Kapitel 35: Koma

(Jessie)

Mike, Spirit, ein paar Tiger Keidran und ich standen um den noch immer bewusstlosen Körper von Sam, während er da lag. So lag er nun schon seit der letzten Nacht und den halben Tag da, ohne sich zu bewegen oder sonst ein Zeichen zu geben, dass er noch am Leben war; Mit den Ausnahmen, dass er noch atmete und einen Puls hatte. Während die menschliche Anatomie die der Keidran ähnelte, war sie doch wesentlich dichter an der der Basitin dran, was somit Spirit zu der alleinigen Person machte, auf die wir uns für Heilmethoden verlassen mussten. Die Tiger kannten Oasis und obwohl sie behaupteten, sich nicht um diese Gruppe zu kümmern, da sie sich so tief und versteckt in dem Wald befand, hatten sie dennoch einen Boten losgeschickt, um jene zu holen, die für menschliche Heilung qualifiziert waren.

„Seit ihr euch sicher, dass ihr nichts tun könnt um ihm beim erholen zu helfen...?" fragte ich, während ich von dem Tisch wegsah, auf dem Sam lag, ohne aber meine Hände von seinen Schultern zu nehmen. Wir sind seit dem Vorfall an seiner Seite geblieben und es lag nur an meinen Verletzungen und Mike's Handlungen, dass ich nicht Sam's Schwert ergriffen und den Anführer der Tiger angegriffen habe, als er seine Hilfe anbot. Meine eigenen Arme waren komplett bandagiert.

Während ich zu ihnen hinüber blickte, schauten die Heiler dieses Stammes untereinander umher und schüttelten ihre Köpfe, während der leitende Heiler sagte, „Wir haben keine vorherigen Kentnisse über dieses Leiden... Ein benachbarter Stamm sagte, dass es der Schlaf des Todes sei. Die Schlafenden werden so lange schlafen wie sie müssen, aber nur wenige wachen auf bevor ihre Körper durch Hunger oder Durst sterben..." Er schaute zu einem der anderen Heilern hinüber, der vortrat und hinzufügte, „Ich habe nur sehr wenig Erfahrung im Heilen... aber ich habe einige grundlegende Magische Fähigkeiten erlernt, während meines Aufenthaltes in Oasis. Jeder Mensch hat eine Magische Essenz, die wir Keidran nicht haben, oder zumindest nicht genug davon. Ich habe gelernt diese Essenz zu 'spüren', und dieser Mensch hier hat nichts davon. Nicht einmal Basitin haben so wenig davon wie er. Ich weiß nicht, ob das irgendetwas mit seinem Zustand zu tun hat oder nicht, aber ich kann dir versichern, die Miglieder von Oasis werden ihm besser helfen können als jeder andere von uns."

Ich nickte, während ich zu Sam zurück schaute. Ich fühlte wie der Schmerz langsam in mein Herz zurück kehrte, kniete mich hin, schaute in sein schlafendes Gesicht und sagte, „Ich wünsche mir nur zu wissen, was durch seinen Kopf geht..." Auf diese Weiße könnte ich sehen, wie es ihm wirklich geht...

(Sam)

Alles war still und entmutigend kalt. Ich fühlte mich allein, wie in einer düsteren Vereinbarung gezwungen, die mir jedwede Gesellschaft verweigert. Dennoch war es seltsam beruhigend und wärmend zu wissen, dass ich nun in Ruhe darüber nachdenken konnte, wie verwirrend mein Leben nun war. Oder besser gesagt, wie es gewesen ist, bevor ich gestorben bin. Ich hatte mir immer vorgestellt, dass das Jenseits mehr... Leben hätte. Alles hatte eine trostlose weiße Farbe, es gab kein Zeichen von irgendjemand Anderem und ein Gefühl eines gewaltigen Unheils war alles, das mich verschlang. Mein Leben befand sich im Stillstand, aber ich hatte das Gefühl, das ich mit jeder Stunde, die ich hier verbrachte, eine weitere Chance auf Flucht verschwendete; Wie ich allerdings entkommen konnte, wusste ich kein Stück.

