Kapitel 36 – Februar

Ihr erster Unterrichtstag verging ganz normal und ihre Animagi- Verwandlungen waren erfolglos, wie üblich. Nach anderthalb Stunden hatte Draco seinen Zauberstab niedergelegt und fuhr sich frustriert mit den Fingern durchs Haar.

„Hermine, lassen wir es gut sein für heute Abend. Ich bin fix und fertig", sagte er gähnend.

Sie stand vom Boden auf und nickte. „Klingt gut. Ich verstehe nicht, warum wir es immer noch nicht hinkriegen…"

„Wer weiß?" Draco zuckte die Achseln und schnipste nach einem Hauselfen. Eine Minute verstrich und ein weiterer Elf tauchte mit einem Krug eiskalten Wassers, zwei Gläsern und einem Tablett voll Obst auf, die er auf dem Tisch neben der Couch abstellte.

„Erinnerst du dich noch an dein Versprechen?", sagte Draco. Hermione warf ihm einen Seitenblick zu und seufzte fast unmerklich.

„Ja", sagte sie gefällig. „Ich bin gleich wieder da."

Draco ließ sich auf der Couch nieder, ziemlich zufrieden, dass er seinen Willen bekommen hatte. „Nicht dass ich es sie wissen lassen würde", feixte er, während er sich ihre zweifellos wütende Reaktion vorstellte. Er biss in einen Apfel und kaute vergnügt.

Sie kam nach einer Minute zurück, einen Ordner und mehrere lose Pergamentblätter in den Armen.

„Das ist alles", sagte sie. Sie legte alles mit einem leisen Rascheln auf dem Tisch ab und setzte sich neben Draco.

Er hob eine Augenbraue bei dem uncharakteristischen Chaos. „Also wo fangen wir an?", fragte er skeptisch und blätterte einige Seiten durch. Er verengte die Augen, während er die Schrift betrachtete. Sie schien sich vor seinen Augen zu verzerren und sich gleichzeitig in mehrere verschiedene Sprachen zu verwandeln. Englisch, Französisch, Gobbledygook, irgendeine Runenschrift und… waren das Hieroglyphen? Er blinzelte einmal, zweimal, damit die Tinte aufhörte herumzuwirbeln, doch nichts änderte sich.

„Verschlüsselte Schrift", erklärte Hermine, die Dracos Anstrengung bemerkte. Sie wedelte mit ihrem Zauberstab über dem Stapel und sofort hörte die Schrift auf sich zu bewegen und wurde lesbar.

„Clever", bemerkte er, während Hermine die Seiten durchging.

„Meine erste Aufgabe war es herauszufinden, ob du immer noch für Voldemort arbeitest", begann sie. „Natürlich habe ich nichts gefunden. Ich dachte, das wäre es gewesen, als Channing mir eine weitere Aufgabe erteilte und noch dazu eine sehr interessante." Sie ließ ein leises „Aha!" ertönen, als sie das passende Pergament fand, und reichte es Draco. „Ich sollte Harry analysieren und seine Schwächen herausfinden, damit er sich besser auf seinen Kampf vorbereiten kann."

Draco nickte und überflog die Liste. „Das ist alles?", fragte er, stirnrunzelnd.

Sie nickte. „Während ich arbeitete, habe ich sie immer wieder modifiziert. Die anderen Seiten bestehen aus Tiefenanalysen seiner sogenannten „Mängel" und was man dagegen unternehmen kann."

Er schaute wieder auf das Pergament und krauste die Stirn: Da standen nur zwei Punkte darauf. „Die Liste ist nicht besonders lang."

„Er ist nicht besonders schwach", entgegnete Hermine. Sie bedachte ihn mit einem strengen Blick. Draco verdrehte die Augen und fuhr fort zu lesen.

„Schwach im Zaubern – das macht Sinn, aber du hast es durchgestrichen."

„Er hat eine Menge dazugelernt", sagte Hermine.

