Hallo ihr Lieben,
hier wieder ein neues Kapitel!
Erstmal ein ganz großes Danke für das ganze Feedback! Über zweihundert Reviews, ich hätte nie damit gerechnet dass es tatsächlich mal so viele sein könnten. Da macht es wirklich Spaß weiter zu schreiben, auch wenn man das ja hauptsächlich macht weil man Spaß daran hat! Aber Rückmeldungen helfen wirklich seinen Schreibstil zu verbessern und neue Ideen zu bekommen!
So genug gequatscht, viel Spaß beim Lesen!
LG
Kenai
~*~Bella~*~
Es war also soweit. Wir würden Forks verlassen und es gab jetzt auch keinen Grund mehr länger hier zu bleiben. Es war schwerer als gedacht sich genau das einzugestehen!
Esme war bereits einen Tag nach dem Treffen mit dem Rudel der Quileute nach Alaska aufgebrochen. Mir war ein wenig mulmig dabei, unsere Mutter (daran hatte ich mich jetzt tatsächlich auch langsam gewöhnt!) alleine fliegen zu lassen. Edward meinte, dass es bei jedem Umzug so wäre. Esme bräuchte ihre „Kinderfreie" Zeit um sich in Ruhe um das neue Haus zu kümmern. Alice war Widererwarten locker geblieben und hat nicht widersprochen. Selbst Rosalie hatte nicht mitkommen dürfen, was sie zunächst schwer gekränkt hatte.
Jedenfalls war sie die Erste von uns die ihre Koffer komplett fertig gepackt hatte, um so schnell wie möglich nachreisen zu können. Ihre freie Zeit vertrieb sie jetzt damit, sich mit Emmet zu streiten, der jede Möglichkeit nutzte um ein wenig herum zu trödeln. Ich stellte fest das er wohl nicht derjenige war der besonders gerne umzog.
„Emmet!", kreischte oben eine wohl bekannte Stimme. Füße stampften in der Etage über uns wütend auf den Boden. „Das ist nicht dein Ernst!"
Edward und ich saßen im Wohnzimmer auf der Couch und hatten bis eben noch die Ruhe im Haus genossen, soweit man das mit Vampirgehör "Ruhe" nennen konnte. Es war selten dass man im gemütlichen Wohnzimmer einmal zu zweit zusammen sitzen konnte ohne gestört zu werden.
Edward stöhnte und warf mir einen vielsagenden Blick zu.
„DAS nimmst du nicht mit!", brüllte Rosalie oben weiter.
„Das ist mein Lieblingsshirt, Schatz! Bisher habe ich es immer mitgenommen!"
„Es hat aber eindeutig seine besten Tage gesehen. Das kann in den Müll! Frag Alice oder Bella, die werden dir Dasselbe sagen!"
Rosalie stampfte die Treppen hinunter und hielt ein verwaschenes grünes T-Shirt vor unsere Nase. Sie warf ihre langen blonden Haare zurück und sah Edward und mich auffordernd an. „Sag ihm das dieser Staublappen in die Tonne gehört und nicht in den Koffer nach Alaska!"
Wir starrten sie an und seufzend griff ich nach dem Kleidungsstück, das tatsächlich seine besten Zeiten hinter sich hatte. Es war ein Baseballshirt mit einer kaum noch erkennbaren Unterschrift auf dem Rücken. Der Schriftzug war ziemlich verblichen.
„Naja.", begann ich vorsichtig, als Emmet sich wütend hinter mich und Edward stellte. „Es ist schon - sehr - alt."
Edward grinste und ich reichte Emmet das Shirt.
„Auf diesem T-Shirt ist die original Unterschrift von John Joseph McGraw. HALLO? So etwas ist wertvoll, ein Stück Baseballgeschichte!", erwiderte er empört und hielt mir den Fetzen nun auch wieder unter die Nase.
