Broken

Kapitel 37

Wut und Unsicherheit


Ginny und Pansy standen in Stille im Bad und machten sich fertig für den Unterricht. Pansy war den ganzen Morgen über seltsam still gewesen und hatte ein Grinsen im Gesicht.

"Hatte da jemand ein schönes Wochenende?" Pansy lächelte, als sie sich näher zum Spiegel beugte, um ihren Kajal anzusetzen.

"Ja. Das Abendessen war schön." Ginny errötete, als sie an die Ereignisse dachte, die nach dem besagten Abendessen geschehen waren.

"Da bin ich mir sicher", sagte Pansy. "Also, was habt ihr nach dem Abendessen getan?", fragte sie.

"Eigentlich nichts, wir sind bloß dagesessen und haben uns unterhalten", sagte Ginny in einer halben Lüge. Sie war sich nicht sicher, warum sie Pansy dies nicht erzählen wollte.

"Ist das alles?"

"Ja ...", sagte Ginny langsam. "Okay, was weißt du?", fragte Ginny und stemmte ihre Hand in die Hüfte.

"Nichts." Pansy schüttelte den Kopf. "Nur dass du heute anders bist", grinste sie.

"Pansy! Du kannst es nicht sagen, oder?", fragte Ginny und errötete wieder. Jetzt konnte sie es nicht mehr abstreiten. "Mir war nicht klar, dass Sex auch ein Gefühl ist", fügte sie mit einer hochgezogenen Augenbraue hinzu.

"Oh, ist es auch nicht. Deswegen habe ich es nicht gewusst", lächelte Pansy.

"Wie dann?"

"Du hast mir nur eines verraten", sagte Pansy mit einem spitzen Blick. "Man kann es sagen, wenn eine Person Sex hatte. Dann fängt sie förmlich zu glühen an. Und vertrau mir, du glühst die ganze Zeit."

"Perfekt." Ginny verdrehte die Augen. Sie wollte wirklich nicht, dass das die ganze Schule wusste.

"Mach dir darüber keine Sorgen. Das sehen nicht viele Leute. Jemand, der dich die ganze Zeit über sieht, dem fällt es eben auf."

"Das ist praktisch jeder in der Schule."

"Nein, die sehen dich nicht oft genug, nur im Unterricht und bei den Mahlzeiten. Die Zwillinge könnten es aber herausfinden."

"Und was wäre daran besser?", fragte Ginny.

Pansy lachte. Die Mädchen machten sich fertig und verließen das Zimmer. Sie gingen in die große Halle und erblickten Blaise und Draco, die grinsend am Slytherin Tisch saßen.

"Hey", sagte Pansy und gab Blaise einen raschen Kuss.

"Ihr zwei hättet es beinah versäumt", flüsterte Blaise.

"Was versäumt?", fragte Ginny und setzte sich neben Draco.

"Die Zwillinge haben heute ihr 'Geschenk' abgesendet. Die Post sollte jeden Augenblick kommen", erklärte Draco mit einem Grinsen.

Die vier beobachteten diskret den Gryffindor Tisch. Innerhalb weniger Minuten kamen die Eulen angeflogen und ließen den Empfängern Briefe und Pakete auf den Tisch fallen. Ginny erblickte Errol unter den Eulen, der Harry ein Paket brachte.

"Ist das von den Zwillingen?", fragte sie und nickte in Richtung der Eule.

"Jepp", sagte Draco.

"Wie sind sie an Errol gekommen?", fragte Ginny verwirrt.

"Sie wollten, dass alles so echt wie möglich wirt, also haben sein deiner Mum einen Brief geschrieben. Als Errol mit dem Antwortbrief zurück kam, haben sie ihn einfach noch etwas länger behalten", sagte Blaise grinsend.

"Wow. Sie haben wirklich an alles gedacht", lächele Ginny.

"Er öffnet es!", meinte Pansy im Flüsterton.

Die vier sahen zu, als Harry sich mit Hermione und Ron unterhielt und langsam das Paket öffnete. Ron sah eifersüchtig aus, als er sah, dass Harry ein Geschenk von seinen Eltern bekommen hatte. Harry begann mit dem Fudge. Craco, Ginny, Blaise und Pansy beobachteten grinsend, wie er hinein biss und nach einem weiteren Stück griff.

