Disclaimer: Das ist eine Übersetzung. Das Original heißt Parenting Class von IcyPanther.
Kapitel 35 – Zeit für eine Pyjama- Party!
Harry wachte davon auf, dass etwas gegen sein Gesicht drückte. Ersticktes Winseln war das einzige Geräusch an dem frühen Morgen. Harry machte die Augen auf und geriet in Panik, als er nur Dunkelheit sah. Er tastete nach seiner Brille auf dem Nachttisch und setzte sie auf, doch die Finsternis blieb bestehen.
Der Gryffindor hob die Hand an sein Gesicht und bemerkte überrascht, dass seine Hände auf etwas Weiches und Nachgiebiges trafen. Definitiv keine Haut. Harry packte den Rand von was auch immer es war und riss es sich vom Gesicht, wobei seine Wangen brannten, als das klebrige Material sich von seiner Haut löste. Doch Entsetzen übertraf den Schmerz.
Betäubt starrte Harry den Gegenstand in seiner Hand an, während sein Gehirn die Geschehnisse der letzten Nacht durchging. War er betrunken gewesen? Nein… er hatte noch nie in seinem Leben Feuerwhisky getrunken. War es Halloween und er als Mumie verkleidet? Nein… es war erst Anfang Oktober.
Und sobald Harry realisierte hatte, dass nichts Sinn machte außer der Tatsache, dass er mit Pads bedeckt war, tat er das einzig Logische, das jeder jugendliche Junge an seiner Stelle tun würde. Er schrie.
Draco wachte bei dem Geschrei auf und stimmte beinahe mit ein, als er feststellte, dass er ebenfalls nichts sehen konnte. Doch als er realisierte, dass seine Augen nur von etwas bedeckt waren, riss er es ab und starrte den Gegenstand an. „Ich habe einen Pad an mir", sagte er ruhig. „Besser gesagt: Ich habe viele an mir", korrigierte er sich, als er bemerkte, dass sein gesamter Körper bedeckt war. „Und in meinem Wasserfall schwimmen Tampons herum."
Der letzte Gedanke schien endlich einzurasten. „NICHT MEIN WASSERFALL!" Draco raste hinüber und versuchte, sie herauszufischen. Doch die U- Boote schienen ein eigenes Leben zu führen und wichen seinem Griff aus, obwohl es in Wirklichkeit Dracos Hektik war, die ihn daneben greifen ließ.
In ihrem eigenen Zimmer wachte Hermine auf, entzückt, ihre Vormünder zu hören. Sie glitt eifrig aus ihrem Bett, trat aus ihrem Zimmer und keuchte auf, als Wasser über ihre Füße lief, sobald ihre Zimmertür aufgegangen war. Gute fünf Zentimeter schwappten auf dem Teppich im Gemeinschaftsraum, da die Badewanne und das Waschbecken im Badezimmer übergelaufen waren.
Hermine raste zur Wand hinüber, stach mit dem Finger in einen der durchtränkten Pads und quietschte, als Wasser herausspritzte. Sie lachte und stach wieder hinein. Das Mädchen legte den Kopf schief und grinste, als sie das Geschrei hörte. „Sieht so aus, als wären sie hellwach. Ich frage mich, ob sie die neue Dekoration mögen…"
Sie lief zu Harrys Zimmer hinüber und riss die Tür auf. „Guten Morgen, Harry!", zwitscherte sie. Der Junge ignorierte sie völlig und versuchte, immer noch kreischend, die Pads von Karamell abzuziehen. Hermine ging zu Dracos Zimmer hinüber. „Guten Morgen, Draco!"
Der Slytherin sah von seinem Wasserfall auf. „Warst du das?", blaffte er und deutete auf die Pads, die an seinem Körper klebten, und die U- Boote in seinem Brunnen.
„Jaa! Ist es nicht schön?"
Draco knurrte und murmelte etwas, doch die einzigen Worte, die Hermine ausmachen konnte, waren: Töten, Sterben und Hexe. Nichts davon klang besonders gut. „Ich denke, ich gehe jetzt", quiekte sie, während sie nervös zur Tür zurückwich.
Das vorsichtige Schleichen artete ins Fliehen aus, als Draco sich auf sie stürzte, ein wildes Blitzen in den Augen. „HARRY! HILF MIR!", rief sie. Sie rannte in den Gemeinschaftsraum und krachte in den Gryffindor, der gerade aus seinem Zimmer kam.
„Geh weg von ihr", knurrte Draco. „Ich will sie umbringen!"
„Nein", erwiderte Harry ruhig. Hermines Knie zitterten vor Erleichterung. „Ich bin zuerst dran." Vergiss die Erleichterung.
„Ihr… ihr könnt mich nicht töten!"
„Dann schau mal her", sagte Draco. Er näherte sich beständig mit gezücktem Zauberstab.
Hermine kreischte und stürzte zu ihrem Zimmer, doch die beiden Jugendlichen versperrten ihr den Weg. „Glaub nicht, dass du damit davonkommst", sagte Harry. „Du wirst dafür bezahlen."
