Ja ich lebe noch xD ... nur mal so am Rande, falls sich wer gefragt hat, warum schon länger nichts kam ;)

Danke edin für dein Review, dass gibt mir Kraft mal wieder weiter zu schreiben, denn ich krieg ja so wenig Reviews .

Naja egal, ich könnte ja doch nie mein Baby (ja ich liebe meine Storys wie Kinder) verraten und links liegen lassen, wie würde ich meine Freizeit totschlagen?

Aber hier mal wieder ein neues Kapi und viel Spaß beim Lesen ^^

lg tinschchen


Quidditch, Geburtstag und andere Begebenheiten

Die ganze Zeit bis zum Spiel bereitete ihr Gewissen ihr Bauchschmerzen. Daher hatte sich auch einen Grund, weswegen ihr Dad sie auf ihr Zimmer schickte, als er sich zum Quidditchplatz machte. „Du kannst nicht mitgehen, wenn es dir nicht gut geht. Leg dich ins Bett und warte bis ich wieder komme!"

Gequält sah sie ihn an. Im Prinzip war es ihr lieber, wenn er ihr befahl hier zu bleiben. Dann würde sie sich wenigstens nicht ganz wie eine Einbrecherin fühlen. Nur als Diebin konnte man sie dann bezeichnen. „Aber du musst mir versprechen, dass du erstens auf Harry Acht gibst und zweitens nicht gar so unfair zu den Löwen bist! Bitte!" Sie drückte ihr Gesicht in seinen Umhang und umarmte ihn fest.

Am liebsten hätte er aufgelacht. Sie hatte seinen Plan durchschaut. Das wunderte ihn keineswegs. Immerhin war sie seine Tochter und war somit mit guter Kombinationsfähigkeit gesegnet. „Ich versuche es. Und nun leg dich hin. Du wirst sehen, dass es dir dann besser geht!", meinte er schon beinahe in einem liebevollen Ton. Als ihm das klar wurde, verzog er leicht die Miene. Was war heute mal wieder los mit ihm? Severus schob die junge Hexe von sich weg und verließ schleunigst den Raum.

Helena wartete noch eine Weile, bevor sie aus ihrem Zimmer schlüpfte und im Wohnzimmer das Bücherregal absuchte. Wo war das Buch nur? Je länger sie suchte, umso schlechter fühlte sie sich. Umso glücklicher war sie, als sie es endlich fand. Mit einem triumphierenden Ausruf zog sie es heraus und brachte es schnell in ihr Zimmer. Dort verstaute sie es in ihrer Tasche. Soweit so gut. Danach schlich sie ins Wohnzimmer zurück. Es war ungewohnt hier zu sein, wenn er nicht da war. Alles wirkte noch leerer als sonst. Vielleicht könnte sie jetzt auch endlich einen Blick in sein Labor werfen? Kurz bevor sie die Klinke jedoch hinunter drückte, überlegte sie es sich anders. Im Prinzip hatte sie sich für heute genug geleistet. Sollte sie etwas da drinnen kaputt machen, war sie mehr als nur in Schwierigkeiten. Also ließ sie es bleiben. Aber was sollte sie hier machen? Hier war es langweilig. Sie könnte malen! Ihre Schuldgefühle trieben sie sogar dazu, etwas für ihn zu zeichnen. Sie malte eine große Familie. Piper mit Leo, Phoebe mit Cole, Prue mit Andy (Info: Gemeint ist Prues Freund aus der ersten Staffel, der in selbiger auch am Ende den Tod findet), Penny mit Dumbledore, Patty mit einem mies dreinblickenden Snape auf der einen Seite und Victore auf der anderen. Irgendwo im Hintergrund malte sie noch Paige. Sich selbst zeichnete sie neben ihren Vater. Sie brauchte fast eine Stunde für das Meisterwerk. Wie schön wäre es, wenn es nicht ein gemaltes Bild, sondern ein echtes Foto wäre. Mit diesem Gedanken nickte sie auf dem Sofa ein.

