XXXVIII. Connors wahres Gesicht

"Ich bin dabei." sagte Connor und streckte mir die Hand hin, in die ich freudig einschlug. "Aber eine andere Frage, kriegen wir nicht noch irgendetwas aus unserem blöden Monster raus gekitzelt? Ich habe es schon einmal in die Schmiede geschleppt und an den größten Amboss geklebt den ich finden konnte. " erklärte er. "Stimmt - Marcia, die hatte ich ja ganz vergessen, ein Lächelns stahl sich auf mein Gesicht. Die würde ich für Lynns Tod bluten lassen, aber so richtig. Connor machte unwillkürlich einen Schritt zurück. "Hey - was hast du vor?" erkundigte er sich. "Schmerz ist ein gutes Mittel um jemanden zum Reden zu bringen, findest du nicht auch Percy?" fragte ich. "Au Jaaa." stimmte der mit grimmiger Begeisterung zu, einen Tatsache die Nico und Connor zutiefst verstörte und auch Dimitrij dazu veranlasste konfus zu blinzeln. "Was - dieses Monster und seine Mitstreiter haben meine Freunde umgebracht, sie haben vielleicht auch Annabeth getötet, die haben tausende von Menschen ermordet! Glaubt ihr ernsthaft das jemand der sowas tut freiwillig mit uns redet?" fragte Percy. "Danke fürs Mitdenken Connor, haben wir in der Schmiede noch das Werkzeug zum Leder bearbeiten?" fragte Percy mit einem bösartigen lächeln auf dem sonst so ebenmäßigen Gesicht. Skalpelle, Schaber, Lötkolben, alles perfekte Folterwerkzeuge. Ätzmittel, Schmiedehämmer, alles vorzüglich geeignet.

Aber wir mussten vorsichtig sein, das ist die erste Lektion die mein Vater mir beigebracht hat. Ich war sechzehn als wir das erste Mal einen Laistrygonen folterten um herauszufinden wo sein Dorf lag. Das war ein Erlebnis das mir heute noch kalte Schauer über den Rücken jagt wenn ich daran denke, sowohl vor Ekel als auch vor Erregung. Es ist ein gewaltiges Machtgefühl, wenn man die totale Kontrolle über ein anderes Wesen hat und Buchstäblich alles mit ihm tun kann was man will. "Percy - das könnt ihr nicht machen. Wir leben heute im 21ten Jahrhundert, so etwas tun Helden nicht." protestierte Chiron. Der arme Zentaur schien zu sehen wie ein großer Teil seiner Erziehung nach hinten losgegangen war. "Chiron, das ist kein Kindergarten und sie stehen unter Drogen!" erklärte Shigeru dem Zentauren, der nach kurzem zögern sogar nickte. "Aber egal was Dionysos mir da eingeflößt hat, ich kann immer noch richtig von falsch unterscheiden, und das was ihr da vorhabt ist falsch. Wenn man einmal mit sowas anfängt hört man nicht mehr auf. Herkules ist auch nur einmal gestrauchelt, aber er hat nicht wieder auf den rechten Weg zurückgefunden." sagte der Zentaur. "Und das ist alles meine Schuld gewesen, weil ich versagt habe ihm seine Wutanfälle abzugewöhnen! Percy ich bitte dich, ich habe immer Gedacht, das du ein Vorbild für die Camper bist, dass du ein größerer Held bist als Herkules es jemals war." der Zentaur fing fast schon an zu weinen, er musste wohl noch ziemlich betrunken sein. Dennoch konnte ich sehen das Percy mit sich rang. "Bitte bring das Monster einfach um - wir wissen doch wer unser Feind ist - Prometheus! Prometheus kann auch so besiegt werden, er war nie ein wirklich starker Gott, es ist nur das erste Mal, dass er den offenen Kampf sucht!" die Tatsache das Chiron Gott sagte zeigte nur wie berauscht der Zentaur im Moment war.

"Nein Chiron, ich werde tun was getan werden muss. Nur weil etwas richtig ist, heißt es nicht das es der leichteste Weg ist!" bemerkte er eisig. "Aber…" setzte Chiron an. "Halt die Schnauze! Beim Styx ich habe viel mehr für dich und die Götter getan als ihr jemals verlangen könntet, ich habe bewiesen das ich loyal bin - und das ich Charakter habe. Also, wie wäre es, wenn du mir ein Mal vertrauen würdest?" knurrte Percy den Zentaur an und stampfte wütend auf den Boden, ich meinte zu spüren wie die Erde ein wenig bebte. Chiron blickte Percy enttäuscht und niedergeschlagen an, aber er sah offensichtlich ein, dass es nichts bringen würde seinen Schüler mit Gewalt aufzuhalten, er neigte den Kopf und galoppierte holprig davon ohne ein weiteres Wort zu sagen. Sam blickte dem Zentauren hinterher. "Er hat wohl lange nicht mehr gesehen was für eine hässliche Sache ein Krieg wirklich ist." stellte sie fest, ich musste zustimmend Nicken. "Ok, also wie sieht der Plan aus? Sam, Nico, Dimitrij und Connor, wäret ihr so freundlich die Camper wachzuschütteln und dann wieder zurück in die Hütten zu verfrachten? So lange in der Sonne herumliegen kann nicht gesund sein!" erläuterte Percy. "Jack und ich werden uns dann einmal um diese Harpyie kümmern." Harpyien, das waren diese Viecher also, ich hatte mir die immer bedeutend hässlicher vorgestellt. Nun, dann ließ ich eben Percy planen, ich war eigentlich fast schon froh mich nicht mit eventuell nackten und zugedröhnten Teenagern herumschlagen zu müssen. Percy wollte vermutlich nicht sehen was ein Teil seiner Bekannten angestellt hatte. Niemand protestierte und Sam bemerkte schließlich. "Dann wollen wir die netten kleinen mal wieder in die Bettchen schicken - natürlich alleine!" sie rieb sich die Hände. "Jungs ihr kommt mit und wenn sich irgendwer weigert, dann tragt ihr ihn oder sie einfach." instruierte sie die Kerle die um sie herumstanden und verwundert dreinschauten als die kleine Frau mit ausladenden Schritten vor ihnen her schritt.