„Naja um ehrlich zu sein hätte auch Jasper da unterschrieben haben können, zumindest ein J ist noch zu erkennen, mehr jawohl nicht. Aber ich kann verstehen wenn du es behalten willst!"
Emmet zog eine Grimasse und klopfte Edward dankbar die Schulter. „Siehst du Rose!"
„Männer!" zischte sie und jagte die Treppe wieder nach oben. Triumphierend folgte Emmet seiner wütenden Frau und grinste uns an.
„Es wird Zeit das es losgeht, ich weiß nicht wie lange ich das noch aushalte!", stöhnte ich und legte den Kopf in den Nacken. Edward strich mir über die Haare.
„Dann rechne dir mal aus wie lange ich das Theater schon mitmachen muss, Liebling!", lachte er und küsste mich sanft.
Ich war froh dass wir unsere Koffer bereits fertig hatten, viel hatte ich sowieso nicht mitnehmen dürfen. Alice hatte meinen Kleiderschrank gründlich ausgemistet und darauf bestanden mich in Alaska neu einzudecken. Die Cullens waren es anscheinend gewohnt viele Kleidungsstücke einfach in ihrem alten Zuhause zu lassen, sie kamen ja sowieso irgendwann wieder! Und Alice war der Meinung, dass man niemals genug Klamotten haben könnte! Carlisles Kreditkarten sei Dank!
Alice hatte vor ein paar Stunden sogar schon in Alaska angerufen und sich über die kleinen Kleiderschränke beklagt. Carlisle hätte ihr nicht so viel erzählen dürfen.
Allmählich war das schon ziemlich krankhaft, ich meine, wer braucht so viele Klamotten das selbst ein begehbarer Schrank kaum ausreicht? Alice und Rose jedenfalls kannten die Antwort und hatten mir geschworen, ich käme auch bald dahinter. Ich war jedenfalls froh erstmal nicht ein Einkaufscenter begehen zu können, ohne dass das Risiko zu groß war ein Blutbad anzurichten! Wahrscheinlich würde mein Schrank aber auch so rasch voll werden, dafür musste ich die Läden nicht selbst betreten.
Und kaum waren Rosalie und Emmet wieder nach oben verschwunden, hüpfte Alice ins Wohnzimmer, gefolgt von Carlisle und Jasper.
„Ich glaube du wirst da oben gebraucht, Jasper!", lachte Edward und deutet nach oben. Ich konnte Rosalie immer noch hören, wie sie, jetzt in gedämpfteren Ton, mit Emmet über den Inhalt seines Koffers diskutierte.
„Du glaubst nicht ernsthaft ich würde mich jetzt in die Höhle des Löwen begeben?", grinste Jasper und tippte sich an die Stirn. „Rose Laune kann selbst ich nicht verbessern. Jedes Mal dasselbe Theater! Das soll Emmet mal schön selber klären. Außerdem mag ich es irgendwie wenn er Rose unterlegen ist!"
„Stichwort Koffer, Schatz, deinen hab ich noch gar nicht gesehen.", trällerte Alice und kuschelte sich neben mich auf das Sofa.
„Esme hat, bevor sie gefahren ist, schon mit mir gepackt!", log Jasper und stieß Edward an, der sich gerade noch ein Kommentar verkniff.
„Lüg mich nicht an Jasper Whitlock Hale!", tadelte sie ihn und zog eine herrliche Grimasse. Manchmal sah es zu komisch aus wenn sie versuchte ernst zu bleiben.
„Bin ich froh dass Bella halbwegs normal ist!", murmelte Edward und drückte mir rasch einen Kuss auf den Mund. Er grinste und fuhr mit den Fingerspitzen meinen Arm entlang.
„Was nicht ist kann ja noch werden, mein Lieber!", grinste ich.
Aber ich war mir ziemlich sicher dass dieser Klamotten- Wahn niemals auf mich abfärben würde. In dieser Hinsicht waren Rose und Alice mir ein wenig zu überdreht. Aber eigentlich fand ich Edwards Geschmack was seine Kleidung anging sowieso gut so wie er ist, er sah nun mal in allem toll aus. Ich seufzte leise.
