Anmerkung der Autorin:
Anmerkung an den Gast-Reviewer, der möchte, dass ich das Leben in der Fünften Kompanie unter den verschiedenen Vertretern zeige: Das werde ich, wenn es reinpasst. Ich habe eine weitere Ausgabe geplant, mit Nanao, die, IMHO nicht genug Aufmerksamkeit bekommt.
Wie immer gehört mir nichts...

Anmerkung der Übersetzerin:
Sorry für die Verspätung. Das echte Leben ist beim Übersetzen dazwischen gekommen. Hoffentlich kann ich ab jetzt mein selbst gestecktes Ziel von einem Kapitel alle 2 Wochen einhalten.
Das Original findet ihr wie immer unter "www(x)fanfiction(x)net/s/7673707/1/Bleach-and-the-Half-Blood-Prince". Einfach (x) durch einen Punkt ersetzen...

Anmerkungen zum Textformat:
:Der innere Hollow spricht:
Ichigo redet mit Zangetsu / Hichigo


Kapitel 35

Sie saßen weit weg wo niemand sie sehen konnte, weil es schrecklich komisch aussehen würde, hatte Orihime gesagt, wenn jemand zufällig sehen würde, wie Yoruichi dasaß mit Kopfhörern in den Ohren, während sie sich das Video ansah, das Mizuiro mit seinem Telefon aufgenommen hatte.

Er hatte sie entdeckt, wie sie Neville folgte und hatte sie unter vier Augen gesprochen um ihr mitzuteilen, was er mitgehört hatte. Er hatte ihr auch gesagt, dass er dieses Wissen nur mit Orihime geteilt hatte; das Mädchen hatte sich zu ihnen gesellt um ihr von dem Gespräch zu erzählen, das sie mitgehört hatte. Sobald sie alles gehört hatte was die beiden zu sagen hatten, seufzte die Shihoin-Prinzessin.

"Nun ja", sagte sie endlich. "Es klingt, als ob die beiden - oder zumindest Luna - genau festgestellt hat, wer die Shinigami sind... und warum wir hier sind."

"Genau warum wir hier sind", stimmte Orihime zu. "Was machen wir jetzt?"

"Ich weiß es noch nicht. Orihime, du stehst beiden nahe, also musst du deine Augen und Ohren offen halten um genau herauszufinden, was sie wissen. Mizuiro, versuch dicht an Neville dran zu bleiben wenn sie es nicht kann. Ich weiß, dass du ein paar Fächer mit ihm hast, die die anderen nicht haben."

Er nickte.

"Ich denke nicht, dass wir es den anderen schon sagen - ich will nicht, dass sie ihr Verhalten gegenüber den beiden ändern, aber wir halten Toshiro auf dem Laufenden. Er weiß schon, dass ich die Bücher gefunden habe. Er ist außerdem der besonnenste der ganzen Truppe und nominell verantwortlich, obwohl Ichigo jetzt ebenfalls ein Kommandant ist."

"Also halten wir ihn mit allem was wir herausfinden auf dem Laufenden?" fragte Mizuiro.

Yoruichi nickte. "Ja", sie seufzte wieder. "Ichigo hat gerade einfach ein bisschen zu viel zu tun, ich will ihn nicht überfordern."

"Das ist wahr", stimmte Orihime zu, die einen traurigen Gesichtsausdruck bekam. "Es ist beinahe wieder so wie in unserem ersten High School-Jahr, so wie er in alle Richtungen gleichzeitig gezogen wird", Mizuiro nickte bestätigend dazu.

"Ich weiß, das ist der Grund warum wir ihm dieses Problem für den Moment vom Leib halten. Wir werden uns selber darum kümmern."

#

Als Februar zu März wurde, machten die Lektionen Fortschritte - nicht nur im Apparieren, sondern mit Kido und auch mit Malfoy. Zusätzlich waren Uryu, Ichigo und Hermine oft über ihre Computer gebeugt und arbeiteten ziemlich dringend an etwas. Harry wusste, dass sich Ichigo ziemlich oft mit Professor Snape traf und dass Professor Slughorn und Professor McGonagall ebenfalls daran interessiert waren, was sie da taten. Was war es? fragte er sich. Er erwischte sie mehrmals dabei, dass sie wegen irgendetwas ziemlich selbstzufrieden aussahen, und mit mehreren großen Bögen Pergament arbeiteten, auf denen Anmerkungen in mehrfarbiger Tinte standen.

