35 - Das Feuer der Verfeinerung
Hermine war aus dem Garten geflüchtet. Zumindest war sie mit zügigen Schritten davon gegangen - Snape floh nicht und sie war noch geistesgegenwärtig genug sich ins Bewusstsein zu rufen, dass der Leiter des Slytherin-Hauses nicht durch die Schule laufen durfte wie ein hysterischen Schulkind. Nicht einmal für Dumbledore konnte sie sich der brodelnden Masse Teenager-Hormonen, die die große Halle zur Zeit durchdrang, noch einmal stellen. Für diesen einen Abend musste die Disziplin in Hogwarts ohne die Hilfe von Professor Snape aufrecht-erhalten werden. Sie musste dringend zurück in ihre Räume um einen ruhigen Platz zu finden, an dem sie ihre Gedanken ordnen und sich klar darüber werden konnte, was sie da eigentlich gerade getan hatte.
Schnell ging sie durch den inzwischen vertrauten Korridor zu den Kerkern, die Stirn gefurcht in dem Bemühen ganz wie Snape zu wirken, den Eindruck von gesammelter Energie der sie normalerweise ohnehin schon umgab, unbewusst durch ihre Besorgnis und Versunkenheit noch verstärkend. Ihr Benehmen reichte aus, um jeden Schüler zu Tode zu erschrecken, der dumm genug gewesen wäre, Snape's gewöhnliche Strecke nicht zu meiden; aber die Ironie des Ganzen war eigentlich, dass hinter jeder Statue eine Orgie der Hufflepuffs hätte stattfinden können und sie hätte nichts gemerkt, so sehr war sie eingesponnen in den Treibsand ihrer eigenen Verwirrung.
Glücklicherweise wachte eine gütige Göttin über sie und so erreichte sie ihre Räume, ohne irgendeine offensichtliche Übertretung der Schulregeln übersehen zu haben; etwas, was vermutlich mehr Bemerkungen hervorgerufen hätte als alles andere, was sie hätte tun können - nun, ausgenommen vielleicht das, was sie gerade beabsichtigte . ..
Automatisch hob sie die Verschlusszauber auf, fühlte die Erleichterung, als sich die Tür hinter ihr mit einem sanften Klick schloss, die Schule hinter sich lassend; sie bewegte sich sicher und selbstverständlich zwischen den Möbeln, als ob dieses jetzt wirklich ihre Räume wären. Das Feuer war in ihrer Abwesenheit angezündet worden und verbreitete eine angenehme Wärme. Hermine ging näher, lehnte sich an die Wand des Kamins und atmete tief ein und aus, um die Februar-Kälte zu vertreiben und um ihre eigenen aufgewühlten Gedanken zu beruhigen.
Der Geruch der Nacht hing noch immer in ihrer Robe und führte sie unmittelbar zurück zu dem Gespräch im Garten. Sie hatte ihn nach dem Ball in ihre Räume eingeladen. Oder zumindest hatte sie vorgeschlagen, dass er noch einmal vorbeikommen sollte um die Versuchsreihen zu kontrollieren. Was glaubte er wohl, was sie meinte? Hatte er das als Einladung zur weiteren Arbeit an den Tränken aufgefasst oder dachte er vielleicht, dass mehr dahinter steckte? Angenommen sie hatte ihn falsch verstanden? Angenommen sie irrte sich? Angenommen ...
Hermine schüttelte ihren Kopf energisch, als ob diese Bewegung ihre wilden Gedanken bändigen könnten, herunterschütteln, wie das Quecksilber in einem Thermometer. Sie zitterte und versuchte sich selber einzureden, das Kälte der Grund war, das er in das Arbeitszimmer kommen würde und einfach die Kessel kontrollieren, das er gar nicht würde kommen wollen - nicht würde kommen können , dass es einfach zu kompliziert war, dass es ihr egal war. Sie fuhr mit ihren Händen durch die Haare, brachte es damit noch mehr in Unordnung als gewöhnlich und entfernte sich vom Feuer, ging über den Teppich auf die andere Seite, aber ihre Gedanken kamen mit ihr. Sie fuhr sich ein weiteres Mal durchs Haar, verzwirbelte es noch mehr und hörte auf mit dem hin und herlaufen. Es war völlig sinnlos sich selber einzureden, das es egal wäre, wenn die Enge in ihrer Brust und ihrer Kehle und ihrer Leisten eine ganz andere Geschichte erzählten.