„Es wäre jedenfalls gut wenn ihr morgen früh soweit alles fertig habt.", warf Carlisle ein und fuhr sich genervt durch das blonde Haar. Manchmal könnte man glauben er war froh darüber, dass er keine leiblichen Kinder hatte. Wir reichten ihm wahrscheinlich zur Genüge. „Es ist besser wenn wir Forks so rasch wie möglich den Rücken kehren."
„Und du Esme wiederhast.", fügte Alice hinzu und kicherte. „Gib es zu, Carlisle, du bist mit uns überfordert!"
„Ich gehe jetzt den Bürokram zusammenpacken.", wich Carlisle aus und glitt elegant aus dem Sessel. „Und wehe es geht etwas in die Brüche während ich oben bin, eure Mutter tötet mich sonst eigenhändig!". Carlisle grinste und strich Alice und mir im Vorbeigehen über die Haare, als er sich auf den Weg nach oben machte. Wahrscheinlich spielte er auf die gute chinesische Porzellanvase an, die Emmet und Edward kurzerhand erledigt hatten.
„Wann geht noch mal der Flieger?", fragte Jasper und setzte sich auf Carlisles Platz.
Mir stockte plötzlich der Atem und mir fiel etwas ein, worüber ich vorher noch nicht nachgedacht hatte. „Flugzeug?", krächzte ich und schluckte.
„Natürlich, Bella. Wir laufen nicht nach Kenai!", lachte Alice und klopfte mir aufs Knie, als hätte ich einen besonders guten Witz gerissen. Aber nach Lachen war mir gerade nicht zumute.
„Das schaff ich niemals!", murmelte ich und drückte mein Gesicht an Edwards Brust. Er strich mir beruhigend über den Kopf.
„Keine Sorge. Es wird nichts passieren."
Das sagte er so leicht. Es fiel mir immer noch schwer unter Menschen zu sein. Mein Hals brannte dann wie Feuer. Erst in den letzten Tagen waren wir im Wald einer Gruppe Wanderern begegnet. Ich hatte mich zwar unter Kontrolle aber es was die reinste Hölle. Meine Instinkte befahlen mir anzugreifen und zu töten.
Auch hatten Edward und ich bereits geübt in größeren Menschenmengen zu laufen, allerdings auf relativ kurze Zeit. Ich war immerhin noch ein junger Vampir und es war schwierig für mich.
„Habt ihr nicht eine Leine oder so was damit ich nichts anstellen kann?", fragte ich und biss mir auf die Lippe. Jetzt wo ich erstmal darüber nachdachte hatte ich fast schon Panik vor dem Flug.
„Red nicht so einen Unsinn, Liebste."
„Also ich würde das mit der Leine gerne übernehmen!", rief Emmet von oben und brüllte vor Lachen.
„Das ist nicht lustig!", erwiderte Edward und verkniff sich ein Grinsen, anscheinend las er Emmets Gedanken und der stellte sich gerade ein besonders komisches Bild vor. Ich konnte mir denken was für Eines. „Bella ist doch kein bissiger Hund!"
„Hund nicht, aber bissig!". Emmet kam die Treppe herunter und warf sich auf den freien Sessel neben Jasper. Vergnügt grinste er mich an.
„Das gefällt dir oder?", zischte ich und warf ihm einen bösen Blick zu.
„Ja, schon ein wenig.", gab Emmet zu und zog eine Grimasse.
„Das wird schon Bella. Wir sind alle da und Carlisle hat extra dafür gesorgt das es ein kleiner Flieger ist. Das zu arrangieren war zwar nicht ganz einfach, aber er hat es geschafft." Edward küsste mich sanft.
Ich wollte nicht wissen welche Summen geflossen waren um so kurzfristig Plätze in einem speziell gewünschten Flieger bekommen zu können.
