Consequences of Meddling With Time
by beaweasley2
Chapter 37
SUMMARY: SSHG; DH-compliant. EWE? Hermione Granger wird ein Zeitumkehrer in die Hand gedrückt und die Anweisung erteilt, diesen zu benutzen. Lediglich – die Nutzung eines Zeitumkehrers kann ein klein wenig heikel sein, falls man ihn nicht korrekt verwendet: Ein Fehler, der beim Zählen unterläuft, oder ein Abrutschen der Finger können den Benutzer außerplanmäßig springen lassen, und folglich könnte sie ihre Zeitachse versehentlich verändern. Und als ein solcher Unfall geschieht, verwendet Severus Snape Hermiones Zeitumkehrer, um ein entsetzliches Unrecht wiedergutzumachen. Allerdings ist es sein jüngeres Selbst, der zu der Person wird, die sicherstellen muss, dass der Lauf der Geschichte nicht verändert wird.
DISCLAIMER: Nicht meins. Ich borge sie mir nur für eine Weile aus. Und ich verspreche, sie zurückzustellen, wenn ich fertig bin. Oh, nee, auch keine Knete – nur aus Spaß an der Freud'.
RATED: NC17
GENRES: Romance, Time Turner
WARNINGS: Character Death, Violence
TRANSLATION: AleaThoron
A/A: Ich möchte gern an meine Alpha Arabellabloodgood, an Proulxes für die Überprüfung auf Akkuratesse hinsichtlich britischer Ausdrücke und an DuchessOfArcadia eine dicke fette Umarmung als Dankeschön schenken, dafür, dass sie das hier durchkämmt haben, und mir dabei geholfen haben, meine zahlreichen Fehler auszumerzen. Ich weiß es wirklich mehr zu schätzen, als Ihr möglicherweise wisst.
Und an Jay: Vielen Dank für das wundervolle Banner. Ich liebe es total!
Noch einmal – diejenigen Ereignisse, die in den Büchern geschehen, und die nicht erwähnt werden, sind, genauso wie in den Büchern beschrieben, auch in dieser Geschichte geschehen.
beaweasley2
Kapitel 37
Severus beobachtete die Jungen, die sich linkisch um Hermione umhertasteten und dabei versuchten, ihre Aufmerksamkeit zu erringen, doch sie konzentrierte sich gerade auf das Aufrechterhalten ihrer Kontrolle beim Werfen des Bein-Blockierungs-Fluchs auf Mr. Thomas. Bislang hatte ihrer aller Stümperhaftigkeit ihr Haus fünfunddreißig Punkte gekostet, und wenn sie genauso weitermachten, würde ihrer aller Unaufmerksamkeit sie eine Menge mehr Punkte kosten.
Er drehte sich herum, um Hermione zu beobachten, während diese mit Mr. Thomas konfrontiert war. Nach all der Zeit, die Hermione in ihrem fünften und sechsten Schuljahr in Sparringkämpfen mit Severus verbracht hatte, strahlte Hermione kaum mehr ihre Intention aus, wenn sie ihre Zaubersprüche warf; ihre Bewegungen waren schnell, flüssig und ohne zu zögern. Etwas, worauf Severus tatsächlich ziemlich stolz war, allerdings war dies auch potentiell gefährlich für die Schüler, mit denen sie im Unterricht als Paar zusammenarbeiten musste. Mr. Thomas schenkte dem leider keine Aufmerksamkeit, was Hermione im Begriff war zu tun, wie er dies eigentlich hätte tun müssen, weil der Junge plötzlich seinen Zauberstab mit einem Ruck bewegte und „Protego!" schrie, kaum dazu fähig, ihren Fluch rechtzeitig abzublocken. Hermione errötete und entschuldigte sich rasch.
„Zehn Punkte Abzug für Brüllen, Mr. Thomas", sagte Severus, während er dem Jungen wegen des Ausdruck auf seinem Gesicht einen finsteren Blick zuwarf, „und weitere fünf für Unvermögen." Er wollte den Jungen für das Starren auf Hermiones Brustkorb rügen und dafür, dass er keine Aufmerksamkeit zollte, wie er sollte, hielt sich jedoch zurück, da er sie nicht in Verlegenheit bringen wollte. Er hätte es vorgezogen, Hermione mit einem der Mädchen in ein Paar zusammenzustecken, doch keine von ihnen war stark oder erfahren genug, sich gegen sie zu verteidigen. Der einzige Junge, der Hermione nicht anstarrte, als ob er von übermäßigem sexuellem Verlangen berauscht war, schien Potter zu sein. „Jeder von Ihnen, der bisher Zaubersprüche geworfen hat, wird jetzt abblocken und vice versa."
Severus hatte Hermione mit Mr. Thomas in ein Paar zusammenzusteckt, weil Longbottom sich sogar noch ungeschickter als üblich um das Mädchen herum benahm und weiterhin jedes Mal rot wurde, wenn das Mädchen mit ihm sprach. Der Idiot hatte ihren Stuhl herausgezogen und war über seine eigenen Füße gestolpert, um das Stück Pergament aufzuheben, das sie am Anfang des Unterrichts fallen gelassen hatte. Dies hatte – aus irgendeinem vernunftwidrigen Grund – Severus tiefgreifend verärgert, und noch mehr, als der Junge seinen Stuhl in der Hektik umkippte, um aufzustehen, um Hermione beim Aufstehen für den Abschnitt des Duellierens in der Unterrichtsstunde zu helfen. Nicht, dass Severus Verlangen nach dem Mädchen verspürte, und er wusste, dass sie das Magische Aufblühen durchlebte, doch er mochte die Art und Weise nicht, in der die Jungen sie anstarrten, oder genauso wenig ihrer aller hirnverbranntes kriecherisch-unterwürfiges um sie Herumschwänzeln.
Während er sich quer durch den Raum bewegte, stoppte Severus neben Mr. Potter, da der Wunderknabe und sein Kumpan, Mr. Weasley, beide Hermione beobachteten, anstatt die Arbeit an ihren Zaubersprüchen zu üben. „Gibt es ein Problem, Mr. Weasley?", fragte er, seine Stimme gefährlich leise.
„Äh, nein, Sir", stammelte Mr. Weasley, während er sich schließlich herumdrehte, um Potter und ihn selbst anzusehen. „Ich habe …"
„Miss Granger beobachtet. Möglicherweise möchten Sie sich mit mir einen Sparringkampf liefern?", sagte Severus mit einem höhnischen Lächeln.
Weasley schüttelte seinen Kopf.
„Nein? Nun ja, dann sollten Sie vielleicht mit Mr. Potter üben", sagte Severus kalt lächelnd, wobei er „anstatt Ihrer besten Freundin schöne Augen zu machen" in einem leisen ironischen Ton hinzufügte, so dass nur die beiden Jungen ihn hörten. „Und jetzt an die Arbeit", ermahnte er sie lauter, während er fünf weitere Hauspunkte von jedem von ihnen abzog.
Er drehte dem nervigen Paar seinen Rücken zu und sah, wie Mr. Thomas einen halbherzigen Versuch unternahm, Hermione zu verhexen, wogegen sie sich mühelos verteidigte, obgleich ihr Schild viel zu stark war. Severus verschränkte seine Arme und beobachtete mit wachsender Irritation, als Mr. Thomas einen zweiten und dritten schwächlichen Versuch unternahm, sie zu verhexen. „Mr. Thomas, ich erwarte von Ihnen, dass Sie Miss Granger wirklich zu verfluchen versuchen, so dass sie wenigstens versuchen kann, den Zauberspruch abzublocken", schnappte er, um seinen Zorn zu verdecken. „Zehn Punkte Abzug von Gryffindor für Ihren Mangel an Bemühung."
Er drehte sich herum und funkelte Mr. Finnigan und Mr. Longbottom an. Beide Jungen beobachteten Hermione aufmerksam. „An die Arbeit", mahnte er sie. „Fünf Punkte Abzug von Gryffindor von jedem von Ihnen." Bei diesem Tempo würde Gryffindor einen schweren Verlust an Hauspunkten erleiden, der sie auf den letzten Platz bei den Hauspunkten bringen würde.
Er bewegte sich, um hinter Miss Granger zu stehen zu kommen, um sie dabei zu beobachten, wie sie sich selbst, und nun ebenfalls ihn, vor Mr. Thomas' Bein-Blockierungs-Fluch verteidigte. Ihre Position war zum Kämpfen perfekt: der Arm entspannt, die Füße felsenfest auf dem Boden mit ihrem Körpergewicht gleichmäßig auf beide Füße verteilt. Ihr Arm bewegte sich flüssig, ihr Zauberstab beschrieb einen perfekten Bogen, als sich ihr Fuß ein wenig bewegte, ihr Körper perfekt in Position gebracht, bereit, sich gegen den Aufprall des Fluches, den Mr. Thomas warf, zu wappnen. Wie üblich war Miss Grangers Schutzschild eine eindrucksvolle Barriere, die nicht nur sie selbst schützen würde, sondern auch jeden anderen hinter ihr. Er atmete tief durch, als der Zauberspruch von ihrem Schildzauber zurückprallte und er den Geruch von Zitronenkraut und Lavendel einfing. Mr. Thomas' nächster Fluch war kaum stark genug, um ihren Schutzschild vibrieren zu lassen.
