Hallo, Leute, zum nächsten Kapitel!
Ewjena:-) Danke! Ich weiß, ich weiß, es war nur noch mal eine Wiederholung der ganzen Angelegenheit. Wollte es einfach nur noch mal anders darstellen, aber das Kap heute ist ganz bestimmt interessanter!
Dax: Heute! geht's weiter!
Rudi: Nun, ob sie sich wirklich besser verstehen... tja, auf jeden Fall müssen sich die zwei erst mal zusammenraufen!
Danke für eure Reviews! Und jetzt ab die Story!
Kapitel 37: Überfall
Die drei Gryffindor wanderten langsam durch Hogsmeade, die warme Herbstsonne genießend. Ihre Dorf-Zeit näherte sich langsam dem Ende, weswegen die meisten Schüler schon zum Schloss zurückgekehrt waren. Harry und seine Freunde überlegten gerade, ob sie es noch schaffen könnten, den Weg nach Hogwarts zu Fuß zurückzulegen. Hinter ihnen fauchte es plötzlich, ein Rauschen folgte und dann eine dröhnende Explosion.
Das Trio fuhr herum und nach einem kurzen Blick zueinander rannten sie ohne weiter zu zögern, in die Richtung der aufsteigenden Wolke.
Harry blieb abrupt stehen und beobachtete mit wachsendem Grauen, wie sich der schwarzbraune Qualm der Explosion langsam in das hässliche Zeichen eines Totenschädel mit einer Schlange, die aus seinem Mund züngelte verwandelte.
„Ein Angriff", keuchte er seinen Freunden zu, die ebenfalls dort hinstarrten. Dann riss Harry seinen Kopf herum und bemerkte, wie drei Gestalten in voller Todessermontur aus einer Seitengasse traten, von den anderen Leuten auf der Straße noch unbemerkt. Einer der drei hob den Zauberstab und zielte in die Richtung der drei Gryffindor.
Der noch nicht ganz offizielle Geistschüler spürte, dass dieser Fluch schlimm würde.
Harry warf sich herum und riss Ron und Hermine mit sich zu Boden, im gleichen Moment, als der Todesser den Fluch aussprach.
„Vastarcron!"Harry fühlte die Gewalt des Fluchs über sich hinwegdonnern und hörte dann eine berstende Explosion vor sich. Der junge Gryffindor erlaubte sich nur einen Moment lang geschockt die Zerstörung vor sich anzustarren. Was er sah, war das pure Chaos. Zerschmetterte Blumenkübel, zerborstene Fenster, Türen und Fensterläden. Hölzerne Bruchstücke schossen durch die Luft. Eines der kleinen Geschäfte war voll von dem Fluch getroffen worden und jetzt war es so vollständig verwüstet, als ob eine riesige Bombe darin hochgegangen wäre. Mehrere Leute lagen blutend, verletzt oder bewusstlos am Boden.
Harry drehte sich aufspringend um und schleuderte selbst einen Fluch den drei Todessern entgegen, noch bevor diese seine Anwesenheit registrierten.
„Detrimentio!"Der Todesser, der den bösartigen Fluch über die Straße geschleudert hatte sackte in sich zusammen, die Hände auf die Augen gepresst. Doch war Harrys Zauber nicht stark genug um alle drei Gegner erfassen zu können. Jedoch waren Hermine und Ron ebenfalls schon herumgewirbelt und hatten ihre Zauberstäbe herausgerissen.
„Stupor!", brüllte Ron und ein zweiter Maskierter fiel. Der dritte aber warf ihnen einen anderen Fluch entgegen.
„Vertex!"Urplötzlich toste um dem Gryffindortrio ein wilder Orkan, der die Bruchstücke der letzten Explosion in die Luft wirbelte und in lebensgefährliche Geschosse verwandelte.