„Du wirst also mit wenig Menschen zusammen sein und wir passen auf dich auf! Du weißt selbst dass du das schaffst!"
„Wieso fahren wir nicht einfach mit dem Auto.", seufzte ich und ignorierte Jaspers Kichern.
„Klar, wenn du ganze drei Tage im Auto verbringen willst!"
„In Edwards Tempo brauchen wir bestimmt nur zwei Tage.", grinste ich und ignorierte sein Augenrollen.
„Oder mit meinem Porsche!", trällerte Alice und strich gedankenverloren über die Haube eines imaginären Autos. „Bella, zerbreche dir nicht deinen hübschen Kopf!"
„Schon gut.", murmelte ich und kuschelte mich enger an Edward. Ich war heilfroh wenn ich den Flug hinter mir haben würde.
„Und dann gibt's erstmal Bär!", seufzte Emmet und fuhr sich genüsslich mit der Zunge über die Zähne. „Mal etwas Richtiges und nicht nur dieses Zeug was hier so herumläuft. Dann weißt du mal was wirklich lecker ist, Bells!"
Alle seufzten und zogen Grimassen. Emmet ließ keine Chance aus um sein Lieblingsgericht zu erwähnen. Für ihn war Kenai der Himmel auf Erden! Ich hatte ehrlich gesagt ein wenig Respekt davor, mich mit solch riesigen, starken Tieren anzulegen, auch wenn ich wusste dass ich spielend mit Bären klarkommen würde!
Dann war es soweit. Die letzten Koffer waren in den Autos verstaut, die auf dem Seeweg nach Alaska gebracht werden würden. Im Grunde wunderte ich mich darüber, dass sie sich nicht dort einfach neue Wagen kauften, allmählich schockierte mich nichts mehr was Wertgegenstände in dieser Familie betraf.
Nachdem jeder in sein Auto gestiegen war und ich Jasper überredet hatte Edwards Volvo zu fahren, damit er mit mir in meinem Transporter zum Flughafen fuhr, warf ich einen letzten Blick auf das große Haus, das eigentlich nicht so aussah, als würde es verlassen werden.
Ich wusste wie sehr ich Forks und besonders die Umgebung vermissen würde, hier wo alles angefangen hatte. Wo mein Leben eine komplette Wendung genommen hatte. Das alles würde ich hinter mir lassen und erst nach sehr langer Zeit wieder sehen.
„Woran denkst du gerade?", fragte Edward, als er den Motor meines Wagens anließ, der im Vergleich zu früher geradezu schnurrte.
„Erinnerungen.", murmelte ich nur und lächelte sanft. Sachte strich er mir über den Handrücken.
„Es ist nicht für immer, Bella."
„Ich weiß das. Aber wirst du Forks nicht vermissen? Das Haus, den Wald und unsere Lichtung. Das alles!"
„Hier hat sich tatsächlich viel verändert, aber Liebes, ich weiß das die Zeit kommen wird, das wir zurückkehren. Vielleicht dauert das auch gar nicht so lange. Wir können Charlie immer noch besuchen kommen und dann hier vorbeifahren. Für ein Wochenende, oder länger.", ermutigte er mich und reihte sich hinter Emmets großem Jeep ein, auf dem Weg nach Portland zum Flughafen.
Ich konnte in seinem Rückspiegel erkennen wir er mich und Edward grinsend beobachtete. Wie ich eine Ewigkeit mit meinem "neuen" großen Bruder aushalten sollte, war mir noch ein Rätsel. Aber die Anderen hatten es bisher auch überstanden, ich hatte den Trick wahrscheinlich nur noch nicht herausgefunden. Ignorieren klappte bei Emmet nämlich nicht.