Mieser gelaunt als sonst, kehrte der ehemalige Slytherin zurück in seine Räume. Gryffindor hatte einen schnellen Sieg davongetragen. Und danach hatte Albus ihn genötigt mit Quirell ein paar Wörtchen zu wechseln. Der Stotternde konnte wirklich perfekt schauspielern, was Severus nur umso rasender macht. Dachte Quirinus etwa, das er ihm nicht auf die Schliche kam? Sogar die Kinder ahnten etwas. Erstaunt stellte er fest, dass Helena nicht wie angenommen in ihrem Bett aufzufinden war. Warum das Kind nur nie gehorchen konnte. Doch er war ein wenig erschöpft und setze sich einfach ans Ende des Sofas. Erst als er auf den Tisch blickte, entdeckte er eine Zeichnung. Die nähere Betrachtung versetzte ihm einen Stich. Alle Halliwells, auch Dumbledore, grinsten um die Wette und waren bunt gekleidet. Nur einer, und das sollte wohl er sein, war schwarz gekleidet und sah finster drein. Er passte einfach nicht in diese Familie. Doch es rührte ihn, dass Helena sich selbst direkt neben ihn gezeichnet hatte und nicht neben ihre lieben Schwestern, oder ihre Grandma. Nein, direkt zwischen Severus und Patty stand das kleine Mädchen und blickte lächelnd zu ihm auf. Was eine einzige Kinderzeichnung doch alles ausdrücken konnte.

„Gefällt sie dir? Du kannst sie haben!" Die junge Halliwell war inzwischen aufgewacht und saß nun neben ihm und lehnte an seinem Arm. Kurz nachdem er sich gesetzt hatte war sie wach geworden und hatte ihn beobachtet.

Severus antwortete nicht, sondern starrte auf der Bild. „Nein, behalte es!" Damit legte er es wieder weg und lehnte sich zurück.

„Haben wir gewonnen?", fragte sie neugierig und krabbelte auf seinen Schoß. Als er steif nickte, entfuhr ihr ein „Juhu!" und sie fiel ihm um den Hals. Sie hatten also noch die Führung bei den Hauspunkten inne. Das ihr Dad die Freude nicht teilte, war ihr klar. Aber er ließ sich umarmen, und das gefiel ihr.

„Würdest du das bitte lassen!", knurrte er nach 5 Minuten. Also ließ sie ihn doch los. Doch sie lehnte sich an ihn und begann ihre Hand in seine zu legen und die Größe zu vergleichen.

„Bleib ich eigentlich noch lange so klein? Alle sagen zu mir Kleine und das mag ich nicht", jammerte sie und fuhr seine Fingern entlang. Seine Hand war so groß.

„Natürlich wächst du noch. Aber das braucht seine Zeit!", antwortete und beobachtete sie von oben herab. Wieso diese Kinder nur immer so schnell groß werden wollten.

„Glaubst du, dass wir uns kennen würden, wenn Gideon mich nicht hierher geschickt hätte? Hättest du dann jemals erfahren, dass ich deine Tochter bin?", begann sie zu fragen und überkreuzte ihre Fingern mit seinen. Dann sah sie ihn musternd an.

Severus seufzte. „Vermutlich nicht." Er sah, wie sie traurig den Kopf hängen ließ.

„Wünscht du dir, du würdest mich nicht kennen?", fragte sie leise. Ihr Blick war auf ihre Hände gerichtet, die nun auf ihren Beinen lagen.

„Wieso sollte ich mir das wünschen. Bisher sind wir gut klar gekommen miteinander", erläuterte Snape und Helenas Miene hellte sich wieder auf. Sofort kuschelte sie sich wieder an ihn. Dieses Kind war wirklich eigenartig. Wieso begann sie aus heiterem Himmeln mit solchen Fragen.

„Hab ich eigentlich noch Geschwister?", wollte sie plötzlich wissen und sah ihn an.

Severus erstarrte. Er konnte sich noch zusammen nehmen um nicht ‚Hoffentlich nicht' zu sagen. Stattdessen schüttelte er den Kopf. Schon fast enttäuscht senkte sie ihren Blick.