Keinem von diesem speziellen Trio machte es etwas aus als die Notiz angebracht wurde, dass der nächste Ausflug nach Hogsmeade abgesagt wurde. Ron allerdings war stinkwütend.

"Das war an meinem Geburtstag!" sagte er sich beschwerend zu Ichigo und Harry. "Ich hatte mich darauf gefreut!"

"Es ist allerdings keine Überraschung", argumentierte Ichigo, "wenn man berücksichtigt, was beim letzten Mal passiert ist."

"Nein - und Katie ist noch immer nicht von St. Mungos zurück an der Schule", stimmte Harry zu. "Und täglich verschwinden mehr Leute und es tauchen auch langsam auch Dinge in den Muggelzeitungen auf." Einer der Vorteile davon, in Hogwarts ins Internet zu gehen - die Fähigkeit, die Nachrichtenberichte der Muggel verfolgen zu können. Ichigo nickte. Er und die anderen hatten im Auftrag von Professor Dumbledore diese ebenfalls im Auge behalten. Sowohl Uryu als auch Hermine hatten kleine Laptops mit in die Schule gebracht, damit sie das tun konnten; sie teilten die Berichte auf, wobei sich Uryu die BBC und den Telegraph vornahm, Hermine die Daily Mail und den Guardian und Ichigo und Harry die kleineren Zeitungen und die sozialen Netzwerke. Da draußen sah es nicht besonders gut aus. Die Todesser waren in letzter Zeit sehr aktiv gewesen.

"Aber jetzt können wir uns nur auf Apparieren und Kido freuen..." grummelte Ron.

Ichigo blickte ihn stirnrunzelnd an. Er hatte keine Geduld für Gekquengel; Harry hatte das im letzten Jahr herausgefunden und versuchte, es in seiner Hörweite zu unterlassen. Sogar Hebi bettelte Ichigo an, dass er ihm bitte erlauben möge, Ron zu beißen... um ihn zum Schweigen zu bringen. Harry war versucht, die Schlange herauszunehmen und es ihn tun zu lassen. "Na ja, wir können immer noch Kido absagen.." sagte Ichigo finster dreinblickend, was zeigte, wie kurz davor er war, richtig verärgert zu werden.

"Ah - nein! Schon okay!" sagte Ron hastig, der endlich den Wink mit dem Zaunpfahl begriff. Harry hüstelte etwas um ein Lachen zu verbergen und spielte weiter Angry Birds, während Hebi etwas enttäuscht grummelte.

Ron war möglicherweise auch verlegen weil er von Uryu in Verteidigung gegen die Dunklen Künste so gewandt besiegt worden war. Ron hatte kaum seinen Zauberstab gehoben, als er von dem Quincy versteinert worden war, der seine fünf Herausforderer schnell erledigt hatte und sich von der Plattform zurückziehen musste. Natürlich hatte sich Hermine genauso gut geschlagen, und nachdem Malfoy von Harry Nachhilfe erhalten hatte, kam er auch auf Trab. Was Ichigo anging -

Nachdem er die ersten vier Gegner ohne weiteres besiegt hatte, hatte er das Pech gehabt, Rukias Namen zu ziehen, was seinen Teamkameraden ein Stöhnen entlockt hatte, die sich alle fragten, ob er nicht einfach aufgeben und sich den Ärger ersparen sollte. Selbst Professor Snape hatte seine Entsprechung eines Augenrollens gezeigt während Professor Flitwick nur den Kopf schüttelte.

Und wie vorhergesagt - hatte er gegen einen selbstzufriedenen, wütend machenden Winzling verloren. Er war kleinlaut mit knallroten Wangen zu den anderen zurückgegangen, während seine Freunde über ihn nur den Kopf schüttelten.

Er war hoffnungslos.

#

Am ersten März wurden sie durch den Lärm geweckt, den ihre Mitbewohner auf ihrem Weg nach unten zum Frühstück veranstalteten. Sowohl Ichigo als auch Harry fügten ihre Geschenke zu dem kleinen Stapel auf Rons Bett hinzu.

