat.
„Du bist sehr stark Nymphadora. Mit Severus auszukommen ist nicht einfach, ich weiß es, ich kenne ihn fast so lange wie Lucius. Er leidet sehr in Askaban, er bekommt dort einfach keine anständige Maniküre."
Muss laut auflachen. Selbst Snape lächelt ein wenig schadenfroh.
„Versteht mich nicht falsch, Lucius war immer gut zu mir und er liebt Draco wirklich. Aber er hat dieser Ehe aus den gleichen Gründen zugestimmt, wie ich. Wenigstens hassen wir uns nicht, sonst wäre Draco noch unbegabter geworden, als er ist. Wenn seine Magie stärker wäre, müsstest Du das alles nicht tun", sagt sie und sieht mich ein wenig traurig an.
„Schon gut, Severus passt auf mich auf", antworte ich lächelnd. Snape streicht sanft über meinen Rücken.
„Lucius´ Magie ist zu schwach, Er hätte ihn nie zum Stellvertreter gemacht, ich bezweifle stark, dass Lucius in der Lage wäre, die Ausbildung, die ich erhalte, auch nur ansatzweise erfolgreich zu absolvieren. Ich kenne mittlerweile mehr magische Wege Leben auszulöschen, als ihr euch vorstellen könnt. Das meiste ist äußerst kompliziert und nur unter großem Kraftaufwand ausführbar."
„Ja, Dein Muskelaufbau in letzter Zeit ist auch einer der Gründe, weshalb Bella so auf Dich steht."
Stimmt, Snapes Hemd scheint sich in letzter Zeit ein bißchen über seinem Oberkörper zu spannen.
„Nein, das kommt von den vielen Crutiatus- Flüchen, wenn ich einen Zauber nicht sofort schaffe."
Ich glaube, einer der Jungs hat unterdrückt aufgelacht. Vermute, es war Ron.
„Ich werde Ihm sagen, dass es Draco zusätzlich unter Druck setzt, unter der Beobachtung seines herrischen Vaters zu stehen. Nymphadora wird mit ihm reden."
Blicke überrascht auf.
Gut, dass ich nicht als Letzte über meine Zukunft aufgeklärt werde.
Die beiden erheben sich und gehen zum Kamin. Narzissa umarmt und küsst zuerst Snape, dann mich. Kann nicht anders, umarme sie sehr gerne und fest. Bin froh, dass ich wenigstens nicht alle meine Tanten hasse. Nicht mehr.
Auch Rodolphus umarmt Snape und steht dann vor mir. Mir treten Tränen in die Augen und ich werfe mich in seine Arme.
„Danke. Für alles. Damals", flüstere ich in seinen Umhang und er drückt mich väterlich oder onkellich an sich.
„Ich musste das tun. Ich wusste zwar nicht, wer Du bist, aber das was Rowle tat habe ich oft genug mitansehen müssen. Auch wenn es mir nur dieses eine Mal vergönnt war, ihn zu hindern.."
Sie treten zurück, damit Snape den Kamin passierbar machen kann und verschwinden kurz darauf.
„Ich glaube, ich muss meine Meinung über Sie noch einmal überdenken", sagt Harry, der nun ohne Umhang wieder sichtbar ist.
„So? Na da fühle ich mich doch gleich besser, wenn der Auserwählte sich dazu herablässt, seine Meinung zu überdenken."
Ron sieht Harry ungläubig an.
„Wie kommst Du darauf?"
„Kapierst Du nicht, Ron? Er schafft es, dass sich Seine Anhänger nach und nach in seine verwandeln."
Ron kapiert offenbar nichts.
„Er will damit sagen, dass immer mehr Leute hinter Severus stehen, statt Voldemort", erkläre ich und Ron zuckt wie immer beim Klang seines Namens zusammen.
Außerdem sieht er aus, als bezweifle er stark, dass es eine echte Verbesserung ist, wenn Voldemorts Fans zu Snapes werden.
***
„Willst Du nicht an meinem Outfit zaubern?", frage ich am nächsten Tag Snape, der mich vor Malfoy Manor appariert hat. Seit Voldemort sich dort aufhält, kann man nur noch über das Mal dorthin gelangen. Oder Blutsbande.. Anerkannte zumindest...
Er sieht mich lange an.
„Sei vorsichtig. Du darfst nicht allzu begeistert klingen."
Ein dezentes Augenrollen meinerseits.
Er lächelt mich an und gibt mir einen warmen Kuss.
Gerade, als ich ihn zurück küssen will, disappariert er.