Ich musste lächeln, das war die Sam die ich bewunderte. "Na, dann werden wir uns mal der Aufgabe widmen, Percy, am besten lässt du mich machen und konzentrierst dich aufs Fragen. Ich weiß wie man sowas macht - leider." quetschte ich heraus. Percy zuckte mit den Schultern. "Du bist nicht die Sorte von Mann die sowas leichtfertig macht." sagte er nur. Es tat gut zu wissen, dass er mich wegen dieser Tatsache nicht geringer schätzte. Ich bemerkte wieder diese seltsame graue Haarsträhne auf seinem Kopf, eine Haarsträhne die auch diese verdammte Anni gehabt hatte, sogar an der gleichen Stelle auf dem Kopf. "Danke - noch was Percy, woher hast du eigentlich diese seltsame Graue Strähne im Haar? Ich mein ist das irgendein Initiationsritual im Camp oder so? Ich hab nämlich auf meiner Rückfahrt von L.A. eine Halbgöttin getroffen die auch so eine Strähne im Haar hatte. Das fällt mir so grade ein." bemerkte ich. Percy riss die Augen auf und packte mich am Kragen. "Das sagst du mir jetzt - du Idiot, das war Annabeth! Was, was ist mit ihr passiert." blaffte er mich an. "Wieso hast du sie nicht direkt eingeladen und mitgebracht!" grollte er. Was - aber sie hatte sich doch als Anni vorgestellt. Scheiß Koseformen! "Ey - sie hat mir nicht gesagt das sie Annabeth heißt, ich hab die Frau von einem Opferaltar gezerrt und zum Dank hat sie mein Geld gestohlen und ist ohne ein Wort abgehauen nachdem ich sie ein Stück mitgenommen hatte!" protestierte ich entrüstet. Percy ließ mich langsam los. "Sie hat was?" fragte er tonlos. "Mein Geld gestohlen, du hast schon richtig gehört." erläuterte ich. Percy schüttelte den Kopf "das ist nicht die Annabeth die ich wieder kenne. Was könnte sie zu sowas treiben?" fragte er verdattert. Das meinte der Mann doch nicht ernst, das konnte er nicht wirklich meinen, so schwer von Begriff konnte er doch einfach nicht sein, oder? "Na was wohl? Du natürlich, die sucht dich und will offensichtlich nach Kanada." sagte ich und schlug mir vor den Schädel das ich das nicht eher durchschaut hatte.

" Aber das ist Wahnsinn! Wie will sie mich denn in Kanada finden - selbst wenn ich dort wäre? Das ist doch hirnrissiger unlogischer Schwachsinn! Ich würde sowas machen aber nicht Wise Girl. Annabeth Chase ist logischer als ein verdammter Computer!" bemerkte Percy lautstark. Ok - eine kleine Lektion in Sachen Frauen. "Percy - Wenn du zum Beispiel meine Freundin ausspannen würdest, dann würde ich dir die Fresse polieren. Du würdest dich entschuldigen und nach ein paar Tagen Stress würden wir wieder zusammen ein Bier trinken und alles vergessen, meine Freundin wäre dann halt deine!" erklärte ich "Wenn das gleiche bei zwei Frauen passiert artet das meist in einem Zickenkrieg aus der Jahre dauert." Percy blickte mich an wie einen leuchtenden Käse. "Was ich damit sagen möchte, Frauen sind vielleicht nicht so aufbrausend wie Männer, wenn sie aber mal die Kontrolle verlieren, dann ist das etwas ganz anderes - dann sind sie viel extremer. In Gwens Freundeskreis gab es so einen Fall, das hättest du mal erleben sollen." erläuterte ich. "Willst du damit sagen das Annabeth wahnsinnig geworden ist?" merkte Percy zweifelnd an. "Vielleicht - allzu weit davon ist sie wohl nicht - auf jeden Fall bist du ihr immer noch extrem wichtig. Offenbar so wichtig, dass der "Verlust" deiner Gegenwart ihren Charakter ziemlich verändert hat." stellte ich ruhig fest. Meinem Kumpel schien das gar nicht so recht zu sein. "Scheiße!" bemerkte er und rieb sich über das Gesicht. "Weißt du Jack - ich weiß nicht so recht was ich mit Annabeth anfangen soll, wenn ich sie wirklich wiedersehen sollte. Das ist mir gerade klar geworden. Ich meine - keine Beziehung überlebt es wenn der eine Partner sich an fast nichts erinnert. Aber ich kann ja auch schlecht so tun als ob nix gewesen wäre, ich glaube das wäre nicht fair. Selbst wenn ich gar nichts für sie empfinden sollte, oder sogar eine Antipathie entwickeln sollte. Ich meine ich habe sicherlich schöne Zeiten mit ihr erlebt, ein paar Sachen sind nämlich da, Trainigsstunden. Viel Gealber und Gelache. Klar - auch kurze Momente in denen wir uns mal geküsst haben. Aber nichts vollständiges, das sind - nur Puzzleteile." ächzte Percy dessen Seele gerade unter mehreren Wackersteinen knarzte.