„Mr. Thomas, entweder, Sie werfen einen richtigen Fluch oder Sie verlassen meinen Klassenraum. Wenn Sie keine Bemühung in Ihre Zaubersprüche legen, vergeuden Sie sowohl Miss Grangers Zeit, als auch die meine", sagte er knapp. „Zehn Punkte Abzug von Gryffindor."
Hermione versteifte sich und drehte sich herum, um ihm in die Augen zu schauen, ihr Blick voller Fragen. Ihre Augen verfingen sich ineinander, ihre Augen, die jenen eines Rehs ähnelten, sahen ihn an und suchten in seinen Augen nach … was? Nach irgendeiner verborgenen anderweitigen Absicht hinter seinen Worten? War sie dabei zu versuchen, irgendeine mysteriöse Bedeutung aus seinen Handlungen herauszulesen? Ihre uneingeschränkte, unausgesprochene Befragung triggerte Erinnerungen an eine Freundschaft, die sich zwischen ihnen in seiner Jugend entwickelt hatte – während jener wenigen gestohlenen Wochen, als er sie in der Schule versteckt und geschützt hatte.
Unbarmherzig disziplinierte er seine Empfindungen. Es war nicht von Bedeutung. Er würde dem nicht nachgeben. Er war ihr Lehrer, und sie war seine Schülerin, und das war alles, was da war. Das war alles, was da sein konnte. Diese Freundschaft existierte nur in seiner Vergangenheit.
„Miss Granger, mein Büro Punkt sieben. Kommen Sie nicht zu spät."
„Selbstverständlich, Professor", antwortete sie, während ihr Gesichtsausdruck weicher wurde, als ob seine Ermahnung ein Privileg und kein Tadel war.
Er drehte sich herum und schalt sich selbst für seine Idiotie. Er sollte nicht mit ihr allein sein. Sie befand sich in der Phase des Magischen Aufblühens. Er blaffte Miss Brown und Miss Patil an: „Nonverbal bedeutet kein Murmeln, keine Lippenbewegungen, kein Gewisper – fünf Punkte Abzugs für jede", und drehte sich herum, um seine am wenigsten favorisierten Schüler, Weasley und Potter, dabei zu beobachten, wie sie mit ihren Zähnen knirschten.
Während der Pause zwischen den Unterrichtsstunden, kam Minerva endlich zu ihrer Liste von Schülern unter ihrer Obhut, die während dieses Schuljahres ihre Volljährigkeit erreichen würden. Sie hatte die Listen für die Hauslehrer vor dem Beginn des Semesters zusammengestellt, doch mit allem, was im vorhergehenden Sommer geschehen war, und Albus' häufigen Abwesenheitszeiten, war sie nachlässig gewesen, als es um die Verteilung ging. Sogar Pomona hatte sich gestern Abend beim Abendessen nach ihrer Liste von Hufflepuffs erkundigt – und an diesem Morgen. Filius hatte regelrecht erleichtert aufgeatmet, als sie sie beim Frühstück verteilt hatte. Selbst Severus hatte eine Bemerkung gemacht. Und sie konnte es nicht länger hinausschieben, die Zeitplanung für ihre Zusammenkünfte mit ihren Schutzbefohlenen festzulegen.
Sie persönlich zog es vor, diese kleinen Zusammenkünfte unter vier Augen und immer mindestens zwei Monate vor dem siebzehnten Geburtstag des Schülers/der Schülerin zu haben. Nun ja, mit Ausnahme von den Schülern, die ihre Geburtstage im September oder Oktober feierten – diejenigen erledigte sie sofort. Zum Einen war es einfacher – weniger peinlich – für die junge Hexen oder den Zauberer, wenn sie allein mit ihr waren, und zum Zweiten konnte sie ihnen helfen, wenn sie mit dem Magischen Schub kämpften. Sie entfaltete das Pergament. 'Okay. Die Jungen.' Dieses Jahr waren da drei Sechstklässler, die während des Schuljahres ihre Volljährigkeit erreichen würden:
Mr. Thomas – 21. November
Mr. Weasley – 1. März
Mr. Finnigan – 19. Mai
Mr. Longbottom und Mr. Potter würden kommenden Juli volljährig werden. 'Augusta Longbottom ist mehr als kompetent, um Mr. Longbottom zu unterstützen, wenn sein Magischer Schub im nächsten Sommer beginnt. Es werden Vorkehrungen getroffen werden müssen, um Mr. Potter zu unterstützen, doch andererseits – er lebt in einem Muggel-Zuhause …'
Sie hielt inne. Das schien seit Kurzem keinen großen Unterschied zu machen, da dem Jungen andauernd und ständig irgendetwas geschah. 'Es wird von jedem einzelnen Todesser nach ihm gefahndet, und er ist im Visier von Ihm, dessen Name nicht genannt werden darf höchstpersönlich, und hat bislang nur die schlechtesten Erfahrungen gemacht. Allein dieser Dementor im letzten Jahr.' Minerva runzelte die Stirn. Sie konnten von Glück reden, dass es mit dem Jungen in diesem Sommer keine Vorkommnisse gegeben hatte, wenn man in Erwägung zog, was im Ministerium geschehen war. 'Es dürfte möglich sein, den Jungen vom Ausführen von zu viel Magie im folgenden Sommer abzuhalten – und der Magische Schub manifestiert sich in den meisten Fällen in stressreichen Situationen …' Sie würde mit Albus und den Mitgliedern des Ordens darüber sprechen müssen. Vielleicht konnten sie Potter im Juni zum Fuchsbau bringen. Molly war mehr als kompetent darin, der Probleme des Jungen beim Erreichen der Volljährigkeit Herr zu werden.
'Und nun die Mädchen.' Es gab vier Sechstklässlerinnen, die volljährig wurden:
Miss Granger – 19. September – 'Oh, nein, heilige Mutter Merlins!'
Sie überprüfte ihren Kalender. Zwei Wochen waren verstrichen. 'Zwei Wochen!' Minerva keuchte auf. 'Und das Mädchen – falls sie zu den frühen Magischer Aufblüher gehört – mag eventuell seit mittlerweile drei, möglicherweise seit fünf Tagen das Magische Erblühen ausstrahlen!' Das Magische Aufblühen manifestierte sich im Allgemeinen langsam, wobei es im Durchschnitt für die meisten Mädchen ungefähr sieben Tage andauerte, doch bei jenen mit außergewöhnlichem Talent wie Miss Granger mochte es bis hin zu zehn Tagen andauern – oder noch viel länger, falls sie ein langer Magischer Aufblüher war.
Minerva fragte sich, ob Molly über den Sommer mit Miss Granger gesprochen hatte. 'Im letzten Sommer! Wie konnte ich das vergessen haben? Ich hätte Miss Granger persönlich einen Besuch abstatten sollen!'
Der Magische Schub war ein normaler Abschnitt beim Erreichen der Volljährigkeit, den jedes magische Kind durchmachte, nur dass es für Zauberer-Familien normal war, Die Unterredung zu führen, lange bevor eine junge Hexe oder ein Zauberer volljährig wurden. Obwohl es ein oder zwei Monate vorher begann, bevor das Kind siebzehn wurde, war das Einsetzen des Magischen Schubs allmählich und baute sich langsam auf, und die meisten magischen Kinder hatten normalerweise nicht das Verlangen, auf ihren Magischen Schub zurückzugreifen. Es sei denn, dass das Kind sich in einer Situation von Stress oder vermeintlicher Gefahr befand – eine solche Situation wie derjenigen, der Hermione in Frankreich ins Auge gesehen hatte.
Minerva seufzte. Miss Granger war mit Mr. Potter befreundet, und wusste, dass sie in der Folge daraus in einem Krieg kämpfen würde, der am Ende ihrer Schuljahre kommen würde. Genau genommen, so sehr sich alle Professoren auch bemühten, Mr. Potter und seine Freunde hatten die schreckliche Angewohnheit, in Situationen hineingezogen zu werden, in denen sie sich eigentlich nicht befinden sollten, wobei sie sich selbst wieder und wieder der Gefahr aussetzten.