Ich betrachte eine Weile das Tor. Wie komme ich eigentlich herein? Können die mich sehen, oder ist das Haus abgeschirmt. Bestimmt hat es Sicherheitszauber. Ich ziehe meinen Zauberstab und schicke einen Stupor gegen das Eisentor.
Sofort erscheinen vier Todesser vor mir und umzingeln mich.
Ups.
„Zu Schade, dass es hier nur so von Aurorenaufspürzaubern wimmelt. Bist recht hübsch für ne Ordnungshüterin, dachte immer..."
„Frances halt ´s Maul, erkennst Du sie nicht?", fragt ein kleinerer und löst seine Maske vom Gesicht. Die anderen folgen seinem Beispiel und alle knien nieder. Alle außer Frances, der mich offenbar nicht erkennt.
„Was kann ich für Euch tun, Madamme Snape?"
Madamme Snape? Sind die irre? Klingt ja fürchterlich.
Aber jetzt hat ´s Frances auch geschnallt und wirft sich mir vor die Füße.
„Verzeiht, Herrin, ich habe Euch nicht erkannt, Euer Haar war anders, nicht so rosa, ich wusste nicht, bitte verzeiht..."
„Schon gut, schon gut. Ihr alle könnt... also aufstehen."
Mensch, muss mir abgewöhnen, immer rot anzulaufen.
Herrin. Man reiche mir Reitgerte und eine Leine für meine neuen Hündchen....
„Ich müsste kurz mit Lord Vol... ähm mit unserem Lord sprechen", verbessere ich mich schnell, kein Todesser sagt jemals seinen Namen. Wobei ich rein technisch kein Todesser bin...
„Sicher, einen Moment noch."
Sie treten alle außer Frances mit erhobenem linken Arm durchs Tor. Sehe ihn fragend an.
„Ich werde Euch mit meinem Leben beschützen."
Nicke langsam.
Stimm, hier direkt vor dem neu präparierten Tor der Malfoys droht mir eindeutig ernsthafte Gefahr.
Narzissa kommt heraus und nimmt mich in den Arm.
Als wir den Salon betreten, höre ich wieder laute Schmerzensschreie von unten.
Klingen aber nicht nach Ollivander, klingen animalischer.
„Das ist der Werwolf", klärt mich Narzissa auf und mein Blut gefriert.
„Oh, welch hoher Besuch! Sei gegrüßt, Nichte Nymphadora", flötet Bellatrix und klettert von Voldemorts Schoß, der ein wenig gelangweilt auf seinem Thron sitzt.
Nagini liegt zusammengerollt vor ihm auf dem Tisch und wendet ihren Kopf mir zu.
Voldemort bittet mich neben ihm Platz zu nehmen.
„Narzissa, geh und nimm sie in euren Stammbaum auf, damit sie das Anwesen betreten kann. Schließlich gehört sie zur Familie. Nicht wahr?"
Narzissa nickt und strahlt scheinbar stolz, während Bella nur halb so begeistert aussieht.
„Sprich, mein Kind."
Er legt seine Leichenhand auf meine und ich schaffe es, sie zu ergreifen.
„Ich habe eine private Bitte an Euch. Bezüglich eines Gefangenen."
Er winkt und Pettigrew kommt herbeigeeilt.
„Bring unseren Gast her."
Pettigrew verneigt sich und verschwindet nach unten.
„Nein, Herr, ich meinte einen Gefangenen in Askaban", versuche ich es nun deutlich verunsicherter.
Er lehnt sich lächelnd zurück und klopft auf seine Oberschenkel.
Bin ich neun oder was??
Setze mich gehorsam auf seinen Schoß, er beginnt sofort mit seiner gespaltenen Zunge über meinen Nacken zu lecken, was ich normalerweise mögen würde, wenn nicht ausgerechnet Er es tun würde.
„Sprich nur weiter."
Er rutscht etwas nach vorne und drückt seine Erregung gegen meinen Hintern.
Pettigrew schleppt eine vermummte Gestalt herein und lässt ihn auf einen Stuhl fallen.
„Bedenke", unterbricht er mich, als ich anfangen will, „ Ich gewähre Dir eine einzige Bitte bezüglich eines Gefangenen, mein Kind." Seine überdeutliche Betonung macht mich ein bißchen misstrauisch.
„Ich verspreche Dir, dass ich Dir Deine Bitte in jedem Fall erfüllen werde. Also sprich sie nur aus."
Bekomme das Gefühl in eine Falle zu laufen.