Was sollte ich denn jetzt sagen? Ich hasste solche Situationen und dennoch ist es ja genau das was eine Freundschaft ausmacht, denk nach Jack, denk verdammt gut nach! Ich kam schließlich zu dem Entschluss, dass ein unterstützendes auf die Schulter klopfen reichen musste. "Kommt Zeit kommt Rat, das worüber man sich am meisten den Kopf zerbricht erledigt sich meistens von selbst. Glaub mir, ich hab´s auch nicht gerade leicht mit dem Ding da drin." bemerkte ich und klopfte mir auf die Brust. "Warum das? Immer noch in Trauer - oder frisch verliebt in Dimitrij?" witzelte Percy. Ich versetzte ihm einen Schlag auf den Hinterkopf, das war echt die Höhe. Andererseits war es gut das er mich aus dem Konzept gebracht hatte, sonst hätte ich ihm noch von meinen zwiespältigen Gefühlen für Sam erzählt, nicht auszudenken wenn Percy meinte Kuppler spielen zu müssen. "Dimitrij, wie kaputt kann man eigentlich sein Percy." bemerkte ich scheinbar entsetzt. Inzwischen erreichten wir langsam das Schmiedegebäude aus welchem schon lautes Gekreische drang. "Ich habe Hunger. Bringt mir etwas zu essen ihr verfluchten Halbblüter. Wollt ihr mich hier etwa verhungern lassen? Ich könnte euch erzählen was ich weiß, aber umsonst tue ich das nicht. Na los, besorgt schon einen saftigen BigMac!" wetterte die Harpyie aus der halboffenen Schmiede.

Connor hatte sie wirklich gut befestigt, der Amboss wog bestimmt seine halbe Tonne und mindestens eine Rollte Panzertape wand sich um Arme um Kopf des Monsters. Ich fragte mich allerdings warum Stoll sie ausgezogen und mit Öl bespritzt hatte. Obwohl, vielleicht wollte ich die Antwort gar nicht wissen! Marcia verstummte sofort als wir uns näherten. "Wo ist man BicMac? Und wo ist dieser gemeine Schuft der mich mit Schiffsöl bespritzt hat, das fühlt sich eklig an! Ich bin eine Harpyie keine Bronzefigur! Überhaupt wird Prometheus euch höchstpersönlich vierteilen lassen, wenn ihr mich nicht freilasst!" geiferte sie. Prometheus, das war also ihr Cheffe. Sehr schön - danke fürs plaudern. "Na ihr glaubt doch nicht ernsthaft das dieser feige Titan sich trauen würde die Götter anzugreifen oder?" sagte sie mit einem gerissenen funkeln in den Augen. "Wir müssen nicht glauben - du wirst uns schon die Wahrheit erzählen." bemerkte Percy lächelnd und baute sich vor ihr auf. Das seltsamerweise immer noch brennende Schmiedefeuer strahlte ein ziemlich unangenehme Wärme aus. Die Harpyie schien dies allerdings nicht zu stören, sie saß dort als befände sie sich in ihrem Wohnzimmer. "Also Marcia, ist Prometheus nun euer Kommandant oder nicht?" fragte ich die Gefangene. "Wer weiß, wer weiß." bemerkte die und stieß ein schrilles Lachen aus, das nicht vollkommen über ihre Furcht hinwegtäuschen konnte. Ich blickte mit um und entdeckte eine Rohrzange, vorzüglich. "Na, vielleicht können wir deinem Gedächtnis ein bisschen auf die Sprünge helfen." bemerkte Percy süffisant. Ich setzte die Zange an einer der krallenartigen Fußnägel an und zog ihn langsam aus dem Nagelbett. Marcie heulte vor Schmerz auf und stemmte sich gegen ihre Fesseln. "Ihr Bastarde! Ich werde euch nichts sagen, gar nichts! Eher beiße ich mir die Zunge ab. " fauchte sie uns mit tränenden Augen entgegen. Ich verspürte fast so etwas wie Mitleid, bis ich mir vor Augen führte, was dieses Wesen schon alles getan hatte, wie viele unschuldige Menschen es wohl auf dem Gewissen hatte.

Percy neigte sich vor. "Jeder redet irgendwann!" flüsterte er ihr in die Augen. Ich setzte die Zange zum zweiten Mal an. Die nächste Viertelstunde machte mich fast taub, so laut waren die schluchzenden Schmerzensschreie der Harpyie, welche sich wirklich ziemlich gut hielt. Sie sagte nichts. Aber schließlich waren alle Krallen gezogen. "Ich muss sagen ich bin beeindruckt, aber wir beide wissen doch jetzt, dass du genug getan hast Marcia. Mehr kann niemand von dir verlangen. Du musst einfach nur ein paar Fragen beantworten, dann lassen wir dich gehen." sagte Percy, der seine Sache wirklich gut machte. "Ach was Percy - es macht doch gerade Spaß." bemerkte ich und stieß ein bösartig klingendes Lachen aus, als ich mit einer Flasche Schwefelsäure zurückkam. Ich nahm eine Pipette. "Du brauchst doch kein schönes Gesicht meine Kleine oder?" sagte ich mit einem sadistischen Ton, es war schwer keinen Gefallen daran zu finden einem Monster zurückzuzahlen was es verdiente. Ich träufelte die Säure über ihre Wangen, welche sofort verätzt wurden und rotes Fleisch zeigten. Sie kreischte auf. "Ich habe Wasser." sagte ich und hielt einen Wasserkanister vor ihre Nase. Sie stieß einige altgriechische Flüche aus, aber ich wusste an dem stierenden Blick in ihren Augen, dass sie nicht mehr lange schweigen würde. Wir hatten quasi schon gewonnen.

