Harry hielt ein kleines Stück Holz in der Hand, einen Portschlüssel, mit kleinen Griffen, die eingeschnitzt waren. Das würde die Rettung für die Delacours sein und er würde dafür sorgen, dass niemand feststellen konnte, wohin der Kanal führte. Der Plan war an sich einfach. Familie durch Hintertür, Portschlüssel in die Hand drücken, Spuren verwischen und selbst nachreisen um sicherzugehen, dass sie wie geplant an dem Landepunkt ankamen, wo die Ordensmitgliedern auf sie warteten. Bill Weasley würde unter anderem Wache stehen.

Das Delacour Anwesen war in der Nähe eines kleinen Ortes. Es war ein kleines Muggeldorf, doch auch zwei Zaubererfamilien waren ansässig. Fachwerkhäuser und Eichen zierten die Umgebung. Dahinter waren die Felder eines Bauern. Die Villa der Delacours stand auf einer kleinen Anhöhe, umgeben von weiten Wiesen und ein paar verstreuten Beeten.

Das Haus in seiner seltsamen Pracht war ein Alptraum für eine Notrettung. Verwinkelt und nicht einsehbar. Monsieur Delacour hatte zudem seiner Familie nichts erzählt. Das fand Harry etwas seltsam, aber es war eigentlich auch nicht nötig dass sie etwas wussten. Im besten Fall würde Harry sie rausholen. Er hatte alles; seinen Zauberstab, nicht dass er einen benötigen würde, sowie Pistole, Dolch und Patronen, beides aus purem Silber.

Abwesend überprüfte er seine Ausrüstung. Alles war an seinem Platz.

„Genießt du die Herbstluft?", fragte Joanne Delacour, die hinter ihm aufgetaucht war.

Harry lächelte sie schwach an, „Ich will nur den Kopf frei bekommen."

„Kein Angst, Thomas wird schon nichts zugestoßen sein. Und Sebastian ist zwar manchmal etwas… bissig, allerdings meint er es niemals böse."

„Wie ist es eigentlich möglich, dass sie mit ihm verwandt sind? Immerhin sind sie eine Veela und eindeutig nicht seine Tochter.", fragte Harry nun.

„Ich komme aus den Veelakolonien."

„Veelakolonien?"

„Die Diskriminierung ist auch in Frankreich schlimm. Außerdem haben es Veelas nicht gerade leicht, sie halten sich ungern in Gesellschaft der Menschen auf. Ich lebte dort aber naja… ich war nicht gerade d'accord mit den dortigen Gepflogenheiten. Also bin ich gegangen. Ich habe eigentlich noch einen anderen Namen. Sebastian hat mich aufgenommen."

Harry konnte spüren, dass das nicht alles war. Außerdem erklärte es so gut wie nichts, erst recht nicht ihre Macht. „Warum… Hatte es was damit zu tun, dass sie so mächtig sind?"

Sie lächelte, „Etwas, ja. Ich bin ein besonderes Exemplar unserer Art. Ich weiß gar nicht, wie ich das erklären soll… es ist… schwierig. Man könnte sagen ich hätte eine besondere Beziehung mit meiner Magie, die sonst niemand hat. Ich war immer der Ansicht, dass wenn man die Magie als solches erstmal verstanden hat, dann erfährt man eine Erkenntnis der Magie, die einem die Augen öffnet."

„Welche Erkenntnis?"

„Magie ist eins, egal in welcher Form sie auftritt. Ich weiß das klingt simpel, aber wir sehen auf so viele vermeindlich verschiedene Arten von Magie herab und denken, sie wären so unterschiedlich. Ich habe zum Beispiel das Gefühl, dass wir uns magisch sehr ähnlich sehen, Harry."

„Aber wir sind..."

„Das ist das Problem, dass viele damit haben. Ich gehe jede Wette ein, dass die junge Lovegood das genauso sieht."

„Hat Luna irgendeine Fähigkeit, die sie auch haben? Ich meine, sie ist etwas...", fragte Harry unverblümt.

Delacour grinste, „Naja ich muss gestehen, dass sie etwas eigen ist, allerdings kann sie nichts dafür, immerhin… Für eine junge Erwachsene kann es sehr schwierig sein so viele Eindrücke zu verarbeiten. Wir sehen mehr als normale Menschen und da kann es manchmal zu… Verwirrungen kommen, besonders, wenn man in einem magisch so aufgeladenen Ort lebt wie Hogwarts einer ist. So viele Schüler sind schon in diesen Hallen gelaufen…"

„Also sie können mehr sehen als andere und haben eine bessere Beziehung zu ihrer Magie… Aber sie sind so…", Harry brach ab, weil er wirklich nicht wusste, wie er sie beschreiben sollte.