„Herr, ich bitte Euch nur, Lucius Malfoy aus Askaban zu befreien", sage ich vorsichtig, meinen Blick immer wieder auf die vermummte Gestalt gerichtet, die nun herzhaft stinkendes Zeug zu Boden hustet.
„Wieso Malfoy?", fragt Voldemort skeptisch und ich bekomme eine Gänsehaut.
„Ich möchte Severus ein Geschenk machen. Ich möchte, dass Malfoy sich vor ihm verbeugen muss. Als Jubiläumsgeschenk sozusagen. Morgen sind wir exakt ein halbes Jahr zusammen, ich wüsste nicht, was ich ihm sonst schenken könnte. Natürlich nur, wenn Ihr ihm sagen würdet, dass es meine Idee war, Lucius zu befreien."
Gott hoffe das klang für ihn nur halb so grauenvoll, wie es das in meinen Ohren tat.
„Hm. Sehr anständig von Dir. Lucius hat sich nicht immer respektvoll gegenüber Severus verhalten. Es wäre auch einen Genuss für mich, zu sehen, wie er ihm den nötigen Respekt zollt. So sei es. Sag Owens, er soll dafür sorgen, dass Lucius frei kommt."Er wedelt mit der Hand Richtung Pettigrew.
Puh, bin einigermaßen erleichtert.
War fast schon zu einfach. Aber er hatte mir ja versprochen, dass er mir diese Bitte auf jeden Fall erfüllt... Wieso eigentlich.
„Du siehst, sie hatte die Chance, Dich zu befreien. Sie hat sich eintschieden, ihre Bitte an einen Deiner Feinde zu verschwenden, Du bist ihr gar nicht erst in den Sinn gekommen. Du bist ihr egal. Akzeptiere es endlich."
Die Gestalt schüttelt langsam den Kopf. Dabei verrutscht die Kapuze und ich muss einen Schrei unterdrücken.
Oh Gott. Das kann nicht sein.
Blutunterlaufene braune Augen starren mich zuerst fassungslos, dann wütend an, mehrere Kratzspuren im Gesicht, das Haar mehr grau als braun.
Remus.
Zumindest das, was von ihm übrig ist.
In seiner Rechten Wange ist ein großes Loch, so groß, dass ich sein entzündetes Zahnfleisch erkennen kann. Mehrere seiner Zähne sind ausgefallen, auch im Unterkiefer muss ein Loch sein, Speichel tropft daraus zäh auf seinen lumpigen Umhang.
Er ballt seine Hände zu Fäusten, seine Nägel sind blutverkrustet.
Voldemort erhebt sich langsam und verlässt gefolgt von seinen Anhängern den Salon.
Remus lacht trocken auf.
„Ich bin so ein Idiot."
Er bedeckt seine müden Augen mit einer Hand.
Ich stehe auf und lege ihm vorsichtig die Hand auf die Schulter.
Er zittert. Nein, er weint.
„Remus, ich kann das erklären, Du darfst das nicht falsch verstehen, ich..."
„Verschwinde", knurrt er so leise, dass ich ihn fast nicht verstanden hätte.
„Hör mir doch mal kurz..."
Er springt erstaunlich kraftvoll auf und wirft mich fast um, stolpere unbeholfen rückwärts.
Sein Umhang rutscht auseinander und entblößt seinen unbekleideten Oberkörper. In Höhe des Brustbeins pulsiert ein riesiges Geschwür, das jeden Moment zu platzen droht.
Etwas weiter unten rinnt Galle aus einem kleinen Loch und verätzt in breiten Bahnen seine Haut.
„Remus, mein Gott..."
Er sieht an sich herunter.
„Das war Dein Liebster, Tonks, er verunreinigt den Trank, die anderen kapieren es nur nicht, bei ihnen ist es nicht so schlimm, sie nehmen ihn nicht so häufig wie ich", blafft er mich an.
„Wieso nimmst Du ihn auch? Heißt das Du gehörst jetzt zu Greybacks Meute?"
Er lacht wieder trocken auf.
„ICH gehöre nicht dazu, im Gegensatz zu Dir."
Er springt mit einem Satz zu mir und reißt meinen linken Ärmel herunter.
Offenbar verblüfft über die unversehrte Haut stolpert er nun zurück.
Er sieht mich voller Ekel an.
„Du stinkst nach ihm. Ich kann ihn überall an Dir riechen. Wieso er? Suhlst Du Dich in seiner neugewonnenen Macht? Bist Du jetzt seine Hure?"
