Ich klopfte zaghaft an die Tür und hoffte innerlich, dass noch jemand da war. „Herein", ertönte es hinter der Tür, es war Naths Stimme. „Ihr habt Glück ihr Drei, ich wollte gerade nach Hause!", sagte er lächelnd. „Ich hab deine Nachricht bekommen!". Seine Augen strahlten nicht weniger als sein Lächeln. „Und?", fragte er. Ich machte einen Kniefall und nahm seine Hand. Alexy und Rosa kugelten sich vor Lachen. „Nathaniel, hättest du die Güte, mich auf den Sommerball zu begleiten?", fragte ich zuckersüß. „Ja aber natürlich!", sagte er und musste sich dann selbst vor Lachen die Hand auf den Bauch halten. „Maike hat übrigens vor den Verehrer auf dem Ball zu treffen!", erzählte Rosa. Nath guckte mich stirnrunzelnd an. „Ernsthaft?", fragte er. „Ich habe ihn nicht nach einem Date gefragt, sondern ich will lediglich wissen, wer es ist!", verteidigte ich mich. Nath entspannte sich etwas. „Na wenn das so ist! Hat er dir noch weiterer Nachrichten geschrieben?". „Heute Morgen hatte ich einen Brief auf dem stand, das ich wunderschön bin und vorhin einen, in dem er mich um ein Date für den Ball gefragt hat!". Nath runzelte wieder die Stirn. „Entweder er weiß nicht das wir zusammen sind, oder er ignoriert es großzügig!", folgerte er. „ich tendiere zu ersterem", sagte Rosa. „Sagst du mir Bescheid, wenn du mehr weißt? Schließlich geht mich das auch etwas an, da du meine Freundin bist!". Ich nickte. Nath gab mir einen Kuss auf den Mund, Nasenspitze und Stirn und entließ uns Drei damit. Auf dem Weg zum Schultor kamen wir nochmal an meinem Spint vorbei und sahen, dass der Zettel weg war. „ Es muss der Verehrer gewesen sein. Die Schüler und die Lehrer sind schon weg und die Putzfrauen fangen nicht vor drei Uhr an!", sagte Alexy. „Sieht so aus, als will der Verehrer nur noch bis zum Ball geheim bleiben", sagte Rosa. Ich nickte gedankenversunken.
