Disclaimer: Die Urheberrechte an Harry Potter gehören JK Rowling, alles was zu Bleach gehört ist geistiges Eigentum von Tite Kubo. Mit Sicherheit sind da noch ein paar Verlage im Spiel, vor allem Bloomsbury Publishing (Harry Potter) und Shueisha (Bleach).

Die Idee zu dieser Geschichte stammt nicht von mir, sondern von Eradona. Das hier ist eine Übersetzung, für die ich ihre Erlaubnis habe. Ihr findet das Original unter "www. fanfiction (.net)/ s/ 7197392/ 1/ Harry-Potter-and-the-Order-of-the-Bleached-Phoenix" (ohne Klammern, Leer- und Anführungszeichen).

Anmerkung zum Textformat:
||Die Charaktere sprechen Japanisch||
:Zangetsu spricht:


Kapitel 37

Diese paar Momente verblüffter Stille waren unbezahlbar und den Eintrittspreis wert, wie Ichigo später sagen würde. Dumbridge war bekannt dafür, dass sie 'Halbblüter' nicht mochte, was der Grund dafür war, dass sie Hagrid und Werwölfe (wie Lupin) und andere Wesen in der Art verfolgte. Einen Zentauren direkt unter der Nase zu haben... sie waren sich ziemlich sicher, dass Dumbledore das mit Absicht getan hatte.

Es gab einen Nachteil... was die Shinigami später durch Momo heraus fanden. Zentauren waren echte Seher und Propheten, keine Schwindler wie Professor Trelawney. Während der gesamten ersten Unterrichtsstunde bei ihm, warf Firenze ihr verwirrte Blicke zu, als ob er nicht ganz schlau aus ihr werden würde...

"Es war sehr seltsam", sagte sie ihnen allen später. Also stellten Ichigo und Toshiro - mit Professor Dumbledores Segen - sicher, dass sie am Ende einer Unterrichtsstunde auf sie warteten. Ihre Theorie - wenn ein Shinigami vom Rang einer Vizekommandantin ihn stutzen ließ, was für eine Art Verwirrung würde wohl ein Paar Shinigami der Kommandanten-Klasse verursachen? Dies war etwas, das sie herausfinden mussten. Sie waren im Verbotenen Wald nicht lange in der Nähe der Zentauren gewesen, aber wer konnte sagen, dass sie nicht weggegangen waren und etwas herausgefunden hatten?

Sie hatten kein Problem damit, dass Momo nicht in der Klasse war als sie ankamen, da Firenze Momo oft ein paar Augenblicke länger als alle anderen da behielt... für den Versuch abzuschätzen, was genau sie war, dachten sie.

"Bist du bereit, Momo?" sagte Ichigo, indem er den Klassenraum betrat. Momo warf einen Blick zu ihm zurück, ihre Augen wurden groß, als sie Ichigo und Toshiro sah. Sie hatten ihr nicht gesagt, was sie vor hatten. Sie sah zu Firenze zurück, der mit genauso weit aufgerissenen Augen mit zitternden Beinen auf das Paar starrte. Sie nickte und flitzte von dem Zentauren weg und durch die Tür.

"Warten Sie!" rief Firenze aus, als Toshiro und Ichigo sich zum Gehen wendeten. Die beiden hielten inne und sahen neugierig zu ihm zurück. "Was... was sind Sie?" fragte er, die Stimme kaum mehr als ein Flüstern.

"Was wir sind?" wiederholte Ichigo stirnrunzelnd. "Das ist aber eine seltsame Frage..."

"Wir sind Schüler; genau wie alle anderen Schüler", stimmte Toshiro zu.

"Nein; nicht wie alle anderen Schüler. Ich kann nicht lesen, was Sie sind, aber Sie sind nicht - ganz bestimmt nicht - wie alle anderen Schüler an dieser Schule", er schüttelte den Kopf. "Es ist, als existierten Sie - außerhalb des Reichs der Sterne.."

Ichigo und Toshiro warfen sich einen Blick zu, ehe sie sich wieder dem Zentauren zuwandten. "Professor, vielleicht sollten Sie sich... hinlegen", sagte Toshiro sanft, als sie ihn verließen. Sie waren sich sehr bewusst, dass er ihnen zur Tür gefolgt war und beobachtete, wie sie den Flur hinunter gingen.

||Er kann uns nicht lesen...|| sagte Momo im Flüsterton. ||Bedeutet das, dass er weiter nachbohren wird?||

||Ich denke, wir geben besser Professor Dumbledore Bescheid... Er kann das unterbinden,|| seufzte Toshiro. ||Ich schleiche mich später hoch und sage es ihm.||

#

Als die Z.A.G.s näher rückten, versagten entweder die Bewältigungsmechanismen der Schüler, oder sie schalteten in den Schnellgang. Zeichen von Stress machten sich bemerkbar, sogar bei Schülern, die normalerweise so ruhig und gefasst waren wie Uryu. Sie hatten beschlossen, die Prüfungen abzulegen: Tatsuki erklärte, es wäre deswegen, weil sie sowieso dafür lernen mussten, also könnten sie die Prüfungen genauso gut schreiben. Ihre Prüfung in Japan fand praktisch in dem Moment statt, in dem sie nach Hause zurück kamen. Beruhigungstränke kamen allgemein in Gebrauch, und es kam beinahe täglich vor, dass ein weiterer Schüler in Tränen ausbrach.

"Ich frage mich wie sie reagieren wird, wenn die gesamte D.A. entweder ein E oder ein O in ihren Z.A.G.s erhält", sagte Ichigo während eines Treffens leise zu Harry. Harry schnaubte.

"Ich kann's nicht erwarten."

Sie übten endlich den Patronus-Zauber, und nichts konnte ihre Laune trüben, noch nicht einmal Harrys Warnung, dass es etwas ganz anderes war, einen unter Druck hervor zu bringen...

"Oh, sei nicht so ein Spaßverderber!" schalt ihn Cho, während sie ihren Schwan durch den Raum lenkte.

"Was wir brauchen ist ein Irrwicht oder etwas Ähnliches..." murrte Harry. Er hatte mit der Hilfe der Zwillinge und Ichigos gesucht, aber sie hatten im gesamten Schloss keinen einzigen finden können. Ichigo hatte es sogar geschafft, im Haus der Slytherins zu suchen - Harry hatte keine Ahnung, wie er das hinbekommen hatte. Offenbar waren alle Irrwichte hinaus befördert worden. Oder, wie Rukia flüsternd gesagt hatte, sie waren alle schreiend in die Nacht hinaus geflohen, um von Herrn Dumbridge wegzukommen. Sie vermuteten, dass es das Letztere war.