Was viel wichtiger war, hatte er vielleicht seine Meinung geändert in der Zeit zwischen Ihrem Gespräch und dem Verlassen des Balles?
Schon die versuchsweise Annäherung an diesen Gedanken, schnürte ihr die Kehle zu und ließ ihre Augen brennen. Sie biss sich auf die Lippe, ärgerlich über sich selbst, dass sie dieses pubertäre Drama zuließ. Wenn - falls überhaupt - er kam, würde sie ruhig sein, sie würde ihm Tee anbieten, sie würden darüber reden wie zwei Erwachsene und würden eine vernünftige Lösung für ihr weiteres Vorgehen finden.
Sie bewegte sich zurück zum Feuer, brachte ihr Haar ein drittes Mal innerhalb kurzer Zeit durcheinander und fing an, sich die Worte zurecht zu legen, die sie sagen würde.
Sie war ungefähr bis zur Hälfte gekommen, als es leicht an die Tür klopfte. Eine Veränderung der Atmosphäre, ein Dufthauch, zu fein um ihn zu bestimmen, das Bewusstsein, dass er im Raum war. Sie drehte sich ihm zu, die Einladung zum Tee vorbereitet und fertig auf ihrer Zunge und stellte fest, dass andere Instinkte, tiefer und kraftvoller als der Verstand, bereits ihre Beine in seine Richtung in Bewegung gesetzt hatten. Während dieser paar Schritte auf ihn zu, nahm sie sein Gesicht in sich auf, blass mit roten Flecken auf den Wangen, seine Lippen leicht geöffnet, die Zunge hervorschießend um sie anzufeuchten, seine Augen umschattet, als ob er sich nicht sicher war, wie er empfangen werden würde. Als sie ihn erreichte, legte sie ihre Arme um ihn, zog ihn an sich, ihr Mund blind den seinen suchend, jede Aussicht auf eine sachliche Aussprache wurde hinweggewischt von anderen, wichtigeren Bedürfnissen.
Mitten in Snape's Wohnzimmer schmiegte sie sich an ihn, Körper an Körper, alles um sich herum vergessend und nur noch seinen Mund auf ihrem fühlend; sich unter ihrem Kuss öffnend, berührte seine Zunge sacht ihren Mund, sanft, fast als würde er um die Erlaubnis bitten, fortzufahren. Und sie erwiderte seine Berührung, genauso sanft, ließ ihre Zunge über seine gleiten und in seinen offenen Mund hinein, wozu Victor sie einmal ermutigt hatte, aber es war ein flüchtiger Gedanke und das damals hatte keinerlei Ähnlichkeit mit diesem hier, nicht dieser Sturm von Geschmack und Berührung und Geruch der ihre Sinne einnahm und das Blut zu dem Platz zwischen ihren Beinen jagte. Sie spürte wie Snape sich an sie drängte und wie ein Blitzstoß schossen Empfindungen durch ihren Körper und direkt in ihren Schoß. Ganz von allein entstand ein gedämpfter Laut tief in ihrer Kehle und ihr wurde bewusst, dass sie eindeutig hart wurde.
Ob er ihre Erregung bemerkt hatte oder ob der Laut ihn verunsicherte, wusste sie nicht, aber er löste sich von ihr und trat zurück, sah sie einfach an, seine Hände immer noch auf ihren Armen, sanft streichelnd. Sein Gesicht war gerötet und er atmete schwer, aber er machte nicht den Eindruck, als ob er etwas sagen wollte. Sie wusste, dies war der Punkt an dem alles noch zu stoppen war. Sie könnte ihn bitten zu gehen und er würde sich einfach zurückziehen. Oder er könnte sich abwenden, verlegen irgendwelche Entschuldigungen murmelnd und sie würde nichts tun, um ihn aufzuhalten. Aber sie war nicht gewillt diesen Schritt zu tun, die jenige zu sein, die den Schritt zurück über die Grenze von Sicherheit und Verstand machte. Er hob eine Hand von ihrem Arm und streichelte über die Seite ihres Gesichtes, zeichnete die Konturen ihres Wangenknochens nach und strich über ihren Mund. Sie griff nach seiner Hand, presste seine Fingerspitzen an ihre Lippen und fuhr mit ihrer Zunge an der Innenseite der Finger entlang. Seine Lider flatterten und schlossen sich kurz über den Augen.
