AN1: Da einige Leute scheinbar sich darüber aufregen mache ich noch einmal darauf aufmerksam, das:
1. Die Geschichte an sich im englischen Original alleine dem ursprünglichen Autor / der ursprüngliche Autorin gehört, und nicht aus meiner Feder stammt.
2. Ich nachweislich explizit die Erlaubnis hatte, sie zu übersetzen, auch wenn diese zum Teil 5-6 Jahre alt ist.
AN2: As Some guys seem to take Notice of this Series i proclaim 2 things:
1. This Story itself and all Things in it (english and German Version) belong completely! to the original Authors and i am NOT the original Author.
2. I had the explicit PERMISSION to translate the English version, even if this Permision is 5 to 6 years old.
OK, On with the Story.
Samstag, 7. Februar 1998, Fortsetzung
13:30 Uhr GMT
Der Tropfende Kessen, privater Konferenzraum
"Es sind die Todesser! Sie greifen Gringotts an!" Ihren Worten folgten die Geräusche einiger Explosionen in der näheren Umgebung.
Es folgte absolute Stille im Raum, als alle diese Worte zu verarbeiten begannen, während sie den Geräuschen von Ausserhalb lauschten, bevor sie umgehend aufsprangen. Travis hatte zum Glück eine laute Stimme, die nun alles übertönte.
"RUHE! Aurorengruppen A bis E zurück zum Ministerium, für den Fall das es eine Ablenkung ist! Sobald ihr Diggory erreicht habt, gilt Verschlusszustand! Teams F bis H gemeinsam mit Direktor Lupin und den Lehrern nach Hogwarts! Der Rest lässt sie bitte durch und folgt mir dann!" Er ging davon aus, das es eine Art Ablenkung war, denn niemand war so dumm, Gringotts direkt anzugreifen, oder? War dies der finale Kampf, nur fünf Monate zu früh? Er hatte nun ein paar Sekunden um darüber nachzudenken, während die 24 Auroren den Raum verliessen, gefolgt von den Lehrern.
Jedes Aurorenteam bestand aus 3 Personen, so das 15 zum Ministerium eilten, wo der Senior Undersecretary Amos Diggory normalerweise die Leitung hatte, wenn Rufus bei den Ligatreffen war, während neun von ihnen Remus, McGonagall, Flitwick, Sarah Westbrook und Hagrid zurück zur Schule folgten. Sarah war noch nicht lange genug im Job, um sich nicht Sorgen zu machen, aber Travis bedeutete ihr nur, Remus zu folgen, dem sie auch nachkam. Die erfahreneren Teamführer waren übrigens in der Regel die mit den höheren Buchstaben, und obwohl nicht alle derzeit im Raum waren, so wurden sie doch durch die Ligamitglieder verstärkt…von denen die meisten aber nicht sehr schnell waren, aber Gringotts lag ja in der direkten Nähe.
Die Liga bestand, abzüglich der Auroren, derzeit aus 55 Mitgliedern, die nun Travis und Rufus aus der Tür hinaus in Richtung Gringotts folgten. Sie sahen alle den Rauch in der Entfernung, und je näher sie kamen, desto weniger klangen die Explosionen magischer Natur. Es gab aber keine Zeit sich darüber zu Wundern, denn die Lautstärke nahm immer mehr zu.
Harry, Fred und George liefen sofort zum vorderen Teil der Menge, direkt neben Travis und Sanford Jenkins, während das Gebäude von Gringotts immer grösser und grösser wurde. Sie erkannten schnell, wieso die Explosionen sehr ungewöhnlich klangen:
Sie stammten von etwa zwei Dutzend Riesen, welche die Aussenmauern der Bank vermutlich mit Baumstämmen aus der Distanz heraus bearbeiteten, wobei die Baumstämme sich schnell als Metallstangen und Träger aller Art herausstellten. Wie sie in die Winkelgasse gelangt waren, war etwas, das später geklärt würde, denn Riesen konnten in der Regel nicht per Portschlüssel reisen. Es waren auch einige Todesser hier, die das ganze kooordinierten, während ein riesiges dunkles Mal über der Bank schwebte. Die Ligamitglieder liefen so schnell wie es ihnen ihr Alter und ihre Roben möglich machten, direkt in das entstehende Chaos.
Die Zwillinge und Harry waren zwar die jüngsten Mitglieder, trugen aber keine Roben, sondern ihre normale "Ligauniform", nämlich Jeans und ein Weasley-Sweatshirt. So kam es, das sie als erstes auf das Dutzend Todesser trafen, die sie nun ins Kreuzfeuer nahemen, auch wenn dieses nicht sehr genau war, denn sie schrien die Riesen bald darauf an, von ihrem Zerstörungswerk abzulassen und sich den Neuankömmlingen zuzuwenden. Aus dem Innern der Bank waren Schreie zu hören, während die Drei von WWW ihrerseits zum Angriff übergingen.
ABRUMPERE! ABRUMPERE! ABRUMPERE!
Drei Explosionszauber trafen die am nächsten stehenden Todesser direkt in den Torso so dass diese zu Boden stürzten und Verletzungen erlitten, während die meisten anderen Todesser in Deckung gingen. Harry sah kurz zu den Riesen und erkannte, das der Repulsar hier nutzlos wäre, denn die Riesen würden ihn vermutlich nicht einmal wahrnehmen. Aber gemeinsam mit den Zwillingen hatte er im Gegensatz zu den anderen einen Vorteil:
Sie trugen zusätzlich Westen aus Drachenhaut.
Nach dem Fiasko mit Stephen Dale hatte sich Harry dazu entschieden, das er sie jedesmal tragen würde, wenn er die Umgebung von Great Lakes verliess, so schwer sie auch sein mochten. Sophie war anfangs skeptisch gewesen, als er es ihr erzählte, denn die Westen dienten eigentlich dazu, das er stärker wurde, auch wenn das hier nicht der Fall war. Sie murmelte nur etwas, das so klang wie "ich hoffe du weisst, was du tust", und beliess es dann dabei. Sein Weihnachtsgeschenk an Fred und George waren genau auf die zugeschneiderte Westen dieser Art, von denen die Beschaffung von eher halb-legaler Drachenhaut das meiste Geld gekostet hatte. Er ging aber davon aus, das es das Geld wert war. Eigentlich hatte er mehr davon geplant, aber es war schwer, das entsprechende Material zu beschaffen.
Die Westen zahlten sich umgehend aus, als eine ganze Serie von Betäubungszaubern an ihnen abprallte, denn die meisten Todesser waren darauf gedrillt, auf den Torso zu zielen, der grössten Trefferfläche. Hier wirkte es aber nicht wirklich, während die drei von WWW ihr Feuer nun auf den nächsten Riesen lenkten, der selbst Hagrid wie einen Zwergen aussehen liesse, wobei die Riesen deutlich grösser waren, als Grawp, der hier sicher hilfreich gewesen wäre.
Travis, Sanford und the die jüngere Gruppe der Liga, etwa 20 Männer und Frauen, prallten nun auf die neun verbliebenen Todesser, die überrascht gewesen waren, als ihre direkt auf das Ziel abgefeuerten Betäubungszauber bei den WWW's abgeprallt waren. Diese kurze Ablenkung gab den Ligamitgliedern die Zeit die sie brauchten, um die Todesser zu betäuben. Die Rest der Liga erreichte nun schweratmend die anderen und es wurde langsam sehr voll, denn die wütenden Riesen begannen nun, die Neuankömmlinge anzugreifen.
Die Explosionszauber der WWW behinderten die Riesen nicht wirklich, und der grösste von Ihnen kam nun direkt auf sie zu, als sich Harry dazu entschied, das es zuviel des guten war und hob seinen Zauberstab ein wenig.
AVADA KEDAVRA!
Der Zauber traf den Riesen direkt im Bauch, auch wenn es ihn nicht sofort tötete. Die Zwillinge hatten nur darauf gewartet, das er dazu überging und feuerten nun ihre eigenen Todesflüche auf den selben Punkt ab:
AVADA KEDAVRA! AVADA KEDAVRA!
Es waren direkte Treffer und der Riese, der übrigens Froke hiess, auf seine Knie, wo Harry, der einen Rebounding-Zauber gesprochen hatte, auf dessen Rücken sprang und seinen Zauberstab direkt in das Ohr von Froke hielt.
AVADA KEDAVRA!
Das war dann genug und jene Mitglieder der Liga, die nicht um ihr Leben kämpften, sahen es umgehend. Einer davon war, ein anderer Dumbledore, wobei letzterer durchaus beeindruckt war. Travis schrie nun laut.
"Nutzt den Todesfluch! Direkt auf die Köpfe! Keiner geht hinein, bis wir die Riesen erledigt haben!" Er ahnte nicht, was sie im Innern erwartete, und das letzte was er wollte, war ein unvorsichtiges Vorstürmen. Nein, es war besser, hier kein weiteres Risiko zurück zu lassen.
Dumbledore kämpfte nun gemeinsam mit Arthur und Bill, und den drei gelang es relativ schnell einen Riesen zu erledigen, bevor sie sich dem nächsten zuwandten. Nun gab es aber ein grosses Problem:
30 Todesser reisten per Portschlüssel an den Ort des Kampfes, genauer gesagt an jenen Ort, an dem die Goblins das Apparieren und die Nutzung von Portschlüssel zugelassen hatten. Jeder ankommende musste diesen Ort oder den vor dem Buchladen verwenden, was durchaus unpraktisch war. Der in der Nähe von WWW war noch relativ sicher, und Lee hatte die Tür mit möglichst vielen Zaubern verriegelt, während er die Defensivmöglichkeiten des Ladens aktivierte.
Die neu eingetroffenen Todesser verteilten sich auf drei Angriffs- und Verteidigungslinien, während die Riesen in der Mitte blieben. Rufus und sein Gruppe konnten nur hoffen, das die Goblins im Innern...
Zwischenzeitlich in Hogwarts.
Die Auroren und die Lehrer von Hogwarts apparierten zu dem nächstmöglichen Punkt, direkt vor dem Haupttor. Sie liefen nun die fünfhundert Meter zu den Eingangstüren, wo sie feststellten, das es keine Besonderheiten gab, zumindest rein oberflächlich. Sprout hatte, wie zu Zeiten der Verhandlung von Lucius Malfoy die Aufsicht geführt und berichtete, das es kein Probleme gab, wobei sie von der Aufregung ziemlich überrascht wurde.. Remus wandte sich nun an Kate Sackhoff, die Anführerin von Tonk's Gruppe, und damit auch die ranghöchste Person hier.
"Gehen sie zurück in die Winkelgasse und helfen sie dort, ich versetze das Schloss in den Verschlusszustand, sobald sie draussen sind." Es war seit der Zeit von Dumbledore üblich, das, sobald mehr als die Hälfte der Lehrer bei einem Ligatreffen waren, es den Schülern nicht erlaubt war, die Schule zu verlassen, auch wenn sie sich im Innern frei bewegen durften. Remus hoffte, das niemand hinaus geschlichen war, auch wenn sich dies bald als Wahr herausstellen sollte.
Sackhoff wusste, das Biller ihr bei seinen Anweisungen keinen Spielraum gelassen hatte, aber ein Schloss im Verschlusszustand ohne Schüler, die zweifelhaft waren, war nicht in direkter Gefahr. Sie deutete nun mit einem Finger auf einen der Gruppe.
"Ihr drei bleibt hier, der Rest folgt mir."
Die sechs Auroren, darunter eine zögernde Tonks, gingen wieder hinaus und Remus löste umgehend den Verschlusszustand aus, wodurch alle Fenster mittels magischer Barrieren blockiert wurden und das Flohnetzwerk sowie die Eulerei gesperrt wurden. Er wies die Liga-Lehrer an, in die Gemeinschaftsräume zu gehen um es den Schülern zu erklären. Anschliessend richtete er seinen Zauberstab auf seinen Hals und richtete sich an die Schüler.
"Achtung für alle Schüler, hier spricht Direktor Lupin. Vor wenigen Minuten griffen die Todesser Gringotts an. Die Auroren des Ministeriums sowie Mitglieder der Liga greifen derzeit die Einheiten Voldemort's an. Hogwarts befindet sich ab sofort im Verschlusszustand, und alle Schüler begeben sich umgehdn in ihre Gemeinschaftsräume zurück." Er hielt kurz inne und überlegte, was er noch sagen sollte.
"Kids, es sieht nach einem massiven Angriff aus, und es ist nicht unmöglich, das sich der Krieg heute entscheidet, denn dies mag der letzte Tag auf Erden sein. Ich möchte, das ihr euch auf das schlimmste vorbereitet. Und mit dem Schlimmsten meine ich, das Hogwarts als nächstes an der Reihe sein könnte, sollten die Todesser siegen. Achtet auf die Präfekten und die Führer der DA, sie werden euch auf dem Laufenden halte. Danke sehr." Einige der Lehrer hatten zwar ein Problem mit seinen Aussagen, aber die meisten waren der Ansicht, das die Schüler ein Recht auf Information hatten.
Es stellte sich heraus, das er sie nicht weiter über das Geschehen auf dem Laufenden halten musste, und das sehr zum Entsetzen der Lehrer. McGonagall und Westbrook liefen sofort zum Gemeinschaftsraum von Gryffindor wo sie sahen das alle Schüler hier waren und den Ereignissen wie gebannt folgten.
Und zwar über das Wizarding Wireless Network.
Sie hatten gerade eine Promotion-Aktion vor Flourish and Blotts beendet, als der Angriff begann, und Coyote Shivers reagierte sofort und wechselte von einem Geschäftsbericht praktisch sofort zu einem Bericht über die Ereignisse. Niemand in Hogwarts würde je seine ruhige Beschreibung des Geschehens vergessen:
"Da sind Harry Potter und die Weasley-Zwillinge, und das waren drei Explosionszauber direkt auf die Todesser!"
Und so wenige Sekunden später:
"Potter ist gerade auf den Rücken eines Riesen gesprungen und hat ihm den Zauberstab ins Ohr gehalten, so das der Riese zu Boden geht. Die anderen Auroren und Mitglieder der Liga nutzen nun auch den Todesfluch gegen die Riesen, denn es wirkt scheinbar nichts anderes." Die DOM-Mitglieder wussten, das Harry und die Zwillinge bereits den Todesfluch gegen einige Werwölfe eingesetzt hatten, aber dies hier wirkte noch realer, auch wenn die Werwölfe Remus Lupin und Draco Malfoy von dieser Ansicht nicht so begeistert waren.
Shivers zu Guten muss man sagen, das dieser es nicht eine Sportveranstaltung nannte, sondern eine wichtige Nachricht, wobei er keinen unnötigen Übereifer in der Stimme hatte, im Gegensatz zu seinen sonstigen Reportagen. Die Mitglieder des DOM hatten in der Nähe des Kamins gelernt, im Falle der Siebtklässler für die NEWT, Ginny und Luna im allgemeinen. Ginny aktivierte nun einen Abhörschutz und lehnte sich vor.
"Wir haben hier einen Weg hinaus, wir können ihnen zu Hilfe eilen."
Hermine und Neville schüttelten sofort verneinend den Kopf und Hermine meldete sich zu Wort:
"Mit Sicherheit nicht Ginny, das Schloss befindet sich im Verschluss zustand, so dass es unmöglich ist, sich hinauszuschleichen." Die Anti-Abhörzauber liessen zwar die Lautstärke hinein, aber nicht hinaus, so das sie zwischendurch Shivers über das Radio zuhören konnten.
"Sie hat recht, Ginny, Harry würde es uns nie verzeihen, wenn wir das System mit den Koffern verraten würden. Und wir würde würden es wohl nie erfahren, denn er würde uns mit Sicherheit bei erster Gelegenheit oblivieren." Das würde er mit Sicherheit, auch wenn er es mehr oder weniger offen angedeutet hatte, anstatt es zu sagen. Neville war ausserdem nicht gewillt, das Risiko einzugehen.
"Aber er ist dort draussen! Gemeinsam mit Dad und Bill und den Zwillingen! Du hast den Typen doch gehört, Harry, Fred und George waren als erstes dort! Wir MÜSSEN ihnenhelfen!" Hermine stimmte dem zwar innerlich zu, weigerte sich aber trotzdem.
"Wir werden ihnen helfen, Ginny, in dem wir für den Ernstfall hier sind. Ja, wir haben genauso viel Training wie manche Ligamitglieder, aber es gibt nichts, was wir tun können, ausser für sie zu Beten. Neville hat Recht, Harry würde etwas anderes als Verrat einstufen."
Ginny drehte sich nun zu Luna und Ron um, in der Hoffnung, das zumindest ihr Bruder sich für sie aussprechen würde. Aber zu ihrem Erstaunen hatte Ron nun einige Tränen in den Augen.
"Wir müssen hier den Erfahrenen das Handeln überlassen, Ginny, wir müssen uns darauf verlassen, das Dad und unsere Brüder schon wissen, was sie tun. Unser Platz ist hier." Ron konnte selbst nicht recht an das Glauben, was er sagte, und das war der Grund für die Tränen, aber er sagte das, was er für das Richtige hielt. Ginny schien dies nun auch zu erkennen, während Hermine ihm sanft die Tränen weg wischte, und dies war einer der berührendsten Momente, die manch einer zwischen den beiden seit langem gesehen hatte. Luna sagte nichts weiter, auch wenn sie sehr ernst drein schaute, während sie zwar ihren Freunden zuhörte, sich primär aber auf das Radio konzentrierte.
Dies geschah in vielen Häusern im magischen Grossbritannien, denn sie waren nicht die einzigsten die zuhörten. Hermine löste nun die Blase auf und erkannte Sarah Westbrook, die neben ihnen stand. Sie hatten ein sehr ernstes Gesicht und kam direkt zur Sache.
"Denkt bitte nicht einmal daran."
"An was sollen wir nicht denken, Professor?" Dies klang nicht wirklich überzeugend, selbst aus Hermine's Mund, obwohl sie eigentlich den Ruf hatte, dies sehr gut formulieren zu können. Westbrook wusste genau, um was es im Gespräch gegangen war, und würde es mit allen Mitteln verhindern.