„Verständnis ist der Schlüssel zu allem, Harry Potter. Einer der Gründe warum ich es besser gefunden hätte, wärst du in der Schule geblieben. Auch wenn das seltsam klingt.", antwortete Delacour.

„Waren Sie in Beauxbatons?", fragte Harry nun.

„Nein, ich war tatsächlich in Hogwarts, auch wenn man es nicht glauben mag. Ich konnte meine Aura schon sehr früh kontrollieren, was auch gut war, sonst hätte ich dieselben Probleme gehabt wie die arme Fleur. Aber wie ich hörte, hat sie jetzt einen Freund."

Harry grinste, „Ja, das habe ich auch gehört. Ich-"

Etwas explodierte. Harry ruckte seinen Kopf rum um zu sehen, was passiert war. Er spürte die Schattenmagie, die sich ausbreitete. Für einen kurzen Moment dachte er, es sei Thomas. Doch dann erkannte er die Feindseligkeit der Magie.

Sie waren da. Und es waren nicht gerade wenige.

Er spürte Bellatrix Lestrange, erneut und er spürte Schatten, die sich in dem kleinen Städtchen umtrieben. Das Anwesen selbst wurde nicht angegriffen. Die Schatten ermordeten stattdessen die Muggel und er wollte wirklich helfen, doch das waren nicht seine Befehle.

Was wäre, wenn es eine Ablenkung war.

Er sprang in Richtung des Hauses und landete mitten in der Eingangshalle. Schnell fixierte er seine Umgebung. Gabrielle Delacour saß in einem süßen Kleidchen auf der Treppe und schrie, als er in die Halle sprang.

Sebastian Delacour kam herangestürzt, ebenso wie Fleur, die ihn irritiert ansah.

„Sie greifen an! Nehmen sie ihre Frau und die Kinder und wir gehen durch die Hintertür, ab da Portschlüssel!", bellte Harry.

Sebastian nickte, „Komm, Gabrielle! Fleur, hol deine Mutter!"

Das Mädchen weinte und Fleur wurde ebenfalls panisch, „Mon dieu! Mamam! Très vite!"

Ihre Mutter, die Fleur sehr ähnlich war, rannte nach unten und ergriff Gabrielles Hand. Harry drängte die Familie durch das Speisezimmer, als er eine schwarze Aura hinter sich spürte.

Sich nur kurz umwendend, sendete er einen starken Kältezauber auf den Todesser. Dieser ging sogleich zu Boden, verzweifelt nach Luft ringend, doch es war vergebens. Seine Aura erlosch augenblicklich. Doch Harry bemerkte direkt seinen Fehler. Die anderen Auren wurden auf sie aufmerksam.

Schatten näherten sich und er rief „Schnell!", was ein lauteres Weinen von Gabrielle erzeugte, was ihm auch leid tat, aber sie mussten sich wirklich beeilen.

Sebastian nahm den Portschlüssel, den Harry aus seiner Tasche zog. Die Familie hielt sich daran fest. Harry sprach das Passwort und sie verschwanden. Er sprach einen starken Feldzauber, der die Spuren des Schlüssels überdeckte und das in letzter Sekunde, denn hinter ihm tauchten weitere Schatten auf.

Ihre Flüche zwangen Harry hinter eine dicke Eiche zu sprinten. Er nahm die Pistole aus dem Halfter und riskierte einen Schuss rechts am Baum vorbei. Der Schuss traf einen Schatten direkt in die Brust. Er wurde nach hinten geworfen, doch der Schatten hinter ihm zebarst den Sterbenden ohne mit der Wimper zu zucken mit einem Fluch und das Blut spritzte heftig gegen die Glastür.

Das Glas zersprang, als zu Harrys Ekel ein rotes Stück Fleisch hindurch sauste.

Er wandte sich schnell wieder um, als ein Fluch ihn fast traf. Er konzentrierte sich kurz. Er sprang.

Hinter dem Schatten auftauchend, spürte er bereits, wie dieser sich umwandte. Schnell packte er den Arm des Schattens und rammte ihn in seinen Kumpanen, beide mit einer fließenden Bewegung gegen die Wand drückend. Er griff nach der Pistole und schoss mehrere Male in den Kopf des einen und die Brust des anderen.