In diesem Augenblick erklang eine helle Stimme von Korridor. „Guten Morgen, ihr drei! Wir haben entschieden, vorbeizuschauen und euch zum Frühstück aufzugabeln."
„Das ist Ginny!", rief Harry. Er raste in sein Zimmer und schlug die Tür hinter sich zu. Draco tat dasselbe, obwohl das Wasser, das in sein Zimmer strömte, es ziemlich schwer machte. Das Porträt schwang keine Sekunde später auf.
Ron riss den Mund auf, als er hinter seiner Schwester eintrat. Seine blauen Augen weiteten sich vor Schreck, als er die Wände in Augenschein nahm. Terry und Neville zeigten dieselbe Reaktion. „Hi, Leute!", sagte Hermine strahlend. „Was sagt ihr zu dem Raum?"
„Was hast du getan?", flüsterte Pansy.
„Ich habe ihn dekoriert", verteidigte Hermine sich. „Die Wände sind jetzt weich… so können Harry und Draco sich nicht mehr verletzen. Und schaut? Wenn man die Aufkleber sticht, schießt Wasser raus."
„Lass mich mal probieren!", grinste Lavender. Sie ahmte ihre Freundin nach. „Das fühlt sich lustig an!"
„Was ist das denn?", fragte Blaise, der eins der U- Boote aus dem Wasser fischte. Pansy klatschte vor Entzücken, dass Blaise wieder etwas gesagt hatte (es war immer noch ein sehr seltenes Ereignis), doch die Freude erstarb, als sie realisierte, was er da in der Hand hielt.
„Die sind schlecht", sagte Neville. Mit seinem Zauberstab zog er es aus Blaises Hand und warf es zurück in den See.
„Sie sind nicht schlecht!", rief Hermine. „Das sind meine U- Boote!"
„Wo sind Harry und Draco?", erkundigte Ginny sich nervös und schaute sich nach den beiden Vormündern um, damit sie das ganze Fiasko erklären konnte.
„Hört ihr das?", sagte Hermine. Die Gruppe verstummte und lauschte. Gedämpfte Schreie waren aus Harrys Zimmer zu hören, begleitet von Geheul. „Sie sind beide in ihren Zimmern… aber sie regen sich aus irgendeinem Grund auf, deshalb weiß ich nicht, ob es klug wäre, darein zu gehen."
Ginny, die Hermines Warnung keine Beachtung schenkte, watete durch das Wasser und betrat Harrys Zimmer. Was sie sah, ließ sie vor Schock zusammenfahren. „Harry?", flüsterte sie und streckte vorsichtig eine Hand aus. „Hat… hat sie dir das angetan?"
Harry nickte, das Gesicht in sein Kissen vergraben, Karamell an seiner Seite. „Es ist… nicht so schlimm", tröstete sie. Sie nahm seine Kamera vom Nachttisch und schoss ein paar Fotos. Ginny hatte nicht vor, sie zu benutzen… doch wenn es Zeit wurde für Hermine, Draco und Harry, all ihre Fotos durchzusehen, wollte sie, dass ihnen eine große Auswahl zur Verfügung stand. Und da sie ihre eigene Kamera im Augenblick nicht bei sich hatte…
„Es ist furchtbar", schluchzte Harry. Er versuchte, einen der Aufkleber aus seinem Haar zu ziehen. „Sie sind echt schwer abzulösen… und es tut weh."
„Sie hat es nicht gewusst… sie ist nur ein kleines Mädchen."
„Sie wird ein totes, kleines Mädchen sein", stellte Harry klar. Er hob sein Gesicht vom Bett, die grünen Augen blitzend.
„Na, na", machte Ginny. Sie streckte die Hand aus und riss den Pad ab, den Harry schon eine Weile lang versuchte zu entfernen, das Jaulen des Jungen ignorierend. „Du willst doch niemanden umbringen."
„Oh doch", knurrte Harry. „Und ich werde es lange und schmerzhaft machen. Ich werde sie mit diesen… diesen Dingern vollkleben! Und dann werde ich – "
„Nein, wirst du nicht. Komm schon, Harry. Geh nicht so hart mit ihr ins Gericht… ich bin sicher, sobald du und Draco ihr sagt, dass sie es nicht noch mal machen soll, und zwar ruhig und wohlüberlegt, wird sie so etwas nie wieder machen."
„Aber es ist schon zu spät. Du hast wahrscheinlich schon Bilder gemacht, oder?"
„Natürlich nicht", log Ginny. Sie tätschelte Harrys Hand, bevor sie den Pad dort ebenfalls abriss. „Das würde ich doch nie tun. Jetzt halt still, während ich versuche, noch ein paar mehr abzumachen…"
Drüben in Dracos Zimmer starrte der Blondschopf gerade sein Gesicht im Spiegel an, von dem die schrecklichen Aufkleber von Hermine entfernt waren. Ein leises Klopfen erklang an der Tür. „Draco, kann ich hereinkommen?"
„Nein", murmelte er brüsk. Pansy hörte nicht darauf und trat trotzdem ein. „Ich dachte, ich hätte Nein gesagt."
