Bury my heart

Kapitel 36

Mehr!

Das Schlafzimmer war bis auf zwei brennende Kerzen an der Wand dunkel und Hermine lag gemeinsam mit ihrem Professor in seinem Bett. Er hatte sich von hinten fest an sie gedrückt und den Arm um sie gelegt. Sanft strich er mit den Fingern über ihre nackte Haut und Hermine konnte ein wohliges Kribbeln fühlen, das sich beständig ansteigend in ihrem Inneren bildete und sich dann zu einem sinnlichen Schauder ausbreitete, der ihren ganzen Körper erfasste.

Es war erstaunlich, wie er es schaffte, sie mit derart einfachen Gesten und Berührungen in Wallung zu versetzen. Noch immer hatte sie das Gefühl, ihr Unterleib wäre mit seinem Samen bis zum Bersten ausgefüllt, doch zugleich verspürte sie den Drang, noch tiefer in die Geheimnisse der Lust vorzudringen, als sie es bereits getan hatte.

Snape war auf kuriose Weise sanft und ungestüm zugleich gewesen und hatte damit ein unbeschreibliches Verlangen in ihr geweckt, sich erneut mit ihm zu vereinigen. Fast alles in ihr schien gereizt oder geschwollen zu sein, doch erstaunlicherweise waren die Schmerzen, die sie anfangs verspürt hatte, nicht von Dauer gewesen und ins erträgliche abgeflaut.

Jetzt, da sie sich daran gewöhnt hatte und wusste, dass sie das Schlimmste überstanden hatte, spürte sie lediglich ihre Muskeln, die sie zum ersten Mal in dieser Intensität überhaupt erkundet hatte.

Von Verlangen erfüllt streckte sie den Kopf zu ihm nach hinten und drückte einen Kuss auf seine Lippen.

Snape hatte die Augen geschlossen und brummte tief.

Hermine musste lachen und beobachtete sein erschöpft und zugleich zufrieden wirkendes Gesicht. Erneut berührte sie seine Lippen mit dem Mund und intensivierte den Kuss, indem sie mit ihrer Zunge gegen ihn stieß.

Wie auf Kommando schlug er die Augen auf und sein zuvor noch so ebenmäßiger Atem beschleunigte sich.

Ihre Münder prallten aufeinander und ihre Zungen spielten miteinander. Innig und fest vergrub Hermine ihre Hand in seinen Haaren, um ihn an sich zu ziehen.

Binnen Sekunden spürte sie das harte Brett ihres Professors, das sich unnachgiebig gegen ihre Rückseite presste.

Lustvoll stöhnte sie während des Kusses auf. „Ich will mehr davon!"

Ohne zu zögern schnellte er nach oben, drückte sie flach auf das Bett nieder und rollte sich auf sie.

„Du willst was?", fragte er herausfordernd und rieb sich mit dem Unterleib an ihr.

Seine Bewegungen hatten etwas so Aufreizendes an sich, dass Hermine fast zerlief. Alleine seine raue Stimme, die derart verführerisch in ihr Ohr drang, ließ ihren Körper schaudern.

„Mehr", hauchte sie.

Ihre Willigkeit ließ seine Augen aufblitzen und er stützte sich auf den Ellenbogen.

Dann fühlte Hermine seine warme Hand zwischen ihren Beinen, die ungestüm ihre Schenkel auseinander spreizte.

Bevor sie realisierte, was geschah, tauchte sein Mittelfinger in sie ein und ließ sie laut aufatmen.

Das Gefühl war unbeschreiblich. Sie wusste, dass er sich zuvor zurückgehalten hatte, so gut er konnte. Doch jetzt schien alles anders zu sein. Er zögerte nicht, sie zu reizen und an die Grenzen ihrer Empfindungen zu bringen. Selbst dann, wenn er nicht brutal vorging, war er längst nicht mehr so vorsichtig wie bei ihrer körperlichen Vereinigung, als er sie zum ersten Mal genommen hatte.

In seien Augen glitzerte pure Lust, als er seinen Finger an den Wänden ihrer Falten entlanggleiten ließ. Stück für Stück erkundete er sie und Hermine legte den Kopf weit in den Nacken, die Augen halb geschlossen, bereit, seine ganz persönlichen Streicheleinheiten mit Wohlwollen zu empfangen.