Der Rest des Tages verlief ruhig und endete damit, dass selbst Snape zu einer frühen Stunde ins Bett ging. Das gab der jungen Halliwell Zeit alles für seinen Geburtstag zu planen. Bereits früh am Morgen, früher als ihr Dad, stand die Schwarzhaarige auf und tapste in die Küche. Dort stand Elly schon bereit um zu helfen. Helena goss den Kaffee in Snapes Tasse während die Hauselfe einige Schwarzbrote schmierte. Dann stellten sie alles auf ein Tablett und das Mädchen machte sich auf zu dem Schlafzimmer ihres Vaters. Genau richtig trat sie ein, denn Severus war gerade am wach werden. „Happy Birthday, Dad!", flötete sie und stellte ihm das Frühstück auf die Beine.

Snape richtete sich auf und sah sie finster an. Seit Jahren hatte das niemand mehr zu ihm gesagt. Außer vielleicht Dumbledore. Daher verwirrte es ihn eher, dass seine Tochter ihm das Frühstück ans Bett brachte. Das war mehr als nur albern. Geburtstag feiern war doch unnötig. Wieso feierte man einen Tag, an dem man älter wurde. Aber gut. „Danke", meinte er trocken und nahm den Kaffee.

Helena strahlte dennoch und gab ihm einen Kuss. „Das Büchlein hast du ja schon!" Sie setze sich neben ihn ins Bett und kuschelte sich an ihn. Sie war noch müde, weil sie so früh aufgestanden war.

„Möchtest du dich nicht auf den Unterricht vorbereiten?", fragte er sie und sah sie mit hochgezogener Braue an. Helena verzog ihre Miene. Sowas hörte sie gar nicht gern, doch sie wollte besonders heute brav sein. Ohne Widerworte krabbelte sie aus dem Bett.

Als sie in die große Halle zum Frühstück tapste, strahlte sie. Hermine sah ihre Freundin verwirrt an. „Was tust du schon hier? Hat Snape dich aus deinem Bett geprügelt?", scherzte sie.

Helena streckte ihrer Freundin die Zunge raus und setze sich. „Nein, er hat heute Geburtstag und ich habe ihm das Frühstück ans Bett gebracht." Grinsend griff sie sich ein Brötchen, während Hermines Kinnlade ins Kellergeschoss wanderte.

„Du hast was?", fragte sie ungläubig. Sie konnte sich Snape sogar nicht als Bettfrühstücker vorstellen. Eigentlich konnte sie sich ihn sowieso schlecht als was anderes als einen strengen Lehrer vorstellen. Aber Helena war der Beweis dafür, dass er anscheinend auch anders konnte.

Die junge Halliwell lachte nur und trank ihren Kakao. Wieso war das so unerwartet für ihre Freundin? Immerhin hatte sie doch die ganze Zeit von ihren Plänen berichtet. Der ganz große wartete ja noch. Aber das war ja auch nicht ihre Idee gewesen. Dumbledore war einfach eine Koryphäe auf dem Gebiet Ideen und Pläne. „Weißt du, wenn du meine Idee schon komisch fandest …", sinnierte sie und lachte. Hermine war nur noch mehr verwirrt.

Die Zaubertränkestunden gestalteten sich aber als normal. Snape war wie immer mies drauf, was Helena so rein gar nicht verstehen konnte. Doch sie hielt sich zurück. Er würde sie killen, wenn sie alle im Raum auffordern würde ihm ein Ständchen zu bringen. Aber sie hoffte immer noch auf Dumbledore. Daher war sie eher unaufmerksam.

„Longbottom! Halliwell! Ich sagte vor gut 15 Minuten, dass sie gemeinsam einen Trank brauen sollen! Und bitte: Lassen sie das Schloss ganz!", fauchte ihr Dad sie und Neville an. Dieser wurde schon wieder nervös und begann irgendwelche Sachen zu zerschneiden.

Helena seufzte und nahm ihm das Messer weg. „Neville! Ruhig Blut. Hol bitte die Molchaugen und ich setze einstweilen den Sud auf." Das würde sie schon mal nicht jetzt schon irgendeinen Körperteil kosten. Der Junge nickte und verschwand zum Vorratsschrank. Das Mädchen warf ihrem Vater indes einen beleidigten Blick zu. Wieso musste immer sie mit Longbottom arbeiten? Ohne dass jemand hinsah, feuerte sie den Kessel mit ihren Feuerkräften auf. Diese hatte sie inzwischen gut im Griff.

