Chapter 36: „Wunden für die Ewigkeit"


Aizen lief durch die Gänge der NERV-Pyramide, er fragte sich immer noch wie er in all das hinein gerutscht war.

Wieder lies er die Bilder der gestrigen Nacht Revue passieren.

Er hatte Misato in ihr Zimmer gelegt, wo sie sich mit einem „Danke, Mumie" in einen tiefen Schlaf verabschiedete und sich danach selbst auf dem Sofa niedergelassen, da er sie in ihrem Zustand nicht alleine lassen wollte.

Kurz darauf lies trat Misato erneut aus ihrem Zimmer und bevor Aizen reagieren konnte hatte er einen roten Kussmund auf seiner Wange und den Kopf der nun wieder schlafenden Misato auf seiner Schulter.

Er fasste sich an den Kopf, irgendwie hatte Misato das alles behalten und ärgerte ihn jetzt mit Freude, indem sie ihn immer mit meine Mumie, oder Mumienmann anredete.

Seine Gedanken schweiften wieder zurück.

Etwas später kamen Rei und Shinji ebenfalls zurück, keiner von beiden schien übermäßig Froh zu sein und Rei hatte sich förmlich in Shinji gekrallte, schien aber bereits im Halbschlaf zu sein. Shinji brachte sie in sein Zimmer, legte sie in sein Bett und deckte sie zu.

Aizen, der sich vorsichtig von Misato befreit hatte, verabschiedete sich noch kurz von Shinji, der aus seinem Zimmer kam und ging dann ebenfalls Heim.

Aizen warf einen verstohlenen Blick auf das in einfaches braunes Papier eingewickelte Päckchen, nebst einigen Akten und Schnellheftern unter seinem Arm.

Vielleicht gab es eine Möglichkeit die beiden aufzumuntern.

Ein Lächeln entfleuchte ihm.


Etwas früher am selben Tag in Misatos Wohnung.

Rei blinzelte.

Langsam begann das Bild vor ihr klarer zu werden.

Sie lag in Shinjis Bett und genannter lag neben diesem auf dem Boden.

Langsam stand sie auf und weckte ihn sanft mit einem Kuss auf die Lippen, worauf hin die gewünschte Reaktion kam und auch er seine Augen öffnete:

„Guten Morgen Rei.",

flüsterte er, bevor er ebenfalls aufstand und sich in die Küche begab um Frühstück zu machen. Rei folgte ihm auf den Fuß.

Als der Duft eines frischen Frühstücks die Räumlichkeiten erfüllte dauerte es nicht lange, bis auch Shinjis Vormund in der Tür zur Küche stand.

Sie brachte ein „Morgen." heraus, bevor sie sich dem Kühlschrank widmete und ein Bier heraus nahm.

Als sie die Dose absetzte schien sie recht erfrischt:

„Ich hoffe ihr habt euch gestern Abend benommen und habt nicht versucht Kinder in die Welt zu setzen."

Shinji wäre normalerweise rot angelaufen, zur Salzsäule erstarrt und hätte undefinierbare Laute von sich gegeben, doch diesmal wusste er was er erwidern konnte, auch wenn er trotzdem knallrot wurde und seinen Blick fest auf die Pfanne vor ihm haftete um bloß nicht in ihr Gesicht sehen zu müssen, oder noch schlimmer in das von Rei:

„D- d- dasselbe sollte ich dich fragen Misato, machst dich einfach an Aizen ran. Glaubst du nicht, du bist etwas zu alt für ihn?"

Nun war es Misato die rot wurde und der die Worte zu fehlen schienen, das letzte mit dem sie gerechnet hatte war ein Konter von Shinji und noch dazu einer die wirklich gesessen hatte.

Rei hing hinter ihrer eisernen Fassade ihren eigenen Gedanken nach.

Mir war nicht bewusst, dass sich Shinji Kinder wünscht, aber ich kann ihm diesen Wunsch nicht erfüllen.

Nie.

Er wird mich verstoßen.

