36 - Der enge Druck, der mich und jeden Mann trunken macht, in Ohnmacht fallen lässt

Oh jaaaa .... jajajajajajajajajajajajaaaa ... ohhhhhh .... oh ja.

Sie würde ihren Körper niemals zurückbekommen; nicht wenn es sich so anfühlte....

Snape war sich nicht sicher, ob er wirklich ohnmächtig gewesen war; als ihm bewusst wurde, wo er war, befand er sich jedenfalls im Halbschlaf und döste in Hermines Armen vor sich hin. Sie war, so wie alle Männer seit ewigen Zeiten und in allen Teilen der Welt, eingeschlafen. Es überraschte ihn nicht - sie hatte sich sehr viel länger zurückhalten können, als er es an ihrer Stelle geschafft hätte, dachte er bei sich.

An diesem Abend waren sie von einer Gefühlsregung in die nächste getaumelt bis die Leidenschaft alles andere ausgeschaltet hatte. Von der Tür seiner - ihrer - Zimmer bis zum Bett war es ein Walzer von Gefühlen gewesen, Berührungen und Wagnisse und Eindrücke und nur sehr wenig Nachdenken. Denken wurde eindeutig überbewertet; er hatte es gerade noch geschafft, einen Zauberspruch von der Sorte zu murmeln, die ganz sicher nicht zum Lehrplan gehörten, bevor sie sich völlig ineinander verloren hatten.

Er war sich ziemlich sicher, dass Hermine nicht begeistert wäre einen Körper zurückzuerhalten, in dem sich neues Leben entwickelte.

Das gleichmäßige Heben und Senken ihrer Brust unter seinem Kopf und der dumpfe Schlag ihres Herzens ließen seine Gedanken umherwandern; er durchlebte die vergangene Nacht im Geiste noch einmal und das brachte ein zärtliches Lächeln auf sein Gesicht. Hermines Wärme, die ihn umgab, ließ ein erregendes Wohlgefühl aufsteigen und Snape fragte sich, wann sie wohl aufwachen würde. Wie sie aufwachen würde. Für einen Moment kam ihm der Gedanke, das sie es bereuen würde und dies ließ sein Lächeln verschwinden, aber dann erinnerte er sich an ihre Entschlossenheit und Hingabe. Bedauern war also eher nicht zu erwarten, dachte er.

Sie war bis zu dem Punkt beteiligt gewesen, den er zurückgehalten hatte - Erinnerungen, obgleich unvollständig, hatten ihm doch eine Vorstellung davon vermittelt, wie aufgewühlt sie bereits war, zu dem Zeitpunkt, als er in das Zimmer gekommen war; und die Erregung hatte sich nur noch verstärkt. Snape hatte seiner Neugier gerade genug nachgegeben, um sie zu berühren, zu schmecken, ihre Brustwarzen - die Feinfühligkeit seines gegenwärtigen Körpers ließ ihn daran denken, was sein eigener wohl schon alles verpasst hatte durch seinen ziemlich flüchtigen Umgang mit ihm.

Unabhängig von Erfahrungen, beziehungsweise der Abwesenheit derselben, war Snape sich immer bewusst gewesen, wie sehr seine Hormone Hermines Handeln bestimmten. Hätte er sie berührt - um seine eigene Neugier zu befriedigen - hätte sie das schnell zum Höhepunkt gebracht. Allein. Und er war zu selbstsüchtig um das zuzulassen, jedenfalls nicht beim ersten Mal. Nicht lange danach jedoch war jeder Gedanke unwichtig geworden.

Es war eine seltsame Empfindung - Distanz und Verflechtung und die ganze Zeit die steigende Erregung, angetrieben von Hermines entschlossener Erforschung ihrer Situation. Es war erstaunlich gewesen, der Empfänger von soviel Aufmerksamkeit und Forscherdrang zu sein. Er hätte gerne - und wollte immer noch - diese Aufmerksamkeit erwidern; schon allein die Neugier drängte ihn dazu, aber darüber hinaus wollte er Hermine's Reaktionen erleben und wissen, dass er das für sie getan hatte.

