36. Ein Spiel und ein Streich
Das nächste Quidditchspiel stand an. Diesmal war es Ravenclaw gegen Hufflepuff. Die Hufflepuffmädchen luden Emily, Leo und Neville ein das Spiel mit ihnen zu schauen und alle drei stimmten zu.
Morgens setzten sich die drei beim Frühstück zu den Hufflepuffs an den Tisch. Inga und Hannah hatten für die Gryffindors Schals in gelb und schwarz besorgt, damit sie auch ja passend ausgestattet waren. Inga war zusätzlich noch in gelb und schwarz gekleidet und sich das Gesicht in den gleichen Farben angemalt.
„Ist sie immer so drauf?", fragte Emily lachend Susan. Sie hatte Inga bis jetzt noch nie bei Spielen ihrer eigenen Mannschaft erlebt.
Susan lachte. „Immer. Seit dem ersten Spiel. Liegt bei denen in der Familie. Angeblich war ihr Bruder auch schon so verrückt."
„Im Gegensatz zu Lasse kann sie aber überhaupt kein Quidditch spielen", flüsterte Hannah Emily ins Ohr. „Sie kommentiert lieber."
„Wie das denn?" Emily sah Hannah irritiert an. Es gab doch schon einen Kommentator und zwar Lee Jordan.
„Du wirst schon sehen", war Hannahs schlichte Antwort.
„Es wird auf jeden Fall sehr lustig", fügte Susan hinzu.
„Ich habe alles gehört", rief Inga und fuchtelte drohend mit dem Zeigefinger umher. Die Geste verlor allerdings ihre Wirkung als sie breit grinste. „Ich kann jawohl spielen. Ich bin vielleicht nicht gut genug für die Hausmannschaft wie Lasse, aber einen Klatscher treffe ich wohl."
„Du hast dabei das Wohnzimmerfenster kaputt gemacht als wir bei mir waren." Hannah sah ihre Freundin kopfschüttelnd an.
„Ich erinnere mich daran", lachte Neville. „Meine Gran hätte dabei fast einen Herzinfarkt bekommen als der Ball auf dem Tisch landete."
Inga zuckte verlegen mit den Schultern. Ob sie dabei rot wurde konnte man unter der dicken Schicht Farbe nicht erkennen. „Ich hab mich entschuldigt. Es ist auch nicht so, dass Hannahs Eltern das Fenster nicht innerhalb von Sekunden reaprieren könnten. Und deine Gran bringt so leicht auch nichts um, Neville."
Neville seufzte. „Auch wieder wahr."
„Ihr müsst im Sommer uns einfach mal alle besuchen kommen", sagte Inga zu Emily und Leo. „Ich bin mir sicher, dass wir eine Menge Spaß haben!"
„Ich wäre auch dafür", sagte Susan lächelnd. „Ingas Familie hat einen großen Garten und eigentlich sind wir immer bei denen. Außer wenn wir mal bei Neville sind. Die Jungs sind auch da."
Emily strahlte die Hufflepuffmädchen an, die sie so selbstverständlich in ihren Kreis aufgenommen hatten. Es war ein gutes Gefühl. „Ich würde gerne, aber ich weiß nicht ob ich die Erlaubnis bekomme. Meine Tante und mein Onkel sind ein bisschen schwierig…."
„Das gleiche gilt für mich", erwiderte Leo. „Vielleicht kann ich sie austricksen. Susan, deine Familie dürfte ich bestimmt besuchen."
„Die Bones sind eine der alten Familien, fast genauso alt wie Leos Familie", erklärte Susan als sie Emilys fragenden Blick sah. „Auch wenn wir den Ruf als Blutsverräter haben, haben wir noch eine gewisse Macht. Aber in unserer Familie gibt keiner darauf etwas. Es könnte nur dieses Mal nützlich sein." Sie lächelte verschwörerisch.
„Und meine Familie steht auf alles was Macht bedeutet." Leos Stimme bekam einen bitteren Unterton. „Amelia, also ihre Tante, sitzt im Zauberergamot, das höchste Gericht und ansonsten besetzen die Bones eine ganze Reihe weiterer wichtiger Positionen."
Emily schüttelte den Kopf. Was war das für eine verquere Welt, in der es nur darauf ankam wie alt und mächtig eine Familie war. Justin und Ernie kamen nun ebenfalls zum Tisch und schon bald wandte sich das Gespräch wieder Quidditch zu. Sie diskutierten lebhaft Hufflepuffs Chancen gegen Ravenclaw und auf den Quidditchcup. Immerhin konnte Hufflepuff schon einen Sieg verbuchen, was die Gryffindors fast neidlos zugaben.