Er wird mich fallen lassen.

Er wird mich verstoßen.

Als sich Shinji zu Rei drehen wollte war sie verschwunden und er hörte wie die Haustür ins Schloss fiel.

Shinji lies alles stehen und liegen und rannte ihr nach.

Ein kurzes Stück die Straße aufwärts holte er sie ein:

„Rei was ist denn? Ist es wegen gestern Abend?"

Rei schüttelte den Kopf und lief weiter.

„Wenn es wegen Misato ist, vergiss es einfach Rei, sie meint das nicht ernst."

Sie lief weiter.

Shinji blieb hinter ihr zurück:

„Rei …"

Er folgte ihr nicht, er wollte sie nicht bedrängen und insgeheim verwünschte er das Feuerwerk.

Aizen traf auf Shinji und Kaworu, die auf dem Weg zur Umkleide waren, Kaworu summte vor sich hin:

„Das Lied ist die größte Errungenschaft der Lilim-Kultur.",

Shinji blickte sich zu ihm um, Kworu, der bemerkt hatte, dass Shinji etwas bedrückte, lächelte ihn an:

„Es heilt die Seele und beruhigt."

Aizen unterbrach die beiden:

„Ah, da seit ihr ja, vor den Tests kommt noch zum Kommandoraum, Vorbesprechung,",

Er sah sich kurz um:

„Ist Rei gar nicht hier Shinji?" –

„Ich weiß nicht wo sie gerade ist.",

antwortete er mit einem traurigen Tonfall. Aizen blickte ihn an:

„Ist was vorgefallen?"

Shinji antwortete nicht.

„Naja wie auch immer, wenn du sie siehst sag ihr bitte bescheid."

Kaworu schaltete sich ein:

„Ich kann an der Vorbesprechung nicht teilnehmen, ich werde noch irgendwo anders verlangt." –

„Kannst du das bitte genauer ausführen?" –

„Leider nein."

Er musste sich wieder einmal bei den alten Männern melden, aber diese Gespräche mit den dunklen Stelen waren nun mal Pflicht.

„Ahhh, nah gut, aber komm wenigstens zum Test pünktlich." –

„Ich werde es versuchen.",

dann drehte Kaowru sich um und verschwand in einem Seitengang.

Aizen schaute ihm noch kurz nach:

„Gut. Shinji dann solltest du dich jetzt auch besser mal umziehen."

Dieser nickte geistesabwesend und ging weiter, er fragte sich immer noch was mit Rei los war. Während ihrem kurzen Gespräch auf der Straße hatte sie zwar keine Mine verzogen, doch für Shinji stand fest, das sie irgendetwas beschäftigte.

Mit diesen Gedanken zog er sich seinen Plugsuit an und diese Gedanken verfolgten ihn als er die Umkleide verlies.

Er bemerkte noch nicht einmal, dass Rei, ebenfalls in ihrem Plugsuit, vor dieser auf ihn wartete.

Erst als sie ihn mit einem sanften Stoß wieder zurück in das Zimmer stieß schreckte er auf. Rei schloss die Tür hinter ihnen beiden.

Dann drehte sie sich zu Shinji, welcher auf dem Boden saß zu.

Shinjis Herz hüpfte in seiner Brust, die kurze Zeit ohne sie und vor allem ohne zu wissen warum sie gegangen war hatte ihm ziemlich zugesetzt, aber nun stand sie wieder vor ihm.

Sie hatte ihren Kopf zur Seite gedreht, die eine Hand schützend auf ihre Schulter gelegt. Ihr Plugsuit schmiegte sich an ihren grazilen Körper und erneut überkam ihn das Verlangen sie einfach nur in den Arm zu nehmen, nur um sich sicher zu sein, das sie keine Einbildung war.

Eins ihrer Beine hatte sie leicht schräg hinter das andere gesetzt, was sie für Shinji nur noch umwerfender aussehen lies.

Shinji! Konzentrier dich!

Das azurblaue Haar umrahmte ihr trauriges Gesicht.