Muggelgeborene hingegen wurden seither zur Angelegenheit ihrer Hauslehrer – da, wie die magische Welt funktionierte, für sie derartig neu war – um sie durch diese Periode zu führen, etwas, dass Minerva sehr ernst nahm. Doch mit all den Sorgen über den Sommer hinsichtlich der Kinder von Dumbledores Armee und deren Familien (wobei es ihr und Arthur zugefallen war, das Chaos zu organisieren), war Miss Grangers Erreichen der Volljährigkeit von ihr übersehen worden. Dann waren da noch Albus' Indisposition und seine häufigen Abwesenheiten von der Schule, was bedeutete, dass Minerva durchaus ziemlich vieles von den Angelegenheiten des Ordens und der zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen von beiden – sowohl des Ordens als auch der Schule –sowie die häufigen Nachfragen vom Gremium der Schulbeiräte und vom Zaubereiministerium aufgefangen hatte, plus all die Briefe von beunruhigten Eltern – einschließlich der Drohungen, ihre Kinder aus der Schule zu nehmen und die Zustimmungen zu den Kurslehrplänen und die Angebote zur finanziellen Unterstützung zurückzuziehen – sie war derartig beschäftigt gewesen, dass sie eine ihrer Star-Schülerinnen übersehen hatte.
'Ich hätte vergangenen Juni mit Molly gesprochen haben oder das Mädchen am ersten Schultag selbst begutachtet haben sollen.' Sie würde die Besprechung mit Miss Granger als Erstes abwickeln müssen. 'Professor Snape hat irgendetwas darüber erwähnt, dass sich Miss Granger in seinen Unterrichtsstunden in einem wellenartigen Anbranden und sich Auftürmen befindet', rief sie sich in Erinnerung, und Minerva schalt sich dafür, die Anzeichen nicht erkannt zu haben. 'Aber andererseits, Severus' Unterricht ist von Natur aus weitaus aggressiver als meiner oder Filius'.' Trotzdem – sie sollte bemerkt haben, wenn das Mädchen dieses wellenartige Anbranden und sich Auftürmen anzapfte. Sie war schließlich Hauslehrerin, und sie hatte seit gut fünfzig Jahren unterrichtet!
Minerva betrachtete ihre Liste abermals.
Zoe Thornton-Reid – 26. September
Minerva war nicht zu spät dran für sie, glücklicherweise, und obgleich ihre Mutter eine Muggelgeborene war, stammte ihr Vater aus einer magischen Familie, deshalb war es wahrscheinlich, dass man mit ihr Die Unterredung geführt hatte. 'Hoffentlich!'
Die Daten der anderen Mädchen lagen weit in der Zukunft:
Miss Brown – 7. November
Miss Patil – 24. Mai
Und der letzte Eintrag war für Patricia Burtrand, deren Geburtstag angemerkt war für den 14. August. Sie kam aus einer Reinblüter-Familie, und ihre Großmutter entstammte einem sehr alten magischen Geschlecht.
Professor McGonagall verfasste eine kurze Notiz, um Hermione zu bitten, nach dem Abendessen in ihr Büro zu kommen, und rief nach einem Hauself.
„Bitte stelle sicher, dass dies hier unverzüglich an Miss Hermione Granger geliefert wird."
Der Hauself schaute nicht sonderlich erfreut über das Ansinnen aus, was absolut nicht überraschend war, wenn man die desaströse Problematik während Miss Grangers viertem Schuljahr in Betracht zog, als sie sich als diejenige herausstellte, die gestrickte Objekte in ihrem gesamten Gemeinschaftsraum versteckt für die Hauselfen zurückgelassen hatte. Sie hatten ihr nach wie vor nicht vergeben. „Wenn du es bitte beim Mittagessen einfach neben ihrem Teller erscheinen lassen würdest."
Na also, dies beschwichtigte den Elf, zumindest ein wenig. 'Mag genauso auch gleich Zoe Thornton-Reid dabei teilnehmen lassen. Sie ist fällig, Anfang nächster Woche mit dem Magischen Aufblühen zu beginnen, und erlebt höchstwahrscheinlich das Gefühl des Magischen Schubs ebenfalls.' Obgleich – es gab wenig Anzeichen in ihren Unterrichtsstunden, um zu behaupten, dass Miss Thornton-Reid ihren wellenartigen Anstieg nicht kontrollieren würde. Sie blickte flüchtig auf ihren Kalender und schürzte ihre Lippen über den Mangel an verfügbarer Zeit in ihrem Terminplaner. 'Mag genauso gut auch gleich beide Mädchen heute Abend treffen.' „Und noch einen Brief mehr, an Miss Zoe Thornton-Reid", sagte sie, während sie schnell eine weitere kurze Notiz verfasste.
Hermione war sich nicht sicher, doch die Jungs schienen ihren Hintern unter die Lupe genommen zu haben, während sie sich herunterbeugte, um Zaubertrankzutaten aus den unteren Regalen des Schulwandschrankes zu nehmen. Sie erwischte sogar Draco dabei, ein Auge auf sie zu werfen, aber er verdeckte dies selbstverständlich sofort, indem er eine seiner üblichen erniedrigenden, wenn auch alten Bemerkungen machte. Zurück an ihrem Arbeitstisch, legte sie die Zutaten für sich und Ernie ab, und er stammelte seinen Dank, während er sie eigentümlich anstarrte und beinahe den Yucca-Extrakt umstieß.
Sie tat es mental als Hormone ab. Die Jungen in ihrem Jahr waren jetzt sechzehn, und ihre Mutter hatte im letzten Sommer gesagt, dass, je älter die Jungen wurden, desto mehr würden sie den Mädchen schöne Augen machen und mit ihnen flirten, um zu versuchen, die Mädchen dazu zu veranlassen, Sex mit ihnen zu haben. Hermione hatte bereits eine Menge an solchen Begebenheiten gesehen, normalerweise in Richtung der hübschen Mädchen. Gerade an diesem Morgen, auf ihrem Weg zum Unterricht in Alten Runen, hatten Zabini, Crabbe und Goyle zwei Ravenclaw-Mädchen, Sophie Waithright und Marian Merrek, auf der Treppe mit sexuellen Anspielungen und rüpelhaften Kommentaren belästigt – doch andererseits waren Sophie und Marian sehr hübsche Mädchen, nach Hermiones Meinung, und die Jungen hatten immer von ihnen Notiz genommen.
Sie schaute zu den Anweisungen an der Tafel auf; sie entsprachen dem Buch, mit nur einem Unterschied. Slughorn hatte geschrieben: Fügen Sie zwei bis drei Gramm zerkleinerte Zauberhaselnuss-Blätter hinzu, rühren Sie zwölfmal im Uhrzeigersinn, und lassen Sie alles für ungefähr fünf Minuten köcheln … Hermione überprüfte ihr Buch und las ihre Anmerkungen: diejenigen, die sie nachträglich mit all jenen Aufzeichnungen ergänzt hatte, die sie aus dem Buch des jungen Severus abgeschrieben hatte, und mit den Veränderungen an den Zaubertränken, von denen er ihr erzählt hatte, als sie zusammen gebraut hatten. 'Ja, hier ist es … füge eine Umdrehung gegen den Uhrzeigersinn hinzu – in Ordnung …' Darunter stand zu lesen: füge den Spitzwegerich vor dem Lavendelöl hinzu. Sie berührte leicht und kurz die Seite, während sie lächelte. 'Ich werde diese Runde gewinnen.'
Nach der Hälfte der Unterrichtsstunde, nachdem sie neunundzwanzigmal das Zinnober-Pulver eingerührt und eine Umdrehung gegen den Uhrzeigersinn hinzugefügt hatte, um den Whirlpool-Effekt zu stoppen, überprüfte sie ihre Anweisungen. 'Füge die gewürfelte Hälfte einer weißen Zwiebel vor der geschnittenen Zauberhaselnuss hinzu …' Sie lächelte, während sie sich daran erinnerte, wie Severus zu ihr sagte: 'Benutze die Haut; sie verdickt den Zaubertrank, wird jedoch die Zauberhaselnuss aufwerten.' Hermione schnitt ihre Zwiebel in zwei Hälften und legte die andere Hälfte für Ernie beiseite. Sie befeuchtete ihre Zwiebel mit eiskaltem Wasser, um die Freisetzung von Propanthial-S-oxid aus den Aminosäuresulfoxiden in der Zwiebel zu verhindern, so dass diese sie nicht zum Weinen bringen würde, und zerschnitt ihre Zwiebel, wobei sie das Blatt ihres Messers genau so rollte, wie der junge Severus es ihr gezeigt hatte.
