Zusammenfassung:
Beim Stöbern in der Bibliothek im Hauptquartier des Ordens im Grimmauldplatz, fallen Hermione fehlende Teile des Tagebuches von Helga Hufflepuff in die Hände. Wie schon im ersten Teil, das von der Jugend der Gründer Hogwarts handelt, scheint das magische Schwert Hrunting eine besondere Rolle im Leben Helgas zu spielen.
Helga Hufflepuff, die im Jahr 956 n. Chr. England verließ, um mit ihrem Mentor, dem Heiler und Halbelfen Richard Eriugena, den Mördern ihrer Eltern, dem Bund der Wölfe, zu entgehen und nach Irland ging, trifft 963 n. Chr. in Schottland auf Cedric Mac Maíl Coluim, den Vetter des Königs Dubh von Schottland. Hier kann sie verhindern, dass König Dubh durch eine Vergiftung stirbt, als auch, dass die Schlacht von Crieff für den vom Bund unterstützen Cullen mac Induff ausgeht. Durch die Benutzung ihres Schwertes bindet sie die Zentauren, die Dubhs Armee fast überrannten. Allerdings flieht der Anführer der Zentauren, Earpwald, mit den Insignien der Führerschaft, dem Diamanten Adamas, nach England. Nachdem Helga von Cedrics Tal und Dorf Hogsmead zurückgekehrt ist, nimmt sie die Verfolgung Earpwalds auf. Doch sie hat nicht damit gerechnet, dass das neue Ratsmitglied Bellona, die dem Vampirclan der Baobhan-Sith angehört, einen durch schwarze Magie erschaffenen Attentäter, einen Wraith, loslässt, der sie fast tötet. Um ihm zu entgehen und mehr über ihn herauszubekommen, trennt sich Helga von Richard, der weiter die Zentauren verfolgt und geht nach Wilton zu Rowena von Ravenclaw.
Währenddessen wohnt im fernen Dinas Emrys, der berühmten Bergfestung inmitten des Königreiches Gwynedd, Godric Gryffindor als Geisel mit seiner Frau Melangell und seinen Kindern Gyrth und Osdryd in relativer Sicherheit, trotz eines Drachenweibchens, welches unter der Festung ihre Brut aufzieht. Als Godric erfährt, dass sein Vater im Sterben liegt, verlässt er Gwynedd und geht nach Tenby. Doch dies ist nur der Auslöser, auf den König Iago gewartet hat. Während Iago durch seinen Hofzauberer Gwefrfawr Godrics Familie inhaftieren lässt und ihm eine Falle stellt, in die der Dydefer schließlich auch geht, plant der Bund den Einfluss auf Iago zu erhöhen, in dem er den Hofzauberer durch Nadal Lynx ermorden lässt. Iago soll glauben, dass Dyfeder den Ausbruch durchgeführt haben und ihn so in einen Krieg zwingen. Allerdings bringt Dunstan von Canterbury König Edgar von England zur Intervention in Wales. Als Godric und seine Familie zum schwarzen Eldorman, dem Großmeister des Bundes, gebracht werden sollen, kann Salazar, der im Bund mittels Vielsafttrank spioniert, Godric befreien und flieht mit ihm und seiner Familie nach England. Doch der Bund, vor allem Salazars Vater Solmen, will Salazar vernichten und lässt seine Freunde beschatten, in der Annahme, sie werden ihn zu seinem abtrünnigen Sohn bringen. Nur durch den Einsatz Godrics kann ein Debakel verhindert werden.
In Wilton, dem neuen Heim von Rowena von Ravenclaw, geht es ähnlich dramatisch zu. Nicht nur, dass König Edgar eine ihrer Nonnen schwängerte, was erheblichen Wirbel hervorruft und das Ansehen der neuen Äbtissin schwächt, auch treffen Vertriebene des Bundes ein, die mit wenigen magischen Fähigkeiten ausgestattet sind. Sie sollten dem Bund dienen oder vernichtet werden, denn der schwarze Eldorman möchte, dass nur eine Elite von Zauberer unter einem magischen König England herrscht. Da es im Land zu Unruhen auf Grund von Landschenkungen des Königs an die Kirche kommt, nutzt dies der Bund aus und greift schließlich auch das Kloster Wilton an, um jener Fliehenden habhaft zu werden. Doch Rowena kann nur mit äußerster Mühe diese Angriffe abwehren, selbst als Helga, Cedric und der Zentaure Berin in Wilton eintreffen. Erst durch Soldaten des Königs Edgar kann Sicherheit erlangt werden. Doch während Helga in Wilton und in Sarum nach dem Wraith forscht und auf seltene Runen stößt, die auch auf ihrem Schwert zu sehen sind, stellt der Bund eine Falle auf, mit der sie das Schwert Hrunting doch noch erhalten können. Dazu wird Meister Richard mit der Beschuldigung gefangen genommen, er habe einen Menschen aus niederen Beweggründen mittels Zauberei getötet. Während Richard einen Brief an Helga verfassen soll, in dem dieser von seiner Festnahme und den Wunsch nach dem Austausch gegen das Schwert berichtet, gelingt es Helga die Herkunft jener seltenen Runen zu erfahren. Zusammen mit einem Dieb und Cedric wenden sie sich an einen Alchemisten.
15. Leidvolle Erinnerungen
Abtei Jarrow, Tyne, Frühjahr 965 n. Chr.
So schnell wie möglich versuchte der kleine Benediktinermönch den kalten steinigen Weg hinauf zum Raum des Abtes des Klosters Jarrow zu gelangen, doch immer wieder musste er anhalten, um andere Brüder die ihm entgegen kamen, nicht umzurennen. Schon begann nicht nur sein Atem entsprechend zu rasseln, auch dampfte seine Stirn in der Kälte des beginnenden Tages. Schließlich aber erreichte er die Tür, hinter der er den Abt von Jarrow, Abbas Flaewig vermutete, und klopfte an. Nichts rührte sich, niemand ließ ihn ein oder antwortete wenigstens, so dass er abermals anklopfte musste.