Er sah Hermine an, schlafend und entspannt; wie hingegossen lag sie da, die Decke um ihre Beine gewickelt. Schwarzes Haar verteilte sich über das Kissen und ihr linker Arm war um Snape geschlungen, hielt ihn fest. Er verlagerte etwas sein Gewicht um sie einen Moment anzuschauen, dann schmiegte er sich wieder in die warme Umarmung und erwiderte sie.

Für einen Moment, einen einzigen kurzen Moment, wurde ihm klar, dass er - möglicherweise - doch nicht so ein grässlicher Anblick war, wie er immer gedacht hatte. Vielleicht hatte Alice Lacock doch nicht so ganz Unrecht. Egal, er glaubte nicht, dass er sich jemals für attraktiv halten würde. Auf jeden Fall war es merkwürdig, mehr von der Person, die man im Spiegel sah, erregt zu werden, als von der, die man im Bett umarmte. Snape dachte eine Weile darüber nach, fragte sich, ob jemals jemand so etwas gefühlt haben könnte. Dann lachte er.

Nur einer. Gilderoy Lockhart.

„Worüber lachst Du?" fragte eine verschlafene Stimme, in der noch die Reste der Erregung mitschwang. Snape fühlte, wie die rauen Töne seine Wirbelsäule entlang krochen und zuckte etwas zusammen, als ihm plötzlich bewusst wurde, wie völlig unerfahren dieser Körper noch vor einer halben Stunde gewesen war. Hermine war aufgewacht - mehr oder weniger - und sah ihn fragend an. Snape betrachtete sie einen Moment, sah aber keine Anzeichen für Reue oder Bedauern. Er lächelte.

„Ich dachte nur gerade darüber nach, wie komisch es ist, dass ich mein Spiegelbild interessanter finde als ..." er verstummte als er versuchte, die richtigen Worte zu finden, um den Satz zu beenden, ohne dass er beleidigend für Hermine klingen würde. Er war müder als er gedacht hatte, wenn er es zuließ, einen Satz anzufangen ohne das Ende zu kennen.

„Auf jeden Fall," schloss er, „kam es mir in den Sinn, dass es wahrscheinlich nur noch eine andere Person - außer uns - gibt, die so denken würde."

„Lockhart!" rief Hermine fröhlich. „Kein Wunder, dass Du gelacht hast. Wahrscheinlich sollte ich jetzt beleidigt sein, dass Du an einen anderen Mann denkst, während Du mit mir im Bett bist."

Snape prustete, erholte sich und zuckte dann noch einmal zusammen bevor er antwortete. Sein immer noch schläfriger Körper protestierte gegen eine zunehmende Wundheit.

„Oh!" Hermine hatte offensichtlich den Grund für sein Zusammenzucken erkannt. Sie beugte sich aus dem Bett und angelte nach ihrem abgelegten Hemd, tunkte eine Ecke in das Wasserglas, das auf ihrem Nachttisch stand und wandte sich ihm zu. Unwohl oder nicht, Snape hob eine Augenbraue.

„Guck mich nicht so an; Du musst wund sein, es schmerzt, oder? Dies wird es auswaschen - Ich habe noch keinen Fleck entdeckt, den die Hauselfen nicht beseitigt hätten."

Er nickte widerstrebend und richtete sich etwas auf, als Hermine sich neben ihn legte und liebevoll eines seiner Knie beiseite schob. Der feuchte Stoff war kühl und angenehm als sie vorsichtig rieb. Snape ließ sich zurück aufs Kissen fallen und schloss seine Augen. Die Empfindung veränderte sich allerdings während Hermine rieb, von leichter Wundheit hin zu einer elektrisierenden Erregung bei ihrer Berührung. Er biss sich auf die Lippe, versuchte, nicht zu stöhnen. Zu diesem Zeitpunkt erwartete er nichts, er war einfach dankbar, dass sie nicht sofort nach dem Aufwachen geflohen war. Vorzuschlagen dass er vielleicht - ganz eindeutig - Interesse an einer Wiederholung hätte, könnte diese Flucht doch noch auslösen und er wollte kein Risiko eingehen.

Hermine hörte auf und Snape fragte sich, ob er vielleicht doch ein Geräusch von sich gegeben hätte. Er hob seinen Kopf etwas um sie anzusehen. Sie sah ihn nachdenklich an, mit einem Funkeln in den Augen dass in ängstigte und gleichzeitig noch mehr erregte.