Blut spritzte ihm ins Gesicht und die Zauberstäbe fielen zu Boden. Hinter ihm hörte er „Crucio!", und konnte nicht ausweichen.

Die Pistole fiel zu Boden und er fiel hart auf die Seite, sich unter elenden Schmerzen windend, doch machte trotzdem undeutlich unter tausenden Eindrücken den einen Todesser aus.

„Sternit Fortem!", presste er hervor, und aus seiner Hand schoss ein Fluch. Der Todesser schrie auf, das Brechen seiner Knochen übertönend.

Der Fluch war von Harry genommen, und mit unsicheren Beinen richtete er sich auf und schritt auf den Todesser zu. Er entfernte seine Maske grob und starrte in ein unglaublich hasserfülltes Gesicht, dass er nicht einmal kannte.

„Im Namen der Internationalen Vereinigung der Zauberer, nehme ich dich hiermit fest.", sprach Harry und betäubte den Todesser. Dann fesselte er ihn und mit einem schwachen Kraftstoß schlitterte der reglose Mann in Richtung eines Nebenraumes, um ihn aus dem Kampfgeschehen fernzuhalten.

Harry war froh, dass die Delacours mit dem Portschlüssel weg waren. Er hob seine Pistole auf und sprang zum Ziel des Portschlüssels. Er wollte überprüfen, ob es ihnen gut ging und ob sie empfangen worden waren wie geplant.

Doch seine Reise wurde jäh unterbrochen, als er scheinbar verzerrt wurde. Er konnte sich nicht mehr spüren und der kalte Wind, der sonst durch ihn durch sauste, wenn er sprang, wirbelte kurz. Er landete wieder auf derselben Wiese, von der er gekommen war.

Er lag auf dem Bauch und rollte sich augenblicklich auf die Seite, doch ein Tritt traf ihn in die Nieren und er schrie auf. Eine Hand packte seinen Kragen und er sah in das Gesicht des braungelockten Schattens, welcher verächtlich auf ihn herabblickte, wie damals.

„Harry Potter."

Dann warf er ihn zu Boden. Harry traf hart auf den Boden und ein stechender Schmerz ließ ihn abermals aufschreien. Er rollte sich mit aller Gewalt zur Seite und presste einen Kraftstoß durch seinen Arm, welcher von der Kälte Harrys eigener Magie brannte.

Der Schatten sprang kurz zur Seite und Harry griff nach seiner Pistole, schoss ein paar Mal auf ihn, doch der Braunhaarige sprang einfach zu Harry und riss ihm die Pistole aus der Hand.

„Lächerlich. Das haben die Unsäglichen aus dir gemacht? Ein Weichei?"

Er spukte auf Harry und packte ihn. Harry spürte, wie er aus der Ebene gerissen wurde.

Er fing sich mit den Beinen ab, als sie landeten, und versuchte die Geschwindigkeit zu nutzen, um den Schatten mit dem Ellbogen in die Rippen zu schlagen. Es klappte, doch plötzlich riss eine Welle aus Magie Harry von ihm weg und er kam an einer Wand zu stehen.

Wo waren sie?

Es war dunkel und kalt und stank fürchterlich. Der Boden klebte.

Harry sah den Schatten an, der mit der Hand blitzschnell Kreise in die Luft malte. Kleine Eissplitter erschienen und rasten auf Harry zu.

Er warf sich zur Seite und sendete einen Kältefluch, dann einen Kraftstoß und zwei weitere Todesflüche auf seinen Gegner.

Dieser löste sich erneut in Schatten auf und tauchte neben ihm wieder auf. Langsam nervte Harry das.

Harry löste sich selbst aus der Ebene und tauchte hinter dem Schatten auf, der allerdings darauf vorbereitet war.

Er drehte sich und trat mit aller Gewalt in Richtung von Harrys Bauchraum, so schnell, dass Harry ihn fast nicht ausmachen konnte.

Harry stieß seitlich gegen das Beim und rammte dem Schatten seine Faust in den Magen.

Noch immer etwa zwanzig Zentimeter von dem Schatten entfernt, nahm Harry den Dolch und drückte ihn gegen den Rumpf des Schattens, doch er wehrte ab und Harry wurde weggefegt von einer Welle der Magie.

Er landete auf dem Boden und sprang sofort wieder auf.

Auf seinem Dolch war etwas Blut.

Der Schatten sah kurz an sich herunter und grinste, „Interessant."