Offensichtlich wollte er dieses genauso wenig beenden wie sie.
Sie hob ihre andere Hand und legte sie um seine Wange. Die Haut fühlte sich weicher an, als sie sie in Erinnerung hatte und irgendwie fremder. Er befeuchtete wieder seine Lippen.
„Hermine", sagte er leise, in einem Ton der auch eine Frage sein konnte.
„Es ist in Ordnung," erwiderte sie, wissend, dass er eine Antwort brauchte und sich gleichzeitig unangenehm des Drucks in ihrer Leiste bewusst war.
Er wandte seinen Kopf um ihre Hand zu küssen und sie fühlte seine Zunge ihr Fleisch kosten, so wie sie vorher seins gekostet hatte.
Und keine weiteren Worte, keine Aussprache war mehr nötig zwischen ihnen. In stiller Übereinkunft bewegten sie sich in Richtung des Schlafzimmers, ohne zu sprechen, ohne die Hände voneinander zu nehmen. Im Zimmer sprach Hermine ein einziges Wort und sanftes Licht umgab sie. Sie fühlte sich plötzlich unsicher, absurd, in Anbetracht dessen, was gerade eben zwischen ihnen geschehen war. Aber jetzt, jetzt wo sie mit Sicherheit den Punkt erreicht hatten, an dem es kein zurück mehr gab, jetzt war sie unsicher, wie sie den nächsten Schritt machen sollte ohne es zu verderben; zum ersten Mal in ihrem Leben wusste sie nicht wie sie eine Frage stellen sollte, oder ob überhaupt. Sie schluckte nervös, fragte sich, ob es etwas gäbe, was sie jetzt sagen oder tun sollte. Fragte sich, ob es so was wie eine ungeschriebene Regel gab, die besagte, dass der Mann den ersten Schritt machen muss. Snape selber war keine Hilfe; er betrachtete sie mit der gleichen gespannten Aufmerksamkeit wie er sie auch beim Zubereiten eines Trankes an den Tag legte.
Scharf trat es in ihr Bewusstsein, wie der Stoff der Hose über ihr Glied rieb und wie trocken ihr Mund war, sie machte ein kleinen Schritt vorwärts und legte vorsichtig ihren Mund auf seinen.
Und es war, als ob etwas befreit worden war. Snape's Arm umfasste sie und wieder vergaß sie alles um sich her, während sie seinen Mund erkundete. Aber diesmal war sein Mund nicht genug; sie wollte seinen Körper erkunden - ihren Körper. Schließlich war es genau das, wovon sie in den letzten Monaten geträumt hatte. Ohne den Kuss zu unterbrechen, wich sie soweit zurück, dass sie Snape's Jackenknöpfe erreichen konnte. Sie tastete ein bisschen umher und erschrak etwas, als er sich bewegte, um es ihr leichter zu machen.
Zusammen schafften sie es, die Jacke zu öffnen und sie fuhr mit ihrer Hand über den seidigen Stoff der Weste, die er darunter trug, und umfasste eine seiner Brüste. Der Stoff rutschte unter ihren Fingern und sie fühlte etwas Hartes darunter - seine Brustwarze. Hermine hatte das Gefühl luxuriösen Stoffes auf ihrer Haut immer sehr genossen und wenn sie an Snape's Vorliebe für Kaschmir dachte, so schien er diese Vorliebe zu teilen. Zart drückte sie den Nippel durch den Stoff und wurde mit einem undeutlichen Laut belohnt, der irgendwie in direkter Verbindung zu ihrem Schoß stand. Sie erbebte und trat zurück, ihn mit sich zum Bett ziehend.
