So, musste erst mal alles selber Betalesen und durch das Korrigierprogramm jagen, waren doch einige Tippfehler dabei. Die Titel kommen erst jetzt, weil ich dummes Huhn eben durch Zufall erst herausgefunden habe, wie das geht... * hüstel *

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„Katie! Du bist wieder da! Alles okay mit Dir?" ruft Hermine quer über den Flur und Katie Bell wird sofort von mehreren Mitschülern umringt.

„Mir geht`s richtig gut. Nein, bitte, ich komme gerade von Professor Snape, ich will es jetzt wirklich nicht noch einmal erzählen", sagt sie erschöpft und alle sehen sie bei Snapes Erwähnung sofort mitfühlend an.

„Nicht doch, ihr versteht nicht, ich kann mich an nichts erinnern und er hat auch nichts in meinem Kopf gefunden. Ich hatte gehofft, er findet etwas. Hab das mit Ron gehört, wenn er den Täter gesehen hätte, in meinen Gedanken, wäre Dir das nicht passiert", erklärt sie traurig und legt Ron eine Hand auf den Arm.

„Schon gut, mir ist ja nichts passiert", antwortet Ron verlegen.

„Miss Tonks, würden sie ihm das hier geben, das hab ich in der Aufregung ganz vergessen."

Sie kommt zu mir ans Treppengeländer und reicht mir einen niedlichen Miniaturschutzengel. Er lächelt und flattert mit seinen Flügeln, als ich ihn in Empfang nehme.

„Er fliegt ja, ich habe ihn vom Laden der Weasleys, sie haben ihn so verzaubert, so dass er nur zu Personen fliegt, die derjenige, für den er bestimmt ist, auch beschützen würde."

Der Engel flattert höher und umkreist die Schüler.

Hm, Snape will wohl einfach alle beschützen.

Draco taucht auf, sieht mich und verkriecht sich ins Jungenklo.

Harry hat genau wie ich bemerkt, dass Draco sehr nervös aussieht und ist ihm gefolgt.

Der Schutzengel flattert vor der Tür herum, beschleunigt stark und versucht schließlich durch die Tür zu kommen.

„Was ist los, was macht er?", fragt Katie verwirrt, alle sehen dem verzweifelten Engel zu, der immer wieder versucht, mit dem Kopf voran durch die Tür zu fliegen.

Ich ziehe meinen Zauberstab und will gerade die Tür öffnen, als Myrte völlig hysterisch durch die Tür und mich schwebt.

„MORD!MORD IM KLO! MORD!"

Ich schüttle das kalte Gefühl ab, dass sie in meinem Körper hinterlassen hat und werde unsanft zur Seite gestoßen.

Snape stürmt an mir vorbei, die von ihm aufgestoßene Tür schlägt laut knallend hinten an der Wand an und bleibt weit geöffnet stehen.

Jeder kann Draco sehen, der in einer riesigen Blutlache auf dem unter Wasser stehenden Boden des Klos liegt, sehr viel blasser noch als sonst. Harry kniet neben ihm und murmelt nur verstört:

„Ich wusste nicht, was dieser Zauber bewirkt, das wollte ich nicht, ich wusste es nicht..."

„Bringen Sie mir sofort das Buch, unverzüglich!", faucht Snape und kniet sich nun selbst neben Draco ins Wasser.

Harry rennt blutgetränkt und völlig geschockt an mir vorbei, während Snape einen merkwürdig klingenden Heilzauber spricht, der sich fast wie ein Lied anhört. Dracos Wunden schließen sich sofort und der Zauber bewirkt, dass sein Blut wieder zurück in seinen Körper fließt.

Mittlerweile hat sich eine riesige Menschenmenge um mich gebildet, Minerva und Poppy stehen mit aufgerissenen Augen rechts und link neben mir.

Harry rennt atemlos zurück zu Snape, der ihm das Buch, das er bei sich trägt zornig aus der Hand reißt.

„Lebt er? Wird er wieder gesund?", keucht er und tritt zurück, als Snape sich mit Draco auf den Armen erhebt.

