Kapitel 36 ~ Beichte

Der nächste Morgen beginnt für mich später als sonst. Es ist ungewohnt in völliger Sicherheit zu schlafen. Es ist ein angenehmes Gefühl keine Angst zu haben. Sai ist ebenfalls schon auf und macht Ai fertig. Ich gehe hinunter in die Küche um zu helfen, doch es gibt nichts für mich zu tun. Noch so ein ungewohntes Gefühl.

„Guten Morgen Mama. Bringst du mich mit Papa zur Akademie?", begrüßt sie mich. „Gerne.", lächle ich.

Nachdem wir Ai mehrmals versichert haben dass wir in ein paar Tagen zurück sein werden, legen wir unsere Ninjakleidung an. Naruto wartet schon, genau wie Ino's Team. Tsunade reicht mir noch meine gewaschene Weste um meinen Bauch zu verstecken. „Sonst bist du ein leichtes Ziel.", flüstert sie. Ich nicke. „Ihr habt eine Woche Zeit. Bei Schwierigkeiten schickt eine Nachricht.", befiehlt uns Naruto. Ich sehe wie gerne er mitkommen würde, doch das darf er nicht. Ich nehme den unterschriebenen Vertrag an und Sasukes Ausweis, sowie die vorübergehenden Ausweise für Shiori und Hotaru.

Der Weg ist lang, weshalb wir in einem Gästehaus übernachten. Es ist schön nicht mehr draußen schlafen zu müssen.

Am späten Nachmittag erreichen wir das Dorf. „Sai und ich werden reingehen. Ihr wartet hier, vereinbart waren nur wir zwei.", richte ich mich an die anderen. „Verstanden."

Wir gehen langsam auf das Tor zu um ihnen Zeit zu geben uns zu erkennen. Als ich durch das Tor gehe, begrüßt mich Kisame. „Du hast ihm ganz schön Sorgen bereitet. Wird Zeit das du wiederkommst.", sind seine Worte. „Sehe ich genauso. Ruf den Rat zusammen ich hab was für ihn. Wo finde ich ihn?", frage ich. „Wahrscheinlich in Shioris Hütte.", mehr brauche ich nicht. „Hier bring das zum Rat, ich hab ein langes Gespräch vor mir.", wende ich mich an Sai. „Na los geh schon. Ich schaffe das schon.", befiehlt er mir.

Ich laufe zu der Hütte, falle ihm direkt in die Arme. „Dir geht es gut!", höre ich ihn flüstern. „Ja, uns geht es gut.", erwidere ich. „Uns?", fragt Sasuke und sieht mich verwirrt an. „Was glaubst du wohl? Bist doch sonst so aufmerksam, hat mich schwer gewundert, dass du es noch nicht bemerkt hast.", grinse ich. Im nächsten Moment hat er meine Weste geöffnet und seine Hand auf meinen Bauch gelegt. „Wie kam man nur so unvernünftig sein und schwanger auf eine Mission gehen.", entgegnet er mir. „Falsch das ist schon meine zweite Mission. Ich bin hier im Auftrag von Konoha als Chunin.", erwidere ich. Ich sehe seine Frage. „Lange Geschichte.", erwidere ich. „Davon gehe ich aus. Ich höre!", gibt er zurück. Sein Ton gefällt mir nicht sonderlich. Aber was sollte ich auch erwarten. „Ich habe mich Konoha gestellt, ich konnte es nicht ertragen, dass Sai darunter leidet und jetzt wo ich schwanger bin vermisse ich die Sicherheit und meine Tochter. Es blieb mir nichts anderes übrig. Ich hatte einen Plan.", versuche ich ihm das wichtiges zuerst zu sagen. „Einen Plan?! Sakura du bist schwanger, du hättest mit mir darüber vorher reden müssen.", sagt mein große Liebe in einem äußerst wütenden Ton. „Bitte hör mir zu! Naruto wusste Bescheid, er hat mir versichert dass wir das hinkriegen!", damit kriege ich seine Aufmerksamkeit zurück. „Ich habe mit Naruto zusammen den Plan ausgearbeitet. Dass ich mich stelle und dann die anderen beschuldige, dass sie mit dazu beigetragen haben. Das ich schwanger bin, hat nur noch mehr dazu geholfen dass es klappen würde. Aber ich konnte es dir nicht sagen. Ich hätte es nicht ertragen können, dass du weißt dass ich mich schwanger stelle und dann läuft doch alles schief. Du hättest dein Kind nie gesehen und sich dessen bewusst zu sein, ist schlimmer, als wenn du es nicht erfahren hättest." Ich weiß, dass meine Worte hart sind, aber ich kann ihn nicht anlügen. Er seufzt und lässt sich auf einem Stuhl nieder. „Erzähl mir alles von vorne.", richtet er sich an mich. Also beginne ich…

