Chapter 34
Als Sara und Grissom wieder im SUV saßen, lehnte sie sich seufzend an Gil.
Nach ein paar Minuten kamen sie am Hafen an. Dort wartete auch schon dass Schiff auf sie.
Der Captain des Schiffes begrüßte sie herzlich und es gab einen kleinen Sektempfang für alle. Sara trank natürlich nur Orangensaft.
Das Schiff legte ab und war schon unterwegs, als Sara nach draußen ging, es hatte schon vor einer ganzen Weile aufgehört zu regnen und langsam ging die Sonne unter. Sie stellte sich an die Reeling und schaute verträumt aufs Wasser.
„Bist du glücklich Sara Grissom?", Gil war hinter sie getreten und sah sie liebevoll an.
„Ja, Gil Grissom ich bin sehr glücklich, aber was ist mit dir?"
„Darling du machst mich schon seit über einem Jahr glücklich."
Grissom nahm Sara in die Arme und schaute ihr in ihre wundervollen tiefbraunen Augen.
„Sara ich liebe dich mehr als mein Leben und ich bin wahnsinnig glücklich mit dir!"
„Darling, wegen der Diashow möchte ich dir noch sagen, es tut mir leid, dass dich das wieder so aufgewühlt hat. Wir hätten abbrechen sollen."
„Nein Gil, das ist unsere Vergangenheit, auch wenn es traurig war, einiges zu hören. Es hat mir trotzdem gefallen."
Sara legte ihre Hand in seinen Nacken und zog ihn an sich ran, ihre Lippen streiften nur kurz die Lippen von Gil. Das lies ihn leicht aufstöhnen.
Er legte seine Hand auf ihren Bauch, strich sanft drüber und schaute sie verliebt an. Sara erwiderte seinen Blick ebenso verliebt.
„Was meinst du was es wird? Willst du es denn wissen?", Gil sah Sara fragend an.
„Ich weiß nicht was es wird, mir ist es egal, wichtig ist nur, dass es gesund ist. Ich glaube nicht, dass ich mich bis zur Geburt gedulden kann, würde es schon gerne wissen."
„Ja ich wünsche mir eigentlich auch nur dass es gesund ist und dass alles gut geht. Egal ob wir eine Tochter oder einen Sohn bekommen, es macht mich glücklich, dass es unser Kind ist."
„Mr. und Mrs. Grissom, dürfte ich sie mal hierüber bitten, damit wir mit den Aufnahmen beginnen können.", unterbrach der Fotograf die beiden.
„Wo ist denn Greggo?", fragte Sara, die sich suchend umdrehte.
„Der wird wohl noch bei der Bedienung vom Schiffs-Restaurant festkleben.", antwortete Nick lachend.
„Oh nein, sagt mir nicht Greg hat schon wieder ein Opfer gefunden?", lachte Gil.
„Doch Grissom, schaut es euch einfach mal an.", sagte Warrick lachend, der Greg durch ein Fenster nach drinnen beobachtete.
Jetzt kamen auch die anderen neugierig ans Fenster und beobachteten mit wachsendem Erstaunen, wie Greg mit seinem ganzen Charme die Kellnerin anbaggerte. Plötzlich kamen die beiden sich näher und Greg küsste sie. Die anderen an dem Fenster glaubten kaum ihren Augen zu trauen. Sie erlebten das erste Mal live, was Greg immer prahlte. Keiner von ihnen, außer Sara hatte das jemals ernst genommen.
Sara fand als erstes die Sprache wieder und sah ihren Mann an, der mit leicht geöffnetem Mund Greg durch die Scheibe beobachtete.
„Tja Gil, ich glaube du hättest bei Greg mal in die Schule gehen sollen. Vielleicht wären wir ja jetzt schon länger verheiratet.", sie knuffte ihn leicht in die Seite.
Grissom sah sie mit hochgezogener Augenbraue an und starrte sie verblüfft an. Er war einfach nur sprachlos gerade. So hatte Sara schon seit langem nicht mehr gesprochen.
Als sich seine Verblüffung löste, nahm er Sara's Gesicht zwischen seine Hände und zog sie an sich ran und umschloss ihren Mund mit einem so leidenschaftlichen und fordernden Kuss, dass Sara die Luft wegblieb.
„Ich hoffe meine liebe Sara, dass das wenigstens eine kleine Entschädigung dafür ist, dass ich nicht so bin wie Greg", sagte er und grinste sie frech an.
Jetzt war es an Sara, Grissom verwirrt und verblüfft zu betrachten. So kannte sie ihren Mann wirklich nicht, sie freute sich schon darauf seine „neue" Seite kennenzulernen.
Die Umstehenden fielen in ein Lachen ein, als sie die beiden betrachteten.