Er hat mich längst am Arm gepackt und schüttelt mich heftig. Bekomme langsam Angst.
„Nimm Deine Pfoten weg, Lupin. Sofort", donnert Snape ihn an und Remus zuckt heftig zusammen.
Er lässt mich los und dreht sich zu ihm.
„Siehst Du? Weißt Du woher er das kann, dieses lautlose Anschleichen, hast Du Dich das nie gefragt?"
Eigentlich schon...
„Weißt Du, dass nur Vampire das können?"
Snape lächelt mitleidig.
„Willst Du ihr damit sagen, dass ich ein Untoter bin, Wolf?"
Ich gehe einen Schritt auf Snape zu. Remus sieht abwechselnd zu mir und zu Snape.
„Verdammte Scheiße, Tonks. Du liebst ihn. Schniefelus hat eine Freundin. Ich verrotte im Keller dieses Schlosses und Du lässt Dich von IHM... warum ausgerechnet er!"
Ich gehe noch einen Schritt dichter an Snape heran, Remus muss wahnsinnig sein, sein Blick ist es zumindest.
„Dir bekommt der Trank nicht, oder?", fragt Snape höhnisch, als wenn es nicht offensichtlich wäre.
„Du mieses Schwein! Du verdammtes, mieses..."
Er setzt zum Sprung an, die Tür fliegt knallend auf und Greyback springt ihm entgegen. Ihre Körper treffen in der Luft knirschend aufeinander, beide fallen laut aufheulend zu Boden.
„Schluss damit", brüllt Snape die beiden Werwölfe an und reißt Remus an den Haaren zurück. Was allerdings nicht den gewünschten Erfolg hat, denn er hat lediglich ein dickes Büschel Haare in der Hand, die er ihm ausgerissen hat.
Er lässt sie angewidert fallen und zieht seinen Zauberstab.
„Argentum magica", ruft er und sein Zauberstab überzieht sich selbst mit einer Schicht aus reinem Silber.
Greyback und Remus brüllen schmerzerfüllt auf, als er ihnen nacheinander seinen Stab ins Genick rammt.
Pettigrew kommt herbeigerannt und packt Greyback mit seiner silbernen Hand im Nacken und zieht ihn unter immenser Kraftanstrengung weg von Snape.
Remus schlägt mit beiden Händen fest auf den Boden und brüllt mich an.
„Ich dachte, Du liebst mich! Du verdammte Hure! Wieso hast Du mich getäuscht, ging es Dir um Mitleid? Hattest Du nur Mitleid mit mir? Was empfindest Du dann für ihn? Du willst doch nicht ernsthaft behaupten, dass Du ihn liebst?!"
Werde rot. Sehe erst Snape, dann wieder Remus an.
„Doch. Ich habe mich schon ein bißchen in ihn verknallt, aber nicht so..."
„Was soll das heißen, liebst Du ihn oder nicht?"
Ich zögere.
„Genug, das reicht als Antwort. Ein Werwolf war Dir wohl nicht ausgefallen genug, was? Nein, es muss der zukünftige Lord sein. Da kann ich natürlich nicht mithalten. Sicher, sein Schwanz ist größer, das konnte ich früher sehen, als Du vor mir kopfüber in der Luft hingst!!" Er steht wieder dicht vor Snape, der ihn aus kalten Augen anblickt.
„Halt endlich Dein dreckiges Maul!", sagt er so leise und ruhig, dass Pettigrew und Greyback ihren Kopf einziehen.
Jemand klatscht.
„Schön schön. So viele Emotionen. Hass, Wut, Verzweiflung, Schuld und natürlich", Voldemort geht nah an Remus heran, „ Liebe. Liebe lässt einen seltsamen Dinge tun, nicht wahr, Remus. Sag ihr, warum Du den Trank nimmst, obwohl Du Dich uns nicht angeschlossen hast."
„Du drohst mir ständig damit, sie zu mir in meinen Käfig zu stecken. Bei Vollmond."
„Wie niedlich. Er nimmt den Trank, der es mir möglich macht, ihn zu kontrollieren, wenn er verwandelt ist, aus Liebe zu Dir. Damit er Dich nicht verletzt. So ein braver Wolf."
Er tätschelt Remus´ Kopf und wischt die hängengebliebenen Haare an dessen Hose ab.