Dann lächelte sie und was noch an Furcht vorhanden war, wich einem bohrendem Verlangen. „Es ist nun sauber, aber ich könnte mir vorstellen, ein anderes Heilmittel, eher volkstümlicher Art, wäre noch gut - möchtest Du, dass ich es heil küsse?"

Snape schluckte und hätte sich fast verschluckt, während ihre letzten Worte noch in ihm nachklangen, seine Wirbelsäule hinunterjagten und jeden Nerv in höchste Alarmbereitschaft versetzten.

Die Frage war offensichtlich rein rhetorisch, denn Hermine beugte sich über ihn, ohne eine Antwort abzuwarten und Snape fiel wieder auf das Kissen zurück, als ihr Mund ihn berührte. Oh jaaaa .... und er dachte, Finger wären gut? Er dankte jeder Gottheit, die es hören wollte, für Hermines hemmungslose Erkundung ihres eigenen Körpers.

Dieser Dank setzte eine neue Runde Gedanken in Gang, berauscht und etwas unzusammenhängend, da alle seine Sinne auf Hermine's anregende Zuwendung konzentriert waren, aber er begann sich zu fragen ...

Hermine war nicht die einzige in diesem Raum, die neugierig war - und er war ganz sicher nicht der einzige hier, der erregt war; er biss sich wieder auf die Lippen, starrte auf ihre Erektion. Wenn er nur ein klein wenig rückte ....

Alles was ihn zurückhielt, war seine Vergangenheit; es war mehr als eine Dekade Jahre her, dass er zuletzt mit dem Imperio-Fluch gezwungen wurde, dass Verlangen eines anderen zu stillen, aber die Erniedrigung und der Ekel waren unvergessen. Und doch ... und doch hatte er sein eigenes Maß an Neugier. Außerdem konnte er sich nicht vorstellen, dass Hermine seinen Kopf festhalten und mit Gewalt eindringen würde, wenn er selber die Initiative ergriff.

Und, verdammt, dies war sein Körper. Auch wenn er vorübergehend und unfreiwillig für die Zeit die es dauerte, Hermine gehörte.

Ohhhhh .....

Ein besonders gelungene Zärtlichkeit Hermines ließ ihn schaudern, dann lächelte er bei dem Anblick ihrer funkelnden Augen, als sie zu ihm aufschaute; sie genoss das entschieden zu sehr. Der Gedanke, dass alles was sie tat, war, sich selbst zu genießen, schoss ihm durch den Kopf, aber dieser eher abtörnende Gedanke wurde sofort von ihren nächsten Worten begraben, die etwas undeutlich waren, da sie sich wieder ihrer selbstgewählten Aufgabe zuwandte.

„Ich dachte, das könnte Dir gefallen, Severus ..."

Die Berührung ihrer Lippen, ihrer Zunge, streicheln, lecken und saugen und ... was zum Teufel hatte er denn gedacht? Denken wurde - ohhhh - über bewertet. Völlig über bewertet. Er bog und drehte sich, drängte sich voller Verlangen gegen ihren Mund für mehr - mehr - einfach mehr ... und dann war da mehr und er wurde ergriffen von der Ekstase dieses Augenblicks, seine Hände umklammerten die Laken und er bestand nur noch aus reiner Lust.

Nachdem die verstreuten Teile seines Begriffsvermögens sich wieder zu einem Ganzen verbunden hatten, stellte Snape fest, dass Hermine wieder neben ihm lag und zuschaute, wie er nach und nach wieder zu sich kam.

„Alles OK?" fragte sie zärtlich. „Ich ... hab Dich nicht zu weit getrieben?" Sie klang besorgt und Snape fragte sich, ob sie der Meinung war, dass er glaubte, sie hätte es nur für sich getan.