"Was macht der schnell nochmal?", fragte Ginny.

"Die Blasen", antwortete Blaise.

"Wann werden sie auftauchen?", fragte Ginny besorgt. Sie wollte nicht, dass Harry es beim Fudge beließ.

"In etwa fünf Minuten. Aber am Gesicht kommen sie als letztes. Fred und George sagten, sie würden an den Beinen beginnen und sich dann nach oben arbeiten. Und er wird sich etwa eine halbe Stunde lang nicht anders als sonst fühlen", erklärte Blaise.

Harry griff als nächstes nach den Törtchen. Blaise konnte sein Gelächter nicht mehr in Zaum halten, als er sah, dass Harry in das Törtchen biss. Er duckte sich einen Moment lang unter den Tisch und kam dann mit rotem Gesicht wieder hoch.

"Diese wird er eine Weile lang nicht bemerken", sagte Blaise zu niemand Speziellen.

Harry schnappte sich als nächstes den Kakao. Er nahm drei Tassen vom Tisch und begann, ihn zu mixen. Er reichte Hermione und Ron je eine Tasse, bevor er aus seiner eigenen trank.

"Oh wie nett! Er hat beschlossen, zu teilen!", lächelte Pansy.

"Der verursacht Durchfall, oder?", grinste Ginny.

"Jepp", lachte Draco.

"Wie lang dauert es, bis der Durchfall beginnt?", fragte Pansy Blaise.

"Etwa zehn Minuten, glaube ich. Sie konnten es nicht so genau bestimmen." Blaise zuckte die Schultern.

"Was ist noch übrig?", fragte Ginny.

"Die Cookies", sagte Draco.

Bei Dracos Worten sah Harry sie, griff in die Schachtel und nahm die verpackten Cookies heraus. Er sah sie einen Moment lang an, rutschte unwohl auf seinem Stuhl herum, und dann steckte er sie in seine Tasche.

"Das macht aber keinen Spaß", schmollte Blaise.

"Oh doch. Vielleicht isst er sie im Klassenzimmer", sagte Ginny.

Die vier begannen, leise zu lachen. Nach ein paar Minuten verwandelte sich ihr stilles Lachen in Gejohle, das die Halle erfüllte. Harry, Ron und Hermione setzten sich einer nach dem Anderen gerade auf und liefen dann aus der Halle.

"Ohne Zweifel in Richtung WC", lachte Blaise.


Die nächste Woche verging relativ normal. Pansy, Blaise, Draco und Ginny hatten die ganze Woche über gemeine Blicke von Harry geerntet. Aber niemand war von Harry eingeschüchtert, als er voll Blasen und Geschwüren war. Draco und Ginny waren einander während dieser Woche näher gekommen. Fast alles war wieder normal, der einzige Unterschied war nur, dass Draco sie immer noch "Ginevra" nannte.

Der Unterricht war schwerer geworden. Die Lehrer erinnerten sie ständig daran, dass ihre UTZE-Prüfungen schon in drei Wochen stattfanden und dass sie sich jetzt wirklich darauf vorbereiten sollten. Sich auf die UTZE vorzubereiten war gar nicht so einfach, wenn sie gleichzeitig in jedem Fach die doppelten Hausaufgaben bewältigen mussten. Die Bibliothek war jetzt immer voll, genauso wie die große Halle zwischen dem Unterricht und den Mahlzeiten.

Pansy, Blaise, Draco und Ginny waren froh, dass sie in Pansys Zimmer bleiben konnten. Niemand dachte, dass sie momentan in ihren jeweiligen Gemeinschaftsräumen überleben würden.

"Ich hasse Verwandlung!", rief Ginny und knallte ihr Buch zu.

"Wovon sprichst du? Das ist dein bestes Fach", sagte Draco und sah auf ihre Notizen.

"Es ist unmöglich", beschwerte sich Ginny.

"Ist es nicht. Du hast es beinah. Nur diese zwei sind vertauscht", sagte Draco und deutete auf ihre Notizen.