Leider räusperte sich in diesem Moment jemand hinter ihr. Mit hochgezogenen Brauen sah Snape auf sie herab und verschränkte die Arme. „Kein Feuer! Sonst sprengst du uns eventuell noch in die Luft!" Dann zog er weiter und verängstigte Neville mit einem giftigen Blick. Dieser ließ vor Schreck das Glas mit den Molchaugen fallen. Mit einem lässigen Wink seitens Helena blieb das Glas aber in der Luft hängen. Snape warf dem zitternden Gryffindor einen gehässigen Blick zu und fischte das Glas aus der Luft. Er drückte es seiner Tochter in die Hand. „Weiter arbeiten! Sofort! Und Longbottom, 5 Punkte von ihrem Haus für ihre Unfähigkeit!"

Die junge Halliwell öffnete ihren Mund und schloss ihn wieder. Nein, sie würde jetzt nicht ihren Senf dazu geben. Immerhin war heute sein Geburtstag und da wollte sie doch besonders brav sein. Deswegen trat sie an den Kessel und begann den Trank zu brauen. Neville setzte sich neben sie auf den Stuhl und sah ihr zu.

Gegen Ende der Stunde verkorkte Helena ihren Trank und brachte ihn als eine der ersten zu Snape. Dieser sah sie argwöhnisch an. Oder grinste er etwa? Neville saß noch immer deprimiert auf seinem Platz. War es das, was ihren Vater so glücklich machte? Empört sah sie ihren Dad an. „Wieso grinst du so?", flüsterte sie.

„Ich grinse nicht! Woher nimmst du dir überhaupt die Frechheit, das zu behaupten?" Doch er klang nicht so streng wie sonst. Umso verwirrter war nun ihr Blick, gut dass die anderen noch beschäftigt waren. Langsam beugte er sich zu ihr. „Du hast Longbottom davon abgehalten, die Schule in die Luft zu sprengen!", flüsterte er viel sagend.

Die Junghexe war froh, als es läutete. Vor allen anderen war sie aus der Klasse. Manchmal verstand sie ihren Dad wirklich nicht. Aber irgendwie wollte sie das auch nicht. Für den heutigen Tag wartete sie sowieso nur noch auf das Ende der Schulstunden.

Albus Dumbledore tat gerade die letzten Handgriffe, als die Tür im Lehrerzimmer aufging. Doch es kam nicht der Erwartete herein, sondern seine Tochter. „Guten Tag, Sir!", grüßte das Mädchen freundlich und verneigte sich kurz.

Albus lächelte und grüßte seine vermeidliche Enkelin. „Guten Tag, Helena. Was macht die Schule?" Eine Frage, die man jedem Schüler nach dem Unterricht stellt. Eine der Art, die jeden Schüler nervte.

„Es geht. Nur Dad war heute irgendwie seltsam im Unterricht. Er ergötzt sich mal wieder am Leid anderer!", gab sie resigniert zu. Als sie jedoch den großen Schokokuchen sah, musste sie grinsen. Dumbledore hatte sich selbst übertroffen. Snape würden die Augen aus dem Kopf fallen. Aber würde er sich auch freuen?

„Bist du dir sicher, dass es deswegen war? Vielleicht hat ihn etwas anderes erfreut?" Der Schulleiter setzte sich neben Helena auf die Couch.

Irgendwie war das schon eine eigenartige Situation. Sie saß hier immerhin mit ihrem Direktor. „Sir, wer war Lily?" fragte sie schließlich. Kurz darauf bereute sie es die Frage gestellt zu haben.

Albus seufzte und sah das Kind an, welches ihn mit großen Augen beobachtete. „Sie war seine beste Freundin und sie war Harrys Mutter."

Der jungen Halliwell klappte der Mund auf. Ihr Dad war mit Harrys Mom befreundet gewesen? Das klang irgendwie unmöglich. Immerhin ging es doch um Harry! Und ihr Vater konnte Harry doch nicht leiden. Da war sicher mehr dahinter. Aber sie traute sich nicht zu fragen. „Glauben Sie, dass ihm das hier gefällt?"