Hastig suchten Harry und seine beiden Freunde in einer anderen Seitengasse Schutz, die Arme über dem Kopf haltend um die anprasselnden Holzsplitter und Bruchstücke abzuwehren. Eine in der Mitte zerborstene Bank kam angeflogen und krachte Harry voll in den Rücken. Mit einem Aufschrei wurde er hart zu Boden geschmettert. Ron und Hermine zogen ihren Freund weiter in den Schutz der dicht aneinander gedrängten Steinmauern.
Harry, dem der Aufprall die Luft aus der Lunge gepresst hatte schnappte nach Luft und versuchte sich vorsichtig hochzustemmen.
„Harry, Harry? Bist du okay?", fragte Hermine besorgt, die neben ihm am Boden kniete, während Ron noch stand und es übernommen hatte die beiden Ausgänge der Gasse zu überwachen.
Harry nickte hustend. Sein Rücken schmerzte höllisch, als ob ein Troll über ihn hinweggetrampelt wäre, doch spürte er nicht dass etwas gebrochen war. Langsam rappelte er sich wieder hoch und hinkte mit seinen beiden Freunden zum Eingang der Seitengasse zurück, da in der Zwischenzeit der Wirbelsturm wieder verschwunden war. Die drei Freunde lugten nach draußen auf die Straße. Von den drei Todessern war weit und breit nichts mehr zu sehen und sie verließen ihren Zufluchtsort. Als sie die Mitte der Straße erreicht hatten, bemerkte Harry gerade noch, wie ein Todesser in Richtung der Heulenden Hütte verschwand.
„Da!", sagte Harry, in die Richtung deutend in die er gerade blickte. Hermine und Ron konnten gerade noch einen schwarzen Umhang um eine Ecke verschwinden sehen.
Nach einem verwunderten Blick sagte Harry: „Hinterher!"
Die drei Freunde waren noch nicht weit, als hinter ihnen eine Gruppe Todesser auftauchte.
„Achtung!", schrie Ron, der sie als erster entdeckt hatte und sah, wie Neville und Luna, die aus einer anderen Richtung gekommen waren und sich jetzt um einen der Verletzten kümmerten von den Anhängern Voldemorts ins Visier genommen wurden.
„Alar tudo!", brüllte Harry, den Todessern eine Schockwelle entgegenschleudernd.
„Clipecustos!" Hermine warf einen Schutzbann über ihre Schulkameraden und den bewusstlosen Verletzten, der zwischen ihnen am Boden lag.
Die Todesser richteten ihre Aufmerksamkeit auf Harry, Hermine und Ron, die anderen links liegen lassend. Die zwei Jungen und das Mädchen spurteten zu einer offen stehenden Tür eines kleinen Hauses um dort im Innern in Deckung zu gehen.
Hermine schloss die Tür und versiegelte sie mit einem Zauber, während Ron und Harry zu einem Fenster hasteten und hinausspähten.
„Todesser! Hier! Wie kommen die überhaupt hierher?", wollte Ron lautstark wissen.
Harry zuckte mit den Schultern und feuerte einen Fluch nach draußen.
„Olidaera!"Vor dem Haus senkte sich ein schmutziger, diesiger Nebel über die Straße. Die Todesser keuchten und spuckten. Der eine oder andere sank auf die Knie und einer übergab sich. Die drei Hogwartsschüler hatten etwas Zeit gewonnen.
Harry drehte sich zu seinen Freunden um. „Was ich mich frage, ist wo die Auroren bleiben, verflixt noch mal!"
Harry dachte an den Überfall im Ligusterweg zurück. Auch dort hatten sich keine Auroren blicken lassen. Mal abgesehen von denen, die im Orden des Phönix waren.
Ein durch das Fenster hereinschießender Fluch lenkte die Aufmerksamkeit des Gryffindortrios wieder auf ihre heikle Situation.
Sich schnell in dem Raum in dem sie gelandet waren umschauend sondierte Harry die Situation. Das Zimmer nahm das ganze Erdgeschoss ein und war leer, bis auf ein paar vereinzelte Möbel und eine Treppe, die nach oben führte. Die einzigen Fenster und Türen die nach draußen führten befanden sich an der Vorderseite.