‚Sollte Abbas Flaewig nicht hier sein?', fragte er sich, doch kurz daraufhin hörte er ein Grunzen, dass ihm die Anwesenheit bestätigte.
Vorsichtig öffnet er den Raum und sah, wie der Abt des Klosters über ein Pergament gebeugt war, welches vor ihm auf dem großen Tisch lag. Ein Mönch, der Abbas Flaewig weniger kannte hätte gemeint, der ältere Mönch würde mit Hingabe den Text des Pergamentes studieren, ja, den Text des Pergamentes gar in sich aufsaugen… doch Tondbert, der kleine Benediktinermönch des Klosters Jarrow wusste, dass Abt Flaewig einmal mehr eingeschlafen war. Angemessen schloss der Mönch die Tür, wobei er sie dabei zwar nicht zufallen ließ, dennoch aber soviel Krach machte, dass Abbas Flaewig dabei aufwachen würde.
„Was… ach ihr seid es Bruder Tondbert, ich habe euch gar nicht bemerkt", sagte der alte Abbas und schaute vom Pergament auf.
„Abbas, entschuldigt mein Eindringen, doch ihr habt mir nicht geantwortet, da ihr mit dem Pergament so beschäftigt wart. Ich habe eine dringende Botschaft an euch", sagte er mit gebotenem Respekt und einer tiefen Verbeugung.
„Eine dringende Botschaft? Sie muss wirklich sehr dringend sein, dass ihr mich bei diesem Schriftstück stört, Bruder. Von wem ist sie?", fragte Flaewig und schob das Pergament mit der flachen Hand zur Seite… so, dass Tondbert nicht sehen konnte, um was es sich handelte.
„Es stammt von Bruder Aelfwin, Abbas. Dem Bruder, der in Nottingham dem Sheriff zur Seite steht und ihn berät. Er schreibt, dass er euren Rat in einer heiklen Sache benötigt."
„Eine heikle Sache… kann diese nicht warten, bis ich diesen Text zu Ende gelesen habe?"
„Ich glaube Abbas, Bruder Aelfwin würde enttäuscht sein, wenn ihr nicht sogleich über diesen Fall unterrichtet werden würdet", erwiderte Tondbert, wobei er abermals reumütig seinen Kopf zum Boden neigte, als würde dies allein schon seinen unangemeldeten und für Abbas Flaewig unangebrachten Besuch rechtfertigen.
„Nun gut, dann bringt mir diesen Brief… wer hat ihn hergebracht?"
„Ein Herold des Königs, der gerade in Nottingham verweilte… Roger von Malmesbury ist sein Name."
„Und er wurde entsprechend untergebracht", fragte der Abbas nach, worauf Tondbert nur noch nickte.
„Gut… nun so gebt ihn mir schon her… oder nein, besser ihr lest ihn mir vor", sagte Abbas Flaewig und lehnte sich an die Lehne seines großen Stuhles an, wobei er den jungen Mönch genau musterte. Der junge Bruder nickte abermals und rollte den Brief auf.
„Verehrungswürdiger Abbas von Jarrow, Hüter der Beine des edlen Beda Venerabilis, des großen englischen Geistlichen und Gelehrten, hiermit schicke ich, Bruder Aelfwin, euer so ergebenswürdiger Diener und Bruder, euch mit Hilfe eines Herolds einen Brief zu, mit der Bitte uns in einer heiklen Angelegenheit beizustehen. Wäre diese Angelegenheit nicht entsprechend wichtig, würde ich nicht eure so wertvolle Zeit in Anspruch nehmen. Allerdings geht es bei dieser Sache um eine Angelegenheit kirchlicher wie auch christlicher Bedeutung, einer Bedeutung, wie sie ihr mir bei meiner letzten Anwesenheit aufgeführt habt…"
Tondbert schaute kurz auf, als Abbas Flaewig sich aufrechter hinsetzte. Nun schien der Greis weit mehr wacher zu sein, als zuvor.
„Lest weiter mein Sohn, lest weiter…", sagte er langsam.
„Hätten wir nicht jenes Gespräch miteinander geführt… und hätte ich mich nicht an eure Worte von damals erinnert, an jene Worte, die euren Disput mit seiner Eminenz, dem ehrenvollen Erzbischof Dunstan von Canterbury ausmachten und die der Grund waren, warum ihr die Abtei Glastonbury verlassen habt, würde dieser Rechtsfall, der uns nun vorliegt, für uns nur von geringem Interesse sein. Doch so bitte ich euch, mir beizustehen, damit ein gerechtes, aber auch christliches Urteil über einen euch bekannten Mann gefällt werden kann."
„Schreibt er etwas über den Rechtsfall?", unterbrach ihn der Abt von Jarrow.