Sie blickte flüchtig auf und sah alarmiert, wie Harry die Umdrehung gegen den Uhrzeigersinn ebenfalls ausführte. 'Wie kann er?', stammelte sie gedanklich zu sich selbst. Wie auch immer – sie war sich sicher, dass er seine Zwiebelhaut nicht hinzugefügt hatte. Ihr Zaubertrank besaß eine stark orangerote Farbe, und kein helles Gelb, wie es das Buch zeigte. Allerdings, zu dem Zeitpunkt, wenn sie nach dem Spitzwegerich das Lavendelöl hinzufügen würde, würde der Zaubertrank genau die richtige Schattierung aufweisen; ein wenig dicker, jedoch nicht derartig bitter zu schlucken und viel effektiver, weil das Lavendelöl den Spitzwegerich weicher machen und seine Eigenschaften verändern würde.
Sie warf flüchtig verstohlene Blicke zu Harry hinüber und wartete, um zu schauen, ob er das Lavendelöl davor oder danach hinzufügen würde … und runzelte die Stirn, als er zuerst den Spitzwegerich hinzufügte – geradewegs das Gegenteil von den Anweisungen im Buch. 'Das ist unmöglich! Zuerst das mit der Zwiebel vor der Zauberhaselnuss und jetzt der Spitzwegerich vor dem Lavendelöl …?'
Und natürlich – als Professor Slughorn sich durch den Raum bewegte, während er die Fortschritte jedes Schülers überprüfte, blieb er direkt neben Harry stehen und rühmte laut, was für einen großartiger Job Harry machte. Es brachte Hermione dazu, vor Verärgerung mit ihren Zähnen zu knirschen, dass ihr Professor lediglich flüchtig auf ihren Zaubertrank blickte und leise murmelte: „Gut gemacht, Miss Granger. Allerdings, was sonst sollte ich von meiner anderen Spitzenschülerin erwarten, oder?", um dann der Klasse laut zu verkünden: „Füllen Sie Ihre Zaubertränke ab und stellen Sie sie auf meinen Schreibtisch." Anders als Professor Snape wollte Slughorn den gesamten Inhalt ihres Kessels, insbesondere dann, wenn der Zaubertrank etwas geworden war.
„Mach' dir keine Sorgen, Hermione", sagte Ernie mit einem rührseligen, entschuldigenden Lächeln. „Du bekommst immer noch die Bestnote."
„Aber, woher wusste er das mit dem Spitzwegerich?", fragte sie so leise, dass Ernie sie fragte: „Wie bitte?"
„Nichts", antwortete sie, während sie sich fragte, woher Harry wusste, dass er Reihenfolge der Zutaten tauschen musste. Sie füllte ihren Zaubertrank ab, räumte ihren Arbeitsbereich auf und wartete darauf, dass Harry mit Aufräumen fertig wurde.
Sobald sie draußen im Korridor waren, zog sie Harry beiseite. „Ich habe nicht vor, dich zu beschuldigen, aber ich muss dich fragen – die Zwiebel vor der Zauberhaselnuss – woher wusstest du das? Stand es in deinem Buch?"
Er begann gereizt zu reagieren. „Hör zu, Hermione, hör einfach auf—"
„Nein, warte, es ist nur so, dass— Harry, wenn du die Haut nicht benutzt, kann dies den Zaubertrank instabil machen", sagte sie, und seine Augen verengten sich ihr gegenüber. „Und den Spitzwegerich vor dem Lavendelöl hinzuzufügen, ist wirklich heikel, wenn du nicht den richtigen Löffel dazu zu verwenden weißt – was du getan hast."
„Woher weißt du das?"
„Also wirklich, Harry?", warf Ron ein. „Sie hat es gelesen, selbstredend."
„Es ist einfach so, dass du beständig die Veränderungen vornimmst, die ich mache, und ich bin einfach nur neugierig, wer das Buch vor dir hatte. Ich glaube …" Sie hielt inne. Sie konnte ihm nicht erzählen, dass sie diese Dinge von Severus gelernt hatte – er würde fragen, wie das möglich sei … oder, warum Severus ihr davon erzählt hatte … oder wann … ganz zu schweigen davon, dass Harry Severus hasste … „Es könnte eventuell eines der Bücher eines der Zaubertrankkundler sein, über die ich in den Zaubertrankzeitschriften gelesen habe." Na also, das erschien unschuldig genug.
Harry betrachtete sie skeptisch, während sich seine Augen abermals verengten. „Das glaube ich nicht", sagte er, während er sie misstrauisch musterte.
„Wie kannst du dir da sicher sein?", fragte sie, genau wissend, dass Harry selten nur die Fachzeitschriften und Journale las.
„Weil der einzige Name in dem Buch der Halbblut-Prinz ist."
'Der Halbblut-Prinz?' Hermione war fassungslos. Sie konnte sich nicht an eine einzige Zauberer-Familie mit dem Namen Prinz erinnern, oder an einen Zaubertrankkundler namens Prinz … 'Prinz?'
„So, damit ist das Rätsel gelöst", sagte Ron und klatschte einmal seine Hände zusammen. „Lassen uns losziehen und den Quaffel werfen, Harry. Ich könnte etwas Training gebrauchen …"
„Bevor Ihr mit Euren Kräuterkunde- und Verwandlungsaufsätzen beginnt, die morgen fällig sind", erinnerte sie sie spitz, während sie immer noch versuchte, sich einen Zaubertrankbrauer namens Prinz in Erinnerung zu rufen. 'Oder einen Heiler, das ist auch eine Möglichkeit – sie studieren Zaubertränke.'
„Richtig", grummelte Ron und selbst Harry sah vergnatzt aus. „So, dann vermute ich mal, wenn wir Quidditch spielen gehen, anstatt mit unseren Aufsätzen zu beginnen—"
„Beginnen?", keuchte Hermione in fassungsloser Ungläubigkeit auf.
„—wirst du uns nicht helfen", beendete er seinen Satz.
Hermione atmete ganz langsam aus, während sie ihn streng betrachtete.
„Richtig", sagte Ron niedergeschlagen. „Dann ist es die Bibliothek."
Severus hasste diese Zusammenkünfte; wie auch immer – die Abteilung für Erziehung und Ausbildung im Ministerium und das Gremium der Schulbeiräte beharrten darauf, dass sie durchgeführt wurden, doch dies war eine seiner am wenigsten geliebten Pflichten als Hauslehrer. Es stand auf der Rangliste gleich unterhalb von 'sich mit pubertätsbezogenen Krisen auseinandersetzen' eingestuft: feuchte Träume, weibliche Menstruation, Bettnässen, Heimweh und – Der Himmel bewahre ihn davor! – Schwangerschaft. Heimweh: all seine Vertrauensschüler handhabten dieses Problem, ebenso, wie die männlichen Vertrauensschüler nasse Träume und Bettnässen handhabten (und riefen nach den Hauselfen, um die Ferkelei aufzuräumen). Weibliche Menstruation: die weiblichen Vertrauensschüler hatten einen Vorrat an 'Unerlässlichkeiten' zur Anwendung für die Mädchen, und dann gingen die Mädchen einfach zu Madam Pomfrey oder sie schrieben einen diskreten Brief an Mum – oder welchem weiblichen Familienmitglied sie auch immer vertrauten.
Wenigstens war die Unterredung mit den Jungen über den Magischen Schub, das Magische Aufblühen und den Umbruch durch die Großjährigkeit-lnitiation nicht ganz so schlimm, nun ja, nur ein klein bisschen weniger peinlich, als die Unterredung, die er mit den Mädchen seines Hauses führen musste.
Seine Methode, das Problem zu handhaben, war simpel. Normalerweise versorgte Minerva Severus vor Beginn des Semesters mit einer Liste mit den Geburtstagen jedes Jungen und jedes Mädchens in seinem Haus, die in diesem Schuljahr siebzehn würden, eine ihrer Aufgaben als Stellvertretende Schulleiterin und folglich Hüterin des Schulregisters. Allerdings war sie dieses Jahr ziemlich spät dran, ihm die Liste zur Verfügung zu stellen, womöglich aufgrund Dumbledores Untauglichkeit mit seiner verfluchten Hand und seinem häufigen Verschwinden, wie vor kurzem, was sie dazu brachte, mehr an Verantwortung für den Schulbetrieb und bei den Briefen von beunruhigten Eltern schultern zu müssen, die Rückversicherung hinsichtlich der Sicherheit ihrer Kinder wünschten. Trotzdem – es hatte ihn dazu gezwungen, Die Unterredung für zwei ganze Wochen zu verschieben, etwas, was er vorgezogen hätte, so bald wie möglich hinter sich zu bringen.