Für außenstehende schien ihr Gesichtsausdruck vielleicht neutral aus, doch Shinji sah tief in ihren kirschroten Augen Trauer.

Er wollte sie trösten und stand auf um sie zu berühren, doch Rei presste ihn auf eine Bank und setzte sich dann neben ihn, aufrecht ihre Hände wie zum Gebet in ihrem Schoss gefaltet.

Ihr Brustkorp hob sich und senkte sich wieder als sie ausatmete und selbst diese einfache Bewegung war erfüllt von Anmut fand Shinji.

„Shinji, ich muss dir noch etwas erzählen.",

nach diesem Satz war es wieder still, Rei versuchte ihre Kräfte zu sammeln, sie hatte sich entschieden nun alles aus dem Weg zu räumen, was noch zwischen ihnen stand oder stehen könnte.

„Während ich starb ist mit mir etwas geschehen … ich bin nun ein Engel." –

„Aber, das weiß ich doch schon Rei.",

sagte Shinji sanft.

„Nein, ich bin nun ein vollständiger Engel. Ich bin nun im Besitz der Frucht des Lebens, dem Herz eines Engels."

Shinji nickte, er wollte sie nicht unterbrechen.

Rei fuhr fort:

„Das zweite, was ich sagen muss, ist etwas, dass mir erst seit dem Gespräch mit Major Katsuragi heute Morgen klar geworden ist und beschäftigt. Mir war nicht bewusst, dass du dir Nachkommen wünscht."

Sie setzte kurz aus:

„Ich bin nicht in der Lage dir diesen Wunsch zu erfüllen, … ich wurde nicht dafür … konzipiert. In diesem Fall solltest du dir eine andere Freundin suchen."

Shinji füllte sich erschlagen.

Hatte sie gerade mit mir Schlussgemacht?

Hatte sie mich gerade verlassen?

Wegen so einer dummen Bemerkung?

Nein, dass war nicht Richtig, die Bemerkung war nur der Auslöser für Reis Gedanken gewesen, dass sie mir nicht geben kann was ich möchte.

Rei stand auf, beugte sich zu ihm vor und küsste ihn auf die Wange, dann drehte sie sich in Richtung Tür.

Sie wollte in den Korridor hinaustreten, als zwei Arme in einem blauen Plugsuit ihre Hüfte umschlangen und sie zu Shinji umdrehten.

Shinjis Gesichtsausdruck war wie versteinert und auf einmal gab er Rei eine Ohrfeige, wobei er sich sehr zügelte sie nicht allzu schmerzhaft zu machen.

Trotzdem schwang Reis Kopf unter dem Schlag in eine Schräglage und ihre Augen weiteten sich.

So stand sie einen Augenblick lang da, ihr Mund im Schock leicht geöffnet.

Bevor sie einen klaren Gedanken fassen konnte zog Shinji sie näher und drückte sie fest an sich:

„Es tut mir leid, aber sag nie wieder so etwas dummes, Rei. Keiner der beiden Punkte ist Grund genug für mich dich zu verlassen. Selbst wenn du ein Engel bist, was solls, selbst wenn du keine Kinder kriegen kannst, dann kriegen wir eben keine, was solls."

Er drückte sie noch fester:

„Solange du, nur einfach du bist, ist mir das alles egal, dass alles gehört zu dir."

Rei erwachte aus ihrer Trance und erwiderte die Umarmung.

„Komm wir sollten uns auf den Weg zu Aizen machen."

Rei nickte und ihre Augen strahlten vor Freude.


„Heh, da ist ja meine Mumie!",

Misato winkte Aizen zu, der nur den Kopf schüttelte und zu ihr rüber ging:

„Misato könntest du das bitte wenigstens im Dienst lassen." –

„Was den?" –

„Das weißt du ganz genau!" –

„Sei doch nicht gleich eingeschnappt.",

Aizen wollte etwas erwidern, kam aber nicht dazu, weil Misato ihren Mund auf seine Wange presste und einen roten Kussmund auf dem Verband zurücklies.