Er ignoriert Harry und geht mit Poppy hoch in den Krankenflügel.

Harry steht da wie ein begossener Pudel.

„Was zum Hippogreif ist da drin los gewesen?", donnert ihn Minerva an, erstaunlich bedrohlich.

„Wir gerieten in Streit, er wollte einen Crutiatus benutzen, ich hab einfach reflexartig reagiert, ich wusste ja nicht, dass der Zauber ihn so schwer verletzt."

„Welcher Zauber war es?"

„Sectusempra", antwortet Snape wieder neben ihr und Harry erbleicht ein bißchen mehr.

„Woher wissen Sie das?", fragt Harry misstrauisch.

„Ich durfte ihn unter anderem am eigenen Leib kennenlernen."

Harry nimmt ihm das nicht ganz ab, kann ich ihm ansehen.

Snape hält das noch tropfende Buch in der Hand.

Harrys Augen wandern zwischen dem Buch und ihm hin und her, man sieht deutlich, wie es in ihm arbeitet.

Er versucht Hermine Zeichen zu geben, nickt immer zu Snape hin, doch sie versteht nicht, was er meint.

Ich auch nicht.

„Sie kommen mit mir", sagt Snape, auf das Trio zeigend.

Er rauscht zur Kerkertreppe und die drei folgen ihm mit gesenkten Köpfen. Ich bilde die Nachhut und frage mich, warum Ron und Hermine auch geknickt sind.

Snape führt die drei zu deren Erstaunen in sein Wohnzimmer und versieht nachdem auch ich eingetreten bin, den gesamten Raum mit einem Schweigezauber.

„Muffliato. Kommt der Ihnen bekannt vor, Potter?", fragt er so leise und drohend, dass ich unwillkürlich zusammen zucke.

Hermine sieht ihn mit ihrem Ich – hab – es – Dir – doch – gesagt – Blick an und Harry sinkt sich ergebend aufs Sofa.

„Wie kommen Sie nur dazu, einen Ihnen unbekannten, handgeschriebenen und damit möglicherweise illegalen Fluch zu verwenden. Ihr Verstand ist doch geringer, als ich gehofft hatte."

Harry sieht ihn an, sein Gesicht ist nun weiß vor Zorn.

„Und Sie, Miss Grnager wussten davon, genau wie Weasley und keiner von Ihnen ist auf die Idee gekommen, es jemandem zu melden. Nymphadora zum Beispiel", faucht er nun die beiden Freunde an und wendet sich dann wieder an Harry.

"Es ist schon erstaunlich, dass Sie ihn sprechen konnten, er ist sehr schwarzmagisch und äußerst schwer zu kontrollieren. Sectusempra!" Er ist plötzlich herumgewirbelt und hat mir ein einzelnes, vom Kopf abstehendes Haar abgeschnitten.

Er zielt etwas tiefer und schneidet nach und nach die winzigen Knöpfe meiner Bluse ab.

Greife schnell nach den Kragen und halte die Bluse manuell geschlossen.

Mit einem Wink seiner linken Hand fliegen die Knöpfe wieder an ihren Platz und schließen den Ausschnitt.

Snape öffnet mit einem zweiten Wink das auf dem Tisch abgelegte Buch und beginnt, jede einzelne Seite des Buches in winzige Fetzen zu zerschneiden.

Harry sieht ihm zitternd vor Wut zu und Hermine ist einfach nur fasziniert von Snapes Können.

„Sie sind der Halbblutprinz", flüstert sie erstaunt und Harry nickt.

Ron schüttelt heftig den Kopf.

„Ich rate Ihnen, sich in Zukunft fern von verhexten Büchern zu halten, Potter. Haben sie nichts aus dem Schicksal ihrer Freundin gelernt. Ich meine Ihre Schwester, Sie Idiot!"

Ron sieht von Snape zu Harry, von mir zu Hermine, alle sehen ihn direkt an.

„Was meint er damit?"

„Er meint gar nichts Ron, besser ihr geht jetzt. Ich denke, Du bist durch den Anblick von Draco schon genug bestraft. Geht jetzt ins Bett", antworte ich und lege Snape beruhigend die Hand auf den Arm.