„Aber angesichts des Dunklen Lords? Hermine, jeder ist schwach im Zaubern im Vergleich zu ihm." Sie warf ihm einen ausdruckslosen Blick zu, der ihm schweigend zu verstehen gab, dass sie ihm die Blätter wegnehmen würde, bevor er sie weiter durchsehen konnte. Schlauerweise entschied er sich dazu, zum nächsten Punkt überzugehen. „Du hast „schwach im Geiste" auch durchgestrichen."

„Er hat gute Instinkte und reagiert sehr schnell. Jetzt ist er auch ziemlich gut in Okklumentik. Und er kann dem Imperius- Fluch vollkommen widerstehen."

„Und was ist mit dem Cruciatus- Fluch? Kann Narbenkopf dem auch widerstehen?", sagte er bitter.

„Nein", antwortete Hermine leise. „Das kann niemand."

„Du wärst überrascht", sagte er trocken.

Hermine verzog das Gesicht und sah ihn mitfühlend an, was Draco unglaublich verlegen machte. Er wandte sich wieder der Liste zu, während seine Wangen sich leicht rosa färbten.

„Naja, ich weiß schon, dass ich helfen werde. Ich habe etwas gefunden, das dir entgangen ist."

Hermine sah ihn überrascht an. „Wovon sprichst du?", fragte sie und sah die Blätter durch. „Harry hat alles, das er zum Gewinnen braucht."

„Nope", sagte Draco zuversichtlich.

Hermine schüttelte wieder den Kopf.

„Er ist ein furchtbarer Lügner."

Hermine schwieg für einen Moment. „Du hast Recht", sagte sie leise. „Er kann nicht lügen und wenn es um sein Leben ginge, worauf es tatsächlich hinauslaufen könnte… Guter Tipp."

Draco verbeugte sich spöttisch auf der Couch. „Und für meine nächste Performance werde ich dich raten lassen."

„Nächste Performance?", fragte Hermine mit fragendem Blick.

„Der nächste Fehler, den ich gefunden habe", sagte er.

„Da ist noch etwas, das mir entgangen ist?" Draco nickte. Hermine schüttelte ungläubig den Kopf. „Niemals. Nein, mir können nicht zwei entgangen sein!"

„Tut mir leid, aber so ist es leider. Er sorgt sich um andere Leute", sagte er schlicht. „Er sorgt sich zu sehr."

Hermine schaute ihn an, völlig verwirrt. „Wovon redest du da?"

„Er sorgt sich zu sehr um andere Leute", wiederholte Draco. „Wenn du oder einer der Weasleys in Gefahr wäre, würde er sich selbst für euer Leben aufopfern."

„Das wird er ohnehin schon tun", sagte Hermine hitzig. „Das ist, was er in der Schlacht tut – er ist bereit, sein Leben für uns alle zu geben, selbst für die, die er nicht kennt."

„Du hast mich missverstanden, Hermine. Wenn einer von euch, ein einziger, jemals in die Hände des Dunklen Lords fiele, würde Potter sich selbst aufgeben, damit die Geisel überlebt." Hermines Gesicht fiel zusammen und sie starrte ausdruckslos auf das Pergament. „Leugnest du das?"

„Nein", sagte sie leise. „Du hast Recht. Er würde sich selbst für uns aufgeben, was unglaublich edelmütig ist."

„Töricht", sagte Draco gleichzeitig.

Hermine schaute ihn mit einer merkwürdigen, gemischten Miene an. Draco konnte sich nur vorstellen, was ihr durch den Kopf ging.

„Töricht", sagte sie leise. „Meinst du wirklich?"

„Ja. Potters Pflicht ist es die Welt zu retten", sagte er verächtlich. „Das kann er aber nicht, wenn er sich ständig darum sorgen muss, ob seine Freunde noch am Leben sind oder nicht."

„Also muss er sich fokussieren", sagte Hermine.

„Oder vergessen. Egal wie sehr er sich auf seine Aufgabe fokussiert, was würde er tun, wenn jemand von euch im Kampf sterben sollte?"

„Es wird ihn entweder umbringen oder stärker machen."