"Danke schön", sagte Ron mit verschlafener Stimme als er damit anfing, Papier von seinen Geschenken zu reißen, während Harry seinen Koffer noch einigen der Bücher über Verteidigung gegen die Dunklen Künste durchwühlte, die er im letzten Jahr von Lupin und Sirius erhalten hatte, damit er nach einer anspruchsvolleren Arbeit für sie alle suchen konnte. Ichigo, der Notizen auf einem weiteren dieser sehr großen Pergamentbögen machte, sah sich die Sachen genau an, die Harry aus seinem Koffer räumen musste, um an sie zu gelangen.

"Jesses, Harry", Ichigo schüttelte über die Masse an Zeug, die aus dem Koffer kam, den Kopf. "Sammelwütig?"

Harry lachte verlegen als er sich nach den Gegenständen umsah, die er um sich herum verstreut hatte.

"Hey - sind das nicht die Schokokessel, die Romilda Vane dir gegeben hat?" Ichigo sah etwas, das Harry gerade aus seinem Koffer gezogen hatte, mit einiger Beunruhigung an. "Was machst du noch damit?"

"Ich hatte Angst davor, sie loszuwerden, ich war mir nicht über den besten Weg sicher - und ich habe dauernd vergessen dich zu fragen, wie man es sicher macht", gab Harry zu. "Obwohl - es würde ihr Recht geschehen, wenn ich sie Crabbe und Goyle überlassen würde."

Ichigo prustete bei dem Bild, das diese Worte in seinem Kopf hervor riefen und fragte sich, ob er Draco dazu überreden konnte. Wie sich herausgestellt hatte, hatte der andere Teenager tatsächlich einen Sinn für Humor, der durch seine Erziehung stark unterdrückt worden war und er genoss einen Streich genau wie jeder andere auch. "Ich mache das später - lass sie draußen."

Harry nickte und legte sie zur Seite und sah sich dann das Papier an, an dem sein Freund arbeitete. "An was arbeitest du da?"

"Familienstammbaum."

"Wessen?"

"Wirst schon sehen", war die geheimnisvolle Antwort.

"Huh?" Harry blinzelte.

Ichigo hatte es weggezogen, als Harry versuchte, es sich anzusehen. "Noch nicht. Ich muss erst etwas bestätigen."

"Aber -"

"Sei ein braver kleiner Junge oder du musst darauf warten, den veröffentlichten Aufsatz zu lesen, um die Ergebnisse zu sehen", sagte Ichigo mit gespieltem Ernst. Harry schmollte.

"Gute Ausbeute dieses Jahr!" sagte Ron, der sie unterbrach und beide zu ihm hinüber sehen ließ. Er hatte alles aufgemacht und inspizierte glücklich seine Geburtstagsschätze. "Mensch, ich denke ich werde nächstes Mal nochmal volljährig!"

"Das ist schön, Ron", murmelte Ichigo und verdrehte die Augen. Harry hustete. Ichigos Geduld mit Ron in diesem Jahr fing langsam an, echt zu Ende zu gehen... genau wie Harrys.

"Willst du einen?" fragte Ron undeutlich und hielt ihm eine halb aufgegessene Schachtel Schokokessel hin.

"Ehm, nein danke", Harry schüttelte den Kopf.

"Zu früh für Schokolade, sogar für mich", erwiderte Ichigo, der das Pergament zusammen rollte und zurück in seinen Koffer legte.

"Dein Pech", sagte Ron, der sich den Mund vollstopfte während er aufstand und sich anzog. "Komm schon, du wirst noch mit leerem Magen apparieren müssen, wen du dich nicht beeilst."

"Als ob das einen Unterschied machen würde", murmelte Harry. Ichigo grinste, vor allem über die bissigen Kommentare aus seiner inneren Welt. Hichigo und Zangetsu wären glücklich darüber, wenn sie nie wieder apparieren mussten, vielen Dank auch.