„Ich bin froh dass es Charlie gut geht. Er ist jetzt viel bei Billy und Sue Clearwater kocht für die Beiden fast jeden Mittag. Er ist nicht alleine und das beruhigt mich.". Sue deren Mann gestorben war, kümmerte sich wirklich rührend um Billy, der, laut Charlie, jetzt auch viel alleine war, da Jacob mit dem Rudel oft umherstreifte. Und Charlie hatte an der Gesellschaft einer Frau, die dazu noch wunderbar kochen konnte, nichts auszusetzen.
„Du siehst ihn wieder, Bella. Genau wie deine Mutter. Bis zu einem gewissen Punkt ist nichts daran auszusetzen das du sie triffst. Solange bis es allmählich auffällig wird, das du dich von Jahr zu Jahr kein bisschen veränderst!"
„Renée.", flüsterte ich und kicherte. „Ich wette sie könnte sich sogar bestimmte Dinge zusammenreimen, bei den Horrorromanen die sie verschlingt. Mum hat eine blühende Fantasie!"
„So grausig sind wir nun auch nicht!", widersprach mein Vampir und rümpfte die Nase. Er hasste es sich mit irgendwelchen Mythen zu vergleichen. Ich wusste auch dass er solche Bücher niemals lesen würde, anders wie Carlisle, den so etwas in letzter Zeit zu interessieren schien. Nachdem ich meine Buchsammlung aus meinem Zimmer mitgebracht hatte.
Endlich erreichten wir Portland und parkten die Autos auf dem großen Parkplatz des Airports. Wir zogen eine Menge Blicke auf uns, nicht nur wegen unserem auffallenden Äußeren, sondern ich vermutete dass auch die Autos ein Blickfang waren. Also darin waren die Cullens wirklich grandios!
Schon beim Aussteigen versteifte sich mein Körper und Edward beeilte sich einen Arm um meine Tallie zu schlingen. Beruhigend strich er mir immer wieder über den Rücken. Ich dachte an alles, was Edward und Carlisle mir gesagt hatten, konzentrierte mich auf andere Dinge als die Menschen um uns herum und atmete durch den Mund.
„Alles in Ordnung?", fragte Edward und ich spürte seine Lippen an meinem Ohr. Er küsste meine Haare.
Ich nickte nur und lief hastig hinter unserer Familie her. Auch Jasper, der inzwischen eigentlich sehr viel gefasster war, hatte das Gesicht zu einer gequälten Maske verzogen und wirkte lange nicht mehr so locker wie noch vor ein paar Stunden. Die Menschen drängten sich eng an uns vorbei.
„Und jetzt in Portland shoppen!", seufzte Alice und streckte ihren freien Arm ohne Koffer in die Luft, als wollte sie jemanden umarmen.
„ALICE!", knurrten wir auf Kommando und rollten die Augen. Auf irgend so eine Bemerkung hatte ich bereits gewartet!
„Ich habe gesagt das es schön wäre, nicht das ich es machen möchte. Beruhigt euch!", zischte sie und reckte ihre zierliche Nase in die Luft. Ihr Blick schweifte über die verschiedenen Schaufenster der Läden, die hier in der Flughafenhalle ihre Ware anboten.
„Gleich hast du das Schlimmste überstanden.", sagte Edward und legte meine Koffer auf das Fließband auf dem Weg zur Maschine. Carlisle klärte gerade mit der Dame am Schalter den Transport der Autos und ließ sich noch einmal versichern, dass es eine der kleinsten Flugzeuge war, die sie zur Verfügung hatten.
„Natürlich Dr. Cullen, Sir. Es ist alles wie gewünscht. Einen guten Flug wünsche ich ihnen!", versicherte die hübsche Blondine zuckersüß und klimperte überschwänglich mit ihren falschen, aufgeklebten Wimpern. Beinahe schon sabbernd stierte sie Carlisle an.