Endlich war es Zeit hinunter zum Feld zu gehen. Irgendwo in dem Gedränge sah Emily auch die Weasleyzwillinge, die anscheinend Wetten annahmen und ein paar der anderen Gryffindors unter anderen auch ihren Bruder und Ron. Hermine schien sich mal wieder irgendwo in der Bibliothek vergraben zu haben. Emily nahm sich vor sie nach dem Spiel komme was wolle da wieder herauszuzerren, damit sich Hermine nicht überarbeitete. Es war schließlich Wochenende.
Ihre Gedanken wurden unterbrochen als Leo sie an der Hand nahm und hinter sich herzog damit sie noch gute Plätze in den Tribünen der Hufflepuffs erwischten. Emily genoss den weiten Ausblick den man von den hohen Tribünen hatte, eine Sicht die sie nicht so oft hatte, da sie bei den meisten Quidditchspielen selber spielte. Sie sollte öfters einfach mal zuschauen, dass war um einiges entspannter, auch wenn natürlich nichts mit der Aufregung und dem Adrenalinkick vergleichbar war, den man bekam wenn man dort draußen auf dem Feld war und spielen durfte. Sie nahm sich vor ganz besonders auf die Ravenclaws zu achten, denn das nächste Spiel von Gryffindor war ebenfalls gegen Ravenclaw. Es schadete nicht sich schon einmal den Gegner anzuschauen.
„Und hier kommt das Team von Ravenclaw", brüllte Lee Jordan durch sein magisches Mikrofon über die Menge hinweg. „Angeführt von Kapitän Davies, gefolgt von den Jägern Stretton und Burrow, dann die Treiber Inglebee und Samuels, Hüter Page und als letzte Sucherin Chang." Ohrenbetäubender Jubel folgte von den Ravenclaws und dessen Anhängern.
Hufflepuff buhte laut, das erste Mal, dass Emily es erlebte, dass Hufflepuff so gegen ein anderes Haus war. Aber das war nun mal Quidditch.
Hufflepuffs Team kam auf das Feld geschossen. „Und das sind die Herausforderer! Hufflepuff! Preece, Macavoy, Applebee als Jäger, O'Flaherty und Rickett als Treiber und Hüter Fleet, zuletzt Kapitän Diggory!"
Traditionsgemäß schüttelten sich die beiden Kapitäne die Hand bevor sie sich in der Mitte des Feldes aufstellten, während Madam Hooch die Ballkiste öffnete. Der Anpfiff ertönte, auch wenn er schon bald in dem ohrenbetäubenden Getöse verhallte, dass die Hufflepuffs ausstießen um ihr Team anzufeuern.
Neben Emily war Inga schon längst aufgesprungen und schrie sich die Seele aus dem Leib. „Los, los, schneller!", brüllte sie eine der Jägerinnen an, Tamsin Applebee wenn Emily sich recht erinnerte. „Den Quaffel hast du!"
Hufflepuff warf sein erstes Tor und Inga hüpfte vor Freude auf und ab. „Ja! Und Macavoy hat wieder den Quaffel, ja sehr schön, und passt zurück zu Preece. Rickett jagt einem der Klatscher hinterher, ja hau doch drauf! Das ist nur Stretton! Toll, jetzt hat Preece den Ball verloren. Ausgerechnet an Davies! Tamsin, du musst das jetzt wieder gerade rücken! Na bitte, geht doch!"
Hannah deutete unauffällig auf Inga und murmelte Emily zu: „Ich habs dir doch gesagt." Dann grinste sie und lauschte wieder Ingas enthusiastischen Kommentaren.
„Macavoy! Schnapp dir den Quaffel", rief Inga. „Tor! Tor! Tor!" In ihrer Begeisterung umarmte sie Neville, der auf ihrer anderen Seite stand und der fürchterlich rot wurde. „Fleet, den musst du aber halten! Burrow ist so eine Lusche, den hältst du locker!"
Emily und Leo lachten über Ingas Begeisterung, es war zu lustig ihre Freundin dabei zu beobachten wie sie sich vergeblich die Lunge aus dem Leib schrie und zu alles und jedem einen Kommentar hatte. Es war ansteckend und bald stand Emily neben Inga auf der Bank und feuerte Hufflepuff an, genauso wie alle anderen. „Hufflepuff vor, noch ein Tor!" Leider nützte alles nichts, denn am Ende war Ravenclaw stärker und Hufflepuff verlor.
„Wasser", krächzte Inga am Ende und ließ sich auf die Bank fallen. Susan reichte ihr eine Wasserflasche, die sie offensichtlich schon aus Erfahrung mitgenommen hatte. Inga sah sie dankbar an, bevor sie in ein paar Zügen die ganze Flasche austrank.
Rundherum leerten sich die Tribünen, von weiten hörte man noch die Siegesrufe der Ravenclaws, während die Hufflepuffs wie begossene Pudel den Platz verließen. Dennoch beglückwünschten sie freundlich die Gewinner bevor sie ins Schloss zurückkehrten.