"Lasst uns gehen", sagte Ichigo, der bereits angezogen war, nachdem Harry eilig seine Kleidung übergezogen hatte. Sie waren bist zur Tür gekommen als sie bemerkten, dass Ron nicht bei ihnen war - er lehnte gegen einen seiner Bettpfosten und starrte mit einem träumerischen Gesichtsausdruck ins Leere.

"Ron?"

"Eh, Frühstück?"

"Kein Hunger."

Sie starrten ihn verdutzt an. Er war derjenige gewesen, der es gerade noch eilig gehabt hatte, nach unten zum Frühstück zu gehen.

"Aber du hast gesagt -" Harry starrte ihn mit offenem Mund an.

"Ich komme mit runter", sagte er verträumt, "aber ich denke nicht, dass ich was essen werde."

"Huh?" Ron - hatte keinen Hunger? Hatte er Fieber?

"Er hat gerade eine ganze Schachtel Schokokessel gegessen", sagte Ichigo mit Abscheu. Harry schüttelte den Kopf. Das ergab keinen Sinn: Ron konnte zusätzlich dazu noch ein Menü mit sieben Gängen essen.

"Das ist es nicht", seufzte Ron. "Du - du würdest es nicht verstehen."

"Okay", Harry drehte sich um, aber Ichigo starrte Ron jetzt mit einem alarmierten Gesichtsausdruck an. Harry hatte nicht gehört, dass Hebi ihn angezischt hatte - aber Ichigo schon. Und was Hebi gerade gesagt hatte -

"Mist", murmelte Ichigo während er vorwärts stiefelte, selbst als Hichigo anfing zu glucksen als er ebenfalls verstand, was der kleine Python sagte.

:So ein Depp!:

Halt die Klappe! Oder ich verwandele dich in ein Kaninchen!

"Ich halte es nicht aus!" rief Ron dramatisch aus, der zusah, während Ichigo nach etwas in seinen Sachen suchte.

"Was?"

"Ich kann nicht aufhören, an sie zu denken!"

Ichigo fluchte jetzt auf Englisch und Japanisch und suchte hektisch auf dem Boden und unter den Betten. Harry starrte seine Freunde mit offenem Mund an. Er dachte, dass sie beide den Verstand verloren hätte.

"Warum würde dich das abhalten zu frühstücken?" fragte er, während sein Blick von einem zum anderen wanderte. Yoruichi saß auf seiner Bettkante und beobachtete Ichigo ebenfalls scharf.

"Weil ich nicht glaube dass sie weiß, dass ich existiere!" Ron gestikulierte dramatisch und Ichigo fluchte auf dem Boden immer noch - und zwar ziemlich fließend. So abwechslungsreich, dass Harrys Ohren rot wurden.

"Ich bin mir sicher, dass sie das weiß", sagte Harry vernünftig, der versuchte die Wortwahl zu ignorieren, die Ichigo in seiner Aufregung immer noch verwendete. "Sie knutscht doch dauernd mit dir, oder nicht?"

Ichigo stand endlich langsam auf, mit einem Gesichtsausdruck als wäre ihm übel, während Ron ihn eulenhaft anblinzelte.

"Von wem redest du?" fragte Ron verwirrt.

"Von wem redest du?" fragte Harry, der jetzt genauso verwirrt war.

"Romilda Vane", Ichigo war derjenige, der antwortete, worauf Ron sich dem Kommandanten der Fünften Kompanie an den Hals warf und ihn beinahe erwürgte.

"Du weißt es! Du hast es erraten!" rief er aus.

"Jaah", sagte Ichigo trocken, warf ihm einen angeekelten Blick zu und versuchte Rons Arme von seinem Nacken zu lösen. "War nicht schwer, sobald mir klar geworden ist, dass die Schokokessel, die du gerade runtergeschlungen hast, die waren, die sie versucht hat, Harry vor ein paar Monaten zu essen zu geben."

"Oh nein!" rief Harry entsetzt aus. Das war es, was Ichigo gesucht hatte... die Kessel, die sie mit einem Liebestrank versetzt hatte. Die, die er draußen hatte liegen lassen, damit Ichigo sie entsorgte...

"Ich habe dir gesagt, dass er komisch riecht", sagte Hebi aus seinem Käfig, Harrys Aufmerksamkeit auf sich ziehend. "Aber du hast mir nicht zugehört."