Ihre überanstrengten Muskeln arbeiteten ihm entgegen und die Säfte in ihrem Inneren lechzten danach, nach außen zu dringen.

Immer mehr spürte sie, dass sich genüssliche Wellen in ihr ausbreiteten und dann, als sie dachte, sie wäre soweit, den Höhepunkt zu empfangen, stöhnte sie ungehalten auf.

Snape entzog ihr seinen Finger gerade noch rechtzeitig und mit einem Zischen, das scharf aus seinem Mund hervor drang. Hermine aber wollte protestieren. Sie konnte nicht verstehen, dass er sie so kurz vor dem Ziel fallen lassen wollte. Es war wirklich mehr als unfair und das konnte sie wohl kaum so stehen lassen.

Noch ehe sie ihrem Ärger Luft machen konnte, drang Snape mit seinem fordernden Penis in sie ein.

Sie stöhnte auf und er stieß so fest zu, dass sie ihre Finger ins Betttuch krallte.

„Du willst noch mehr?", fragte er raspelnd.

Sie senkte den Kopf und sah ihn an. Schweiß glänzte auf seinen Schläfen und unter seiner Nase und sofort wusste sie, wie schwer es für ihn gewesen war, sie auf diese Art zu reizen, ohne selbst in den Genuss zu kommen, sich in ihr zu bewegen.

„Ja", flüsterte sie kaum hörbar.

Ein plötzlicher, fester Stoß von ihm, kombiniert mit seinem lauten Aufstöhnen, erreichte ihre angeschwollene Klitoris und Hermine fand sich unter ihm windend und laut schreiend in die unendlichen Tiefen der Lust eintauchen.

Ihr Körper zitterte und ihre Hände schossen nach vorne, um ihn an sich zu drücken und jede seiner Essenzen in sich aufzunehmen, von denen sie wusste, dass sie nur darauf warteten, sie auszufüllen.

Erbarmungslos schlug sie die Nägel in seine Schultern und erntete zum Dank einen weiteren, unheimlich tiefen Schrei aus seiner Kehle.

Sie fühlte, dass er jetzt kurz davor war, denn er hielt inne, nur um dann ein kehliges Dröhnen von sich zu geben und alles aus sich herauszupressen, was sie zuvor noch in ihm gelassen hatte.

Schwer atmend und unkontrolliert bebend brach er auf ihr zusammen.

Hermine rang nach Luft. „Das war unglaublich!"

Snape hob den Kopf, dann zog er eine seiner Brauen in die Höhe und grinste sie verschlagen durch seine verschwitzten Haarsträhnen hindurch an.

„Das will ich hoffen."

Hermine ließ ihre Hände über seinen dampfigen Rücken gleiten.

„Wir sollten das unbedingt wiederholen."

„Alles", keuchte er trocken.

Dann rollte er sich von ihr und zog sie zu sich an seine Brust, während sie sich an ihn kuschelte und ihre Finger um seine schlang.

Erst nach einer Weile, als sich sein Atem beruhigt hatte, blickte sie zu ihm auf und sah, dass er die Augen geschlossen hatte.

„Severus?", fragte sie leise.

Ein tiefes Brummen entfuhr ihm.

„Oh. Gut, du bist noch wach."

„Natürlich. Du scheinst ja offenbar etwas dagegen zu haben, dass ich einschlafe."

Sie grinste stillschweigend in sich hinein. „Wundert dich das? Wir haben so viel vor uns und ich fände es schade, wenn wir unsere gemeinsamen Stunden mit Schlafen vergeuden."

„Ah. Daher weht der Wind."

Träge hob er den Kopf und drückte ihr einen Kuss auf das Haar. „Selbst ich muss hin und wieder schlafen. Und du solltest dasselbe tun. Wir haben jede Menge harte Arbeit vor uns. Außerdem werde ich es nicht dulden, wenn du in meinem Unterricht einschläfst. Selbst dann, wenn du mit mir schläfst, habe ich keine andere Wahl, als dich wie den Rest der Klasse zu behandeln."

Sie blinzelte etwas enttäuscht seine Brust an. „Keine Sorge, soweit wird es nicht kommen."

„Gut."