"Ich sage alles." kreischte Marcia, nachdem ich verschiedene Stellen ihres Körper mit der Säure behandelt hatte. Ich Schüttete das Wasser über die Malträtierte Haut. "Prometheus ist unser Anführer, aber er ist nicht der Feind. Er will nur die Olympier unter eine Flagge vereinen um den Weltuntergang abzuwenden!" stammelte Marcia. "mehr weiß ich darüber nicht, nur das es etwas ist was am Ende jedes Zeitalters passiert ist. Was meint ihr wohl warum die ersten Menschengeschlechter ausgestorben ist. Das silberne und das goldene?" jaulte sie. "Prometheus weiß warum, auch wenn er es niemandem sagt." Das war wirklich beängstigend. Irgendwie erinnerte mich das Ganze an Ragnarök, das Weltenende der nordischen Mythologie. "Wo sind eure Truppen und wie sieht eure Strategie aus." fragte ich nüchtern. "Das weißt du nicht Halbgott? Wir stürmen den Olymp und unterbinden die Macht der Götter mit dem Palladion, welches in kürze in unsere Hände fällt. Dann wird Prometheus den Göttern den Olympiern seinen Willen aufzwingen und ihr Halbgötter werdet unsere Sklaven." Marcia lachte wild. "Ich werde dafür sorgen, dass ihr beide auf ewig in den Klauen Laistrygons sein werdet, bis er eure Seelen eigenhändig in den Tartarus schmeißt!" wütete Marcia. Ich holte aus und verpasste ihr einen Fausthieb auf den Mund. Ihre Lippen sprangen auf und begannen zu bluten. "Wer wird denn gleich so unhöflich werden? Soll ich weitermachen?" fragte ich und hob die Säureflasche vom Boden auf. "Nein - nein, entschuldigt Herr - ich werde alles beantworten wie ihr wollt." flehte die Harpyie. "Braves Mädchen Marcia." lobte Percy höhnisch. "Also, sind die Angriffe auf Hades und Poseidon nur Ablenkung?" fragte ich. "Ja - allerdings, die Truppen dort bestehen aus den besonders unkontrollierbaren und bösartigen Monstern die sich niemals in irgendeine Gesellschaft integrieren lassen. Prometheus setzt darauf, dass die meisten von ihnen sterben." erklärte Marcia erstaunlich nüchtern. Sie war schon zäh, die Schmerzen die sie hatte wären für die meisten Menschen nicht auszuhalten. Ich hatte die Säure allerdings auch mit Wasser von ihrer Haut gespühlt.

"Wir nehmen natürlich trotzdem eines der Reiche ein, wenn es möglich ist." fügte sie hinzu. Aber die Hauptstreitmacht fokussiert sich auf den Olymp." erläuterte sie. "Wo kommen die Halbblute her die für Prometheus kämpfen?" fragte Percys weiter. "Oh, das sind geklonte Halbblute - stammen von einigen die Prometheus im Laufe der Jahre gefangen hat. Sie sind kaum mehr als Marionetten, sehr wirkungsvoll." erläuterte sie. Das musste ein schreckliches Schicksal sein, gezüchtet als Kriegsmaschine. Ich schauderte, es tat mir mittlerweile sogar Leid sie getötet zu haben, so konnten nichts dafür. Sie hatten nur getan wozu sie erzogen worden waren! "Habt ihr eine Gefangene namens Chase, Annabeth Chase." fragte Percy, sein Gesicht blieb vollkommen teilnahmslos. Er hatte sich vorzüglich in der Gewalt. "Chase - nicht das ich wüsste. Ich bin aber auch nicht dafür zuständig die Gefangenen zu beaufsichtigen." erklärte sie "Halt, da ist dieser komische Professor, den Prometheus als einen seiner Berater geholt hat. Der musste die Armeeaufstellungen überprüfen." erklärte Marcia. "Ziemlich irrer Mann." statierte Marcia. Percy holte einmal tief Luft. "Wann beginnt die nächste Offensive? Wie sind die Lager aufgebaut. Gibt es Schwachstellen in Prometheus Strategien?" fragte er. "Die Lager sind immer wie eine amerikanische statt aufgebaut, mit Zeltblöcken und Wegen dazwischen. Der einzige Schwachpunkt ist die Tatsache, dass das Griechische Feuer immer bei den Katapulten gelagert wir." erklärte Marcia. "Es gibt Magische Schutzbarrieren, die verhindern, dass man durch Magie unbemerkt Schaden anrichten kann." sagte sie tonlos. "Des Weiteren wird das Essen nicht sonderlich gut überwacht." bemerkte sie. "Das ist alles was ich euch sagen kann." sagte sie.

Ich hob die Säureflasche. "Nein - Stopp, es ist wirklich alles. Ihr müsst mir glauben! Ich weiß wirklich nicht mehr. Ich arbeite doch nur als Offizierin einer Kundschaftertruppe. Camp Halfblood wird ignoriert, ihr seid keine nennenswerte Bedrohung." japste sie. "Gut damit wäre das Erledigt." sagte Percy, zog seinen Füller, schnippte die Kappte weg und rammte der Harpyie das Schwert durchs Herz, das in der Mitte des Brustkorbs lag. Marcia riss ungläubig die Augen auf und öffnete den Mund, Blut sprudelte daraus hervor. Dann begann sie zu Staub zu zerfallen. Percys Gesicht war wie aus Stein. "Wir haben ein Problem. Prometheus mit seiner Hellsichtigkeit und Professor Chase - dieses Team wird wirklich nicht leicht zu schlagen sein. Wir müssen den Professor unschädlich machen." stellte er fest. "Kennst du den Mann?" fragte ich ihn da seine Miene gar so Ernst war. "Ja, ist Annabeths Vater, dieser Mann ist einer der wenigen Sterblichen der besser eine Schlacht planen kann als Annabeth!" bemerkte Percy. Ok, das waren wirklich schlechte Neuigkeiten, denn auch wenn Prometheus ein intellektueller Riese war, selbst für Titanenmaßstäbe, war er nicht für seine kriegerischen Fähigkeiten berühmt. "Und wie sollen wir das bitte anstellen? " fragte ich Percy. "Wir wissen ja nicht einmal wo er steckt. Außerdem ist es wichtiger ihnen das Palladion wegzuschnappen. Wenn ich Ares richtig verstanden haben wir schon einen Teil des ganzen Hier." erklärte ich. "Ja, ich denke wir sollten mir Clarisse La Rue reden, nichts worauf ich sonderlich scharf wäre." erklärte Percy. Was musste Clarisse für ein Weib sein, dass offensichtlich jeder vor ihr Angst hatte oder sie nicht mochte. "Wer ist eigentlich diese ominöse Clarisse?" fragte ich. "Eine Tochter des Ares, so ziemlich die Streitsüchtigste Frau die ich jemals getroffen habe." Percy grinste.