"Du Idiot!" sagte Harry zornig zu seinem Freund, der dicht davor zu sein schien, Ichigo vor Freude darüber zu erwürgen, dass dieser herausgefunden hatte, dass er 'verliebt' in Romilda war; während Ichigo anscheinend versuchte, sich zu beherrschen um nicht dieses riesenhafte Schwert zu manifestieren und Ron in zwei Teile zu schneiden. Zu diesem Zeitpunkt war Harry versucht ihn festzuhalten, während Ichigo das tat. "Weswegen hast du die gegessen?"

"Das waren meine - ein Geburtstagsgeschenk! Ich habe dir einen angeboten, oder nicht?" Ron griff Harry an und schlug nach ihm, aber glücklicherweise war Ichigo schneller und hielt ihn zurück. Oh, jaah - Harry würde ihn definitiv festhalten, während Ichigo Zangetsu zückte...

"Du hast sie vom Boden aufgehoben!"

"Sie sind von meinem Bett gefallen!"

"Sie sind nicht von deinem Bett gefallen, du dämlicher Trottel, sie waren seit vor Weihnachten in meinem Koffer! Romilda hat sie mir gegeben, sie sind mit einem Liebestrank versetzt, erinnerst du dich?"

Bei Erwähnung des Namens 'Romilda' bekam Ron einen verträumten Gesichtsausdruck und fing an poetisch zu werden. Harry wollte sich ernstlich übergeben und, nach seinem Gesichtsausdruck zu urteilen, Ichigo auch - nun ja, sein Lieblingsautor war Shakespeare und die Dichtkunst, die Ron von sich gab, war nicht annähernd von dieser Qualität.

"...so schwarz und glänzend und seidig..." sagte Ron atemlos. "Und ihre Augen..."

"Das ist schlimm", ächzte Harry während er Ron mit einigem Entsetzen anstarrte.

"Kein Scheiß, Sherlock", schoss Ichigo zurück, der Ron immer noch festhielt. "Liebestränke werden mit der Zeit stärker. Mist, ich hatte nicht gedacht, dass ich ausgerechnet Ron das vorbeugende Mittel geben müsste..."

Harry verstand, was Ichigo sagte; bis Lavender war das einzige Mädchen, das sich tatsächlich für einen gewissen Ron Weasley interessierte, Hermine gewesen - aber er hatte das nicht erkannt, selbst als er sie verscheucht hatte.

"Ich muss sie finden - Harry - kennst du sie? Kannst du mich vorstellen?"

"Hast du etwas von dem Zaubertrank übrig?" fragte Harry Ichigo verzweifelt.

"Nein - wir werden Slughorn oder Snape um Hilfe bitten müssen", sagte Ichigo, während er darüber nachdachte, welche Vorräte er hatte. Nichts, um ein Gegenmittel für einen Weasley-Zaubertrank zu erstellen... Die beiden starrten einander einen Moment lang an und Harry konnte sehen, dass Ichigo dasselbe wie er dachte: lass es sich totlaufen und abklingen. Andererseits - vielleicht wenn sie Glück hatten - würden sie an Lavender Brown vorbei kommen, während Ron Romilda schmeichelte (oder es versuchte). Dabei zuzusehen, wie sie von etwas, das sie versucht hatte, Harry anzutun, in Verlegenheit gebracht wurde, war mit Sicherheit eine gerechte Wende, und ganz bestimmt ziemlich lustig. Es wäre sicher für ein paar Lacher gut... und könnte ein paar weitere Vorteile haben, wie zum Beispiel sie von Lavender zu befreien.

"Slughorn?" Ron sah sich um. "Warum sollte sie bei ihm sein?"

"Zusätzlicher Unterricht in Zaubertränke", erwiderte Ichigo, der Ron zur Tür lenkte.

"Denkst du, dass er sie mich mit ihr zusammen nehmen lässt? Ich könnte ein paar zusätzliche Stunden gebrauchen", er rannte praktisch die Stufen hinunter, während Harry und Ichigo versuchten ihn zurückzuhalten. Wenn das so weiter ging würde er sich den Hals brechen und Ichigo würde an ihm ein Konso ausführen müssen...

