Fade to black


Disclaimer: Zum Glück gibt es hier keine Gema Gebühren, sonst müsste ich J.K. Rowling ne Menge Geld bezahlen für das nutzen ihrer figuren )

Haaaaalllo leute

Huuuuuh, mir gehts gut! Ich habe gerade mit meiner Krachmachkombo einen grandiosen Gig hingelegt und hab dermaßen gute Laune hihi

Die Sonne Scheint mir aus dem , wenn man hinter mir steht muss man ne Sonnenbrille tragen ;)
Und weil ich so gut drauf bin, hier das neue chapter.
Mein Dank gilt allen treuen Lesern und natürlich meiner Beta Lobarie

Viel Spass!


33.Die Tochter des einen und das Ich des anderen

„Die Körper deiner Opfer?", fragte Sarah perplex.

„Es ist so, wenn ich mich entschließe, diese Macht voll zu nutzen, dann läuft das nur darauf heraus, meinen Gegner zu vernichten. Auch ich nutze Bannsiegel für diese Magie. Einfache Tricks wie sich in Nebel zu verwandeln und so schnell zu reisen kann ich noch so ausführen, doch wenn ich ernsthaft damit kämpfe, behalten meine Diener die Körper meiner Feinde…sie fressen sie einfach."

„Aber das ist ja furchtbar", sprach Hermine entsetzt.

„Macht hat immer einen Preis, den man zu zahlen hat oder den andere für einen zahlen, das ist wirkliche schwarze Magie, Aktion und Reaktion, Konsequenzen und Preise", erklärte Derek gelassen, während sie dem Falken folgten, der langsam vor ihnen durch die Nebel glitt.

„Was wird uns nun erwarten?", fragte Ron um von dem düsteren Thema, das vorherrschte weg zu kommen.

„Da es mein Hund war, der uns in meinen Geist führte, vermute ich, dass Saras Falke uns in ihren Geist führt."

Das Mädchen blieb stehen.

„Nein, das darf nicht sein!", hauchte sie.

„Der Geist weist uns den Weg, dem wir folgen müssen oder wir gehen verloren in den Wirren dieser Sphäre, keiner kann das ändern", sagte die verträumte Stimme von Elisabeth.

„Das ist nicht gut", erwiderte Sara geschockt.

„Kann ich nachvollziehen, aber wir werden wohl alle unsere Köpfe freigeben müssen, ehe wir an Harrys und Hermines Problem kommen", erklärte Derek ohne sich umzudrehen.

Sara wirkte noch immer unwillig, doch Ron nahm sie an die Hand und redete leise auf sie ein.

Sie liefen noch eine Weile weiter, ehe sie eine weitere Tür erreichten.

Elisabeth schob sie auf und die Gruppe betrat Saras Gedankenwelt.

Sie kamen in ein großes, von der Sonne durchflutetes Wohnzimmer, das eine bequeme Einrichtung besaß. Man erkannte, dass es ein Zaubererhaushalt war, da es keine elektrischen Geräte, gab sondern typische Zauberereinrichtung.

Sara sah sich perplex um.

„Das ist unser altes Haus...in den Staaten."

„Du lebst hier", erklärte Elisabeth und eine Schiebetür glitt auf.

Ein junges Mädchen, die jüngere Sara kam heraus und hüpfte auf ihr älteres Ich zu.

„Ich habe alles aufgeräumt, wir können uns alles ansehen", erklärte sie und hüpfte wieder auf die Schiebetür zu.

Der Falke, der sich auf Rons Schulter niedergelassen hatte, flog dem Mädchen hinterher.

„Wir müssen ihnen..."

„...folgen, schon klar", unterbrach Ron Elisabeths Satz.

Die Gruppe durchschritt die Tür hinter Sara, die ängstlich gezögert hatte.

Sie kamen in einen kleinen Klassenraum, eine Zauberergrundschule.

Ein Mädchen mit schwarzen Zöpfen hielt gerade einen Vortrag über den Beruf ihres Vaters.

Sie war gerade am Ende angelangt und das Mädchen setzte sich.

Die alte Lehrerin, die einen freundlichen Blick hatte, sagte: „Nun ist Sara dran."

Die kleine Sara erhob sich schüchtern und ging nach vorne.