„Wenn Carlisle wüsste für wie alt sie ihn schätzt, würde er vor Stolz platzen. Sie macht sich Hoffnungen dass er noch zu haben ist.", flüsterte Edward und warf der Dame ein freundliches Lächeln zu, das sie förmlich schmelzen ließ. Er grinste selbstzufrieden und ich stach im unwirsch in die Seite.
„Hör auf damit!"
„Ich tu gar nichts!", wehrte er sich und schürzte die Lippen.
Fast schon unfreundlich empfing die Dame die nächsten Fluggäste und ließ ihren Blick nur ungern von unserer Familie schweifen, um ihre Arbeit zu machen. Es war wirklich erstaunlich was für einen Einfluss Vampire auf Menschen hatten und ich wohl jetzt genauso! Kaum zu glauben!
Als wir in der Maschine saßen, beruhigte mich die Tatsache dass tatsächlich wenige Leute mit uns fliegen würden, kaum. Edwards Hand war jederzeit griffbereit an meinem Arm als er mich zu unseren Sitzen führte. Carlisle und Edward nahmen mich zwischen sich und mein Vampir drückte leicht meine Hand. Er versuchte Ruhe auszustrahlen, aber ich wusste dass er auf jedes Zucken meines Körpers achtete, um notfalls einzugreifen, wenn mich der kleine Hunger packen sollte.
Bisher hatte ich mich gut unter Kontrolle. Ich war inzwischen geübt Geräusche und besonders Gerüche auszuschalten und blickte den Flug über starr auf den Boden. Gefährlich wurde es nur, wenn die Stewardess auf ihren hochhackigen Schuhen an uns vorbei trippelte und den Männern unserer Familie sehnsüchtige Blicke zuwarf. Ihr Duft war atemberaubend und ich zwang mich dazu, die verschiedenen Gerüche der Sandwiches, die an die menschlichen Fluggäste unter uns verteilt wurde, zu sortieren. Ich hatte keinen Schimmer wie die Anderen es schafften locker hier zu sitzen, während eine Gruppe von Menschen um uns herum saß. Leidenschaftlich küssend, schwitzend vor Flugangst mit einem irren Herzrasen oder die kleinen Kinder, die quietschend vor Lachen immer wieder ihre kleinen Füße in Emmets und Rosalies Rückenlehne stießen. Wahrscheinlich hätte ich Emmets Blick dabei urkomisch gefunden, würde ich mich nicht darauf konzentrieren vor Aller Augen kein Blutbad anzurichten.
„Käse oder Schinken?", fragte die hübsche Brünette die jetzt vor unserer Reihe stehen blieb und uns auffordernd die Schachteln unter die Nase hielt.
Sie trug ein besonders starkes Parfüm, Vanille, das sich verführerisch mit dem Duft ihres Blutes vermischte. Ich konnte hören wie es in ihren Adern pulsierte. Mein Blick heftete sich an ihr Handgelenk, das sie uns entgegen streckte.
Geh weg! Geh bloß!, schoss es mir durch den Kopf und ich konnte ein leises Knurren aus meiner Kehle nicht verhindern. Ich biss die Zähne fest aufeinander und versuchte meine Gedanken bei mir zu behalten.
Die Dame starrte uns verblüfft an und ihr Mund klappte regelrecht auf.
„Danke wir möchten nichts!", erwiderte Edward rasch und griff nach meinem Gesicht. Er hielt es fest in seinen Händen und strich mir über die Wangen. „Beruhige dich!", flüsterte er so leise, das die Stewardess es nicht hören könnte.
Carlisle schenkte der Flugbegleiterin noch ein dankbares Lächeln und strich mir sanft über das Haar. Meine Nerven legten sich tatsächlich wieder und ich hatte mich wieder besser unter Kontrolle.
„Alles okay!", keuchte ich und pustete die angehaltene Luft zischend aus. Ich zitterte.
„Nicht mehr lange, Bella. Ich schätze wir sind in einer halben Stunde da! Das schaffst du noch.", versicherte Carlisle und warf einen Blick auf die Bildschirme über den Sitzen. Wir waren tatsächlich nicht mehr weit von Alaska entfernt. Es war ja auch recht kurzer Flug. Glücklicherweise.