Mehr Ermunterung benötigte er nicht. In der kurzen Spanne zwischen Senkrechter und Horizontaler gelang es ihr die Lehrerrobe und das Jacket abzustreifen und die Stiefel weg zu schießen. Sie hatte nicht das Gefühl, dass Snape auch nur eine Sekunde seine Hände von ihr genommen hätte und doch trug auch er nur noch das Seidentop und die Hosen als er sich neben sie legte.
Und dann verlor sie sich völlig in dem Gefühl ihn zu erkunden, Hände und Lippen wanderten über sein Gesicht, seine Schultern, seinen Kopf. Mit einer Hand schob sie das Top nach oben, das er trug und er kam ihr mit einer Bewegung entgegen und ermöglichte es ihr so, es ihm über den Kopf zu ziehen. Seine Reaktionen auf das was sie tat, waren nicht zu übersehen; hart drückten sich seine Brustwarzen durch den dünnen Stoff des Büstenhalters. Zart, fast neugierig, fuhr sie mit ihren Fingern über den Stoff, über den harten Punkt darunter. Snape schauderte und hob sich ihr entgegen und unbewusst lächelte sie.
In dem Sommer ihres vierten Jahres in Hogwarts hatte Hermine ein gewisses Maß an praktischer Forschung auf dem Feld der internationalen, zwischenmenschlichen Beziehungen mit einem Victor Krum betreiben können. Nun ja, es war sozusagen nur ein Kurzzeit-Projekt gewesen und seither hatte sich nicht wirklich eine neue Gelegenheit ergeben; die Aufgabe Harry und Ron am Leben zu halten, zum Beispiel, kam immer dazwischen. Aber das und einige genaueste Untersuchungen ihres eigenen Körpers hatten ihr eine klare Vorstellung davon vermittelt, was sich gut anfühlte. Sie umfasste wieder Snape's Brust mit einer Hand und drückte sie zärtlich. Als er sich ihrer Hand entgegen schob, fuhr sie mit der anderen Hand am Saum seines BH's entlang bis sie zum Verschluss kam. Mit großer Gewandtheit, erworben in vielen Jahren praktischer Erfahrung, schnippste sie den Verschluss auf und zog das Stoffteil weg.
Sie zog ihren Finger über das nun nackte Fleisch und dieses Mal wimmerte er. Dieser Laut fand seine direkte Resonanz in ihrem Schoß und sie musste sich zusammen nehmen um sich nicht dort zu berühren; sie wollte nicht, das dies schon vorbei wäre, nicht so schnell. Sie streichelte Snape wieder, umkreiste seine Brustwarzen, gab sich dem Gefühl der Vertrautheit mit diesem Körper hin, wusste, wie es sich anfühlen sollte, ohne es wirklich zu wissen;
Sie hatte mit Victor erste Erfahrungen gesammelt, aber es war nie über einige Berührungen und Küsse hinaus gegangen, das hieß, sie war noch Jungfrau. Aber sie hatte einige sehr bestimmte und detaillierte Vorstellungen davon wie ihr erstes Mal sein sollte und es wurde ihr schockartig bewusst, das sie hier die perfekte Chance hatte, dieses Szenario genau nach ihren Wünschen gestalten zu können; die ultimative Umsetzung ihrer erotischen Phantasien. Eine Welle der Begierde floss durch sie hindurch, als sie ihren eigenen Körper ansah; plötzlich wollte sie ihn besitzen, von innen wie von außen, wollte ihn äußerlich erfahren, wie sie es niemals wieder würde tun können, wenn die Alraunen erst einmal fertig waren.
Sie neigte ihren Kopf und küsste das zarte Fleisch von Snape's Busen, schmeckte die Haut, sinnliche Empfindungen gefiltert durch Geschmacksknospen die nicht zum gleichen Körper gehörten. Mit jedem kleinen Kuss näherte sie sich seinem Nippel und nahm ihn dann in ihren Mund, ließ ihre Zungenspitze seine Knospe umspielen, hart inmitten soviel Weichheit. Es war ihr niemals aufgefallen, wie weich ihr Körper war, dachte sie, während ihre Hand über die enthüllte Haut glitt, noch, in welchem Kontrast diese kleinen harten Punkte dazu standen.