„Schade, dass ihr nicht gewonnen habt", sagte Emily und setzte sich neben Inga. „Aber es war ein gutes Spiel."
Inga nickte. „Immerhin haben wir euch besiegt." Sie konnte schon wieder lachen.
Dafür bekam sie von Emily leicht den Ellenbogen in die Rippen. „Hey! Wir werden schon sehen wer am Ende den Pokal in den Händen hält."
„Hufflepuff natürlich", warfen Hannah und Justin lachend ein.
„Wir wollen nicht streiten, nicht wenn es so offensichtlich ist, dass es Gryffindor sein wird", antwortete Leo.
Gutmütig stritten sie sich darüber wer denn jetzt das bessere Quidditchteam sei, während sie die Tribünen verließen und sich auf den Weg zum Schloss machten. Emily hielt sich aus dem Gespräch und beobachtete Leo. Er schien bei den Hufflepuffs glücklicher zu sein, er wirkte freier als er jemals bei den Gryffindors gewesen war. Vielleicht weil es immer noch Leute gab die dachten, dass er nicht nach Gryffindor gehörte, dass der Sprechende Hut einen Fehler gemacht hatte. Leo war derjenige der aus der Reihe fiel bei den Gryffindorjungen. Harry und Ron, Seamus und Dean, selbst Neville schien sich besser einzufügen.
Bei den Hufflepuffs schien keiner so zu denken. Es war wahrscheinlich das erste Mal, dass ihn Schüler in Hogwarts akzeptieren ohne seine Herkunft groß zu hinterfragen. Aber so waren Hufflepuffs nun einmal und dafür war Emily schon allein um Leos Willen dankbar. Er war ihr erster Freund hier gewesen, sogar noch vor Hermine und Harry. Er verdiente es glücklich zu sein, wenigstens hier, wenn schon nicht Zuhause.
„Emily?" Eine Stimme riss sie aus ihren Gedanken. Es war Leo, der bemerkt hatte, dass Emily so ruhig war. Emily errötete leicht. Mittlerweile waren sie schon fast am Schloss angekommen. Die anderen waren schon ein paar Meter vor ihnen.
„Sorry, war nur in Gedanken", antwortete Emily verlegen.
„Das habe ich gemerkt", erwiderte Leo mit einem Lächeln. „Was war denn so wichtig?"
„Nichts", wehrte Emily hastig ab. Sie sah zu den anderen und ihr kam eine Idee. „Ich hab noch keine Lust reinzugehen. Sollen wir noch eine Runde um den See drehen? Wir waren schon lange nicht mehr dort."
„Warum nicht." Leo strahlte sie an. Sie verabschiedeten sich von den anderen und drehten um in Richtung des Sees. Anfangs unterhielten sie sich noch über das vergangene Spiel, doch irgendwann schweiften sie ab.
„Meinst du wir schaffen es diesen Sommer Inga zu besuchen?" Leo blieb am Ufer des Sees stehen und blickte auf die dunklen Wellen hinaus.
Emily stellte sich neben ihn. Zum ersten Mal bemerkte sie wirklich, dass Leo ein ganzes Stück gewachsen war und sie nun um einen Kopf überragte. „Keine Ahnung. Unsere Familien haben da wohl leider immer noch ein ganzes Stück mitzureden." Leo wusste nur, dass sie bei Harrys Tante und Onkel wohnte, weil die beiden entfernte Verwandte von ihr waren und sie ansonsten ins Waisenhaus hätte zurückkehren müssen.
„Wir haben schon zwei Familien erwischt", seufzte Leo.
„Ich weiß, aber lass uns nicht davon reden", erwiderte Emily. „Wir sind weit, weit weg von ihnen und wir müssen uns erst wieder Gedanken um sie machen wenn wir am Ende des Jahres zu ihnen zurückmüssen."
Leo lachte leise. „Du hast Recht."
„Ich habe immer Recht." Emily lachte ebenfalls leise. „Meine Logik ist unschlagbar."
„Sicher Püppchen", schnaubte Leo. „Wenn du meinst."
Emily boxte ihn die Rippen. „Nenn mich nicht immer Püppchen. So klein bin ich nicht."
„Solange ich größer bin als du wirst du immer mein Püppchen bleiben", sagte Leo und legte versöhnlich einen Arm um sie.
Emily lehnte sich an ihn. „Toll, du wirst immer größer sein als ich. Aber ich glaube ich lasse es bei dir noch durchgehen."
Der Wind fuhr auf und rauschte durch die nahen Bäume des Verbotenen Waldes. Bunte Blätter wirbelten durch die Luft und um sie herum. Emily streckte vorsichtig eine Hand aus und fing eins der fragilen Blätter auf. „Eigentlich ist der Herbst eine traurige Jahreszeit weil alles sich langsam dem Ende zuneigt, aber er ist in seiner ganz eigenen Weise schön."