Ginny nahm ihr Pergament ohne ein weiteres Wort wieder an sich. In letzter Zeit war sie gereizter als sonst und sie verstand nicht warum. Der Rest des Abends verflog in Stille, während sie alle ihre Hausaufgaben fertig schrieben.

"Was machen wir dieses Wochenende?", fragte Blaise und brach damit die angespannte Stille.

"Was meinst du damit?", fragte Ginny in harschem Tonfall, während sie eine Zeile ihres Aufsatzes für Zaubertränke durchstrich.

"Es ist ein Hogsmeade Wochenende", erklärte Blaise. "Gehen wir?", fügte er hinzu.

"Ich sehe keinen Grund warum nicht", sagte Pansy, ohne aufzublicken.

"Ich bezweifle, dass wir das können", fauchte Ginny. "Wenn uns die Lehrer weiterhin so viele Hausaufgaben geben, dann werden wir nie wieder aus diesem Schloss rauskommen."

"Wir sollten gehen", sagte Draco zu Blaise. "Du brauchst einen freien Tag. Du bist zu gestresst", sagte er zu Ginny und küsste ihre Stirn.

Ginny lächelte. Plötzlich fühlte sie sich wieder besser. Sie gab Draco einen Kuss, drehte sich zu Blaise und nickte.

"Geht's dir gut, Ginevra?", flüsterte Draco und küsste ihren Hals.

Ginny merkte, wie ihre Lider sich schlossen. "Wenn du so weitermachst nicht", hauchte sie.

"Ist das ein Grund für mich, um aufzuhören?", grinste Draco, als er einen besonders sensiblen Bereich küsste.

"Ich bin nur gestresst", seufzte Ginny.

"Dabei kann ich dir helfen", sagte er heiser.

"Oh, ich weiß. Aber erst später, heute Nacht", grinste Ginny.


"Ginny? Kann ich mich mit dir unterhalten?", fragte Pansy am Morgen des Ausflugs nach Hogsmeade.

"Ja, klar", sagte Ginny.

"Geht es dir gut?"

"Ja. Warum?" Ginny zog eine Augenbraue hoch.

"In letzter Zeit bist du ziemlich ... zickig", sagte Pansy langsam. "Tut mir Leid."

"Ich weiß. Ich weiß nicht, was mit mir los ist. Ich hab doch nicht mal meine Tage! Ich habe bloß meistens schlechte Laune", sagte Ginny und fuhr sich mit den Fingern durch das Haar.

"Bist du spät dran?", fragte Pansy besorgt.

"Spät dran?", fragte Ginny. Pansy warf ihr einen spitzen Blick zu. "Oh. Nein, äh ..." Ginny überlegte einen Moment lang. "Vielleicht eine Woche ... oder zwei", sagte Ginny.

"Hast du einen Test gemacht?", fragte Pansy.

"Nein." Ginny begann, auf ihrer Lippe herumzukauen. Was, wenn sie schwanger war? Draco würde sicher nicht so früh Vater werden wollen.

"Ich glaube, wir sollten einen besorgen, wenn wir heute im Dorf sind", sagte Pansy und griff nach ihrem Mantel.

"Ich will nicht, dass sie es wissen!", sagte Ginny und bezog sich auf Blaise und Draco.

"Ich werde allein kurz davongehen. Aber du müsstest es Draco dann sowieso bald sagen", meinte sie.

Ginny biss fester auf ihrer Lippe herum. "Mach dir keine Sorgen", sagte Pansy beruhigend.

Pansy, Blaise, Ginny und Draco spazierten gemeinsam durch die Straßen von Hogsmeade. Ginny dachte die ganze Zeit an den Schwangerschaftstest, der sich in ihrer Handtasche befand, die immer an ihrem Bein streifte, während sie ging. Sie zwang sich, zu lächeln und mit ihnen zu plaudern, als sie in ein Geschäft nach dem anderen gingen. Was sollte sie tun, wenn der Test positiv war? Was sollte sie Draco sagen? Ginny wusste, dass er noch nicht Vater sein wollte, dass er sich damit nicht beschäftigen wollte. Er war jung, das waren sie beide, aber Ginny konnte ihn nicht bitten, sein Leben zu ändern, nur weil sie vielleicht schwanger war, obwohl das Kind dann genauso von ihm stammte.