„Also, meine Mami ist Arithmantikerin. Sie rechnet immer ganz tolle Sachen aus und entwickelt so nagelneue Zaubersprüche oder findet heraus, was für ein Zauber benutzt wurde. Sie bekommt Aufgaben von Firmen und auch von den Auroren der AAW. Sie kann ganz, ganz toll und ganz schnell rechnen und damit verdient sie ihr Geld. Also ist Arithmantik doch nicht so doof, wie alle immer denken."

„Und was macht denn dein Papa?", fragte ein frech wirkender Junge.

Die kleine Sara wurde traurig und erwiderte: „Ich habe keinen Papa mehr..."

Das Bild wurde schwarz und erstand wieder neu.

Sara und eine Frau, die ganz offensichtlich ihre Mutter war, saßen zusammen im Wohnzimmer.
Sara war älter als zuvor, so etwa dreizehn Jahre alt.

Ihre Mutter blätterte in Unterlagen und stellte mit ruhiger Stimme Fragen, die Sara beim Hausaufgaben machen beantwortete, quasi nebenher.

„...und eine zehnprozentige Abweichung entsteht, womit haben wir es dann zu tun?"

„Einen Spannungsfall durch einen äußeren Einfluss. In diesem Fall könnte es beispielsweise ein Vertuschungszauber sein, was natürlich bedeutet, dass noch ein anderer Zauber gesprochen worden ist."

„Korrekt, du bist fast so gut wie ich...das hast du wohl von deinem Vater."

Die junge Sara hielt mit ihrer Feder inne und wirkte traurig.

„Mama...warum erzählst du nie etwas von Papa?"

Die Frau sah auf und schenkte ihrer Tochter einen bedauernden Blick.

„Das würdest du noch nicht verstehen...egal, wie klug du schon bist."

„Aber ich möchte wissen, woher ich komme...alle anderen Kinder haben Großeltern, Onkels, Tanten...nur ich nicht. Warum?"

„Wenn du etwas älter bist, werde ich es dir erklären", erwiderte ihre Mutter nur und wandte sich wieder ihren Unterlagen zu, das verletzte Gesicht ihrer Tochter vollkommen ignorierend.

„Warum hast du es mir nie gesagt?", flüsterte die echte Sara leise.

Ron wirkte nervös und das Bild wechselte wieder.

Sie waren wieder in dem Haus der Spencers, nur war es diesmal wohl eine erst kurz zurückliegende Erinnerung, da die doppelte Sara ein exaktes Ebenbild der echten war.

„…ist ein wirklich gutes Angebot. Ich wäre irre, wenn ich es ablehnen würde", erklärte ihre Mutter gerade.

„Das weiß ich, Mum, aber warum nach England? Das ist so weit weg und…alle meine Freunde sind hier und meine Schule und…"

„Zunächst mal, du wurdest in England geboren, Sara..."

„Aber ich erinnere mich doch nicht mal daran! Seit ich denken kann waren wir hier! Und nur wegen diesem Angebot gehen wir zurück in ein Land, das ich nicht mal kenne! Ich will hier bleiben, Mum."

„Ich weiß, Spätzchen", erwiderte ihre Mutter ruhig. „Doch es ist ein hervorragendes Angebot und außerdem könntest du nach Hogwarts gehen, das ist eine der besten Schulen der Welt. Sag nicht, dass du das nicht verlockend findest."

„Doch schon, aber…"

„Kein Aber, mein Entschluss steht bereits fest, ich habe bereits angenommen. Ich will dich nicht dazu zwingen, aber ich werde es, wenn ich muss, Sara. Du weißt, dass ich seit Jahren auf so ein Angebot warte…bitte sieh es doch ein…"

Sara ließ den Kopf hängen.

„Ja…es ist in Ordnung."

„Ja, es war in Ordnung…und auch wieder nicht", flüsterte ihr reales Ebenbild.

Die anderen Jugendlichen hatten den nicht gerade leisen Streit ein wenig bedrückt verfolgt. Das ging sie wirklich nichts an.

Die Umgebung veränderte sich wieder.

Ein luxuriös eingerichteter Raum erschien.

Die Möbel bestanden aus altem edlen Holz, die Wände waren fensterlos und ebenfalls mit Holz vertäfelt.

Sara lag auf einem riesigen Himmelbett und eine Gestalt mit strubbeligen, schwarzen Haaren stand an der Tür, sich leise mit jemand anderem unterhaltend.

„NEIN! NICHT DAS!", brüllte die reale Sara mit tränenden Augen.

Ron nahm sie in die Arme, während die anderen erschrocken ihre Freundin ansahen.

Nur Derek musterte den Rücken des Schwarzhaarigen skeptisch und Elisabeth wirkte verträumt wie immer.