„Dann sollten wir das Schöne genießen solange es noch da ist", antwortete Leo leise.
Emily sah zu ihm auf. „Wie sind wir auf einmal so philosophisch geworden? Wir klingen als ob wir schon steinalt wären."
„Keine Ahnung, Püppchen, keine Ahnung", sagte Leo mit einem Kopfschütteln. „Aber wir sollten langsam zurück."
Es dämmerte nämlich schon langsam, sie waren länger draußen gewesen als sie gedacht hatten. Sie kehrten lachend und mit von der Kälte geröteten Wangen zurück in den Gemeinschaftsraum. Hermine war wohl in der Zwischenzeit aus der Bibliothek aufgetaucht, denn jetzt saß sie mit einem dicken Buch bewaffnet auf einem der Sessel. Harry und Ron spielten in einer anderen Ecke Schach, auch wenn Harry mal wieder am Verlieren war.
„Wir sollten so was öfters machen", sagte Emily bevor sie nach oben in den Schlafsaal ging um ihre Sachen wegzubringen.
„Auf jeden Fall", erwiderte Leo. Er sah glücklicher aus als noch in den Tagen zuvor.
Die nächsten Abende verbrachte Emily zusammen mit Inga, Fred und George in der Bibliothek. Es galt immer noch den großen Streich zu planen, denn durch Emilys Sturz hatte sich alles nach hinten verschoben. Allerdings brauchten sie noch ein paar Zaubersprüche damit alles perfekt sein konnte und so suchten sie Abend für Abend in der Bibliothek danach.
„Ich glaube ich habe was", sagte Inga und knallte ein dickes Buch auf den Tisch, denn sich die vier in einer ruhigen Ecke gesucht hatten.
„797 Zaubersprüche für alle Gelegenheiten", las Emily mit schiefgelegten Kopf den verblassten Titel vor.
„Na und? Irgendeine Gelegenheit ist bestimmt ein Streich zu spielen", erwiderte Inga grinsend und ließ sich auf ihren Platz fallen. „Was hast du denn da?"
„66 Wege für magische Streiche und wie man sie erfolgreich umsetzt. Ich wundere mich die ganze Zeit warum unsere Bibliothek solche Bücher hat", antwortete Emily.
Fred sah von seinem Buch auf und grinste. „Wenn wir das früher gewusst hätten, wären George und ich schon mal hier gewesen."
„Das glaube ich euch aufs Wort", schnaubte Inga. „Dass ihr überhaupt wisst wie man ein Buch liest ist erstaunlich." Ein belustigtes Funkeln in ihren blauen Augen verriet, dass sie es nicht ernst meinte.
George hob eine Augenbraue hoch. „Ohoh –
Bevor er noch etwas sagen konnte, tauchte allerdings Percy auf. Er runzelte die Stirn als er seine Brüder in der Bibliothek sitzen sah. „Was macht ihr denn hier?" An seiner Stimme konnte man deutlich hören, wie verdächtig er alles fand.
„Wie weit ist es gekommen, dass wir noch nicht mal in die Bibliothek dürfen?", sagte Fred und legte seinen besten unschuldigen Blick auf, der allerdings immer noch sehr schuldig aussah.
„Wir sitzen doch nur hier und lesen", fügte George hinzu während er möglichst unauffällig versuchte die Titel der Bücher zu verbergen. Er lächelte seinen Bruder breit an.
„Inga und ich geben den beiden nur etwas Hilfe", sprang Emily den Jungen bei. „Du weißt ja wegen der Wiederholung für die Prüfungen, wir machen gerade das Gleiche bei McGonagall im Unterricht und da dachten wir helfen wir ihnen einfach."
„Genau, sie haben momentan noch etwas Probleme mit der Transformation von Säugetieren in nichtanimierte Gegenstände und wieder zurück. Und nicht zu vergessen die 5 Basisregeln die man dazu anwenden muss. Dann die Gesetze die man bei der Verwandlung von Essen beachten muss. Gamps Grundsätze, du weißt schon", ratterte Inga mit ihrem besten Lächeln herunter. „Und nicht zu vergessen-"
„Ich verstehe schon", wehrte Percy ab. „Dann sollte ich euch wohl besser nicht stören." Sein Lächeln war etwas gezwungen als er wieder davon zog.
„Ich habe keine Ahnung wovon du gerade geredet hast", gab George lachend zu als Percy außer Hörweite war.
Inga zuckte mit den Schultern. „Ich doch auch nicht", gab sie trocken zurück.
Daraufhin sahen sich alle an und brachen in lautes Gelächter aus. So sehr, dass Emily Seitenstiche vor lauter Lachen bekam und Inga Tränen die Wangen herunterliefen.
„Dass Unglaubliche ist aber, dass Percy das alles geglaubt hat", keuchte Fred.