„Bitte lass Dich nicht davon abhalten, mich soweit zu treiben, wie Du möchtest", versicherte er ihr trocken. Hermine's Reaktion darauf war ein Grinsen, das ihn hätte warnen sollen, aber stattdessen jagte es nur angenehme Funken durch seinen Körper. Die alten Heilmittel waren eindeutig die besten; alle Anzeichen von Wundsein waren vergangen. Nun, im Moment zumindest. Er hatte nur wenige Illusionen darüber, dass er sich am Morgen beim Aufwachen so wohlfühlen würde wie jetzt. Oder später am Morgen. Er hatte jedes Zeitgefühl verloren und hatte keine Lust, sich jetzt damit zu beschäftigen. Eine der Vorteile, Schulsprecherin zu sein; Niemand würde ihn im Gryffindor-Turm vermissen heute Nacht und am Morgen nach einem Ball fand kein Unterricht statt, für den er aufstehen müsste.

Snape ließ seinen Blick wieder über Hermine wandern. Sie hatten Zeit ... viel Zeit. Ihm fielen seine Gedanken von vorhin wieder ein und dieses Mal reagierte er, bevor weitere Gedanken aus dem Schatten des ersten hervorkamen. Er ließ seine Finger über die warme, weiche Haut ihrer Erektion gleiten, ließ sie die Haut über den harten Schaft schieben, was fast schmerzhaft sein musste - er sah auf, ein Ausdruck von Ekstase und Qual glitt über ihr Gesicht, als er mit einem Fingernagel sanft über die Spalte an der Spitze zog.

„Oh Gott. Oh!"

Snape lächelte über diesen unvermittelten Ausruf und veränderte seine Stellung ein wenig und umfing sie plötzlich mit seinem Mund. Salzig und sauer und ... Hermine. Es konnte eigentlich nicht Hermine sein, die er schmeckte, aber trotzdem, er hatte das Gefühl etwas von Hermine zu schmecken als er saugte und mit seiner Zunge an der Vene entlang glitt, die hervorgetreten war, als er anfing sie zu verwöhnen. Es war fremdartig; anders als sie einfach nur zu streicheln. An der äußersten Spitze drückte er kurz die Öffnung zusammen bevor er mit seiner Zunge besänftigend darüber strich und horchte auf das zu erwartende Keuchen und Schaudern. Er wusste - aus eigener Erfahrung - was so eine Reaktion hervorrufen würde und fast fühlte er es mit ihr, als er fortfuhr sie abzuschlecken, zu beruhigen, zu saugen und zu reiben. Jede Berührung seines Mundes auf ihrer Haut weckte Erinnerungen an Berührungen seiner Hand auf eben dieser Haut.

Es fehlte nicht mehr viel und Hermines Keuchen und Beben kam fast unablässig als er sie in den Mund nahm, kräftig saugte und seine Hände dort liebkosten, wo sein Mund nicht hinreichte. Die reine Freude zu hören, wie sie auf ihn reagierte, sie seinen Namen ausrufen zu hören, als sie sich heftig in seinen Mund ergoss, tilgte jede alte und unerfreuliche Erinnerung.

„Alles OK?" fragte er, als sie endlich ihre Augen öffnete und ihre Fäuste sich wieder von den Laken lösten. „Ich habe Dich nicht zu weit getrieben?" Er schaffte es nicht ganz, in diese Frage den gleichen Unterton hineinzulegen wie sie, aber ihrem trägen Lächeln nach zu urteilen, das ihre Augen aufleuchten ließ, fand Hermine es ähnlich genug.

„Umm ... lass mich nachdenken ... oh ja ... bitte lass Dich nicht davon abhalten, mich soweit zu treiben, wie Du möchtest," erwiderte sie, stütze sich auf einen Ellbogen auf und beugte sich zu ihm, um ihn zu küssen. Es war ein intensiver Kuss, der sie beide wieder hineinzog, sich selbst zu schmecken und den anderen im anderen.

„Hast Du so etwas schon mal gemacht?" fragte sie und Snape musste über ihren entsetzten Gesichtsausdruck lachen, als ihr klar wurde, was sie gefragt hatte. „Ich meine ... Du hast ... oh Gott." Sie schlug die Hände vors Gesicht, sah dann auf und lächelte ihn entschuldigend an. Snape überlegte - etwas geistesabwesend - ob er wohl jemals an einem Abend soviel gelächelt hatte wie sie in dieser Nacht.