"Aber... das wäre gruselig..." Lavender hatte immer noch Mühe, ihrem Zauberstab mehr als einen Hauch zu entlocken, genau wie Neville. Hermines Patronus, ein Otter, tollte um sie herum, während Luna und Rukia Wettrennen 'Hase gegen Kaninchen' quer durch den ganzen Raum veranstalteten und dabei wie wild kicherten. Momos Schwalbe flog aufsteigende und herabstürzend von einem Ende des Raums zum anderen; während Toshiros Drache - seine Freunde waren aus irgendeinem Grund in Gelächter ausgebrochen, als sie ihn gesehen hatten - sich schützend um ihn gerollt hatte und ein finsteres Gesicht zog, wann immer ein anderer Patronus zu nahe kam. Ginny hatte ein Pferd, während Uryu ebenfalls eine Art Vogel hatte - Harry dachte, dass es möglicherweise ein Spatz war, aber das verdammte Ding blieb nie lange genug still, dass man es gründlich ansehen konnte. Mizuiros Maus huschte hin und her und Tatsuki - nun, nur sie hätte ein Känguru hervorbringen können. Rons Hund jagte fröhlich allen anderen Patronus-Gestalten hinterher, obwohl er zu dem Drachen wohlweislich Abstand hielt.

Die größte Enttäuschung, dachte Harry, war Ichigo, der es noch nicht einmal geschafft hatte, auch nur einen Hauch von silbernem Dunst am Ende seines Zauberstabs erscheinen zu lassen.

Glückliche Gedanken, überlegte Harry, und erinnerte sich, wie schwierig es für ihn gewesen war, einen zu finden der stark genug gewesen war, um zu funktionieren. Vielleicht war das das Problem. Er sah, wie Rukia dorthin ging, wo Ichigo an der Wand lehnte und mit finsterer Miene auf seinen Zauberstab starrte. Sie fing an, leise mit ihm zu reden, während die anderen alle mit einiger Besorgnis zusahen.

Gut, dachte er. Vielleicht kann sie ihm helfen. Alle hatten inne gehalten um jetzt zuzusehen, als Ichigo es noch einmal versuchte. Was auch immer sie gesagt hatte, hatte ihn tatsächlich erröten lassen, und sie hielt seine linke Hand...

"Etwas passiert", murmelte Dean. Ichigos Zauberstab glühte - aber seltsam. Eine große Kugel aus Licht bewegte sich langsam an Ichigos Zauberstab hinunter, als würde sie zögern, sich zu zeigen.

"Er sieht - verstopft aus", merkte Ron verwirrt an. Harry verdrehte die Augen, er hasste es aber zugeben zu müssen, dass sein Freund tatsächlich Recht hatte. Die Kugel bewegte sich langsam, alle hielten den Atem an und warteten... und warteten... Es gab ein Geräusch, beinahe wie ein Rülpsen, als die Kugel endlich aus dem Zauberstab hervorbrach, in der Luft hing und sich dort ausdehnte und Gestalt annahm.

Es begann bei den Füßen: Große, mit Krallen bewehrte Füße. Dann entwickelte es einen Schwanz...

Ichigo fühlte, wie seine Augen groß wurden. Oh, Hölle nein! dachte er in Panik. Nein, nein, nein, nein, nein, nein! Er hat keinen Weg gefunden auszubrechen... Er sah, wie Uryus Augen sich weiteten; er war der Einzige, der jemals die Resurreción seines inneren Hollows gesehen hatte... Und er dachte genau dasselbe wie Ichigo - das er einen Weg nach draußen gefunden hatte.

:Entspann dich, Ichigo,: sagte Zangetsu ruhig. :Er ist es nicht. Er hat versucht, die Form zu beeinflussen, aber ich habe etwas anderes aus deiner Erinnerung genommen und es überlagert.:

Er seufzte erleichtert bei den beruhigenden Worten seines Zanpakutos.

"Was... ist das?" fragte Seamus verblüfft. Es war sein erstes Treffen. Die Gestalt war erst halb fertig, alle sahen immer noch zu und warteten darauf, dass es seine endgültige Form annahm. Es war Tatsuki, die sich zuerst denken konnte was es war und anfing zu lachen - so heftig, dass sie sich auf den Boden setzen musste.

"Dass ist das letzte Mal, dass wir zulassen, dass dich Keigo ins Kino schleppt", feixte sie, während sie zusah, wie sich Kämme auf Schwanz und Rücken bildeten. Mizuiro leistete ihr bald Gesellschaft.

"Ehm - okay. Ich geb's auf", Fred schüttelte verblüfft den Kopf. Das war definitiv das Seltsamste, was er jemals gesehen hatte.

Harry fing ebenfalls zu lachen an, als es fertig war, Gestalt anzunehmen, und er begriff, dass die einzigen, die genau wissen würden, was Ichigos Patronus war - Muggelgeborene waren. Er hatte es gewusst, hatte das Gefühl gehabt, dass es übertrieben sein würde, und er hatte Recht behalten.

"Was ist das? Ein Dinosaurier?" fragte jemand.

"Nur du, Kurosaki", Uryu schüttelte den Kopf, mit einem schwachen Ausdruck der Erleichterung auf dem Gesicht. "Nur du."

Ichigo zuckte die Schultern. Es schien ihm etwas peinlich zu sein. Nun, dachte er, als die Gestalt mehrere Schritte machte, wenigstens erschütterte es nicht das gesamte Schloss, wie es das 'Original' tun würde...

"Ehm, es ist ein Filmmonster."

"Oh, ich dachte es wäre ein Dinosaurier, oder ein Drache, wie der von Toshiro..."

"Nein - das ist Godzilla", Harry schüttelte grinsend den Kopf.

"Tatsächlich heißt er eigentlich Gojira. Aber wir wollen nicht kleinlich sein", Ichigo kratzte sich am Kopf. Sogar einige der als Zauberer aufgewachsenen hatten wenigstens davon gehört, selbst wenn sie ihn nicht erkannten. (1)

"Wenn er jedes Mal so langsam hervor kommt, bin ich tot, ehe er halb den Zauberstab herunter gekommen ist", murmelte Ichigo und ließ sich an der Mauer hinunter gleiten, bis er auf dem Boden saß. Ihn heraus zu zwingen war kraftraubend gewesen.

:Keine Sorge, das nächste Mal wird es viel schneller gehen. Dieses Mal hat es so lange gedauert, weil wir uns über die Gestalt gestritten haben.: Eine Pause trat ein. :Aber dein Zauberstab kennt sie jetzt und wird sie beim nächsten Mal automatisch hervor bringen.:

Ichigo knurrte leise. Er wusste, dass er den Bastard nicht von einem Kaninchen in seine eigene Gestalt hätte zurückverwandeln sollen, aber er dachte, er hätte seine Lektion gelernt... Offensichtlich nicht. Es schien so, als müsste er zurück in seine Innere Welt gehen und dem Hollow noch ein bisschen in den Hintern treten...

"Na gut, jetzt..."

Die Tür öffnete sich, Harry drehte sich um und sah Dobby auf sich zu eilen. Der Hauself sah beunruhigt aus.

"Was ist los, Dobby?"

Seine Augen waren vor Angst geweitet und er zitterte schrecklich. Alle waren still geworden und starrten ihn an, die Patronusse verbannt und vergessen - sogar Godzilla.