Doch augenblicklich flog ein schwarzer Strahl auf ihn zu und Harry wand sich unter dem stärksten Schmerzfluch, den er je gespürt hatte.

Undeutlich nahm er wahr, wie der Schatten auf ihn zukam. Er spürte einen weiteren Tritt in die Nieren.

„Potter, du bist erbärmlich. Glaubst du wirklich, mich schlagen zu können? Ich bin kein gewöhnlicher Schatten du Vollpfosten!"

Nochmals spürte Harry einen Tritt und schrie auf, als er das Krachen seiner Rippen spürte.

Der Schmerz betäubte ihn fast komplett, doch er weigerte sich aufzugeben.

Er nahm den Dolch und rammte ihn in das Bein des Schattens, der wutentbrannt aufschrie.

„Interficio!", rief Harry nun und schickte gleich einen Kältefluch hinterher. Die zwei Flüche wurden vom Schatten in die Dunkelheit des Raumes geschickt.

Das Bein des Schattens blutete, der Dolch steckte immer noch drin.

Harry rief den Dolch zu sich, mit all der Gewalt, die seine Magie aufbringen konnte und der Dolch sauste auf ihn zu, eine breite Wunde in dem Bein hinterlassend.

Blut mischte sich mit dem undefinierbaren Schleim auf dem Boden.

Harry sprang schnell auf und wich dabei einem Schmerzfluch aus.

„Du unwürdiger kleiner Wichser! Du weißt gar nicht, mit welch Thaumaturgie du zu es zu tun hast!" rief der Schatten und sendete einen Fluch auf ihn, den Harry nicht kannte. Es war zu spät zum ausweichen.

Das Gefühl war grässlich. Er fühlte sich aus seinem Körper gerissen und es schmerzte irgendwo und er konnte nicht sagen wo, aber es war unerträglich.

Als dieses Zerren aufhörte, schrie Harry auf und fühlte sich mit einem Mal unendlich elend. Er hatte das Gefühl als gehörte er eigentlich tot.

„Das, mein lieber Harry, ist wahre Macht. Kontrolle über deine Seele, ihr Schmerzen zuzufügen, sie von dir zu reißen und dich spüren lassen, wie es ist, unfreiwillig zu leben. Dich spüren lassen, was Schattenmagie wirklich bedeutet."

Mit einem unkontrollierten Schrei des Schattens riss sich ein weiterer Fluch gewaltsam aus dessen Aura und die Magie zerrte erneut an Harry. Er schrie erneut, als er sich wieder in seinem Körper spürte.

Harry machte nur noch die kalte Aura des Schattens aus, bedrohlich, riesig.

Harry lag wieder auf dem Boden.

Schlag um Schlag der Magie traf ihn und es fühlte sich an wie mit Sirius am See, bei den dunklen Bestien.

Doch mit dem nächsten Fluch machte es… klick. Er konnte es nicht beschreiben. Es war als würde ein Schalter umgelegt und er verstand.

Den nächsten Fluch wehrte er ab und dieses Unbestimmte, woran die Magie zerrte, wurde von Harry mit eisernem Willen an seinem Platzgehalten.

Er stand auf, und spuckte Blut aus während der Schatten vor ihm wieder einen Fluch losriss.

Harry löste sich aus der Ebene und wich dem breiten schwarzen Strahl aus, dieser riss die Wand ein, Staub füllte den Raum.

Ein weiterer Fluch und Harry wich wieder aus.

Er warf den Dolch. Der Schatten schaffte es, ihn mit ungeheurer Geschwindigkeit aufzufangen, doch Harry schaffte es ihn wieder zu sich zu rufen. Mit weit aufgerissenen Augen schrie sein Gegner unverständliche Worte und Harry spürte, wie sich seine Aura vervielfältigte.

Schlagartig, als wäre ein Tintenfass explodiert, wurde der Raum schwarz. Kleine Schwaden von Schatten trieben sich rum. In der Dunkelheit nahmen Gestalten Form an und bewegten sich auf Harry zu.

Dutzende Hände griffen nach ihm und Harry sandte Schneidefluch um Schneidefluch aus, begleitet von dem Lachen des irren Schattens.

Harry rannte im Kreis, wand sich, sendete Schneideflüche, doch die Zufuhr an diesen Kreaturen schien nicht abzunehmen.

Eines packte ihn am Arm und er sah, wie die Schatten undeutlich menschliche Strukturen bildeten und schließlich ergaben sie ein Gesicht.

„Warum, Harry? Du hast mich allein gelassen."