Aizen musste tief durchatmen:

„Danke Misato, das war doch wieder pure Absicht, jetzt kann ich den restlichen Tag mit dem Abdruck rumlaufen." –

„Genau.",

grinste der Major.

Dr. Akagi trat in den Raum, erspähte Misato und ging auf sie zu. Aizen erkannte es und verabschiedete sich von seinem Peiniger, um nach dem Verbleib der Children zu sehen.

Als er an Ritsuko vorbei kam warf diese einen kurzen Blick auf ihn und fand sofort das fast strahlende Abbild von Misatos Lippen, ohne Rücksicht auf das Brückenpersonal fuhr sie ihre Freundin an:

„Misato, du hast dich Aizen rangeschmissen! Bist du noch zu retten! Was hast du unserem Captain angetan?"

Aoba und Hyuga die sich bisher schon schwer getan hatten sich zu beherrschen, konnten nicht anders als aufzulachen, versuchten es aber hinter ihren Händen abzuschwächen. Misato schaute ihre Freundin trotzig an:

„Da redet ja die richtige, verführt einfach der unschuldige Ibuki."

Maya versuchte vor Scham mit dem Stuhl zu verschmelzen und drückte sich ganz tief in denselben. Während ihre beiden Kollegen vor Freude mit der Faust auf die Amaturen schlugen.

Misato und Ritsuko fuhren gleichzeitig zu den beiden um:

„Was gibt's da zu lachen, ich brumm euch gleich Überstunden auf!"

Auf der im hinteren Teil angebrachten erhöhten Plattform saß Fuyutsuki und schlug die Hände über den Kopf.

Das ist kein Geheimorganisation, das ist die reinste Verkuplungsagentur mit eingebautem Kindergarten …

Akagi zog Misato in eine ruhigerer Ecke und wurde wieder ernst:

„Misato, du hast mich doch gefragt, wie Rei das hat überleben können. Ich hab meine medizinischen Fakten mit den Szenarien von Magi abgeglichen und es gibt nur eine Möglichkeit."

Sie machte eine Pause, es stimmte, sie war so glücklich wie lange nicht mehr, mit Maya an ihrer Seite und Ikari tot, doch ihren Hass gegenüber Rei konnte sie nicht begraben, nicht solange sie lebte:

„Sie ist ein Engel."


Ishtar sah Shinji und Rei schon von weitem den geraden Gang entlang kommen:

„Ich störe euch ja nur ungern in privaten Momenten, aber ich hab hier noch etwas für euch."

Shinji blickte ihn verwundert an, Rei blickte zwar ebenfalls in seine Richtung, aber gab keine Gemütslage preis.

„Ich habe etwas recherchiert und dabei heraus gefunden, dass heute vor 6 Monaten ein einschneidendes Erlebnis für euch beide stattgefunden hat."

Damit überreichte er den beiden das Päckchen, das er bisher unter dem Arm hatte:

„Den Rest dürft ihr selbst herausfinden, und jetzt beeilt euch Misato wartet schon."

Die Beiden nickten Aizen zu und eilten zum Kommandoraum.

Aizen schaute dem Paar nach und setzte sich dann ebenfalls wieder in Bewegung, dorthin zurück woher er gerade gekommen war.

Die Gedanken rasten durch Misatos Kopf.

Rei war ein Engel.

Sie konnte nicht anders als Dr. Akagi anzustarren, just in diesem Moment betraten Shinji und Rei den Raum.

Der Anblick des angeblichen Engels reichte um Misato endgültig den Verstand zu rauben. In einer Bewegung drehte sie sich um und zog ihre Waffe. So ging sie auf das Paar zu, wobei Shinji ihr den Rücken zugedreht hatte und mit seiner Freundin sprach.

Misato stieß Shinji weg und warf Rei zu Boden:

„Du verdammter Engel, du Monster!"

Rei rührte sich nicht als sich Misato vor ihr aufbaute.