„Offenbar bekommt Dir die Dosis nicht, denn, Nymphadora, nachdem Peter ihm ungeschickterweise erzählt hat, dass der Trank verdünnt ist, nimmt er die doppelte Menge zu sich, vor lauter Angst, er könne jemanden verletzen. Schafft ihn weg, er blutet den ganzen Boden voll."
Pettigrew nimmt Remus am Arm und zieht ihn hinter sich her. Remus wendet seine Augen nicht ab von mir, sie sind voller Hass und Abscheu.
„Danke, Nymphadora, ich denke es wird nicht mehr lange dauern, bis er sich mir anschließt."
Voldemort verschwindet wieder, dicht gefolgt von Bellatrix.
Narzissa kommt zu uns und drückt meine Hand.
„Du bist im Stammbaum aufgenommen und kannst jetzt jederzeit das Haus betreteten."
Sie lächelt Snape an.
„Sie hat mich gerufen."
„Ich hatte wirklich angst um Dich. Er ist eine Bestie."
Wir gehen gemeinsam hinaus in den Garten.
„Nein. Dazu habe erst ich ihn gemacht", flüstere ich, nur für Snape hörbar.
***
"Was soll eigentlich das alles mit den Vampiren, irgendwie scheinst Du ja doch zu ihnen zu gehören", frage ich ein paar Stunden später ist Snapes Labor, in dem mehrere Kesseln brodeln und im Moment wieder Albus halbnackt vor mir liegt. Snape behandelt seine Lunge, offenbar fällt dem alten Mann das Atmen schwer.
"Du hast es ihr nicht erzählt?" kichert Albus und schüttelt seinen Kopf.
"Er ist zu bescheiden. Severus hat während einer Erkundungstour in Rumänien einem Vampirfürsten das Leben gerettet."
Snape sieht mich seufzend an und legt seinen Zauberstab hin.
"Er hatte sich lediglich in einer Falle verfangen, aus der ich ihn befreit habe. Ich wusste nicht, dass es ein Vampir ist."
"Dann verwandeln sie sich wirklich in Fledermäuse?", frage ich begeistert.
"Nur die reinblütigen, gezeugten Vampire. Die verwandelten nicht. Später wurde ich von seinem Vater, einem Nachfahren von Dragul eingeladen und apparierte zu einem Schloss in den Felsen. Ich landete direkt vor zwei plötzlich auftauchenden Wächtern, die mich hineinbrachten und versuchten auszufragen. Sie sperrten mich sechs Tage in ein Loch im Felsen um meine Kondition zu testen. Anscheinend habe ich ihren Test bestanden, denn ich durfte Baden und wurde dann dem Jungen, den ich gerettet hatte vorgestellt. Er gab mir zum Dank ein Geschenk. Das ist alles."
"Super, bin total viel schlauer als vorher. Was hat er Dir geschenkt?"
"Rituell geopfertes Blut. Sein Blut."
"Teile der Vampirmagie sind in Severus´ Körper gewandert. Seine Augen wurden dunkler, er kann viel besser sehen bei Nacht, als wir. Und es ist ihm wenn auch mit Anstrengung möglich, sich lautlos und fast unsichtbar zu bewegen, genau wie sie."
"Musstest Du sein Blut trinken?", frage ich, doch er ist verschwunden.
"In einem Trank, der die Aufnahme in meine Zellen gewährleistet. Ja", sagt er plötzlich direkt hinter mir.
Erschrecke einigermaßen heftig.
"Vererbst Du das weiter?"
"Nymphadora, ich dachte, wir wollten noch mit dem Nachwuchs warten", lächelt er und beißt sanft in meinen Hals. Meine Haut kribbelt bis runter zu meinen Füßen.
"Zeig Deine Zähne!" Ich drehe mich um und umarme ihn.
Er dreht den Kopf und zeigt seine normalen Eckzähne.
"Puh."
Ich ziehe mich lächelnd an ihm hoch und küsse ihn genüsslich. Gefällt ihm mindestens so gut wie mir, er hebt mich etwas an und presst mich dabei noch fester gegen sich.
"Wir sind fertig, oder?", fragt Albus grinsend und steht auf.
"Ich habe noch eine Verabredung mit Harry, er bringt mir hoffentlich heute noch die letzte Erinnerung, die wichtigste überhaupt. Wenn es stimmt, was ich vermute, finde ich auch bald die letzten Horkruxe. Mir bleibt nicht viel Zeit, ich kann euer Glück schon überdeutlich spüren."
Spüre, wie sich Snapes Körper versteift.
"Nymphadora, Severus. " Er nickt uns eigentümlich lächelnd zu.
Review? istina