Snape's Hände wanderten jetzt über ihren Körper, verborgen unter dem Hemd, das sie immer noch an hatte, wanderten über ihren Rücken, folgten ihren Muskeln, griffen fester zu, als sie saugte und einmal, als sie ihren Kopf etwas anhob und den feuchten Nippel versuchsweise anpustete, blieb ihm für einen Moment die Luft weg. Sie beugte sich nun über den anderen Nippel, eine seiner Hände vergrub sich in ihren Haaren und zog ihren Kopf voll Verlangen noch näher heran. Das Kratzen des Stoffes auf ihrer Haut wurde unerträglich und sie musste es sofort loswerden; ganz sicher, wenn dies so ablaufen sollte, wie in ihrer Phantasie.
Sie hob ihren Kopf und kam dann soweit hoch, dass sie die Manschetten ihres Hemdes öffnen konnte - die oberen Knöpfe waren wundersamerweise bereits offen - und zog sich das ganze Teil über den Kopf. Sie beugte sich wieder hinab, um dort weiterzumachen, wo sie aufgehört hatte, wurde aber von seinen Händen auf ihrer Brust gestoppt, deren Handflächen über ihre Brustmuskeln strichen und ihre eigenen Brustwarzen streiften und oh! - wie ein elektrischer Schlag fuhr es direkt in ihre Leisten und ließen ihre Hüfte zucken. Sie schloss ihre Augen während die Hände sie weiter streichelten, gefolgt von seinem Mund; ein Nippel wurde umfangen von feuchter Wärme, wurde gereizt und gezogen und angepustet und entlockte ihr gedämpfte Laute aus den tiefsten Tiefen ihres Körpers.
Die Erregung in ihren Leisten war jetzt fast schmerzhaft und ihr Verstand wurde zunehmend eingehüllt von einem überwältigendem männlichen Verlangen. Eine andere, reflexartige Bewegung als Reaktion auf Snape's Mund machte ihr klar, dass sie ihre Kleidung loswerden musste, wenn sie sich nicht total zum Narren machen wollte. Mit einer Hand griff sie nach unten, um sich die Hose auszuziehen. Als ob das ein Signal gewesen wäre, drehte sich Snape etwas zur Seite und tat dasselbe. Endlich nackt, war ihre Erektion sichtbar, hart und dunkel, irgendwie war sie überrascht, dass es nicht sichtbar pulsierte. Angetrieben von ihrem eigenen Verlangen und einer rasenden männlichen Gier, dazu entschlossen, es so gut zu machen, wie sie nur konnte, beugte sie sich über Snape um wieder eine seiner Brüste zu küssen und fuhr mit einer Hand an seinem Bauch hinunter zu den dunklen Locken zwischen seinen Beinen. So sollte es sein, dachte sie; eine Hand streichelt den gewölbten Bauch, bürstet durch die Locken und tastendende Finger suchen den gewissen kleinen Punkt, von dem sie wusste, dass er da war.
Ja, da war er, eine wie eine kleine, harte Insel eingehüllt in weiche, feuchte Wärme. Sie strich darüber, ihre Finger glitten über die Feuchtigkeit, wissend, wie sich das für ihn anfühlen würde, wie dieses überwältigende Gefühl ihn hinaufwirbeln würde, genauso wie es das mit ihr gemacht hätte. Es gab keinen Unterschied mehr zwischen ihr und ihm, Lehrer und Schülerin - und wer war wer in dieser verworrenen Situation - war sie Severus oder Hermine oder beide? Sie verstärkte den Rhythmus und den Druck ihrer Hand , lang vertrautes Streicheln, spielen mit dem Gewebe, die Reaktion von Snapes Körper fühlend. Er wimmerte leise, ein Laut der irgendwie fremdartig klang, eine Reaktion die sie niemals bei sich selber hervorgerufen hatte.