Dumbledore gluckste. Das Kind kannte Snape einfach noch zu wenig. „Gefallen bestimmt. Nur zeigen wird er es nicht können! Er wird sich aber sicher auch ärgern, da er mich gebeten hatte, so etwas zu unterlassen!"

Langsam fühlte sich auch das Lehrerzimmer. Von den anderen erfuhr Helena, dass der Geburtstag jedes Lehrers so gefeiert wurde. Das fand sie unheimlich witzig. Vor allem weil Flittwick während der Wartezeit der jungen Halliwell erklärte, wie Snape normalerweise reagierte. Sie konnte sich ihren Vater direkt schon vorstellen. Nur leider kam er nicht.

„Er ahnt es! Das dachte ich mir gleich! Vielleicht sollten wir einen Lockvogel schicken!", überlegte McGonagal und sofort wanderten alle Blicke zu Helena. Diese nickte grinsend und verließ das Lehrezimmer.

Wie der geölte Blitz lief sie hinunter in den Kerker um nach Snape zu suchen. Vorsichtig klopfte sie an der Bürotür und legte sich eine Ausrede zurecht. Ein knappes Herein und sie trat ein.

„Dad, du sollst …" Helena stockte und sah ihren Dad mit großen Augen an. Neben ihm stand ein großer blonder Mann. Er erinnerte sie an Malfoy. Schnell verneigte sie sich. „Guten Tag, Sir!"

Der Blonde lächelte süffisant und ging ein paar Schritte auf Helena zu. „Guten Tag. Severus, ist das der Grund, wieso du dich nicht mehr blicken lässt? Eine Tochter!" Er klang gehässig und dennoch ungläubig.

Helena musste sich zusammenreißen, dem Typen keinen frechen Blick zu zuwerfen. Daher sah sie auf den Boden und ging zu ihrem Dad. „Ich soll dir ausrichten, dass Professor Dumbledore dich im Lehrerzimmer erwartet!" Im Grunde stimmte das ja.

Snape schnaubte. Diesen Trick kannte er längst, aber das Albus die Dreistigkeit besaß seine Tochter dazu zu benutzen war unglaublich. Daher ging er erst einmal nicht auf das Mädchen ein. „In der Tat, Lucius. Das ist meine Tochter. Helena Halliwell!" Das Kind sah zu ihrem Vater auf. Er schien angespannt zu sein. Aber wieso? Das war zweifelsfrei Dracos Vater.

Lucius grinste hämisch. „Severus und ein Kind. Wer hätte das je für möglich gehalten und dann auch noch eine Halliwell! Ich hoffe du bildest sie dementsprechend aus! Sie wäre eine Bereicherung!" Seine Stimme klang fanatisch. Die junge Halliwell klammerte sich an das Hosenbein ihres Vaters und sah verwirrt zwischen den Beiden hin und her.

„Ich tue, was ich für richtig für sie erachte. Erneut bedanke ich mich für deinen Besuch, mein Freund", doch seine Worte klangen keinesfalls danach, „Aber du siehst, ich werde gebraucht!"

Und somit wandte sich Malfoy zum Kamin. Bevor er jedoch verschwand, sah er noch einmal zu Severus. „Glaub mir, wenn du es nicht tust, dann wird die Konsequenz demensprechend ausfallen!" Dann trat er in den Kamin und verschwand in grünen Flammen.

Snapes Anspannung löste sich nicht. Vorsichtig sah Helena zu ihm auf. „Dad? War das Dracos Vater? Was wollte er hier?" Noch immer umklammerte sie ihn.

„Ja, das war Mr. Malfoy. Was er tut geht dich nichts an. Und nun sag schon, was Dumbledore vor hat! Doch nicht schon wieder seine blöden Partys?" Er warf ihr einen Blick zu, der ihm schon alles verriet. War ja klar. Doch er würde nicht gehen. Nie mehr.