Shinji schaffte es sich, nach einem Augenblick der Verwirrung, zu Rei zu ziehen umschlang sie schützend, sodass er Misato den Rücken zuwies und Rei fast völlig verdeckte. Er versuchte immer noch verzweifelt zu verstehen was eigentlich vor sich ging, was er begriff war das Rei mit einer Waffe bedroht wurde, dass war aber auch alles was im Moment wichtig war.

Misato hatte ebenfalls Probleme zu begreifen:

„Shinji, was machst du da, geh weg von ihr sie ist ein Engel!" –

„Und deshalb willst du sie umbringen?" –

„Natürlich.",

Misato schrie fast.

Der Rest des Brückenpersonals hatte sich zu dem Trio umgedreht und verfolgte mit angehaltenem Atem das Geschehen.

Ritsuko konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, genau wie geplant würde Misatos Hass auf die Engel zum Tod Reis führen.

„Shinji, weg da, das ist ein Befehl" –

„Oder was? Erschießt du mich auch?" –

„Normalerweise kann ich nichts tun außer von diesem Bunker aus Befehle an euch geben und zuzusehen wie ihr leidet, … aber jetzt kann ich was tun, ich werde diesen Engel auslöschen."

Shinji musste ein paar Tränen wegdrücken:

„ Und du meinst ich würde nicht leiden wenn du sie jetzt tötest?" –

„Shinji, AUS DEM WEG, sonst bring ich dich auch um!"

Sie legte ihre Waffe an und in dem Augenblick als sie den Blick von den Beiden löste um die Sicherung zu lösen schob sich Aizen zwischen die beiden Parteien:

„Misato, ich weiß du bist verbittert wegen dem was mit deinem Vater passierte und was mit Kaji passierte, was mit uns allen passierte und passiert, aber hörst du dich eigentlich reden?" –

„Wieso mischt du dich da ein?" –

„Ich kann nicht zusehen wie du dich zerstörst, noch kannst du zurück. Ich bin mir bewusst, das manche Wunden nicht so heilen wie etwa körperliche es tun." –

„LAS MICH IN RUHE!"

Blut floss über Aizens linke Brust und färbte die Bandagen in der Farbe seiner Jacke.

Aus der Pistole stieg ein feiner Schweif Rauch auf.

Der Geruch von Schießpulver begann den Raum zu erfüllen.

Misatos Augen weiteten sich in Panik, als sie begriff was sie getan hatte. Die Augen aller im Raum waren weit Aufgerissen, einige waren sogar von ihren Stühlen gesprungen.

Keiner traute sich auch nur zu Atmen.

Auch das Lied von Aizen waren über das normal geöffnet, doch schien aus ihnen jeder Lebenshauch zu verfliegen:

„Das wars dann wohl, … es tut mir leid."

Als er sprach musste er Blut husten, dann brach er nach vorne zusammen und blieb liegen.

Misato brach vor ihm zusammen, in den Händen immer noch die Waffe, die sie ungläubig anstarrte.

Ritsuko war geschockt, so hätte es nicht laufen sollen, sie hatte Misato benutzen wollen um Rei zu töten nicht Aizen.

Das wollte ich nicht, es hätte anders laufen müssen.

Das war nicht vorgesehen.

Mein Gott, wie rede ich den, … wie Gendo.

NEIN.

Ich habe Misato benutzt, benutzt wie Gendo mich benutzt hat.

NEIN.

Ich bin genau wie er geworden!

Ritsuko rannte aus dem Raum.

Fuyutsuki fand als erstes die Fassung wieder und orderte ein Notfallteam:

„Hoffentlich ist es nicht schon zu spät."

Shinji beugte sich über seinen regungslosen Freund:

„Es tut mir Leid, es tut mir Leid!"

Unter Tränen wiederholte er den Satz, als könne er sein Leben retten.


Am Abend brachte eine totenstille Ritsuko eine mindestens ebenfalls so ruhige Misato nach Hause.

Shinji war fort, er hatte das nötigste gepackt und war fort gegangen.