„Ich glaube beim CSI:LV wird es nie langweilig.", sagte Nick, der sich vor lauter lachen fast verschluckt hätte.
Er merkte nicht wie Calleigh ihre Hand in seinen Nacken wandern lies. Sie zog ihn an sich ran und küsste Nick ebenso leidenschaftlich wie Grissom es eben bei Sara gemacht hatte.
„Bei mir wird es dir sicher auch nicht langweilig Sweety.", flüsterte sie ihm ins Ohr und grinste.
Jetzt war auch Greg zu ihnen gestoßen und grinste von einem Ohr zu anderen.
Die Anderen schüttelten nur lachend den Kopf.
Als Sara und Grissom sich mit den Trauzeugen und dem Team hatten fotografieren lassen, wurden nun die Hochzeitsbilder von beiden geschossen.
Als der Fotograf ihnen eine kleine Einweisung gab für die nächste Position, wussten alle umstehenden, dass das eines der besten Fotos werden würde.
Sara stand an der Reeling gelehnt, einen Fuß hatte sie auf die Brüstung gestellt. Grissom stand neben ihr und hatte eine Hand in der Hosentasche. Das war so ein typisches Bild der beiden, das die anderen vereinzelt grinsen mussten.
Der Fotograf hatte es wohl bemerkt und knipste ab, bevor sich Sara und Grissom in die endgültige Position stellten die der Fotograf haben wollte.
Nach dem der Fotograf genug Bilder gemacht hatten, zogen sich Gil und Sara etwas zurück von den anderen.
Sie wollten sich jetzt endlich gegenseitig ihre Geschenke überreichen. Worauf sie schon den ganzen Tag warteten.
Sara zog ein Päckchen, dass sie mit viel Liebe eingepackt hatte hinter ihrem Rücken hervor.
Grissom musste grinsen, als er das Geschenkpapier sah. Darauf abgebildet waren lauter Ameisen, Marienkäfer und Schmetterlinge.
„Honey, ich hoffe es gefällt dir, ich habe lange danach gesucht. Es ist etwas, nachdem du schon lange suchst.", sagte sie strahlend.
„Eigentlich viel zu schade um es auszupacken, du hast dir so viel Mühe gemacht es einzupacken"
„Nun mach schon, ich will wissen ob es dir gefällt.", drängelte Sara sanft.
Gil löste vorsichtig das Geschenkpapier. Als er das Geschenk völlig ausgepackt hatte. Starrte er auf das was er in der Hand hatte. Er hatte ein Strahlen im Gesicht, das wirklich nur Sara zustande brachte wenn sie ihn glücklich machte.
Es war ein Buch, das er wirklich schon sehr lange suchte. Nämlich genau seit er in San Fransisco damals war. Das Buch war von Charles Corner und wies den Titel „Butterflies in the new World" aus. Es war die Ausgabe aus Baltimore aus dem Jahre 1815. Dieses Buch hatte einen unbeschreiblichen Wert, nicht nur für ihn, sondern für jeden entomologischen Wissenschaftler. Es war eine Rarität.
„Darling das ist ja unglaublich, wo hast du dieses Buch her?", er strahlte sie voller Dankbarkeit an.
„Erinnerst du dich noch an den kleinen Laden, in dem wir uns in San Fransisco ständig über den Weg gelaufen sind? Ich habe mit dem Besitzer ab und zu noch Kontakt, wenn ich mal wieder ein seltenes Buch brauchte. Als ich ihn anrief, konnte er sich noch gut an mich und auch an dich erinnern.", sagte sie lachend.
„Gefällt es dir denn?"
„Darling das ist nicht nur gefallen, du glaubst gar nicht, wie mich das freut und glücklich macht. Dieses Buch hat einen Seltenheitswert, es ist kaum zu glauben, dass ich es in meinen Händen halte. Ich danke dir tausendmal dafür my Dear!"
Grissom umarmte sie stürmisch und küsste sie sehr zärtlich und sanft.
„Jetzt bin ich aber an der Reihe.", sagte er etwas nervös und hielt ihr ein eingepacktes Geschenk hin.
Er hatte ebenfalls viel Zeit damit verbracht es einzupacken, das Geschenkpapier war so völlig anders als ihres. Es sah aus, als wäre es alt und vergilbt, was aber so sein sollte. Es hatte so ein Touch von antiquarisch.
Sara packte es auch vorsichtig aus und ihr stockte der Atem als sie erkannte was es war. Es war ein Schmetterling namens „Bellusium sara" (liebliche Sara). Auf dem Paper war ein Schmetterling abgebildet, und die entsprechende Beschreibung von Grissom dazu.
Sie sah ihn an, sie hatte Tränen in den Augen und war sprachlos. Sie ging auf ihn zu und schmiegte sich in seine Arme.