„Ähmm… ja, hier… Bei diesem Rechtsfall, dessen Hilfe ich bedarf, handelt es sich um einen Heilprediger, dem vorgeworfen wird, aus Habgier den Mann einer jungen Frau mittels Zauberei getötet zu haben. Dieser Heilprediger, ein von Gott gestrafter kleiner Mann, der sich Richard Eriugena nennt und der euch bekannt zu sein scheint, beschwört, trotz der eingeleitenden Folter, seine Unschuld. Allerdings weisen alle Hinweise und Fakten darauf hin, dass er Zauber gewirkt hat... und wohl durch diese den armen Mann der Frau der Hölle überantwortet hat. Es scheint zudem jener Mann zu sein, der einst in der Abtei von Glastonbury jene Schriften des Bösen, wie auch eure einstige auf dem falschen Pfad wandelnde Schülerin, Schwester Rowena, gerettet hatte. Im Normalfall würde ich diesen Helfer des Satans einem Gottesurteil aussetzen und somit ihn der göttlichen Gerechtigkeit überantworten… doch vielleicht können wir durch euch noch weitere Schandtaten dieses Mannes herausbekommen. Und vielleicht erfahren wir durch euch auch von seinen Helfern und Helfershelfern dieses in meinen Augen gottlosen Mannes. Das dieser Mann auch noch ein Prediger Gottes sein will (schon allein auf Grund seiner Größe ist dies für mich ein Hohn), ist für unser Christenheit unverantwortlich. Deshalb bitte ich euch, so schnell wie möglich nach Nottingham zu kommen, um diesen unchristlichen Taten solcher Männer ein für alle Male die Stirn zu bieten… usw. usw."
Stille kehrte in die Stube ein… nur das Knacken des Holzes in einem kleinen Kamin war zu hören. Abbas Flaewig starrte den jungen Bruder an, der nun stutze, da sein Abt nicht sagte.
„Soll… soll ich weiter lesen, Abbas?", fragte Tondbert unsicher. Ihm war nicht klar, ob er jetzt nicht vielleicht einen Fehler gemacht hatte.
„Nein, nein, Bruder Tondbert, es ist nicht nötig. Ich habe nur an meine Zeit in Glastonbury gedacht… an jene unglücklichen Tage, die ich in dieser Festung des Satans verbracht habe."
„Aber… aber war nicht unser aller geliebter Erzbischof Dunstan von Canterbury zu jener Zeit der Abt des Klosters?"
Abt Flaewig starrte den jungen Bruder unverhofft böse an, der unter dem Blick des alten Mannes zusammenzuckte.
„Ja… und doch hatte sich in den Mauern der Christenheit ein Fehler eingeschlichen. Ein Fehler, der durch die Toleranz des ehemaligen Abtes, dazu geführt hat, dass nicht nur christliche und göttliche Schriften den armen unwissenden Brüdern und Schwestern zur Verfügung standen. Auch andere Schriften, Machwerke des Bösen, konnten dort gelesen werden… solche Machwerke, die einige Brüder und Schwester verführten und ihre Seelen der Verdammnis überantworteten. Ich wollte diese Schriften vernichten… auch wenn ich damit die eine oder andere wertvolle Schrift der Christenheit den Flammen überantwortet hätte, doch meine einstige irregeleitete Schülerin wie auch die Schriften wurden von jenem Wesen, welches angeklagt ist, gerettet. Doch Gottes Wege sind seltsam… denn schon bald ging die Bibliothek in Flammen auf, unser Erzbischof wurde in Gent gerettet, als er einsehen musste, dass seine Toleranz gegenüber den Werken des Satans fehlerhaft war und selbst meine Schülerin wandte sich nach meinen Informationen vom Weg des Satans ab. Zudem… ich kehrte wieder in mein geliebtes Jarrow zurück und kann hier endlich wieder dem Wirken der Lehren des Bedas mehr Bedeutung entgegenbringen."
Tondbert nickte.
„Nun, Bruder Tondbert, schließlich führt Gott uns jenen Streiter des Bösen in unsere Hände, so dass Gott durch uns über ihn richten und ihn für seine Schandtaten bestrafen kann. Schickt den Herold morgen früh los… bis dahin werde ich ein Antwortschreiben fertig haben… Bruder Tondbert macht meine Kutsche fertig, so dass wir bald in Nottingham eintreffen mögen, um uns dem Bösen zu stellen."
Bruder Tondbert verneigte sich und verschwand, um die Aufträge seines Abtes zu organisieren. Derweil schien dieser noch einmal den Brief seines ergebenen Schülers zu lesen, ehe er über diesem abermals einschlief.
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Sarum, Wiltshire, bei Alchemisten, Frühjahr 965 n. Chr.
Wieder blieb Belfric für einen Moment stehen, duckte sich und signalisierte, dass Helga und Cedric dies auch tun sollten. Helga hörte in die Stille hinein… doch sie konnte nichts Auffälliges wahrnehmen. Helga bewunderte Belfric auch dafür, wie er anscheinend einen sechsten Sinn für gewisse Momente zu haben schien. In ihren Augen war Belfric nicht ein gewöhnlicher Dieb… er schien so etwas wie ein Meisterdieb zu sein.
„Aufpassen… hier gibt es wahrscheinlich Aufspürzauber… allerdings kann ich euch einen Weg zeigen, wie ich diese umgangen habe" flüsterte er den beiden hinter ihm Hockenden zu.
Wieder griff Belfric in seine Tasche, die er auf dem Rücken trug und holte ein mit Wolle umschlossenes Eisenteil hervor. Diese Teile waren so zum einen vor Feuchtigkeit geschützt, zum anderen verursachten sie kaum Lärm, wenn sie an die anderen Teile in seinem Rucksack stießen. Neben dem kleinen Fenster schien das Holz leicht verschoben zu sein. Hier setzte nun Belfric sein Metallstück an und bog die Holzstücke elegant zur Seite. Mit einem wissenden Blick auf Cedric robbte Belfric durch die geringe Lücke in das Innere des Hauses.
„Da komme ich nie durch", sagte Cedric unsicher, doch Helga grinste ihn nur an, hob ihren Zauberstab und vergrößerte das kleine Loch in der Bretterwand. Cedric schnaubte nur, ließ sich ebenfalls zu Boden und robbte dem kleinen Meisterdieb hinterher. Noch einmal schaute sich Helga um, ehe auch sie durch das kleine Loch in der Wand des Hauses robbte, in dem nach den Informationen Belfrics ein Alchemist wohnen sollte.