„Bitte! Außerdem hast du dann Malfoy angelogen, wenn du nicht gehst!" Dabei berichtete er ihr immer, dass man nicht lügen sollte. Genervt seufzend machte er sich auf den Weg zur Tür. Sie hatte ihn ehrlich erweichen können. Triumphierend lächelnd lief sie ihm nach.

Severus hatte nicht wirklich nachgegeben. Aber er wollte nicht als Lügner bezeichnet werden. Außerdem brauchte er ein Gläschen Alkohol. Lucius wusste nun von seiner Tochter. Das war nicht gut. Gar nicht gut. Besorgt sah er auf sie herab. Zielstrebig führte sie ihn zum Lehrerzimmer. Sie war zu gutmütig für die Todesser. Wieso hatte er nur gedacht, dass wenn er sich von denen fernhielte, dass er sie somit schützen könnte. Aber er hatte die Rechnung ohne Malfoy gemacht. Der Blonde war im Gegensatz zu dem, was man über Blonde sagte, viel zu raffiniert.

Die junge Halliwell öffnete die Tür und schubste ihren Vater durch die Tür. Dieser war entrüstet über diese freche Geste. Doch bevor er sie zur Rechenschaft ziehen konnte wurde er schon reihum gratuliert. Er setzte seinen genervtesten Blick auf. Das war doch mal wieder das Unnötigste im Jahr.

Nachdem die Gratulationsrunde vorbei war, schritt er auf den Tisch mit den Getränken zu. Helena hatte er weggeschickt. Sie hatte zwar protestiert, aber er hatte ihr mit Hausarrest gedroht. Jetzt konnte er zumindest in Ruhe ein Glas Whiskey kippen. Doch Albus stand plötzlich neben ihm. „Wo warst du solange?"

War ja klar, dass das die erste Frage war. Snape goss sich nach bevor er antwortete. „Lucius war plötzlich im Kamin. Was sollte ich tun? Und dann kam Helena rein. Dank dir, da ja zweifelsohne du sie geschickt hast, weiß Malfoy nun von ihr! Seiner Meinung nach wäre sie eine Bereicherung!" Er versuchte ruhig zu bleiben, doch es gelang nur schwer. Auch die Umstehenden wurden hellhörig. Für die meisten war es immer noch ungewohnt, dass ihr Kollege sich um ein Kind sorgte. Severus trank den Whiskey und schenkte sich noch einmal nach. Nie würde er zulassen, dass die Todesser seine Tochter in die Finger bekamen.

Snape setze bereits das dritte Glas an seine Lippen, doch Minerva hielt ihn zurück. „Wir werden dir helfen, wenn du es zulässt!" Sie nahm ihm das Glas ab und stellte es auf den Tisch. Könnten Blicke töten, wäre sie nun umgefallen. Doch Minerva machte das nichts mehr aus. „Severus! Die meisten von uns haben dich Aufwachsen sehen und werden nicht zulassen, dass du dich weiterhin zerstörst. Du hast das Glück eine Tochter wie Helena zu haben! Und das vergönnen wir dir alle!"

Severus hasste es, wenn sie einen auf Mutter machte. Er war zwar kein Gryffindor gewesen, dennoch hatte sich McGonagal mehr als nur einmal für ihn eingesetzt und ihn bemuttert, wie es nur mit ihren Schäfchen tat. Schon damals hatte ihn das genervt. „Denkst du dass ich mich nicht um sie kümmern würde? Glaubst du, ich würde sie tatsächlich zu den Todessern bringen und ihr beibringen IHM zu dienen?"

„Nein, das behaupte ich nicht! Ich denke auch nicht, dass du es tust! Wir vertrauen dir alle, denk dran, Severus", sagte Minerva ruhig und sah ihn ebenso an. Langsam aber sicher war ihr der Junge und sein Leben nicht mehr egal. Er hatte viel durchgemacht und hatte Glück verdient.

„Sie hat recht, mein Junge! Außerdem bist du ein guter Vater und hast bisher alles getan, was du konntest!" Albus legte seine Hand auf Snapes Schulter. Dieser rollte nur genervt mit den Augen. Er war froh, dass sie ihm das alles sagten, aber er würde es nie zugeben.