"Hermine, ich weiss, das ihr einen geheimen Weg aus dem Schloss besitzt. Harry weiss viel zu gut über die Dinge hier Bescheid. Aber nur der formhalber, es ist mir relativ egal, ob und wann ihr kommt und geht, denn das ist das Problem des Direktors und nicht meins. Aber ihr werdet bitte im Gemeinschaftsraum bleiben, bis alles geklärt ist." Dies war zwar eher ein Glücksfall, denn der Koffer war erst einen knappen Monat im Zimmer von Ginny. Westbrook unterschätzte ganz eindeutig den Wert von Dobby und Winky.
"Ja, Ma'am." Kam es nun fünffach zurück, auch wenn Neville überlegte, die Amerikaner wegen dieser Sache zu warnen. Er ging aber davon aus, das Dobby dies übernehmen würde, auch wenn sie es sicher gerne sehen würden, wenn ein ihnen bekanntes Gesicht sie über weitere Details informieren würde, als die, welche sie über das Radio empfangen konnten. So sah jedenfalls sein Plan ursprünglich aus, aber jetzt sah es so aus, als wenn Sarah die gesamte Zeit bei ihnen bleiben würde. Kurz darauf kam McGonagall zu ihnen, da sie ihre Gesellschaft scheinbar der des Rests des Hauses vorzog, die wohl alle vor dem Radio sassen.
Zwischenzeitlich im Ministerium für Magie
Der Anführer des Senior-Teams, James Bamber, Tonks' ehemaliger Chef, führte die fünf Mitglieder seines Teams zurück zur Heimatbasis, wo Amos Diggory das selbe machte wie der Rest der Ministeriumsgruppe, nämlich dem Radio zu lauschen. Er war sichtlich geschockt, protestierte aber nur der Form halber, als Bamber ihn im Büro von Rufus gemeinsam mit sechs Auroren einsperrte, wobei Rufus' Büro derzeit der einzigste Zugang zum neuen Gefangenenbereich darstellte. Diggory war derzeit die ranghöchste Person im Ministerium, die sich nicht vor Gringotts befand. Bamber rief nun sämtliches Personal, das heute frei hatte oder nicht im Dienst war, zurück, und schickte sie sofort zu den äusseren Bereichen der Winkel- und Nockturngasse. Bamber dachte nicht daran, den Kampf zu gewinnen, es ging ihm mehr darum, eine mögliche Flucht zu verhindern.
Rückblick im Innern von Gringotts, direkt vor dem Angriff.
Der Film "Heat" verdeutlicht uns, das es derzeit zwei Wege gibt, eine Bank auszurauben: auf die vorsichtige Art, oder direkt durch den Vordereingang. Die vorsichtige Art findet in der Regel nachts statt, wenn niemand ausser den Wachleuten anwesend ist, aber dafür sind in dieser Zeit die Verliesse besonders gesichert. Der grösste Vorteil ist, wenn man es richtig macht, das keine Polizei kommen dürfte, und man in der Regel in Ruhe arbeiten konnte. Der direkte Weg beinhaltet einen Angriff mit Waffen, Drohungen und einer möglichen Geiselnahme. Das Ziel ist aber immer das selbe: Das Geld bekommen und fliehen können.
Gringotts war in den knapp 1000 Jahren seiner Existenz noch nie erfolgreich ausgeraubt worden, und dieses machten die Goblins auch regelmässig sehr deutlich. Aber wie beim Las Vegas Casino gab es sehr viele gescheiterte Versuche. Diese Versuche waren in der Regel nachts geschehen, darunter auch der berühmteste Versuch, der versuchte Diebstahl des Steins der Weisen im Jahr 1991, und dies war der bei weitem erfolgreichste, denn es gab weder Fuss- noch Fingerabdrücke und das einzgiste was sie fanden, war ein leeres Verliess. Niemand, nicht einmal der grösste Dunkle Lord der britischen Geschichte, hatte bisher den direkten Weg durch die Eingangstür gewählt.
Bis jetzt.
Dies verdeutlichte eine Schwäche bei der Sicherheit von Gringotts: sie waren nicht wirklich auf einen Frontalangriff vorbereitet. Sicher, es gab für fast alles Ersatzpläne, darunter auch einen Angriff des Ministeriums oder den aufgelösten Orden des Phönix. Aber sie waren zu dieser Zeit nicht weiter beachtet oder angepasst worden. Voldemort hatte zwei Dutzend Riesen für die Probleme Ausserhalb eingesetzt, während im Innern drei Dutzend Trolle sowie einige andere dunkle Wesen im Innern agierten. Die eigentlichen Angreifer waren keine Todesser, sondern Inferi, deren Körper reanimiert worden waren, um ihrem Meister zu helfen. Und die Aufgabe des Meisters bestand darin, so viele Goblins wie nur möglich zu ermorden, damit der Weg für die eigentlichen Todesser frei war, damit diese an bestimmte Verliesse kamen. Das diese Verliesse nicht dort waren, wo sie sein müssten, überraschte sie aber durchaus.
Die Goblins waren nämlich nicht wirklich überrascht worden, denn ihre Sicherheitsteams hatten die Inferi und Trolle lang genug aufgehalten, damit die Liga eintreffen konnte, auch wenn sie zahlenmässig weit unterlegen waren, denn die Messer, Schwerter und anderen mittelalterlichen Waffen waren kein wirkliches Mittel gegen die Angriffe der Todesser, Trolle und Inferi. Das Hauptstockwerk konnte recht schnell erobert werden, wobei unter den Toten auch 13 Personen waren, die sich zu dieser Zeit in der Bank befanden, die aber hier nicht weiter genannt werden. Die Todesser nutzten alle nur erdenklichen Formen der Explosionszauber, so dass die Haupthalle mittlerweile in Schutt und Asche lag. Das grösste Problem war aber, das diese Schäden auch die Strukturelle Integrität der fünf darüber liegenden Stockwerke beeinträchtigte, wo sich die Büros der Goblins und der menschlichen Angestellten befanden,darunter auch das neue von Bill im vierten Stock. Selbst wenn es zu einem Sieg kam würde es viele Veränderungen bei Gringotts geben.
Die Goblins besassen übrigens ihre eigene Version des Koffernetzwerks, weshalb bald darauf Goblins aus allen europäischen Zweigstellen eintrafen, um bei der Verteidigung zu helfen, oder aber zu ihren Filialen geschickt wurden, um sicherzustellen, das dies nicht Teil eines grösseren Plans war. Kein einsatzfähiger Goblin würde zu Hause bleiben.
Es stellte sich aber heraus, das dies kein grossangelegter Plan war, die Goblinbanken auszurauben, denn es gab nur wenige dunkle Magier, die dies wagen würden, sondern der eigentliche Zweck der hier erfüllt wurde war, das die Goblins wichtige Leute auf andere Aufgaben verteilen mussten und damit ihre Verteidigung ausdünnten. Voldemort war zwar kein taktisches Genie, wie in letzter Zeit deutlich wurde, aber er hatte dies bei seinen Plänen durchaus mit eingeplant. Er war nicht der einzigste dunkle Magier in Europa, der sich als Warlord betrachtete, aber Tom Riddle weigerte sich mit jenen zusammenzuarbeiten, die ihn vielleicht ersetzen wollten.
Etwa 10 Minuten nach Beginn des Angriffs, kurz nachdem Harry und die Zwillinge den ersten Riesen erledigt hatten, befandne sich 75 Inferi, 30 Trolle und 20 Todesser in der Bank, die sich in verschiedenen Bereichen mit etwa 130 Goblins duellierten, während die anderen dunklen Wesen von der zweiten und dritten Welle der Goblins getötet worden waren. Voldemort selbst war noch nicht gesehen worden, aber das hiess nicht viel. Die Goblins wurden nach und nach zurück gedrängt und würden bald in die Ecke gedrängt sein, so dass die Todesser freien zugang zu den Verliessen hätten, sofern sie diese betreten könnten.
Zwischenzeitlich ausserhalb der Bank:
Die 30 Todesser hatten die Dinge für unsere Helden erheblich verkompliziert, da es ihnen gelang, vier der Ligamitglieder in der ersten Salve auszuschalten, insbesondere da sie nur Avada Kedavra einsetzten. Es waren nur noch acht Riesen übrig, aber sie hielten die Hälfte der Liga auf, denn einige der älteren Mitglieder konnten den Todesfluch nicht in hoher Geschwindigkeit abfeuern. Die drei von WWW bewegten auf Vorschlag von George, einige der toten Riesen als Barrikade direkt vor sie, so das sie von dort aus auf lange Reichweite die Gegner bekämpfen konnten. Zu ihnen gesellten sich bald darauf Travis, Rufus, Rob Graham und Edgar Stiles, wobei die beiden letztgenannten explizite Anweisung hatten, sich nicht aus der Nähe des Ministers zu entfernen. Arthur, Dumbledore und Bill standen direkt neben ihnen hinter einem anderen, toten Riesen.
Der Körper des Riesen erwies sich als sehr effektive Barrikade, solange die Verteidiger sich lange genug duckten. Die Todesser befanden sich am Eingang der Bank, allerdings schienen sie sich nicht dort hin zurückziehen zu wollen. Von den Riesen lebten mittlerweile nur noch sieben, allerdings befanden sie sich nicht mehr in der direkten Reichweite für den Avada Kedavra, zumindest für Leute ihrer Grösse und Stärke. Harry sah nun zu Travis:
"Sie versuchen uns aufzuhalten. Wieviele weitere Auroren und ähnliches können wir noch erwarten?"
"Nicht mehr als zwei Dutzend, und diese benötigen wir, um eine Flucht zu verhindern. Du denkst an etwas eher direktes?"
"Dobby!" Das war immer der erste Schritt für etwas derartiges, wie Travis bereits im September Mike Jacobson gegenüber erwähnt hatte.
Dieser erschien nun, allerdings knapp 20 Meter von ihnen entfernt, um alles überblicken zu können, ohne in direkter Gefahr zu sein.
"Ja Harry?"
"Bring bitte die Besen, zwei Beutel mit Sümpfen, und ein Beutel mit Zaubergranaten, erwähne aber bitte nichts davon den besonderen Leuten gegenüber, ja?"
"Ja, Harry." Besagte Leute waren in diesem Fall die Amerikaner, die vielleicht genug haben könnten, und ebenfalls ins Geschehen eingreifen könnten, und das wollte Harry nach Möglichkeit vermeiden. Bisher hatte keiner von ihnen ihren Zauberstab in Wut erhoben, und dies wollte er auch nicht genau jetzt erleben.
"Was hast du mit den Besen vor? Du willst doch nicht wirklich einen Luftangriff beginnen, oder?" Travis war zwar mit einer erfahrenen Besenpilotin verheiratet, aber ihm gefiel der Plan nicht.
"Wir sorgen für möglichst viel Chaos und eine schöne Ablenkung, während ihr eindringen könnt. Wir können sie auf jeden Fall nervös machen."
Dobby kehrte nun mit den Sachen zurück und erhielt die Anweisung, sich mit Winky zum Fuchsbau zu begeben, um sicherzustellen, das Molly nichts unüberlegtes tat, wie zum Beispiel zu Hilfe eilen zu wollen. Molly war zwar durchaus in der Lage, sich zur Wehr zu setzen, wie ihr Mann auch, aber sie wollten hier kein Risiko eingehen.
"Seid ihr dabei?"
"Darauf kannst du wetten."
"Das wird hier auch langsam langweilig." Das war das typische Verhalten der Zwillinge, und Arthur und Bill versuchten auch nicht, sie aufzuhalten.
Rufus starrte sie nur fassungslos an, denn er wusste, das er keine guten Gegenargumente hatte.
"Seid bitte vorsichtig und kommt ihnen nicht zu nahe. Ich weiss, das der Wronski Feint im Quidditch praktisch ist, aber die anderen Spieler feuern auch keine Todesflüche auf euch ab, wenn ihr das tut." In der Zwischenzeit ignorierten die anderen die Riesen und nahmen die Todesser unter Feuer, während sie ihre magische Energie regenerierten, da es weitere Todesflüche geben würde.
Die WWW's teilten nun ihre Waffen auf, bestiegen die Besen und hoben ab, was die Todesser kurzfristig ablenkte, aber aucb nur kurzzeitig, da sie in die entgegengesetzte Richtung abflogen.
Coyote Shivers wusste anfangs nicht, wie er darauf reagieren sollte, aber letztendlich erkannte er, wie der Rest auch, was vor sich ging. Er berichtete von den Ereignissen mit gebannter Spannung, der fast alle Personen im magischen Britannien folgten, darunter auch Molly Weasley, die eigentlich einen Mittagsschlaf halten wollte, die aber nicht erkannte, das Winky sie nicht aus dem Fuchsbau hinauslassen würde.
"Und es sieht so aus, als wenn Potter und die Weasley Zwillinge eine Art Luftangriff beginnen würden. Sie fliegen jetzt über die Todesser und sie werfen etwas über ihnen ab, vielleicht diese speziellen Zaubergranaten, die der Laden anbietet…Wow! Das scheinen mehrere Ladungen Percussion-Zauber zu sein, da direkt in der linken Flanke der Todesser gelandet sind und diese sind auch wie Bowling-Kegel direkt umgefallen…jetzt greifen die Auroren diese Flanke an, Minister Scrimgeour und der Head Auror Biller führen sie an, und sie halten sich definitiv nicht zurück, wobei ich hoffe, das Fudge mir jetzt zuhört wo auch immer er jetzt ist. Potter und seine Gruppe beginnen einen erneuten Überflug und sie werfen weitere Objekte über den Riesen ab, wobei Potter jetzt seinen Zauberstab auf die Objekte richtet."
Das waren die Sümpfe, in der massiven Ausführung, und die Riesen, die so oder so langsam waren, waren nach den Treffern mit den Sümpfen nun noch erheblich langsamer, die von Harry abgeworfen wurden, während die Zwillinge später zugaben, das sie eigentlich nie einen Sumpf entwickelt hatten, der sich bei Berührung aktivierte. Harry, Fred und George warteten nun darauf, das die Todesser ausgebremst wurden, bevor sie die Riesen aus der Luft angreifen und ausschalten würden.
Travis und seine Gruppe machten mit den 15 Todessern auf der linken Flanke kurzen Prozess, während Dumbledore und Arthur die Mitte und rechte Flanke beschäftigt hielten, so dass diese ihren Kameraden nicht helfen konnten. Die Todesser setzen mittlerweile nur noch Todesflüche ein, während auch die Ministeriumsmitarbeiter zu der selben Methode griffen, denn die betäubten Todesser wurden umgehend von den anderen wieder belebt.
Fred flog nun mit einer Nachricht zu seinem Vater hinüber.
"Greift die rechte Flanke in einer Minute an, wir werden sie beschäftigt halten."
Arthur nickte nun, wobei der zweitranghöchste Magier im magischen Grossbritannien hier Anweisungen von den 19jährigen Zwillingen und deren 17jährigen Freund entgegennahm, ohne das er hier Einspruch erhob. Dumbledore widersprach überraschenderweise ebenfalls nicht, obwohl er sich kurz mit Bill darüber unterhielt, wer wo stehen sollte, denn er erkannte den Nutzen des Plans. Arthur zählte im Geiste die Minute herunter, und als der mentale Countdown die Null erreichte.
"JETZT!"
Die 25 Ligamitglieder begannen nun konzentriert das Feuer auf die 15 Personen starke, rechte Flanke der Todesser zu eröffnen, so dass diese fast umgehend gegen eine Wand zurück gedrängt wurden, und das sprichwörtlich. Harry und die Zwillinge flogen nun von oben an, gedeckt durch das Dach der Bank und feuerten mehrere Percussion-Fluchgranaten auf sie ab, welche die Todesser fast sofort ausschalteten, bevor diese die Gefahr überhaupt erkannten. Dumbledore und Bill hatten sich beide zum Einsatz von Stupefy bei ihren Zielen entschieden, da sie ein paar Gefangene für eine Befragung machen wollten, wobei es ihnen auch gelang, drei Todesser zu betäuben. Arthur und die Gruppe von Sanford Jenkins rückten nun auf den aufgegebenen Bereich für Portschlüssel und das Apparieren vor, wo sie entsprechende Zauber wirkten, um den Bereich zu blockieren. Jetzt waren nur noch die Riesen übrig, so dass Travis eine weitere Gruppe zum Portschlüssel-Bereich bei Flourish und Blotts schickte, um ein Eintreffen möglicher Verstärkungen zu verhindern.
Die Riesen mochten sehr gross sein, aber sie waren bei Leibe nicht dumm. Sie erkannten das Geschehen und die Tatsache, das sie umzingelt waren. Sie versuchten einen gezielten Ausbruch durch eine mögliche Schwachstelle, nämlich jene zwischen den Gruppen Arthur/Dumbledore und Rufus/Travis. Sie waren zumindest teilweise erfolgreich, auch wenn sie in das Kreuzfeuer beider Gruppen gerieten, waren sie doch schnell genug, auch wenn das viele überraschte, das am Ende nur zwei von ihnen fielen. Die anderen sechs liefen nun in Richtung des Tropfenden Kessels, auch wenn dies nicht ihr ursprünglicher Punkt des Eindringens war, und Harry und den Zwillingen gelang es nur einen weiteren auszuschalten, bevor die anderen fünf Riesen in den Pub eindrangen.
Sie wollten eigentlich nichts von dem Muggel-London, aber sie wussten, das der Pub durchaus wichtig genug war, das man eine Zerstörung vermeiden wollte, insbeondere da die Auroren nun eintrafen. Ihr Anführer lebte noch und war unter ihnen, und er würde die Verhandlungen über ihre Flucht nach dem Ende der Kämpfe übernehmen.
Die Front der Bank war nun frei, aber es hatte sehr lange 15 Minuten bis dahin gedauert. Harry, Fred und George landeten nun neben Rufus, der sie mit einem guten Mass an Stolz ansah.