„Und wohin müssen wir jetzt", hörte Helga in der jetzt aufkommenden Dunkelheit Cedric ein wenig vor ihr.
„Belfric, kann man Licht machen?", fragte sie den Dieb, der ein wenig vor ihr stand.
„Licht… habt ihr eine Fackel dabei?"
Helga grinste und hob ihren Zauberstab.
„Lumos!"
Erschrocken starrte Belfric auf die grüne Spitze ihres Zauberstabes, die den vorher so dunklen Raum nun ein wenig erhellte. Der Raum schien mehr ein Warenlager oder ein Abstellraum zu sein. Allerdings gab es eine Vielzahl von merkwürdig gebogenen Glaskörpern, einige davon nicht mehr ganz in Ordnung, aber wohl noch zu benutzen. Auch größere vasenartige Tonkörper, verschiedene Schachteln… und schließlich ein großer Stuhl mit zerbrochener Lehne waren in diesem Raum noch zu finden.
„Wo müssen wir lang?", fragte Helga, doch Belfric zeigte nur auf eine Tür. Mit schnellen Schritten überquerten sie den Raum und blieben schließlich vor der Tür stehen, die natürlich verschlossen war. Wiederum griff Belfric in seine Tasche, holte einen metallischen Gegenstand heraus und begann damit die Tür zu traktieren. Wenig später zog er an der Tür, worauf diese aufsprang.
„Hier entlang", flüsterte er und führte sie einen schmalen Gang entlang, in den weitere Türen endeten, bis sie schließlich vor einer großen Tür ankamen… einer Tür mit verschiedenen Emblemen und Zeichen.
„Zuerst dachte ich, dass diese Tür verzaubert war… aber diese Zeichen sind nichts anderes als eine Abschreckung… kommt…", sagte Belfric und öffnete sie vorsichtig. Sie traten in einen großen Raum, in welchem auf unterschiedlichen Tischen verschiedene Glaskörper standen, in denen unterschiedliche Flüssigkeiten vor sich hin köchelten. Gegenüber sah Helga ein großes Bücherregal mit sehr vielen alten Büchern… bei einigen von ihnen waren Pergamentrollen hineingelegt, als würden diese Bücher mit eigenen Unterlagen des Alchemisten ergänzt werden. Das dominierenste Möbelstück des Raumes war allerdings ein riesiger Schreibtisch, auf dem sich Pergamentrollen unterschiedlichster Länge und Form befanden und diesen damit fast bedeckten.
„Hier habe ich einige der Briefe und Rollen her, die ich meinem Bruder verkauft habe", flüsterte Belfric den beiden anderen zu.
„Wo mag der Hausherr stecken… und wer ist es?", flüsterte Helga zurück und schaute sich erwartungsvoll um.
„Er ist in einem nahen Gasthof um die Zeit… immer um die gleiche Zeit nimmt er dort etwas zu Essen und Wasser ein, dann verschwindet er kurz in einem der Zimmer und kommt dann später wieder hierher."
„Wasser?"
„Er trinkt keinen Alkohol… er sagt, dies würde seine Religion verbieten. Sein Name ist Abu Musa Dschebec, doch die meisten nennen ihn nur Chec. Er ist ein merkwürdiger Kauz, der einige Geheimnisse hat… sagen die Leute. Nun ja, er ist Alchemist."
Belfric zuckte mit den Achseln. Helga ging auf den Schreibtisch zu und untersuchte die unterschiedlichen Pergamentrollen, während Cedric sich die Apparatur ansah. Belfric dagegen nutze die Zeit um einige Pergamentrollen, die unter dem Tisch lagen einzustecken.
„Hier… oh, mein Gott", rief Helga aus, als sie unter einem Haufen alter Pergamentrolle eine weitere hervorzog. Cedric als auch Belfric zuckten zusammen.
„Was ist… hast du etwas über den Wraith gefunden? Oder etwas über die Runen?"
Cedric sah, dass Helga ganz weiß im Gesicht wurde und starr auf das vor ihr liegende Pergament schaute. Cedric fasste Helga an der Hand an und drückte diese vorsichtig.
„Was ist?"
„Das Pergament…"
Cedric schaute auf das Pergament. Mit einer sorgfältigen Schrift waren hier noch einmal die Runen aufgemalt worden, die auf dem Schwert von Helga zu sehen waren. Zusätzlich schien die einzelnen Runen auch erklärt worden sein.
„Das ‚Ken' steht für die Schlüsselblume… seine sonstige Bedeutung ist die Fackel… hierdurch wurde der Atem des Drachen magisch gebunden… ein Feuer was einen jeden verbrennen kann… das Gyfu steht für den Opal… seine Bedeutung ist das Geschenk… hiermit wurde der Träger des Schwertes gebunden… jene die aus der Familie des Unfrieds stammen… somit kommt das Schwert stets zum Beschenkten zurück… das Daeg steht für den Diamanten… denn nichts ist reiner… und nichts ist härter als dieser… somit wurde dem Schwert eine einzigartige Härte gegeben… das Tir steht für den Tod… sein Zeichen ist eine Koralle… somit wird die Seele eines jeden gebunden, den das Schwert berührt… und letztlich noch das Othel… doch von ihm weiß ich nur, dass es der Besitz aussagt…und sein Zeichen der Rubin ist…", las Godric mit leiser Stimme vor, ehe er nochmals Helga ansah.
„Es sind also die Runen, die dieses Schwert so besonders macht… es scheint allerdings nicht einfach gewesen sein, diese Zauber mittels der Runen in das Schwert zu bringen", ergänzte Cedric, worauf Helga nur nickte. Tränen liefen ihr die Wange herab.