„Das war nur der Schock, dass ihr wirklich in der Bibliothek wart", sagte Emily. „Und anscheinend wirklich am Lernen wart."
George grinste. „Wir haben ja etwas gelernt. Nur nicht für eins der Schulfächer, sondern für etwas Praktischeres."
Die vier lachten so laut, dass Madam Pince auftauchte und die vier wieder aus der Bibliothek herausschmiss.
„Inga ich wusste gar nicht, dass du so etwas in dir hast", sagte George bewundernd.
Inga stemmte die Hand in die Hüften. „Unterschätze niemals eine Hufflepuff."
„Kommt wir machen für heute Schluss", sagte Fred. „Wir bringen unsere kleine Hufflepuff noch ins Bett und dann machen wir morgen Abend weiter."
Inga hatte zwar einiges dagegen als kleine Hufflepuff bezeichnet zu werden, ansonsten fand Freds Plan durchaus Zustimmung.
Erst ein paar Abende später stürmte Emily in den Gemeinschaftsraum, ein Buch in den Händen. Sie lief direkt zu Fred und George hinüber, die vor dem Kamin saßen. „Ich glaube ich habe den perfekten Zauberspruch gefunden!", flüsterte sie aufgeregt. „Hier." Sie schlug das Buch auf der passenden Seite und zeigte auf den Zauberspruch.
„Perfekt", stimmte Fred ihr zu. Seine Augen glitzerten begeistert auf. „Dann haben wir ja alles."
„Ich würde sagen wir starten die Aktion morgen Nacht", sagte George grinsend.
„Ich sag dann Inga Bescheid, ich sehe sie morgen früh in Alte Runen", erwiderte Emily. „Ihr habt ja schon alles andere, oder?"
„Wir sind vorbereitet", antwortete Fred.
„Wir holen Inga um Mitternacht vor dem Gemeinschaftsraum ab", fügte George hinzu. „Und dann kann es los gehen."
„Ihr denkt an die Karte, ja?", erinnerte Emily die Zwillinge.
„Aber sicher doch", antworteten sie unisono.
Emily grinste und machte sich auf den Weg zu ihrem Schlafsaal. An der Treppe traf sie auf Ginny, die sie mit hochgezogenen Augenbrauen ansah. „Was habt ihr drei vor?", fragte Ginny neugierig.
„Nichts", erwiderte Emily, konnte aber nicht verhindern, dass sie immer noch grinsen musste.
„Nichts in Verbindung mit meinen Brüdern kann ich mir nicht vorstellen", sagte Ginny. „Euer Streich sollte besser gut werden." Sie grinste ebenfalls breit.
Emily musste lachen. „Du wirst schon sehen."
Eine halbe Stunde vor Mitternacht trafen sich Emily und die Zwillinge im Gemeinschaftsraum. Vorsichtshalber trugen sie alle dunkle Kleidung um sich besser in den Schatten verstecken zu können. Fred breitete die Karte des Rumtreibers auf einem der Tische aus und murmelte: „Ich schwöre feierlich ich bin ein Tunichtgut."
Emily und George stellten sich neben ihn und beobachteten wie sich das gesamte Schloss und seine Bewohner vor ihren Augen auf dem schon leicht vergilbten Pergament ausbreiteten. Der kleine Punkt der Filch darstellte war leicht gefunden, er hielt sich zusammen mit Mrs Norris in seinem Büro im Erdgeschoss auf.
„Wir müssen aufpassen, die Große Halle liegt viel zu nah an Filchs Büro", sagte George leise.
„Vielleicht haben wir Glück und er dreht heute Nacht noch mal eine Runde", erwiderte Emily hoffnungsvoll.
Fred schüttelte den Kopf. „Ausnahmsweise ist Filch am Schlafen. Solange wir ihn nicht aufwecken, sind wir relativ sicher." Er ließ seinen Blick noch einmal prüfend über die Karte wandern. „Die Lehrer haben ihre Runden auch beendet und schlafen jetzt hoffentlich alle selig."
„Dann los", sagte George und ging voraus. Schweigend liefen sie durch die verlassenen Korridore, das einzige was man hörte war ab und zu das Pfeifen des Windes und das Knirschen des alten Gemäuers. Immer wieder sah Fred auf die Karte um sicher zu gehen, dass sie die Einzigen waren die um diese Zeit im Schloss unterwegs waren.
Emily war die ganze Zeit unglaublich aufgeregt, sie wollte am liebsten direkt zu Inga laufen und mit dem Streich anfangen. Sie konnte es eigentlich auch kaum abwarten morgen die Gesichter aller zu sehen. Es war ein bisschen mit dem Adrenalinkick vergleichbar, den man beim Quidditchspielen bekam. Aber sie bezwang sich um keinen auf sich aufmerksam zu machen.