Harry erstarrte, als er in das Gesicht von Ginny Weasley guckte, welche ihn vorwurfsvoll anblickte.

„Du hast doch gemerkt was aus mir wurde und du hast nichts getan!"

Nun nahm sie ihn bei beiden Schultern. Alles Schlechte der vergangenen Monate stürzte auf ihn ein und er musste irgendetwas tun, doch Ginny Weasley stand fest vor ihm und hatte ihn im Griff.

„Dabei solltest du mein Held sein! Du solltest du der goldene Ritter sein, der mich rettet! Ich war so elend!"

Es liefen Tränen ihr Gesicht hinunter.

„Du hast mir nicht geholfen! Ich hab doch gefleht und gefleht, es war doch so viel warum musste mir das passieren! Nur wegen dir! DU warst mein Held und ich habe davon geträumt dich zu heiraten und du nimmst mir alles! Es tut so weh!"

Sie schrie und weinte bitterlich. Wie damals.

„Du hast mich aufgegeben und hast einfach zugesehen, du krankes Arschloch! Nun gib mir wenigstens eine Sache!"

„Alles…", sprach Harry schwach, den Schatten vergessend, der noch im Raum stehen musste. Es gab nur sie.

„Einen Kuss."

Sie näherte sich ihm, doch es war nicht das Gefühl ihrer Lippen, welches ihn aus seiner Trance holte. Es war das bekannte Gefühl, als würde alles in ihm kalt werden und er würde hinfortgerissen zu dieser Gestalt, die ihren Kopf auf ihn zubewegte.

Dementor.

Instinktiv reagierte Harry nun, er riss sich von Ginny los, und stach ihr den Dolch in den Hals, und die Gestalt deformierte, nahm gar unmenschliche Züge an, bevor das Silber sie verbrannte und sie starb.

Die Schatten klärten sich auf. Der Schatten stand noch da, grinste Harry höhnisch an.

Harry war fertig. Es war alles zu viel. Seine Rippen brannten wie Feuer, er konnte kaum noch atmen.

Er krümmte sich und die Luft war beißend. Alles schien zu schmerzen, selbst das Augen offen halten. Er wollte nichts lieber als in Ohnmacht fallen.

Doch er konnte nicht.

Es würde alles umsonst sein.

Mit einem Schrei stürzte er sich auf den Schatten, den Dolch erhoben, dieser wehrte den Stich ab, versuchte Harry niederzuwerfen, doch Harry nutzte die Gelegenheit um mit einem Kraftstoß die Beine des Mannes wegzufegen und Harry landete schließlich auf ihm.

Der Dolch fiel zur Seite. Harry hatte eine Hand am Hals des Mannes und würgte ihn, doch dieser stieß Harry mit seinen Beinen von sich runter und holte, noch liegend, zu einem linken Haken aus, den Harry zu Boden lenkte.

Er setzte sich auf, stützte sich auf den Arm des Mannes und durch seine Hand wanderte ein Kältezauber. Er traf den Mann im Gesicht und Harry erkannte sogleich den Frostbrand der sich an dessen Hals bildete.

Der Schatten schrie auf.

Dann traf ein Schneidefluch Harrys Arm und es brannte fürchterlich. Die Wunde fror unter der Last der Magie.

Harry löste sich mit letzter Konzentration und sprang zum Dolch und hob ihn auf. Doch der Schatten war weg.

Plötzlich war er hinter Harry und Harry spürte einen Kraftstoß, der ihn wegriss.

Der Schatten verschwand und bevor Harry gegen die Wand krachte, tauchte er vor ihm auf.

Plötzlich hatte sein Gegner einen Eissplitter in der Hand und Harry war sich sicher er würde ihn erstechen.

Doch dazu kam es nicht. Der Mann röchelte.

Der Dolch.

Er war mitten in der Brust des Mannes.

Harry musste ihn in der Hand gehalten haben, als er in seine Richtung fiel.

Der Mann schrie einen schrillen, unmenschlichen Schrei als das Silber ihn vergiftete.

Harry griff den Dolch abermals. Das Silber verbrannte auch ihn, der Griff war beschädigt.

Doch er drückte ihn dem Schatten gnadenlos ins Magendreieck und drückte den Griff nach unten. Die Klinge glitt zum Herzen des Schattens.

Das Herz war getroffen, der Mann war tot.

Es war vorbei.

Harry schaffte es gerade so ein Notsignal zu senden, bevor er in Ohnmacht fiel.

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