Als die drei hinausgeschlurft sind packt er mich schmerzhaft am Handgelenk.

„Seit wann bist Du für deren Bestrafung zuständig!", faucht er mich an.

„Autsch, Du tust mir weh! Was soll das, hör auf, Severus!", schreie ich ihn immer lauter an, denn er hat meinen Arm so verdreht, dass das Ellenbogengelenk droht auszukugeln.

„Unergrabe nie wieder meine Autorität! Hast Du verstanden? Nie wieder!" Er lässt meinen Arm los und verschwindet im Schlafzimmer. Ich höre, wie sich der Geheimgang öffnet und beschließe, ihn sich erst mal abregen zu lassen.

Trete durch die verborgene Tür in den Klassenraum und erwische Draco dabei, wie er etwas aus dem Zutatenschrank stehlen will.

„Haben Sie sich vorgenommen, heute so viele Straftaten, wie möglich zu begehen? Erst ein Unverzeihlicher, dann Diebstal, wie ich sehe sind sie wieder vollständig genesen?"

Er hat beim Klang meiner Stimme fast eine Phiole fallen lassen und sieht mich jetzt errötend an.

Ich ziehe vorsichtshalber meinen Zauberstab, er sieht komisch aus, eine Mischung aus Verzweiflung und Wut. Sehr gefährlich.

Sein Blick wandert zu meinem wundgescheuerten Handgelenk.

Ich lege die Hand in den Rücken.

„Wusste ich es doch! Er zwingt Dich dazu, keine Frau würde sich freiwillig von diesem Monster anfassen lassen", zischt er mich an und sucht weiter nach den Zutaten, die er braucht.

„Ich wäre vorsichtig an Deiner Stelle, Draco, vergiss nicht, mit wem Du sprichst."

„Pah, Du machst mir keine Angst, ich bin sowieso tot. Es ist bald vorbei. Ich schaffe es nicht. Er wird mich töten. Nichts kann mir helfen, niemand-"

„Doch Draco, Severus kann. Du musst Dich ihm anvertrauen, er hat geschworen, Dich zu schützen. Er hat Deiner Mutter mit einem Unbrechbaren Schwur versprochen, Dich zu schützen."

Ich lege meine Hand auf seinen Arm, Tränen steigen in seine geröteten Augen.

„Ich darf nicht, ich muss es tun, er quält meine Mutter jetzt schon, wer weiß, was er mit ihr macht, wenn ich.."

Seine Stimme bricht und er wühlt wieder im Schrank herum.

„Was suchst Du denn?"

„Die Kitzpurfeleingeweide."

Muss lachen.

„Die bewahrt er doch nicht hier auf, ich werde etwas davon holen und danach reden wir, einverstanden? Immerhin bist Du mein Cousin. Wir müssen aufeinander aufpassen."

Er nickt ein bißchen hoffnungsvoller und schleicht zurück in den Gemeinschaftsraum.

„Wie rührend."

Jetzt lass ich die Phiole fallen und fluche wie ein Rohrspatz.

Snape stellt sich hinter mich und streicht mir meine Haare aus dem Nacken.

Sofort überzieht meinen Körper eine Gänsehaut, besonders an den Stellen, die seine warmen Finger berührt haben.

Er streicht langsam meinen rechten Arm hinunter und küsst die wunden Stellen auf meinem Handgelenk.

Ich zucke ein bißchen zurück, es brennt, als hätte ich versucht, mit meinem Arm Brennnesseln zu sensen.

„Ich wollte Dich nicht verletzen. In letzter Zeit bin ich ein bißchen..."

„Gemein, grob, unausgeglichen. Du solltest Bellatrix sich um Dich kümmern lassen, das würde Dir gut tun", fauche ich überraschend wütend und befreie mich von ihm.

„Wenn Du das willst. Du kannst auch wieder zusehen", raunt er in mein Ohr und ich kann nicht verhindern, dass mich eine Welle von Eifersucht durchflutet.

„Oder Dich selbst um mich kümmern", sagt er leise, bevor er sich gegen mich drängt und mich leidenschaftlich küsst.