"Ich wüsste nicht, warum nicht", antwortete Harry, der es endlich schaffte, einen Arm zu ergreifen und zu steuern.

Siehe da, Lavender wartete neben dem Porträtloch als sie es erreichten. Nun, das sollte interessant werden...

"Du kommst zu spät, Won-Won!" schalt sie ihm mit einem Schmollen. "Ich habe ein Geburtstags..."

"Lass mich in Ruhe!" wies Ron sie ungeduldig zurück, was sie ihn schockiert ansehen sah - was die beiden anderen Teenager vor fröhlicher Schadenfreude hätte glucksen lassen, wenn sie nicht mit dem Versuch beschäftigt gewesen wären, den übereifrigen Ron zurückzuhalten. "Harry wird mich Romilda Vane vorstellen!"

Ohne ein weiteres Wort wand er sich aus Ichigos Griff, wobei er den jungen Mann beinahe umwarf, und schob sich durch das Porträtloch, während Lavender in Tränen ausbrach. Harry fing Ichigo auf ehe er fiel und die beiden wechselten einen Blick ehe sie ihm nacheilten. Ichigo zuckte zusammen, als er Rukias Stimme hörte, die seinen Namen rief. Sie hatte eine Art ihn Dinge bedauern zu lassen... selbst wenn sie nicht seine Schuld waren. Er würde eine Menge Erklärungen - und Entschuldigungen - abgeben müssen.

Dankenswerte Weise öffnete Slughorn die Tür nach dem ersten Klopfen; Harry hatte die Sorge gehabt, dass er bereits unten beim Frühstück sein könnte (obwohl Ichigo anhand seines Reiatsus feststellen konnte, dass er da war). Harry wollte sich nicht an Snape wenden müssen... das würde er gern alles Ichigo überlassen, wenn es sein musste. Allerdings gab es keinen Grund zur Sorge, da der Professor immer noch seinen Morgenrock und Schlafmütze trug.

"Harry, mein Junge - Ichigo", nuschelte er, während er sich verschlafene Augen rieb. "Es ist reichlich früh für einen Samstagmorgen..."

"Tut mir leid Sie zu stören, Professor", Ichigo rang wieder mit Ron um ihn davon abzuhalten die Tür anzuspringen, etwas, das Slughorn ihn neugierig ansehen ließ. "Aber wir haben ein kleines Problem -"

Harry erklärte schnell die Situation. "Könnten Sie ein Gegenmittel herstellen? Wir würden ihn ja zu Madam Pomfrey bringen, aber der Zaubertrank kam möglicherweise aus dem Laden seiner Brüder - peinliche Fragen..."

"Ja, aber ich hätte gedacht, dass jeder von Ihnen das könnte - vor allem Sie, Ichigo -"

"Mir sind die Zutaten ausgegangen", Ichigo war zu diesem Zeitpunkt bereit, Ron den Schädel einzuschlagen. "Und die Tür ist um diese Zeit am Samstagmorgen verschlossen."

"Außerdem, bis wir es richtig hinbekommen", Harry verpasste Ron einen harten Ellbogenstoß, um ihm dabei zu helfen sich zu beruhigen, was seinem Freund den Atem mit einem Zischen aus dem Leib presste, "nun ja, braucht es mehr oder weniger uns beide um ihn zu kontrollieren."

"Ich kann sie nicht sehen, Harry!" stöhnte Ron als er wieder zu Atem gekommen war und gerade stehen konnte. "Wo ist sie?"

Slughorn war jetzt wach und beäugte Ron mit einigem Interesse. "Ja, sehr gute Argumente. War dieser Zaubertrank innerhalb des Haltbarkeitsdatums? Sie werden stärker, je länger man sie lagert."

"Keine Ahnung wie alt er ist", gab Harry zu, während er Ichigo dabei half, Ron von der Tür weg zu ziehen, "aber das erklärt tatsächlich eine Menge!"

"Professor - er hat heute Geburtstag!" sagte Ichigo verzweifelt, der nur knapp an einem blauen Auge vorbei kam. "Ich will echt nicht, dass sein Geburtstag sein Todestag wird... und ich bin gefährlich kurz davor, ihn hier zu köpfen."

