Überraschungen

Edwards PoV:

Das mit dem Auto hatte ja schon einmal geklappt. Nur durfte Bella nie erfahren, dass Emmett und ich mit dem Verkäufer abgemacht hatten, ihm die restlichen 4000$ zu bezahlen. Da die Mädchen ja nicht Mietfrei wohnen wollten, würden wir es ihnen halt so zurück zahlen. Wir brauchten das Geld nun wirklich nicht, da wir durch unsere Großeltern ein Vermögen geerbt hatten und als Anwälte auch gut verdienten.

Ich war froh, dass Bella scheinbar langsam wirklich Vertrauen zu mir fasste. Die Nächte mit ihr waren wunderschön und sie hatte mir auch vom Brief ihres Vaters erzählt. Ich war so verliebt in diese kleine und starke Frau und wollte sie am Liebsten vor allem Bösen beschützen. Solche Gefühle habe ich noch nie für eine Frau gehabt.

Während der Arbeit hatte ich die ganze Zeit ein Lächeln im Gesicht. Emmett und mein Vater zogen mich damit in der Pause auf und Carlisle fragte, wie es mit Bellas Scheidung lief. Da verzögerte sich leider alles, da Jacob Black die Unterlagen nicht unterschrieben hatte und nun ja verschwunden war.

Kurz vor Feierabend passierte Jessica dann ein Missgeschick. Sie stolperte, als sie eine volle Kaffeekanne in der Hand hielt und der ganze Kaffee verteilte sich über mein Hemd und meine Hose. „Oh Mr Cullen, das tut mir so leid." entschuldigte Jessica sich sofort. Ich atmete tief durch, um sie nicht anzuschreien. Dann sagte ich: „Schon gut Jessica, es war ja keine Absicht. Jetzt muss ich wohl nach Hause mich umziehen, eh ich Bella abhole." Den Satz hörte Emmett, der gerade das Büro betrat. Er sah mich an und lachte. „War heute morgen keine Zeit zum Duschen, dass du jetzt den Kaffee dafür nehmen musst?" Ich sah ihn böse an: „Spar dir deine blöden Sprüche Emmett, ich habe Bella versprochen sie abzuholen und komme nun zu spät, weil ich mich erst umziehen muss."

„Ich habe meine Trainingstasche hier im Büro, wenn es dir nichts ausmacht kannst du die Sachen anziehen. Die sind zwar nicht schön, aber trocken." Ich zog den grauen Trainingsanzug an, er saß wirklich schlecht da Emmett größer und breiter als ich war, aber immerhin war er trocken.

Ich lief schnell zu meinem Auto und fuhr zu Bellas Schule. Leider war wohl gerade Abholzeit und ich fand nur einen Parkplatz etwas weiter weg. Ich lief zur Schule, dort wartete Bella schon mit Leah auf mich. „Hallo Bella." lächelte ich sie an, „Tut mir wirklich leid, dass ich zu spät bin. Heute war nicht mein Tag." Sie lächelte zurück und gab mir einen schnellen Kuss zur Begrüßung. „Kann doch mal vorkommen. Wollen wir los?" fragte sie. Ich nickte und nahm ihr die Babyschale ab. „Bis morgen Mr Smith." grüßte Bella höflich im Vorbeigehen. Der Mann sah sie komisch an. „Wiedersehen Mrs Black." erwiderte er aber höflich.

„Als wir ein paar Schritte gegangen waren fragte Bella: „Was hast du da überhaupt an? So habe ich dich ja noch nie gesehen." Ich erzählte ihr wie es dazu gekommen war, dass ich in Emmetts Sportklamotten rumlief. Dann stiegen wir in mein Auto und fuhren zum Autohändler um ihren Volvo abzuholen.