"Harry Potter Sir..." quietschte der Elf, wobei er fast wie Professor Flitwick klang. "Dobby ist gekommen Sie zu warnen... aber den Hauselfen wurde befohlen nichts zu sagen..." er versuchte, die Hände ringend mit dem Kopf voran gegen eine Wand zu laufen; Harry versuchte ihn zu ergreifen, genau wie Ichigo, aber er prallte ab, was mehrere Mädchen aufkreischen ließ.

"Dobby, was gibt es? Was ist passiert?" Die beiden hielten ihn fest um ihn daran zu hindern, sich selber weh zu tun.

"Dobby - jemand hat dir befohlen, Harry nichts von etwas zu sagen?" fragte ihn Ichigo. Der Elf nickte unglücklich. "Hat diese Person dir befohlen, es niemandem anderen zu sagen?"

Der Elf starrte Ichigo blinzelnd an, warf dann Harry einen Blick zu, dann Ichigo und dann wieder Harry. Er schaute endlich wieder Ichigo kopfschüttelnd an. Nun, der Ersatzshinigami sah zu Uryu hinüber, der einmal nickte. Da hatte jemand ein ziemlich großes Schlupfloch hinterlassen...

"Sie... sie..."

"Wer ist 'sie', Dobby?" fragte Ichigo und kniete sich vor den verstörten Hauselfen. Dobby formte etwas mit den Lippen, damit Harry es nicht hören konnte; Ichigo fühlte, wie er blass wurde.

"Dumbridge?" wiederholte er entsetzt. Dobby nickte hektisch. "Sie - hat doch nichts über das hier - uns - herausgefunden, oder doch?" Dobby nickte wieder. "Kommt sie?"

"Ja, Sir."

Ichigo sah zu Harry hoch, dessen Augen sich geweitet hatten und er stand langsam auf. Dann sahen sie die bewegungslosen, erschrockenen Leute um sich herum an.

"WORAUF WARTET IHR NOCH?" brüllte Harry sie an. "LAUFT!"

Alle rannten zum Ausgang, der zum Engpass wurde, während Harry sich den Hauselfen schnappte.

"Scheiße", hörte er Ichigo fluchen. Der andere Teenager blickte finster auf die Masse, dann tat er etwas unerwartetes - er nahm schnell Rukia in die Arme und warf sie Uryu zu, der sich am vorderen Rand der Gruppe befand. Sie gab ein kleines Kreischen von sich, ehe sie verschwand. Dann stieß er in den Rücken der Masse Körper, versuchte, durchzudringen, und mehrere Leute stießen einen Schrei aus als sie wie Korken aus dem Raum schossen - vor allem nachdem Toshiro, Fred und George ihre Kraft und ihr Gewicht seinem hinzugefügt hatten.

||Kido!|| sagte Toshiro keuchend zu Ichigo, als sie es endlich aus dem Raum geschafft hatten.

||Geht - ich warte auf Harry!|| Ichigo zögerte, ihn aus den Augen zu lassen. Er konnte sich Harry schnappen und den Spruch anwenden, auf den Toshiro anspielte. Er sah, dass Momo bereits die Hufflepuffs versammelt hatte und ihn auf sie angewendet hatte, und Rukia musste es bei den Gryffindors getan haben... Als sie das sahen, hatten sich die Ravenclaws unter Uryus Anleitung zusammengeschart und warteten auf Toshiro. Er nickte als sie flimmerten und aus seinem Sichtfeld verschwanden, obwohl Ichigo wusste, dass sie noch da waren.

Harry düste auf sie zu, Dobby unter dem Arm. Er wies den Elfen an, etwas zu tun...

"Komm schon!" drängte Ichigo. "Ich kann uns nicht verbergen, wenn wir nicht zusammen sind!"

Verbergen... Harry rannte auf Ichigo zu, weil er jetzt verstand, warum die Kido-Anwender sich auf diese Weise aufgeteilt hatten. Sie konnten sich damit verstecken - so viele wie möglich - er hatte Ichigo beinahe erreicht, als er fühlte wie etwas seinen Knöchel ergriff, was ihn stolpern und der Länge nach hinfallen ließ. Er sah Ichigos Gesicht, der ganz kurz entsetzt aussah, ehe er auf den Boden aufschlug und mehrere Meter weiter rutschte. Er konnte hören, wie Malfoy ihn auslachte.

"Stolperfluch! Hab' dich, Potter!"

Dumbridge kam um die Ecke geeilt, ein glückliches Grinsen auf ihrem krötenartigen Gesicht. Harry sah, dass Ichigo von Crabbe und Goyle magisch und physisch zurückgehalten wurde. Nach seinem Gesichtsausdruck zu urteilen könnte er sich leicht befreien, aber er würde Harry nicht allein lassen... Außerdem hatten sie ihn schon gesehen.

"Oh, ausgezeichnet, Draco! Und Sie haben auch Kurosaki erwischt! Meine Güte, wie wundervoll!"

Ichigos Augen glitten zu Harry hinüber und zog vor Abneigung eine Grimasse.

"Nun, schaut mal, ob ihr noch mehr von ihnen zusammentreiben könnt, Jungs", wies sie an. "Überprüft die Bibliothek, die Waschräume..." ihre Stimme wurde leise und gefährlich. "Und Sie beiden... Sie beiden können mit mir zum Büro des Schulleiters kommen."

Sie schob sie so schnell dorthin, dass sie nach nur wenigen Minuten dort ankamen. "Zischende Zauberdrops", sang sie mit einer fröhlichen Stimme, bei der die beiden sich am liebsten übergeben hätten. Der Wasserspeier sprang zur Seite und gestattete den Zugang zur Treppe.

Ichigo schäumte. Er hätte diese scheußliche, untersetze Kröte ganz leicht mit Kido überwältigen können, aber das hätte Harry allein gelassen. Nun, Dumbledore hatte die Einschränkungen für die Gruppe aus Karakura aufgehoben, also konnte er mit Harry wegapparieren, wenn er dazu gezwungen war. Dumbledore, Snape und McGonagall hatten ihnen zusätzlichen Unterricht gegeben - im Geheimen - und Ichigo war inzwischen recht gut. Er war sogar bis nach Griechenland appariert - aus Versehen - und hatte sich selbst zu Tode erschreckt. Er war nicht sicher, wie er dorthin gekommen war, aber Dumbledore war ihm dicht auf den Fersen gewesen und hatte ihn stabilisiert. Dann hatte er schnell eine Gruppe staunender Touristen mit einem Gedächtniszauber belegt, die gesehen hatten, wie der japanische Jugendliche mit dem auffälligen Haar direkt vor ihnen auf den Stufen des Parthenon aufgetaucht war. Er war sich ziemlich sicher, dass er es nochmal schaffen könnte... Wenn er es müsste... Im Notfall. Obwohl er immer noch herauszufinden versuchte, warum er überhaupt erst beim Parthenon gelandet war...