"Das war sehr klever, wirklich sehr klever. Ihr seid zu jung, um der Liga zu helfen, also wirklich! Nun, Bill hier kennt die Bank am besten, er wird uns führen. Also BEWEGUNG!" Sie bildeten nun eine Formation direkt hinter Bill und Rufus, wobei es nur wenig Beschwerden darüber gab, jedenfalls deutlich weniger, als bei ihrer Gründung vor 16 Monaten. Dies war ihr erster wirklicher Test, abgesehen von der Ausschaltung von Marcus Flint und seinen Leuten im Oktober. Bill war der einzigste menschliche Angestellte von Gringotts der der Liga angehörte, auch wenn die Goblins darüber informiert worden waren, das sie zu den Treffen jederzeit einen Beobachter schicken könnten, auch wenn das bisher nie geschehen war. Bill hatte einige Überzeugungsarbeit bei seinem Chef, Fortrap, geleistet, der auch Harry's Account betreute, aber der alte Goblin war derzeit nicht bereit darauf einzugehen. Die Realität sah aber so aus, das die obersten Ränge der Goblins fürchteten, das, sollten sie in irgend einer Weise bei der Liga involviert werden, es zu grösseren Problemen kommen könnte, denn die Menschen könnten dann theoretisch einen Beobachter bei den Sitzungen des Direktorats von Gringotts fordern. Und das war etwas, das sie niemals zulassen würden.
Während des Angriffs waren nur sechs Ligamitglieder gestorben, darunter aber keine Auroren, wenn man bedachte, das sie gegen 50 Todesser angetreten waren. Bei jenen, die über diese Dinge nachdachten ergab sich nun ein Problem. Trafen sie hier nur auf Anfänger unter den Todessern? Oder gab es dafür einen anderen Grund? Die Situation würde sich auch in den nächsten Minuten nicht verbessern.
Bill führte sie nun in das Innere der Bank und sie sahen sofort, dass das Erdgeschoss praktisch in Trümmern lag, wobei auch Trümmer der oberen Stockwerke auf dem Boden lagen. Dort befanden sich aber auch sehr viele Tote. Die meisten davon waren Goblins, aber auch einige Inferi, die von den vorderen Reihen der Goblins getötet worden waren…nun ja, erneut getötet worden waren. Es waren auch ein paar Trolle darunter, wobei die Trolle die historischen Todfeinde der Goblins waren, gefolgt von zwei Todessern. Ein kurzer Blick unter die Masken zeigte zwei ihnen unbekannte, niedrig rangige Soldaten, die Bill als ehemalige Schulkameraden aus Slytherin identifizierte, was er auch der Gruppe, darunter seine Familie, Dumbledore, Travis, Rufus und Bones mitteilte. Tonks war weiter hinten nachdem sie doch noch eingetroffen war, aber kam nun weiter nach vorne.
Es kamen aber keine Geräusche aus den oberen Stockwerken, was Bill als kein gutes Zeichen einstufte. Die Goblins von Gringotts arbeiteten sechs Tage die Woche und es gab eigentlich fünf komplette Stockwerke dort oben. Travis sandte nun ein Team der Auroren aus um die Dinge zu überprüfen, während Bill sie in den Bereich der Verliesse führte. Die guten Jungen bewegten sich langsam und vorsichtig, was aber nicht unbedingt zum Vorteil der Goblins wirkte, aber Travis wollte sicherstellen, das es dort unten keine Hinterhalte gab.
Bill brachte sie schnell durch die Tür, wobei nun eine sehr komplizierte Öffnungssequenz folgen sollte, aber die Tür selbst und je ein Meter Wand daneben waren schlicht verschwunden. Es war aber auch ein Lärmschutzzauber aktiv, und sobald diese erledigt war, konnten sie die Schreien hören. Sie brauchten keine besonderen Zauber um zu erkennen, das der Kampf nicht gut für die Goblins lief, denn die Geräusche waren weiter entfernt, als ihnen lieb war. Harry hatte nun eine Idee.
"Accio Death Eater!"
Einer der toten Todesser aus der Lobby kam durch die Gruppe heran gerast und landete vor Harry. Er nahm nun den Zauberstab von Tom Riddle, den Dobby ihm geholt hatte, und drückte damit recht unsanft auf dem Arm des Todessers herum.
Man beachte, der Todesser war NICHT tot.
Harry hatte sich in seiner Nähe befunden, als Bill ihn identifizierte und er hatte erkannt, das sich dessen Brustkorb hob und senkte, wenn auch nur sehr schwach, und hatte es auch nur durch Zufall gesehen. Ein toter Todesser, der sicher ein Vorteil gewesen wäre, hätte aber bei Harry's Idee nicht funktioniert. Da wir gerade davon reden:
"Wohin geht ihr?" Das kam nun von Bones, die im Dezember in Milwaukee nichts von den Vorgängen erfahren hatte.
"Wir verschaffen ihnen dort unten etwas Spielraum." Ein paar von ihnen, denn die neueren Todesser, und davon gab es einige, waren durch den zweiten Zauberstab von Voldemort markiert worden, den er Ollivander vor einigen Jahren gestohlen hatte.
Nun hörten sie von unten einige, eindeutig menschliche Schreie, als Harry sehr unsanft einsetzte. Er hielt den Druck aufrecht und rief nun Dobby.
"Ja, Harry?"
"Geh bitte herunter und finde heraus, wo die Goblins sind, und wie ihre Situation aussieht, finde aber auch bitte die Positionen der Todesser heraus. Und um himmelswillen, geh den bösen Jungen aus dem Weg."
"Wird erledigt, Harry." Er verschwand nun und Travis und Rufus würden sich am liebsten in den Hintern treten, weil sie nicht früher daran gedacht hatten. Sie gingen langsam die Tunnel hinunter, etwas, das auch zu Fuss erfolgen konnte, auch wenn es mittels der Loren sehr viel schneller ginge, die aber während des Rückzugs der Goblins komplett zerstört worden waren, damit es die Gruppe der Todesser nicht leichter hatte. Dobby kehrte nach zwei Minuten zurück.
"Die Goblins sagen, allerdings nicht in sehr höflichem Tonfall, das ihr euch verdammt nochmal beeilen sollt, wenn auch nicht wortwörtlich. Derzeit können sie ihre Position noch halten, aber einen Angriff ohne Hilfe können sie nicht ausführen, sagen sie."
"Wo sind sie?"
"Etwa einen Kilometer unter uns, während die bösen Leute und ihre Kreaturen etwa 100 Meter von ihnen entfernt sind. Sie rücken stossweise vor, denn die Goblins haben sie zumindest teilweise verlangsamen können. Sie sind noch immer zahlenmässig den Goblins überlegen, aber sie kommen bald in die Reichweite der Drachen." Das war sozusagen die Finale Option, denn die Goblins hatten durchaus ihre Gründe dafür, die Drachen unter Kontrolle zu halten.
"Rauben sie die Verliesse aus?"
"Sie tragen nichts bei sich, und es waren soweit ich sah keine von ihnen in den Verliessen." Das waren die guten Informationen, und sie reichten auch. Travis wandte sich nun, während er zu Harry sah nun, als wenn er sagen wollte „stört es dich, wenn ich ihm Anweisungen gebe?", an Dobby. Harry's Andeutung besagte dann wohl „Kein Problem", weshalb Biller nun sprach.
"Dobby, geh bitte hinunter und sag den Goblins, das wir in Mannesstärke unterwegs sind, aber auch, das sie sich so langsam wie möglich zurückziehen mögen, damit wir aufschliessen können. Komm dann bitte zurück und geh uns voraus, allerdings unsichtbar, und informiere uns bitte sofort, sobald wir die rückwärtige Gruppe der Todesser erreichen."
"Ja, Mr. Travis." sagte er, nachdem Harry genickt hatte. Dobby akzeptierte direkte Anweisungen nur von Harry, Fred, George und neuerdings Sophie. Alle anderen brauchten das Einverständnis der „grossen Vier", oder zumindest eine vorhergehende Erlaubnis.
Er kehrte nach wenigen Sekunden zurück.
"Und sie sagen, das wir uns beeilen sollen, aber auch, das sie bereit sein würden. Wir sollen ihnen ein Signal geben, wenn sie mit dem Gegenangriff beginnen sollen." Er verschwand nun erneut, um auf „Posten" zu sein.
Und hier gab es nun ein Problem: viele der älteren, pensionierten Liga-Mitglieder hatten Probleme, die knapp einen Kilometer lange Strecke abwärts zu absolvieren, zumindest nicht in einem Tempo, das sie am Ende würden kämpfen können. Sicher, der Kilometer war auf dem Papier nicht sehr lang, aber für einen 65 Jahre alten Mann oder eine gleichaltrige Frau war es eine regelrechte Wanderung. Rufus konnte das leider nicht umgehen, und bat sie deshalb sich so schnell wie möglich zu bewegen, so dass sie zumindest als eine Art Reserve für den Angriff dienen konnten. Bill ging noch immer an der Spitze, gefolgt von Travis, Rufus, Bones, Dumbledore und den drei von WWW. Harry und die Zwillinge begannen schon flüsternd zu planen, um sicherzustellen das wann immer möglich mindestens zwei von ihnen immer in der Nähe von Arthur waren.
Arthur hatte ein sehr gutes Gehör, und auch wenn er die Beschützerrolle seiner Söhne durchaus genoss, so hätte er sich so oder so aus den Kämpfen so gut es ging heraus gehalten. Er sagte aber nichts weiter, denn er hielt es für möglich, das Harry ihn betäuben konnte und durch Dobby zurück zur Oberfläche bringen lassen würde, wenn auch aus, aus seiner Sicht jedenfalls, guten Gründen. Die Gruppe ging recht schnell, so das es noch gute fünf Minuten dauern würde, bevor sie auf die Hauptgruppe der Todesser treffen würden, aber das ganze war doch recht zäh und selbst die schnellen WWW-Mitglieder verfielen nicht in einen eiligen Lauf.
Dumbledore, der gelinde gesagt nicht mehr der jüngste war, und sich noch von der Behandlung erholte, von der er nichts wusste, liess sich langsam an den Schluss der Gruppe zurück fallen. Er ging nun direkt neben Tonks, während sich Kingsley im Ministerium befand.
"Geht es dir gut, Albus, du atmest sehr schwer." Das taten alle, denn die Luft war recht stickig so weit unten in den Tunneln, und Arthur dankte Merlin gerade von ganzem Herzen für die langen, regelmässigen Spaziergänge mit Molly.
"Mir geht es gut, Tonks, ich bin nur von den bisherigen Ereignissen des Tages erschöpft." Dies sah man ihm deutlich an.
Tonks hob ihren Zauberstab und sprach eine angepasste Form des Mobilicorpus auf ihn, die ihm wirklich half.
"Danke sehr, das brauchte ich wirklich."
"Jederzeit."
"Harry hat gut gekämpft, oder?"
Sie hatte auf die erste indirekte Anspielung auf Harry schon gewartet.
"Ich weiss nicht, Sir, ich war beim ersten Teil nicht hier. Er kämpft in der Regel durchaus gut, meines Wissens nach jedenfalls." Dies war eine indirekte Andeutung auf Harry's letztes Aufeinandertreffen, aber Dumbledore lächelte nur, denn er nahm dies scheinbar nicht als Beleidigung.
"Er ist der talentierteste Kämpfer in Sachen Magie, den ich je kennenlernen durfte, Tonks, insbesondere wenn es um Taktiken und Magie sowie die reine Kraft angeht. Gemeinsam mit den Zwillingen bildet er ein Team, das den Auroren Konkurrenz machen kann, und wer hätte das je gedacht? Jetzt im Nachhinein muss ich sagen, das sein Wechsel nach Amerika, aber auch die Muggelfilme sich immer mehr als ein Geniestreich herausstellen. Es läuft für ihn weit besser als es ihm je in Hogwarts möglich gewesen wäre." Das Remus der Lehrer für Verteidigung von Harry gewesen wäre, entging Remus' Lebenspartnerin nicht, aber sie ging nicht weiter darauf ein, sondern fragte ihn das, was sich wohl viele fragten. Die gesamte Unterhaltung wurde in leiser Lautstärke geführt, aber die Geräusche drangen so oder so nicht sehr weit in die Gänge hinaus.
"Ist es das, Albus? Ist es die Endschlacht? Wieso sonst sollte Voldemort überhaupt Gringotts angreifen?"
Dumbledore hatte seinen eigenen Verdacht, aber vorerst ging er den Überlegungen von Remus aus dem Juli nach.
"Ich denke es geht ihm mehr darum, die Goblins als Gegner auszuschalten. Es würde mich überraschen, wenn er hier irgend welches Gold stehlen würde. Die Goblins werden sich sicher nicht auf seine Seite stellen, aber genausowenig auf die unsrige, weshalb sie ausgelöscht werden müssen, zumindest aus Sicht der Todesser. Ich frage mich auch, ob Voldemort überhaupt hier ist."
Selbst Harry fragte sich dies, und er überlegte ernsthaft, seine Verbindung über die Narbe zu öffnen um es zu erfahren, etwas, das er schon mehrmals überlegt hatte, aber er hatte der Überlegung bisher nicht nachgegeben. Bisher wollte er es vermeiden,um sich auf die Konfrontation besser vorzubereiten, und Voldemort war jemand, den man niemals unterschätzen durfte.
Es vergingen drei weitere Minuten, bevor Dobby erneut erschien.
"Die hintere Gruppe ist etwa 50 Meter vor euch, und sie wissen, das ihr unterwegs seid." Harry zog Dobby nun hinter sich und deutete auf die Zwillinge.
"Serpensortia!" Dies sagte er aber so leise, das niemand in der weiteren Entfernung es hören konnte.
Fred und George immitierte ihn nun, so dass kurz darauf drei Schlangen am Boden lagen, die auf Anweisungen warteten. Es sah erneut so aus wie beim Verfahren gegen Lucius Malfoy, nur dass das Schlachtfeld dieses Mal dunkel war, und die Schlangen nicht einfach zu sehen waren, insbesondere da die drei hier schwarze Schlangen gewählt hatten. Harry deutete mit seinem Zauberstab auf sie und sagte auf Parsel:
"Geht da runter und tötet so viele wie möglich. Verschont aber die Goblins." Er konnte nur hoffen, das es keine menschlichen Geiseln gab, auch wenn Bill ihm erklärt hatte, das die meisten menschlichen Mitarbeiter der Goblins um diese Zeit am Wochenende nicht mehr im Dienst waren, und die Toten in den oberen Stockwerken vermutlich alles Kunden waren. Die Schlangen nickten, oder es sah zumindest so aus, nun Harry zu und glitten den engen Korridor entlang.
Die Liga begann nun hinter ihnen weiter zu marschieren, und so hatten sie knapp 20 Meter zurück gelegt, bevor hinter ihnen Schmerzenslaute erklangen, gefolgt von mehreren Flüchen. Sie waren aber mehrere Biegungen entfernt, so das man keine Zauber erkennen konnte, sondern nur die Stimmen der Zauber selbst und der Lärm des Ergebnisses. Die drei von WWW wiederholten ihren Serpensortia-Trick, woraufhin drei weitere erschaffene Schlangen den Gang hinab glitten, die aber nun auf eine hintere Gruppe trafen, die auf sie vorbereitet waren. Es gab nur relativ wenige Schreie, sondern mehr Zauber, denn die Todesser machten reichlich Gebrauch von ihren Zauberstäben, während die Ligamitglieder langsam näher kamen. So hatte es Harry auch geplant, denn während die Todesser auf der Hut waren, so würde es sie auch sehr viel Kraft kosten, während er mit den anderen einige Minuten Zeit hatten, sich kurz zu erholen. Es gab nur noch eine Biegung, und dieses mal entschied sich Travis dazu, das es hier an der Zeit wäre, das er die Sache in die Hand nahm, und deutete nun Sanford Jenkins und seinem Team, ihm zu folgen.
"Reducto auf den Bauch, überprüft aber bitte eure Feuerrichtung." sagte er leise, und das wir die Standardvorgehensweise der Auroren. Er deutete auf Harry, damit dieser wusste, das keine weiteren Schlangen nötig waren, und nachdem sie leise bis vier gezählt hatten, sprangen die vier Auroren um die Ecke und feuerten mehrere stille Betäubungszauber ab, wobei ihr Ziel aus der Gruppe von vier Todessern vor ihnen bestand, wobei anzumerken war, das Harry's Schlangen bereits vier von ihnen erwischt hatten.
Sie erwischten alle vier, auch wenn es einem Todesser gelang, einen Avada Kedavra abzufeuern, der Jenkins aber um 6 Inches verfehlte. Dieser letzte Zauber allerdings erregte die Aufmerksamkeit der Todesser vor ihnen, denn es folgte kein Ruf wie:
"SCHLANGEN!"
Es sah so aus, als wenn die Todesser, obwohl die Geschichte um Slytherin und ihre übliche Nähe zu Nagini bekannt waren, sich nicht weiter darum kümmerten, ob die Schlangen auf ihrer Seite der Schlacht stünden. Dieses mal wussten die Todesser aber mit ziemlicher Sicherheit, das ihre kommenden Angreifer Menschen waren.
Den Ligamitgliedern bliebn keine Zeit, ihre Gefangenen zu befragen, weshalb man ihnen die Zauberstäbe und Portschlüssel abnahm und so fest und radikal wie möglich fesselte. Dies geschah, während die an der Spitze marschierenden Personen weiter gingen. Harry versuchte weiterhin aktiv, die Gegner zu irritieren, indem er die Zwillinge anwies, gemeinsam mit ihm einen Schwarm Lokusten auf die Gegner zu schicken, was zwar zu keinen direkten Verletzungen führte, aber sie derart durcheinander brachte, das die "guten" einen gewissen Vorteil bekamen.