„Aber das ist ein Risiko, das ihr euch nicht leisten könnt. Er muss sich von seinen Freunden lösen können, während er kämpft. Es geht um ihn und den Dunklen Lord, niemand anderen."

Hermines Augen weiteten sich. „Ginny…", flüsterte sie. „Was ist mit Ginny?"

Draco warf ihr einen Blick zu. „Was ist mit ihr?"

„Sie gehen miteinander." Sie sagte es, als wäre es das Offensichtlichste auf der Welt, was, wie Draco vermutete, es auch tatsächlich war. „Wenn Voldemort Ginny in die Hände bekommt, weiß ich nicht, was Harry tun würde…"

„Alles", antwortete Draco für sie. „Wenn er sie liebt, würde er alles tun…" Er sagte die letzten Worte leise, wie zu ihm selbst.

Hermine gestattete sich ein warmes Lächeln trotz Dracos abwesenden Blicks und kehrte dann zum Thema zurück. „Ich werde Channing morgen eine Nachricht schicken und ihm die Neuigkeiten mitteilen."

Draco feixte selbstzufrieden und lehnte sich in die Couch zurück. „Siehst du? Ich kann dir helfen. Du hättest es mir früher sagen sollen. Wer weiß, wie viele andere genialen Ideen ich mir hätte einfallen lassen können?"

Hermine verdrehte die Augen und schlug ihn spielerisch gegen den Arm. „Ja, absolut brillante Ideen, Draco. Und wenn du jetzt noch dein kluges Köpfchen auf deine Hausaufgaben richtest, werden wir vielleicht etwas anderes zustande bekommen."

Draco ächzte, griff jedoch nach seinen Büchern. Für den Rest des Abends arbeitete Draco an Astronomie, während Hermine sich auf Alte Runen konzentrierte. Um Mitternacht gingen sie für die Nacht in ihre jeweiligen Betten.

Hermine fütterte Channing mit den Informationen, die sie und Draco entdeckt hatten. Moody fuhr damit fort, ihr jede Woche Updates vom Orden zu schicken. Sie sprach nicht mit Draco über diese Angelegenheiten, auch wenn ihn das nicht davon abhielt zu fragen. Doch Hermine hielt an ihrer Entscheidung fest zu schweigen. Es ging nur Ordensmitglieder etwas an. Und obwohl sie Draco vertraute, wollte sie das Versprechen nicht brechen, das sie beim Eintritt in die angesehene Gruppe abgeleistet hatte.

Ein Monat verging. Valentinstag stand vor der Tür und hing bedrohlich über Dracos Kopf. Er wollte etwas Besonderes unternehmen, doch ihm fiel nichts ein. Es gab die lächerlich normalen Dinge – Blumen, Schokolade, süße und doch leere Versprechungen – aber der Gedanke an etwas so Simples ließ Draco erschaudern.

Es beschäftigte ihn den ganzen Tag und als Hermine an diesem Abend auf der Couch in seine Arme glitt, fühlte Draco sich abgelenkt und absurderweise besorgt. Hermine bemerkte seine Anspannung fast sofort und fragte ihn, was los sei.

„Nichts", antwortete Draco rasch. „Bin müde, das ist alles."

Hermine schaute ihn für eine Sekunde an, dann nickte sie und legte ihren Kopf wieder auf seine Brust. „Dann werde ich dich heute nicht so lange wach halten", sagte sie. Draco gluckste und hob ihren Kopf mit seinem Finger hoch. Obwohl er noch vor einer Sekunde eine geistreiche Erwiderung auf der Zunge hatte, versagten ihm die Worte, als er ihrem Blick begegnete. Er küsste sie stattdessen, eine willkommene Alternative.

Die Pflicht, die der Valentinstag ihm auferlegte, wog noch schwerer auf seinem Herzen. Für einen Moment spielte er mit dem Gedanken, sie einfach zu fragen, was sie sich wünschte. „Aber das nimmt einfach den Spaß heraus aus der Sache. Und ich möchte, dass es eine Überraschung wird."

