Aussichtslos?

Mit letzter Kraft hielt Patience sich an der kante des Loches fest und zog sich hoch. Mit der anderen Hand hielt sie Leon fest.

Er war wieder halbwegs bei sich, doch konnte sich kaum bewegen.

Patience musste zugeben, das es sie sehr anstrengte, Leon hoch zu ziehen, doch sie schaffte es und zerrte ihn aus dem Loch.

Dann griff sie ihm unter die Achseln und zog ihn vom Loch weg. Sie ließ sich neben ihm auf die Knie fallen und blickte auf die Wunde.

,,Es blutete nicht mehr viel…" dann sah sie in sein Gesicht, ,,…Leon?"

Er schluckte und schlug die Augen auf. Als er ihr Gesicht sah, begann er zu lächeln: ,,Patience."

Die Magdalena nickte und war noch immer etwas außer Atem: ,,Ja, ich habe dich raus geschafft. Ich werde Hilfe für dich holen…Halte durch." Dann wollte sie los gehen, doch Leon umfasste ihr Handgelenk und hielt sie so zurück.

Leon atmete schwer und war ungeheuer blass im Gesicht.

Patience blickte ihn fragend an.

Der Agent strich ihr übers lockige Haar und versank in ihren Augen. Er musste zugeben, das er schon seit einem längeren Zeitraum, kurz nachdem er ihr zum ersten mal begegnet war, etwas für sie empfand, doch wieso er es sich jetzt erst eingestand, wusste er auch nicht. Er wusste nur, das er sie noch einmal küssen wollte, ehe sein Kreislauf und vielleicht auch sein Körper endgültig aufgab.

Auch die Magdalene fühlte etwas für diesen Amerikaner. Früher wären ihr solche Gefühle untersagt gewesen, doch seitdem sie die Kirche verlassen hatte, gehörte ihr Leben nur noch ihr allein und sie konnte tun, was sie tun wollte. Also tat sie auch was sie wollte und beugte sich zu ihm hinab.

Leon nickte knapp und fasste in ihren Nacken.

Dann küssten sie sich sanft und zärtlich.

Nach einigen Augenblicken lösten sie sich voneinander und sahen sich wieder an.

,,Leon…" flüsterte Patience und sah in sein leicht lächelndes Gesicht.

,,…Patience…" entgegnete Leon, doch legte dann seinen Kopf zurück, da es ihm sehr schlecht ging.

Die Magdalena strich ihm über die Stirn: ,,Bleib liegen, ich werde Hilfe holen."

,,Magdalena!"

Sie blickte auf und sah Kristof auf sich zukommen.

,,Was ist geschehen?" fragte er und kniete sich Patience gegenüber. Er sah Leon an, der wieder dabei war die Besinnung zu verlieren.

,,Er wurde angeschossen, ich muss Hilfe holen und zurück, um meinem Freunden zu helfen." antwortete Patience.

,,Hilfe ist bereits unterwegs…" meinte Kristof und hatte ein Stück Tuch genommen, das er auf Leons Wunde legte, ,,…Der Herr sagte mir, ihr würdet seine Führung brauchen."

Patience nickte: ,,Auch ein Krankenwagen?"

Der Kardinal nickte ebenfalls: ,,Ja, ich habe an alles gedacht…" er blickte zu der Magdalena, ,,…Geh, wenn deine Freunde dich brauchen, ich werde mich seiner annehmen."

Patience nickte: ,,Okay…" sie blickte kurz zu Leon und dann wieder zu Kristof, ,,…Passt auf ihn auf."

Kristof nickte: ,,Der Herr wird uns beistehen. Jetzt geh, Magdalena."

Die junge Frau nickte abermals, drehte sich um und ließ sich erneut in das Loch hinab. Sie wusste nun, das Leon in guten Händen und Hilfe unterwegs war, also galt ihre einzige Sorge jetzt ihren Freunden, die noch immer unten in der Tiefe einen Kampf fochten.

Patience wusste, das sie sich beeilen musste…

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Zip machte abermals eine Hechtrolle, um Karels Angriff zu entkommen. Es war umständlich mit dem Speer, doch er schaffte es.