"Aber sie ist schon lange nicht mehr in meiner Liga." kommentierte er und lachte. "Das glaub ich dir gerne, ich muss sagen Percy - als ich dich am Anfang kennengelernt habe dachte ich du wärst ein pathetischer Teenager. Aber jetzt würde ich mich nicht mehr gern mit dir anlegen, wirklich nicht." gestand ich ein. "Na dann pass auf was du sagst alter Mann." drohte er und stieß mit spielerisch in die Seite, naja, spielerisch war es nicht. Ich musste immerhin zwei Schritte zu Seite weichen. Als wir auf den Hauptplatz marschierten erblickten wir zu unserem erstaunen eine kleine Versammlung. Sam, Connor, Nico und die anderen standen auf der Veranda. "Seid ihr schon fertig?" fragte ich sie. "Ja - aber was habt ihr in der Schmiede gemacht?" fragte ein Connor der geradezu grün im Gesicht aussah. "Bei den Göttern, das hörte sich ja schrecklich an, die Aphroditehütte ist in Ohnmacht gefallen und auch die meisten anderen Halbgötter haben sich in ihren Hütten eingeschlossen." berichtete der Sohn des Hermes. "Verhöre sind eben nichts für schwache Nerven." stellte Percy kühl fest. Connor setzte sich auf einen der Stühle die sie auf die Veranda gestellt hatten. "Mr. D ist gerade unpässlich, er wird uns nicht stören, wie er sagt." führte Connor aus. Chiron schien sich aus Protest ebenfalls nicht eingestellt zu haben. "Die Hüttenchefs kommen gleich, ich habe einen Kriegsrat angesetzt." erklärte Connor. Das war gut, hoffentlich kamen wir zum richtigen Ergebnis. Nach und nach kamen die ziemlich zerstört wirkenden Kabinenältesten angeschlappt. Alle hatten mehr oder weniger ausgeprägte Augenringe und wirkten schläfrig. Viele Hielen sich die Köpfe und hatten Haare die noch nass vom Duschen waren. Sie alle blickten mich neugierig an, ebenso wie sie Percy wie ein Weltwunder anstarrten.

" Sieh an, Percy Jackson. Ich dachte schon du wärst draufgegangen. Scheinbar hast du ja doch ein bisschen mehr drauf als Wasser spritzen." bemerkte eine groß gewachsene Frau, die mir mit Leichtigkeit in die Augen sehen konnte. Sie war ziemlich breitschultrig und kräftig. Das Gesicht war hart, fast wie das eines Mannes, was vielleicht auch an der mehrfach gebrochenen Nase liegen mochte. "Ja Clarisse, das stimmt. Ich habe gehört du hast den Schlüssel zum Palladion nach Hause gebracht. Hut ab." gab Percy zurück. Das schien die Tochter des Ares nicht erwartet zu haben. "Du hast das Monster also doch umgelegt, cool. Aber wer sind diese Möchtegernganster da?" fragte sie uns zeigte auf uns. "Jack Schmidt. Und wieso Gangster ich schlage keine Kinder und nehme Crack." erklärte ich spöttisch. Clarisse funkelte mich an. "Aber wenn das eine Herausforderung ist nehme ich gern an - nach dieser Besprechung." bemerkte ich und setzte mein bestes wölfisches Grinsen auf, das Clarisse gekonnt erwiderte. "Gut - bloße Fäuste oder brauchst du eine Waffe?" fragte Clarisse. "Waffe? Bin ich ein kleiner Hosenscheißer?" fragte ich in die Runde. Percy lächelte süffisant, er nahm wohl an, dass ich gewann. "Gut, also dann lasst uns anfangen." sagte Clarisse. "Wo wir schon einmal bei Duellen sind - Gordon Flanders, wir haben auch noch etwas auszutragen." statierte Sam mit funkelnden Augen. Gordon blickte nicht gerade begeistert drein. "Na was ist, kneifst du etwa - du hast doch nicht Angst vor einem kleinen Mädchen?" fragte Sam herausfordernd und schlug unschuldig die Augen auf, Clarisse begann lauthals zu lachen, zusammen mit so ziemlich allen anderen anwesenden bis auf Gordon. Der lief rot an und stammelte sich etwas unverständliches zusammen. Connor donnerte mit einem Schmiedehammer auf den Tisch.

"RUUUHHHHEEEEE!" schrie er laut und war wohl selbst ziemlich erstaunt das die anderen tatsächlich die Klappe hielten. "Wie ihr alle Wissen wird der Olymp angegriffen. Es ist wirklich ernst wie Percy Jackson und seine kanadischen Freunde uns berichten werden. " erklärte Connor. Eine raunen ging durch die etwa dreißig jungen Leute. "Ich habe ein paar ziemlich schlimme Dinge zu verkünden, die Götter sind zu großen Teilen nicht mehr ganz zurechnungsfähig wie es scheint. Heute hat Athena versucht Percy umzubringen - höchstpersönlich." sagte Connor. Einer der jungen Männer zuckte zusammen, alle starrten ihn an. "Was - ich weiß auch nicht warum meine Mutter sowas tut - das ist schließlich gegen die olympischen Gesetze. Ich denke nicht das Percy so dumm ist den ersten Schlag gegen die Göttin der Kriegskunst zu führen." erklärte der Kerl, ein großgewachsener blonder Bursche mit grauen Augen. "Nein, das war ich nicht. Und das ich noch lebe habe ich niemand anderem zu verdanken als Lord Ares." sagte Percy. Clarisse riss die Augen weit auf. "Einem Gott dem wir alle hier sehr Unrecht getan haben, zumindest die letzten zwei Jahre." sprach Percy laut, es schien ihm nicht leicht zu fallen. "Haben sie sich geschlagen?" fragte Malcolm. "Naja, ich würde eher sagen Ares hat Athena verprügelt wie ein kleines Kind." stellte ich mit dem Anflug eines Grinsens Fest. Malcolm blickte erstaunt drein während Clarisse sich in die Brust warf und Malcolm mit einem überlegenen Blick betrachtete. "Jedenfalls haben wir eine Harpyie gefangengenommen die ausgeschickt wurde um Percy und Co gefangen zu nehmen." erklärte Connor. "Jack Schmidt hier." er deutete auf mich. "Hat sie lebend gefangengenommen und ich habe sie dann hierhergebracht, wo Percy und Jack sie - befragt haben." erklärte er. Die meisten der Hüttenchefs sahen uns mit Furch in den Augen an, die Vertreterin der Aphroditehütte, eine aufgetakelte Blondine, kippte fast vom Stuhl.