„Was ist denn los, Sara?", fragte Hermine fürsorglich.

„…nicht diese…bitte nicht diese….", murmelte die weinende Schülerin verzweifelt.

Ein lautes: „Fuck!", von Derek lenkte ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Schwarzhaarigen, der ein Tablett vor sich her levitierte.

„Alexander!", rief Harry entsetzt aus.

Der Les enfants terrible stellte sich vor das Himmelbett und musterte Sara mit einem warmen Blick, ehe er wieder ernst wurde und sagte: „Jetzt hör auf Theater zu spielen und steh endlich auf, sonst wird dein Frühstück noch kalt!"

Die liegende Sara schrak auf.

„Harry…!", fragte sie entsetzt.

Alexander lachte kalt.

„Nicht ganz, mein Name ist Alexander. Jetzt steh auf und frühstücke erst mal. Das war 'n heftiger Schocker, den du abbekommen hast."

„Bitte nicht…", flehte die reale Sara verzweifelt

Alexander ließ das Tablett zum Tisch schweben. Er setzte sich und goss sich einen Tee ein, während Sara sich zögerlich erhob.

Sie setzte sich auf sein Nicken hin und frühstückte schweigend.

Nach einer Weile fragte sie leise: „Wo bin ich hier?"

„Beim Lord, mehr wirst du darüber nicht erfahren."

„Bin ich eine Gefangene?"

„Nicht in dem Sinne. Eher ein ganz besonderer Gast, der einigen strengen Regeln unterworfen ist", erwiderte Alexander bestimmt.

Diese Antwort verwirrte Sara sichtlich.

„Und was soll das alles?", fragte sie vorsichtig.

„Das wirst du von seiner Lordschaft erfahren."

Man erkannte deutlich die Panik in ihrem Gesicht, nachdem sie die Antwort vernahm.

„Keine Sorge, dir wird nichts geschehen", sagte Alexander mit einer seltsamen Wärme in der Stimme, die ganz und gar nicht zu ihm passte, doch dies beruhigte Sara nicht im geringsten.

„Ich werde in zehn Minuten wiederkehren. Dort im Schrank findest du einige Roben. Versuche nicht zu entkommen, das würde nur schief gehen."

Mit diesen Worten verschwand der Les enfants terrible aus der Tür.

Die Sara aus der Erinnerung begann sich umzuziehen, wobei Derek, Ron und Harry sich anstandshalber umdrehten, während die reale Sara immer noch weinte und sich einfach nicht beruhigen wollte.

Nach einiger Zeit betrat Alexander das Zimmer wieder und forderte Sara auf, ihm zu folgen.

Die Gruppe folgte den beiden durch die Parzelle.

Derek und Elisabeth wirkten beide gleichermaßen angewidert. Sie hatten gedacht, dass die Zeit der Parzellen vorbei wäre, doch dieser Bau unterschied sich kein bisschen von dem, den sie bereits in Dereks Erinnerung gesehen hatten.

Sie erreichten eine große Doppelflügeltür, die von Alexander aufgeschoben wurde.

Mit einer Verbeugung wies er Sara in einen großen Saal und die Beobachter folgten ihr.

Der Boden war wie in ihrem Zimmer mit rotem Samtteppich bedeckt. Kunstvolle Gemälde zierten die Wände und auf einem kleinen Podest stand ein mit kunstvollen Schlangenornamenten bedeckter Thron, auf dem jemand saß.

„Tom Riddle...", brachte Harry heraus.

„Wie Tom Riddle...etwa...Voldemort?", fragte Ron verdutzt.

„Genau Ron...Voldemort...doch nun trägt er sein altes Gesicht. Warum tut er das?"

Harry wirkte verwirrt während Voldemort zu sprechen begann.

Er lächelte warm und fragte: „Ist sie das, Alexander?"

„Ohne den geringsten Zweifel, Mylord", erwiderte dieser.

„Sehr gut, ich bin sehr zufrieden. Du kannst gehen."

„Stets zu Diensten."

Alexander verlies den Thronsaal ohne ein weiteres Wort.

Der Mann erhob sich elegant und schritt langsam auf sie zu.

„Sara. Lass dich ansehen. Es ist sehr lange her."

Die Sara aus den Erinnerungen wirkte verängstigt und entsetzt, doch auch die reale Sara schien gleich zusammenzubrechen.

„Wer sind Sie? Doch nicht Sie-wissen-schon-wer?"