Normalerweise arrangierte er am ersten Samstag des Schuljahres zwei Treffen in seinem Klassenraum: zuerst mit den Jungen, die siebzehn Jahre alt wurden, und ebenfalls den männlichen Vertrauensschülern aus dem sechsten und siebten Schuljahr; das zweite Treffen war mit den ganzen Weiblichkeiten, die die Volljährigkeit erreichten und den weiblichen Vertrauensschülern aus dem sechsten und siebten Schuljahr. Auf diese Weise musste er das Thema des Umbruchs durch die Großjährigkeit-lnitiation nur zweimal behandeln, anstatt es – wie Minerva oder Pomona dies mit Vergnügen zu tun schienen – in die Länge zu ziehen. Sie luden jeden einzelnen Schüler, dem die Großjährigkeit-lnitiation bevorstand, in ihre jeweiligen Büros zum Tee ein. Und dann war da noch Flitwick mit seinen verzauberten Schaubildern … Absoluter Schwachsinn nach Severus' Meinung – und so etwas erlaubte den Schülern, sich keinen Zwang anzutun, und Fragen zu stellen. Nein, Severus hasste es, sich mit irgendwelchen Fragen zu beschäftigen, die im Zusammenhang mit Pubertät, Magischem Schub, Magischem Aufblühen oder Großjährigkeit-lnitiation standen. Severus' Methode war schnörkellos und direkt auf den Punkt.
Wie dem auch sei, jetzt waren seit dem Beginn des Semesters bereits zwei Wochen vergangen, und er hatte seine Liste erst heute Morgen im Empfang genommen. Severus hatte den Schülern auf seiner Liste zum Mittagessen eine kurze Notiz geschickt, den Jungen, ihn gleich nach dem Abendessen zu treffen, den Mädchen, fünfzehn Minuten später zu erscheinen. Die jungen Männer auf seiner Liste und seine männlichen Vertrauensschüler waren momentan dabei, im Gänsemarsch hereinzukommen und sich einen Sitzplatz zu suchen.
„Nehmen Sie einfach irgendwo Platz, Mr. Malfoy. Mr. Boughton, vornean bei Mr. Urguhart." Er nahm die Broschüre des St. Mungo's über die männliche magische Großjährigkeit-lnitiation zur Hand, Der Werdegang zum jungen erwachsenen Zauberer und die Verantwortung und erstaunlichen Freuden, die es mit sich bringen kann. Mr. Nott beschloss, sich in die Nähe von Mr. Boughton und Mr. Urguhart zu setzen, anstelle zu Mr. Malfoy und Mr. Goyle. „Händigen Sie diese aus, Mr. Urguhart", sagte Severus und übergab seinem Vertrauensschüler aus dem siebten Schuljahr den Stapel Broschüren.
'In Ordnung. Zeit für die Ansprache.' „Mit Ausnahme von Mr. Urguhart sind Sie hier, weil Sie dieses Jahr siebzehn werden, was in der magischen Welt bedeutet – wie ich annehme, dass Sie wissen – dass Sie sich anschicken, zu einem Erwachsenen zu werden und letztendlich in Ihre magische Mündigkeit gelangen. Während Sie Ihr Alter der Mündigkeit erreichen, gibt es etliche Veränderungen, die sich ereignen werden. Ich vermute, dass Ihre Väter oder irgendeine männliche Vertrauensperson Ihrer Familie Ihnen bereits über die Transformation durch den Umbruch durch die Großjährigkeit-lnitiation berichtet hat."
Jeder von ihnen nickte oder murmelte seine Beistimmung.
'Gut.' „Mit Ihnen ist über den Magischen Schub gesprochen worden?"
Wieder gab es allgemeine Andeutungen, Gemurmel, Nicken und dergleichen, was angezeigte, dass sie bereits davon wussten.
„Falls irgendjemand von Ihnen Schwierigkeit damit hat, seine Magie zu kontrollieren, suchen Sie mich oder einen anderen Professor auf. Ich habe einen Übungsraum hier in den Kerkern einrichtet, falls Sie Unterweisung benötigen." 'Als ob irgendjemand von ihnen in diesem Alter zugeben würde, nicht dazu fähig zu sein, seine Magie zu kontrollieren', verspottete er sich selbst.
Da war ein leises Lachen, einige Grunzlaute, und Mr. Boughton schluckte, während er die Wand hinter Severus' Kopf betrachtete.
Severus nickte. Trotzdem, er würde nach den typischen Anzeichen Ausschau halten müssen, wenn sie sich ihren Geburtstagen näherten. „Und Ihnen wurde das Magische Aufblühen und die Kontrolle Ihrer Triebe erklärt?"
Mr. Goyle errötete leicht und Mr. Boughton drehte seinen Kopf ab, aber sie alle zeigten auf irgendeine Art und Weise an, dass mit ihnen über das Magische Aufblühen gesprochen worden war.
„Gut. Falls ich jemals herausfinden sollte, dass irgendjemand von Ihnen ein Mädchen geschwängert hat, während Sie noch in der Schule sind, werden Sie sich wünschen, dass der Hut Sie nach Hufflepuff geschickt hätte", sagte Severus mit Schärfe in seiner Stimme, so dass niemand von ihnen ihn falsch verstehen würde. „Ganz zu schweigen davon, was Ihre Eltern tun werden, wenn ich ihnen schreibe, dass Sie es geschafft haben, eine Hexe außerhalb der Ehe zu schwängern." Er lächelte spöttisch, während er beobachtete, wie Mr. Zabini erstaunt reagierte, während Mr. Goyle und Mr. Malfoy tatsächlich bei dem Gedanken ein wenig zurückschraken und erblassten; Mr. Nott schluckte und untersuchte seine Hände, die auf seinem Schoß zusammengepresst lagen, und Mr. Crabbe verlor all sein Maulheldentum und schaute plötzlich wie vor den Kopf geschlagen aus. Mr. Boughton sah bei der Vorstellung aus, als wäre er von Grauen gepackt. 'Gut, genug gesagt.'
Der nächste Punkt war die Frage, die er hasste. „Und Sie sind sich dessen bewusst, dass Sie während Ihrem Wandel feuchte Träume durchleben werden, für eine Woche vor oder über die Woche nach Ihrem siebzehnten Geburtstag hinweg?"
Jeder einzelne Junge nickte oder murmelte seine Beistimmung.
„Gut", sagte Severus, überhaupt nicht überrascht. „Wenn Sie derartige Zwischenfälle haben, rufen Sie einen Hauselfen, um die Bettwäsche zu wechseln. Irgendwelche Fragen?"
Die Jungen schüttelten nur ihre Köpfe oder lächelten ihren Nachbarn spöttisch an.
„Kommen Sie zur Ruhe. Schreiben Sie Ihren Namen auf das letzte Blatt Ihrer Broschüren, dort, wo Ihre gedruckten Namen stehen. Falls Sie mich gerade angelogen haben, verschwindet Ihr Name, und Sie werden hier zurückbleiben müssen." 'Herzlich wenig Aussicht darauf, sie sind alle Reinblüter oder aus wohletablierten Zauberer-Familien.' Aber die Magie des Federkiels funktionierte jedes Mal, wenn die Familie eines Jungen dabei gescheitert war, diese Dinge kompetent zu erklären und der Junge log, um seine Beschämung zu verbergen. Falls dies der Fall war, würde er den Jungen für ein privates Zusammentreffen hierher zurückholen müssen. Er passierte selten, doch es hatte ein paar Gelegenheiten in der Vergangenheit gegeben, als dies geschehen war.
Seine Sechstklässler blätterten jeder rasch zum letzten Blatt, nahmen den Blutschwur-Federkiel zur Hand und unterzeichneten mit ihren Namen. „Wenn Sie fertig sind, und falls Ihr Name auf der Seite erscheint, können Sie gehen", wies Severus an und fügte hinzu: „Lassen Sie die Federkiele auf den Tischen liegen", nur für den Fall, dass einige versucht sein würden, sich mit ihnen heimlich davonzustehlen.
Während die Jungen alle in Richtung der Tür strebten, machte Severus aus dem Handgelenk eine wutschende Bewegung mit seinem Zauberstab, was die ganzen Dokumente ordentlich zu seinem Schreibtisch segeln und die weggeworfenen Broschüren sich selbst im Mülleimer entsorgen ließ. 'Erledigt. Vier Minuten und fünfunddreißig Sekunden. Nun die Mädchen als Nächstes.' Circe, er hasste die weibliche Version Der Unterredung. Sie dauerte länger.
Minerva trank einen weiteren Schluck ihres Tees und stellte ihre Tasse ab. Miss Granger und Miss Thornton-Reid waren gleich nach dem Abendessen eingetroffen und nippten an einer Tasse von Minervas besten grünen Blattspitzen, einer lokalen Mischung, die ihre Freundin ihr als Geschenk geschickt hatte, und jede von ihnen hatte zwei Schokoladen-Éclairs, welche die Hauselfen nach oben gesendet hatten. Minerva erklärte ihnen, warum sie sie hierher gebeten hatte und augenblicklich hatte Miss Thornton-Reid erleichtert ausgesehen. Miss Granger war einfach errötet und hatte mit ihrem Kopf genickt.