„Willkommen auf der inneren Ebene der Einsamkeit, Sam..." sagte eine Stimme aus dem Nichts und dennoch von überall zugleich. Ich ignorierte die Stimme, da sie einen stichelnden Ton hatte. Jetzt konnte ich allerdings die Tatsache nicht leugnen, das dieser Ort nicht so verlassen war, wie ich zuerst gedacht hatte. „Du bist eine sehr glückliche Person Sam und dennoch zur gleichen Zeit so glücklos..."

„Und warum ist das so?" rief ich zurück, während Frustration in mein gesamtes Dasein kroch. War dies eine Art Bestrafung oder Folter in der Hölle, in der ich an einem Ort bleiben musste, der wie das Limbo aussah?

„Weil ich dachte das es richtig wäre, dich vor ewiger Gefahr und Langeweile zu retten, die von dieser leeren und weißen Leinwand ausgeht, die du für das Limbo hältst." antwortete die Stimme und meine Haare im Nacken sträubten sich, da er genau wusste, was ich dachte. Eine der Dinge, vor denen ich mich immer gefürchtet hatte, war dass meine Gedanken nicht mehr meine Eigenen waren und für jemand anderes zur Schau gelegt waren, der dann einfach mithören konnte.

Ich drehte mich langsam auf der Stelle und fragte, „Und woher weist du, was ich denke?"

„Du bist ich und gleichzeitig nicht. Du hast was ich will... aber ich habe alles was du je brauchen würdest, um in Mekkah zu überleben. Wenn ich in deinen Schuhen stecken würde, wäre ich der Meister des Überleben-Teils, während ich in der Stadt mein Lebensunterhalt als etwas so kleines wie ein Polizist verdienen würde." Ich war an allem interessiert, dass er sagte, aber die Verwirrung und die Nervosität stieg zusammen mit der Neugier an. „Du und ich, wir sind einzigartig und dennoch sind wir so gewöhnlich, dass es deprimierend ist. Kein bisschen gleich und dennoch so ähnlich, dass wir in einigen Sinnen des Wortes und der Bedeutung Brüder genannt werden könnten..." Ich drehte mich um, als die Stimme sich auf eine Stelle fokussiert und nun stand dort ein anderer Typ, wahrscheinlich nicht mehr als fünf Jahre älter als ich. Das auffälligste an ihm war, dass er ein leicht bläuliches Licht ausstrahlte. Er trug eine schwarze Weste und hellbraune Cargo-Shorts. Er hatte schwarze Tennis Schuhe, die stark abgenutzt aussahen und eine Baseball Kappe auf der der Name 'Wolfsalvo' aufgestickt war.

„Wer bist du, und worüber hast du gesprochen?" fragte ich und ballte meine Fäuste nur für den Fall, dass er etwas versuchen würde. Er mag zwar ungefähr so groß wie ich und ein wenig pummelig sein, aber er war immer noch breiter als ich. Es schien nicht so, als ob er trainieren würde, aber die natürlichen Muskeln war an den sichtbaren Teilen seines Körpers erkennbar.

„Du kannst mich einfach Wolfsalvo nennen, oder kurz Wolf... geh mit mir..." Als er sich umdrehte und losging, tat ich das ebenfalls, hielt aber einen guten Abstand von seiner Seite. Wir liefen ein wenig, aber nur mit einem weisen Hintergrund kam es mir so vor, als ob ich auf der Stelle laufen würde, bis etwas das wie ein Fernseh-Bildschirm aussah auftauchte. Wolfsalvo beachtete es nicht, wurde aber ein wenig langsamer, als ich hinein schaute und ein Bild sah, das mich sehr überraschte. „Das ist eine meiner bevorzugten Personen... Schau ihm ein wenig zu und du wirst sehen warum."

Ich schaute wieder auf das Abbild und sah einen großen Menschen in einer Hightech Rüstung mit zwei weiteren tierischen Humanoiden in einem Raum stehen. Eine von ihnen sah aus wie ein weiblicher Wolf Keidran, aber anstatt nackt herum zu laufen, wie andere es taten, bedeckte sie ihren Körper mit einer Decke. Hinter dem Menschen befand sich eine blau Füchsin und mein Herz setzte einen Schlag aus, während ich sie weiterhin vor Staunen anschaute, auch wenn sie so aussah, als hätte sie kürzlich eine Abreiben verpasst bekommen. „D-Das ist Krystal, von den Star Fox Spiel... oder?"

