Anmerkung: Oy! So viele Reviews! Ist denn schon Weihnachten?(Freu, freu)Ich konnt mich vorgestern nicht einloggen, voll gemein! Dabei wollte ich da schon die Fortsetzung posten!
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Kroete: Fettige Haare sind ein Symbol für höchste Großartigkeit, zumindest bei Männern wie Snape und Aragorn. Ich bin schreckhaft, du darfst mir nicht drohen!
Seepferd-Chan: Oy, Lisa! Du hier? Darf ich dir ein Shakesbeer ausgeben? Nimm dich in Acht vor den Hückelzombies und den Zombielappen, die deine Füße essen wollen!
SkaraClayne: Schuhuen finde ich auch anbetungswürdig. Applaus noch mal, dass du den Namen noch kannst (ich kann ihn auch noch, guck: … ähh… Moment… ah! Zaretha!)! SLYTHERIN RULEZ!
Sarah A. Black: Ich hoffe auch, dass sie ihn bald wieder sieht! (hohoho)
Birgit: Darf ich ein Autogramm haben? Eine echte Birgit, die meine Geschichte liest! Das ist ja der Hammer! Wahnsinn! Wuuuiiii! (Aber ich hoffe, du bist weiblich… hähähä)
Besserweiss: Schön, dass es dir gefallen hat, immerhin hab ich selbst fast geheult, dass ich Snape gehen lassen musste ( T T ). Aber auch nur fast (räusper)…
Sevina: Ui, Sevina! Ich kann doch nicht einfach die Geschichte so enden lassen! Dann würde ich mich ja selber meucheln wollen! Friddsch ist mein Spitzname, das ist richtig.
Tsumi: Zur Hp Nacht werd ich auch nicht gehen. Will ich um ehrlich zu sein auch gar nicht. Das versuche ich mir zumindest einzureden. Klappt aber nicht. Mist. ICH WILL DAHIN!
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36. Kapitel
Widmung: Ich widme dieses Kapitel Garrett, dem dämlichen Meisterdieb, der nie was Besseres zu tun hat, als überall die ungünstigsten Aufenthaltsorte zu suchen. Hauptsache, da sind möglichst viele Zombies, Rattenmenschen, Baummenschen, zaubernde Psychopathen oder hammerschwingende Volltrottel. Ein echt würdiger Tafford.
Meine Mutter wartete geduldig, bis mein Weinen schwächer wurde und ich mich beruhigte. „Lass uns nach Hause fahren, Schätzchen.", sagte sie schließlich.
„Ja.", schluchzte ich und putzte mir geräuschvoll die Nase.
Meine Eltern waren ganz zeitsparend und unkompliziert hier her appariert, aber der Rückweg mit mir zusammen gestaltete sich als aufwendiger. Zu Schulbeginn und vor den Sommerferien mussten wir immer mit der Straßenbahn zum Bahnhof bzw. zurück nach Hause fahren. Genau dasselbe mussten wir auch jetzt tun. Mein Heimatort lag allerdings nur knapp vor London, also waren wir nicht lange unterwegs. Die Muggel, die uns sahen, waren von Birgit tief beeindruckt und er genoss die Aufmerksamkeit in vollen Zügen. Mit stolzgeschwellter Brust trällerte er würdevolle Hymnen und plusterte sich bedeutend dazu auf.
Während wir in der Bahn saßen und die anderen Insassen wie hypnotisiert auf Birgit konzentriert waren, bereiteten meine Eltern mich ein wenig auf die Situation vor, die mich erwartete. „Opa ist stinksauer.", sagte meine Mutter. „Er will dich enterben, verstoßen und außerdem auch noch umbringen. Oma hat ihm dafür Ziegenohren verpasst, weil sie das für übertrieben hält. Jetzt schmollt Opa, weil er die Ohren nicht mehr wegkriegt, aber Oma freut sich auf dich. Sie ist dir nicht böse."
Mein Vater fuhr fort: „Wir haben dich in einer Muggelschule in der Nähe angemeldet. Sie wurde uns von anderen Muggeln empfohlen. Nächste Woche sollst du zum ersten Mal hingehen. Danach sind sowieso Weihnachtsferien. Alle Bücher haben wir dir besorgt und die Schuluniform auch." „Rhmpf.", sagte ich.
Unsere Haltestation kam in Reichweite und wir stiegen aus. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichten wir unser Haus. Es war groß, alt, ehrwürdig, gut erhalten und stand weit abseits von der nächsten Siedlung. Kaum jemand interessierte sich für uns oder unser Haus. Kaum hatte ich die Schwelle der Haustür übertreten, da warf sich mit mächtigem Anlauf und lautem Quietschen etwas langohriges an mein Bein und riss mich um, sodass ich mit Karacho auf den Flurboden knallte. Daran war ich inzwischen längst gewöhnt. „Hallo Rinzy. Ich freu mich auch, dich zu sehen.", sagte ich und rieb mir die schmerzenden Knochen. Rinzy war unsere Hauselfe und sie liebte mich. „Ohhh, neiiin! Rinzy hat der jungen Herrin wehgetan! Rinzy ist böse! Rinzy ist böse!", jammerte sie und wedelte entsetzt mit den Ohren. Das war der Zeitpunkt, an dem man sie davon abhalten musste, sich in den vorgeheizten Backofen zu setzen. Ich packte sie also an ihrem todschicken pinken Kissenbezug, zog sie von der Küche weg und versicherte ihr, dass ich mir überhaupt nicht wehgetan hatte. Sie hörte auf zu zappeln und strahlte mich erleichtert an.