Kurz vor Mitternacht kamen sie am Gemeinschaftsraum der Hufflepuffs an, der in der Nähe der Küche lag. Ein paar Sekunden später kam Inga auch schon heraus, ebenfalls dunkel gekleidet. Sie grinste breit und schien genauso aufgeregt wie Emily zu sein.
„Ich kann es kaum abwarten", flüsterte Inga.
„Psst", machte George. „Keiner spricht mehr bis wir fertig sind. Ihr wisst ja was ihr zutun habt."
Die anderen drei nickten und so machten sie sich schweigend auf den Weg in die Große Halle. So leise wie möglich öffneten die Zwillinge die Tür einen Spalt breit, dann schlüpften sie alle durch. In der Mitte der Halle verwandelten die Zwillinge zwei Äste, die sie morgens von draußen geholt hatten, in große Bottiche. Der eine wurde mit Wasser gefüllt und der andere mit Farbe, mithilfe der Zaubersprüche die sie in der Bibliothek gesucht hatten.
Emily und Fred nahmen den Bottich mit Farbe und machten sich auf den Weg zum Tisch der Slytherins, während Inga und George den anderen nahmen und sich um den Rest der Halle kümmerten. In rascher Folge formten sie die Farbe zu kleinen Kugeln und ließen sie zur Decke hoch schweben. Sie waren direkt über den Bänken platziert.
„Disillusionare", murmelte Fred leise und der Zauber ließ die Farbkugeln unsichtbar werden. Es war der Zauber gewesen, den Emily herausgesucht hatte. Es schaute zwar selten jemand zur Decke, aber sicher war sicher. Die beiden huschten durch die Halle zu den beiden anderen, die gerade mit dem Tisch der Ravenclaws fertig waren. Sie füllten den einen Bottich jetzt auch mit Wasser und übernahmen den Gryffindortisch, während Inga und George den Tisch der Hufflepuffs übernahmen. Zum Schluss wartete noch der Tisch der Lehrer am Kopfende der Halle auf sie.
Inga grinste breit als sie den Bottich ein letztes Mal füllten. Für die Lehrer hatten sie sich etwas ganz besonderes überlegt. Aus ihrer Hosentasche holte sie eine kleine Flasche, deren Inhalt sie mit zu dem Wasser gab. Dann ließen sie gemeinsam die Wasserkugeln nach oben schweben und verbargen sie dann.
Als sie fertig waren, ließ George die beiden Bottiche wieder verschwinden. Sie sahen sich um ob sie nicht irgendwelche Spuren hinterlassen hatten und als sie keine gefunden hatten, verließen sie die Große Halle. Als sie in der Eingangshalle waren, hörten sie plötzlich ein leises Miauen.
Alle vier erstarrten und sahen sich schreckerfüllt an. Mrs Norris war anscheinend nicht mehr in Filchs Büro sondern streifte durch das Schloss. Wenn Mrs Norris sie erwischte, dann würde Filch auch nicht lange brauchen um sie zu finden.
„Rennt", flüsterte Fred und rannte voraus in Richtung der Küche. Ingas Gemeinschaftsraum lag am nächsten. Die anderen drei brauchten keine weitere Einladung und folgten Fred sofort. Sie stürmten durch die Gänge, sie kamen allerdings nicht so schnell vorwärts weil sie immer noch darauf bedacht waren keinen Lärm zu verursachen.
Emilys Herz pochte laut, dass sie fast dachte auch die anderen könnten es hören, so aufgeregt war sie, doch es blieb keine Zeit darüber nachzudenken, während sie sich auf der wilden Flucht vor Mrs Norris befanden.
Inga setzte sich an die Spitze der kleinen Gruppe. „Gleich links, hinter dem Teppich", keuchte sie. „Ist ne Abkürzung." Abrupt stoppte sie vor einem Wandteppich, der einen uralten Zauberer mit einem Nashorn zusammen zeigte, so dass beinahe George in sie hineingelaufen wäre und hielt ihn zur Seite damit die anderen dadurch konnten.
Sie hasteten durch den Geheimgang bis sie am Eingang des Hufflepuffgemeinschaftsraums angekommen waren. Weder von Mrs Norris noch Filch war etwas zu hören. Die vier lehnten sich erleichtert gegen die Wand und brachen in unterdrücktes Gelächter aus.
„Ich weiß gar nicht wie ihr immer diese Aufregung aushaltet", sagte Inga leise. „Ich wäre beinahe gestorben als ich diese blöde Katze gehört habe."
„George und ich haben uns schon längst daran gewöhnt", erwiderte Fred.
„Wir sind längst Meister in so etwas", fügte George mit einem Augenzwinkern hinzu.
„Naja Mrs Norris ist nichts im Vergleich zu Fluffy. Der Hund der den Stein der Weisen bewacht hat im ersten Schuljahr", fügte Emily noch schnell zur Erklärung hinzu.