„Ich ... Du ... es war so wunderbar. Ich frage Dich nicht nach deiner Einstellung - „

„Ich würde sagen, Du hättest das Recht zu fragen, wenn man bedenkt wo wir sind und was wir getan haben," sagte Snape so trocken wie es ihm möglich war; er wusste sie würde es als das verstehen was es war, als Humor. „Für die Akten, ja, ich habe es schon vorher getan," fügte er hinzu, bemüht, seine Stimme nicht kalt und hart werden zu lassen, „aber ich habe es mir nicht ausgesucht. Noch würde ich es unter normalen Umständen getan haben."

Intelligenz war ein Segen; es brauchte keine weiteren Erklärungen. Hermine fragte nur „Imperio?" und verstand genau, was er ihr nicht erzählt hatte. „Du hättest es nicht tun müssen ..." fügte sie noch hinzu.

„Ich wollte es - und ich würde es wieder tun. Für Dich." Und nur für Dich, war das, was in diesen Worten mitschwang.

Schweigen legte sich über den Raum; in der Nacht draußen hatte es wieder angefangen zu schneien und deckte die Februar Landschaft zu, frostig und kalt hob der Schnee die Konturen der Bäume des Verbotenen Waldes und des Schlosswalles hervor. Vom Kerker aus sah man die Schneeflocken an den Fenstern vorbeischweben, golden angeleuchtet vom Schein der Kerzen. Snape und Hermine lagen ineinander verschlungen, ihre Herzschläge verlangsamten sich, als sie in einen schlafähnlichen Zustand fielen; Snape war nicht sicher, wer zuerst auf den anderen zugegangen war, nur dass sie nach einander verlangten - alles andere war unwichtig. Er beobachtete die Schneeflocken, wie sie draußen leicht zu Boden schwebten, genauso träge, wie er sich fühlte. Ein zärtliches Streicheln an seiner Taille, ganz geistesabwesend, war das einzige Anzeichen dafür, dass auch Hermine nicht schlief; ihre Augen waren geschlossen, ein kleines Lächeln auf ihrem Gesicht. Snape schlief ein, ohne es zu merken.

Er wachte einige Zeit später auf, als Hermine, diesmal sehr bewusst, ihre Finger über sein Gesicht wandern ließ, die Konturen seiner Lippen nachzog und mit ihrem Daumen darüber rieb; ihre Haut - seine Haut - war etwas schwielig und hinterließ eine Spur von sprühender Erregung. Es schien, dass sie ihn beim Aufwachen beobachtet hatte, ihr Gesicht hatte einen angespannten Ausdruck.

„Du hattest recht," flüsterte sie gedämpft. „Wegen Lockhart. Es ist ... komisch. Als ob man zwei Leute liebt - mich und Dich, zusammen und getrennt. Ich möchte wissen, wie ich mich anfühle, aber Deine Reaktionen spüren."

Es hatte aufgehört zu schneien; nichts als schwarze Nacht war draußen zu sehen, als Snape langsam nickte. Ihre Finger hatten sich um sein Kinn gelegt, ihre Knöchel rieben zärtlich gegen seine Haut dort. Ihm war warm, seine Beine mit ihren verflochten; er spürte einen Druck gegen seine Hüften und ihm wurde bewusst, dass Hermine sich jetzt zurück hielt. Müßig überlegte er, wie spät es jetzt wohl sei; es wäre abgrundtief unfair, wenn Hermine sich schneller in seinem Körper erholte, als er - aber vielleicht war es seine eigene Angewohnheit, einzuschlafen; er hatte herausgefunden, dass diese Art Übung sehr hilfreich war, wenn es ihm widerstrebte noch mehr Schlafmittel einzunehmen. Er stützte sich auf einen Ellbogen auf und sah hinüber zur Uhr, die stumm die Uhrzeit im Kerzenlicht anzeigte.

3 Uhr morgens. Das Leben war nicht vollends unfair, zum Glück. Er wollte gerade zurück ins Bett sinken, als Hermine die Gelegenheit ergriff und ihn auf sich zog. Er lag auf ihrer Brust, hatte seinen Kopf auf seine Arme gelegt und schaute zu ihr auf. Der Druck, der sich gegen seine Hüfte gedrängt hatte, machte sich zwischen ihnen nun sehr deutlich bemerkbar.