„Na toll", kommentierte Ron trocken mit unterschwelliger Panik. Sie saßen in der Falle.
„Wir sitzen fest", sprach Hermine mit hörbarer Angst die Gedanken der beiden Jungs aus.
Harry lugte nach draußen. Tatsächlich, sein magischer Pestnebel war vertrieben worden. „Deshalb müssen wir auch dafür sorgen, dass die da draußen auch nicht hier hereinkommen!"
Die Flüche die durch das Fenster hereinschossen oder gegen die Tür donnerten wurden heftiger und immer mehr. Harry und seine Freunde begannen selbst Flüche und Hexereien auf die schwarzgewandeten Angreifer zu schleudern. Aber Harry wusste nur zu genau, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis sie überwältigt würden, wenn nicht etwas geschah.
Er ging unter dem Fenster in die Hocke und zog Hermine mit sich hinunter. Das Mädchen schaute ihren Freund verwundert und fragend an.
„Kennst du irgendwelche Geistzauber, die uns aus dieser Situation heraushelfen könnten?", fragte dieser drängend.
Hermine dachte angestrengt nach, als sie die Zauberformeln, von denen sie wusste, dass sie zum Zauberweg Geist gehörten durchging. Sie wollte schon den Kopf schütteln, als ihr doch ein Gedanke kam. „Ach, ja, doch! Es gibt da einen Angstfluch. Er schlägt Feinde in die Flucht. Die Worte lauten: ‚Timor clamentia'."
„Gut!", rief Harry. „Danke!" Er konzentrierte sich auf den Zauber, wiederholte in Gedanken die Worte. Dann sprang er auf und ließ den Zauberstab vor sich kreisen.
„Timor clamentia!" donnerte der junge Gryffindor.
Abrupt hörten die Todesser auf Flüche zu schleudern und wurden, ebenso wie Hermine und Ron still, jedoch nicht aus erwartungsvoller Spannung. Ein Schwarzgewandeter machte einen unsicheren Schritt nach hinten. Dann einen weiteren und noch einen, bis er sich umdrehte und plötzlich laut aufschreiend davonrannte. Als ob ein Damm gebrochen wäre, begannen auch die anderen Todesser, einer nach dem anderen, wie von einem Höllenhund gehetzt davonzurennen.
Kurz darauf war von den sonst so gefährlichen Schwarzmagiern nichts mehr zu sehen. Die drei Gryffindor verließen zögernd ihre Deckung.
„Unglaublich", hauchte Ron ehrfürchtig. „Echt unglaublich."
Hermine nickte langsam, während Harry seinen Blick über die Straße schweifen ließ. Von der Zerstörung und den wimmernden Schmerzensschreien der Verletzten abgesehen, war alles ruhig. Luna und Neville standen mit gezogenen Zauberstäben in dem noch immer aktiven Schutzbann und starrten mit offenen Mündern zu dem Gryffindortrio. Harry nickte ihnen zu und erhielt ein antwortendes Nicken zurück.
Dann schoss ihm ein Gedanke durch den Kopf. Der Todesser von vorhin war sicher nicht zufällig in Richtung Heulender Hütte verschwunden.
„Los! Zur Heulenden Hütte!", rief er und winkte Ron und Hermine ihm zu folgen. Gemeinsam rannten die drei so schnell sie konnten über die gepflasterte Straße, und schlugen den Weg zu der Hütte ein in welcher Lupin sich während seiner Schulzeit an Vollmond zurückzog um niemanden zu gefährden, wenn er sich verwandelte.
Es dauerte nicht lange und das aus Holz bestehende Gebäude kam in Sicht. Harry stoppte und zog den Tarnumhang aus der Tasche.
„Kommt mit unter den Umhang. Wir wissen ja nicht was uns da erwartet."
„Stimmt", sagte Hermine, während sich die drei dicht aneinander drängten und den unsichtbar machenden Stofffetzen über sich zogen.