Dumbridge zerrte sie ins Büro ohne zu klopfen - als ob ihr der Ort gehören würde, dachte er giftig, während er sie wütend anstarrte. Dumbledore war nicht der einzige Zauberer im Raum; Professor McGonagall stand neben ihm und sah extrem angespannt und unglücklich aus; Kingsley Shacklebolt, ein Mitglied des Ordens (von dem niemand wusste, dass er mit Dumbledore verbündet war) war da und sah ebenfalls ziemlich grimmig aus. Zwei ältere Männer sowie ein jüngerer Mann mit ingwerfarbenen Haaren der wie ein Weasley aussah (das musste dieser Penner Percy sein, dachte Ichigo) der bereit stand und darauf brannte, Notizen zu machen. Ichigo richtete im Namen von Fred und George einen wütenden Blick auf ihn, was seinen Federkiel kurz zittern ließ. Einfaltspinsel.

Ichigo hatte es geschafft, Nobas Gikongan in der Hand zu verbergen; das war eine andere Alternative, die er sich auf dem Weg die Treppe hoch überlegt hatte. Noba konnte Harry von hier wegbringen - und Ichigo konnte entweder ein Senkaimon oder eine Garganta öffnen, was auch immer ihm zuerst einfiel... Nachdem er Dumbridge in ein Kaninchen verwandelt hatte. Zur Hölle, wenn er das mit Kenpachi tun konnte, konnte er auch die Böse Hexe des Westens verwandeln.

"Schön", sagte einer der Männer, während er sich auf den Fersen vor und zurück wiegte. "Schön, schön, schön."

Ichigo riss seinen Arm so heftig aus Dumbridges Griff, dass diese schwankte. Gleichzeitig befreite sich Harry, was sie wie eine Wippe zwischen den beiden schwanken ließ. Harry starrte den Mann wütend an... was sich Ichigo fragen ließ, wer er war.

"Sie waren auf dem Weg zurück in den Gryffindor-Turm..." zwitscherte Dumbridge praktisch, und Ichigo fühlte, wie ihm die Galle den Hals hochstieg. Er schwor sich, dass er sich in ihre Richtung übergeben würde, wenn es dazu kommen sollte... "Malfoy hat Potter gefangen... Crabbe und Goyle haben Kurosaki festgenommen..."

Ichigo verdrehte die Augen. Nur weil er sie gelassen hatte, dachte er boshaft. Er bemerkte ein warnendes Funkeln - nur einen kurzen Blitz - vom Schulleiter. Zügle dein Temperament - yeah.

"Ah, also das wäre dann der berüchtigte Kurosaki", sagte der Mann während er ihn beäugte. "Ich muss daran denken, Lucius zu sagen... Nun Potter - ich vermute Sie wissen, warum Sie hier sind?"

Ichigo, der immer noch Dumbledore anstarrte, sah wie sich dessen Kopf bewegte, nur ein winziges bisschen.

"Eh - nein", sagte Harry, der es ebenfalls gesehen hatte.

"Wie bitte?" alle starrten ihn ungläubig an. Ichigo beschloss, dass es im Moment das Beste für ihn wäre, finster auf den Boden zu starren. "Sie... wissen es nicht?"

"Tut mir leid. Nein."

"Sie wollen mir ernsthaft erzählen", sagte der Mann, "dass Sie keine Ahnung haben, warum Professor Umbridge sie hierher geschleppt hat? Sie sind sich nicht bewusst, dass Sie Schulregeln gebrochen haben?"

"Nein Sir."

"Oder Ministeriumserlasse?"

"Nicht dass ich wüsste."

Das Gesicht des Mannes wurde puterrot bei jeder negativen Antwort, die Harry ihm gab.

"Du! Fremder!"

Ichigo richtete einen wütenden Blick auf ihn, der einst sowohl Sousuke Aizen als auch Gin Ichimaru einen Schritt hatte zurückweichen lassen. Dieser Mann war jedoch zu dumm um zu wissen, wem - oder was - er gegenüber stand.

"Weißt du, warum du hier bist?" er sprach mit Ichigo, als ob der Teenager überhaupt kein Englisch verstehen würde. Die Augenbrauen von Professor McGonagall schossen bei dem Tonfall nach oben.

"Ich?" sagte Ichigo gedehnt in fehler- und akzentfreiem Englisch, was die Kinnlade des Mannes herunter klappen ließ. "Ich weiß noch nicht einmal, wer zur Hölle Sie sind."

Einen Augenblick lang sprach niemand.

"Du..."

"Du Idiot!" sagte der Mann zornig. "Ich bin der Zaubereiminister!"

"Ach, also Sie sind Minister Schokoriegel", sagte Ichigo, der plötzlich verstand. Er zuckte die Schultern, belustigt darüber, wie flammend rot das Gesicht des Ministers wurde. McGonagall musste sich wegdrehen, damit niemand sehen konnte dass sie versuchte, nicht zu lachen. Ichigo hatte schließlich nie ein Bild des Ministers gesehen, und beschloss das auch zu sagen. "Nun, ich habe nie ihr Bild gesehen - ich lese den Tagespropheten nicht, der ist nur Müll. Das Einzige wozu er gut ist, ist Eulen und Kaninchen darauf ihr Geschäft verrichten zu lassen..."

Harry musste sich zusammenreißen, damit er nicht lachte. Ichigo hatte nicht nur gerade Fudge und dessen 'Freunde' vom Propheten so was von beleidigt, er hatte den Mann auch wissen lassen, dass er genau wusste, worauf dieser aus war - und seine Meinung dazu. Niemand kann so gezielt beleidigen, wie Ichigo das fertig brachte...

"Also ist es neu für dich, nicht wahr - dass entdeckt wurde, dass eine illegale Schülerorganisation an dieser Schule tätig ist?"

"Ja", nickte Ichigo, der vor Harry begriffen hatte. Er war sich nicht ganz sicher, was vor sich ging... aber er konnte mitspielen. Für den Augenblick, wenn es das war, was Dumbledore wollte.

"Vielleicht könnten wir bessere Fortschritte machen, wenn ich unsere Informantin hole." Dumbridge lächelte die beiden Jungen selbstzufrieden an.

"Oh ja, bitte tun Sie das", grinste Minister Schokoriegel gehässig. "Es geht doch nichts über einen guten Zeugen."

"In der Tat", nickte Dumbledore, offenbar zustimmend.

Dumbridge kam nach kurzer Zeit mit Chos Freundin, dem Mädchen, das nicht wirklich hatte mitmachen wollen, zurück. Diese versteckte ihr Gesicht. Ichigo sah sie sauer an. Es ist ja nicht so, dass sie nicht wussten, wie sie aussah... oder wer sie war... und er fragte sich zornig, wie sie wohl mit Hasenohren aussehen würde... Dumbridge hatte den Fehler gemacht, ihm nicht den Zauberstab abzunehmen...

"Aber aber, Liebes", schnurrte Dumbridge und tätschelte ihr den Rücken. "Es ist schon gut - Sie haben das Richtige getan. Der Minister ist sehr, sehr zufrieden mit Ihnen." Sie sah zu Schokoriegel hinüber. "Ihre Mutter arbeitet in der Abteilung für magisches Transportwesen - dem Floh-Netzwerk. Sie war hat uns sehr dabei geholfen, die Feuer in Hogwarts zu überwachen..."