„Bist Du noch wund?" fragte sie. Der tieferliegende Sinn dieser Frage schwebte zwischen ihnen, fast greifbar, und Snape musste lächeln, als er bemerkte, wie seine Erregung zurückkehrte; die Hoffung und das Verlangen auf Hermines Gesicht war berauschend.

„Oh, ich werde es überleben," sagte er gedehnt, „aber was ist mit Dir? Ich weiß, Du bist es nicht gewöhnt ..." er beendete den Satz nicht, hob nur eine Augenbraue und sah sehr gemein aus. „Außer Du hast Dich auf meine Kosten amüsiert?"

Hermine lief rot an und Snape musste sich ein Lachen verkneifen; er hatte nicht gewusst, dass sein Körper zu so einer Reaktion noch fähig war - er dachte, dass hätte er mit Überwindung der Pubertät hinter sich gelassen. Die Röte hielt nicht lange an und Hermine schlug zurück.

„ Ich hoffe sehr, Du hast die Gelegenheit nicht vorbeigehen lassen um dasselbe zu tun - es macht sehr viel Spaß." Sie war immer noch ein kleines bisschen rosa, als sie diese Worte sprach und Snape erspürte die Tapferkeit, die dahinter lag; plötzlich fand er sie unglaublich bezaubernd, eine Mischung aus Selbstkenntnis, Verlegenheit und Verständnis.

„Ich bezweifle, dass ich irgendetwas getan habe, was Du nicht auch getan hättest an meiner Stelle," antwortete er mit einem ironischen Lächeln. Hermine lachte einfach und hob sich ihm entgegen um ihn zu küssen.

„Genau," murmelte sie gegen seinen Mund. Snape verlor sich für einen Moment in der flüchtigen Berührung ihres Mundes und stöhnte leise als sich Hermines Hüfte hob und ihre Erektion an ihn drängte. Er hob seinen Körper etwas an und griff nach ihr, plötzlich konnte er es nicht mehr erwarten, sie wieder in sich zu spüren. Hermine bewegte sich schneller, ihre Finger rieben seine feuchte Spalte. Ein Stoß von ihr während er sich auf sie setzte und sie waren wieder zusammen, gefangen und gehalten in diesem Moment.

„Ohhhh ..." war alles was er sagen konnte, als er fühlte, wie sie ihn ausfüllte, heiß und hart glitt sie in ihn hinein.

Hermine hatte sich diesmal besser unter Kontrolle, weniger abgelenkt durch die Flut der Hormone; sie beobachtete ihn aufmerksam, sie war eindeutig sehr erregt aber sie konnte sich zurückhalten und ihre Neugier gewann wieder die Oberhand.

„Wie fühlt es sich an?" fragte sie, als er seine Augen öffnete und sich abstützte, seine Hände auf ihrer Brust während er breitbeinig auf ihr hockte. Er dachte einen Moment nach, versuchte dieses unglaubliche Gefühl in Worte zu fassen.

„Voll - einfach voll genug um es zu fühlen, Dich zu fühlen - und heiß - aber notwendig. Als ob ein verlorengegangener Teil von mir plötzlich wieder da ist."

Er hatte wahrscheinlich nicht gerade die besten Worte gewählt - Hermine versuchte, sich ihre Heiterkeit bei seiner Bemerkung nicht anmerken zu lassen und, dafür war er sehr dankbar, unterließ jeden Kommentar, nur in ihren Augen war ein Lachen zu sehen, als er hilflos mit den Achseln zuckte. Dann lachten sie beide und er beugte sich zu ihr um sie zu küssen, dabei bewegte er sich geschickt und ein lustvoller Ausdruck legte sich über ihr Gesicht gerade als sein Mund den ihren berührte.

Als sie sich trennten, atmeten beide schwer, keuchten, und der Rhythmus den ihre Münder begonnen hatten, setzte sich über ihre Körper hin fort, als sie sich gemeinsam bewegten. Snape versuchte sich zurückzuhalten, suchte nach etwas, was er sagen könnte, etwas um dies zu verlängern ..... er erinnerte sich an Hermines Frage.