Tatsächlich schien es nicht mehr als eine halbe Stunde zu sein, als wir den Flughafen in Anchorage erreichten und das schlechte Wetter draußen uns sogleich in Alaska begrüßte. Der Regen prasselte wie gewöhnlich auf uns nieder und ich fühlte mich schon ein wenig mehr Zuhause.
„Ich besorg uns Autos!", trällerte Alice gut gelaunt und schwebte zum Schalter, während wir auf unsere Koffer warteten. Bis unsere eigenen Autos nachkommen würden, vergingen noch ein paar Tage.
Wie ich es erwartet hatte, kam Alice nicht mit Schlüsseln von irgendwelchen beliebigen Wagen wieder, sondern es waren standesgemäß BMW und Mercedes-Modelle, was auch sonst? Wenn Alice einen Porsche wie ihren eigenen hätte bekommen können, wäre sie wahrscheinlich mit einem solchen Zweisitzer für sich und Jasper angetanzt gekommen. Original Alice eben!
Jetzt standen uns nur noch ungefähr vier Stunden Autofahrt bevor, bis wir Kenai erreichten. Ich war aufgeregt und Edward amüsierte sich sichtlich darüber, dass ich nervös meine Hände knetete. Jedenfalls war das hier besser als der Horrortrip im Flugzeug. Auch Jaspers Miene war wieder die Gewohnte.
Die Fahrt verlief hauptsächlich am Wasser vorbei, das mit dem prasselnden Regen bisher kein positives Gefühl vermittelte. Trüb und kalt wirkte Alaska bis jetzt, was es natürlich auch hauptsächlich war. Ich wusste dass es für uns Vampire die perfekten Verhältnisse waren aber ich würde die nächsten Sonnenstrahlen dafür doppelt genießen. Das Mädchen aus Arizona steckte halt noch immer irgendwo in mir!
„Wir sind da!", verkündete Carlisle plötzlich und deutete auf ein schönes, großes Haus am Rande von einem der vielen Wälder.
So, die Tage mehr! Ich versuche diesmal schneller zu posten!
Regina: Danke für das Lob! Ich fühle mich geehrt ;-)
Du hast mich über meien Homepage angeschrieben? Oh man die ist aber sehr sehr veraltet :-D,… und eigentlich gelöscht. Naja. ^^
TSophia: Danke dir!
Cat: Ja es wird noch spannend werden. Aber ich verrate vorher nichts! ;-) Wir treffen Jane jedenfalls wieder, wie und ob sie die Cullens trifft zeigt sich im Laufe der Geschichte!!!
Frangolie: Ja die gute Jane ist nicht besonders begeistert. Aber es war wirklich wichtig dieses Kapitel, damit wisst ihr schon mehr als die Cullens, aber immer noch nicht genug! ;-) Es wird in den nächsten Kapiteln spannend werden, aber so wie ihr meinen Schreibstil kennen gelernt habt, bin ich vorher und nachher noch sehr ausführlich…^^
couchkartoffel: Jane und Engel?! Das werden wir ja sehen :-D
aanki: auch dir Danke!
Schwemmi: Ja die Stelle mit Gianna gefällt mir iwie. Ich hab mir in dem Moment vorstellen können wir Jane und Alec da stehen und er seine wütende Schwester versucht zu beruhigen und diese arme Frau dann an denen vorbei muss! Mal sehn wie lange sie noch lebt!
bloomwood: Genau darum gings! ;-)
ViSissi: Hm verknallt. Ich weiß nicht ob das der richtige Ausdruck ist, vielleicht schon. Jedenfalls ist sie ziemlich um ihre Stellung innerhalb des Zirkels der Volturi besorgt. Ihr funkt keiner so schnell dazwischen!!!
Fortsetzung folgt………^^