Ich drehte meine Kopf und schaute zu Wolfsalvo, der nickte und sagte, „Das ist sie in der Tat, aber sie ist nicht wie die Spiel Krystal... Sie ist real und lebendig... Ich weiß es, weil ich ihr Schicksal geschrieben habe."

„Was meinst du damit...?"

Anstelle der erhofften Antwort, fing Wolf wieder an loszulaufen und mehr Bilder fingen an um uns herum aufzutauchen, wobei jedes einzelnes meine Aufmerksamkeit auf sich zog. „...Hier, schau dir die anderen an, die auf so viele Weisen wie wir sind... beachte nicht den Hintergrund, ich bin einfach nur das andauernde Weiß des Raumes leid." Nachdem er das gesagt hatte, verschwand das Weiß und aus den Tiefen des 'Raumes' explodierte eine blaue Wolke, die sich auf spektakuläre Weisen krümmten und waberten. Die 'Wolken' wirbelten umher, während sie sich drehten, wandten und herum flossen, als ob ein sanfter Wind durch sie wehen würde. Dann erblickte ich aber eines von den Bilden, das mein Herz einen Schlag aussetzen ließ. Ich joggte darauf zu und blieb davor stehen. Ich sah ein Flugzeug mit einem fehlenden Flügel, das gefährlich auf den Wald unter ihm abstürzte. Aus den Motoren des übrig gebliebenen Flügels wogten schwarze Wolken und die andere Seite des Flugzeuges war mit Feuer überzogen. Die Aussicht zoomte auf das Cockpit-Fenster zu und zeigte eine weitere männliche Person. Er war eindeutig noch ein Teenager oder ein Junge, aber er näherte sich dem Tod mit einem ruhigen Gesicht, aber angsterfüllten Augen.

Das Bild wurde schwarz und als ich weg schaute, sah ich ein weiteres Bild und joggte auch dort hin, in der Hoffnung das Schicksal des Jungen weiter sehen zu können. Stattdessen sah ich einen Wolf, der in einer aggressiven Haltung einem Vogel gegenüber stand. Der Wolf verwandelte sich, im wahrsten Sinne des Worts und meine Augen weiteten sich, während ich dabei zusah, wie ein Mensch seinen Platz einnahm. Er nahm den Vogel in die Hand und und hob seine Faust, während er etwas unhörbares sagte. Das Bild wurde schwarz und als ich mich umdrehte, sah ich ein weiteres. Dieses mal war es ein weiterer männlicher Mensch und eine merkwürdig aussehende Kreatur, die sehr dicht aneinander in einem Bett lagen, während hinter ihnen ein Feuer brannte. Die beste Beschreibung, die ich für die Kreatur geben konnte, war eine Mischung aus Eichhörnchen, Ratte, Känguru und vielleicht ein Kaninchen. Ich frage mich wie zum Teufel dieses Ding genannt wird...

„Ihre Rasse wird Jakkai genannt... und viele würden das gleiche über Jessie denken, wohlgemerkt..." Ich zuckte zusammen, als seine Stimme direkt neben mein Ohr erklang. Als ich allerdings hinüber schaute, blickte er in ein anders Bild und ich ging zu ihm hinüber um selbst hinein zu schauen. Darin erschien ein militärisches Scharfschützengewehr, das von einem gut getarntem Soldaten getragen wurde, der momentan durch einen Wald lief. Er hatte ein Sturmgewehr auf seinem Rücken, das stark hervorstach, und war gerade im Vollsprint. Er hielt etwas kleines und rundes in seiner Hand, aber auch dieses Bild verschwand. „Er ist noch neu in meinem Archiv... Eine neue Geschichte in meinen Scharen von Chroniken, die viele Leute genossen haben. Du selbst bist sehr beliebt, weißt du?"