Langsam schritten sie zur Hütte hinüber und erkannten schnell, dass die vormals vernagelte Tür aufgebrochen worden war. Jemand war dort eingedrungen. Die drei Schüler schlichen vorsichtig hinein. Sie durchquerten den ersten Raum, den Spuren, die sich zielstrebig durch den Staub zogen folgend. Die Abdrücke führten zur Treppe und verschwanden in den Keller hinab. Von unten drangen mehrere Stimmen herauf. Undeutlich hörten sie, wie rhythmisch etwas skandiert wurde.
„Eine Beschwörung?", wunderte sich Hermine leise.
„Gehen wir", murmelte Harry.
Noch vorsichtiger als schon zuvor schlichen sie die alte Holztreppe hinab, darauf achtend keinen Laut von sich zu geben. Bald waren sie so weit hinabgestiegen, dass sie in den Raum blicken konnten.
Der Keller war feucht und dunkel. Drei Todesser standen in einem Kreis in der Mitte des Raums. Zwei von ihnen hatten jeweils ein aufgeschlagenes Buch in der Hand, während der dritte einen Zauberstab auf die Kreismitte gerichtet hatte, am ganzen Körper zitternd. Auf den Kellerboden war ein mit Kreide gezogener Kreis gezeichnet worden und mit verschiedenen Symbolen versehen worden. Mehrere der Symbole glommen flackernd, mal stärker mal schwächer, als ob sie sich nicht entscheiden könnten zu wirken oder nicht.
Doch das alles bemerkte Harry nur am Rande. Was er sah war der Todesser mit dem Zauberstab. Dessen Hand war silbrig, als ob er einen Handschuh darüber gestreift hätte.
Wurmschwanz.
Harry biss wütend die Zähne zusammen. Jetzt hatte er den feigen Verräter. Eher würde die Hölle zufrieren, als dass er diese elende Ratte heute noch mal entkommen ließe.
Wie von selbst setzte sich sein Fuß auf die nächste Treppenstufe.
Es knarrte.
Alle in dem Raum erstarrten.
„W-wer da?", quiekte Pettigrew ängstlich, während die beiden anderen Todesser die Bücher verschwinden ließen und ebenfalls ihre Zauberstäbe hoben. Die fremdartigen Symbole am Boden verloschen ganz.
Der Ratten- Animagus machte einen Schritt nach hinten.
„Verschwinden wir. Es hat sowieso nicht geklappt", meinte einer der anderen zwei.
Da riss Harry den Tarnumhang herunter und schleuderte einen Fluch auf die drei Todesser.
„Circofex!"Ein rötlich glühender Ring aus magischem Licht umschloss den verräterischen Gryffindor, während die zwei anderen Todesser zurücksprangen. Pettigrew kreischte auf. Er wollte sich verwandeln und versuchte den Bannkreis zu verlassen. Als es nicht klappte, sackte er winselnd in sich zusammen.
Hermine und Ron schleuderten Flüche auf die übrigen Todesser. Beide disapparierten, bevor sie getroffen wurden.
„Verdammt!", fluchte Ron.
Hermine warf dem Mann, der in dem Bannzirkel festgesetzt war einen verächtlichen Blick zu, sicher, das er unmöglich entkommen konnte und wandte sich dann aber dem Kreidekreis zu. Sie ging daneben in die Hocke, vorsichtig, um die Symbole nicht zu verwischen.
„Weißt du was das ist?", wollte Ron wissen.
Das Mädchen schüttelte den Kopf. „Diese Symbole sind mir völlig unbekannt."
Harry, der seinen Tarnumhang in seine Tasche zurücksteckte, ohne auch nur einen Blick von ihrem Gefangenen zu wenden, hatte dem mit einem Ohr zugehört. Er zog einen Block Pergament und einen Muggelstift aus der Ledertasche und reichte sie Hermine. „Dann zeichne sie auf. Vielleicht finden wir später was heraus."