"Hey, geht's dir nicht gut?", fragte Draco und stieß Ginny mit seinem Arm an.

"Doch, nur müde. Es war eine lange Woche", sagte Ginny mit einem Lächeln.

Draco sah sie einen Augenblick lang neugierig an. Er gab ihr einen Kuss auf die Stirn und festigte seinen Griff um ihre Hüfte, und so gingen sie weiter die gewundene Straße entlang. Ginny wusste, dass Draco ihr nicht glaubte. Er konnte die Menschen zu gut lesen. Aber sie wollte ihm noch nichts von ihren Befürchtungen sagen, bevor sie es nicht mit Sicherheit wusste.

Die vier beschlossen, etwas in den Drei Besen zu trinken. Das kleine Lokal war voll Schüler und Lehrer. Anscheinend dachten alle, sie hätten eine kleine Pause verdient. Blaise fand einen Tisch im hinteren Teil des Lokals und die vier machten sich auf den Weg dorthin. Ginny sah sich unter den Schülern im Pub um. Sie hatte Harry und Ron während des ganzen Ausfluges nicht gesehen und wusste, es wäre zu schön, um wahr zu sein. Sie wartete darauf, dass ein Kampf zwischen Harry, Ron, Blaise und Draco ausbrach. Sie wartete auf einen bösen Kommentar seitens Harry. Aber Harry tauchte die ganze Zeit über nicht auf, in der Ginny mit dem Slytherin Trio im Pub saß.

"Bereit, zurück ins Schloss zu gehen?", fragte Pansy die Anderen.

"Müssen wir?", jammerte Blaise.

"Ja. Wir haben noch jede Menge Arbeit zu tun", sagte Pansy und stand auf.

Gerade als Ginny, Draco, Blaise und Pansy aus den Drei Besen traten, sah Ginny genau das, worauf sie schon den ganzen Tag lang gewartet hatte. In ein paar Metern Entfernung stand Harry, aber er war allein. Ginny versuchte, nicht an all das zu denken, das er ihr vor etwas mehr als einem Monat angetan hatte. Sie sah ihn nicht an, als sie vorbei gingen. Gerade als Ginny dachte, er hätte die Konfrontation gemieden, hörte sich, wie er hinter ihnen her lief. Ginny schloss die Augen und zuckte zusammen, als sie Harrys Stimme hinter sich hörte.

"Malfoy!", rief Harry.

"Was, Potter?", schnarrte Draco und festigte seinen Griff um Ginny.

"Ich wollte dich nur loben", sagte Harry.

Ginny war verwirrt. Sie blickte zu Pansy und Blaise und sah, dass sie genauso verwirrt aussahen, wie sie sich fühlte. Ginny blickte hoch zu Draco und war überrascht, als sie sah, dass er nicht im Geringsten verwirrt war. Draco sah einfach wütend aus. Sein Kiefer war angespannt und seine Augen waren von Zorn erfüllt. Ginny sah in nur noch selten so wütend. Wenn er ihr diesen Blick zugeworfen hätte, hätte sie sofort einen Schritt nach hinten gemacht.

"Wovon sprichst du, Narbenkopf?", sagte Draco bitter.

"Nicht viele Leute würden mit jemandem zusammen sein, der befleckt ist", sagte Harry mit leiser Stimme. Harry lehnte sich näher und Ginny spürte, wie Dracos Griff ein wenig lockerer wurde. "Wie fühlt es sich an, zu wissen, dass ich deine kleine Hure vor dir gefickt habe? Sie war nicht so toll, wenn du willst, kann ich ihr am Wochenende noch ein paar Dinge beibringen", hörte Ginny Harry in Dracos Ohr zischen.

Plötzlich wurde Ginny von Blaise gepackt und von Harry und Draco weggezogen. Sie wusste nicht warum, bis sie sah, dass Draco Harry an der Schulter gepackt und ihm mit voller Kraft das Knie entgegen gestoßen hatte, bis es auf Harrys Nase geknallt war. Harry fiel mit blutüberströmtem Gesicht zu Boden. Draco beugte sich ruhig und mit einem stechenden Blick nach unten.

"Wenn du jemals wieder in ihre Nähe kommst, werde ich persönlich dafür sorgen, dass du nie mehr eine Frau anrühren kannst", schnarrte Draco.