Das Bild tauchte wieder auf und mein Gesicht erwärmte sich, als es zwei Szenen zugleich zeigte. Eine zeigt wie ich eine orangene Füchsin in einer liebevollen Umarmung hielt und sie mit mit Küssen überdeckte, während die Andere eine Erinnerung war, die ich nicht ich nicht besaß; Sie zeigte wie Spirit und ich uns auf einem Strand küssten, während die Sonne am untergehen war. Wolfsalvo kicherte herzhaft, drehe sich zur Seite und schaute mich an. „Beide, die Basitins und die Keidran, verachten uns Menschen, aber nur wegen dem, was die Menschen aus ihrer Welt getan haben. Und dennoch, hier stehen wir... stehst du und triffst zwei Ladies, jeweils eine von den beiden Rassen die uns hassen, die dir wie zwei liebeskranke Welpen verfallen. Viellicht können wir eine Puma Keidran für dich finden... wenn du verstehst was ich meine... HAHA!"

Mein Gesicht fühlte sich an, als ob es brennen würde, aber ich hatte das Gefühl, dass ich ebenfalls wütend auf ihn sein sollte. Ich schaute von ihm weg und auf die wabernden Wolken. Ich sah ihnen zu, wie sie von einem dunklen Blau zu einem leichten Pink wechselten, bevor sie alle plötzlich verschwanden. An ihrer Stelle tauchte ein Tisch mit einem Laptop darauf auf. An dem Stuhl waren Handschellen befestigt, aber sie schienen gebrochen und missbraucht. Ich schaute Wolfsalvo an, als er an mir vorbei ging und fragte ihn, „Wer bist du wirklich?"

„Ich bin dein Gott, sozusagen, aber ich bin nicht wirklich so groß und mächtig wie du vielleicht denkst; Alles was ich tue ist dein Schicksal zu schreiben. Alles was dir passiert, auf dich zukommt, oder dich vielleicht irgendwann beeinflussen könnte, kontrolliere ich. Dein Treffen mit dieser Wölfin, ich wollte das sie deine romantische Interesse wird, aber ich kann nicht wirklich alles über dich kontrollieren." sagte er und setzte sich in den Stuhl. Er zog seine Mütze ein wenig nach unten und bedeckte damit seine Augen. Dann traf mich die Realisation und ich konnte nur noch daran denken, dass es dieser Kerl war, der mir soviel Schmerz zugefügt hatte.

Ich trat ein paar Schritte nach vorne und sagte, „Also jedes mal wo ich fast gestorben bin, jedes mal wo ich verletzt wurde, war nur ein Spiel für dich!?"

Für ein paar Sekunden herrschte Stille, dann seufzte er und sagte, „Es ist nicht so einfach wie du glaubst... Nicht wenn ich dein Leben so realistisch wie möglich halten möchte. Schau mal, Schicksal-Schreiber haben Regeln, aber wir machen unsere eigenen Regeln. Meine Regel Nummer Eins ist es nicht, das Schicksal zu dem schönen, glorreichen und einfachen Leben zu machen, an das so viele Leute denken. Das bedeutet aber nicht, das sich es so schreibe, dass es ein Albtraum ist überhaupt am Leben zu sein. Ich... Ich schreibe mit dem Fluss der Dinge. Während ich also dein Schicksal schreibe, bist du es der den ultimativen Weg bestimmt. Ich spiele nur einen kleinen Teil in deinem Leben, aber ohne mich hättest du keine Bedeutung für überhaupt jemanden, Jessie inbegriffen." Bevor ich antworten konnte, fing die Luft um mich herum an zu vibrieren und ich verlor langsam jedes Gefühl. „Unsere Zeit miteinander ist an ihr Ende angekommen. Du bist die erste Person deren Schicksal ich geschrieben und mit ihr gesprochen habe, also nimm dir meinen Rat zu Herzen; Sei du selbst."

Nachdem er das gesagt hatte, fing alles an zu schwinden und ich war nicht länger wach um zu merken was passierte, während tiefschwarze Dunkelheit meine Sicht und meine Sinne füllte...


-3 Tage Später-


(Jessie)

Ein Paar magischer Heiler aus Oasis sind heute Morgen eingetroffen und sind in die Hütte geeilt, in der Sam und ich uns aufhielten. Sie hatten mich angeschaut und angewiesen von ihnen Abstand zu halten, während sie anfingen an Sam's Körper zu arbeiten, sowohl auf magische wie auch physische Weise. Es war jetzt die siebte Stunde und ich fing an meine Hoffnung zu verlieren, dass Sam von diesem Tod aufwachen würde. Sie sagten, dass er nicht stirbt, aber in einem Koma war.