Hermine nickte schnell und zeichnete die Symbole ab. Als sie damit fertig war, betrachtete sie es nachdenklich und kopierte es dann geschwind mit einem Zauberstabschwung auf ein zweites Blatt, das sie Harry hinüberreichte.
„Sicher ist sicher", kommentierte sie auf die verwunderten Blicke ihrer beiden Freunde.
Die drei Gryffindorschüler richteten ihre Aufmerksamkeit auf den Zauberer, der sich wimmernd in Harrys Bannkreis auf dem Boden wandte.
„Was machen wir mit dem da?", fragte Ron rethorisch.
„Den übergeben wir ans Ministerium", antwortete Harry kalt. Er hob seinen Zauberstab. „Und damit er nicht wieder abhaut... Stupor!"
Der Verräter sackte bewusstlos in sich zusammen.
„Vincio!" In Hermines Stimme war deutlich die Genugtuung zu hören, als sich magische Fesseln um den feigen Todesser wandten.
„Mobilcorpus!" Ron levitierte sein ehemaliges Haustier nach oben, während Harry seinen Bannkreis auflöste.
Wieder im Tageslicht angekommen drehte sich Hermine zu ihren Freunden um. „Glaubt ihr, die Todesser sind jetzt aus Hogsmeade verschwunden?"
„Keine Ahnung", meinte Ron.
Harry dachte nach. „Ron kannst du den da", er deutete auf den gefangenen Wurmschwanz, „auch levitieren ohne ihn zu sehen?"
„Wenn ich weiß, wo er sich befindet, dann ist das kein Problem, glaube ich. Wieso?"
Harry zog seinen Tarnumhang wieder aus der Tasche und warf ihn über ihren Gefangenen. Dieser wurde augenblicklich unsichtbar.
„Darum", meinte Harry, während Ron nickte.
„Dann sollten wir jetzt nach Hogsmeade zurückgehen", sagte Hermine.
Einen kurzen Gang später hatten sie die ersten Gebäude des Zaubererdorfs erreicht. Vorsichtig spähten die drei Gryffindor in alle Richtungen, ob da noch jemand mit einer Todessermaske herumlief. Außer dem bösartig glimmenden Zeichen über den Dächern des magischen Dorfes konnten sie jedoch keine Spur von ihnen entdecken.
„Wie es aussieht, sind sie weg", meinte Harry gerade, als mehrere Gestalten um eine weiter entfernte Ecke bogen und in ihre Richtung eilten. Harry und Hermine hoben reflexartig ihre Zauberstäbe, während Rons Stab immer noch auf den unsichtbaren Pettigrew gerichtet war. Kurz darauf erkannten sie die Gruppe, die ihnen entgegeneilte.
„Professor McGonagall, Professor Snape, Professor Green, Mr Shacklebolt", begrüßte Harry die erwachsenen Zauberer.
„Merlin! Sind sie drei in Ordnung?", fragte McGonagall besorgt.
„Ja", antwortete Hermine. Sie und Harry steckten ihre Zauberstäbe weg. Rons Zauberstab blieb fest auf ihren unsichtbaren Gefangenen gerichtet.
„Wo wart ihr?", fragte Shacklebolt
„Die zwei anderen Schüler meinten, ihr wärt nachdem ihr diese Gruppe Todesser davongescheucht hattet wie vom Teufel gebissen zur Heulenden Hütte gerannt. Warum?", flocht Green ein.
„Ich hatte bemerkt, dass ein paar Todesser dort hingegangen waren", sagte Harry. Snape fixierte den zweitjüngsten Weasley, der mit seinem Zauberstab immer noch stur in die leere Luft zielte.
„Weasley. Was machen sie da?", knurrte der Tränkemeister misstrauisch.
„Wir haben da einen Gefangenen gemacht", erklärte Harry ruhig, der den Tarnumhang wegzog.
McGonagalls Hand flog zu ihrem Mund um ein Aufkeuchen zu unterdrücken, als sie den bewusstlosen Zauberer erkannte.