Ich ende erst eine Stunde später. Erleichert Sasuke alles erzählt zu haben schaue ich ihn an. „Es war dumm von dir, dich in Gefahr zu bringen. Nein nicht nur dich sondern auch unserer Baby. Selbst wenn in Konoha schon alles geklärt war, auf dem Weg dahin hätte so viel passieren können. Dann hätte ich wirklich nie von unserem Kind erfahren! Ich bin sauer, dass du noch immer so unvernünftig bist!", schreit er mich an und ich kann nicht mehr als ihn entsetzt anschauen. „Aber trotz allem was du getan hast, kann ich nicht anders: Ich vergebe dir.", fährt er in einem weitaus sanfteren Ton fort. Als ich seine Worte bewusst wahrnehme falle ich ihm in die Arme und hauche ein: „Danke."

„Und was wird jetzt geschehen, du bist Konoha-Bürgerin und musst zurück ins Dorf. Aber ich bin Nuke…", beginnt mein Schatz. Ich hole seinen Ausweis und das Ninja-Stirnband aus meiner Tasche. „Du bist wieder aufgenommen, weil sie nicht verantworten können, dass ich nie mein Glück finde, weil ich mich für meine Tochter und die Sicherheit unseres Sohnes entschieden habe.", erkläre ich. Schließlich habe ich den Teil erst mal weg gelassen. „Aber ich habe Verantwortung hier, Shori und Hotaru…", setzt er an. „Auch das ist geregelt, sie können mitkommen. Konoha begrüßt sie. Die zwei waren nie Nukenins, sie können entscheiden wo sie leben.", sage ich.

Ich glaube dass ich ihn nun zu sehr überrumpelt habe. „Hätte ich es sein lassen sollen? Sasuke bitte sieh mich an! Hätte ich so weiterleben sollen wie bisher? Manchmal glücklich, wenn ich nicht an Ai denke? Ein Teil hat mir immer gefehlt und du hast selbst gesagt dir ist nur wichtig, dass ich glücklich bin. Ich bin glücklich, jetzt wo ich alles …", frage ich ihn. „Du sollst glücklich sein. Ich kann es nicht ertragen, wenn du unglücklich bist. Ich liebe dich! Du hast zwar gerade meine ganze Welt auf den Kopf gestellt, aber ich glaube du hast das richtige getan, auf deine leichtsinnige Art und Weise.", lächelt Sasuke. „Danke!" Mir stehen die Tränen in den Augen, aus Angst, er würde nicht mitkommen und dann aus Freude. „Du kommst mit?", hacke ich dennoch nach. „Ich kann doch meine unvernünftige schwangere Freundin nicht alleine lassen.", meint er. Das war gemein, aber das habe ich verdient.

Nachdem wir uns eine Weile nur im Arm gehalten habe, schlägt er vor das wir Hotaru und Shiori suchen gehen, doch das erledigt sich von selbst, als sie in dem Moment zur Tür hinein kommen. „Weshalb wolltet ihr uns suchen?", fragt Shori auch sofort. „Wir haben Neuigkeiten für euch.", übernimmt Sasuke das Wort. „Sakura war in Konoha und hat es geschafft dass wir Beide wieder dort aufgenommen werden. Ich habe gegenüber Itachi aber ein Versprechen gegeben, dass ich auf dich auf zu passen und selbst habe ich mir geschworen, für Hotaru ein Vater zu sein. Deshalb bitte ich euch mit zu kommen. Ihr seid in Konoha willkommen.", erklärt er.

„Wir… kommen mit euch!", kommt es von Shiori. „Wirklich Mama? Ich werde Ai wiedersehen? Und zu einer richtigen Akademie gehen?", fragt das kleine Mädchen. „Ja Hotaru." Shori weint vor lauter Freude. Ich kann es ihr nach empfinden.

„Sai hat hoffentlich den Rat gefunden und den Vertrag abgegeben sodass die anderen die Nacht nicht im Freien verbringen müssen.", sage ich zu mir selbst. „Andere?", hackt Sasuke nach. „Inos Team hat uns begleitet, wir haben jetzt ein Abkommen.", erkläre ich. Zufrieden und ich glaub auch ein wenig stolz lächelt er.

„Wir sollten nachsehen.", melde ich mich wieder zu Wort. „Ja.", ist alles was er dazu sagt.