Der Mann grinste schelmisch.

„In der Tat eine sehr interessante Frage. Ich habe viele Namen und Gesichter. Heute kennt man mich im Allgemeinen als Lord Voldemort oder auch Er-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf und das passende Gesicht dazu habe ich auch, doch nicht jetzt. Nun stehe ich hier als Tom Riddle und trage auch dessen Gesicht."

„Was soll das alles?", fragte Sara ängstlich.

„Du musst dich nicht fürchten. Ich könnte dir nie etwas antun."

Sara verzweifelte fast.

„Setz dich erst einmal", sagte Tom und mit einem Schwenk seiner Hand erschienen zwei bequeme Sessel.

„Warum hast du es mir nie gesagt, Mama...? ...Warum nur?", wisperte die echte Sara verzweifelt.

„Nun, wo soll ich beginnen?", fragte der Mann eher er selbst als sie.

„Vor einiger Zeit, als ich noch auf dem Höhepunkt meiner Kraft war, da gab es mich schon zweimal. Als Voldemort verbreitete ich Schrecken überall auf der Welt. Doch selbst ein mächtiger Schwarzmagier wie ich hat gewisse Grundbedürfnisse, die er zu erfüllen versucht. Eine Frau, ein Heim, ein Kind…"

Die Gruppe konnte nicht glauben, was sie da zu hören bekam. Einzig Derek, Elisabeth und Ron schienen gefasst zu bleiben, doch die verbliebenen drei trugen gleichermaßen entsetzte Gesichter und in Saras Fall, ein verzweifeltes.

„Du siehst deiner Mutter sehr ähnlich. Sie fand kurz nach deiner Geburt heraus, wer ich wirklich war und floh mit dir in die Staaten. Doch ehe ich euch wiederfinden und alle Missverständnisse beseitigen konnte, wurde ich geschlagen. Doch nun, wo ihr nach England zurückgekehrt seid und ich wieder einen Körper besitze, verspürte ich den Wunsch, meine Tochter zu sehen, die man mir so lange Zeit vorenthalten hat."

„Das ist nicht wahr…", flüsterte Sara entsetzt.

„Oh doch", erwiderte er mit einem breiten Grinsen.

„Sie…Sie sind…?"

„Dein Vater, ganz richtig."

Das Bild wurde wieder düster.

„Das...das kann ich nicht glauben", flüsterte Harry entsetzt.

Hermine wirkte geschockt und Ron beobachtete das alles mit versteinerter Miene.

„Nun verstehe ich deine Zwickmühle, Jay", flüsterte Derek und behielt dabei eine ernste Miene.

Sara weinte verzweifelter als zuvor.

„Bitte...bitte hasst mich nicht...bitte...bitte...bitte...!"

Sie schien vollkommen zusammenzubrechen.

Hermine versuchte sie zu trösten, doch nichts half.

„...Nein...", flüsterte Harry mit zorniger Stimme.

„Was?", fragte Hermine entsetzt und sah ihren Freund an, der wirklich wütend wirkte.

„Nein!...Nein!...NEIN!...NEIN!", schrie er wütend und drehte sich blitzschnell zu Sara um.

NEIN! HÖRST DU! NEIN, WIR HASSEN DICH NICHT UND JETZT REISS DICH VERDAMMT NOCH MAL ZUSAMMEN!"

Sara verstummte abrupt und starrte Harry mit tränenverschmiertem Gesicht an.

„...Was..?"

„Hör mir jetzt genau zu, Sara...du kannst nichts dafür, verstanden? Du wirst dir deswegen jetzt keine Vorwürfe machen...wir wissen, dass du nichts dafür kannst. Und jetzt reiß dich zusammen...wir haben noch viel Schrecklicheres vor uns, dagegen war das sicher noch gar nichts. Ich hasse dich nicht! Verstehst du? Du kannst nichts dafür und nun lass es uns vergessen!"

Sara starrte den Schwarzhaarigen ungläubig an.

„Meinst du das...ernst?", fragte sie mit vor Unglauben triefender Stimme.

„Ist der Papst katholisch?", erwiderte Harry bissig und drehte sich um.

Hermine sah Harry mit einem Lächeln an...wie erwachsen er wirkte...nun war er endgültig kein kleiner Junge mehr.

Rons Fuchs erwartete sie bereits, um sie in den Geist des großen Schülers zu führen.

Ron grinste und erklärte: „Bin schon gespannt, was wir bei mir sehen ist."

