AN ALLE SESSHY-FAN!
Er kommt zurück!
Ichhabe mich erbarmt und euch gleich das nue Chapi on gestellt, damit ich euer Leiden und Hoffen, euer Bangen und Sehnen endlich beenden kann.
Tja, das war ein schöner Kuss im letzten Kapitel, das übrigens von Eskaria war. Ihr gebührt das Lob für die tollen Dialoge und die Annäherungsversuche des verstrittenen Paare. Ob sie sich erbarmt und die beiden zusammen kommen lässt?
Danke für die Reviews! ...aber jetzt erst mal zu unserem Traumpaar...
Sesshoumarus Rückkehr
Viele Wochen waren vergangen seit dem Kampf gegen Naraku. Kagome war inzwischen wieder zurückgekehrt von einem langen Aufenthalt in ihrer Welt und Zeit. Inu Yasha hatte sie begleitet. Sie war sehr zufrieden mit ihren guten Ergebnissen in der Schule und hatte nun Ferien, wie sie es nannte. Das bedeutete, dass sie für lange Zeit bleiben konnte und keine ‚Tests' machen musste. Die junge Miko verbrachte viel Zeit mit Rin, hatte sie sich doch so viel Sorgen um das junge Mädchen gemacht. Oft beobachtete sie sie aus der Entfernung, wie sie mit den Dorfbewohnern sprach, ihrer Arbeit nachging und immer wieder gedankenverloren stehen blieb und den Himmel absuchte.
Aus den Gesprächen mit ihr war ihr aufgefallen, dass Rin auch geistig gereift war. Sie war nicht mehr das verspielte, kleine Kind dass sie in Sesshoumarus Schloss kennen gelernt hatte. Sie war klug und konzertiert, konnte auch schwierigen Zusammenhängen schnell folgen und hatte in der kurzen Zeit ein gesundes Selbstvertrauen entwickelt. Oft überraschte sie die klare Meinung, die die junge Frau zu gesellschaftlichen und moralischen Dingen hatte. Sicher war das auch das Ergebnis von Kaedes liebevollem Umgang mit ihr, vom Einfluss Sangos selbstbewusster Persönlichkeit und von Mirokus ganz eigener Art, sie als erwachsene Frau zu akzeptieren. Nein, Rin war kein kleines Mädchen mehr.
Aber wie stand sie nun zu Sesshoumaru? Es war nicht zu übersehen wie sehr sie sich nach dem großen Dämon sehnte, den sie so viele Jahre begleitet hatte. Aber war es noch die anhängliche Liebe eines Kindes oder hatten ihre Gefühle sich auch hier weiterentwickelt?
Kagome fand schnell heraus, dass Rin selbst ihre neuen Gefühle etwas unheimlich waren und sie nicht wusste, was mit ihr geschah. Wie sollte sie es auch wissen, hatte Naraku ihr doch die Jahre ihres Lebens geraubt, die ihr das langsam wachsende Interesse für das andere Geschlecht näher gebracht hätten. So stand sie da, völlig überrumpelt von ihren Hormonen und Gefühlen und der Intensität eines Triebes, den sie nie kennen gelernt hatte.
Kagome seufzte. Noch immer fühlte sie sich schuldig weil sie Rin nicht hatte beschützen können. So musste sie nun die Wirren der Pubertät in wenigen Wochen durchmachen, für die sie, Kagome, Jahre Zeit gehabt hatte. Und wie verwirrend hatte sie doch diese Phase empfunden. Wie lange hatte sie gebraucht bis ihr klar war, dass sie sich in Inu Yasha verliebt hatte, wie lange um auch dazu stehen zu können, sich zu trauen diese Gefühle auch zu formulieren und zu zeigen. Wie Rin wohl reagieren würde wenn Sesshoumaru wieder zurück kam?
Bei den vertrauten Unterhaltungen, die sie mit dem Mädchen ungestört führen konnte, lenkte sie das Thema immer wieder auf Sesshoumaru. Sie merkte schnell, wie ungeduldig und verzweifelt Rin auf ihn wartete. Und ihre neugierigen Fragen über sie und Inu Yasha ließen Kagome schnell klar werden, dass Rins Liebe zu dem großen Lord sich gewandelt hatte, ebenfalls gereift war. Wie Sesshoumaru darauf reagieren würde? Hatte er sich dank ihres Fürredens doch gerade dem kleinen Kind zugewandt, nun wartete hier eine junge Frau, die völlig für ihn entflammt zu sein schien.