„Was ist?", fragte Cedric noch einmal.
„Dieses Pergament….", begann Helga mit zittriger Stimme.
„Ja?"
„… es stammt von meiner Mutter. Diese Schrift… ich kann mich noch deutlich an diese Schrift erinnern… ich hatte stets ihre Liste vor Augen… die Liste, was sie im Haushalt noch brauchte", ergänzte Helga nun weinend.
„Du meinst… deine Mutter konnte schreiben? Und dieses Pergament stammt von ihr?", fragte Cedric nach. Doch Helga nickte nur, ehe sie sich ungelenk die Tränen aus dem Gesicht wischte.
„Dann wusste deine Mutter von den Eigenschaften des Schwertes?", sagte Cedric, wobei es eigentlich auf diese Frage bereits eine Antwort gab.
„Ja… es scheint so. Aber wie kommt dieses Pergament hierher? In den Besitz dieses Alchemisten… hat er noch mehr Sachen aus dem Haushalt meiner Eltern?", fragte Helga mit brüchiger Stimme. Das sie dieses Pergament hier gefunden hatte, hatte sie sehr aus dem Gleichgewicht gebracht.
„Wir haben nicht viel Zeit", sagte Belfric, dessen Tasche nun erheblich dicker war, als zum Anfang. „Nehmt das verdammte Pergament mit… oder lasst es hier. Wir müssen los, da…"
Er unterbrach sich, horchte in die Dunkelheit hinein und fluchte dann leise.
„Was ist?", fragte Cedric, während sich Belfric umsah.
„Er kommt zurück… er ist gleich hier… und es kommt noch jemand, der ihn begleitet", antwortete Belfric nervös. "Wir müssen uns irgendwo verstecken".
Auch Cedric schaute sich um… doch in diesem Raum war nichts, hinter dem drei erwachsenen Leute sich verstecken konnten.
„Vielleicht in einem der anderen Räume", sagte Cedric, doch Belfric hatte den Raum schon verlassen.
Ehe sich Helga versah, riss Cedric sie hinter dem Tisch hervor und schob sie zurück in den Gang, in den wenige Augenblicke Belfric verschwunden war. Zum Glück war der nächstliegende Raum offen und so schob Cedric Helga hinein und verschloss die Tür so, dass nur noch ein Spalt offen blieb.
„Still", hörte sie von hinten Belfric… und wenige Augenblicke später betrat ein merkwürdig aussehender Mann mit schwarzem gepflegtem Bart das Haus.
„Welch edler Besuch, Eldorman. Es ist immer wieder ein Freude euch zu sehen. Tretet ein… und lasst uns etwas zu uns nehmen", sagte eine leicht hohe Stimme, die so gar nicht zu dem Mann mit Bart passte.
„Abu… ich bin nun wirklich nicht gekommen, um bei dir deine Feigen zu essen… zudem kannst… oder besser willst du mir keinen Wein anbieten… nun ja… ich denke mir, ich bin gekommen, weil du etwas Besonderes entdeckt hast.", sagte die andere Stimme, die sehr freundlich erschien.
„Ja… es geht um dieses Schwert, welches ihr sucht."
„Ihr meint… Hrunting?"
Der Mann war stehen geblieben, so dass Helga ihn nun deutlich sehen konnte. Er trug zu Helgas Verwunderung eine schwarze Maske, die sein Gesicht verbarg. Zudem waren seine Sachen schwarz und somit in der leichten Dunkelheit des Ganges undeutlich zu erkennen.
„Ja, ja… vor nicht allzu langer Zeit hat ein Händler, der ein verbranntes Haus in Nottinghamshire vorfand, einige Briefe und Pergamentrollen mitgebracht, die er dort in den Trümmern gefunden hat. Darunter auch jene Rollen, die die Eigenschaften des Schwertes erklärten. Ich habe sie ihm abgekauft, weil er mit dem Inhalt der Briefe und Pergamentrollen nichts anfangen konnte. Und nur ich wusste, dass ihr so etwas suchtet."
„Ihr sagtet… diese Briefe und Pergamentrollen seien in den Trümmern des Hauses gefunden worden?"
„So sagte mir der Händler… aber nun schaut es euch genau an… es ist ein herrliches Stück… und so informativ."
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Worcestershire, England, Unterschlupf von Salazar, Frühjahr 965 n. Chr.
„Wir müssen aufbrechen, Salazar"
Doch Salazar schaute Godric nur unwirsch an und schüttelte seinen Kopf
„Nicht bevor ich etwas geklärt habe", sagte er zu seinem neuen Freund und Leidensgenossen, ehe sein Blick weiter über Melangell, ihre Kinder bis zu den beiden Neuankömmlingen flog. Folcard und Wewe schauten verwirrt und erschrocken auf. Sicher waren sie glücklich ihren alten Freund endlich gefunden zu haben… doch dass dieser sie gefesselt beließ, damit hatten sie nicht gerechnet. Salazar trat an die beiden heran und musterte zunächst Folcard, dann Wewe.
„Fo-Fo… warum wolltest du mich suchen?", fragte Salazar mit einer nicht gerade freundlichen Stimme, die alle in dem Raum aufhorchen ließ.
„Ich… nun ja… seid dem du damals abgehauen bist…", begann der Franke mit einem leichten französischen Dialekt, wurde aber sogleich von Salazar unterbrochen.
„Abgehauen? Mein Vater ließ mich entführen… nachdem er mich mit einer Information zu sich gelockt hat. Und weiß du, wo mich dieses hingeführt hat… in seinen Kerker. Dort hätte er mich vermodern lassen… ja, Folcard, vermodern… so wie er meine Geliebte, mein Ein und Alles getötet hat, meine geliebte Cuthbert… aber noch mal Folcard, warum hast du mich gesucht?"