Der Computerfreak wusste nicht, wie oft er in den letzten Minuten Karels Angriffen ausgewichen war, doch er danke Lara dafür, das sie mit ihm trainierte und er so dazu im Stande war sein eigenes Leben zu verlängern. Er wunderte sich selbst über seine Ausdauer.

Allerdings würde Zip, der gerade einen Ausfallschritt zur Seite machte, um einer erneuten Energiewelle zu entgehen, nicht mehr lange so weiter machen können und das wusste er. Er musste sich also was einfallen lassen und er hatte einen Plan.

Etwas, das Lara ihm einmal erzählt hatte. Denn wenn man in einem aussichtslosen Kampf gefangen ist und keinerlei Möglichkeit zu Flucht besteht und man seinem Gegner aufs der Distanz heraus nicht schaden kann, sollte man es mit dem Nahkampf versuchen.

Und auch wenn Karel jetzt unverwundbar war, wollte Zip nicht aufgeben. Nicht bevor er wusste, wo seine Freunde waren, das hatte er sich geschworen.

,,Gib auf! Ein kleiner, dummer Neger kann es nicht mit mir, einem Unsterblichen aufnehmen, selbst der Speer des Schicksals wird wir nicht helfen können!"

Karels Stimme war unmissverständlich hörbar in dieser Höhle, die ein leichtes Echo von den Wänden widerhallen ließ.

Zip war stehen geblieben und erwiderte seinen Kalten Blick. Jedoch schwieg der Computerfreak.

Dann ballte Jochim abermals seine behandschuhte Faust und ließ mehrere Energieblitzen in kurzen Abständen auf Zip los zischen.

Zip sah es, machte eine Rolle vorwärts, kam auf die Beine, drehte sich nach rechts um seine eigene Achse und entkam dem zweiten Blitz. Dann duckte Zip sich und spurtete nach vorne, um dem dritten Angriff zu entkommen.

Dabei war er Karel näher gekommen. Jetzt musste er sich nur noch zur Seite werfen, um dem letzten Angriff zu entkommen. Noch während der Bewegung, holte er mit dem Speer aus und als zig wieder aufrecht dastand, war er Karel nahe genug, um ihm mit dem Speer auf das rechte Knie zu schlagen.

Karel stöhnte überrascht auf und Zip nutzte diese Überraschung. Er drehte sich und verpasste dem Nephilim einen Schlag ins Kreuz.

Dann schlug Zip abermals zu und rammte Karel den Speer mit der Spitze voran in die Seite.

Joachim keuchte auf, doch viel nicht zu Boden. Er packte abrupt den Speer und drehte den Kopf zu Zip, der den Speer immer noch mit wütender Miene festhielt.

,,Du…" begann Karel wütend und sauer, ,,…du kannst mich nicht besiegen. Niemand kann das! Egal wie ihr mich auch verstümmelt. Ich werde Siegen!"

Dann riss Karel den Speer aus sich heraus und stieß dessen Ende kraftvoll in Zips Magengegend.

Der Computerfreak ging keuchend in die Knie und fasste sich mit beiden Händen an den Bauch. Der Speer klapperte geräuschvoll zu Boden.

Augenblicklich, da der Speer Karels Körper verlassen hatte, schloss sich die Wunde wieder.

Dann packte Karels mit seinen behandschuhten Fingern um Zips Hals und riss ihn hoch. Er hob ihn in sie Luft, sodass seine Füße keinen Bodenkontakt mehr hatten.

Instinktiv legte Zip, nach Luft ringend, seine Hände auf die Hand des Nephilim, der dabei war ihn zu erdrosseln. Er versuchte sich zu befreien, dich hatte kaum eine Chance.

,,Ihr glaubt wohl, ihr könntet den Lauf der Dinge verändern…" sprach Karel, blickte Zip hasserfüllt an und drückte weiterhin zu, ,,…Ihr Menschen glaubt, das diese Erde wohl euch gehört, doch ohne die Nephilim, die euch regieren, seid ihr nichts…Wiederwärtige Kreaturen. Abschaum. Und wenn ich erst einmal mit euch fertig bin, dann wird die gesamte Menschheit zu spüren bekommen, welche Macht in einem Nephilim steckt!…"

Zip konnte seine Worte kaum noch verstehen, da sein Körper immer mehr nach Luft schrie. Sein Blick verschwamm. Er konnte nichts tun.