„Dies geschieht, wenn eine junge Hexe ihre Mündigkeit erreicht, die, wie Sie beide wissen, mit siebzehn ist. Das Magische Aufblühen ist eine Ausschüttung von Pheromonen und erzeugt das, was gemeinhin ein strahlendes Glühen genannt wird, oder das Magische Erstrahlen, das jedes männliche Wesen ringsum instinktiv bemerkt, auf das sich jeder Mann mental einstellt – unbewusst – und das ein Zeitabschnitt ist, der manchmal derb als in Hitze sein bezeichnet wird, obgleich ich dies als vernakulär unkultiviert empfinde", sagte Minerva, was ihrer typischen Ansprache an die jungen Damen ihres Hauses entsprach. Beide Mädchen nickten leicht, wobei sie damit zeigten, diese Dinge anscheinend bislang verstanden zu haben.
Minerva wusste, dass in dieser heutigen, modernen Zeit sich Muggel der Pheromone bewusst waren, was diese Gespräche einfacher machte. „Diese Reaktion auf die Ausschüttung Ihrer Pheromone wird aus naheliegenden Gründen ebenfalls auch als Die Verlockung, Die Magische Anziehung oder Die Magische Hingezogenheit bezeichnet, da diejenigen männlichen Geschlechts sich zu Ihnen hingezogen fühlen werden. Sie werden während dieses Zeitraums von Ihnen angezogen, treten Ihnen gegenüber fürsorglich und ziemlich dienstbeflissen auf, und einige setzen dieses Verhalten sogar für Wochen nach Ihrem Magischen Aufblühen fort. Verwechseln Sie diese Reaktion nicht mit Liebe, obgleich jene Männer, die sich auch noch zu Ihnen nach Ihrem Magischen Aufblühen hingezogen fühlen, irgendwann sehr gute Ehepartner abgeben könnten."
Miss Thornton-Reid lächelte sehnsüchtig, und Miss Granger biss auf ihre Lippe, während sie konzentriert zuhörte.
„Im Altertum – und auch jetzt noch in manchen magischen Kulturen beobachtet – war Das Magische Aufblühen der Zeitpunkt, wenn magische Verlobungen arrangiert und Eheverträge vereinbart wurden, was der Grund dafür ist, warum dermaßen viele magische Eheschließungen und/oder Verbindungen sich ergeben, wenn die jungen Damen siebzehn werden."
Miss Thornton-Reid straffte sich ein wenig, während sie ihre Tasse grazil in der Hand hielt, und Miss Granger schenkte ihr ein kurzes Kopfnicken, dass sie verstand.
„Behalten Sie im Hinterkopf, dass man während dieser Zeitspanne hinsichtlich Annäherungsversuchen und über die Stränge schlagenden jungen Männern achtgeben muss. Wir wollen nicht, dass Mädchen wie Sie in eine heikle Situation kommen."
Miss Thornton-Reid kicherte leise, und Miss Granger verengte ein wenig ihre Augen, während sie die Warnung erwog.
Minerva machte mit ihren Erklärungen weiter. „Frühe Magische Aufblüher – jene, die im Vorfeld der Woche blühen, die zu ihrem siebzehnten Geburtstag führt – wurden der Tradition nach als magisch starke Hexen betrachtet und galten im Altertum und in den Kulturen, die auch jetzt noch arrangierte Verbindungen praktizieren, als das wünschenswertere Match. Es gibt auch späte Magische Aufblüher – jene, die erst nach ihrem siebzehnten Geburtstag zu erblühen beginnen. Späte Magische Aufblüher wurden als magisch schwächer angesehen, obgleich dies nicht immer der Fall ist. Ich erkenne selten solch einen Unterschied bezüglich der jungen Frauen, die ich unterrichte. Der Tradition nach allerdings wurde besondere Aufmerksamkeit darauf gelegt, um den Zeitraum und den zeitlichen Umfang des Magischen Aufblühens der jungen Hexe auszuforschen. Von längeren Perioden wurde angenommen, dass diese die Aussichtsreicheren wären." Minerva hasste diesen Teil ihrer Ansprache; viele der jungen Damen, mit denen sie sprechen musste, waren Späte Magische Aufblüher und nahmen dementsprechend Anstoß daran, wenn sie sich nicht in Acht nahm.
Miss Granger stellte ihre Teetasse ab, und ihr Blick wanderte ein wenig abwärts, ein sicheres Anzeichen dafür, dass sie jede Aussage mit Sorgfalt abwog, wobei sie diese vermutlich in Kategorien aufgliederte oder sich ins Gedächtnis einprägte und dabei vielleicht erkannte, dass sie bereits mit dem Magischen Aufblühen begonnen hatte. Minerva hatte den ganzen Tag den Interaktionen der Jungen mit Miss Granger Aufmerksamkeit geschenkt und ihre Mienen beobachtet, und wenn Minerva die Reaktionen der Jungen gegenüber dem Mädchen richtig interpretierte, befand sie sich definitiv in ihrer Phase des Magischen Aufblühens.
Miss Thornton-Reid sah demgegenüber ein klein wenig pikiert aus, als ob Minerva ihr unterstellte, dass sie ein später Magischer Aufblüher sein würde. Minerva lächelte die Mädchen warm an, und sie trank ein Schlückchen von ihrem Tee, bevor sie fortfuhr.
„Gelegentlich jedoch hat es ebenfalls Lange Magische Aufblüher gegeben. Lange Magische Aufblüher beginnen im Allgemeinen ihr Magisches Aufblühen langsam, der Ausbruch erfolgt eine Woche oder mehr vor ihrem siebzehnten Geburtstag und dauert für eine zusätzliche Woche oder mehr nach ihrem Geburtsdatum an. Derartig ungewöhnlich, insofern, dass die meisten glauben, dass nur jene Hexen mit außergewöhnlicher magischer Macht und jene mit starken natürlichen magischen Fähigkeiten dieses Phänomen an den Tag legen. Allerdings ist dies lediglich reine Spekulation, doch es geschieht häufiger bei Muggelgeborenen. Es gibt eine Theorie, die besagt, dass dies höchstwahrscheinlich der Fall ist, um zu gewährleisten, dass die junge muggelgeborene Hexe in der Lage ist, die Aufmerksamkeit eines geeigneten Zauberers auf sich zu ziehen – und somit Anreiz auszuüben – für eine magische Eheschließung. Aber nochmals, ich denke nicht, dass es genügend Beweise dafür gibt, dass die Theorie korrekt ist. Die meisten weiblichen Wesen sind sich des Magischen Aufblühens nicht bewusst, da das einzige körperliche Anzeichen nur wenig mehr als ein strahlendes Glühen ist, was genauso gut dem Glücksgefühl zugeschrieben werden könnte, volljährig zu werden. Aber Tatsache ist, dass Sie Magisch Erstrahlen werden." Sie drückte jedem Mädchen die vom Ministerium gebilligte Broschüre in die Hand, während sie beiläufig den Titel erwähnte: „Das Magische Aufblühen in die Fraulichkeit. Bitte lesen Sie dies gründlich durch."
„Ja, aber – ich habe die Pubertät bereits hinter mir", sagte Hermione, als sie von der Broschüre in ihrer Hand aufschaute.
„Dies hat nichts Pubertät zu tun", erklärte Minerva freundlich, „es geschieht, wenn Ihr Körper und Ihre Magie in Ihre Reife zu erblühen beginnen. Wenn Sie zu einer jungen erwachsenen Hexe werden."
„Was ist Pubertät?", fragte Miss Thornton-Reid.
„Es beginnt, wenn im Körper zusätzliche Mengen an Chemikalien, die man Hormone nennt, produziert werden, die deine Brüste sich entwickeln, deine Hüften anschwellen und deine Schamhaare wachsen lassen", versuchte Miss Granger zu erklären, während sich die Röte auf ihren Wangen verstärkte.
„Oh, die Veränderungen, die vor der Menses geschehen", bekundete Miss Thornton-Reid wegwerfend. „Das ist etwas anders; dies hier ist speziell!"
„Nun ja, ich vermute, dass Sie beide den Magischen Schub zeigen?", fragte Minerva, während sie versuchte, nicht direkt auf Miss Granger zu sehen.
Miss Thornton-Reid stellte ihre Tasse ab und straffte ihre Haltung. „Oh, ja, habe ich. Allerdings hat Mum mir davon erzählt, und ich habe mich in Acht genommen, mich nicht zu sehr auf meine Magie zu konzentrieren und stattdessen mich auf meine Intention und Entschlossenheit zu verlassen. Dad und ich haben über den Sommer trainiert, um mir dabei zu helfen, mich darauf vorzubereiten."