„Ist es dir nicht unangenehm?", fragte Derek verwundert.

„Nee...ich glaube eher, dass eh jeder weiß, was in meiner Birne so abgeht, nur ich nicht. Ich hab nix zu verbergen, alles was uns dort erwartet, wissen meine Freunde bereits."

Das entlockte der Schamanin ein Grinsen.

„Ein offener Geist, der keine Geheimnisse hütet, ist stets ein freier Geist, das wird wohl nicht lange dauern", erklärte sie.

Sie erreichten die Tür in den Geist von Ron und traten ein.

Wie erwartet kamen sie in der Küche des Fuchsbaus heraus.

Ein exaktes Ebenbild von Ron, lehnte lässig auf dem Tisch und sah sie an.

„Oh sieh an, Besuch, was wollt ihr denn hier?", erklärte der Gedanken-Ron und nickte ihnen freundlich zu.

„Du interagierst mit uns?", fragte Elisabeth milde überrascht.

„Jepp. Is echt lahm hier drin, keine großen Geheimnisse, 'ne Menge Peinlichkeiten, die eh jeder kennt und eine fast unnormale Geistesdisziplin."

Der reale Ron grinste breit und sagte: „Hab ich auch nicht anders erwartet, doch warum redest du mit uns...das ist bisher noch nie passiert."

„Tja, ich weiß es selbst nicht...aber ich bin du und...sach mal, kommst du dir nicht auch irgendwie schizo vor?"

Der reale Ron grinste als er die Frage hörte.

„Joa, irgendwie schon, aber ich unterhalte mich gerne mit mir."

„Stimmt schon", erwiderte sein geistiges Gegenstück. „Wenigstens widersprechen wir uns nicht."

Harry war vollkommen verwirrt. Erst diese Erinnerungen von seinem Mentor...dann das schreckliche Geheimnis von Sara und nun führte Ron eine Unterhaltung mit sich selbst...und schien sich köstlich darüber zu amüsieren.

„Also,...", rief der reale Ron aus. „...wenn es hier nichts zu sehen gibt, dann sollten wir wohl weiter."

Der Gedanken-Ron lachte leicht und erwiderte: „Sorry Digger, aber der Meinung bin ich nicht."

Die Gruppe sah Rons Gedankenabbild an und wirkte verwirrt.

„Leute, Leute... Ihr habt doch echt nicht gedacht, es wäre so leicht, oder? Bevor ihr in die Gedanken meiner besten Freunde könnt, müsst ihr an mir vorbei...besser gesagt, du musst an mir vorbei, liebster Zwilling. Der Beschützer muss sich raushalten."

„Eine Prüfung des Geistes?" fragte Elisabeth überrascht.

„Oh ja, Führerin...Rons Geist ist frei, doch etwas muss er noch vollenden, ehe ich euch ziehen lassen kann. Er muss sich endlich vollkommen den Kampf gegen sich selbst stellen, das tat er zwar oft im letzten Jahr...doch nun muss er es zu ende bringen."

„Ist das 'n Witz?", fragte der reale Ron fassungslos.

„Tut mir leid, Digger...und noch was, hier gibt es keine Magie, benutz deine Hände. Besiege dich endlich selbst und sei endlich wirklich frei."

„Wirklich frei?"

Harry und Derek wollten sich auf die beiden zu bewegen, doch eine unsichtbare Macht hinderte sie daran.

„Keine Ausflüchte, Ron, keine Hilfe, keine Magie...nur wir beide und unsere Fäuste. Besiege dich endlich selbst und beschreite den letzten Pfad um zum Weg wahrer Größe zu gelangen, auf dem du zu schreiten wünschst", sagte der Gedanken-Ron mit einem breiten Grinsen und stellte sich lässig hin, was wie Harry erkannte, Rons typische Kampfstellung darstellte.

„Kämpfe gegen mich...besiege mich, nur dann kannst du Hermine und Harry wirklich helfen."

Die beiden Rons standen sich in ihrer Kampfstellung gegenüber.

„Du meinst, dass ich ihnen nur helfen kann, wenn ich selbst nicht mehr bin?", fragte der reale Ron und griff sein Gegenüber an.

Dummerweise griff der Gedanken-Ron sein reales Ebenbild in der gleichen Sekunde an, mit exakt dem gleichen Angriff.

Sie beide trafen sich gleichzeitig und wurden exakt gleich zurückgeschleudert.