Es brachte sie gefährlich nahe an den Rand ihrer Selbstkontrolle, ungeachtet dessen, dass sie diesen Moment verlängern wollte, soviel herausholen wollte, wie sie konnte. Mehr ihrem Instinkt als irgend einem Wissen folgend, schob sie ihren Körper so, dass sie über ihm war, auf ihn herab schauend, den Anblick seines rosig überhauchten Körper in sich aufnehmend, die Augen blicklos und die Iris so geweitet, dass sie so schwarz waren, wie ihre eigenen. Sie schloss ihre Augen, versuchte ihre Atmung zu beruhigen und sogar jetzt noch die Kontrolle über ihren Körper zu behalten.
„Hermine?" Die Frage kam gepresst, von weit her, als ob er Schwierigkeiten hätte zu sprechen. Sie öffnete ihre Augen wieder und begegnete seinem starren Blick. „Bist Du ... ich meine ... bin ich...?" Er verlor den Faden, offensichtlich verlegen.
Es schnürte ihr die Kehle zu. Er hatte daran gedacht zu fragen. Und dann kam ihr der Gedanke, dass er sich ja mit diesem Thema auseinandersetzen musste, nicht sie.
„Ja", flüsterte sie. „Aber es wird nur ganz kurz weh tun. Alles wird gut gehen, ich verspreche es."
Sie hatte keine Ahnung, ob das eigentlich richtig war oder nicht, aber es schien wichtig zu sein, ihm das zu versichern. Welches wieder zu einer anderen Überlegung führte. Sie kannte ihre eigenen Erfahrungen, beziehungsweise ihr Nicht-Vorhandensein, aber sie wusste nichts von Snape's und es war irgendwie nicht der richtige Moment jetzt darüber zu sprechen, da er sich offensichtlich schwer tat, darüber zu sprechen. Ein Mann in seinem Alter musste einfach schon einige Erfahrungen haben, nahm sie an, obwohl sie ganz sicher nicht darüber nachdenken würde, wo er diese Erfahrungen gesammelt hatte. Sein Körper würde erinnern, was sie nicht wusste, beschloss sie, genauso wie beim Fliegen und Tanzen.
„Es ist wie Fahrrad fahren," dachte sie mit einem unwirklichen Gefühl, „man vergisst es nie."
„Ich bin noch nie Fahrrad gefahren, Hermine," kam die gemurmelte Antwort.
Sie schrak etwas zusammen; sie hatte gar nicht gemerkt, dass sie laut gesprochen hatte. Aber sie war viel zu sehr beschäftigt mit ihre Begierde und ihrer Lust um sich mit dieser Bemerkung weiter zu beschäftigen - sicherlich hatte er es bildlich gemeint - und versicherte ihm noch einmal murmelnd, dass alles gut gehen werde, seinen Mund mit ihrem leicht berührend. Darauf vertrauend, dass ihr Körper schon wisse, was zu tun sei, brachte sie ihn in die richtige Position und fühlte Feuer durch sich hindurchrasen als Snape ihr Glied umfasste um sie zu führen.
Dieser Griff, fest und doch zärtlich, war es, der letztendlich ihre Selbstkontrolle niederriss; der Punkt, an dem körperliche Begierde jeden vernünftigen Gedanken beiseite wischt. Instinkt und Verlangen übernahmen die Führung und sie drang ein in die enge feuchte Hitze, durchstieß den Widerstand und versenkte sich tief in ihn, seinen erschrockenen Aufschrei bekam sie kaum mit. Die Reibung jagte Wellen der Lust tief in ihre Knochen hinein, nicht so wie bei ihren einsamen Erkundungen, viel intensiver, viel aufwühlender, viel .... es war einfach mehr. Sie spürte zwar den Körper unter sich, war aber nicht mehr in der Lage sich noch länger zurückzuhalten, sie stieß in die Dunkelheit hinein, nicht mehr länger auseinander-haltend wo sie endete und wo er begann. Sie fühlte ihr Herz in ihrer Brust schlagen und das Blut in ihren Ohren rauschen und die Fingernägel die sich in ihren Rücken bohrten und die Bewegung unter ihr, ihr entgegenkommend und sich ihrem Rhythmus anpassend, sie vorantreibend, bis da nichts anderes mehr war als er und sie und Klang und Geschmack und Berührung und Anspannung und Erlösung.