Also war es Mariettas Mutter, die beinahe dafür verantwortlich gewesen war, dass Sirius erwischt wurde...

"Oh, wunderbar, wunderbar!" schwärmte Schokoriegel glücklich, was Ichigo einen angewiderten Blick entlockte. Wie hatte es dieser Kerl geschafft, Minister zu werden? Er war nichts weiter als ein Idiot... und dem Gesichtsausdruck der Gemälde hinter ihm zu urteilen, dachten die ehemaligen Schulleiter dasselbe, und der Schulleiter aus Slytherin machte zusätzlich eine unanständige Geste. Ichigo sah zu Dumbledore hinüber, der nur kaum merklich die Schultern zuckte. "Nun, seien Sie nicht schüchtern, meine Liebe. Lassen Sie uns alles hören über - WÜRGENDE WASSERSPEIER!"

Ichigo fühlte, wie ihm die Kinnlade herunter fiel, als er Mariettas Gesicht sah. Und die Leute sagen, dass ich gut mit Flüchen und Ähnlichem bin? Hermine hatte hiermit den Vogel abgeschossen! Ich bin froh, dass Toshiro und ich beschlossen haben, das nicht in den Bericht zu schreiben!

Marietta verbarg mit einem Klageschrei wieder ihr Gesicht, als sie die Reaktion aller sah. Ihr Gesicht war durch purpurfarbene Pusteln schrecklich entstellt worden, die sich darüber ausgebreitet hatten und das Wort PETZE formten.

"Machen Sie sich nichts daraus, Kind", sagte Dumbridge ungeduldig. "Sagen Sie dem Minister einfach, was Sie mir gesagt haben."

Das Mädchen schüttelte den Kopf.

"Oh, na gut, Sie alberne Gans", schnappte Professor Dumbridge. "Dann sage ich es ihm. Sehen Sie, Minister, Miss Edgecombe kam vor Kurzem in mein Büro und sagte mir, dass ich etwas zu meinem Vorteil herausfinden würde, wenn ich zu einem geheimen Raum im siebten Stock gehen würde. Sie hat endlich - nach einer gründlichen Befragung - das Treffen zugegeben. Zu diesem Zeitpunkt fing dieser Fluch -" sie wedelte vage mit der Hand in Mariettas Richtung, "an zu wirken und das Mädchen wurde zu erschüttert, um noch mehr zu sagen."

"Nun, das war sehr tapfer von Ihnen", sagte Schokoriegel. "Jetzt bitte, was ist bei diesem Treffen passiert? Was war der Zweck? Wer war dabei?"

Aber das Mädchen schüttelte nur weiter den Kopf, während sie ihr Gesicht verbarg.

"Gibt es denn keinerlei Gegenzauber? Damit das Mädchen redet?" fragte Schokoriegel gereizt.

"Ich habe noch keinen gefunden", gab Dumbridge widerstrebend zu. Ichigo schnaubte verächtlich. Ihm fielen spontan mehrere Gegenmittel ein, und er wettete, dass Professor Snape oder Lupin das im Nu geregelt hätten, ehe sie überhaupt die Zeit gehabt hätte Luft zu holen, um loszuheulen.

Harry kämpfte darum, trotz des Ernstes der Situation nicht zu grinsen. Er hatte Ichigo Reaktion gehört und richtig geraten, dass Ichigo einen Konter kannte. "Schön, das macht nichts; ich kann von hier aus weitermachen. Sie erinnern sich, dass ich Ihnen einen Bericht geschickt habe, dass Potter ein paar Mitschüler im Eberkopf getroffen hat..."

"Und was für Beweise haben Sie dafür?" Das war Professor McGonagall.

"Willy Widdershins war zu dieser Zeit in der Bar. Er hat jedes Wort gehört und kam direkt zur Schule..."

"Ich verstehe. Also deswegen wurde er nicht wegen all dieser spuckenden Muggel-Toiletten bestraft." Weder Harry noch Ichigo hatten bemerkt, dass Snape in der Nähe einer Ecke gestanden hatte. "Was für ein - interessanter - Einblick in unser Rechtssystem." Seine Stimme war ruhig, aber seine dunklen Augen blitzen vor Wut. Harry wünschte sich beinahe, dass er im nächsten Zaubertränke-Unterricht sein könnte - er hatte das Gefühl, das es für Malfoy, Crabbe und Goyle entschieden unangenehm werden würde, mit ihm umzugehen, da sein Lieblingsschüler nun zusammen mit Harry am Rand eines Schulverweises stand. Selbst wenn er Harry nur noch mehr dafür hassen würde, diese Slytherins zu sehen, wenn ihr Hauslehrer schlecht auf sie zu sprechen war, wäre es wert...

"Der Zweck dieses Treffens war, sie zum Beitritt zu einer illegalen Gesellschaft zu überreden, und Zauber und Flüche zu lernen, die das Ministerium für Kinder ihres Alters für ungeeignet hält..."

Ichigo musste sich auf die Lippe beißen, und er sah, dass alle drei Professoren ihm einen kurzen Blick zuwarfen. Yeah, dachte er, weil Rukia, Momo und Toshiro alle äußerst jung sind...

"Hier haben Sie sich geirrt, Dolores", sagte Dumbledore leise.

Beide Teenager blinzelten ihn an. Wie zur Hölle wollte er sie hier herausreden?

"Oho!" gluckste Schokoriegel. "Oh, bitte, ich kann es nicht erwarten, ihr neuestes Ammenmärchen zu hören -"

Dumbledore lächelte sanft. "Cornelius, ich streite nicht ab - und die Jungen mit Sicherheit auch nicht - dass sie an jenem Tag im Eberkopf waren. Auch nicht, dass sie versucht haben, Schüler für eine Gruppe für Verteidigung gegen die Dunklen Künste anzuwerben. Ich weise lediglich darauf hin, dass es falsch ist, diese Gruppe illegal zu nennen. Der Ministeriumserlass - Nummer vierundzwanzig, glaube ich? - der solche Aktivitäten verbietet, trat erst zwei Tage später in Kraft. Aus diesem Grund wurden keine Regeln gebrochen."

Es herrschte Stille und Ichigo kratzte sich am Hinterkopf als er von einer Person zur nächsten blickte. Das war es? Das war die Verteidigung? Eine Formsache?

"Alles schön und gut, Schulleiter", sagte Dumbridge mit ihrem Übelkeit erregenden süßlichen Lächeln. "Aber das war vor sechs Monaten. Die Treffen, die seitdem stattgefunden haben..."

"Nun, die wären mit Sicherheit illegal gewesen - wenn sie tatsächlich stattgefunden hätten", Dumbledore sah sie an, ein Bild der Ruhe im Sturm. "Gibt es irgendwelche Beweise, dass sie abgehalten wurden?"

Harry und Ichigo warfen einander einen Blick zu. Worauf, fragten sich beide, wollte er hiermit hinaus? Irgendwie schafften es beide, nicht zu Kingsley hinüber zu schauen als sie zu hören glaubten, dass er irgendetwas flüsterte.