Salazars Stimme wurde leicht drohend. Niemand schien mehr sich mit den notwendigen Aufgaben zu beschäftigen, alles starrte nur noch Salazar und Folcard an.
„Ich… Sal… also, ich bin erst seit kurzem wieder in England… mein Vater holte mich nach dem Tod von Bischof Aelfnoth nach Franken zurück und ließ mich auf unserer Burg weiter ausbilden. Doch dann verstarb er… und mein Bruder, der neue Herr der Baronei legte nicht viel Wert auf meine Gegenwart…"
„UND WAS HAT DIES MIT MIR ZU TUN!", brüllte Salazar seinen ehemaligen Schulkameraden an.
„Salazar… ich glaube nicht, dass ihr so etwas aus ihm herausbekommen werdet", fiel Melangell ein, schüttelte ihrerseits den Kopf und begann ihre Arbeit weiter zu verrichten, in dem sie eine große Tasche mit Wollsachen der Kinder bepackte. Salazar schaute unwirsch zu Melangell, wollte etwas Zynisches erwidern, doch beließ es dabei. Stattdessen wandte er sich abermals Folcard zu, nun etwas ruhiger und schaute den großen Franken abermals verkniffen an.
„… ähm… ja… also bin ich umhergezogen… mal nach Rom… und dann habe ich den zweiten Italienfeldzug von Kaiser Otto mitgemacht…"
„Folcard, das ist alles keine Antwort für meine Frage"
„Ich habe mich verliebt", sagte Folcard schnell, als er sah, wie Salazar seinen Zauberstab herauszog. Salazar schaute Folcard verdutzt an.
„Und deshalb hast du mich gesucht?", fragte Salazar reichlich perplex.
„Nun ja… sie ist Angelsächsin… keine Adlige, aber eine Zauberin… und da habe ich sie hierher begleitet. In Winchester lief mir dann dein Vater über den Weg. Ich habe ihn über dich ausgefragt, aber er wollte mir nichts sagen. Dann… dann… verschwand sie..."
„Wer?", fragte Salazar, doch ehe Folcard antworten konnte, antworte dafür Melangell
„Wer wohl… das Mädchen natürlich. Wer ist sie?"
„Es ist mir egal, wer sie ist! Verdammt noch mal… die beiden haben den Bund auf uns gehetzt. Ohne sie würden wir uns jetzt nicht in dieser Lage befinden!", ereiferte sich Salazar abermals, doch Godric legte dem erregtem Zauberer seine Hand auf die Schulter.
„Beruhige dich, Sal. Es bringt gar nichts, wenn du dich erregst. Wenn ich dich also richtig verstanden habe, wolltest du Sal darum bitten, deine Geliebte zu suchen… oder dir bei der Suche zu helfen."
Folcard nickte stark, wobei er immer noch die Augen auf seinen alten Freund richtete.
„Aber wie konntest du wissen, wo du mich findest?", fragte Salazar nach.
„Nun… ich traf Wewe… und durch seine elfische Zauberei haben wir uns dann auf den Weg…"
„Moment, Folcard… Wewe?"
Der kleine Hauself zitterte unter dem Blick von Salazar.
„Ja, Herr, Meister?"
„Hat dir jemand den Auftrag gegeben, Folcard zu mir zu führen?"
Der Hauself zitterte noch stärker, als zuvor… ehe er schließlich mit dem Kopf nickte.
„Seid mir nicht böse, Herr, Meister, aber euer Vater gab mir den Befehl den jungen Freund von euch zu euch zu führen. Er hatte mir auch den Befehl gegeben, euren jungen Freund aufzusuchen, um ihm zu helfen. Ich musste seine Befehle befolgen, Herr, Meister… er ist mein Herr!"
Salazar schloss seine Augen und richtete sich auf.
„Du elendige Missgeburt… genau darauf hatte mein Vater gewartet. Folcard und du sollten ihn oder vielmehr seine Leute zu mir führen. Wahrscheinlich hat er gar deine Freundin entführen lassen, dass du erst in diese Situation kommst, Folcard… Jedenfalls würde ich darauf mein Schwert verwetten. Und unser so loyaler Hauself führt ihn natürlich sofort zu mir… und verrät damit meinen Aufenthaltsort. Es grenzt an Glück, dass sie euch verloren haben, Folcard. Und das mein Freund Godric euch gefangen nahm. Ich hätte euch sicher getötet… was ich mit diesem Haufen Dreck jetzt noch machen werde"
Sein Zauberstab richtete sich gen Wewe der zitternd den Kopf einzog und anfing ganz erbärmlich zu jammern.
„Bitte, Herr, Meister, bitte nicht… ich konnte doch nicht anders. Ich konnte nicht euren Aufenthaltsort verraten… das wusste er. Ich liebe euch doch… ihr wart stets Derjenige, der auf Bodmin noch am verständnisvollsten war. Herr, Meister, bitte…"
„Salazar, wollt ihr wirklich dieses arme Geschöpf dafür bestrafen, dass es seine Aufgabe erledigen musste?", fragte Melangell nach und schaute dabei auch Godric an, der mit den Schultern zuckte, dann aber auch auf Salazar einredete.
„Sal… ich denke, es gibt andere Wege dies zu bereinigen", fügte er hinzu und trat somit seiner Frau bei.
„Aber… durch ihn werden wir stets in Gefahr sein. Wenn mein Vater wieder einen Wunsch äußert, wird er ihn erfüllen. Wie könnt ihr einem solchen Wesen nur beistehen. Dies ist ein Hauself… ein Ding, was uns dient. Was meinem Vater dient. Es ist ohne großen Wert."