Birgit war nicht so leicht zu beruhigen. Er war mit mir gemeinsam umgesegelt und ich war voll auf ihn drauf geplumpst. Empört und gekränkt huckelte er kreuz und quer durch den Flur und warf mir und Rinzy vorwurfsvolle Blicke zu. „Tschuldige, Birgit!", rief ich säuselnd. „Hast du dir wehgetan, mein Kleiner, du süßester und schönster Birgit weit und breit? Bitte entschuldige!" Birgit klapperte pikiert mit dem Schnabel, signalisierte aber klar, dass er mir verziehen hatte und flog überlegen die Treppe hinauf in Richtung meines Zimmers.
Meine Oma kam aus der Küche gelaufen. „Zaretha! Hach, Kindchen, da bist du ja! Kind, ach, Kind, geht es dir denn gut?" Sie drückte mich an sich und ich brachte nur röchelnd ein „Hallo Oma!" hervor. Mein Opa kam hinter ihr her gehumpelt. „Ah! Der Schandfleck der Familie ist eingetroffen! Ich hatte ja gehofft, vorher würde dich eine Herde wild gewordener Gnus niedertrampeln! Dass ich so etwas noch erleben muss! So eine Schande!", verdammte er mich mit seiner heiseren Stimme. Ich musste zugeben, dass seine Ziegenohren ihm einen großen Teil seiner Autorität wegnahmen. Meine Oma stellte sich vor mich, als würde sie mich schützen müssen, und giftete: „Halt den Mund! So redest du nicht mit meiner Enkelin! Du magst den berühmteren Namen haben, aber ich bin dir im Zaubern weit überlegen! Nimm dich zurück, wenn du nicht noch die passenden Hörner zu deinen Ohren haben willst!"
Mein Opa war kurz sprachlos. Dann schleppte er sich leise fluchend in die Küche zurück, um zu schmollen.
Das Abendessen war so unterhaltsam wie eine Raufasertapete. Ich dachte an Hogwarts und das gemeinsame Essen in der großen Halle, mein Opa schmollte, meine Eltern schwiegen aus Furcht vor meinem Opa und meine Oma schnippte heimlich Brotkrümel auf meinen Opa.
Ich war so in Gedanken versunken, dass ich mehrmals meinen Mund verfehlte und das Käsebrot jedes Mal auf dem Tisch landete. Mein Opa beobachtete mich und wurde immer ungeduldiger. Als mir das Brot zum achten Mal aus der Hand fiel, verlor er die Beherrschung. Er richtete sich wütend auf und brüllte: „Meine Güte, hast du dir dein Hirn weggezaubert, du dumme Nuss? Kein Wunder, dass sie dich aus der Schule geworfen haben! Ist doch klar, warum du so sang- und klanglos rausgeflogen bist! Für so viel Blödheit muss ich mich ja schämen! Meine eigene Enkelin wird aus Hogwarts geschmissen, weil sie einfach zu dämlich ist! Womit habe ich diese Schande verdient? Du bist für die Familie und die Zaubererwelt völlig wertlos!"
Meine Oma und meine Eltern sprangen gleichzeitig auf, doch ich war schneller. Jetzt war das Limit erreicht. Auch ich hatte schließlich meinen Stolz. „Du hast doch überhaupt gar keine Ahnung, wovon du da sprichst, Opa!", schrie ich ihn an und meine Stimme überschlug sich zornig. „Du weißt nicht im Geringsten, was ich durchgemacht habe! Von der Schule verwiesen zu werden ist nicht so einfach, wie du denkst! Ich habe Lehrern das Leben gerettet, war mehrmals selbst in Lebensgefahr und habe verbotene Dinge getan, die du dich niemals getraut hättest! Warst du jemals im Verbotenen Wald? Hast du mal gegen einen Basilisken gekämpft? Wurdest du schon mal fast von Du Weißt Schon Wem umgebracht? Hast du ihn überhaupt mal aus der Nähe gesehen? Wurdest du schon von Todessern bedroht? Merk dir eins, Opa! Wenn ich der Familie irgendwas gebracht habe, dann ist es Ehre! Ja, da brauchst du gar nicht so blöd zu gucken! Ich habe mir als Jägerin beim Quidditch einen Namen gemacht und war der Rising Star in Zaubertränke! Von mir wird man noch lange reden! Du solltest stolz auf mich sein!"
Schweigen.
Opa starrte mich fassungslos an. Ich aß ganz ruhig mein Käsebrot auf, erhob mich hochnäsig und stolzierte triumphal auf mein Zimmer. Ich hätte mir gern selbst applaudiert.
-Fortsetzung folgt-