"Ja, ich gebe zu wir haben ein bisschen nachdrücklich gefragt, aber wir haben so einiges Herausbekommen, so zum Beispiel, dass Prometheus hinter all dem steckt und sich nicht nur eine Monsterarmee besorgt, sondern sich auch Halbgötter geklont hat die er jetzt in die Schlacht schickt." erklärte ich. "er steht schon kurz vor dem Olymp und hat ziemlich gute strategische Berater, was bedeutet, dass wir schnell reagieren müssen. Vor allen Dingen müssen wir uns alle hinter den Olymp stellen. Des weiteren muss ich euch Mitteilen, dass Lord Hermes nicht mehr existiert - er ist tot, gefallen weil er den Mut hatte die Gesetze des Olymps zu brechen um uns eine Chance zu geben. " erklärte Connor. Die Camper brachen in ein entsetztes Getuschel aus, welches Connor mit einer harschen Geste zum verstummen brachte. "Prometheus wird nicht nur die Götter versklaven, sondern auch uns, ganz davon abgesehen das er schon viele Tausend Menschen an der Ostküste getötet hat." Rufe wurden laut, die den Kampfeswillen der Halbgötter bekundeten. Percy hob die Hand, während Connor fast ein Loch in den Tisch hämmerte und brüllte. "RUUUHHHHEEE auf den billigen Plätzen, ich bin noch nicht fertig verdammt noch mal." schrie Connor außer sich. "Wir müssen mit Guerilla Taktiken vorgehen, da die Armee des Prometheus uns weit überlegen ist, zumindest zahlenmäßig. Malcom, mit dir habe ich noch etwas zu besprechen, nachher, ich denke du bist derjenige hier der am besten versiert in Millitärtaktiken ist. " sagte Connor. "Wieso, man muss doch nur Sun Tzu und Mao Zetung kombinieren, mit der Beweglichkeit der Blitzkriegstrategie von Hitler." führte Shigeru an und erhielt ein anerkennendes nicken von Malcolm. Connor versuchte ihm eine Ohrfeige zu verpassen, aber der Japaner wich mit einem perfekt bemessenen Schritt aus. "Jaja, ist ja gut Mr. Stoll. Besprechen wir das ganze später." brummelte er. "Will ich auch meinen. Also weiter im Text. Gibt's noch etwas Percy?" fragte Stoll, der sich gerade zu einer Respektsperson mauserte und gar nicht mehr der lustige Typ war als den ich ihn zuerst klassifiziert hatte.

"Ja, zunächst einmal stelle ich fest, dass Prometheus Professor Chase als Ratgeber hat, ich denke wir werden den Mann eliminieren müssen, er ist fast so gefährlich wie Prometheus selber der ohne einen strategischen Berater vermutlich nicht so gut sein wird." sagte Percy mit einer Stimme die kalt wie Eis klang. "Des weiteren müssen wir das Palladion vollständig in unsere Gewalt bekommen, bei diesem Artefakt handelt es sich um etwas das dazu geschaffen wurde die Kraft der Olympier zu limitieren, es ist das mächtigste Artefakt das jemals geschaffen worden ist." erklärte Percy. "Dieses Artefakt, bekannt aus dem Trojanischen Krieg will Prometheus nutzen um die Olympischen Götter zu entmachten und dazu zu zwingen ihm die Treue zu schwören, damit sie vereint dem Weltenende entgegentreten können. Es gibt wohl einen weiteren Feind der viel mächtiger ist als Prometheus. Wir sprechen von einer Macht die für das Aussterben des goldenen und silbernen Geschlechts verantwortlich ist. Das jedenfalls gestand die Harpyie nachdem wir sie gefoltert hatten." erklärte Percy. Die meisten der Halbgötter blickten ihn verständnislos an, nur Malcolms Gesicht verzerrte sich immer mehr vor Sorge.

"Ich fasse mal kurz zusammen für die ,die in ihrer Freizeit keine Bücher lesen." meldete ich mich zu Wort. Es gibt den Mythos, dass Prometheus den Menschen geschaffen hat, zusammen mit Athena - zusätzlich gibt es einen zweiten Mythos die besagt, dass die Götter zunächst ein goldenes Geschlecht schufen. Menschen von hohen Moralischen Werten, ohne Falsch und Fehl, uns körperlich weit überlegen. Danach schufen sie das silberne Geschlecht, ein Geschlecht großer Helden und großer Ehre. Das Goldene Geschlecht verschwand schließlich einfach so, es wird nicht erklärt wie das passierte, etwas das uns nachdenklich stimmen sollte oder? Schließlich kam es zur Schöpfung des ehernen Geschlechts, welches die niedrigsten Regungen zeigte und fast nur aus Verbrechern und Mördern bestand. Zeus war so zornig, dass er mit den anderen Olympiern beschloss die Menschheit auszurotten, es gab jedoch zwei Rechtschaffene, Deukalion und Phyrra. Diese wurden von den Göttern vor der gewaltigen Sintflut gerettet die das eherne Geschlecht von der Oberfläche der Erde tilgte. Danach erfolgte die Schöpfung von uns, dem steinernen Geschlecht!" erklärte ich. "Offensichtlich ist wohl doch ein Kern der Wahrheit in dieser Geschichte. Warum sonst sollte Prometheus sich sonst selbst die Schöpfung des Menschen absprechen?" sagte ich abschließend.