"Ja, das kann ich sehen", nickte Slughorn, der die Tür öffnete um sie einzulassen. Ron brach beinahe durch die Tür, stolperte dabei über einen Hocker und ließ Ichigo und Harry in einem Knäuel draußen auf dem Boden hinter sich. Slughorn warf den beiden einen besorgten Blick zu, ehe er sich Ron zuwandte.

"Sie hat das nicht gesehen, oder?"

"Sie ist noch nicht hier", seufzte Harry, während er sich vom Boden des Flurs aufrappelte und einem grummelnden Ichigo in den Raum voraus ging. Harry zuckte bei dem finsteren Blick auf dem Gesicht seines Freundes zusammen. Ichigos Laune zerfranste an den Rändern und Ron würde, sobald er wieder normal war, ganz schön was dazu zu hören bekommen... Vor allem da Rukia im Moment höchstwahrscheinlich wegen des ganzen Fiaskos sehr zornig auf ihren Verlobten war. Er hatte vorhin ihre Gegenwart im Gemeinschaftsraum nicht zur Kenntnis nehmen können... und was sie betraf war das eine Todsünde.

"Oh, gut. Wie sehe ich aus?"

"Sehr stattlich", sagte Slughorn sanft, während er Ron ein Glas mit dem Gegenmittel reichte, das er schnell zusammengemischt hatte. "Jetzt trinken Sie das aus, damit sich Ihre Nerven beruhigt haben, wenn sie kommt."

"Großartig!" Ron schüttete das Gegenmittel mit einem Schluck hinunter. Er strahlte die drei an. Dann, während sie zusahen, verwandelte sich sein Gesichtsausdruck in Schrecken.

"Sieht aus, als wäre er wieder normal", nickte Ichigo mit einiger Befriedigung. Er könnte Ron seiner Verlobten als Opferlamm im Austausch für seine Schienbeine anbieten... Slughorn kicherte, während Harry erleichtert seufzte.

"Danke Professor."

"Keine Ursache, mein Junge. Kein Problem", sie sahen zu als sich Ron auf einen nahen Stuhl fallen ließ, seine Gesichtsausdruck gebeutelt. "Mal sehen... was er braucht... ah! Auf geht's!" Slughorn zog eine Flasche hervor. "Auf Eiche ausgebautes Met, genau das Richtige als Stärkungsmittel!" er schenkte mehrere Gläser aus. "Ich wollte das Professor Dumbledore zu Weihnachten schenken, hab's aber vergessen! Ah na ja, ein Geburtstag ist genauso gut, richtig Jungs?"

Harry warf Ichigo einen Blick zu, der mit einer hochgezogenen Augenbraue zu ihm zurück starrte. Anscheinend dachten beide das Gleiche: Wenn Slughorn betrunken genug war, könnten sie ihm die Erinnerung abluchsen.

"Bitteschön Ralph -"

"Ron", sagte Harry mit einem Bühnenflüstern.

Ron achtete nicht darauf; er hatte das Met bereits heruntergeschüttet.

In einem Augenblick brachte Slughorn einen Toast auf seinen Geburtstag aus, im nächsten hatte sich Ron von seinem Sitz erhoben, das Glas fallen lassen und folgte ihm auf den Boden, wo sein Körper zuckte und ihm Schaum aus dem Mund floss.

"Ron!"

Harry und Ichigo eilten an seine Seite; seine Augen quollen ihm beinahe aus dem Kopf und seine Haut verfärbte sich blau.

"Professor! Tun Sie etwas!"

Aber Slughorn konnte sie nur schockiert mit offenem Mund anstarren. Frustriert eilte Harry zu Slughorns Zaubertrank-Ausrüstung. Er hörte kaum, was Ichigo ihm zurief. Er durchwühlte sie, gleichgültig was für ein Durcheinander er anrichtete.

Dann sah er ihn - den Stein, den Slughorn ihm im Unterricht abgenommen hatte. Er schnappte ihn sich und eilte zu seinem Freund zurück, wo Ichigo dessen Kiefer aufdrückte, damit ihm Harry den Bezoar in den Hals stecken konnte.

Ron erschauerte und wurde dann schlaff und regungslos.