,,…Du hast Glück…" sagte Karel dann, ,,…Du wirst einer der Ersten von ihnen sein. Denn dies, ist die Stund deines Todes!"

Zip war dran das Bewusstsein zu verlieren, als der Druck um seinen Hals plötzlich aufhörte und er zu Boden stürzte. Hustend schnappte er nach Luft und zog den lebenswichtigen Sauerstoff ein. Sein Hals brannte, er legte eine Hand darauf und war froh, das es vorbei war.

Doch dann wunderte er sich, das er noch lebte und fragte sich nach dem Grund, im gleichen Moment, da er Kampfgeräusche hörte.

Zip drehte den Kopf zu Karel und sah, das Amanda ihn angegriffen hatte. Sie hatte dem Nephilim mit dem Speer des Schicksals gegen den Kopf geschlagen, sodass dieser Zip losgelassen hatte.

Der Computerfreak riss die Augen auf. Amanda hatte ihm wohl das Leben gerettet…

,,Amanda!…" brüllte Karel wutentbrannt, ,,…Ich werde dich in Stücke reißen!" Er schlug zu und traf Amandas Wange.

Die Blondine ging zu Boden und der Speer des Schicksals klapperte abermals zu Boden, doch Amanda trat mit ihrem Bein gegen seine Kniescheibe.

Ein lauten Krachen war zu hören und Joachim ging in die Knie, jedoch konnte er seinen Sturz noch mit dem gesunden Bein abfangen. Allerdings dauerte es nicht lange, bis die Verletzung wieder verheilt war.

Doch Zip war wieder auf die Beine gekommen und packte Karel von hinten. Er schlang seine Arme um den Hals des Nephilim und drückte zu.

Joachim griff nach hinten, packte Zips Shirt und warf ihn mit einem großen Schwung über sich hinweg, als er selbst aufstand.

Der Computerfreak stürzte über Karel hinweg und landete hart auf Amandas Beinen.

Sie schob ihn noch im selben Moment von sich runter, da sie einen Angriff kommen sah.

Um Karels Faust hatte sich Energie gebildet und diese faust kam nun mit Schwung von oben auf die beiden zu.

Amanda und Zip schafften es noch gerade rechtzeitig, sich beide nach links zu rollen, um dem Angriff zu entgehen.

Joachims Faust grub sich lauthals und grollend in den Boden, der daraufhin, für kurze Zeit, erschütterte wurde.

Das nutzten Zip und Amanda, um auf die Beine zu kommen, jedoch befand sich Karel nun zwischen ihnen und dem Speer.

Beide scheinen den selben Gedanken zu haben. Sie drehten sich blitzschnell zu dem Nephilim und traten kräftig zu.

Zip traf ihn an der Hüfte und Amanda am Kopf.

Der Nephilim stürzte nun zu Boden, doch riss seine Hand hoch und schickte einen Energiestrahl in die Luft. Dadurch, das er gefallen war, hatte er den Angriff jedoch verrissen und Zip und Amanda wurden nicht getroffen, sondern die Höhendecke über ihnen.

,,Achtung…" brüllte Zip, als er aufsah und erkannte, das Steinbrocken sich lösten. Er packte Amanda an der Schulter und riss sie mit sich zur Seite.

Ja sie hatte ihm vorhin das Leben gerettet und er hatte sich wohl jetzt dafür revangiert und auch wenn sie im Moment den selben Feind hatten, so machte es sie noch immer nicht zu Freunden. Zip würde niemals vergessen, was sie getan hatte oder für wessen Tode sie verantwortlich war. Jedoch hatten sie zu zweit einen kleinen Vorteil.

Karel kam allerdings schneller auf seine Beine, als ihnen beiden lieb war. Wutentbrannt hob er seinen Handschuh und schickte Energie los.