"Und warum denken Sie, ist Miss Edgecombe hier? Als Ornament?" Herr Dumbridge lächelte ihr breites, krötenähnliches Lächeln, dass beide das Gesicht verziehen ließ.

"Nun, wir hatten den Eindruck, dass sie lediglich ein einziges Treffen gemeldet hat."

"Miss Edgecombe, bitte - erzählen Sie uns von den Treffen - wie lange finden sie schon statt? Sie können nicken oder den Kopf schütteln..."

Harry stellte fest, dass er den Atem anhielt.

"Kommen Sie schon, meine Liebe", sie redete ihr immer noch gut zu. "Das wird den Fluch nicht schlimmer machen, als er schon ist..."

Marietta fing an den Kopf zu schütteln.

Dumbridge und Schokoriegel starrten zuerst einander und dann wieder Marietta verblüfft an.

"Was meinen Sie damit?" fragte sie Dumbridge, aus deren Stimme alle Süße verschwunden war.

"Ich würde meinen, dass die Bedeutung vollkommen klar ist", sagte Professor McGonagall barsch. "Sie meint, dass es keine geheimen Treffen gegeben hat. Ist das nicht richtig?"

Marietta nickte.

"Aber heute Abend gab es ein Treffen!" Dumbridge kreischte beinahe. "Sie haben mir selber davon berichtet, Potter war der Anführer, er hat es organisiert und - warum schütteln Sie den Kopf, Sie dämliche Idiotin?"

"Wenn jemand normalerweise den Kopf schüttelt", sagte Snape kühl, "meint derjenige 'nein'. Wenn also das Mädchen nicht eine Zeichensprache verwendet, die allen anderen unbekannt ist, glaube ich, dass 'nein' hier ebenfalls 'nein' bedeutet."

Professor Umbridge hatte angefangen, Marietta fest zu schütteln, was ihren Kopf vor und zurück peitschen ließ. Dies ließ Dumbledore mit gezogenem Zauberstab aufspringen, und Kingsley ebenfalls vortreten. Als sie das sah, wich sie zurück.

"Ich kann nicht - ich werde nicht - zulassen, dass Sie meine Schüler misshandeln, Dolores; das sind wir schon einmal durchgegangen. Bringen Sie mich nicht dazu, mich zu wiederholen", Dumbledore schien das erste Mal wütend zu sein.

"Beruhigen Sie sich, Madam", warnte Kingsley.

"Natürlich", sagte sie atemlos. "Ich - habe mich vergessen."

"Ah - Dolores -" unterbrach Schokoriegel. "Das Treffen heute Abend - das von dem wir wissen, dass es bestimmt stattgefunden hat..."

"Natürlich", sie stellte sich gerade hin. "Ja nun, nachdem ich einen Tipp erhalten hatte, bin ich mit gewissen vertrauenswürdigen -" sie warf Snape einen scharfen Blick zu, der sie angesehen und die Augen verengt hatte, "Schülern dorthin gegangen, um sie auf frischer Tat zu ertappen. Es scheint jedoch, dass sie jemand gewarnt hat dass wir kommen, weil sie in alle Richtungen davon rannten, als wir ankamen. Das macht allerdings nichts; wir haben eine Liste mit ihren Namen gefunden..."

Harry und Ichigo starrten mit wachsendem Entsetzen auf die Liste, die sie aus der Tasche zog: Es war die, auf der alle unterschrieben hatten. Die, die Hermine verhext hatte...

"Als ich Potters Namen auf der Liste sah, wusste ich, was wir da hatten; und natürlich wusste ich, dass Kurosaki nicht weit sein würde..."

"Wundervoll!" lächelte Schokoriegel. "Ganz ausgezeichnet..."

Er sah zu Dumbledore hinüber, der sich nicht bewegt hatte.

"Und - sehen Sie, wie sie sich genannt haben? Dumbledores Armee!"

Dumbledore nahm Schokoriegel die Liste aus der Hand und starrte einen langen Augenblick darauf hinunter. Dann lächelte er, ein recht friedliches, beinahe heiteres Lächeln - beinahe - erleichtert, dachte Ichigo.

"Nun, es scheint so, als wäre das Spiel aus. Ziehen Sie ein schriftliches Geständnis vor - oder reicht Ihnen eine Stellungnahme jetzt gleich aus?"

McGonagall und Kingsley sahen einander ängstlich an und Snapes Augen verengten sich vor Besorgnis. Die Gemälde der ehemaligen Schulleiter sahen einander mit Schrecken und wachsender Erregung an. Harry sah verständnislos von einem zum anderen, und als er Ichigo ansah - zeigte dieser den selben Gesichtsausdruck wie die Professoren. Was übersehe ich? fragte er sich. Offenbar verstand Schokoriegel es ebenfalls nicht, er schien genauso verwirrt wie Harry.

"Stellungnahme?"

"Dumbledores Armee, Cornelius", sagte Dumbledores, immer noch lächelnd. "Nicht Potters Armee. Dumbledores Armee."

"Aber... aber..." er machte einen entsetzten Schritt zurück und steckte sich beinahe selbst in Brand, als er beinahe in den Kamin trat. "Sie?"

"Das ist richtig."

"Sie - haben das alles organisiert?"

"Das habe ich."

"Sie haben diese Schüler angeworben?"

"Heute Abend sollte das erste Treffen stattfinden", nickte Dumbledore. "Nur um zu sehen, ob sie interessiert wären."

"Dann - haben sie sich gegen mich verschworen!"

"Natürlich."

"Nein!" Harry konnte nicht anders als zu rufen; die anderen vier im Büro die wussten, was wirklich vor sich ging: Kingsley, Ichigo, Professor McGonagall und Snape - warfen ihm alle verschiedene warnende Blicke zu. Aber Harry hatte endlich herausbekommen, was Dumbledore vorhatte, und er fühlte sich verpflichtet, ihn aufzuhalten. Dumbledore war der Einzige, vor dem Old Moldy Angst hatte; er war derjenige, der die Macht hatte, gegen ihn zu kämpfen... Er war derjenige, der in Freiheit bleiben musste...

"Nein - Professor!"

"Sei still Harry, oder ich lasse dich von Kurosaki von hier weg schaffen", sagte Dumbledore ruhig. Harry warf Ichigo einen überraschten Blick zu und sah, dass sein Freund durchaus bereit dazu war, genau das zu tun.

"Ja, seien Sie still, Potter!" bellte Schokoriegel, der alle an einen Seehund erinnerte. "Nun, ich hatte erwartet, Potter von der Schule zu verweisen, und stattdessen -"

"Stattdessen können Sie mich verhaften", Dumbledore lächelte, wie seltsam... "Es ist so als verlöre man einen Knut und fände eine Galleone, nicht wahr?"

"Woodley!" Schokoriegel war außer sich vor Freude. "Woodley, haben Sie alles mitgeschrieben? Alles was er gesagt hat? Alles?"