„Dieses Geschöpf hat das gleiche Recht zu leben, wie etwa ihr, Salazar. Und auch wenn es einen… Eid, Vertrag oder sonst etwas… mit eurem Vater hat… so scheint es euch doch beistehen zu wollen. Natürlich könnte er gezwungen werden, euch zu verraten… aber das könnten wir alle. Er hat zwar die Bündler hierher geführt… aber er hätte sie auch genau vor eure Nase führen können. Dies hat er nicht getan. Gut, sie suchen uns da draußen… und ja, wir wissen noch nicht, wie wir durch ihre Reihen schlüpfen werden… aber wenn wir diesen Hauself töten… sind wir kein deut besser als sie", erwiderte Melangell. Wewe schaute die junge Hexe an, rückte ein wenig zu hier heran und starrte sie mit seinen alten grauen Augen an. Melangell lächelte ihn an und nickte ihm freundlich zu, während Salazar nur mit dem Kopf schütteln konnte.
„Ihr seid verrückt…", war das einzige was Salazar darauf noch antworten konnte, dann, als er noch einmal Godric und Melangell anstarrte und ihren Willen sah, den Hauself mitzunehmen, obwohl nicht sicher war, ob er ein weiteres Mal sie verraten würde, drehte sich Salazar abrupt um und verließ mit eiligen schritten den Unterschlupf.
„Kannst du die Sachen allein weiter zusammenpacken?", fragte Godric seine Frau.
„Ja, geh nur… kein Problem. Vielleicht kannst du ihm unsere Ansicht ein wenig besser begreiflich machen.", sagte sie zu ihm, ehe sie sich um Folcard und Wewe kümmerte.
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Reveiw-Antworten:
Fluffy: Hallo, Du, danke für dein Review. Schön, dass es für dich wieder spannend ist. Und natürlich hoffe ich, das die Spannung noch wächst… immerhin habe ich jetzt einen Cliffhanger drin. +gg+ Ich kann mir vorstellen, dass man da rein stürmen und ihn befreien will. Vor allem jetzt wo es sich zusätzlich noch zuspitzt.
Und ja, es wird noch einen zusätzlichen Charakter geben, jenen Alchemisten, jenen Abu Musa Dschebec. Wie er Helga und Cedric empfangen wird… die bei ihm eingedrungen sind? Und vor allem da er gute Kontakte zum schwarzen Eldorman pflegt… nun ja… mal sehen, wie es weitergeht. Wir werden auch erfahren, ob trotz Wewe Salazar dem Bund entgeht.
Schön, dass du zwei Wochen Urlaub hast… vor allem in Irland ( schön… will mit)… deshalb hoffe ich, du hast dich gut erholt , wenn du dies liest. Und vielleicht… kommst du ja auch mal zu einem Forumstreffen… vielleicht im nächsten Jahr… wäre schön dich auch mal persönlich kennen zu lernen.
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Informationen:
Abu Musa Dschebec
Ist eine erfundene Person… aber es gab einen Abu Musa Dschābir ibn Hayyān… und auf jenen beziehe ich mich
Abū Mūsā Dschābir ibn Hayyān (arabisch: ابو موسى جابر بن حيان), im Westen unter der latinisierten Form Geber bekannt ( um 721 in Khorasan, Iran, Geburtsdatum ist umstritten; † um 815 in Kufa, Irak), gilt als „Vater der Chemie". Er führte als erster experimentelle Untersuchungen in der Alchemie durch und gab somit entscheidende Impulse für die moderne Chemie.
Seine Jugend verbrachte Geber im Stamm seiner Mutter in Arabien. Dort hatte er einen sehr fähigen Lehrer, von dem er zuallererst in den Lehren des Koran unterwiesen wurde. Später lehrte er ihn auch Mathematik, Astronomie und Philosophie.
Über 500 Abhandlungen wurden ihm zugeschrieben, von denen sich 22 mit der Chemie befassten.
Geber hob das Experimentieren und das Entwickeln von Methoden, um Fortschritt bei den Arbeiten zu erlangen, als besonders wichtig hervor. Er widmete seine Anstrengungen der Weiterentwicklung der Grundmethoden der Chemie und dem Studium der chemischen Reaktionsmechanismen. Er betonte des weiteren, dass bestimmte Mengen der verschiedenen Substanzen in einer chemischen Reaktion erforderlich sind. Deshalb ist es nicht falsch, ihn als Wegbereiter für die Erkenntnis des Massenerhaltungssatzes zu sehen. Einige seiner Beiträge, die fundamentale Bedeutung für die Chemie haben, sind die Perfektionierung der wissenschaftlichen Techniken wie Kristallisation, Destillation, Sublimation und Verdampfung. Er entwickelte auch Geräte, um seine Versuche durchführen zu können. Seine wichtigste praktische Leistung war die Entwicklung von Mineralien und Säuren, die er als erster mit einem Destillationsapparat herstellte. Seine Erfindung der Destillationsapparatur machte den Prozess der Destillation einfacher und systematischer.
Zu seinen verschiedenen Entdeckungen gehören auch die Methoden zur Herstellung von Salpeter-, Salz-, Zitronen- und Weinsäure. Er war auch ein Pionier in der Entwicklung einer großen Anzahl von angewandten chemischen Prozessen. Er leistete Beiträge zur Entwicklung von Stahl, der Präpäration von verschiedenen anderen Metallen, der Verhinderung von Rost, dem Beschriften von Gold und der Benutzung von Mangandioxid bei der Herstellung von Glas, bei der Färbung von Kleidung und der Verarbeitung von Leder sowie der Identifikation von Lacken und Fetten. Er war auch der erste, der Königswasser herstellte. Seine Experimente ebneten den Weg für die jetzt allgemein bekannten Klassifizierungen der Substanzen als Metalle, Nichtmetalle und Gase (er nennt sie ätherische Substanzen). Er unterschied drei verschiedene Arten von Substanzen, basierend auf deren Eigenschaften:
Spiritus, solche Stoffe, die beim Erhitzen verdampfen, wie Kampfer, Arsen und Ammoniumchlorid,
Metalle, Gold, Silber, Blei, Kupfer, Eisen usw.,
Verbindungen, die in Pulver umgewandelt werden können.