In der Zwischenzeit bei den Todessern:
Albert Runcorn war der Anführer der Todesser bei dieser Operation. Er war lange Zeit einer der eher niedrigrangigen Todesser gewesen, wobei seine Position wohl am ehesten der eines Captain in der Muggelarmee entsprochen hätte, aber der Tod war der einfachste Weg für eine Beförderung für diese Leute. Seine Mission bestand nur aus wenigen Dingen: so viele Goblins wie irgend möglich ermorden, während er gleichzeitig soviel Schaden wie nur irgend möglich in Gringotts anrichten sollte. Es stand nirgends, das er irgend welche Dinge rauben sollte, auch wenn das vermutlich an der relativ neuen Angewohnheit der Goblins, die Nummern der Verliesse und die Verliesse selbst nach dem Zufallsprinzip auszutauschen, lag. Das Plündern von Harry's Verliess wäre sicher ein netter Bonus gewesen, aber es war unmöglich zu sagen, wo sich das Verliess derzeit befand.
Bisher war Runcorn, der die Mission aber nicht selbst geplant hatte, in der Regel dem Zeitplan etwas voraus. Sie hatten die oberen Stockwerke verwüstet und so viele Goblins und deren Angestellte wie möglich ermodert, was überraschenderweise am meisten Schäden verursacht hatte, denn es dauerte am längsten, diese zu ersetzen und neu auszubilden. Sie hatten auch einen erheblichen Teil der Sicherheitsgoblins getötet, während die anderen vor Ort gebunden waren. Insgesamt lief es ziemlich gut, bis auf eine Kleinigkeit.
Die Liga zur Verteidigung gegen die Dunklen Künste kam von hinten anmarschiert.
Der Zeitpunkt für diesen Angriff im übrigen kein Zufall, denn Voldemort wollte die Liga her locken. Womit er nicht gerechnet hatte war, das die zwei Dutzend Riesen und die knapp 50 Todesser vor der Bank unter minimalsten Verlusten praktisch ausgelöscht wurden. Gemeinsam mit Nott und Pettigrew, von denen sich keiner in einem Umkreis von 100 Kilometern um die Bank herum befand, hatte er angenommen, das die Einheiten draussen dem Ansturm sehr lange wiederstehen könnten, sofern sie denn überhaupt besiegt würden. Sie wussten, das sie die unerfahrendsten Mitglieder gegen die Liga schickten, um diese aufzuhalten, aber auch Voldemort würde sehr geschockt sein, wie wenig diese Gruppe wirklich hatte ausrichten können.
Und genau das war derzeit Runcorn's Problem, nämlich wohin und wann sollten sie fliehen? Sie hatten unterwegs die Anti-Portschlüsselzauber ausgelöscht, was dank eines besonderen Zaubers von Voldemort möglich gewesen war. Es gab also durchaus einen nicht so komplizierten Fluchtweg. Aber Voldemort würde auf einen Abschlussbericht bestehen, einen sehr genauen um genau zu sein, und sollte Runcorn sich zu früh zurückziehen, wäre sein Leben praktisch verwirkt. Er drehte sich nun zu seinem Stellvertreter, einen jungen Todesser namens Terrence Ibbotson zu.
"Also Terrence, wir können entweder die Goblins oder die Mitglieder des Ministeriums angreifen, aber nicht beide gleichzeitig. Was schlägst du vor?" Die Antwort kam sofort.
"Die Goblins, denn dafür sind wir hier. Das Ministerium wird zu vorsichtig sein und nur langsam vorwärts gehen. Wir sollten die Inferi ihnen entgegen schicken um sie aufzuhalten, während wir die Goblins endgültig ausschalten. Anschliessend können wir uns in Ruhe und mit Ehre zurück ziehen." Ibbotson, ein Slytherin, der während Harry's zweitem Schuljahr Schulsprecher gewesen war, war ein „Liebling" von Voldemort, weshalb er im Prinzip sein direkter Repräsentant hier war. Niemand verstand das besser als Runcorn, der nun zustimmend nickte.
"Also gut, Umbridge, sie werden gemeinsam mit Neely die Inferi anführen und das Ministerium angreifen, während wir uns um die Goblins kümmern. Kämpft bis zum letzten Körper, bevor ihr zu uns stosst."
Ja, genau diese Umbridge, die allerdings nicht als wichtig genug eingestuft wurde, um wie die bessern Soldaten zurück gehalten zu werden. Voldemort hatte sie sogar direkt hier her befohlen, vermutlich in der Hoffnung, das sie auf Harry treffen könnte.
Sie nickte und Runcorn gab den Inferi die entsprechenden Anweisungen. Sie konnten zwar so gesehe4n nicht rennen aber die konnten sich durchaus schnell bewegen, wenn man bedachte, das sie komplett willenlos waren.
Runcorn beobachtete sie kurz und deuteten dann den anderen Todessern, sich um die nächste Kurve zu begeben, auch wenn er ihnen sagte, das sie erst beim Anblick der Goblins angreifen sollten, einfach um zu sehen, was diese für sie geplant hatten. Er ging in diesem Fall davon aus, das es eine Art letzter Kampf durch diese Bestien sein würde.
Umbridge hatte aber eine andere Idee, und bevor Nelson Neely sie daran hintern konnte, aktivierte sie einen Tarnzauber und kroch langsam die Wand entlang nach vorne. Sie wusste, das wahrscheinlich einige ihrer "alten Freunde" hier auf sie zumarschiert kamen, und der ehemalige Grossinquisitor hatte noch mehrere "Rechnungen" zu begleichen.
Die Ligamitglieder hörten die anmarschierenden Inferi und hielten inne, um eine Abwehr vorzubereiten. In diesen Engen Gängen war dies zwar nicht einfach, aber darum kümmerten sich Harry, Bill, Fred und George, die auf die Knie gingen, während Travis, Arthur, Bones und Dumbledore über deren Schultern zielten, während vier weitere, darunter Rufus, dahinter in Reserve bereit standen. Damit waren mindestens 12 Zauberstäbe auf die Angreifer gerichtet.
Inferi sorgten in der Regel für einige Panik, wenn die Leute nicht mit ihnen rechneten. Sie waren übernatürlich stark, aber auch die Fähigkeit, den meisten Zaubern zu widerstehen. Es gab aber auch ein Problem: sie konnten nicht für sich selbst denken und handeln. Sie marschierten einfach voran, sofern ihnen dies befohlen wurde, und ein Rückzug war ihnen aus eigenen Stücken unmöglich….und Albert Runcorn verpasste die Chance, diese Befehle zu geben.. Eine Gruppe von Gegnern, die auf sie vorbereitet waren? Nun, theoretisch wäre ein Problem, denn genau deshalb wurden Inferi nur sehr selten verwendet.
Die erste Welle kam nun um die Kurve und wurde dank der Explosionszauber von 12 Ligamitgliedern sofort in Stücke gerissen. Die vier direkt stehenden Mitglieder wurden nun von vier anderen ersetzt, während die acht knieenden mehrere Betäubungszauber und Repulsar-Zauber dazu nutzten, um den stehenden die Zeit zu geben, sich für die neuen aus dem Weg zu begeben. So wurden die ersten 20 Inferierledigt, bevor Nelson Neely, der einzigste Todesser, der sich selbst zeigte, die Inferi als "menschliche" Schutzschilde zu nutzen begann. Er konnte drei Todesflüche abfeuern, die im übrigen sehr gut gezielt waren, mit denen er zwei von ihnen traf. Travis sah nun auf, als der zweite Körper zu Boden fiel, während Dumbledore und Harry Neely mit je einem Todesfluch trafen. Biller's Fluch war der des Entsetzens.
Der zweite Zauber traf Amelia Bones direkt in die Stirn. Sie war auf der Stelle tod.
Ihr Platz in der Reihe wurde sofort von Jenkins übernommen und die Inferi marschierten weiter, während die Liga weiter kämpfte. Bald waren die Leichen wieder Leichen und sie hörten, wie die Todesser und Trolle nun auf die Goblins trafen. Rufus winkte nun alle nach vorne, während Arthur sich neben Bones kniete und ihre Augen schloss. Dies war aber im Nachhinein nicht die beste Idee, denn Umbridge, die erkannte, das Harry sich nicht mehr in direkter Sichtlinie befand, kam nun auf Arthur zugewatschelt und richtete ihren Zauberstab auf dessen Kopf, während sie ihren Tarnungszauber aufhob.
"Hem hem!" Nun sahen alle auf und Travis richtete seinen Zauberstab aus.
"Das denke ich nicht, Biller, legen sie ihn sofort ab, oder die Weasley-Familie verliert ihr Familienoberhaupt."
"Wenn sie wissen was gut für sie ist, lassen sie ihn sofort los." Das war von Harry zwar sehr stark aus einem Film heraus zitiert, aber es war das erste, was ihm hier einfiel.
"Leg den Zauberstab ab Potter. Ich habe von diesem Moment geträumt, seit deine Lügen und Verbrechen mich nach Azkaban brachten."
Harry hatte zwar von diesem Moment geträumt, aber nur in groben Zügen. Das Arthur die Geisel war spielte eigentlich keine Rolle, aber das konnte man einfach korrigieren.
"Wenn ich ihn ablege, lassen sie ihn gehen und nehmen mich als Geisel, einverstanden?"
"Legt sie ab und er stirbt nicht." Sie klang sogar so, als wenn sie das selbst glauben würde.
Ihr war klar, das sie tod sein würde, sobald sie den ersten Zauber abfeuerte, wobei dies die einstimmige Ansicht war. Neben dem von Harry waren mehr als 10 Zauberstäbe auf sie gerichtet, während die anderen den Goblins zu Hilfe kamen. So war es von Umbridge aber nicht geplant gewesen, denn sie wollte sie nur aufhalten, aber es war ein Vorteil.
Harry wusste, das sie einen direkten Treffer auf ihn bekommen wollte, etwas, das er ihr ermöglichen wollte, wenn auch auf andere Weise als von ihr gedacht. Er senkte vorsichtig seinen Zauberstab und legte ihn auf den Boden, wobei dieser nicht in irgend einer Ritze hängen blieb, während sein Tom Riddle Model weiter in seiner Jeans steckte, wo es leicht verstaubte. Er hielt seine linke Hand deutlich sichtbar, als Zeichen der Beruhigung. Sie sah dies und begann in höchsten Tönen zu Lachen.
"Nachdem ich das getan hab, lassen sie ihn sofort los."
Umbridge hörte nun auf zu lachen und lächelte ihr fiesestes Lächeln.
"Avad…"
Weiter kam sie nicht, denn sobald sie ihren Mund geöffnet hatte, nutzte Harry seine linke Hand dazu, um ihren Zauberstab herbei zu rufen. Es sah so aus, als ob Voldemort die Geschichten seiner letzten Begegnung mit Harry nicht weiter gegeben hatte, denn sie rechnete nicht damit, das ihr Zauberstab direkt in seine Hand flog. Arthur nutzte die Gelegenheit, ihr den Ellenbogen in das Gesicht zu rammen, während Harry ihren Zauberstab mit Hilfe des Knies zerbrach, während er seinen eigenen wieder zu sich rief.
Umbridge ging nun vor Schmerz erneut auf die Knie, während Travis alle bis auf die Weasleys weiter schickte. Sobald sie die Ecke umrundet hatten, sagte Umbridge nun:
"Nun gut, ihr habt hier gewonnen. Also bringt mich einfach in das Gefängnis zurück." sagte sie leicht verärgert. Aber so schnell ging das nun nicht.
"Oh, ich denke wir können das Gefängnis umgehen, Delores." sagte Travis und holte nun Neely's Zauberstab hervor, den er ihn reichte.
"Ich werde sicher keine unbewaffnete Frau ermorden."
Harry lächelte nur, während Umbridge endlich ahnte, was hier gespielt wurde.
"Du kannst mich nicht kaltblütig ermorden, Potter, das würde nicht zu deinem Image als Held passen, oder?"
"Sie erwarten von mir das ich ihnen die selbe Gnade gegenüber zeige wie sie diese mir gegenüber gezeigt haben?"
"Ja." Genau das dachte sie übrigens auch, denn die angeblich „guten" Leute zeigten dem Gefangenen gegenüber immer „Gnade".
"Es gibt nur ein Problem bei dieser Theorie." Er trat etwas vor, während Travis Neely's Zauberstab in ihre Hand legte, auch wenn sie ihn nicht ergriff. Harry zeigte ihr nun die Handoberseite.
"ICH DARF KEINE LÜGEN ERZÄHLEN!" Die Narben waren noch sichtbar, denn Harry hatte bisher, solange diese noch nützlich waren, auf deren Behebung verzichtet.
Umbridge war nun verängstigt genug um zu handeln, weshalb sie ihren neuen Zauberstab sehr schnell hob, aber Harry kam ihr zuvor.
"ABRUMPERE!" Er war nicht gewillt, den Todesfluch gegen sie zu nutzen, aber der Explosionszauber wenige Zentimeter entfernt direkt in das Gesicht waren auch genug. Sie brach nun tod auf dem Boden zusammen. Harry senkte seinen Zauberstab und war die Teile ihres Zauberstabs zu Boden.
"Also gut, wir haben noch eine Aufgabe vor uns!" Sie liefen so schnell wie möglich tiefer die Gänge hinab, denn sie konnten davon ausgehen, das ihre Kameraden mögliche Fallen und ähnliches schon gefunden hatten.
Zu dieser Zeit hatten Rufus und Dumbledore, der schon während des ersten Konflikts mit Voldemort ein paar Kämpfe geführt hatte, fast die Todesser erreicht, die in schwerste Kämpfe mit den verbliebenen Goblins verwickelt waren. Die Goblins konnten sich noch mit Mühe halten und wollten sich nicht weiter zurück ziehen, als die Ligamitglieder auf die hinteren Todesser und Trolle trafen. Harry und der Rest folgten ihnen kurz darauf, denn die Aktion mit Umbridge hatte nur wenige Augenblicke gedauert, und sie waren ausserdem deutlich schneller zu Fuss. Rufus rief den nachkommenden nun folgendes zu:
"Errichtet Schutzzauber damit sie nicht fliehen können!" Er machte dies deutlich indem er einen Todesser mit einem kurzen Schnittzauber direkt in dessen Kehle tötete.
Nun ja, es war nicht wirklich einfach und angenehm für den Todesser.
Dumbledore konnte seine Position durchaus halten, als die drei WWW bei ihm ankamen. Dies war der erste Kampf, den Harry und Dumbledore gemeinsam kämpften, und keiner der Anwesenden würde ihn jemals vergessen. Arthur kam gerade bei ihnen an, als ein Explosionszauber von einer der Verliesstüren abprallte und ihn am Bein traf. Er kam aber zum Glück aus grosser Entfernung, so das keine gravierenden Verletzungen entstanden, allerdings brach er sich dabei das Schienbein, weshalb er zu Boden ging. Fred und George begannen nun, ihren Vater zu decken, während Bill ihren Platz neben Harry und Dumbledore einnahm.
Die Goblins, die vermutlich leise Worte wie "Na Endlich!" gemurmelt haben dürften, weil die Magier endlich eingetroffen waren, begannen nun mit einem massiven Gegenangriff, während Travis und Jenkins Schutzzauber um Schutzzauber errichteten um eine Flucht zu verhindern. Sie hatten bei den Todessern oben die Portschlüssel gesehen und gingen davon aus, das hier eine Art Plan vorhanden war.
Runcorn und Ibbotson waren beide nach am Leben, wobei sie sich hinter mehreren Trollen versteckten, während sie auf die Goblins feuerten, von denen nur noch geschätzte 40 lebten. Harry und Dumbledore hatten sie allerdings entdeckt, und begannen auf Harry's Signal hin, gemeinsam mit Bill die Trolle anzugreifen, wobei sie Abrumpere und Reducto so schnell wie möglich einsetzten, und zwar mit Hilfe der Zauberstäbe und zauberstablos. Es gelang ihnen, die Trolle nach und nach zu besiegen, aber dann setzte Runcorn Harry's eigenen Erdbeben-Zauber gegen sie in, wobei ironischweise eine Kopie genau dieses Buches in Riddle Manor gewesen war, und Runcorn zu jenen gehörte, die interessante Bücher durchaus lasen.
Sie wurden dadurch fast einen Meter nach oben gehoben, und obwohl Harry erst etwas aus dem Gleichgewicht geriet, so sah er doch in die falsche Richtung. Er feuerte einen Betäubungszauber auf den nächsten Todesser ab, und nachdem er diese Todesserin getroffen hatte, wandte er sich wieder Runcorn und Ibbotson zu.
Aber er kam zu spät.
Sie hatten die Gelegenheit genutzt und mehrere Zauber auf seine entblösste Seite abgefeuert.
„AVADA KEDAVRA!" „AVADA KEDAVRA!"
Die Flüche kamen direkt auf ihn zu, trafen ihn aber nicht.
Es war Dumbledore der getroffen wurde, denn er hatte sich gezielt in die Flugbahn der Zauber geworfen. Er stöhnte kurz auf und fiel dann tod zu Boden.
Bill war gerade wieder auf die Beine gekommen und feuerte sofort einen Betäubungszauber auf Runcorn ab, während Travis vor lief und das gleiche bei Ibbotson tat. Beide hatten die beiden als die Anführer der Todesser identifiziert und sie planten, diese später genau zu befragen. Sie hatten ihre Masken abgenommen, damit ihre Truppen sie besser verstehen konnten, und das hatte ihnen vorläufig das Leben gerettet.
Harry konnte seinen Augen nicht trauen, denn Dumbledore lag dort auf dem Boden und rührte sich nicht. Er kam erst wieder "zu sich", als der zweite Todesfluch ihn knapp verfehlte und in die Wand hinter Arthur und die Zwillinge einschlug. Er drehte sich wieder zu dem Kampf um und marschierte mit einer Wut, die keiner der Weasleys je gesehen hatte, direkt auf zwei Todesser zu, die er mit zwei gezielten Repular-Zaubern abfertigte, denn er spürte nur noch wie die Zauber aus seinem Zauberstab hervor kamen. Er nutzte den Klebezauber, den Rufus ihm gezeigt hatte, und den Travis ihm beigebracht hatte, und zielt auf alle, die in seinem Umkreis eine Maske trugen.