„Das glaube ich dir aufs Wort", sagte Inga. Dann musste sie gähnen. „Leute, ich geh jetzt ins Bett. Es war mir eine Ehre mit euch zusammen zu arbeiten." Sie verbeugte sich spielerisch vor den dreien. „Gute Nacht."
„Wohl eher guten Morgen." Fred sah auf seine Armbanduhr. „Es ist bald drei Uhr morgens."
„Meinetwegen." Inga gähnte noch mal und verschwand dann in ihrem Gemeinschaftsraum.
Die drei Gryffindors machten sich auch auf den Weg zu ihrem Gemeinschaftsraum. Fred sah auf der Karte nach wo Mrs Norris und Filch gerade waren. Filch war anscheinend doch nicht aufgewacht und schlief selig weiter, während Mrs Norris sich in den Kerkern herumtrieb.
„Nächstes Mal nageln wir die Katzenklappe vorher zu", murmelte George. „Dann haben wir wenigstens Ruhe vor dem Katzenbiest."
„Es hat ja dieses Mal auch so geklappt", erwiderte Emily während sie die Treppen hoch zum Turm stiegen.
„Wäre aber eine gute Idee für einen nächsten Streich." Fred hatte schon wieder einen nachdenklichen Ausdruck auf dem Gesicht, als ob er gerade den Streich plante. „Ich glaube, dass machen wir mal."
„Solange wir das nicht jetzt machen." Emily musste nun ebenfalls gähnen. „Ich will nur noch schlafen."
„Wir sind bald oben", antwortete Fred. „Aber wehe du verschläfst morgen."
„Werde ich schon nicht. Hermine lässt das nicht zu. Außerdem ist es ja noch Zeit bis wir die Kugeln platzen lassen wollen."
Am Morgen musste Hermine Emily tatsächlich wecken. Erst beim Frühstück wachte Emily langsam richtig auf, auch wenn sie immer noch gähnen musste. Vorsichtig warf sie einen Blick zur Decke um zu schauen ob man die Kugeln tatsächlich nicht sehen konnte. Sie hatten ganze Arbeit geleistet, denn nicht eine einzige Kugel war zu erkennen.
Beruhigt widmete Emily sich wieder ihrem Frühstück. In der Doppelstunde Geschichte der Zauberei holte Emily ihren verlorenen Schlaf nach, auch wenn Hermine sie missbilligend ansah als Emily wieder aufwachte. Den Rest des Tages verbrachte sie wie auf glühenden Kohlen sitzend, so gespannt war sie auf den Streich. Sie sah Inga nur kurz auf dem Gang, aber sie schien genauso gespannt zu sein.
Beim Mittagessen musste Emily sich wieder einmal zwingen etwas zu essen, damit keiner Verdacht schöpfte, auch wenn Leo sie immer wieder verwundert ansah. Ginny hingegen grinste sie breit an. Emily beobachtete den Lehrertisch, denn sie hatten vereinbart die Kugeln platzen zu lassen wenn Dumbledore sich setzte. Endlich trat er auf die Tribüne und setzte sich neben McGonagall an die Mitte des Tisches.
Fred nickte ihr von seinen Platz aus zu, dann sah Emily zu Inga hinüber, die ihr ebenfalls zunickte. Unter dem Tisch zog Emily ihren Zauberstab hervor. „Cedidiere", murmelte sie leise und richtete die Spitze ihres Zauberstabes nach oben auf die Kugeln. Vorsichtig sah sie nach oben und langsam wurden die Kugeln sichtbar, bevor sie hinab fielen.
Laute Schreckensschreie ertönten als das Wasser und die Farbe auf die Schüler hinabregnete. Auch Emily, Fred, George und Inga wurden davon getroffen um nicht aufzufallen. Emily schauderte unter dem kalten Wasser, sie hatte nicht gewusst, dass es so kalt war. Sie hatte sich auch erschrocken obwohl sie wusste was passieren würde.
Die anderen Schüler sahen aus wie begossene Pudel und das Wasser tropfte aus ihren Haaren und den Uniformen. Die Vertrauensschüler versuchten so etwas wie Ordnung herzustellen.
„Seht mal die Slytherins", schrie plötzlich jemand quer durch die Halle und wie auf Kommando drehten sich alle Köpfe zu ihnen.
Die Slytherins hatten im Gegensatz zu den anderen Farbe abbekommen. Und zwar Pink, dass sich fürchterlich mit dem Grün ihres Hauses biss. Emily sah wie Draco Malfoy vor Wut zu schäumen schien wie die meisten seiner Kameraden. Amy Blue hingegen konnte sich ein Lachen nicht verkneifen.
Langsam brach auch der Rest der Schule in lautes Lachen aus, als sich alle von der plötzlichen Dusche erholt hatten. Die meisten konnten dem kalten Wasser durchaus was Lustiges abgewinnen, vor allem weil es allen so ging.