Zip duckte sich unter der Energie und Amanda tat es ihm gleich. Dann mussten beide Springen, um dem Angriff zu entkommen und verlagerten ihr Gewicht so, das sie sich in einer Rolle am Boden abrollen konnten.

Dann allerdings, schlug ein Energieblitz nur wenige Meter krachend neben den beiden aus. Steinbrocken wurden abermals aus dem Boden geschlagen und die leichte Druckwelle des Angriffs, erreichte die beiden doch noch.

Zip und Amanda wurden zu Boden geschleudert. Steine und Dreck rieselten auf sie hinab und sie schützten ihre Köpfe vor den Trümmern.

Karel kam auf die Beiden zu mit großen Schritten, die durch ihre Ausweichmanöver etliche Meter weg waren. Er blickte sie voller Hass an und sah zu, wie sie sich wieder aufrappelten. Um seine behandschuhten Finger sammelte sich erneut eine hohe Konzentration an grünlicher Energie.

Zip blickte auf und Amanda schaute über ihre Schulter. Beide lagen noch immer am Boden und weiteten die Augen, als Joachim den Handschuh hob, um sie beide zu töten.

Dann stoppte Joachim plötzlich und Überraschtheit machte seinem Hass im Gesicht platz.

Zip und Amanda blickten gespannt hin und glaubten kaum, was sie sahen, denn die Spitze des Speeres des Schicksals hatte sich von hinten durch Karel hindurch gebohrt.

Dann wurde die Spitze wieder kraftvoll hinaus gezerrt und Joachim ging keuchend zu Boden. Er blieb liegen.

Zip stand auf, als er sah, wer den Speer führte: ,,Patience!"

Die Magdalena nickte, etwas außer Atem, da sie wie der Teufel gerannt war, um hierher zurück zu kommen.

,,Alles in Ordnung?" fragte sie, als auch Amanda aufstand.

Zip nickte.

,,Ist er tot?" fragte Amanda ungläubig.

Patience schüttelte den Kopf: ,,Nein, jedoch setzt ihm der Speer des Schicksals sehr zu, er wird etwas brauchen, bis er sich wieder regeneriert hat, da ich sein Herz getroffen habe…" sie blickte sich kurz um, ,,…Wo sind Lara und Kurtis?"

Zip schüttelte den Kopf: ,,Ich weiß es nicht…" er schluckte kurz und deutete kurz zu dem Nephilim, der zwischen ihnen am Boden lag, ,,…Er meinte, Lara würde dabei Kurtis zu töten. Aber das kann ich mir nicht vorstellen."

,,Sie ist noch immer in seinem Bann, natürlich wird sie alles tun, was er von ihr verlang…" entgegnete Amanda, ,,…Sie weiß nicht was sie tut, so hat er es bei mir auch getan. Sie wird ihm blind folgen und in ihr eigenes Verderben laufen."

,,Okay, wir müssen die beiden finden und zwar pronto und dann bringen wir Lara wieder zur Vernunft." sagte Zip.

,,Sie sind sicher in der Kapelle, also lasst uns…" meinte Patience, doch stoppte dann plötzlich.

Alle drei hörten Joachims stöhnen und blickten zu ihm. Er war dabei sich wieder aufzurappeln und das verhieß nichts Gutes.

,,Verdammt…" hauchte Zip und trat instinktiv, genau wie Amanda einige Schritte zurück.

Die Magdalena tat es ihnen gleich, doch wusste, das wenn Karel sie erneut angreifen würde, sie keinerlei Chance mehr gegen ihn haben würden. Niemand von ihnen wusste, wie man ihn jetzt noch besiegen konnte.

Doch was sollten sie tun?

Alle einsammeln und fliehen und an einem ruhigen Ort darüber nachdenken, wie dieser Mistkerl aufgehalten werden kann, während er die Welt zu seinem Eigen macht?

Und was wäre, wenn sie belieben würden? Wie lange würden sie überleben?

Es war aussichtslos…

Die einzige Chance, die Patience sah, war Karel den Handschuh ab zu nehmen. Dann wäre er sicherlich nicht mehr ganz so mächtig.

Allerdings wusste die Magdalena nicht, wie sie das anstellen sollten. Sicher, die Hand abschneiden, wäre eine Idee, aber einer von ihnen müsste erst nahe genug an den Nephilim heran kommen.