Malcolm nickte "Ja, das ist das wichtigste - wen das ganze interessiert, ich kenne auch den Background." sprach er aus. Niemand war sonderlich davon begeistert sich von einem Sohn der Athena Vorträge über Mythologie anzuhören. Ein Mädchen von vielleicht 14 Jahren hob die Hand, sie hatte kurzes schwarzes Haar und trug eine Augenklappe über ihrem linken Auge. "So wie ich das sehe ist das Gleichgewicht der Welt und der Götter ziemlich gestört - wir müssen etwas dagegen tun. Wenn niemand sonst sieht was getan werden muss, dann werden wir kämpfen, auch ohne Göttliche Rückendeckung. Die Kabine der Nemesis wird dir folgen Connor Stoll." sagte sie mit einem Tonfall der zeigte, dass sie vor Stolz geradezu vibrierte. "Die Kabine des Dionysos schließt sich an." stellte Pollux fest.

"Vielen Dank Becca, Pollux - aber wir werden jetzt einfach eine Abstimmung abhalten, wer mit seinen Leuten mit uns nach New York ziehen will, der hebt einfach die Hand. Bevor wir zur Abstimmung schreiten möchte ich euch allen noch einmal vor Augen führen wofür wir kämpfen und was uns erwartet. Ich kann euch nicht versprechen zu siegen - wir werden uns einem überlegenen Feind stellen müssen und viele die hier sitzen werden nicht zurückkommen, ich kann euch Blut und Tränen versprechen. Und die von euch die überleben falls wir Siegen werden nicht mehr die sein die hier sitzen. Mein Vater Hermes ist gestorben um uns eine Chance zu geben. Das und die Tatsache, dass in den letzten Wochen Millionen von Menschen gestorben sind, vermutlich auch Menschen die ich geliebt habe führen mich zu meiner Entscheidung. Ich kann nicht länger zusehen wie die Welt zerstört wird, dass alles zerschmettert wird an das ich glaube. Ich werde nicht zulassen, dass ein Titan den Olymp zerstört, die Zivilisation zerstört, weil der denkt im Recht zu sein. Viele von euch werden jetzt denken, was will dieser kindische Streichemacher uns erzählen, der ist doch nur ein Sprücheklopfer. Aber ich sage euch eins, wenn ein Sohn des Hermes ernst wird, dann ist es auch ernst! Wenn wirklich der Weltuntergang kommt, dann will ich mich nicht heulend in einem Mauseloch verkriechen, ich will sterben wie es einem Helden würdig ist. Mit dem Schwert in der Hand und dem Blut meiner Feinde auf der Klinge! Es wäre gelogen, wenn ich sage dass ich keine Angst vor dem habe was kommt, aber manchmal muss man die Angst ignorieren. Es gibt größere Männer als mich, das mag sein - aber heute werde ich es sein der den Anfang macht. Ich sage; Wenn du Krieg willst Prometheus, dann kannst du ihn haben, wenn ihr Krieg wollt Götter - hier steht Connor Stoll!" sagte Connor und hob selbst seine Hand.

Auch mein Herz schlug schneller als ich Connor dort stehen sah, kerzengerade mit brennenden Augen und wilder Entschlossenheit im Gesicht. Es war klar das Percy und Nico ebenfalls die Hand hoben. Malcolm streckte entschlossen eine Faust in die Höhe, ebenso wie es ihm die meisten Hüttenchefs nachtaten. Gordon Flanders allerdings meldete sich nicht. "Vergesst es - ich höre nicht auf einen verdammten Dieb wie dich Stoll. Meine Geschwister werden hier bleiben und in Ruhe und Frieden weiterleben. Ich glaube euch kein verdammtes Wort. Schaut euch doch diese seltsamen Kanadier da an - sie Foltern und bringen Monster ins Camp. Die wollen uns gegen die Götter aufhetzen, zusammen mit Percy Jackson. Ist das der alte Percy, der Held von Manhattan der jetzt da steht und uns auffordert uns umzubringen und einen Gefangenen Kaltblütig zu erschießen." er stand mit brennend rotem Gesicht auf und rannte davon. Ein Rumor erhob sich unter den Campern, als Clarisse la Rue aufstand. "Haltet alle eure Fresse, oder ich mache sie zu." schrie sie herausfordernd mit einem wirklich beeindruckenden Organ. "Ich sage euch mal was, Gordon Flanders ist ein verdammter Feigling, jeder weiß warum er beim Capture the Flag immer als Heiler bei der Flagge bleibt, wenn er eigentlich erobern muss. Weil er ein verdammter Feigling ist! Hört nicht auf ihn, Percy Jackson ist kein kleiner Junge der mit sich spielen lässt. Der Mann hat die Zeichen der Zeit immer erkannt, solange er hier ist. Er hat von Anfang an gewusst, dass er der Held der großen Prophezeiung war! Und was Connor Stoll angeht, es wundert mich sowas sagen zu müssen aber - Connor du bist ab und an wohl doch sowas wie ein Held. Ich bin jedenfalls dabei! Und wenn die Kinder Apollos hier rumjammern, dann sollen sie doch ihre Lauten stimmen und Trauergedichte schreiben, wir sterben als Krieger! Sollen sie doch in ihrem eigenen Blut ersaufen, diese feigen Ratten!" rief Clarisse aus, es erhob sich ein allgemeiner Jubel und alle anderen Hüttenchefs streckten begeistert die Hände in den Himmel.