Plötzlich kam ihm eine Idee. Er zuckte von seiner eigenen Genialität zusammen, was Hermine aufschreckte.

„Was war das denn?", fragte sie ihn. Sie setzte sich auf.

„Äh, nichts", sagte Draco, der sich ebenfalls aufrichtete. „Hör mal, es tut mir leid, aber ich muss mir wirklich eine Mütze Schlaf holen. Wir sehen uns morgen." Mit einem kurzen Schmatzer auf ihre Lippen stieg er schnell die Treppe hoch und betrat sein Zimmer. Er hatte das Gefühl, er müsse sich sofort darum kümmern.

Der 14. Februar kam. Tatsächlich war er schon fast wieder vergangen. Die Große Halle war ganz mit pinken und roten Herzen dekoriert worden, was junge Mädchen kichern und Jungen würgen ließ. Hermine saß mit Ron und Ginny beim Abendessen, den Kopf auf eine Hand gestützt, während die andere mit ihren zerstampften Kartoffeln spielte. Sie hatte einen entfernten Ausdruck in ihren Augen, der ab und zu an Tränen grenzte.

Ron bekam davon gar nichts mit. Er war mehr fasziniert von Lavender Brown, mit der er sich versöhnt hatte und nun wieder ging. Ginny bemerkte Hermines Melancholie jedoch und streckte ihre Hand über den Tisch, um sie auf Hermines Arm zu legen.

„Ich weiß, wie du dich fühlst, Hermine", sagte sie mit einem matten Lächeln. Hermine bemerkte, dass auch ihren Augen Tränen glitzerten. Sie seufzte und nickte.

„Ich weiß, Ginny. Danke."

Nachdem sie ihren Arm ein letztes Mal gedrückt hatte, wandte Ginny sich wieder ihren Kartoffeln zu, die, wie Hermine bemerkte, wie ihre eigenen nicht weniger wurden. „Offensichtlich bin ich nicht die einzige, die heute Kummer hat", dachte sie. Sie hatte Draco den ganzen Tag über nicht gesehen. Und die Tage zuvor war er abgelenkt und distanziert gewesen, was Hermine ein merkwürdiges und nicht besonders schönes Gefühl gab. Es war Ironie des Schicksal: An dem Tag, der Paaren gewidmet war, war Hermine stur ignoriert worden.

Sie warf einen Blick auf die Uhr und seufzte wieder. Sie entschied, dass nur am Tisch zu sitzen und mit ihrem Essen herumzuspielen absolut nicht weiterhalf, entschuldigte sich und ging zu ihrem Schlafsaal zurück. Als sie sich dem Porträt näherte, fand sie es leer vor und runzelte die Stirn. In diesem Moment packte eine Hand sie an der Schulter.

Hermine kreischte und drehte sich in die Richtung, aus der die Hand aufgetaucht war. Hervor trat Draco, der ziemlich zufrieden mit sich wirkte dafür, dass er Hermine solch einen spitzen Schrei entlockt hatte.

Ohnehin schon nicht in bester Laune, war Hermines Tag durch den Schreck nicht besser geworden. „Und das verrückte Grinsen auf seinem Gesicht hilft auch nicht gerade", dachte sie genervt.

„Ich hatte gehofft, dass du bald zurückkommst", sagte er und nahm ihre Hand. Ohne Erklärung zog er sie durch den Korridor und begann, sie um Ecken und Winkel zu führen. Hermine kannte den Weg nicht, den er einschlug, und wurde mit jedem Schritt misstrauischer und besorgter.

„Wohin gehen wir?", fragte sie ihn.

„Du wirst schon sehen", sagte er mysteriös.

Sie traten schließlich aus dem Tunnel vor dem Raum der Wünsche. Hermine lächelte widerwillig. „Draco, was hast du vor?" Ihr Herz fühlte sich schon leichter an.

„Oh, nichts Besonderes", sagte er, während er vor dem Raum drei Mal auf- und abging. Eine Tür erschien und Draco zog Hermine darauf zu.