Die Goblins begannen einen letzten Angriff, und bald darauf war die Linie der Todesser durchbrochen. Ein paar von ihnen zogen sich in die Tiefen der Tunnel zurück, denn sie wussten, dass das Ministerium den Ausweg blockierte. Die Todesser gingen davon aus, das die Goblins hier einen anderen Ausgang haben würden, und obwohl sie in der Theorie recht hatten, so war es ein Ausweg, den nur die Goblins sehen und verstehen konnten, und dieser lag einige Kilometer weiter unterhalb von ihnen. Diese beiden, die nicht ranghoch genug waren um die Aktivierrungszauber für die Schutzzauber und Portschlüssel zu kennen, würden sich schliesslich einen Tag später den Goblins ergeben.
Der Rest der Todesser entschied sich zur Aufgabe, auch wenn es am Ende nur noch neun überlebende Todesser gab. Sie legten ihre Zauberstabe auf den Boden und traten direkt vor den nächsten Auror, denn sie zogen das Ministerium den Strafen der Goblins vor. Nicht das es ihnen helfen würde, wie sie bald merken würden.
Rufus nutzte die Gelegenheit, um nach Dumbledore zu sehen, denn er kniete neben dem Körper und fühlte nach dem nicht vorhandenen Puls. Er sah nun zu dem blutbedeckten Harry.
"Er ist Tot."
"Ich weiss, er wurde von zwei Todesflüchen getroffen, die für mich bestimmt waren." Harry's Stimme klang sehr schwach, und Rufus bekam beinahe einen Herzinfarkt, als er das hörte.
"WIE BITTE?"
"Es stimmt, sie kamen von den beiden dort drüben." Er deutete auf Runcorn, den er allerdings noch nie gesehen hatte, sowie auf Ibbotson, den er aus der Zeit von vor zwei Jahren in Hogwarts noch zu gut kannte.
Rufus konnte noch immer nicht glauben, das Dumbledore wirklich tod war, vor allem so kurz nach Bones, und dann erfuhr er auch noch, das er bei der Verteidigung einer Person starb, die ihn vor einem Monat noch angegriffen hatte, jemanden, der ihn durchaus hassen könnte, wobei er das nie ernsthaft gesagt hatte.
"Geht es dir gut, Harry, stammt das Blut von dir?"
"Ich denke nicht, Sir."
"Was geschah mit Umbridge?"
"Offiziell starb sie bei einem Fluchtversuch."
"Die inoffizielle Version ist mir derzeit auch egal. Wo ist der Anführer der Goblins?" Er sprach nicht wirklich mit Harry, der Fortrap, seinen Account-Manager, halbwegs von den anderen Goblins unterscheiden konnte, auch wenn sie erst später mit einander reden würden.
Der ranghöchste Goblin, Freygang, sprach gerade mit Bill. Freygang war der stellvertetende Sicherheitschef von Gringotts, für den Moment jedenfalls, denn keiner wusste, wieviel Verantwortung er nach diesem Fiasko noch würde übernehmen müssen. Sein Vorgesetzter war während des dritten Gegenangriffs gestorben, weshalb Freygang das Kommando inne hatte. Rufus trat nun zu ihnen und Bill stellte sier einander vor.
"Nun, ihr seid immerhin rechtzeitig hier gewesen, denn wir hätten keine 10 Minunten länger durchhalten können." In seiner Stimme klangen mindestens ein halbes Dutzend Emotionen mit, aber Rufus entschied sich dazu, es nicht als Beleidigung oder derartiges aufzufassen, auch wenn einige Auroren, die das hörten, nicht begeistert schienen.
"Ich bin froh, das wir helfen konnten. Unser Scout sagte, das keines der Verliesse aufgebrochen wurde?"
"So sieht es aus, sie schienen es eher auf Mord und Totschlag anzulegen als auf Diestahl und ähnliches. Die Verliesse besitzen ein spezielles Alarmsystem, das uns sagt, wenn in sie eingebrochen wird, und dieser Alarm erklang nie."
"Merlin sei Dank. Wieviele Opfer gab es bei Ihnen?"
"Zu viele. Es tut mir durchaus um Dumbledore leid. Er starb als Held." Das war ein grosses Lob von Seiten Freygangs', der zwar Bill durchaus schätzte, aber den Menschen ansich in der Regel sehr misstrauisch gegenüber stand.
"Wir haben heute viele gute Leute verloren, aber der Idiot Voldemort hat noch mehr verloren." Er sah nun zu Jenkins.
"Wieviele Gefangene gibt es?"
"Derzeit 22, Sir, der Rest ist tod oder liegt im Sterben. Von den Trollen hat soweit ich weiss keiner überlebt."
Rufus sah nun zu Travis und beide unterhielten sich kurz leise. Anschliessend wandte sich Rufus wieder an Freygang.
"Ich möchte gerne Runcorn, Ibbotson und neun Gefangene eurer Wahl. Der Rest gehört euch. Ihr bekommt ausserdem eine versiegelte Kopie der Aussagen von uns, wenn wir zumindest eine Zusammenfassung von euch bekommen, wobei ich aber um eine gründliche Befragung eurer Gefangenen bitte." Das „ihr könnt mit den euren machen was ihr wollt" war eine recht offene Auslegung, und obwohl Freygang nicht wirklich lächelte, nickte er doch mit durchaus zufrieden scheinendem Gesichtsausdruck.
"Das ist für mich akzeptabel. Und was sollen wir mit unseren Gefangenen nach der Befragung machen?"
"Das bleibt euch überlassen, solange ihre Körper nicht auf den Strassen landen." Rufus war der ansicht, das er die Goblins vorerst beruhigen musste, denn auch wenn er verständlicherweise der Meinung war, das es nicht alleine die Schuld seiner Rasse war, so wusste er doch, das die Goblins dies durchaus so sehen würden, und zwar ohne irgendwie zwischen den Gruppen der Menschen zu unterscheiden.
"Das ist akzeptabel. Sie bekommen die Zusammenfassungen spätestens morgen abend. Vielen dank für ihre Hilfe bei diesen Problemen." Rufus hatte ihm das gegeben was er wollte, so das der sonst so unnahbare Goblin durchaus gewillt war, über seinen Schatten zu springen und dem Minister seine grobknöcherne Hand zu reichen, die Rufus nun ergriff und auch schüttelte. Er sorgte dann dafür, das Jenkins die 11 Gefangenen einsammelte, während der Rest offiziell als „im Kampf gefallen" galt, während der Rest ihre Gefallenen und Verletzten einsammelte.
Harry war zu Arthur herüber getreten, dem Fred und George gerade wieder auf die Beine halten, während Bill eine magische Bandage um dessen angeschlagenes Bein gewickelt hatte.
"Wie geht es ihnen?"
"Ich werde es überleben, Harry, das sollte vorerst reichen. Und das ich lebe, verdanke ich dir, auch wenn es zu einer Gewohnheit zu werden scheint." Er musste nun lächeln, denn Arthur musste ebenfalls fast schon darüber lächeln, das er nach fast einem Dutzend Nah-Tod-Erfahrungen noch immer lebte. Ihm war auch klar geworden, das einige seiner Söhne ihre Leben für ihn riskierten, so dass er nun indirekt damit begann, sie auf Verletzungen abzusuchen, aber das schlimmste schienen einige Schürfwunden zu sein.
"Wir sollten dich einfach aus dem nächsten Kampf heraus halten, das sollte die Sache beruhigen." Er lächelte aber nicht, als er das sagte, auch wenn er ruhig klang. Er drehte sich um und ging wieder zu Dumbledore, neben dem er sich nieder kniete, und sprach nun fast flüsternd.
"Warum zur Hölle hast du das getan? Nach allem was wir zu einander sagten, aber auch einander angetan haben, wieso also? War es der letzte Akt des Missbrauchs? Willst du, das ich mich für den Rest meines Lebens schuldig fühle?" Travis war hinter ihn getreten und obwohl Harry die Schritte hörte, drehte er sich nicht um. Travis wusste, das Harry derzeit hin- und hergerissen war, weshalb er es als seine Pflicht ansah, ihn so sanft wie möglich als Freund und Mentor da heraus zu holen.
"Er glaubte an die Prophezeiung, Harry, deshalb tat er es. Er will, das Voldemort besiegt wird, weshalb er gewillt war, alles zu deinem Schutz zu tun."
"Das habe ich nie gewollt, ich wollte nicht, das irgend jemand für mich stirbt." sagte er sehr vehement und Travis' Antwort war von der Logik her vernichtend.
"Waren wir uns denn nicht einig, das es Albus Dumbledore egal war, was du dir wünscht? Wieso sollte es hier anders sein? Er war der Ansicht, das dein Teil des Ganzen wichtiger sei. Er hätte uns alle geopfert, nur damit du überlebst." Travis war durch den Tod von Bones noch mehr geschockt als durch den von Dumbledore, aber für Harry stellte er ihn für den Moment zumindest hinten an.
"Das ist doch verrückt."
"Es ist leider die Realität, mein Freund, und wir müssen leider mit der Realität fertig werden, egal wie diese aussieht, ansonsten würden wir verrückt werden."
"Es tut mir wirklich um Bones leid, sie war eine grossartige Frau." Harry stand nun auf und wandte sich von seinem ehemaligen Schulleiter ab, den er kaum ansehen konnte, wenn auch aus ganz anderen Gründen als vor wenigen Monaten.
"Das war sie wirklich, und ich habe in den ganzen Jahren viel ihr lernen dürfen. Gemeinsam mit Rufus formte sie mich zu dem Mann, der ich heute bin….naja, meine Frau half natürlich auch dabei. Also gut Harry, schaffen wir Dumbledore hier heraus." Dies geschah in beiden Fällen mittels Schwebezauber. Auch wenn beide erschöpft waren, sahen sie es als ihre Pflicht an.
Wieder in Hogwarts:
Die Schüler standen noch immer um die Radios herum, wobei der Gemeinschaftsraum von Gryffindor praktisch bis zum Bersten gefüllt war, wobei sich auch Westbrook, McGonagall und Hagrid dort befanden. Remus trat nun auf die DOM's zu, als Shivers die Auroren und Ligamitglieder sah, welche die Bank verliessen. Irgendwie war es ihm gelungen, den Auroren die Erlaubnis abzuringen, vor Ort zu bleiben, die vermutlich dachten, das die Öffentlichkeit ein Recht darauf hatte, für ihr Geld zu erfahren, was hier geschah.
"Die Auroren verlassen jetzt die Bank, wobei sie scheinbar ein gutes Dutzend Gefangene machen konnten, wobei die Todesser noch ihre Masken tragen. Da kommt jetzt Minister Scrimgeour. Er scheint gemeinsam mit dem Senior Auror Sanford Jenkins einen Körper zu transportieren…..oh Gott, das ist Madam Amelia Bones, die Cheffin des DMLE." Remus holte tief Luft, so dass ihn nun alle wahrnahmen. Er war zwar nicht sonderlich gut mit Bones befreundet gewesen, aber er respektierte ihr Können und ihr Wissen, aber auch ihre Fähigkeit, Rufus in Zaum zu halten. Shivers fuhr nun fort:
"Jetzt kommt der Vorsitzende des Wizengamot, Arthur Weasley, er humpelt recht deutlich und er hat einen Verband am Bein. Ihn umgeben seine Söhne, Bill, Fred und George, die unverletzt zu sein scheinen. Eine Sache noch, ich war sieben Jahre lang ein Zimmerkamerad von Bill während der Zeit in Hogwarts, und es gibt keinen ehrlicheren Mann dort draussen." Die Erleichterung auf den Gesichtern der DOM's war sehr deutlich zu sehen, wobei fast alle sie ansahen. Jetzt kam die Frage, wo war Harry? Diese Frage wurde wenige Augenblicke später beantwortet, als Shivers die weiteren wichtigen Leute erkannte.
"Und hier kommt Harry Potter, der mit Blut bedeckt zu sein scheint, auch wenn er selbst unverletzt zu sein scheint. Er wird von dem Head Auror, Travis Biller begleitet, wobei beide gut befreundet sind, und beide transportieren einn weiteren Körper….Oh Gott, das ist Albus Dumbledore." Shivers' Stimme versagte nun, und er war einen Moment lang sprachlos.
Gleiches galt in dem Moment für den Gemeinschaftsraum von Gryffindor, denn sie hofften, das es nicht wahr wäre. McGonagall hatte Tränen in den Augen als sie daran dachte, während Hagrid zu Stein erstarrt schien.
Scheinbar war Rufus nun zu Shivers herüber gekommen, nachdem er ihn erkannt hatte, wobei er gedanklich eine kurze Mitteilung für die Mithörer verfasst hatte.
"Bevölkerung des magischen Grossbritannien. Es ist meine schwierige Pflicht euch mitzuteilen, das Amelia Bones und Albus Dumbledore gefallen sind. Sie starben gemeinsam mit mehreren anderen Mitgliedern der Liga im Kampf gegen die Todesser im Auftrag des sogenannten Dunklen Lords, Voldemort, wobei die Verluste der Todesser wesentlich schlimmer waren, als die unsrigen. Unsere Goblin-Freunde von Gringotts erlitten ebenfalls fürchterliche Verluste, aber sie teilten mir mit, das keines der Verliesse illegalerweise geöffnet wurde. Ich wiederhole, ihre Galleonen, Sickle und Knuts sind noch dort, wo sie sein sollten. Ich werde in kürze eine ausführlichere Bekanntgabe machen und danke dir, Coyote."
"Und das meine Zuhörer kam direkt von dem ranghöchsten Mann vor Ort. Dies war Coyote Shivers im Auftrag von Wizarding Wireless Network."
Remus trat nun zu McGonagall hinüber und umarmte sie, während sie den Tränen freien Lauf liess, wobei es ihr egal war, das der Nachfolger von Dumbledore sie tröstete. Dies waren bei weitem die besten, nicht wutbezogenen Emotionen, die von den Gryffindor seit langer Zeit gesehen wurden, und so pervers es klingen mag, so gewann sie doch dadurch an Ansehen, denn sie wirkte dadurch einfach menschlicher. Obwohl die DOM's vom Tod Dumbledores' geschockt waren, auch wenn sie sich über die Umstände im Unklaren waren, so waren sie doch sehr froh, das keinem der Weasleys' oder den anderen Tutoren aus dem Juli etwas geschehen war. Ginny erhob sich nun.
"Professor Westbrook, ich muss ins Bad, dürfen wir uns jetzt wieder frei bewegen?"
"In Ordnung, Ginny." Jetzt, wo es keine direkte Gefahr mehr gab, hatte Westbrook kein Problem damit, sie gehen zu lassen. Sie selbst verliess den Gemeinschaftsraum kurz nach Ginny, da sie über das Flohnetzwerk mit Travis reden wollte und musste.
Ginny kletterte nun in den Koffer, wobei sie unterwegs den Zeitunterschied zu Michigan berechnete. Sie hoffte, das Dobby oder Winky in einem der Koffer waren.
Sie befanden sich zu der Zeit im Zimmer von Sophie, wo sie sich leise darüber unterhielten, wann sie Sophie und die anderen von den Ereignissen berichten sollten. Ginny versicherte ihnen, das sie das übernehmen würde, weshalb Winky in das Zimmer von Sophie und Reiko ging, und beide weckte. Sie folgten ihr nun in den Koffer, wo sie davon überrascht wurden, das sich Ginny dort befand.
"Hallo, entschuldigt, das wir euch aus den Betten holen, aber zu Hause hat es einige dramatische Ereignisse gegeben."
Sophie und Reiko waren nicht wirklich von den Problemen bei den Treffen überrascht, die Harry in Grossbritannien hatte, und nachdem Ginny ihnen versichert hatte, das Shivers berichtet hatte, das Harry aus eigener Kraft lief und auch Magie einsetzte, hielten sie doch kurz inne.
"Wir hätten es dir früher gesagt, aber Sarah beobachtete uns wie ein Adler, wobei sie vermutet, das wir einen Weg aus dem Schloss kennen, auch wenn sie das wie nicht kennt. Sie hat uns nicht aus den Augen gelassen."
"Ginny, wie denkst du über den Tod von Dumbledore?" Diese Frage kam von Reiko, auch wenn die Antwort auch Sophie interessierte.
"Ist es sicher anzunehmen, das Harry dir das ganze aus der Sicht der Zwillinge erzählte?" Eben jenen, die zumindest offen zugaben, sich notfalls selbst um Dumbledore kümmern zu wollen.
"Sehr sicher."
"Dumbledore war ein grosser Mann, sehr mächtig und weise. Aber irgend etwas an Voldemort störte ihn, ich weiss nicht, was es war und ich werde es wohl nie erfahren. Aber als er die Prophezeiung hörte, veränderte sich Dumbledore. Harry hat seit dem für diese Veränderung bezahlen müssen. Ich bin froh, das dieser Teil des Dramas vorüber ist, aber ich hoffe nicht, das er dafür sterben muss." Das waren weise Worte, die Ginny wohl schon einige Zeit durch den Kopf gingen.
"Ich frage mich, wie er gestorben ist."
Sie spekulierten noch eine Minute darüber, bevor Ginny erwähnte, das sie zurück müsste, damit sich niemand über ihren Verbleib wunderte. Sie sprachen noch kurz ein weiteres Treffen ab, in diesem Fall der sogenannten "E-Gang", das nach Harry's Rückkehr stattfinden würde. Es wurde vermutet, das Rob Graham ihn zurück bringen würde, eine Vermutung, die sich als richtig erweisen würde, weshalb noch ein paar Stunden vergehen würden. Sophie entschied nun, das Murray über einige Dinge informiert werden sollte, sofern sie nicht bereits davon wusste.
Murray war gerade erst aufgestanden und hatte dadurch den Telefonanruf verpasst, der sie über die Ereignisse um Gringotts informiert hätte, was auch daran lag, das Doc Neil derzeit bei einer Konferenz in Houston war. Die Anzeige für eine Nachricht auf ihrem Anrufbeantwortet blinkte, während Sophie sie über das wenige informierte, das ihr bekannt war, wobei sie vorgab, das Dobby sie informiert hatte. Die Direktorin hörte dies und seufzte tief, bevor sie etwas erwähnte, das den drei jungen Frauen bisher entgangen war.