Hermine seufzte. Sie wusste, dass er recht hatte. Wenn jemand dahinter käme, was wirklich zwischen ihnen geschah, hätten sie mit gravierenden Problemen für ihre Zukunft zu kämpfen.

Schweigen legte sich über sie und erneut merkte sie, dass sein Atem ganz ruhig und beständig ging. Anders als sie schien er keine Schwierigkeiten damit zu haben, jetzt die Augen zuzumachen und weg zu dämmern.

„Severus?"

„Hmmm."

Diesmal klang sein Brummen fast wie ein Knurren.

„Warum warst du nicht beim Abendessen?"

Er gähnte. „Es erschien mir nicht angemessen, Hermine."

„Tatsächlich? Warum nicht?"

„Die Anspannung war zu groß."

„Oh."

Nachdenklich kaute sie auf ihrer Lippe herum. Dann hob sie den Kopf und sah ihn an.

„Severus?"

Er öffnete ein Auge und funkelte sie mit eng in der Mitte zusammengezogenen Brauen an. „Was?"

„Hab ich dir schon gesagt, dass ich dich liebe?"

Er rollte mit den Augen. „Hör auf damit, so selbstgefällig zu grinsen, Granger. Sonst weiß es bald die ganze Schule."

Entrüstet starrte sie ihn an. „Das war nicht besonders nett, weißt du das?"

„Schon möglich. Doch du solltest jetzt endlich schlafen."

Sie schüttelte den Kopf. „Erst dann, wenn du mir gesagt hast, warum du mich beim Essen gemieden hast."

Er zuckte wie beiläufig mit den Schultern. „Das sagte ich doch bereits. Es war einfach nicht angemessen und so habe ich auf dem Zimmer gegessen."

Hermine war immer noch unzufrieden mit seiner Antwort und runzelte die Stirn. Dann beugte sie sich nach vorne, um ihm einen Kuss auf den Mund zu drücken.

„Komm schon! Ich warte auf eine Antwort von dir."

Er fuhr sich mit der Hand durch die Haare und tat sein Bestes, ihre verborgenen Verführungskünste zu ignorieren. „Verstehst du wirklich nicht, warum ich auf meinem Zimmer geblieben bin, anstatt dir dabei zuzusehen, wie du vor meinen Augen zerfließt?"

Sie sah ihn fragend an. „War es so offensichtlich?"

Beinahe sah es so aus, als würde er in Gelächter ausbrechen. „Soll das ein Witz sein? Beim Frühstück dachte ich, du bekommst an Ort und Stelle einen Orgasmus. Das nächste Mal solltest du mich vielleicht nicht so auffällig beobachten, wenn du deinen Stuhl dafür missbrauchst."

Hermine wurde schlagartig rot im Gesicht.

„Ein Glück, dass die Weasley ihre Nerven behalten hat. Ich dachte mir schon die ganze Zeit über, dass da was zwischen euch im Busch ist. Doch ihr Verhalten an diesem Morgen hat meine Vermutungen nur noch bestätigt."

Sie biss sich auf die Zunge. „Oh."

„Allerdings."

„Und du bist nicht sauer deswegen?"

Er seufzte. „Ich hoffe nur, sie hält den Mund."

Nachdenklich legte Hermine ihren Kopf auf seine Brust zurück und spürte, dass er ihr einen Kuss auf den Nacken drückte.

„Gute Nacht, geile kleine Hexe."

Sie grinste. „Gute Nacht, mein scharfer Professor."

Ein kehliges Lachen drang aus ihm empor. „Im Moment fühle ich mich eher wie ein alter, ausgelaugter Mann."

Hermine klopfte mit der Hand auf seine Brust. „Wage es nicht, sowas auch nur zu denken! Spätestens morgen Früh besorgst du es mir. Und wehe, wenn nicht!"

Er kräuselte die Mundwinkel, als er ihre funkelnden Augen sah. „Abwarten. Ich bin gespannt, ob du morgen auch noch so denkst, wenn du jeden deiner Muskeln protestieren spürst."

Seine Worte hatten eindeutig etwas Sarkastisches in sich und Hermine schnaubte eingeschnappt. Trotzdem kuschelte sie sich innig an ihn und so schliefen sie erschöpft zusammen ein.