Sesshoumaru kam tatsächlich zurück um Rin zu holen. Eines Abends erhellte ein Glühen den abendlichen Himmel obwohl die Sonne schon unter- und der Mond aber noch nicht ganz aufgegangen waren. Rin hatte das Leuchten gleich entdeckt. Sie sprang sofort auf, ließ ihre Malsachen, mit denen sie, wie um diese Zeit üblich, beschäftigt war, liegen und rannte mit großen Schritten zur Waldlichtung hinüber, in der die leuchtende Kugel verschwunden war, die sie beobachtet hatte. Kurze Zeit darauf erschien sie mit einem Strahlen auf dem Gesicht im Dorf wie sie dort noch nie jemand gesehen hatte. Misstrauisch beäugten die Dorfbewohner den stumm wandelnden Mann an ihrer Seite, dessen unbewegliches Gesicht hager und schmutzig war. Seine wertvollen Kleider hingen in Fetzen an ihm herab. Sollte dies der große Dämonenlord sein, von dem Rin immer so begeistert erzählt hatte? Unverkennbar waren jedoch seine langen, weißen Haare, die ungepflegt und verfilzt bis weit über seine Hüften fielen und denen Inu Yashas unverwechselbar ähnlich sahen.
Rin führte ihn schweigend zu Kaedes Hütte. Die Matte vor dem Eingang wurde beiseite geschoben und Kagome kam herausgeeilt. Auch sie hatte das frühabendliche Leuchten am Himmel gesehen und vermutete die Ursache seiner Herkunft. Ihr Blick fiel erschrocken auf Sesshoumaru. Er schien völlig erschöpft zu sein, sein Stolz verweigerte ihm aber das Zurschaustellen jeglicher Schwäche. Ihr Blick glitt über seine zerlumpte Gestalt. Nie hätte sie gedacht den großen Lord mal in diesem verwahrlosten Zustand zu sehen. Die Suche nach Naraku musste selbst ihm sehr zugesetzt haben. Und die Sorge um Rin schien ihn dann ohne Betrachtung seines sonst so gepflegten Äußeren direkt hier zu Kaedes Dorf getrieben haben, wo er das Mädchen zu Recht vermutete. Was nur aus Naraku geworden war? Ob er ihn erwischt, ihn gar besiegt hatte?
Atemlos stellte sie ihrem stummen Lehrmeister die so wichtige Frage: „Sesshoumaru-sama, hast du ihn gefunden?" Auch sie benutze die ehrenhafte Anrede, wollte sie dem adeligen Dämon auch in seiner ungepflegten Verfassung die volle Ehre erweisen. Dieser schüttelte mit deutlichen Zeichen der Verärgerung das Haupt.
„Diese niedrige Kreatur hat sich im Inneren der Erde verborgen, nachdem ich sie bis in die Tiefen der Hölle gejagt hatte. Ihr Geruch war verschwunden, ihre Existenz hat sich aufgelöst. Wo immer Naraku sich befindet, er hat eine an der Form des Seins angenommen, die durch Berge dringen kann. Dort an dem Ort war er nicht mehr."
Bis in die Hölle hatte er Naraku also gejagt! Kein Wunder dass er so zerrissen aussah. Kagome betrachtete den erschöpften Youkai genauer. In seinem Gesicht standen zu ihrer vollen Überraschung Bartstoppeln. Noch nie hatte sie einen Dämon mit einem Bart gesehen. Normalerweise war das Haarwachstum bei diesen unendlich alt werdenden Wesen so langsam, dass sie Jahre für einen Bart brauchen würden. Die langen Haare der beiden Brüder waren daher ein Zeichen für ihr aus Menschensicht hohes Alter. Aber dass Sesshoumaru in dieser kurzen Zeit von ein paar Wochen einen Bart bekommen hatte, konnte nur eines bedeuten: der Fluch, den Naraku hinter ihm und Rin hergeschickt hatte, hatte auch ihn befallen.