Mehrere technische Begriffe, die Geber einführte, wie z. B. Alkali, finden wir in den europäischen Sprachen wieder. Sie sind zu einem Teil des wissenschaftlichen Vokabulars geworden
Und nun noch zu den Runen
Über die Honorius-Runen habe ich ja schon etwas geschrieben, ebenso über die Angelsächsischen Runen und ihr Daeg-System. In ihr ist die Rune Cen oder Ken gleich dem Buchstaben K. Sie gibt die Fackel oder die Kiefer wieder, ihr Stein ist der Blutjaspis. Die Zeite Rune, das Gyfu oder Gebo hatte ich schon mal in meiner anderen Geschichte behandelt… Gebo gleicht dem Buchstaben G und gilt auch als Geschenk. Ihr dazu gehöriger Baum ist die Ulme. Sie ist allerdings in den Honorius-Schreibweise anders als etwa bei den Germanen ( ). Die dritte Rune ist eine der wichtigsten Runen.. die Daeg/Dagaz-Rune … nach dem das ganze System aufgebaut ist. Das Daeg bedeutet Licht oder Tag und ist mit dem Buchstaben D oder M ( nach Mann) vergleichbar. Sein entsprechender Baum ist die Fichte. Der entsprechende Stein der Diamant. Die vierte Rune ist Tir…T… .. was den Tod ausmacht. Sie ist auch Tyr ( also den Göttern) geweiht. Entsprechend wichtig ist auch ihr Baum… es ist die Eiche. Letztendlich kommt noch die letzte Rune, das Othel, das O… , sie bedeutet Besitz, ihr Baum ist der Weißdorn.
Der zweite Italienzug von Otto I
Währenddessen des 2. Italienzuges (961 bis 965) wurde er am 2.02. 962 in Rom zu dem römisch-deutschen Kaiser gekrönt und gilt seither als Gründer des Heiligen Römischen Reichs. Mit der Kaiserwürde begann - auch für seine deutschen Nachfolger - die Schwerpunktverlagerung der Reichspolitik nach Italien. In dem 3. Italienzug (966 bis 972) eroberte Kaiser Otto I. die restlichen langobardischen Herzogtümer in Süditalien und gliederte sie ins Heilige Römische Reich ein.
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Personen, die in diesem Kapitel der Geschichte Nosce te ipsum, 2. Buch, vorkommen. Die Personen die kursiv geschrieben sind, sind erdacht (entweder von JKR oder von mir)Abu Musa Dschebec
Alchemist aus Sarum, Wissenschaftler im Bund, der sich mit dem Schwert Hrunting und seinen Runen auseinandersetzt.
Aelfnoth
Bischof von Sherbourne, Mitglied der Wölfe, stirbt bei einem Attentat auf Eadwig 956 n. Chr.
Aelfwin
ehemaliger Bruder des Klosters Jarrow, Kleriker von Nottingham
Bellona
Ratsmitglied der Wölfe von 963 n. Chr., sie gehört dem Clan der Baobhan-Sith, von Vampiren an
Belfric
Leibeigner und Dieb
Berin
Zentaur. Sprecher der Zentauren, Zwillingsbruder von Alo
Cedric Mac Maíl Coluim
Vetter von König Dubh, späterer Ehemann Helgas
Culen mac Induff
König von Schottland von 967 bis 971
Cuthburh
Zofe im Hause Ethelgiva, unterstütze Dunstan, Freundin von Salazar. Auf Grund des Attentats auf Eadwig wird Cuthburh lebensgefährlich verletzt und stirbt 956 n. Chr. im Kerker Solmens.
Dubh Mac Mail Coluim
König von Schottland von 962-967.
Dunstan
Erzbischof von Canterbury, ehemaliger Abt von Glastonbury
Eadwig
(956 +959), König von England, Sohn Edmunds
Earpwald
Führer der Zentauren. Verbündeter des schwarzen Eldormannes
Edgar
seit 959 König von England, Sohn Edmunds
Flaewig
Abt von Jarrow, ehemaliger Bibliothekar von Dunstan
Folcard
fränkischer Adelsohn, Freund Salazars
Godric ap Maredudd
Sohn des Herrn von Tenby und Gryffindor, einer der Gründer
Gyrth ap Godric
Sohn Godric Gryffindor
Gwefrfawr ap Sywno
Zaubermeister am Hofe Gwynedd. Vater von Melangell
Helga Hufflepuff
eine der vier Gründer Hogwarts
Iago ap Idwal Foel
König von Gwynedd
Maredudd ap Morial
Thegn Owains, Herr über Tenby, Vater Godrics
Melangell
Ehefrau Godrics, Tochter von Gwefrfawr ap Sywno, Zaubermeister von Gwynedd
Nadal Lynx
Werkatze, Jäger von Solmen
Osdryd
Tochter Godrics und Melangells
Richard Eriugena
Heiler und Arzt, Ausbilder Helgas
Roger
Thegn von Malmesbury, Herold
Rowena Ravenclaw
eine der vier Gründer Hogwarts, Äbtissin des Klosters Wilton
Salazar Slytherin
jüngerer Sohn Solmens von Slytherin, Gründer Hogwarts
Solmen
Edorman von Cornwall, Graf von Slytherin, Vater Salazars, Ratsmitglied der Wölfe
Tondbert
Bruder im Kloster Jarrow
Wewe
Hauself der Slytherins