„Wie fühlt es sich an?" fragte er sie. Es war mehr als eine Hinhaltetaktik. Er wollte es wissen.

„Eng und warm - wie in einer sanften, beharrlichen Faust, die reibt und stößt," antwortete sie, ihre Bewegungen den seinen anpassend. „Irgendwie so - ich kann es nicht richtig beschreiben. Aber du weißt ja, wovon ich rede."

Snape schüttelte den Kopf und wartete.

Ihr dämmerte die Erkenntnis. „Du weißt es nicht ... aber du musst doch ... oh. Du meintest gar nicht Fahrrad fahren, nicht wahr?" fragte sie.

„Genauso wenig wie Du," antwortete Snape.

„Es tut mir leid," stammelte Hermine. „Ich wusste nicht ... Ich dachte.."

„Entschuldige Dich nicht," sagte Snape schnell. „Ich wollte nicht aufhören, um es Dir zu erzählen; ich brauchte meine ganze Konzentration um herauszufinden ob Du - ob es.... ich wollte keinen von uns beiden erschrecken."

„Wenigstens konntest Du Dich konzentrieren," murmelte Hermine kläglich. Snape lachte.

„Mit Müh und Not."

Die Unterhaltung geriet in Gefahr zu tief zu gehen; keine Unterhaltung, egal wie tiefgründig, würde die Dinge ändern und er dachte, es wäre sehr viel besser sich auf die Dinge zu besinnen, die sie tun könnten als auf die, die sie bereits getan hatten. Er beugte sich vor zu einem Kuss; Hermine kam ihm begeistert entgegen und ihr Stöhnen als er sich gegen sie presste, beruhigte ihn.

Der Kuss, der Vorstoß, und die Unterhaltung waren vorbei; der Raum wurde wärmer, Kerzen tropften und flackerten in der Dunkelheit als sie sich vereinigten, trennten, vereinigten mit einem Stoß, begleitet von flüstern und stöhnen, sich immer mehr steigernd in seiner Intensität bis Snape Hermine's Namen ausstieß und seinen bebenden Oberkörper weit zurückbog. Einen Moment später fühlte er, wie sie noch härter anschwoll in ihm und Schauer der Lust durch ihren Körper jagten, seinen Namen auf ihren Lippen.

Snape ließ sich auf Hermine fallen, achtete vorsichtig darauf, sich nicht zu sehr zu bewegen, so dass sie nicht aus ihm heraus glitt; er wollte diesen Moment der Verbundenheit. Er fühlte ihre Hand in seinem Haar und sah auf; sie umfasste seinen Hinterkopf und hob ihren Kopf um ihn wieder zu küssen. Dies war ein langsames, weiches Treffen der Lippen, erschöpft und darum um so süsser.

„Alles OK ?" fragte sie schließlich, küsste ihn ein letztes Mal und ließ ihren Kopf auf das Kissen fallen.

„Hmmm," sagte Snape schläfrig und fand es schwierig, Worte zu finden. Der Abend lief noch einmal in seiner Erinnerung ab, gold-gefärbt und kostbar. „Und Du", fragte er endlich, und fragte sich, ob Hermine wohl eingeschlafen war.

„Ja," erwiderte sie nach einer Pause. „Ja, mir wird es gut gehen. Kein Grund, warum nicht."

Snape sah auf; ihre Worte klangen etwas merkwürdig. Sie beobachtete ihn, anscheinend hatte sie seine Reaktion erwartet, denn sie legte einen Finger auf seine Lippen.

„Es ist schon gut - Ich habe mich nur gefragt, ob dies irgendeinen Unterschied machen würde im Klassenraum, aber das wird es nicht," sagte sie gefühlvoll. „Dies - „ und sie zeigte auf sie beide, fahle Haut gegen fahle Winterhaut, in das goldene Licht der letzten noch verbliebenen Kerzen getaucht, „ - dies ist ein Ausdruck, keine Erklärung. Es macht keinen Unterschied - wenn sich Dinge ändern würden, dann hätten sie sich schon verändert. Und ich verlasse mich nicht mehr auf das Schicksal - nicht nach all diesen Monaten."

Snape nickte, küsste den Finger auf seinen Lippen und nickte wieder.

Dann schliefen sie ein.