„Genau das", rief der Gedanken-Ron und startete einen weiteren Angriff, doch auch Ron führte wieder die gleichen Bewegungen aus. Und wieder trafen sie sich an der gleichen Stelle.

„Ob das wirklich so sinnvoll ist?", rief Ron, nachdem sich das Gleiche dreimal wiederholt hatte.

Der Gedanken-Ron grinste nur.

„Das ist der springende Punkt an der Sache...ich kann nicht viel dran ändern, du bist frei, versteh das endlich."

Wieder stellte Harry fest, dass diese Sphäre der Gedanken über eigene Gesetze verfügte, den eigentlich sollten Rons Erinnerungen in seinem Kopf bleiben und ihn auf Ideen bringen.

Stattdessen erschien eine Erinnerung von Jay direkt hinter dem echten Ron und verpasste diesem eine saftige Kopfnuss. Immerhin waren sie schon in Rons Kopf.

„Regel Nummer eins in einem Kampf, tu nie das, was man von dir erwarten würde, du Depp! Immer improvisieren, nie wiederholen, verstanden?"

Der grinsende Jay verschwamm wieder während sich der echte Ron den Kopf hielt.

„Dass der Kerl das niemals lassen kann", brummte er und wich dem Angriff seines anderen Ichs geschickt aus."

„Also improvisieren", wiederholte Ron für sich und begann den Kampf erneut.

Harry fiel auf, dass der falsche Ron immer bei einer lehrbuchmäßigen Technik blieb, während der Echte nun alles abwandelte.

Scheinbar nahm er sich die Schelte seiner Erinnerung zu Herzen.

Einmal führte Ron einen Tritt aus, obwohl ein Aufwärtshaken mit der rechten Faust sinnvoller gewesen wäre, aber genau das schien der Punkt zu sein.

Nun sah es wie ein richtiger Kampf aus, den die beiden Riesen sich lieferten.

Der falsche Ron musste viel einstecken, doch er lächelte.

„Na endlich. Du hast es begriffen, überrasch dich selber, löse dich von allem Vertrauten und behalte es bei. Nun bist du geistig endlich weit genug, um ihnen zu helfen...Nun sind wir endlich bereit für alles was kommt."

Überraschend packte er sein Gegenüber und beide verschmolzen wieder zu einem.

Ron keuchte und fiel schwer atmend auf die Knie.

Die anderen konnten sich wieder bewegen und so stürzten sie sofort los, um ihrem Freund auf die Beine zu helfen.

„Bist du in Ordnung?", fragte Sara besorgt.

Anscheinend schien sie ihre eigenen Sorgen wieder verdrängt zu haben.

„Mir geht es...", Ron stockte und sah sich verwundert um. „...Gut...zu gut um ehrlich zu sein, ich fühle mich großartig."

Elisabeth lächelte ihm aufmunternd zu.

„Die Geister haben dich geprüft und du hast die Prüfung gemeistert...wir können Großes von dir erwarten, denn du bist ein wahrhaft freier Geist."

Ron grinste breit und richtete sich wieder auf.

Nun erschienen der Wolf von Harry, auf dessen Rücken Hermines Eule saß.

„Nun ist es Zeit...wir sind bereit die Reisenden zu befreien und die Nebel in ihrem Geist zu vertreiben. Es war eine lange Reise, doch das Schlimmste steht uns bevor. Beschützer, halte dich bereit die Widerstände des Zaubers mit mir zu brechen."

Derek nickte Elisabeth zu und folgte dem Wolf und der Eule.

„Ein freier Geist...eine Aufgabe für den Beschützer...", murmelte Hermine und wirkte sehr nervös.

„Hast du Angst?", fragte Harry sie leise während sie wieder durch den Nebel wanderten.

„...ja...so viel, wie nie zuvor in meinem Leben. Ich hab Angst...es wieder zu sehen...du weißt schon..."

Harry verstand sofort.

Sie sprach von dem Vergewaltigungsversuch...auch er selbst hatte Angst davor, doch nun versuchte er sie zu beruhigen.

Fürsorglich nahm er ihre Hand und verschlang seine Finger mit ihren.

„Keine Sorge...ich bin da, ich war da und werde es immer sein."

Sie lächelte ihn einfach an.

„...Danke..."


Oh yeah, ich hoffe es hat euch gefallen :)

Der Schreiberling ist fertig, nun solltet ihr euer Autorenwerk verrichten.
Es ist nun schon drei Uhr Morgens, ich geh in die poofe.

Wir lesen uns beim nächsten Update.

Gruß!
Z.