„Schönen Valentinstag, Hermine", raunte er in ihr Ohr, während er die Tür hinter sich schloss.

Sie keuchte auf bei dem Anblick, der sich ihr bot. Ein zierlicher und verschnörkelter Tisch stand in der Mitte des Raumes, bedeckt von einem cremefarbenen Tischtuch. Zwei passende Stühle standen zu beiden Seiten des Tisches. Darauf war eine Vase mit einer einzigen roten Rose platziert. Leise Geigenmusik ertönte von einer unsichtbaren Quelle, während der Kerzenschein von den prunkvollen Leuchtern sanft wogte, als würde eine leichte Brise wehen. Winzige Lichter huschten ohne erkennbares Muster durch die Luft. Sie schienen von dem fernen Klang von Glocken begleitet zu sein.

Hermine drehte sich zu Draco um, strahlend lächelnd. Tränen des Glücks füllten ihre Augen, während sie ihre Arme um seinen Hals schlang. „Draco, es ist wunderschön." Das kleine Bisschen von Sorge, das sich in seinen Blick gestohlen hatte, verschwand auf der Stelle bei Hermines Worten. „Danke", sagte sie und küsste ihn. „Es ist zu viel."

„Bei einem Malfoy heißt es alles oder nichts", erwiderte er lächelnd an ihren Lippen. Damit nahm er ihren Arm und führte sie sanft zum Tisch. Nachdem sie Platz genommen hatte, schnippte er mit den Fingern und bestellte für sie beide. Sie verbrachten das Mahl mit relativ wenig Unterhaltung. All die Worte, die sie beide zu sagen hatten, konnten ihre Blicke viel besser ausdrücken: sanfte, belustigte und sogar ein paar lusterfüllte.

Nach dem Dessert reichte Draco ihr einen roten Samtbeutel über den Tisch. Darin war ein Geschenk enthalten: ein weiter Anhänger für das Armband, dass sie zu Weihnachten bekommen hatte. Diesmal war es ein Drache. „Damit du an mich denkst", sagte Draco mit charmantem Lächeln. Er befestigte es behände an der silbernen Kette und nahm ihre Hand, um ihr hoch zu helfen. Als sie aufgestanden war, verschwand der Tisch und der Boden unter ihren Füßen wankte. Sie taumelte etwas und hielt sich an Draco fest.

„Was passiert hier?", fragte sie und schaute auf den Boden. Er verwandelte sich von Holz zu Marmor. In der Ecke tauchte ein Schrank auf, ebenso wie ein Ankleideschirm. Sie sah zu ihm hoch und hob eine Augenbraue. „Draco", sagte sie mit einem Lächeln, „was zum Teufel geht hier vor?"

Er sagte nichts, sondern führte sie zum Schrank. Er öffnete ihn langsam, wobei er den Inhalt für einen Moment vor ihr verbarg, bevor er aus dem Weg trat. Hermine schnappte nach Luft, als sie ihr Ballkleid vor sich sah, inklusive Maske, Schuhe und Handschuhe. Ihre sanften Augen schwammen vor Tränen, als sie sich ihm zuwandte.

„Wie lange weißt du es schon?", fragte sie.

„Seit unserem ersten Kuss", raunte er. „Niemand hat mich jemand so geküsst wie du. Du musst es gewesen sein." Sie schwelgten in dem Augenblick und er schob sie auf den Schrank zu. Hermine wechselte in das bezaubernde Kleid und richtete ihr Haar und Make-up so gut her, wie sie konnte. Als sie hinter dem Schirm hervortrat, wartete Draco bereits auf einer, wie sie jetzt erst realisierte, Tanzfläche. Er war gekleidet wie Don Juan und sah so elegant aus wie beim ersten Mal auch.

Die Musik setzte ein. Draco und Hermines Nacht hatte gerade begonnen. Bis tief in die Nacht hinein raunten sich Zärtlichkeiten zu und verließen den Raum erst, als die Kerzen vollkommen niedergebrannt waren.