Er fährt mit seiner Zunge die Konturen meines Kiefers nach und widmet sich meinem Hals. Ich versuche mir ein Aufstöhnen zu verkneifen, doch er hat eine Stelle gefunden, die direkt mit meinem Schoß verbunden zu sein scheint. Lasse mich wiederstandlos und weich wie Wachs von ihm auf einen Schülertisch heben und umschließe ihn mit meinen Beinen.

Diesmal scheint er nicht zu spielen, er ist unverkennbar erregt. Er unterbricht seinen Kuss und sieht mich seltsam an, als ich mich fest gegen seine Erektion presse.

„Was ist?", frage ich ein wenig ungeduldig, denn ich finde es nicht gerade schön, dass er aufhört... mit allem..

Er schüttelt leise den Kopf und nimmt mich fest in den Arm. Sein Herz schlägt so fest, dass es fast meinen Puls aus dem Rhythmus bringt.

Er legt seine Stirn gegen meine und ergreift meine Hände.

„Das fühlt sich anders an. Neu."

Begreife nicht ganz, was er meint.

„Weil Du noch nie was mit einer ehemaligen Schülerin hattest?", kichere ich, doch verstumme sofort, als ich seinen ernsten Blick sehe.

„Nein, weil Du es wirklich zu mögen scheinst."

Muss wieder lachen.

„Mögen ist gut, ich verdampfe hier in Deinen Händen, schmelzen wäre untertrieben."

Er lächelt zaghaft, ich streiche ihm durch die schwarzen Haare.

„Wenn sich das neu anfühlt, heißt das Du warst nie mit einer Frau zusammen? So richtig? Ich meine mit Gefühlen und so..."

Jetzt lacht er.

„Du bist die erste Frau, die mich küsst, die weder Angst, noch Abscheu noch ein krankes Geltungsbedürfnis hat."

Fange an seine vielen Knöpfe am Gehrock zu öffnen.

„Dann führst Du ein sehr einsames Leben."

„Nicht mehr", haucht er und küsst mich so liebevoll, dass mein Herz vor Rührung kurz stehen bleibt.

Ich vertiefe seinen Kuss, versuche, ihn so fest es geht gegen mich zu drücken, er soll mich nie wieder los lassen.

Ich werde ihn nie wieder loslassen.

Als ich etwas stürmischer in seine Unterlippe beiße, zieht er scharf die Luft ein.

„´tschuldige, ich..."

Er schüttelt den Kopf und zeigt mir seinen Arm.

„Verdammt, hat das nicht Zeit, Du kannst mich doch nicht am ausgestreckten Arm verhungern lassen!" Er lächelt mich an, küsst mich noch einmal kurz und verschwindet in seine Wohnung.

Mir wird erst bewusst, dass ich mit zerwühlter Kleidung mit gespreizten Beinen auf einem Schülertisch sitze, in Slughorns Klassenzimmer, als die Tür aufgeht und eben genau dieser herein kommt.

Springe vom Tisch und ordne meine Sachen.

Er grinst bis über beide Ohren.

„Schon gut, schon gut, keine Sorge, ich werde Sie nicht in Verlegenheit bringen. Ich ... huch."

Er greift sich erschrocken ans Herz als ein Silberotter auf mich zu schwebt.

„Harry ist mit Professor Dumbledore unterwegs, einen Horkrux zerstören. Er hat uns angewiesen, Felix felicis zu nehmen, etwas schlimmes braut sich zusammen. Bitte komm hoch und nimm auch von dem Trank", flüstert Hermine mir ins Ohr.

Ich lass Slughorn einfach stehen und renne die Treppen hoch.

Dumbledore mit Harry unterwegs, Severus wurde gerufen, alles irgendwie verdächtig. Sehr verdächtig.

Habe allerdings auch den Eindruck, dass sich da was zusammenbraut, hätte aber niemals erwartet, das es so schlimm kommen könnte.

***

Ihr wisst ja, was jetzt passiert, allerdings werde ich natürlich von dem Buch abweichen. Soll ja interessant bleiben. Seid ihr noch bei mir? Review? istina