Minerva nickte. Dies war eine typische – vom St. Mungo's befürwortete – Herangehensweise, um zu vermeiden, dem Anstieg der Energie des Magischen Schubs suchtmäßig zu verfallen. Doch es war nicht dermaßen einfach für alle Schüler; Miss Granger war ein gutes Beispiel dafür. Miss Thornton-Reid demonstrierte nicht die gleiche magische Stärke, die Miss Granger besaß. Bei weitem nicht. Für Einige, wie Miss Granger, war der Magische Schub ziemlich kräftig, was ihre magische Stärke sich verdoppeln ließ – in ihrem Fall, laut Aussage von Severus, sogar verdreifachte. „Sehr gut. Miss Granger?" Sie hasste es, Miss Granger in Zugzwang zu bringen, doch sie musste Bescheid wissen.
„Ich habe an der Kontrolle über meine Magie gearbeitet, damit ich niemandem Schaden zufüge", antwortete das Mädchen, während sie errötete.
Sich sehr wohl darüber bewusst, dass Severus mit ihr arbeitete, fragte Minerva: „Und wie kommt der Unterricht voran? Sind Sie in der Lage, Ihre Bestrebungen richtig anzuwenden?"
Miss Granger schaute überrascht auf. „Ja, ich denke mal. Manchmal, in Verteidigung, spüre ich sie intensiver als in Zauberkunst oder in Ihren Unterrichtsstunden, aber ich versuche es wirklich."
Minerva lächelte abermals beschwichtigend. „Die guten Nachrichten sind, dass Sie sich mittlerweile ausnivellieren sollten, und Ihre Magie sollte ihre Balance finden. Bis zum Mittwoch sollte sich Ihre Magie stabilisieren, und Sie sollten sie nicht mehr spüren. Bis Donnerstag werden Sie wieder Ihr übliches Selbst sein."
Das Mädchen sah erleichtert aus. Minerva hoffte inständig, dass sie Recht hatte. 'Severus' Unterrichtsstunden werden dem Mädchen sicherlich helfen. Und nun auf zum unterhaltsamen Teil der Teeparty – die Mädchen über Jungs ausfragen.'
Der Zauberspruch auf der Tür zeigte ihm an, sobald Hermiones Hand seine Bürotür berührte. Er riss mit einem Ruck die Tür zu seinem Übungsraum auf, um sie hereinzulassen und versuchte nicht zu inhalieren, als sie an ihm vorbei hineinschlüpfte. Er hätte sich selbst genauso gut vornehmen können, überhaupt nicht nicht zu atmen. Sie roch nach wie vor nach Zitronenkraut und Lavendel mit einem überschattenden Duft nach Pfefferminz, der in der Luft hinter ihr haften blieb, der Blumenduft subtil, aber für jemanden, der die Wirksamkeit einer Zaubertrankzutat anhand von beidem – Aussehen und Geruch – feststellen konnte, wahrnehmbar.
„Es tut mir so leid um die Stunde", begann sie zu sagen, als er die Tür schloss.
Sie ging hinüber zu den Regalen, die eine Wand einnahmen, stellte ihre Tasche ab und zog ihren Zauberstab heraus, weil sie davon ausging, dass sie mindestens noch eine Stunde harter Arbeit mit ihm produzieren würde, obgleich – vom Fachlichen her gesehen – schlug sie sich um Längen besser bei der Kontrolle ihrer Magie, als er dies in ihrem Alter getan hatte. Er versuchte, nicht auf ihr Hinterteil zu starren, als sie sich hinunterbeugte, oder auf ihre Brust, als sie sich zu ihm umdrehte, um ihn anzusehen.
„Es tut mir so leid, dass ich spät dran bin", entschuldigte sie sich abermals. „Professor McGonagall wollte mit mir über … nun ja, über etwas sprechen, und es dauerte eine ganze Weile länger, als ich gedacht hätte, dass es dauern würde."
„Ich bin mir dessen bereits bewusst", sagte er ruhig, da er von Minerva beim Abendessen darüber informiert worden war, dass sie bei einem Dessert Die Unterredung mit Hermione führen würde.
Obwohl Horace Slughorn, Severus' Hauslehrer zu jener Zeit, mit ihnen Die Unterredung geführt hatte, war Slughorn natürlich davon ausgegangen, dass den Sechstklässler-Schülern seines Hauses bereits von ihren Eltern oder von ihren gesetzlichen Vormündern all die Grundkenntnisse vermittelt worden waren. Severus' Mum hatte dies nicht getan. In dem Sommer, der seinem sechsten Schuljahr vorausgegangen war, war sein Vater arbeitslos gewesen, deshalb hatte seine Mutter es vermieden, über irgendetwas zu sprechen, das mit Magie in Zusammenhang stand. Ihre geflüsterten Erläuterungen in Richtung Severus in jenem Sommer in seinem Zimmer, hatten ihn schlecht auf irgendetwas davon vorbereitet, was ihn erwartete, ausgenommen den Umgang mit Dem Magischen Aufblühen, den feuchten Träumen und dem Nachtschweiß. Sie war zu Weihnachten krank gewesen, und Severus war in jenem Jahr in Hogwarts geblieben.
Dementsprechend hatte Severus in den Monaten, die zu seinem siebzehnten Geburtstag führten, während seiner Auseinandersetzungen mit den Maraudern sein wellenartiges Anbranden und sich Auftürmen der Magie angezapft und in der Folgezeit – nach seinen 'magischen Pubertätsveränderungen ins Erwachsenenalter' – hatte er sich daran gewöhnt, in stressigen Situationen auf seinen magischen Kern zurückzugreifen. Dies hatte ihn in den Krankenflügel verfrachtet, und ihm einen sehr strengen Vortrag von Madam Pomfrey eingebracht. Ganz zu schweigen von ein paar Stunden mit dem Professor für Verteidigung, bei dem er in einem Duell gelernt hatte, seine Magie zu kontrollieren. Das war in Wirklichkeit genau das, was er mit Hermione während dieser letzten Zusammenkünfte und in der Folge das gesamte vergangene Jahr über getan hatte.
Er führte Hermione durch die Schritte, ließ sie nonverbal den Erstarrungszauber, Lähmfluch, Reduktor-Fluch, Schockzauber und Brandzauber auf den Sparring-Dummy üben, wobei er ihre Intensität aussteuerte, damit der Indikator auf dem Sparring-Dummy das Niveau registrierte, das er sie gebeten hatte auszuführen. Er war erfreut darüber, dass sie letztendlich in der Lage war, den Grad der Stärke der meisten ihre Zaubersprüche zu kontrollieren, was den Indikator entweder in den Grün- oder in den Purpurschattierungen anzeigen ließ, wie er dies zumeist verlangte, obgleich sie Schwierigkeiten damit hatte, es in Blau anzeigen zu lassen. Wie auch immer – jeder Misserfolg, die geforderte Farbe zu produzieren, ließ sie ihre Lippen schürzen und ihren Kiefer zusammenpressen oder zusammenhanglos stammeln und voller Frustration tief erröten – Reaktionen, die er als Teenager sehr amüsant gefunden hatte.
„Lassen Sie mich Ihre Hand sehen", sagte er, als er sie innehalten ließ. Sie hielt ihre Hand ausgestreckt, während sie zu ihm mit jenen ausdrucksvollen braunen Augen voller Vertrauen aufschaute. Es ließ sein Herz schmerzen, aber er schob die Gefühlsregung aus dem Weg, so dass er sich auf ihre Magie konzentrieren konnte.
Er rieb mit seinem Daumen über das weiche, nachgiebige Fleisch ihrer Handfläche und versuchte, irgendwelche verborgenen Vibrationen zu erspüren. Ihre Haut war unter seinem Daumen geschmeidig, warm… Er inhalierte, während er nach wie vor ihre Hand hielt, als er ihre Augen auf Anzeichen von Überanstrengung überprüfte. Ihre Augen tauchten ineinander ein und ihr Blick hielt seinem unerschütterlich stand. Er konnte spüren, wie sich seine Wangen röteten, als sie ihn dermaßen unumwunden anstarrte, und er unterdrückte sein verräterisches Erröten, indem er sich zwang, sich auf seine Aufgabe zu konzentrieren und zu versuchen, sich auf das Zusammenziehen und Erweitern ihrer Pupillen zu konzentrieren – und nicht auf die kleinen Farblecke in der bernsteinbraunen Iris, wobei er sich daran erinnern musste, dass er dies tat, um sie vor dem wellenartigen Anbranden und sich Auftürmen ihrer Magie zu schützen. Und nicht, um in ihre Augen zu starren, wie ein nach Liebe hungernder Crup.
Sie verlagerte ihr Gewicht auf ihren Füßen, und er ließ ihre Hand fallen. „Sehr gut", sagte er steif. „Lassen Sie uns sehen, wie Sie sich gegen ein paar Flüche halten, ja?"