Es schien als sei ein unsichtbarer Panzer geplatzt, sofort strömte alles zu Connor und Malcolm. "Ok, gut - ich sage folgendes. April, sammel deine Kameraden und wirf die Schmieden an, wir brauchen Rüstungen Schilder und Schwerter. Ich bestehe darauf, dass jeder Krieger eine Silberwaffe bekommt und sei es nur ein Dolch. Ich will das jeder Camper bis in einer Woche Schwert Schild, Speer und Dolch hat!" sagte Connor zu der Tochter des Hephaistos die sich durch ihr nachlässig geschminktes Gesicht strich. "Aileen - du und die Töchter der Aphrodite, ihr tanzt ab heute zu einem regelmäßigen Sondertraining ein, Clarisse - ich denke du kannst ihnen da das ein oder andere beibringen." stellte Connor fest. Das blonde Mädchen schien protestieren zu wollen, aber ein Blick von Clarisse brachte sie zum verstummen. "Ja Connor." sagte sie schlicht und einfach. "John Gardener du Sorgst dafür, dass genug Nahrungsmittel da sind, ihr kümmert euch darum, dass die Woche lang alles läuft, des weiteren werdet ihr am Nachmittäglichen Training teilnehmen, das für alle Camper, außer den Mitgliedern der Hephaistoskabine Pflicht ist. " die Hüttenchefs nickten. "Malcolm, du triffst dich gleich mit Dem Japaner hier und berätst mit ihm und deinen Hüttengenossen über einen Schlachtplan. Desweiteren möchte ich, dass du dich persönlich um die Taktischen Trainingseinheiten kümmerst." natürlich nickten Malcolm und Shigeru bestätigend.

Sie machten sich sofort an ihre Aufgabe. "Gerda Kolomyzef, ich erwarte das du und die restlichen Kinder der Hecate sich sofort daransetzen alles zusammenzubrauen was uns wieder auf Trapp bringt, inklusive einer Menge Berserkertränke klar?" ein Mädchen mit langen violetten Haaren nickte. "An alle anderen, übt euch mit den Waffen so viel ihr könnt ohne euch Zerrungen oder sowas zu holen. Wenn noch jemand Ideen hat, dann wendet er ich an mich. Percy und seine Kanadischen Begleiter brechen zusammen mit Nico noch heute auf um das Palladion vollständig hierherzubringen." sagte Connor. "Ich werde gleich einige Mitglieder meiner Kabine als Kundschafter ausschicken. Das heißt, ich werde sie selbst anführen, während ich weg bin hat hier Malcolm das sagen. Irgendjemand Einwände?" schnappte er und blickte alle mit einem wilden Blick an. Niemand wagte einen Einwand. Connor hatte offensichtlich alles was ein Anführer brauchte, vor allem war er schlagfertig und hatte Organisationstalent, also ließ ich ihn machen. "Nun Clarisse, ich dachte wir haben noch ein Kämpfchen auszutragen bevor ich mit Percy und Nico auf eine weiter Seereise gehe." bemerkte ich zwinkernd. "Stimmt genau." antwortete. "Ich dachte schon du würdest dir in die Hosen machen, nachdem du gehört hast wer ich bin. " sagte sie selbstbewusst. Ich war mir ziemlich sicher schon gefährlichere Gegner niedergerungen zu haben als Clarisse la Rue. "Dann komm mit zur Arena." sagte sie und führte mich in das Amphitheater. wir traten in die Mitte der Kreisrunden Kampffläche auf welcher sich sogar Holzdummies befanden. "Gut, dann zeig mal was du drauf hast Jack Schmidt." rief sie aus und ließ die Arme kreisen. Natürlich waren uns Zuschauer gefolgt. "Ladies first." bemerkte ich, nachdem ich meine Knie leicht gebeucht und meine Fäuste gehoben hatte. "Haaaa!" schrie Clarisse und trat mit einer erstaunlichen Geschwindigkeit nach mich. Ich wich durch zurücklehnen meines Oberkörpers aus, trat einen Schritt zu r Seite und wich einem wuchtigen Schwinger aus, wenn sie mich mit voller Wucht traf konnte das vielleicht ihre Hand brechen! Ich wich noch weiteren Angriffen aus, oder entwand mich geschickt jedem Ringergriff den sie anzusetzen versuchte.

"Kannst du auch noch was anderes als Weglaufen." rief sie spottend und breitete die Arme aus um zu einem Wurf anzusetzen. Auf den Moment hatte ich gewartet. Ich trat einmal zu, ein Sidekick in dem meine Gesamte Körperkraft lag, ich traf ihren Brustkorb mit einem dumpfen Knall und beförderte sie zu Boden. Sie keuchte und sprang auf, rot glühend. Bevor ich ausweichen konnte bekam ich einen Kinnhaken verpasst, der mich für einen Moment ausknockte. Ich lag auf dem Boden als Clarisse sich auf mich geworfen hatte. "Na, gibst du auf?" rief sie aus, stattdessen verpasste ich ihr eine Kopfnuss, die sie jedoch nicht verletzte.

Ich lenkte sie dadurch lange genug ab um zu einem vollen Nelson anzusetzen. Ich war um einiges stärker als sie, ich konnte ihren Nacken so leicht zurückbiegen wie den eines Kindes. Offensichtlich pulsierte die Kraft der Styx durch meine Adern. "Verdammt - du hast gewonnen." bemerkte eine herzhaft lachende Clarisse die ich sofort losließ. "Du bist ein Sohn Ares oder?" fragte sie und half mir auf, dann klopfte sie mir auf die Schulter. Als sie plötzlich einen Schritt zurücktrat als wäre irgendetwas mit mir nicht in Ordnung. "Was bei den Göttern ist das für ein Symbol, Sichel und Schild?" auch die Anderen Halbgötter hielten den Atem an und verneigten sich schließlich. Ich blickte auf meine Hände die ein goldenes Licht ausströmten welches viel stärker war als das Leuchten das mich sonst in der Schlacht erfasste. Malcolm rief lautstark aus. "Heißt Jack Schmidt willkommen, den Sohn der Styx." Danach richteten sie die anderen allesamt auf. Und blickten mich an, als ob ich ein exotisches Tier sei.