Ich wartete gerade mit Leah auf Bella, die die Papiere für das Auto aus dem Büro holte, als Tanya vorbeifuhr, mich sah und anhielt. Oh man das konnte unschön werden. Sie kam natürlich auch gleich zu mir und rief: „Eddie, was für ein Zufall. Ich habe dich so vermisst." Ich stöhnte. Jetzt fing sie schon wieder so an. „Tanya, begreife endlich, dass es aus ist!" versuchte ich sie abzublocken. Da sah sie Leah und fing an zu keifen: „Ein Baby? Du hast ein Baby? Hast du mich etwa betrogen?"

Ich verdrehte die Augen. „Leah ist nicht mein Baby." sagte ich ruhig. „Aber ich habe mich in ihre Mutter verliebt und vielleicht begreifst du es jetzt, dass du keine Chance mehr bei mir hast."

Bellas PoV:

Als ich aus dem Büro des Autohauses kam, stand Edward dort mit einer wunderschönen Blondine und die schien ziemlich vertraut mit ihm zu sein. Er allerdings machte ihr klar, dass er nichts von ihr wollte und erzählte sogar, dass er in mich verliebt war. Mein Selbstbewusstsein, dass bei ihrem Anblick in ein Erdloch gekrochen war, kam wieder zum Vorschein.

Ich ging auf die Beiden zu. Edward sah mich kommen und lächelte, dann sagte er: „Da bist du ja wieder, alles klar gegangen? Das hier ist übrigens Tanya, mein Exfreundin. Tanya, das ist Isabella, meine Freundin." Tanya sah mich giftig an. Dann sagte sie doch tatsächlich: „Mal sehen wie lange DU seine Freundin bist." und dann sagte sie zu Edward: „Ich kann warten bis du sie über hast und wenn du unbedingt ein Gör willst können wir eins adoptieren." Ich war wirklich sprachlos und Edward lief rot an vor Wut. Dann zischte er: „Ich will dich nie wieder sehen Tanya, dein benehmen ist unmöglich. Wie kannst du nur so mit Bella reden." Dann nahm er die Babyschale und Griff nach meinem Arm: „Komm Schatz, wir gehen." Dann führte er mich zu meinem Auto und schnallte Leahs Sitz an. „Lass uns nach Hause fahren und diese unschöne Begegnung vergessen." Eh er zu seinem Auto ging gab er mir noch einen Kuss.

Er fuhr hinter mir her zum Haus, dann bat er mich, kurz noch mit in seine zukünftige Wohnung zu kommen. Ich war schon gespannt sie zu sehen, da ich wusste, dass Alice und Esme wirklich fleißig gewesen sind die letzten Tage. Er öffnete die Tür und zog mich gleich zu dem Zimmer, das unten Leahs Zimmer war. „Kannst du Leah bitte kurz abstellen? Sie schläft ja." fragte er. Ich tat es und sah ihn fragend an: „Und jetzt?" Er sah mich bittend an: „Schließ bitte kurz die Augen. Ich führe dich dann ins Zimmer und sage dir wenn du sie wieder öffnen kannst." Ich lächelte: „Ok!"

„Aber nicht mogeln." bat er. Ich schloss also brav meine Augen und ließ mich von ihm ins Zimmer führen, dann bat er mich die Augen zu öffnen und ich stand fassungslos da. Das Zimmer sah ganz genauso aus wie Leahs Zimmer in unserer Wohnung, jedes Bild an der Wand, die Möbel und sogar das Mobile am Bett. Edward sah mich erwartungsvoll an: „Und was sagst du dazu?"

„Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Ein eigenes Zimmer für Leah?" ich war etwas überfordert mit der Situation.

„Hey ganz ruhig. Du sollst nicht gleich bei mir einziehen, aber ich möchte dass du mich möglichst oft besuchst und so kann Leah mit und bemerkt hoffentlich gar nicht, dass das eine fremde Umgebung ist." beruhigte er mich.

Ich fiel ihn um den Hals „Danke." und dann küsste ich ihn. So etwas hatte noch niemand für mich und Leah getan.