Sie ging in Position, und er lächelte ein wenig über die Tüchtigkeit, die sie ausstrahlte. Er warf beides – verbale und nonverbale Zaubersprüche – auf sie, wobei er lediglich ein klein wenig von seiner Intention bei seinen nonverbalen Zaubersprüchen nach außen hin zeigte. Hermione bewegte sich mit Geschicklichkeit und Anmut, ihre Zauberstabbewegungen bei jedem seiner Angriffe flüssig und schnell. Ihre nonverbalen Schutzschilde waren stark und sicher, nicht dass er etwas anderes erwartete. Mehrere Male flackerte ihre Magie, und sie schalt sich jedes Mal selbst lautlos. Bei einigen Gelegenheiten war ihr Schild zu stark, was zu einem hellen Glühen führte, doch es war offensichtlich, dass ihre Magie letztendlich begann, sich einzupendeln. Er wusste, dass sich ihre Magie bis morgen in der Plateau-Phase befinden würde, und bis zum Mittwoch sollte ihre Magie ihre Balance finden. Sie würde eine außergewöhnlich starke Hexe sein.
Er wusste, dass sich Hermione in ihrem Magischen Aufblühen befand, und mit ihr allein zu sein ein Fehler war, den er nicht begehen sollte. Er hielt eine eiserne Beherrschung über seine eigene zunehmende Angezogenheit zu dem Mädchen aufrecht und erinnerte sich gewaltsam daran, dass sie das Magische Erstrahlen durchlebte, er also nicht reagieren würde. Ein konstanter innerer Kampf, den er fest entschlossen war, zu überwinden und den Sieg zu erringen.
Minerva – oder irgendjemand vom weiblichen Mitarbeiterstab – hätte seine Tutorenstunden mit dem Mädchen zumindest für die nächsten Tage übernommen haben sollen, doch er hatte festgestellt, dass er diesen Job nicht einfach an einfach irgendjemanden preisgeben wollte. Das Mädchen musste nicht nur lernen, wie sie ihre Magie beherrschte, sondern auch, in der Lage zu sein, sich zu verteidigen. Das war sein Job.
Glücklicherweise wusste Minerva von ihren Unterrichtsstunden und hatte diese abgesegnet. Das allein ließ ihn erleichtert aufatmen und stellte ihn ein Stück weit zufrieden. Es zeigte, dass Minerva ihm vertraute, selbst mit ihrer hochschätzten Schülerin.
Er hielt inne, um abzuschätzen, ob Hermione Anzeichen von Überanstrengung zeigte, zufrieden damit, dass es keine gab. Er ließ ihre Hand fallen und machte zwei Schritte von ihr weg, während er tief durchatmete, um seinen Kopf freizubekommen, und versuchte, den warmen Duft aus Zitronenkraut und Lavendel zu ignorieren.
„Gut, dieses Mal werden wir uns duellieren. Benutzen Sie jeden defensiven Zauberspruch, den ich Sie gelehrt habe und Ihre Schutzschilde. Fangen Sie an."
Obwohl sie abgespannt war, zwang sich Hermione, die Treppe auf ihrem Weg zurück zu ihrem Gemeinschaftsraum in ihrem normalen Tempo hinaufzugehen, um nur im fünften Stock innezuhalten, um Atem zu schöpfen. Ihr Körper schmerzte. Ihre Glieder fühlten sich an, als ob sie stundenlang trainiert hätte. Sie war verschwitzt, ihr Haar fühlte sich feucht an, und ihr war immer noch heiß, selbst in den kühlen steinernen Korridoren.
Sie schaute den leeren Korridor hinunter und dachte: 'Warum eigentlich nicht?' Sie könnte jederzeit ihre Unterwäsche in einen Badeanzug verwandeln, einfach, indem sie lediglich den Stoff verstärkte. Außerdem kannte sie Trocknungzauber und Auffrisch-Zauber, die sie für ihre Kleidung benutzen könnte. Und außerdem würde sie sich lediglich selbst einen Ausflug die Treppe hinauf und wieder zurück für ihr nächtliches Schwimmen ersparen. Es war Stunden hin bis zu ihrer Sperrstunde, doch alle Schüler in ihrer O.W.L.-Lehrstufe würden in ihren Schlafsälen oder in ihren Gemeinschaftsräumen sein, um den Unterrichtsstoff zu wiederholen. Und wenn der Pool bereits besetzt wäre, könnte sie immer noch zu ihrer normalen Zeit zurückkommen …
Diese Entscheidung getroffen, wanderte Hermione zum Badezimmer der Vertrauensschüler. Außerdem – falls sie zu müde werden würde, um die normale Anzahl von Runden zu beenden, könnte sie das Wasser wieder auf eine kuschelige Badetemperatur erwärmen und sich ein langes Einweichen vor dem Zubettgehen gönnen – nun ja, vor der Wiederholung des Unterrichtsstoffes und dann dem Zubettgehen gönnen.
„Snickerdoodle", sagte sie an der Tür und drückte auf die Klinke. Der Raum wurde augenblicklich ausgeleuchtet, sobald sie die Tür weiter öffnete und einen Schritt hinein ging. Die Meerjungfrau drehte sich herum, während sie vielsagend mit dem Schwanz schlug, bis sie sah, dass es sich um Hermione handelte, winkte dann glücklich und kehrte dazu zurück, ihre Haare zu bürsten. Davon abgesehen war der Raum leer. Selbst Myrte war zum Glück nicht anwesend. Sie kniete neben den Hähnen nieder, wobei sie diejenigen mit Kräutern wählte, die sie mochte, und die, aus denen sich nur klares Wasser ergoss.
Die Temperatur prüfend, lächelte sie und ging hinüber zu den Bänken, um sich auszuziehen. Sie verwendete den Auffrisch-Zauber für ihre Kleidung und breitete diese ordentlich aus, und ging danach hinüber zu den Spiegeln, um sich in BH und Slip zu betrachten. Ein paar wedelnde Bewegungen mit ihrem Zauberstab aus dem Handgelenk heraus und ihr Slip und der BH waren in einen akzeptablen Badeanzug verwandelt.
Hermione lächelte, während sie sich herumdrehte, zufrieden zu sehen, dass sich der Pool bereits gefüllt hatte. Sie vollführte aus dem Handgelenk heraus eine weitere wedelnde Bewegung mit ihrem Zauberstab, um die Hähne zuzudrehen, legte ihren Zauberstab auf ihre Kleidung und tauchte in das Wasser ab. Das kalte Wasser verschaffte ihr augenblicklich Kühlung, bis sich ihr Körper daran angepasst hatte. Sie schwamm an das andere Ende des Pools, um mit ihren Runden zu beginnen, wobei sie sich bereits neu belebt fühlte.
Fortsetzung folgt
A/A:Der Canon suggeriert, dass es möglicherweise zwei weitere Mädchen in Hermiones Schlafsaal gibt, allerdings werden sie weder namentlich genannt, noch wissen wir irgendetwas über sie. JK Rowling hatte versprochen, dass sie ihre Namen in der Harry Potter-Enzyklopädie enthüllen würde, doch bis jetzt hat sie sie nicht identifiziert, insoweit ich weiß. Deshalb habe ich zwei Namen erfunden: Zoe Thornton-Reid und Patricia Burtrand. Sie sind nicht Canon.
Die Seite
wiki/Fay_Dunbar
identifiziert eine davon: Fay Dunbar (geboren ca. 1979-1980) war eine reinblütige oder halbblütige Hexe, die anstrebte, Mitglied der Aurorenzentrale zu werden …
Das Problem dabei ist, dass dieser Charakter nicht canon ist; sie erscheint nicht in den Büchern. Sie wird ausschließlich in erwähnt und beschrieben. Das englische HP-Lexicon von Steve Vander Ark erwähnt sie nicht, und die sind echt gründlich, wenn es um ihre Charakterliste geht.
Ich fand diese Anmerkung, wenngleich online: Fay Dunbar ist ein Charakter in den Harry Potter-Videospielen. Sie erscheint zuerst im Harry Potter und der Gefangenen von Azkaban-Videospiel, obwohl sie bis durch das Halbblutprinz-Videospiel nicht als 'Fay Dunbar' identifiziert wird. Sie soll Hermiones Zimmergenossin zusammen mit Lavender Brown und Parvati Patil sein, doch, so weit die Bücher reichen, existiert Fay Dunbar nicht. Eher gibt es eine Möglichkeit hinsichtlich einer Sally-Anne Perks, dass sie eine der Zimmergenossinnen ist, da sie auf der Schüler-Liste von J.K. Rowling stand, bei der sie sich entschieden hat, sie nicht in den Bücher einzusetzen. . /wiki/Who_is_Fay_Dunbar
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