"Ja Sir, ich denke schon, Sir!" der Idiot bekam noch nicht einmal den Namen seines Juniorassistenten richtig hin, und der dämliche Mistkerl nahm es einfach hin, dachte Ichigo giftig, während er den einzigen Weasley, den er nicht leiden konnte, wütend anstarrte. Es war kein Wunder, dass Ron und die Zwillinge so wenig von ihm hielten.

"Nun denn, sehr gut", strahlte Schokoriegel. "Fertigen Sie eine Abschrift dieser Notizen an, Junge, und schicken Sie sofort eine Kopie an den Tagespropheten! Wenn wir eine schnelle Eule schicken, schaffen wir es vielleicht noch in die Morgenausgabe!"

Nicht wenn meine sie abfangen kann... sinnierte Ichigo; und das war eindeutig eine Möglichkeit - da er den weißhaarigen Kommandanten der Zehnten Kompanie erspäht hatte, der sich direkt vor Dumbledores Fenster niedergelassen hatte. Seine Augen trafen die von Toshiro und der hochbegabte Junge nickte einmal verstehend, ehe er mit Shunpo zur Eulerei verschwand. Ichigo dachte, dass der Riesenfischuhu noch da war, er dachte nicht, dass es eine Eule gab die Percy losschicken konnte, die es mit dem Weibchen aufnehmen konnte. Wenn sie diese Notizen stehlen wollte - würde sie sie bekommen. Er sah zu, wie Percy, die Tür hinter sich zu schlagend, aus dem Zimmer eilte und der Minister sich, vor Freude die Hände reibend, wieder Dumbledore zuwandte. "Sie werden, natürlich, für eine formelle Anklage zum Ministerium eskortiert und von dort nach Azkaban gebracht, wo Sie auf Ihr Gerichtsverfahren warten werden!"

Dumbledore lächelte wohlwollend. "Ich habe mir schon gedacht, dass wir auf diese kleine Schwierigkeit stoßen", sagte er.

"Schwierigkeit? Welche Schwierigkeit?" Schokoriegel blinzelte ihn überrascht an. "Ich sehe in diesem Plan keine Schwierigkeit, Dumbledore!"

"Nun, Cornelius, ich befürchte ich schon", Dumbledore lächelte immer noch. "Sehen Sie, Sie arbeiten unter der falschen Annahme, dass ich - wie heißt noch einmal der Ausdruck nach dem ich suche?"

"Friedlich mitkommen?" sagte Snape hilfreich.

"Ah, ja, danke Severus", Dumbledore nickte. "Sie arbeiten unter der falschen Annahme, dass ich friedlich mitkommen werde. Ich befürchte, dass ich nirgendwo hin gehen werde, Cornelius. Ich kann, natürlich, jederzeit wenn ich es will aus Azkaban entkommen - aber das wäre eine solche Mühe und Zeitverschwendung, und es gibt so viele andere Dinge, die ich tun muss."

Natürlich, dachte Ichigo, der auf Dumbledores friedlichen Gesichtsausdruck starrte. Er hatte das Gefühl, dass ein gewisser Generalkommandant ihn einfach da raus holen würde. Möglicherweise persönlich. Nachdem er genüsslich 'Himmel und Erde zu Asche verlodert' hatte. Und er war sich ziemlich sicher, dass Yamamoto ebenfalls Besseres zu tun hatte - nicht dass er es nicht genießen würde, ein Gefängnis dem Erdboden gleich zu machen...

Schokoriegel starrte ihn mit offenem Mund an, während das Gesicht von Dumbridge kontinuierlich roter wurde und sie einen Korken glich, der kurz davor war, aus einer Flasche zu schnellen. Wäre die Situation eine andere gewesen, hätten ihre Mienen dazu geführt, dass sie sich hysterisch über sie lachend auf dem Boden gewälzt hätten. Schokoriegel brachte endlich einen würgenden Laut hervor und wandte sich an Kingsley und den anderen Mann der neben der Tür stand, denjenigen, der kein Wort gesagt hatte. Dieser Mann nickte und bewegte seine Hand langsam auf seine Tasche zu...

"Das würde ich nicht tun, Dawlish", warnte Dumbledore. "Ich bin mir sicher, dass Sie ein ausgezeichneter Auror sind. Wenn ich mich recht entsinne, haben Sie ein Ohnegleichen in all ihren U.T.Z.s erreicht; aber falls sie versuchen, mich - chrm, chrm - abzuführen, werde ich Ihnen weh tun müssen."

Sowohl er als auch Schokoriegel blinzelten Dumbledore an. "Was?" Schokoriegel starrte schon wieder mit offenem Mund. "Beabsichtigen Sie wirklich, es allein mit uns Vieren aufzunehmen?

"Bei Merlins Bart, nein - es sei denn, Sie zwingen mich dazu."

"Er wird nicht allein sein!" rief Professor McGonagall aus, deren Hand in ihren Umhang glitt; Snape hatte seinen Zauberstab bereits hervorgezogen.

"Minerva! Severus!" sagte Dumbledore scharf. "Hogwarts braucht Sie beide! Halten Sie sich zurück!"

"Ich habe genug von diesem Unfug! Shacklebolt! Dawlish! Nehmen Sie ihn fest!"

Harry war nicht sicher, was danach passierte. Silberne Lichtblitze leuchteten auf, Geräusche wie Gewehrschüsse erklangen und jemand packte ihn im Nacken und zwang ihn zu Boden. Gemälde schrien, Fawkes kreischte, Staubwolken erfüllten die Luft. Harry sah hustend auf und sah, wie eine dunkle Gestalt vor ihm auf den Boden krachte. Es gab mehr Kreischen und Aufprallgeräusche, jemand rief "Nein!" und das Geräusch von zerberstendem Glas, schlurfende Schritte, Ächzen - und dann Stille.

Harry sah umher um festzustellen, wer ihn halb erwürgte und sah, dass Ichigo sich über ihn geworfen und Snape sich neben Ichigo gekauert hatte. Professor McGonagall hatte Marietta aus dem Weg gedrängt. Staub sank sanft zu Boden, ließ sich auf ihnen nieder und ließ seine Nase jucken.

"Bist du in Ordnung?" fragte ihn Ichigo leise. Harry nickte und rückte seine Brille zurecht, die leicht verrutscht war.

"Sind alle in Ordnung?" fragte Dumbledore.

"Ja!" sagte Professor McGonagall, die Marietta auf die Füße zog während Snape Ichigo aufhalf, der Harry hinter sich hoch zog. Das Büro war komplett verwüstet worden. Der Schreibtisch war umgestürzt, alle Tische mit magischen Instrumenten waren umgekippt worden und die Instrumente selbst schienen in viele Stücke zerbrochen zu sein. Fudge, Dumbridge, Dawlish und Kingsley lagen bewegungslos am Boden, während Fawkes der Phönix in Kreisen über ihren Köpfen schwebte.

"Ich musste leider Kingsley ebenfalls verhexen. Es hätte zu viel Verdacht erregt, hätte ich das nicht getan", seufzte Dumbledore. "Er hat glücklicherweise schnell begriffen und die Erinnerung von Miss Edgecombe verändert. Sie werden ihm doch von mir danken, nicht wahr, Minerva?" Sie nickte.