„Vielen Dank Gil, das ist wunderbar.", mehr brachte sie zu diesem Zeitpunkt nicht raus.
„Hey du sollst doch nicht weinen, das Geschenk sollte dich glücklich machen, aber nicht zum Weinen bringen.", er küsste ihr sanft jede einzelne Träne von ihrem Gesicht.
„Ja… Nein, ich weine weil ich glücklich bin. Wie lange hast du dafür gebraucht? Und wo hast du ihn entdeckt? Nein erzähl mir einfach alles darüber!"
„Gerne Sara, aber lass uns hier auf die Bank setzen, denn nicht dass du mir hier noch umkippst. Wir müssen schließlich an unser Kleines denken.", sagte er und sah Sara innig an.
„Gil.."
„Sch..Darling, ich möchte dich jetzt einfach nur küssen."
Grissom hatte Sara festgehalten und zu sich gezogen.
Er begann sie im Nacken zu küssen und wanderte weiter über ihre Schultern hinauf zu ihrem Hals bis zu ihren Ohren. Er knabberte leicht daran, so dass Sara ein leises Stöhnen entrann. Sie drehte sich zu ihm um und drückte ihre Lippen auf seine und fuhr mit der Zunge über seine Lippen, dass in Grissom die Leidenschaft entfachte. Er drang mit seiner Zunge in ihren Mund, sodass Sara nur eine Wahl hatte das gleiche bei Grissom zu tun. Sie küssten sich mit so viel Verlangen und Begierde, dass Sara ganz schwindlig wurde. Als der Kuss geendet hatte, sahen sie sich eine ganze Weile schweigend an. Bis Grissom erneut seine Lippen auf ihre legte und sie erneut mit einer Sanftheit küsste, die Sara angenehm erschaudern ließ. Er wollte mehr, er konnte sich kaum zurückhalten. Die erotische Spannung zwischen beiden war klar zu erkennen.
„Darling, wir sollten aufhören.", murmelte sie an seinen Lippen zwischen den Küssen.
„Sara, Darling du machst mich einfach wahnsinnig, allein schon wie wunderschön du aussiehst in diesem Kleid, am liebsten würde ich sofort mit dir nach Hause gehen und alleine sein."
„Da musst du dich allerdings noch ein paar Stunden gedulden mein Liebster, denn uns steht noch eine Feier bevor.", sagte sie lachend.
„Aber ich kann es auch kaum abwarten mit dir alleine zu sein.", fügte sie hinzu.
Sie setzten sich auf die Bank und Grissom nahm Sara in die Arme und strich mit einer Hand sanft über ihren Bauch.
„Erzählst du mir jetzt alles über meinen Schmetterling?"
„Klar Darling. Lass mich mal überlegen wo ich anfange. Du erinnerst dich an San Fransisco? Vor 9 Jahren?"
„Ja sicher erinnere ich mich daran, sogar sehr gut. Das war ein Jahr nachdem du mit uns in der Bar bei Sashas Geburtstag warst.", grinste sie.
„Genau, damals war ich ja wieder an der Universität von San Fransisco um eine Gastvorlesung zu halten. Mir fiel damals ein Schmetterling auf. Ich schaute damals nach der Systematik für diesen Schmetterling, aber ich fand seine Beschreibung passte keineswegs zu diesem Schmetterling. Der Schmetterling sah meiner Ansicht nach ganz anders aus."
Sara hörte ihm aufmerksam zu. Sie wollte alles darüber wissen, vor allem was es mit Frisco und ihr auf sich hatte.
„Also machte ich mich an meine Beschreibung für diesen Schmetterling, wie ich ihn von mir aus sah."
„Und was habe ich mit alldem zu tun?"
„Du spielst sozusagen die Hauptrolle.", sagte er grinsend.
„Damals warst du ebenfalls wieder in meinen Vorlesungen, und wie du ja inzwischen weißt, war ich schon damals nicht abgeneigt von dir. Auf jeden Fall erinnerte mich der Schmetterling an dich. Er hatte genauso zwei Seiten wie du sie hast. Die Flügel, eine Seite schwarz und die andere Seite rot. Es erinnerte mich daran wie du bist. Die schwarze Seite an dir, in deiner Vergangenheit und wie du dich manchmal umgibst, geheimnisvoll und unnahbar. Die rote Seite, wie dein Temperament und deine Leidenschaft für bestimmte Dinge für die du dich interessierst und einstehst. Ebenso diese länglichen Flügel. Sie haben mich an deine Verletztheit und aber auch gleichzeitig Stärke erinnert."
Sara sah in verblüfft an, sie wusste zwar wie Gil Grissom sie sah, er hatte es ihr mehr als einmal in all den Jahren gesagt, die sie sich kannten. Aber dennoch, dass er es so interpretierte faszinierte sie.