Kagome bat ihn in die Hütte, in deren Eingang inzwischen auch Kaede aufgetaucht war. Auch die alte Miko betrachtete den Dämonen misstrauisch, doch Kagome führte ihn hinein ins Innere. Dort ergriff sie seine Hände, die er etwas widerstrebend überlies. So viel Vertrauen hatte er doch zu der jungen Priesterin gefasst, dass er sie gewähren ließ.
„Sesshoumaru, auch du bist mit dem Fluch belegt. Lasst ihn mich von dir nehmen." Der Youkai schnaufte verächtlich und wollte ihr die Hände wieder entziehen. „Ich werde so alt, was schadet mir der Fluch dieses Bastards?" Aber Kagome lies nicht locker, packte seine Hände fester und schaute ihm standhaft in die Augen. „Aber warum sollten wir zulassen, dass das Üble dieses Teufels über uns kommt, wenn wir es abwehren können? Lass mich dich wenigstens heilen so weit wie ich Rin heilen konnte. Wir brauchen unsere Kräfte uneingeschränkt um Naraku ein für alle mal den Garaus zu machen wenn er wieder auftauchen sollte. Und dann brauchen wir auch deine Kräfte. Also erhalte sie!" Sesshoumaru gab sich geschlagen und ergab sich mit einem kurzen Nicken der Macht der Priesterin.
Das blaue Leuchten begann bei ihren Händen, griff über auf seine Gestalt und hüllte ihn bald ganz ein. Unbeweglich standen sie so da, nur beobachtet von der alten Kaede, die den Vorgang schweigend von der Türe aus beobachtete. Immer wieder wunderte sie sich über die grenzenlose Offenheit, mit der Kagome dem unheimlichen Taiyoukai begegnete.
Als sich die Aura wieder aufgelöst hatte, waren auch die kurzen Bartstoppeln des Dämonen wieder verschwunden. Kagome betrachtete die auch in diesem Zustand noch sehr attraktive Gestalt des Lord. Sie schien ansonsten unverändert.
Da wurde der Bastvorhang in der Türe zur Seite geschoben und Rin trat in den Raum. Er hatte sie zwar in ihrer neuen Gestalt gesehen bevor er die Verfolgung Narakus aufgenommen hatte. Aber sein Blick hatte nur kurz auf ihr geruht bevor er sich voller Wut und Zorn verwandelt hatte um diese schändliche Tat, die dem kleinen Mädchen fast das Leben gekostet hätte, zu rächen. Rin strahlte in an mit ihrem unwiderstehlichen Lächeln, dass sie schon als kleines Kind für ihn gehabt hatte. Aber keine Regung zeigte sich auf seinem Gesicht bezüglich ihres neu erlangten Aussehens, ihrer Größe, ihrer Aufsehen erregenden Schönheit. Kein Wort, keine Frage, keine noch so kleine Bemerkung kam über seine Lippen. Wie damals, als sie noch klein war, sagte er nur bestimmend: „Rin, wir gehen!"
Kagome unterbrach ihn kurz. „Warte bitte. Rin, pack du deine Sachen zusammen." Rin packte schnell ihre wenige Habe, die in der Hütte verteilt lag. Dann flitze sie zur Tür hinaus um die Malsachen zu holen, gefolgt von Kaede, die ihr dabei helfen wollte die vielen Stifte einzusammeln und sich schnell bei den engsten Freunden zu verabschieden. Kagome nutze die Gelegenheit und sprach den großen Dämon nochmals an: „Sesshoumaru, sei sanft zu ihr...und vorsichtig. Sie ist erwachsen, auch was ihre Gefühle betrifft...auch ihre Gefühle für dich, denke ich. Tu ihr nicht weh, verletze sie nicht. Sie ist nicht mehr das kleine Kind, das dir bedenkenlos folgt. Sie empfindet tief, aber es ist neu für sie, ungewohnt und verwirrend. Bitte denke daran." Der schlanke Dämon sah sie nur schweigend an, dann schritt er durch die Türe hinaus in die inzwischen kühler werdende Nachtluft. Er fasste Rin, die bereits wieder zurück war und freudestrahlend auf ihn wartete, um die schmale Taille, nickte Kagome dankend zu und verschwand dann mit dem Mädchen in einer gleißenden Hülle, die sofort hinauf in den Himmel stieg und dort verschwand.