"Dies wird nicht lange anhalten, und es sollte nicht der Eindruck entstehen, als hätten wir Zeit gehabt, miteinander zu reden, während sie außer Gefecht waren - Sie sollten so tun, als ob keine Zeit verstrichen wäre, sie nur zu Boden geschleudert wurden, statt ohnmächtig zu werden -"

"Wo werden Sie hingehen, Professor?" erkundigte sich Snape, der seinen schwarzen Umhang von Staub befreite.

"Nicht zum Grimmauldplatz, wenn es das ist, was Sie denken", lächelte Dumbledore. "Ich werde mich nicht verstecken. Fudge wird sich bald wünschen, mich nicht aus Hogwarts vertrieben zu haben, das kann ich Ihnen versprechen..." Er begegnete kurz Ichigos Blick und dieser hatte das Gefühl, dass Yamamoto demnächst beim Tee Gesellschaft erhalten würde. Mit wem konnte man schließlich besser Ideen austauschen als mit jemandem, der annähernd dreitausend Jahre alt war, plus/minus ein Jahrhundert?

"Grüßen Sie meinen Großvater von mir?" sagte Ichigo trocken, was Dumbledore kurz kichern und nicken ließ. Also hatte er erraten, wo der Professor hingehen würde. Professor McGonagall und Professor Snape hoben beide die Augenbrauen und sahen sich an, sagten aber nichts.

"Professor..." fing Harry an, dann versagte ihm aber die Stimme. Er wusste nicht, was er sagen sollte.

"Hör mir zu, Harry", sagte Dumbledore drängend. "Du musst so gut wie möglich Okklumentik lernen. Verstehst du? Tu alles was Professor Snape dir aufträgt und übe vor allem jeden Abend ehe du zu Bett gehst, damit du deinen Geist vor schlechten Träumen verschließen kannst... Du wirst bald genug verstehen warum, Junge, aber du musst mir versprechen..."

Dawlish fing an sich zu regen.

"Denke daran - Harry - verschließe deinen Geist -"

"- du wirst verstehen."

Fawkes zog einen Kreis durch das Büro und stieß dann über Dumbledore hinunter, so dass dieser den Schwanz des Phönix' ergreifen konnte; sie verschwanden in einem Blitz aus goldenem Feuer.

"Wo ist er?" Schokoriegel stemmte sich hoch. "Wo ist er?"

"Ich weiß es nicht!" schrie Kingsley zurück.

"Nun, er kann nicht Disappariert sein, das kann man nicht in der Schule -" rief Dumbridge.

Wetten, dass...? dachte Ichigo selbstzufrieden. Die Schule gestattet dem Schulleiter Dinge zu tun, die sie bei anderen nicht zulässt...

"Die Treppe!" Dawlish, Kingsley und Dumbridge warfen sich gegen die Tür und rannten die Treppe herunter während Schokoriegel zögerte, als er langsam auf die Beine kam und den Staub von seinem Mantel streifte. Es war eine lange Zeit still.

"Nun, Professoren", sagte er in einem eher fiesen Tonfall, "ich befürchte, das ist das Ende Ihres großartigen und wundervollen Dumbledore."

"Das denken Sie, nicht wahr?" sagte Professor McGonagall verächtlich, währen Snape an seiner langen Nase auf den Minister herunter schaute. Schokoriegel jedoch sah sich die Überreste des Büros an. Die Porträts zischten ihn an - nun ein ganzer Teil von ihnen jedenfalls. Andere machten mit der Hand rüde Gesten, wie Phineas Nigellus.

"Sie schicken die Bande am besten ins Bett", er machte eine wegwerfende Geste in Richtung der drei Teenager. Die beiden Professoren sagten nichts, stattdessen ließen sie sie zur Tür marschieren. Ichigo schnippte mit einem verächtlichen Blick zurück auf Schokoriegel mit seinem Zauberstab in Richtung Marietta - was die Verwünschung verschwinden ließ. Er hörte, wie Snape bei dieser Aktion hustete; ein Fünftklässler hatte gerade getan, was die Professorin für Verteidigung gegen die dunklen Künste nicht zustande gebracht hatte... mit einem einfachen, stillen Schnippen seines Zauberstabs. Harry unterdrückte ein Lachen. Er wusste, dass Ichigo es nicht getan hatte um Marietta zu helfen: Er hatte es getan, um Dumbridge bloßzustellen. Schokoriegels Gesicht hatte einen prächtigen Purpurton angenommen, als er ging. Harry hatte das Gefühl, dass Dumbridge ganz schön etwas darüber zu hören bekommen würde, was gerade passiert war...

Snape brachte Marietta zu Madame Pomfrey - sie war von der ganzen Angelegenheit noch ziemlich traumatisiert - während Professor McGonagall Ichigo und Harry zurück zum Gryffindor-Turm brachte. Die Gruppe wartete still und angespannt auf Nachricht über die beiden, und Rukia lief unruhig vor dem Feuer auf und ab.

"Harry! Ichigo!" Ron sprang auf, als er die beiden den Gemeinschaftsraum betreten sah. Rukia wirbelte herum und warf sich auf Ichigo, wobei sie ihn beinahe erwürgte.

"Ichigo..."

"Was ist passiert?" fragte Hermine, als sich Harry müde in einen Stuhl fallen ließ. Er und Ichigo sahen einander an, keiner von beiden hatte Lust ins Detail zu gehen, aber es musste sein.

"Wir sind erwischt worden."

"Aber... ihr seid nicht... rausgeworfen worden?" Tatsuki blickte mit großen Augen von einem zum anderen.

"Nein. Unser brillanter Zaubereiminister hat letztendlich einen größeren Fisch an Land gezogen... Dumbridge hat die Liste gefunden, Hermine, die auf der wir alle unterschrieben haben..." seufzte Harry, während er sich die Augen rieb.

"Wenn sie die Liste haben, dann..."

"Sie denken, es war das erste Treffen. Und weil du 'Dumbledores Armee' oben drauf geschrieben hast..." Ichigo zog eine Grimasse. "Der Professor hat die Verantwortung dafür übernommen, damit sie den Rest von uns laufen lassen."

"Was?"

"Dumbledore -"

"Er ist kein Gefangener", Harry schüttelte den Kopf. "Er hat alle ausgeknockt: Dumbridge, Fudge und zwei Auroren, und ist mit Fawkes entkommen."

"Und was machen wir jetzt?" fragte Neville flüsternd.

Niemand hatte eine Antwort für ihn.


Anmerkung der Autorin:

(1) Für alle, die es nicht wissen: Gojira ist der japanische Name von Godzilla. Das 'dz' spricht man häufig wie 'j' aus, und da es keinen 'l'-Laut gibt, ersetzen sie das 'r'; wenn man es genau nimmt, kommt das Ganze ja aus der anderen Richtung, also sprechen wir das 'r' wie 'l' und das 'j' wie 'dz'... So wird aus Gojira Godzilla. Habe ich jedenfalls gelesen. (Godzilla on my Mind: Fifty Years of the King of Monsters, Buch von William M. Tsutsui)