„Das hast du damals alles in San Fransisco schon gewusst?", fragte sie erstaunt.
„Nein, ich habe die Beschreibung über 6 Jahre gemacht und beobachtet. Habe viel mit Kollegen über meine Ansicht zu diesem Schmetterling gesprochen und natürlich auch in einigen Fachzeitschriften nachgelesen. Nach den 6 Jahren, habe ich schließlich meine Beobachtungen und Beschreibung in den „Annals of the Entomological Society of America" veröffentlicht. Den Namen allerdings hatte ich damals schon in San Fransisco in meinem Kopf. Der Schmetterling sollte nach dir benannt werden. So entstand der „Bellusium sara". Den Artikel habe ich dir übrigens auch beigelegt.", beendete er.
„Wow ich bin einfach … ich weiß nicht was ich sagen soll. Danke, Danke, Danke Gil!", sagte sie glücklich.
Sie beugte sich zu ihm und küsste ihn leicht auf seine Nasenspitze.
„Hey hier geblieben Mrs. Grissom.", sagte Grissom grinsend, als sich Sara wieder hinsetzen wollte.
„Das war doch nicht alles? So viele Jahre Arbeit und dann nur ein kleiner Kuss?", neckte er sie liebevoll.
„Die Belohnung bekommst du heute Nacht, mein lieber Ehemann.", erwiderte sie lachend.
„Ich liebe dich Sara."
„Ich liebe dich auch Gil."
Sie saßen noch eine Weile auf der Bank und diskutierten über ihr Baby. Wie es wohl aussehen würde und welche Namen das Kleine haben sollte. Sie hatten sich bei den Namen schnell geeinigt und hatten für jedes Geschlecht den passenden Namen gefunden.
„Hey ihr zwei Turteltauben, wir legen in 10 Minuten an.", rief Greg ihnen zu.
Greg wollte schon wieder gehen, als Sara ihn rief.
„Greggo, komm mal bitte und erzähle mir die Details was mit deiner neuen Freundin ist."
„Sar-Honey was soll ich erzählen wir haben uns nur nett unterhalten Sandy und ich.", sagte er grinsend.
„Nach Unterhaltung sah mir das aber nicht gerade aus.", warf Grissom ein.
„Uhm .. na ja… ich fand sie ziemlich süß und sie mich wohl auch und außerdem haben wir uns vorher sehr gut unterhalten. Ich kann nichts dafür, dass ihr uns erst entdeckt habt, als wir nicht mehr geredet hatten."
Sara brach in Lachen aus.
„Greggo ich weiß warum ich dich so mag. Du lässt einfach nichts anbrennen, egal worum es geht."
Greg und Grissom mussten jetzt auch lachen.
„Hm hast ja Recht Sar, aber sieh mal, bevor ich mich so lange „foltern" lasse wie ihr euch gegenseitig; dann verschwende ich eben keine Zeit."
„Es hat alles seine Vor- und Nachteile Greg. Wir wollten eben nichts überstürzen."
„Uhm Grissom also von überstürzen kann bei euch beiden ja nie die Rede sein. Eher wohl „fast verpasst"", gab Greg grinsend zurück.
„Greggo werde hier jetzt mal nicht so frech. Ich gebe ja zu es hat lange gedauert, aber das war nicht wirklich immer meine Schuld.", Sara sah Grissom ebenfalls grinsend zurück.
„Ja ist ja gut, ich habe es jetzt auch kapiert, ich bin eben nicht der schnellste, bin eben schon ein wenig ein älteres Semester.", lachte er.
„Ich glaube wir sollten mal vor gehen, wir legen gleich an.", sagte Greg und stand auf.
Grissom konnte nicht widerstehen und zog Sara, nachdem sie ebenfalls aufgestanden waren, zärtlich in seine Arme und küsste sie sanft.
Dann gingen sie zusammen mit den Anderen von Bord.
Als sie im SUV saßen, sah Nick sie an.
„Hattet ihr schöne Stunden?", fragte er mit einem kleinen Grinsen im Gesicht.
„Ja Nick, die hatten wir wirklich.", antwortet Grissom
„Danke noch mal Nicky.", sagte Sara und umarmte Nick und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
Dann fuhren sie zurück zum Strand-Restaurant, wo ihre anderen Gäste warteten.
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Sara wurde schon ganz ungeduldig von ihren Freunden Sasha und Reena erwartet.
Sie verschwand mit den beiden in einen der neben gelegenen Räumen.
Grissom und sein Team wunderten sich, warum sie so schnell verschwunden war.
Als sie nach einer halben Stunde zurück in den Saal kam, wollte Grissom natürlich wissen was los war.
Aber Sara grinste nur und sagte „Nichts Wichtiges, nur alte Freundschaft aufleben lassen.".
... TBC
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