Draco machte auf dem Absatz kehrt und drehte sich zurück zu Ginny, Blaise und Pansy. Er schlang seinen Arm wieder um Ginnys Hüfte und gab ihr einen Kuss auf den Scheitel, bevor sie ohne einem weiteren Blick in Harrys Richtung zurück zum Schloss gingen.


Ginny stand in Pansys Bad in der Dusche und das siedend heiße Wasser lief ihr den Rücken hinab. Die Ereignisse des heutigen Tages hatten ihr sehr zugesetzt und sie musste sich entspannen. Ginny schloss ihre Augen und streckte ihren Kopf nach oben, damit ihr der heiße Wasserstrahl ins Gesicht fiel. Sie legte eine Hand an die Wand vor ihr und ließ das Wasser ihren Hals hinablaufen. Sie stellte sich gerade hin und legte eine Hand auf ihren Bauch. Er sah überhaupt nicht anders aus. Ginny konnte nicht glauben, dass sie jetzt Dracos Baby in sich trug.

"Was soll ich bloß tun?", sprach sie laut aus und sank auf den Boden der Dusche.

Das heiße Wasser attackierte wieder ihren Rücken. Ginny gingen so viele Gedanken durch den Kopf. Wie sollte sie es Draco sagen? Was würde er sagen? Würde er wütend werden? Würde er sie verlassen? Würde er bei ihr bleiben? War es ihm egal? Ginny wusste, dass sie es nicht länger hinauszögern konnte, es ihm zu sagen. Er musste es wissen, er hatte ein Recht darauf, das zu erfahren. Es war doch auch sein Kind. Langsam stand Ginny auf und drehte das Wasser ab. Sie trat aus der Dusche. Der Dampf war so dicht, dass es aussah, als könnte Ginny ihn schneiden. Sie schnappte sich ein flauschiges Handtuch und begann, sich abzutrocknen. Als Ginny nach ihren Kleidern griff, sah sie den Schwangerschaftstest. Das kleine Plastikteil zeigte positiv an. Es hatte ihr ganzes Leben verändert.

Ginny zog sich an und ging hinaus in Pansys Zimmer. Blaise, Pansy und Draco saßen hier und unterhielten sich. Pansy sah Ginny neugierig an, und Ginny schenkte ihr ein ansatzweises Nicken. Pansy warf ihr einen beruhigenden Blick zu, bevor sie sich zu Blaise umdrehte.

"Ich muss mich mit dir im Schlafzimmer unterhalten", hörte Ginny Pansy sagen.

Blaise nickte und das Pärchen stand auf. Als Pansy an Ginny vorbei ging, lächelte sie traurig.

"Sprich mit ihm. Es wird alles gut, versprochen", sagte sie, bevor sie sich zu Blaise drehte und hinter ihm durch ihre Schlafzimmertür ging.

Ginny holte tief Luft und ging mit wackeligen Schritten hinüber zu Draco. Draco begrüßte sie mit einem Kuss. Ginny lächelte schwach.

"Bist du in Ordnung?", fragte Draco und sah ihr tief in die Augen. "Du zitterst ja!", rief er und hielt sie fest.

Ginny sagte nichts. "Was stimmt denn nicht? Warum zitterst du?", fragte Draco und rieb ihr den Rücken.

"Ich bin nervös", hörte Ginny sich sagen. Ihre eigene Stimme klang so weit weg.

"Ist es wegen Potter heute?", fragte Draco durch zusammengebissene Zähne.

"Nein." Ginny schüttelte den Kopf.

Draco sah ihr in die Augen. "Was ist es dann?", fragte er in besorgtem Tonfall.

Ginny öffnete den Mund, um zu sprechen, aber es kamen keine Worte hervor, also schloss sie ihn wieder und sah von Draco weg.

Draco ergriff ihr Kinn und drehte ihren Kopf zu sich, sodass Ginny ihm in die Augen blickte. "Ginevra, du kannst mir alles sagen", meinte er, bevor er ihr einen kleinen Kuss auf den Mund gab.

"Ich bin schwanger", sagte Ginny und eine einsame Träne lief ihr über die Wange.