Ich saß weiterhin da und schaute ihnen zu, wie sie ein paar leere Manakristalle um Sam's reglosen Körper legten. Warum machen Menschen solch merkwürdige Dinge? Warum können sie ihn nicht einfach mit Magie aufwecken? Ich legte meine Arme um meinen Oberkörper und merkte wie kalt mein Fell sich anfühlte, obwohl es außerhalb der Hütte warm war. Die beiden Heiler schauten einander an und der Mensch von ihnen schüttelte ihren Kopf. Der Hund Keidran drehte sich sich um und ging auf mich zu. Sie kniete sich vor mir hin, während sie etwas zu Seite schaute. So blieben wir für eine Weile: Sie dort kniend und sich darauf vorbereitend, mit eine schlechte Nachricht zu überbringen, die ich bereits kannte, und ich schmerzerfüllt darauf wartend ,die Nachricht zu erhalten, von der ich mir wünschte, sie nie zu bekommen. „Wir habe alles versucht was wir konnten... aber er hat sich nie von dem erholt, was wir über ihm wussten. Es gibt ein paar Menschen die Magie ablehnen; Nicht weil sie sie nicht mögen... sondern vielmehr weil ihre Körper sie nicht akzeptiert. Sam hatte zu viel Magie in seinen Körper aufgenommen und sich somit unbewusst vergiftet. Das ist eine der wenigen Gefahren, die nur schwer mit Magie zu erkennen sind. Sein Koma ist nur ein Weg um seinen Körper zu erholen, aber eine magische Vergiftung... Die ist beinahe so stark und potent wie Liebe..." Sie schaute weg, als Tränen anfingen mein Fell zu benetzen und sagte, „Es tut mir Leid, mit Fällen wie diesen ist es einfach besser zu wissen warum es so ist, anstelle sich schmerzhaft zu fragen warum es so ist..."

Sie stand auf und als die beiden Heiler davon gingen, stand auch ich auf und begab mich an Sam's Seite. Während noch immer Tränen von meinen Augen fielen, was nur zu den Schmerz von meinem gebrochenem Herzen beitrug, legte ich meine Arme und meinen Kopf auf seine Brust und fing an noch stärker zu weinen. Ich hörte die beiden Heiler seufzen, bevor sie hinaus traten und schnell dir Tür hinter sich schlossen. Ich packte Sam's Shirt fest mit meinen Händen, während ich weiterhin hinein schluchzte, wobei sich jeder Tropfen Schmerz mit mit den Tränen, die ich vergoss, verflocht. Du warst derjenige, der mir ein wahres Leben gegeben hat... Du hast mich immer beschützt, selbst nachdem ich dich bedroht hatte, als du mich befreit hast. Warum musstest du mich verlassen... Warum musstest du diesen Speer abfangen? Ich wäre mir Freude für dich gestorben, aber du hast dich dazu entschieden, das zweimal zu tun und nun werde ich dich nicht mehr an meiner Seite haben...

Wir sind so dicht bei Oasisi Sam. Wir hätten in Frieden mit anderen Keidran und Menschen leben können. Wir hätten eine Familie haben können. Die Vorstellung, mit Sam Kinder zu haben, war ein Gedanke, der sogar noch mehr Schmerz in mein Herz brachte, weil ich wusste dass nun, wo er tot war, es für uns unmöglich war, das überhaupt zu versuchen. Ich unterdrückte einen weiteren Schluchzer und versuchte an glücklichere Momente zu denken, die ich mit Sam gehabt hatte, aber dadurch kamen die Schluchzer nur noch stärker zurück. Es kümmerte mich nicht, ob mein Fell durcheinander gebracht wurde, oder dass ich nach all dem meine Stimme verlieren würde. Wir waren so glücklich und wir wären es noch so viel mehr gewesen... w-w-warum ist das Schicksal so grausam...

Ich liebe dich Sam... b-bitte... wach auf...