"Er wird aber auch diese Beerdigungen besuchen."
Das kam Sophie nun auch in den Sinn, und sie hoffte, das entweder Voldemort genug Leute verloren hatte, um die Beerdigung nicht angreifen zu können, oder aber, dass das Ministerium das Ereigniss noch stärker sicherte, als es die Goblins bei ihrer Bank taten.
"Darf ich ihn begleiten?"
Sobald Sophie dies gesagt hatte, bereute Murray es, den Mund im Bezug auf die Beerdigungen geöffnet zu haben. Sie wusste, das sie die Erlaubnis würde geben müssen, aber auch, das Harry seine Freundin nicht näher als 1000 Meilen von Grossbritannien wissen wollte. Insgeheim hoffte sie aber, das Harry zu Müde wäre, als das er sie "umbringen" würde, wenn er erfuhr, das er seiner Freundin gewisse Ideen gegeben hatte.
"Schauen wir, wie das weitere Geschehen aussehen wird, denn ich bin mir sicher, das ich mich demnächst sicher mit Travis unterhalten werde, insbesondere im Bezug auf die Sicherheit. Ich werde jetzt Duschen gehen und mich richtig anziehen, da ich einige Besprechungen am heutigen Morgen habe. Ich werde euch dann kurz vor dem Mittagessen abholen und wir reden darüber, wie wir das ganze am besten verarbeiten können."
"Was meinst du damit?"
"Derzeit gehen viele Emotionen durch seinen Geist, und wir als jene, die ihn am besten kennen, müssen ihm dabei helfen, sie zu verarbeiten."
"Du machst dir Sorgen um ihn, oder?" Karl Aylesworths' Gesicht veränderte erneut seine Farbe, und Murray hatten genug Respekt für Sophie um ihr ehrlich zu antworten.
"Ja, das tue ich."
Wieder in Grossbritannien:
Harry und die Weasleys sammelten sich im Laden, wohin Molly geeilt war, nachdem Winky sie aus dem Fuchsbau gelassen hatte. Sie umsorgte Arthur mit seinem gebrochenen Bein, und er versprach ihr, sich schnellstmöglich nach St. Mungo's zu begeben. Rufus erschien nun wenige Minuten später, wobei er sich auf dem Rückweg zum Ministerium befand, um die Gefangenen zu überprüfen und auch zu befragen.
"Harry, ich bin mir sicher, das es dich nicht stört, wenn Rob accompanying sich auf deiner Rückreise begleitet. Wir werden dieses mal eine etwas andere Route verwenden, denn wir können bei deiner Sicherheit kein Risiko eingehen. Unser Freund in Azkaban, sofern er noch dort ist, wird sicher nicht glücklich sein."
"Damit habe ich kein Problem." Sagte er in einem neutralen Tonfall, während er mental sehr erschöpft war. Nun ja, er konnte es ihnen nicht wirklich verübeln, und er selbst war erschöpft genug, als das er für den Fall eines erneuten Kampfes Hilfe brauchen würde, auch wenn Rob genauso aktiv im Kampfgeschehen beteiligt gewesen war wie er.
"Arthur, ich werde Travis zum neuen Chef der DMLE ernennen, während Sanford Jenkins der neue Chef der Auroren wird. Nelson DeMille wird der neue, stellvertretende Chef der Auroren." Jenkins und Travis waren durchaus freundschaftliche Rivalen und verstanden sich seit dem Aufstieg von Rufus deutlich besser, wobei Jenkins eine kluge Entscheidung war, obwohl DeMille der dienstältere war.
"Das klingt gut, sie werden sicher gute Arbeit leisten." Und das meinte er auch so, auch wenn er etwas nervös war, das Travis jetzt eine Stufe nach Oben in der Rangfolge kletterte, denn er brauchte aus Arthur's Sicht noch etwas diplomatische Erfahrung in manchen Dingen. Wenn man aber die Flugbahnen am heutigen Tage betrachtete hätte es gut sein können, das Amos Diggory der neue Minister geworden wäre, und das wollte niemand wirklich, auch wenn er ein guter Mitarbeiter war.
"Harry, wäre es möglich, das du dich ein paar Minuten mit Alicia zusammen setzt und ein paar Fragen beantwortet?" Wie die meisten anderen auch behandelte er Harry als wäre er ein schwarzhaariger Weasley.
"Natürlich, Sir."
Das war jetzt das zweite Mal, das Rufus Harry um etwas bat, das dieser eigentlich vermeiden wollte, und es war das zweite Mal, das er ohne Zögern zustimmte. Dies bereitete dem Minister ein paar Sorgen, aber er hatte noch ein grösseres Thema anzusprechen.
"Sehr gut, sie ist in ein paar Minuten hier, während Rob in 30 Minuten hier sein wird, um dich zurück zu bringen, er bereitet derzeit die nötigen Portschlüssel vor. Ich werde mich dann wegen der Beerdigung bei dir melden, sobald die Pläne fertig sind, auch wenn du nicht erscheinen musst, wenn du es nicht möchtest. Du hast wirklich gut gehandelt. Unsere Goblin-Freunde sind uns jetzt einige Gefallen schuldig, und Voldemort wird feststellen, das er nur noch schwer an Geld kommen wird."
Voldemort hatte dies im Übrigen schon seit Monaten geplant, während seine wichtigsten Untergebenen ihre Verliesse nach und nach geleert hatten. Die Goblins hatten dies zwar bemerkt, aber sie hatten nicht erkannt, was Voldemort genau plante. Voldemort's Geld befand sich nun in den Händen verschiedener Schattenmänner, die alle ausserhalb von Grossbritannien lebten. Aber die kleinsten Probleme für ihn waren für Rufus akzeptabel.
Rufus ging nun zum Tropfenden Kessel, wo er sich sehr schnell mit den dort versammelten Riesen einigen konnte. Er überzeugte sie davon, das ein Seitenwechsel in ihrem Interesse läge, denn auch sie sahen ein, das Voldemort's Plan sie fast in den Untergang geführt hatte, wobei er ihnen gewisse finanzielle Vorteile als zusätzlichen Anreiz bot. Keiner der Überlebenden war ein ranghoher Riese, aber sie stimmten alle zu, künftig für Rufus zu arbeiten, denn das war definitiv besser als der Tod, wobei der Minister unbemerkt von der Hälfte der anwesenden Auroren begleitet wurde. Die Riesen unterhielten sich nun kurz unter einander, wobei der nervöse Barbesitzer Tom ihnen gelegentlich ein paar Pints servierte, bevor sie zu der einzigst logischen Lösung kamen:
So kam es, dass das Ministerium jetzt auch eine Art Einsatgruppe von Riesen besass, und der Minister und der neue Chef des DMLE begannen sofort damit zu überlegen, wie man sie am besten einsetzen konnte. Idealerweise würden sie als Wache nahe Hogwarts stationiert, aber sie kamen zu der Ansicht, dass das Leben von Remus derzeit gestresst genug war, weshalb sie bis zu den Beerdigungen abwarten wollten. Sie waren ja durchaus mitfühlende Menschen.
Wieder zurück in WWW setzte sich Harry neben Alicia und begann damit, die grössere Zahl ihrer Fragen zu beantworten, wobei Gus McCrae selbst nicht im Laden erschien. Dies war Harry's erstes, offizielles Interview mit dem Tagespropheten, auch wenn er nach der sogenannten "Snape Night" vor wenigen Jahren zitiert worden war, genauso wie nach seinem letzten "Zusammentreffen" mit Dumbledore. Er tolerierte es auch nur, weil es Alicia war, wobei er ihr gegenüber mehr Informationen preisgab als wenn es einem Fremden oder gar McCrae gegenüber der Fall gewesen wäre, wobei McCrae sich zugegebenermassen ihre Abmachung hielt.
Arthur, Bill, Fred und George steuerten dem Artikel ebenfalls ihre Gedanken bei, und Alicia, die durchaus froh war, das ihre Freunde und Vertrauten weitestgehend unverletzt geblieben waren, war trotzdem sehr erfreut darüber, das sie diese Geschichte bekam. Harry und die anderen gingen erstaunlich freundlich mit dem Thema Dumbledore um, und konzentrierten sich mehr auf die guten Dinge, die er getan hätte, während sie die eher komplizierteren Dinge in ihren Beziehungen zu ihm aussen vor liessen. Sie hoben seinen Mut sehr hervor, und Harry machte es sehr deutlich, das Dumbledore als HELD gestorben war.
Alicia ging nun, während Rob den Laden betrat, der die ganze Zeit geöffnet gewesen war, auch wenn keine Kunden hinein gegangen waren. Als Harry sich zum gehen wandte, legte Arthur ihm sanft den Arm um die Schultern.
"Vielen Dank, Harry."
"Ich würde alles für dich tun, Arthur, das weisst du." Molly hatte erneut Tränen in den Augen als sie das hörte, während Arthur's Stimme ins Stocken geriet.
"Das werde ich, mein Junge, und ich bin stolz darauf, dich zur Familie zählen zu können."
"Gleichfalls. Wir sehen uns dann spätestens bei der Beerdigung."
"Du wirst auch da sein? Ich vermute, das deine Freunde drüben versuchen könnten, es dir auszureden."
"Ich hatte kein Geld darauf gewettet, aber wieso sollte ich es nicht zeigen? Ob man ihn mag oder hasst, und für mich gilt beides, so hat Dumbledore doch mein Leben gerettet. Ich werde sein Ansehen sicher nicht dadurch beflecken, das ich nicht zu der Trauerfeier erscheine." Wie viele andere auch hatte er einen gehörigen Respekt für Bones empfunden, so das er nie im Traum daran gedacht hätte, nicht zu ihrer Trauerfeier zu gehen.
"Es ist gut, das zu hören."
"Du dachtest, das du mich dazu überreden müsstest, oder?"
"Nein Harry, sicher nicht."
"Richtig."
"Der Minister hätte das Überzeugen für mich übernommen, während ich mich friedlich im Hintergrund gehalten hätte." Arthur, der zwar noch Schmerzen im Bein hatte, musste nun grinsen, während Harry leicht lächelte.
"Nun ja, Rob und ich sollten nun aber los. Passt bitte auf euch auf und wir sehen uns dann bald wieder." Die anderen umarmten ihn kurz, trotz der Tatsache, das er das Blut bisher nicht abgewaschen hatte. Keiner von ihnen wollte es ansprechen, denn sie gingen davon aus, das er einen guten Grund dafür hatte.
Den hatte er, auch wenn sie nicht ahnten, welcher es war. Gemeinsam mit Rob ging er in den Portschlüsselbereich zurück, von wo aus sie über eine andere Route zurück reisten. Diese Mal ging die Route über Brest (Frankreich), Rabat (Marokko), Caracas (Venezuela), Miami und dann nach Boston. Harry sah erneut nur wenig von den verschiedenen Stationen, wobei der Aufenthalt im Schnitt nur noch 30 Minuten betrug, da er nun älter war. Es würde aber trotzdem noch ein paar Jahre dauern, bis die Wartezeit bei nur noch 10 Minuten liegen würde.
Harry und Rob erreichten kurz hinter einander das Büro von Jacobson, allerdings war der Chef der amerikanischen Auroren noch nicht in seinem Büro, weshalb sie direkt per Flohnetzwerk zum Murray reisten, nur das dieses ebenfalls leer war. Sie gingen nun in den Gang hinaus und Graham sah zu Harry.
"Und jetzt?"
"Ich bin sicher, das du gerne die Cortez Lounge sehen würdest." sagte er ohne ein Lächeln, auch wenn sein Tonfall recht freundlich klang. Rob sagte auf dem Weg nur wenig, denn er hatte durchaus erkannt, das Harry einige Dinge selbst verarbeiten musste.
"Dann geh bitte vor." Graham, war, wie bereits beschrieben, ein recht gross gebauter Mann, der in seiner Karriere schon einiges erlebt hatte. Aber der Gesichtsausdruck von Harry liess ihn doch inne halten. Trotzdem folgte er Harry in den dritten Stock in den Bereich von Cortez. Dort stand die Gruppe gemeinsam mit Murray in einer Ecke. Als sie eintraten, kam ihnen Joe Clancy auf seinem Weg in die Bibliothek entgegen. Er hielt inne und sah kurz zu Harry, wobei er nichts von den Ereignissen des Tages wusste, wobei er nicht einmal Professor Murray's Anwesenheit bemerkt hatte.
"Äh, Harry, du hast einiges Blut auf dir." Beide waren im letzten Jahr einigermassen gut mit einander aus, insbesondere da sie einander meist aus dem Weg gingen, weshalb Harry's Antwort nicht so hart gemeint war, wie sie anfangs klang.
"Wie kam das wohl, Joe."
Clancy erkannte nun Harry's Gesichtsausdruck und zog sich umgehend zurück, auch wenn Harry sich später entschuldigen würde. Die beiden Briten traten nun zu der Gruppe und Murray hinüber, von denen keiner erschrocken aufsah, da dies nicht direkt ungewöhnlich war. Sophie sprang auf und ihr schien es egal zu sein, das sie getrocknetes Blut auf die Kleidung bekam, während sie ihn eng umarmte.
"Geht es dir gut?"
"Ich lebe und ich weiss nicht, ob man das als „es geht so" bezeichnen könnte." Dies liess sie aufhorchen und das Blut auf der Kleidung von ihm und Rob, lies nun auch die anderen innehalten.
"War es jemand, den wir kannten….." Sie hielt inne, denn die Wahrscheinlichkeit war sehr hoch. Harry wusste nicht, das sie informiert worden war, und antwortete entsprechend.
"Bones ist tod, während Arthur vermutlich einige Zeit lang humpeln wird, aber das wird wieder heilen." Bones war im Juli zwar nicht direkt bei dem Training der Gruppe involviert gewesen, aber sie hatten sie alle gekannt und sich mit ihr unterhalten, wobei sie ihre Professionalität gemocht hatten. Er wartete nun, bis die anderen sich wieder beruhigt hatten.
"Und Dumbledore ist fort. Er stellte sich direkt vor mich in den Weg eines Todesfluchs, der auf meinen Rücken gerichtet war." Das war nun das „wie", zumindest soweit es den Tod von Dumbledore betraf, und es schlug wie eine Bombe ein.
Nieman wusste in dem Moment, was er sagen sollte, und selbst Murray fehlten die Worte, und sie hatte Dumbledore noch weniger gemocht als Harry. Rob hustete leicht, so das alle zu ihm sahen.
"Wir haben die Schlacht gewonnen, so das sie nicht in Schande starben. Es wurde nichts von Gringotts gestohlen, zumindest soweit es uns bekannt ist, auch wenn viele Goblins starben. Auf unserer Seite gab es knapp ein Dutzend Tote, während die Todesser über 100 Mitglieder verloren."
Das hätte sie eigentlich durchaus aufgemuntert, wenn da nicht Harry's Gesichtsausdruck gewesen wäre. Es war eine Mischung aus Sorge, Wut und eine gewisse Form von Zufriedenheit. Sie kannten sein Verhalten nach Kämpfen gut genug, aber dieses war neu für sie.
"Ich habe Umbridge übrigens getötet." Das klang nicht wirklich zufrieden, und Rob reagierte erneut für die grösser werdende Gruppe.
"Sie hielt Arthur als Geisel und drohte ihn zu ermorden, sollte Harry seinen Zauberstab nicht ablegen. Harry tat dies und erwischte sie trotzdem. Wenn es dich nicht stört, Harry, würde ich gerne dazu sagen, das ich es nur zu gerne abgenommen hätte." Rob's Schwester war unter Umbridge im siebten Schuljahr gewesen, und obwohl sie keine Narben von den Federn hatte, so hatte sie Umbridge sehr gehasst.
"Das stört mich nicht, Rob."
Murray hatte schliesslich genug davon, denn sie erhob sich nun und bat die anderen, es ihr gleich zu tun.
"Harry, ich würde gerne den Koffer von dem ich so viel gehört habe, sehen. Gehen wir doch gemeinsam dort hin und unterhalten uns. Rob, komm doch bitte ebenfalls mit, sofern du die Zeit hast."
"Das tue ich, ma'am, und vielen Dank." Er wollte dies um alles in der Welt nicht verpassen, auch wenn seine Freundin etwas mit dem Abendessen auf ihn warten musste.
"Ich heisse Joanne, deshalb nutze ihn bitte. Kommt dann bitte mit." sagte sie in einem Tonfall, der derzeit keinen Widerspruch duldete, weshalb Harry, der auch nicht abgeneigt war, ihr kommentarlos folgte. Er beschwerte sich auch nicht, als Murray in den Koffer stieg, wobei Sophie als letzte hinab stieg und Dobby anwies, die anderen mit einem entsprechenden Koffer zu warnen, das sie bitte auf die Nutzung vorerst verzichteten.
Nachdem sie im Wohnzimmer waren, übernahm Murray die Führung.
"Dies ist das einzigste Mal, wo ich mich nicht über die Erinnerungen in einem Denkarium freue, aber könntest du uns bitte davon berichten…." Sie ging davon aus, das er es tun würde, und dem war auch so.
"Also gut, wenn sie es gerne hören möchtet." Und so erzählte er es ihnen mit der Hilfe von Rob. Er sprach darüber, wie er gemeinsam mit Travis den Umgang mit Umbridge plante, wie er den Avada Kedavra einsetzte, aber auch darüber, was er empfand, als Dumbledore für ihn starb. Insgesamt dauerte es eine gute Stunde, also deutlich länger, als die eigentlichen Ereignisse, aber am Ende fühlte sich Harry deutlich besser, nachdem er darüber geredet hatte.
"Das habe ich dringend benötigt, vielen Dank, Ma'am."
"Deshalb möchte ich kein Denkarium, ich denke das es euch nicht hilft, wenn irh es noch einmal sehen müsstet."