„Pettigrew", stellte Snape mit tödlich ruhiger Stimme und glühenden Augen fest, während sich auf Shacklebolts Gesicht ein schadenfrohes Grinsen breit machte. „Guter Fang!"
Green ging in einem sicheren Abstand um den Gefangenen herum, ihn begutachtend. „Das ist also der Animagus Peter Pettigrew, auch genannt Wurmschwanz."
„Was sollen wir mit ihm machen?", fragte Ron.
„Begleitet mich zum Aurorenquartier in Hogsmeade", sagte der kahle Ordensauror.
Snapes Augen zogen sich zu schmalen Schlitzen zusammen. „Was wollte er bei der Heulenden Hütte?"
„Er und zwei andere Todesser haben eine Art Ritual durchführen wollen, aber es hat nicht geklappt", erklärte Hermine. „Sie haben einen magischen Kreis irgendeiner Art im Keller der Hütte auf den Boden gezeichnet, aber ich weiß nicht was die Symbole bedeuten." Sie zog das Blatt Pergament aus ihrer Tasche und reichte es ihrer Hauslehrerin.
Professor McGonagall starrte die Zeichnung an und gab sie an Green weiter. „Können sie etwas damit anfangen, Darius?"
Der Verteidigungsprofessor schüttelte langsam den Kopf. „Damit muss ich mich erst mal genauer befassen."
„Wir sollten uns die Örtlichkeit selbst einmal ansehen, vielleicht lässt sich dort noch etwas finden", schlug der Tränkemeister vor.
„Gut", meinte die stellvertretende Direktorin Hogwarts'. „Shacklebolt, liefern sie den Gefangenen bei den Auroren ab. Green, Snape, sie gehen mit mir zur Hütte. Und ihr drei", sie wendete sich Harry und seinen Freunden zu, „begleitet Mr Shacklebolt und versucht euch aus Ärger herauszuhalten, okay?"
Kurz darauf teilte sich die Gruppe in zwei auf, die in die jeweils entgegengesetzte Richtung davoneilten.
Zu den Zaubersprüchen:
Alar tudo und Clipecustos habe ich schon in einem früheren Kapitel verwendet.
Stupor und Mobilcorpus kommen in den HP-Büchern vor.
Vastarcron: (lat: vastare: verwüsten; corona: Kranz, Krone): Das magische Äquivalent einer Bombe. Typischer Terrorzauber.
Detrimentio: (lat: detrimentium: Nachteil): Raubt mehrere Sinne und die Sprache. Meistens wird das Opfer blind, taub und stumm, es können aber auch andere Sinne betroffen sein.
Vertex: (lat: vertex: Wirbelwind): Ein äußerst heftiger aber kurzer Wirbelsturm wird heraufbeschworen.
Olidaera: (lat: olidus: riechend, stinkend; aera: Luft): Ein Übelkeit erregender, stationärer Nebel fällt über ein vom Zauberer bestimmtes Gebiet.
Timor clamentia: (lat: timor: Furcht; clamare: rufen, schreien): Ein Furchtzauber der Geistmagie. Bringt Feinde dazu vor Angst schreiend davonzurennen.
Circofex: (lat: circus: Ring, Kreislinie; dt: fest): Dieser Bannzauber wirkt nur auf eine Person. Wer darin gefangen wird kann ohne Hilfe von außen nicht entkommen.
Vincio: (lat: vincire: fesseln): Beschwört magische Fesseln herauf.
Hmm, mal wieder etwas Action... Nur vielleicht hätte ich auch Wurmschwanz was sagen lassen sollen, aber ehrlich gesagt, will ich mir nicht irgendwelche Gedanken darüber machen müssen, was dieser kleine Bastard zu sagen haben könnte. Also, sorry, falls dieser Teil etwas seltsam wirkte...
Für alle Fluch-Fetischisten: Wie haben euch meine anderen Kreationen gefallen? gggg Ich hoffe gut!
Bis nächstes Mal
Thaia