„Ich bitte die Vertrauensschüler und die Schulsprecher nach vorne", rief Dumbledore über die Menge hinweg. „Wir werden jeden wieder trocknen. Aber vielen Dank für die Dusche."
Fred und George zogen in dem ganzen Durcheinander unbemerkt ihre Zauberstäbe und murmelten den Zauberspruch um die letzten Kugeln zum platzen zu bringen. Platschend wurden nun auch die Lehrer von dem Wasser getroffen. Aber Inga hatte in das Wasser noch zusätzlich pinken Glitzer gemischt, der sich hartnäckig an den Haaren und den Roben der Lehrer festsetzte. Vor allem auf Snapes schwarzer Robe machte sich der Glitzer besonders gut.
Die Schüler brachen erneut in Gelächter aus als die Lehrer nun ebenfalls wie begossene Pudel dastanden. Ginny tippte Colin Creevey auf die Schulter und bedeutete ihm so schnell wie möglich Fotos zu schießen. Zum ersten Mal war Emily, die das gesehen hatte, dankbar dafür, dass Colin seine Kamera überall mithin schleppte.
Emily musste sosehr lachen, dass ihr irgendwann die Rippen wehtaten und sie Bauchschmerzen bekam. Aber Snape wie er mit dem pinken Glitzer kämpfte war einfach zu lustig. Selbst Hermine musste lachen. Harry und Ron stützen sich gegenseitig ab um nicht vor lauter Lachen umzukippen.
„Das ist genial", keuchte Harry. „Snape und pinker Glitzer."
„Ich kann nicht mehr", stieß Ron hervor bevor er einen erneuten Lachanfall bekam.
Einige der Lehrer nahmen das ganze mit Humor, vor allem Lupin saß auf seinem Stuhl und lachte lauthals, genauso wie Hagrid. Selbst McGonagall schien sich ein Lächeln nicht verkneifen zu können als sie zu Snape blickte. Dumbledores blaue Augen funkelten belustigt während er seine Robe trocknete. Er versuchte gar nicht erst den Glitzer zu entfernen.
„Der Glitzer war die beste Idee", flüsterte Fred Emily ins Ohr. „Das ist ein Bild, das ich niemals in meinem Leben vergessen werde."
„Sogar die Slytherins lachen", erwiderte Emily und deutete zu ihnen. Die meisten Slytherins hatten vergessen, dass sie ebenfalls Opfer des Streiches geworden waren und lachten nun über die Lehrer, genauso wie alle anderen. In diesem Moment waren alle Häuser vereint.
Dumbledore stellte bald wieder Ruhe und Ordnung her und alle Schüler wurden wieder getrocknet beziehungsweise bei den Slytherins wurde die Farbe entfernt. Die Lehrer trockneten sich selber, allerdings hielt sich der Glitzer äußerst hartnäckig, weil Inga ein bisschen Kleber darunter gemischt hatte. Selbst im Unterricht nach dem Mittagessen sah man immer noch Spuren davon.
„Das war fantastisch", flüsterte Ginny begeistert Emily ins Ohr. „Die Zwillinge haben sich selbst übertroffen. Du aber auch."
Emily grinste. „Ich weiß nicht wovon du sprichst."
„Natürlich." Ginny grinste ebenfalls. „Ich besorg dir die Fotos sobald Colin sie entwickelt hat, ja?"
„Danke, Ginny." Emily verabschiedete sich von Ginny und ging hinüber zu Inga, die mit Fred und George am Eingang der Großen Halle stand.
„Der Glitzer war am besten", lobte Emily ihre Freundin.
„Ich wusste schon immer, dass Snape mit Glitzer am besten aussieht", erwiderte Inga verschmitzt.
Die vier brachen in Gelächter aus, das erst unterbrochen wurde als sie alle wieder zum Unterricht gehen mussten. Mit einem Lächeln hörte Emily den Gesprächen der Schüler um sie herum zu, die immer noch eifrig über den Streich diskutierten. Vor allem Snape und die pinken Slytherins hatten es ihnen angetan. Zwischendurch tauchten immer wieder die Namen der Weasleyzwillinge auf, doch niemand war sich sicher wer letzten Endes den Streich gespielt hatte.
Dennoch würde er für immer im Gedächtnis der Schüler und Lehrer bleiben.
Anonymia: Fürs erste nicht...Aber es wird nicht das letzte Mal sein, dass Emily und Katharina sich begegnen :) Anfreunden werden sie sich schon irgendwie, schon allein weil Leo & Emily befreundet sind, auch wenn es noch ein bisschen dauern wird und es nie so eine dicke Freundschaft sein wird...Zumindest habe ich es so geplant, aber meistens halte ich mich eher selten an meine Pläne :D