"Ich möchte es nie wieder sehen, da ich nicht weiss, ob ich es ertragen könnte. Arthur mit einem Zauberstab an der Kehle, Bones, die zu Boden geht, obwohl es auch mich hätte treffen können….und dann der Idiot und seine verdammte, ach so geliebte Prophezeiung."
Drew fragte nun etwas, das sich viele von ihnen fragten, allerdings in einer Lautstärke, die fast niemand verstand.
"Wärest du lieber Tod, Harry?"
Harry's Antwort war sehr ruhig.
"Es ist vermutlich noch nie jemand vor deinen Augen gestorben Drew, ansonsten würdest du das nicht fragen. Jetzt sind es bereits mindestens drei: Mum, Dad und Dumbledore, aber auch vermutlich Sirius, der versuchte, meine Fehler zu korrigieren. Drei Personen die ich liebte, und eine, die mir in meinem Leben unendlich viel bedeutete. Das ist nicht einfach zu ertragen, auch wenn es bei Mum, Dad und Dumbledore nicht viel gab, was ich hätte tun können." Das beantwortete zwar nicht die Frage, aber es wollte keiner weiter darauf eingehen, jedenfalls nicht solange er sich nicht beruhigt hatte. Harry für seinen Teil wusste, das nur Ginny seine Gefühle derzeit richtig einzuordnen wusste, denn Percy hatte das getan, was Dumbledore für ihn tat.
"Geht es dir besser?"
"Das tut es, Professor Murray, vielen Dank."
"Würde es dich stören, wenn ich das hier mache?"
"Bitte?"
"Scourgify!" Dieser Zauber war direkt auf das getrocknete Blut auf Harry's 'F'-Weasley-Pullover gerichtet. Es bedarf mehrerer Versuche, aber letztendlich konnte alles entfernt werden, wobei es auch zum Teil auf seinen Schuhen gelandet war.
"Die Flüche sind sehr effektiv, aber auch sehr blutig. Aber jetzt scheinst du in Ordnung zu sein."
"Danke sehr, Ma'am."
"Aber bevor ich gehe und euch in Ruhe lasse, gibt es noch etwas, das ich ansprechen muss."
"Die Beerdigungen." Er hatte geahnt, das dies irgendwann zur Sprache kommen würde.
"Richtig. Ich werde deine Bitte, dort zu sein, sicher nicht ablehnen, so dass ich nicht behaupten werde, das dies zur Diskussion steht. Ich gehe davon aus, das es drüben am frühen Morgen stattfinden wird, an welchem Tag auch immer, so das wir nur wenig Unterrichtszeit verlieren, sondern primär dein Schlaf wird darunter leiden. Ich möchte nur vermeiden, das die gesamte Gruppe in Hogwarts ist, sofern das möglich ist. Der Abschlusstag ist eine Sache, denn an dem untersteht ihr nicht mehr meiner Aufsicht, aber ich möchte nicht, das ihr dort drüben zu einem wichtigen Gesprächsthema werdet. Aber wenn du jemanden bei dir haben möchtest, so sollte das Sophie sein." Nun ja, es hätte jeder sein können, dachte Murray, aber es gab keine andere Wahl.
"Sie kann so oft kommen, wie sie will." Es war etwas direkt ausgedrückt, aber es störte Sophie nicht. Allerdings dachte sie, sie hätte ihn anfangs falsch verstanden.
"Du versucht besser nicht, sie aufzuhalten….Moment." Alle lachten, und selbst Harry musste leicht grinsen.
"Wissen sie, ich stimme derzeit fast allem zu und sie kommen gerade vorbei."
"Das ist jetzt besser nicht dein rein ironischer Sinn für Humor."
"Ich bin derzeit einfach zu Müde um lustig zu sein, aber es wäre hilfreich, wenn du hier wärest." Die Müdigkeit war keine Untertreibung, denn Harry ging davon aus, das er heute etwa 30 Avada Kedavras abgefeuert hatte, gefolgt von gut einem Dutzend anderer Zauber. Er war wirklich froh, das er wieder in seinem „sicheren Hafen" in Michigan war, wo das aufregendste in der Regel der Unterricht war, gefolgt von den Hausaufgaben und seinen Freunden. Sicher, im Vergleich zu Grossbritannien etwas langweilig, aber für Harry war es die bestmögliche Erholung.
Murray erhob sich nun, denn ihre Ziele waren erreicht, und Harry schien sich wieder zu beruhigen.
"Ich bin froh, das dies geklärt ist. Harry, solltest du etwas benötigen, egal was es ist, zum Beispiel ein Telefon für ein Gespräch mit Travis oder dem Minister, melde dich bitte einfach bei mir."
"Danke sehr, Ma'am und ich danke ihnen wirklich, das sie sich heute die Zeit genommen haben."
"Das tue ich gerne, aber jetzt ruh dich bitte aus, du hattest schon einen langen Tag und er hat dort drüben gerade erst begonnen. Ich sage dir bescheid, wenn sich irgend etwas neues ergibt." Sie lächelte nun leicht und wandte sich zum Gehen um, wodurch Rick nd seine Freundin fast zu Tode erschracken, als sie aus dem Koffer kam, gefolgt von Rob, denn er bereitete seine Rückreise vor. Die Gruppe folgte ihr bald darauf, denn sie wollten an diesem Samstag morgen zum Frühstück gehen, nachdem Harry dem Rest der Ministeriumsgruppe eine Nachricht geschickt hatte, das sie nach ihrem Abendbrot herüber kommen könnten, in der Hoffung das sich bei ihnen die Dinge beruhigt hatten.
Dobby kehrte nun mit einem Bericht zurück, das Hogwarts nach dem Tod von Dumbledore noch immer geschockt war. Remus hatte die Sperre des Schlosses noch nicht wieder aufgehoben und drohte, sie das gesamte Wochenende aktiv zu halten, egal ob das Quidditch-Training anstand oder nicht. Dieser Verschluss bewirkte, das nur der Flohnetzwerk-Kamin im Büro des Direktors eine aktive Verbindung hielt, führte aber auch dazu, das Remus die Eingangstür des Büros persönlich öffnen musste, anstatt einfach den Eintritt durch einen Satz zu erlauben. Er wusste nicht, wie Voldemort auf eine weitere Dezimierung durch seine Angriffe reagieren würde.
Die Gruppe wollte eigentlich über den Koffer zurück reisen, wurde aber von Marty, Keisha und Anna aufgehalten, die nur wenig über das Geschehen vor Gringotts erfahren hatten, wobei sie nicht in vorderster Reihe stehen konnten, weshalb sie nun alles aus erster Hand erfahren wollten. Harry überraschte die anderen indem er auf die einging, und sogar die Angriffe auf die Riesen beschrieb. Dies war etwas, das die Gruppe immer öfter bemerkte: welch hohen Stellenwert die "Kleinen Drei" bei Harry hatten, denn so nannte er sie gelegentlich, auch wenn Marty jetzt ein Stück grösser war als er. Sie waren noch immer in der Cortez Lounge als Murray zwei Besucher herein brachte. Es waren zwei Goblins. Harry stand sofort auf und versuchte so höflich wie möglich zu wirken. Das er sich das Blut abgewaschen hatte, half definitiv.
Einer von ihnen war Harry bekannt, denn es war sein Account-Manager, Fortrap, der mittlerweile einen sehr hohen Rang in der Hierarchie der Goblins inne hatte. Er war ausserdem Bill Weasley's direkter Vorgesetzter, wobei Bill nicht mehr länger nur als Fluchbrecher arbeitete. Ihn begleitete ein etwas älterer Goblin, der die Leitung inne zu haben schien. Fortrap sprach nun zuerst:
"Hallo Harry, es ist gut, dich wieder zusehen."
"Ich bin froh, das es dir gut geht, Fortrap."
"Nun, das ist streng genommen, relativ, aber ich lebe und das habe ich zum Teil dir zu verdanken. Dies ist Dermtrak, einer meiner Kollegen im Direktorat." Der ältere Goblin nickte Harry in durchaus respektabler Manier zu und sprach nun.
"Unsere Überwachungssysteme haben uns darüber informiert, das du und deine Partner als erste den Ort des Kampfes erreicht habt." Das war ein Beginn, mit dem Harry nicht gerechnet hätte.
"Ich denke das haben wir, aber das hat mehr damit zu tun, das wir keine Roben trugen, als das wir sehr schnelle Läufer wären." Dermtrak schien dies aber durchaus egal zu sein.
"Ihr wart als erstes an dem Ort eines Kampfes, den ihr streng genommen hättet ignorieren können, und Gringotts ist nicht undankbar. Wir sind gewillt, die Zinsen eures Einkommens aus dem Verliess der Firma in den nächsten fünf Jahren zu verdoppeln, ausserdem stellen wir euch in dieser Zeit zwei freiwillige Goblins zur Verfügung, die euch bei der Produktion helfen werden, wobei die beiden Erfahrung in diesen Dingen haben. Wir übernehmen ihren Lohn und sie arbeiten 50 Stunden, an sechs Wochentagen. Ist das akzeptabel?"
Harry wusste anfangs nicht, was er sagen sollte, aber ihm war klar, das es streng genommen nur eine passende Antwort gab.
"Es ist durchaus zufriedenstellend, solange du weisst, das ein einfaches „danke" gereicht hätte."
"Das haben wir gerade. Ich wende mich an dich, denn deine Partner sind vermutlich derzeit bei dir zu Hause, und dort kommen wir nicht hin, denn es ist sehr gut getarnt. Deine neuen Angestellten werden sich Punkt acht Uhr am Montag morgen bei deinen Partnern melden. Wir werden ihre Zuverlässigkeit natürlich garantieren."
"Ich werde es ihnen sagen und ich danke ihnen erneut." Bill Weasley hatte ihm eingebleut, das man einem Goblin immer höflich gegenüber sein sollte, und das zahlte sie nun aus, denn Dermtrak lächelte nun leicht.
"Du bist ein sehr guter Kämpfer, Harry Potter, einer, der unseren Respekt verdient. Woher du diese Dinge beherrschst, nachdem du fünf Jahre dort zur Schule gingst, ist uns aber ein Rätsel, auch wenn es noch weit grössere gibt." Er sah nun zu seinem Kollegen, der fortfuhr.
"Wie dir vermutlich schon gesagt wurde, Harry, bist du Dumbledore's einzigster Erbe. Er hat das meiste Geld im laufe der Jahre an Hogwarts übergeben, da seine Erfindungen und Patente ihm einen grossen Reichtum ermöglichten, wobei er selbst aus keiner reichen Familie stammt, weshalb Hogwarts gut versorgt ist. Du bist als einzigster im Testament vermerkt und ich denke, das Minister Scrimgeour so manche Details aus ihm heraus geholt hat, so das du vermutlich ahnst, was du bekommst." Woher die Goblins das wusste, war ihm allerdings ein Mysterium.
"ich weiss, das ich eigentlich angeben sollte, das ich das Geld nicht möchte."
"Ja, das ist die Standard-Antwort, insbesondere angesichts der sehr komplizierten Vergangenheit, die ihr beiden hattet."
"Legt mir einfach die Unterlagen vor und ich unterzeichne sie." Er wusste von einigen, bekannten Wohltätigkeitsorganisationen, sowohl Muggle als auch magisch, die das Geld sehr gut gebrauchen konnten.
"Ich werde es am Montag morgen an deine Partner in Grossbritannien übergeben, wobei ich die Unterlagen nicht vor dem übernächsten Wochenende zurück benötige, an dem der Gottesdienst stattfinden soll. Du bist jetzt die neunt reichste Familie im magischen Grossbritannien, auch wenn du der letzte, lebende Potter dort bist." Es gab zwar noch sehr weit entfernt verwandte Cousins Neuseeland und Australien, auch wenn diese aus mehreren Gründen nie als Möglichkeiten einer Unterbringung des jungen Harry in Frage gekommen waren. Sowohl James als auch sein Vater waren Einzelkinder, so das die Verwandtschaft sehr weit entfernt sein würde.
"Sehr Interessant." Er war sich nicht sicher, was er sonst sagen sollte, etwas, das auch Fortrap verstand.
"So, wir müssen nun leider wieder weiter. Dobby soll bitte die Unterlagen so bald wie möglich zurück bringen, aber es besteht kein direkter Grund zur Eile, ausser ihr möchtet ein Quidditch-Team kaufen."
"Danke sehr Fortrap, ich sehe sie dann bei der Beerdigung." Die Goblins nickten und gingen nun. Murray überlegte, ob sie eine Bemerkung zu einer Erweiterung der Bibliothek fallen lassen sollte, war aber der Meinung, das Harry glauben könnte, das er etwas dazu beitragen sollte, weshalb sie den Goblins in ihr Büro folgte. Sie hatten ihr den Gefallen getan und den Kampf binnen fünf Minuten aus ihrer Sicht beschrieben, und sie war nun noch schockierter. Sie würde sich später am Telefon mit Travis unterhalten, und beide waren der Meinung das Harry noch mehr beobachtet werden sollte, als bisher.
Joanne wollte sie nicht überwachen, sondern ging davon aus, das er diese Dinge regelmässig überprüfte, was auch richtig war. Nein, sie sprachen hier über psychologische Beobachtungen, denn sie hatte die selben Psychologen im Sinn, wie auch Karl Aylesworth, und Joanne Murray entschied sich dazu, das sie bei einem weiteren Zwischenfall in Grossbritannien einen davon dazu rufen würde.
Schliesslich löste sich die Gruppe von den "Little Three", auch wenn das erst nach dem Mittagessen geschah, damit sie sich mit den DOM's und dem Rest treffen konnten. Karl und Lisa hatten auch von den Geschehnissen gehört, weshalb sie ebenfalls hinzu kamen und zwar aus dem selben Grund wie Murray kurz zuvor.
Die Zwillinge erzählten den Leuten in Hogwarts von diesem Tag, und insbesondere Hermine war von den Details schockiert.
"Wieso bist du auf den Rücken des Riesen gesprungen?" Das hatte sie über WWN gehört.
"Zu der Zeit schien es die beste Idee, und du musst zugeben, das es doch gut geklappt hat." Das konnten sie durchaus, und die Zwillinge würden die Geschichte mit Freude ihren Kunden erzählen.
Lee, dessen Narben auf den Händen noch tiefer gingen als die von Harry, interessierte sich insbesondere für eine Person.
"Wie hat es sich angefühlt, Umbridge zu töten? In gewisser Weise richtig, oder?"
"Zu der Zeit? Ich habe kein zweites Mal darüber nachgedacht, denn sie war eine Todesserin die ihren Zauberstab auf mich richtete. Diese Leute verdienten was sie bekamen. Ein paar Schuldgefühle habe ich zwar, aber das lag daran das ich praktisch geistig kranke Personen getötet habe. Hat sie wirklich geglaubt, das ich meinen Zauberstab senken würde, damit sie mich ermorden kann? Also wirklich, Crabbe und Goyle, die dümmsten Leute die ich je traf, hätten das sogar durchschaut." Von den Leuten im Raum kannten nur Reiko's Eltern und Marie Umbridge nicht persönlich, aber selbst sie konnten sich niemanden vorstellen, der von Harry erwarten würde, das er sich ergab. Insbesondere Harry.
Hermine, die nichts von den Geschehnissen rund um Harry nach den Kämpfen wusste, denn die Zwillinge hatten sich dazu nicht geäussert, stellte die unausweichliche Frage zu Dumbledore.
"Harry, hast du mit Dumbledore nach seinem Tod deinen Frieden geschlossen?"
"Ich weiss nicht wirklich was du damit meinst. Fühle ich mich deshalb schuldig? In gewisser weise ja, aber Travis sagte etwas, über das ich in den letzten Stunden lange nachgedacht habe: Dumbledore glaubte an die Prophezeiung, und er glaubte so fest daran, das er gewillt war, dafür zu sterben. Einerseits denke ich ist das ein wenig weit hergeholt, insbesondere da sie von Sybil Trelawney stammte. Aber andererseits ist das eine feste Überzeugung, und es war sein Leben, das er geopfert hat." Sophie war mehr als erleichtert als sie dies hörte, denn es bedeutete, das ihr Freund seinen Frieden gefunden zu haben schien.
Die Logikerin Hermine konnte sich aber die folgende Frage nicht verkneifen.
"Aber hat dieser Glaube nicht auch dafür gesorgt, das du so lange bei den Dursleys warst?"
"Aber das war mein Leben, mit dem er hier spielte, Hermine, auch wenn ich ihn bis zu einem kleinen Teil für seinen Glauben respektieren kann. Nach unserem Treffen im Juli hätte aber eine Entschuldigung nicht mehr geholfen, denn ich hätte vermutlich an ihrer Ehrlichkeit gezweifelt."
"Hast du ihm je verziehen?"
"Wegen den Dursleys? Nein, denn es tat ihm nie Leid. Er war der Meinung, im Recht zu sein, und ich glaubte das er sich irrte. Letztendlich habe ich gewonnen aber es hat mich viel gekostet." Er hatte den DOM's nicht gesagt, das er bei Dumbledore's Tod dessen Erbe war, da er sich Sorgen um Ron's Reaktion darüber machte, das er noch mehr Galleonen erbte.
"Was ist mit deinem Leben in Hogwarts?"
"Ich werde ihm wegen Snape nie verzeihen, das ist denke ich die beste Antwort. Wenn Snape diese fünf Jahre nicht in Hogwarts gewesen wäre, wären die Dinge vermutlich nicht so schlecht verlaufen. Sicher, ich weiss, es gab das verfluchte Tagebuch, den Stein der Weisen, die Dementoren, und ähnliches. Dies waren Dinge, die gesondert geschahen, wenn ihr so wollt. Snape war täglich anwesend, wöchentlich, jährlich. Er war entnervend für mich und das brauchte ich nicht wirklich."