Doch wer war dazu im Stande?

Abrupt blickte Patience zu Zip: ,,Zip, geh in die Kapelle! Suche Lara und Kurtis. Beeil dich!"

,,Aber…" er wollte widersprechen. Er konnte zwei Frauen nicht gegen eine Unsterbliche Kreatur kämpfen lassen.

,,Los, geh schon. Wir werden Karel in Schach halten. Beeil dich!" entgegnete die Magdalena und ihr Blick ließ keine Widerworte mehr zu.

Zip nickte und blickte prüfend zu Amanda.

,,Keine Sorge, ich habe nicht vor, euch noch mal zu verraten." sagte diese und aus irgendeinem Grund heraus glaubte Zip ihr.

Ja, sie waren keine Freunde, doch es schien Amanda genauso wichtig zu sein, Karel auf zuhalten, wie ihnen allen. Warum, oder was Amandas Beweggründe waren, darum konnten sie sich alle später kümmern.

Zip nickte, blickt noch einmal zu Patience und sah ihren entschlossenen Blick, dann sah er, das Karel wieder zu Kräften kam du dabei war aufzustehen, also drehte der Computerfreak sich um und rannte los. Er rannte zum Eingang der Kapelle und verschwand in ihr…

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Ihre Tränen waren seit einigen Minuten versiegt, da sie im Moment einfach keine mehr hatte.

Reglos lag sie noch immer auf seiner Brust. Ihre Hände krallten sich noch immer in sein blutgetränktes Shirt.

Monoton starrte sie ins Leere, das Einzige, was sie noch wahr nahm, war ihr eigener, mittlerweile wieder völlig ruhiger, Herzschlag, der ihr nur zu deutlich verriet, das nur noch sie am Leben war.

Er war tot.

Lara schluckte und atmete ganz langsam ganz tief durch. Der Schmerz war noch immer da.

Er betäubte sie und jede noch so kleine Bewegung würde umso mehr weh tun. Müde und kraftlos schloss Lara die Augen, alles war verloren. Sie fühlte sich allein und verlassen und schuldig.

,,…Karel…" kam es ihr über die Lippen, im gleichen Moment, da Lara eine ungeheure Wut in sich aufsteigen spürte.

Sie war wütend auf ihn, da er sie dazu gebracht hatte. Lara hasste Karel aus ganzem Herzen. Nur wegen ihm, war das alles geschehen.

Die Archäologin wollte etwas tun und es viel ihr wie Schuppen von den Augen.

Sie wollte Rache.

Sie wollte, dem Nephilim ein für alle mal fertig machen. Sie wollte ihn nie wieder sehen, doch sie hatte keine Kraft mehr, sich von Kurtis abzuwenden. Sie wollte einfach nur bei ihm sein.

,,…Es tut mir so leid, Kurtis…" flüsterte sie und ihre Hände krallten sich an ihm fest. Warum hat ihr niemand das Leben genommen? Das hätte sie ertragen, ja selbst, wenn Kurtis es getan hätte, hätte sie es hingenommen und wäre froh gewesen erlöst zu sein. Doch warum musste sie es gewesen sein, die ihn ermordet hatte?

Warum nur…Warum habe ich das getan?…Hätten mein Herz oder mein Verstand meine Hände nicht im Zaum halten können?…

Wieder spürte sie heiße, beißende Tränen in ihren Augen aufsteigen und dann drang etwas anderes in ihre Ohren.

Es waren hastige Schritte und jemand rief ihrer beider Namen: ,,Lara! Kurtis!" Es war zig, Lara erkannte seine Stimme.

Sie öffnete die Augen und hob den Kopf, gerade in dem Moment, als ihr bester Freund um die Ecke kam, den Raum betrat, die beiden erblickte und mit weit aufgerissenen Augen abrupt stehen blieb.

Zip sah Lara bei Kurtis. Er sah das Blut, das aus Kurtis Bauch kam und Excalibur, ein Messer, den Schmerz und das Leid in den Augen seiner besten Freundin und er wusste, das etwas schreckliches passiert sein musste…