Ron wirkte sehr nachdenklich, so als ob ihm dieser Gedanke noch nie gekommen wäre. Snape hatte ihn ebenfalls noch nie gemacht, auch wenn das primär daran lag, das er Harry's bester Freund war, wobei Snape mit Bill, Charlie und Percy in den letzten Jahren keine wirklichen Probleme gehabt hatte. Aber selbst das wurde nun genauer betrachtet und es machte durchaus soviel Sinn, das es ihn ärgerte, das er selbst nicht darauf gekommen war. Neville nickte nun heftig zustimmend.
"Ich habe dich durchaus gehört, Harry, und er hat dafür gesorgt, das Hogwarts wesentlich unangenehmer zum Lernen war. Ich habe zwar Dumbledore deshalb nie so wie du angebrüllt, aber ich weiss, das Gran ihm wegen Snape mehr als einen wütenden Brief geschickt hat. Es hat aber nichts gebracht, jedenfalls bis zu den Ereignissen in deinem Haus an dem Abend."
Hier begann die "Wir hassen Snape"-Show, und während der nächsten Stunden liess sich unsere Gruppe recht deutlich über den toten Zaubertränkemeister, aber auch Dumbledore und in gewisser Weise auch McGonagall und auch Hagrid aus. Harry beobachtete interessiert, das Hermine insbeondere bei der Kritik an McG sich nicht zurück hielt, denn eigentlich war es durchaus so, das McGonagall Hermine wie eine Art Lieblingsschülerin behandelt hatte. Aber hier war sie und sie äusserte recht offen ihre Kritik, so wie fast alle anderen auch.
Harry war auf gewisse Weise fasziniert von den Veränderungen, die Hermine durch gemacht hatte, seit er Hogwarts verlassen hatte. In gewisser Weise hatte er recht damit, das der Druck ihrer Abenteuer auch auf ihr gelastet hatte. Hermine genoss die Balance einer geordneten Welt, was vermutlich aus dem Leben mit ihren Eltern, die Zahnärzte waren, bedingt war, und das sie praktisch an jedem Drama der letzten fünf Jahre in Hogwarts beteiligt gewesen war, hatte diese Balance aus dem Gleichgewicht gebracht.
Oh, es gab durchaus noch Dramen in der Schule, aber nichts so dramatisches wie in seiner Zeit hier. Er fragte sich oft, ob seine Freundschaft mit ihr und in gewisser Weise mit Ron wohl das sechste Schuljahr überlebt hätte. Die Amerikaner hielten sich hier heraus, wenn er das Thema ansprach, da sie zu wenig zu dem Thema wussten. Er hatte das Thema Neville gegenüber im Juli nicht weiter angesprochen, aber er stimmte ihm zu, das es schon ein gravierendes Ereigniss benötigen würde, um die Freundschaft zu gefährden, wenn Harry hier geblieben wäre….nun ja, diese Dinge gab es immer wieder in regelmässigen Abständen in Hogwarts, zumindest solange Harry dort war.
Die Sonntagsausgabe des Tagespropheten beschrieb etwa zur Hälfte der Ausgabe den Kampf, während die andere Hälfte sich mit Bones und Dumbledore befasste, während eine weitere halbe Seite sich mit den anderen neun toten Liga-Mitgliedern befassten, die alle entweder ehemalige Auroren waren oder höherrangige Ministeriumsmitarbeiter waren. Ebenfalls erwähnt wurden Harry, Fred und George, insbesondere das sie voran gestürmt waren, aber diese Aussagen stammten von den Reportern die nicht Alicia Weasley hiessen, was dazu führte, dass die Einnahmen des Ladens erheblich anstiegen, weshalb die Zwillinge froh waren, das sie zwei neue Angestellte hatten. Harry hatte sich vermutlich einige mögliche Heuler erspart, indem er seinen ehemaligen Erzrivalen gelobt hatte, während Alicia nicht näher auf das Geschehen zwischen Harry und Dumbledore einging, sondern andeutete, das beide vor dem Kampf behandelt worden waren.
Das war so nicht richtig, aber Harry würde sich ihr oder McCrae gegenüber nicht beschwerden. Zumindest nicht, nachdem Drew und Sophie ihn davon abgehalten haten. Drew's Rat dazu war:
"Lass sie doch glauben, das ihr beiden zumindest halbwegs normal mit einander umgegangen seid, ansonsten glauben die Leute eventuell, das du es genauso hältst wie Snape und dein Vater, nämlich das du selbst im Tode nicht davon ablassen kannst." Das waren kluge Worte und Harry knüllten sofort das Pergament zusammen, das er ergriffen hatte, während er sich geistig dazu beglückwünschte, das er Drew in seine Gruppe integriert hatte. Er erwähnte das ganze sogar Alicia gegenüber nicht weiter, als sich die Gruppe in The Hollow traf.
Während des Rests der Woche würde man die Folgen klären, zumindest im magischen Britannien. Es würde aber keinen Massenexodus von Kunden von Gringotts geben, auch wenn einige Leute einen Wechsel vollzogen. Die Beförderung von Travis Biller und Sanford Jenkins wurden mit einem "Nun ja, die beiden haben also den Job bekommen" abgetan, auch wenn sich einige Leute fragen würden, wieso der enge Freund des Ministers neuer Chef des DMLE wurde. Dieser Ansicht standen aber jene gegenüber, die es für eine gute Idee hielten, das diese beiden weiterhin eng mit einander zusammenarbeiten würden.
Die Beerdigungen würden am kommenden Samstag, dem Valentinstag, stattfinden, wobei es eine gewisse Ironie war, das weder Dumbledore noch Bones je geheiratet hatten. Aus Sicherheitsgründen würde die Veranstaltung in Hogwarts stattfinden, dem einzigsten wirklich sicheren Ort in Grossbritannien, an dem man eine derart grosse Menge an Gästen unterbringen konnte. Die Gästeliste würde auf Einladungen basieren und acht Amerikaner beinhalten: Sophie, den Head Auror Mike Jacobson, Präsident Michael Chabon, Hollie Baylor und die Direktoren der vier Schulen, Joanne Murray, Robert Clary, James Morrison und Beau Shupe. Sie würden gemeinsam mit Harry per Portschlüssel anreisen, wobei sie um Punkt Mitternacht Ortszeit abreisen würden. Der Trip zur Flackter Alley, der normalerweise an diesem Samstag stattfand, war dafür eine Woche vorgezogen worden.
Harry meinte spasseshalber, das er Sophie das perfekte Date für den Valentinstag geben würde: eine Beerdigung, der Traum eines jeden Mädchens.
Sophie rollte nur mit den Augen, auch wenn sie durchaus dankbar dafür war, das sein Sinn für Humor wieder zurück kehrte. Bisher war es eine eher ereignislose Schulwoche gewesen, abgesehen vom ersten Gruppenduell in Basic Combat. Dies war erneut eine fünf-gegen-fünf-Situation, nur dieses Mal auf einer Farm ausserhalb des Schnees gelegen.
Es war eine Fünf-gegen-Fünf-Situation, da Ripley Harry dieses mal pausieren liess, und dieser als Beobachter und Schiedsrichter diente. Im Herbst hatte es zwei Grossduelle gegeben, bei denen jeweils Drew und Liesel Matthews pausiert hatten, so dass nun Harry an der Reihe war.
Und beim nächsten Mal wäre auch Harry an der Reihe, zumindest nach Aussage von Ripley. Er war der Meinung, das Harry's Kampferfahrungen so erheblich waren, das es nur sehr schwer für sein Team wäre, nicht zu verlieren, wobei Harry's Teams beide Testkämpfe im Frühjahr gewonnen hatte, darunter auch gegen einige der erfahrensten Schüler.
Es gab aber noch einen anderen Grund: Ripley hielt es durchaus für möglich, das Harry das ganze nicht mehr als Spiel einstufte und öfter Rückblicke seiner echten Kämpfe hätte. Ripley hatte es ein paar Mal erlebt, als er gegen die Lycaner kämpfte, denn damals gab es viele Auroren die so oft gekämpft hatten, das sie immer wieder daran erinnert wurden. Er wusste durchaus, das Harry diesen Punkt noch nicht erreicht hatte, aber der Lehrer für Verteidigung würde sicherstellen, das er ihn möglichst nie erreichen würde.
Samstag, 14. Februar 1998
Grosse Halle von Hogwarts
8:30 Uhr GMT
Aus der grossen Halle waren die Tische entfernt worden und die Bänke waren anders angeordnet, so dass weitere hinein gestellt werden konnten, wobei sich der Raum schnell mit Leuten füllte. Auf der Gästeliste standen alle Schüler von Hogwarts, die erscheinen wollten, dazu mehrere Ministeriumsmitarbeiter, Geschäftsleute aus der Winkelgasse, sowie mehrere Würdenträger aus dem Ausland, wobei Michael Chabon nicht der einzigste ausländische Regierungschef war, gefolgt von den Leitern der magischen Schulen weltweit. Es fehlte nur ein einzigster: Bravos Stankovic, Karakoff's Nachfolger in Durmstrang, der auf sehr unhöfliche Weise mittels einer Nachricht mitteilte, das er dieses Wochenende wichtigere Dinge zu erledigen hätte und deshalb nicht käme. Stankovic wurde im allgemeinen als der kleine, dumme Protégé von Karkaroff eingestuft, so dass seine Abwesenheit nicht wirklich als Verlust eingestuft wurde, auch wenn ihnen eine "perfekte Anwesenheit" lieber gewesen wäre.
Harry, Sophie und die anderen Amerikaner waren rechtzeitig zum Frühstück angekommen und Remus hatte sie in die Wohnung des Direktors eingeladen, die bisher nur Harry und Joanne gesehen hatten, wobei seit ihrer Abreise keiner von ihnen mehr dort gewesen war. Sie war sehr einfach gehalten, abgesehen von den normalen Dark Detectors, die es praktisch in jedem für Verteidigung eingerichteten Büro üblich waren. Das Essen war eher einfach gehalten, denn es fiel den Amerikanern noch immer schwer zu glauben, das sie im Büro eines Werwolfs sassen, der in Europa ein Schuldirektor war. Dies war kein direkter Freundschaftsbesuch auch wenn Remus versuchte, es ihnen einfach zu machen. Harry und Sophie entschuldigten sich bald darauf und gingen in Richtung des Gryffindor-Turms. Als sie dort ankamen, traten gerade ein paar Erstklässler as der Tür, während die Fette Lady Harry direkt erkannte.
"Hallo, ich habe mich schon gefragt, wann ich dich wiedersehen werde, Harry Potter." Sei sprach zwar freundlich, aber nicht sonderlich überschwänglich.
"Vermutlich zum letzten Mal, Ma'am, ich möchte mich noch ein letztes Mal umschauen." Sophie und er trugen ihre Festroben und beide hofften, das diese schon unangenehme Unterhaltung bald enden würde.
"Nun ja, dann geht hinein, eure Freunde sind heute morgen noch nicht heraus gekommen."
"Danke, es ist schön dich wieder zu sehen." Sophie stiess ihn kurz mit dem Ellenbogen in den Rücken, damit er weiterging, wobei sie zusammenzuckte, als sie auf die Schutzweste von Harry traf, die sie eigentlich tragen sollte, aber als sie sich weigerte, hatte er sie angezogen. Sie hatte sich gefragt, welche Gefahr wohl bei einer Beerdigung entstehen sollte, angesichts der Gästeliste, aber Harry war der Ansicht, das er nur dank der Weste noch lebte, weshalb er es vorzog, sie bei der geringsten Möglichkeit einer Gefahr zu tragen.
In Great Lakes gab es keine Gemälde dieser Art, da die meisten, zum Sprechen befähigten Bilder, in den Häusern reicher Familien in Amerika zu finden waren, und Sophie hatte bisher nur bei Jonas welche gesehen. Sie hatte sie während des Ganges zum Gryffindorturm angestarrt und fragte sich, wieso Harry keines davon im Koffer hatte, obwohl dieser Kunst durchaus mochte. Sie kamen bald darauf oben an und sahen, das der Gemeinschaftsraum sich langsam mit jenen Schülern füllte, die vor den Feierlichkeiten noch ein kurzes Frühstück einnehmen wollten, füllte. Ein paar von ihnen waren bereits unten gewesen und hatten sich nun schon umgezogen, wobei die Festroben heute aus zwei Gründen benötigt wurden, da Remus die gewohnten Gepflogenheiten nicht unterbrechen wollte, weshalb die Valentinstagsfestlichkeiten von Remus nicht abgesagt wurden.
Neville und Ron sassen beide neben dem Feuer, wobei sie bereits umgezogen waren und warteten scheinbar auf Hermine und Ginny. Beide sahen nun Harry und Sophie und standen lächelnd auf, wobei sie Sophie das erste mal in Festroben sahen, wobei beide durchaus beeindruckt waren.
"Hey, du hast aber ganz schön lange gebraucht, oder?"
"Ich war viel zu sehr damit beschäftigt, als Schiedsrichter zu fungieren, Ron, immerhin hat keiner unser amerikanischen Freunde versucht, Remus auf der Stelle zu verfluchen."
"Du als Diplomat, ich glaube ich träume."
"Das sagt derzeit irgendwie jeder hier." Harry musste allerdings lachen, während Luna durch das Portrait kam, da Neville ihr die aktuellsten Passwörter verraten hatte, damit sie nicht warten musste.
"Hallo ihr beiden, gab es irgend welche Probleme im Büro des Direktors?" Luna klang etwas sehr neugierig, insbesondere mit ihrer Stimme, und Harry und Sophie mussten nun beide kichern. Sie kamen aber nicht dazu, zu antworten, denn die anderen Schüler kamen nun auf sie zu, da viele sehr neugierig auf die jetzt bekannte Sophie waren, jenes Mädchen das sich den Jungen der Lebte geschnappt hatte und in Amerika gehalten hatte.
Und damit fern vom Gryffindor Quidditch Team. Ravenclaw hatte sie im Rennen um den Quidditch-Pokal komplett niedergewalzt, nicht das es jemand erwähnen würde. Jene, die auf sie zukamen, waren sehr freundlich, da es für viele das erste mal war, das sie Amerikaner trafen, denn jene, die Murray damals unterrichtet hatte, waren längst von der Schule abgegangen.
Harry hingegen liess Sophie nicht alleine mit ihnen, während sie die Fragen zu Great Lakes beantwortete, weshalb ein Gang zu seinem alten Schlafsaal wohl nicht geschehen würde. Da wir gerade davon sprachen, in diesem Moment kamen Dean und Seamus die Treppen von dort herunter. Seamus winkte ihnen freundlich zu, denn er war mit den Amerikanern während der Geburtstagsfeier von Harry und Neville sehr gut klar gekommen, allerdings verzichtete er darauf, herüber zu kommen. Das lag aber eher an Dean, der Harry wütend anstarrte, denn er erinnerte sich gerade zu Gut an die Heuleraktion, auch wenn Harry sich seit damals ihm gegenüber friedlich verhalten hatte. Nun ja, bis jetzt, denn er winkte ihm kurz zu.
"Hallo Dean, es ist schön dich zu sehen!"
Es ertönte leichtes Kichern in der Menge um Harry und Sophie herum, während Dean nicht darauf einging, sondern ohne ein Wort weiter ging. Seamus trat nun kurz zu ihnen herüber und grüsste beide, bevor er ihm hinaus folgte, wobei sie nicht auf Lavender warteten. Sophie klopfte Harry leicht auf die Schulter.
"Du konntest nicht widerstehen, oder?"
"Aus meiner Sicht ist er glimpflich davon gekommen." Es war erneutes Kichern zu hören, wobei keiner der Gryffindor während der Heulerkampagne von Harry im Jahr 1996 einen bekommen hatte, weshalb sie relativ Imun dagegen waren.
Hermione und Ginny kamen wenige Augenblicke später ebenfalls herunter, und die Gruppe gab Sophie eine Stunde lang die Möglichkeit, sich Hogwarts anzuschauen, darunter viele der interessanten Orte, aber auch einige nicht so schöne, wie die Kerker und das Badezimmer, wo sich der Eingang zur Kammer der Schrecken befand. Sie trafen aber, aus Sophie's Sicht leider, nicht auf Moaning Myrtle, was sie doch enttäuschte. Ron wiederholte gerne die Geschichten über sie, während sie in Richtung grosser Halle gingen. Molly und Arthur hatten für sie Sitze freigehalten, die neben Luna's Vater sassen, dem wiederum vermutlich Neville's Familie folgte. Daneben sassen dann Bill, Fleur und der Rest der Weasleys.
Es war nicht weiter überraschend für eine Veranstaltung der Regierung, das alles nach Zeitplan begann, denn um 11 Uhr kamen noch immer Leute durch die Türen. Eine dieser Personen war McGonagall, und Harry stand gerade im Gang, so das sie kurz inne hielt, als sie ihn sah.
"Harry." sagte sie mit höflicher Stimme, die Harry gerne übernahm.
"Minerva."
"Das waren sehr höfliche Worte, die du über Albus im Tagespropheten gesagt hast."
"Sie stimmten alle, so wie sie dort standen."
"Es war eine seiner grössten Sorgen, das ihr beiden nicht wieder vernünftig mit einander umgegangen seid."
"Ich werde vielleicht im nächsten Leben mit offenen Augen hinüber gehen, jedenfalls hoffe ich das."
Sie nickte und streckte die Hand aus, und das ohne zu Zögern, während ein überrumpelter Harry diese ergriff und Schüttelte, bevor die Verzögerung als Unhöflichkeit ausgelegt werden konnte.
Es stellte sich heraus, das alle Lehrer an ihm vorbei gingen und es nur Hagrid war, der nichts zu Harry sagte. Der Halbriese sah Harry nicht einmal an, nicht, das es Harry gestört hätte.
Um 11:20 Uhr begann Rufus mit dem Gottesdienst.
"Meine Damen und Herren, wir haben uns hier versammelt um zweier Grössen unserer Gemeinschaft zu gedenken: Amelia Bones und Albus Dumbledore."
Arthur lehnte sich nun hinüber und flüsterte leise zu Harry: "Ich frage mich, was Voldemort wohl von dem ganzen hält?"
End Chapter