„Aber es gibt etwas, dass ich dir zeigen wollte", erwiderte Pansy. Ein böses Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus. „Schau mich an, Draco." Er tat wie geheißen. In seiner Unglücklichkeit hatte er den Fluch völlig vergessen, mit dem er sie belegt hatte.
„AHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!"
Das normalerweise pfirsichfarbene Gesicht des Mädchens war an fast jedem Zentimeter mit grellblauen Punkten übersät. Der Fluch zog sich an ihren Armen und Beinen entlang und war sogar an ihren Füßen zu sehen. „Ich kann nur raten, wer so etwas tun würde", sagte sie mit immer noch honigsüßer Stimme, während mit jedem Blinzeln noch mehr Punkte erschienen.
„Was ist los, Drakie- Poo?", sagte sie. Sie näherte sich ihm langsam, die Kamera gezückt. „Gefällt dir nicht, wie ich aussehe? Stimmt etwas nicht? Ich hatte auf dem Weg hierher die ganze Zeit einen Verschleierungszauber auf mir… aber jetzt ist er weg und aus irgendeinem Grund kann ich ihn nicht wieder ausführen."
Draco hatte inzwischen sowohl Kamera und Zauberstab gepackt und bereitete sich darauf vor, ein Foto von der gepunkteten Pansy zu schießen. Sehr zu seiner Überraschung gestattete die Slytherin ihm, ein Bild zu machen. Eins, von dem er wusste, dass sie ihm dafür den Hals umdrehen würde.
„Jetzt bin ich an der Reihe", feixte sie und hob die Kamera. „Zuerst im Kleid und jetzt das. Was soll Hogwarts nur mit dir machen, Draco?"
„GIB MIR DIE KAMERA!", brüllte er und hechtete auf Pansy zu, die genau in diesem Augenblick abdrückte. „Pansy! GIB SIE MIR AUF DER STELLE!"
„Nein", sagte sie und tänzelte behände zur Seite. „Ich gehe es jetzt in der Schule aufhängen. Es ist so schön, dass dieses Creevy- Kind mir gezeigt hat, wie man nur ein paar Bilder und nicht die gesamte Rolle entwickelt. Wir sehen uns später!"
Als Pansy den Raum verließ, ertönten Schreie von denen, die im Gemeinschaftsraum warteten. Draco feixte. Sie bekamen zu Gesicht, wie furchtbar sie aussah. Hoffentlich würde sie alle verschrecken und sich zum Gespött der Leute machen. Aber… wenn sie diese Bilder veröffentlichte… würde es ihn noch schlimmer treffen.
„Ich muss mir einen besseren Fluch ausdenken das nächste Mal", brummte Draco.
„Was sind diese Dinger?", fragte Lavender. Sie drückte wieder gegen die Wand. „Können wir auch so was in unserem Raum haben, Ron?"
„Merlin, nein! Kommt, wir gehen… kommst du, Terry?"
„Bin direkt hinter dir…"
„Ich will noch nicht gehen!", heulte Lavender, als Ron das strampelnde Kind in seine Arme nahm und mit seiner Gruppe den Raum verließ.
„Wir sollten auch gehen", sagte Neville. Er machte einen großen Bogen um Pansy herum und hob Blaise auf, der Pansy ebenfalls misstrauisch begegnete. „Ginny, bist du bereit zu gehen?", rief er in Richtung Harrys Zimmer.
„Ja", sagte der Rotschopf grinsend. „Lass uns etwas frühstücken gehen. Wir sehen euch drei in der Großen Halle!", sagte sie fröhlich und trat mit Nevilles Gruppe aus dem Porträt. Draco hörte zufrieden, wie sie im Korridor aufkreischte, als sie Pansys Gesicht sah.
Harry kam aus seinem Zimmer, immer noch größtenteils zugeklebt, auch wenn einige entfernt worden waren. „Schöne Gedanken… bring sie nicht um. Sei nett."
Doch Ginny, die ihn beschwichtigt hatte, war fort und nun sah er Hermine, die glücklich vor sich hin summte und die U- Boote durch den Raum schob. „Darf nicht… die Kontrolle… verlieren…" Es war die Tatsache, dass das Mädchen unbeschädigt war, kein Bisschen reumütig, und glücklich, während er es nicht war, ließ Harry aus der Haut fahren.
Doch gerade als er sich zum Angriff bereitmachte, hetzte Draco aus seinem Zimmer direkt auf Hermine zu. Das Kind hörte das Platschen des Wassers, sah auf und bewegte sich gerade rechtzeitig, bevor Draco einen Hechtsprung machte und bäuchlings auf der Stelle landete, wo sie eben noch gewesen war.
Das gab Harry den Ausschlag. Mit einem Schrei sprang er ebenfalls vorwärts und fing an, Hermine im Raum umherzujagen. Hermine rannte zu dem Porträt hinüber, aber wie Leviculus am Anfang gesagt hatte, war das Kind eingeschlossen und konnte nicht entfliehen.
Als sie sich an den Boden kauerte, schlichen Harry und Draco vorwärts, die Blicke entschlossen auf ihre Beute gerichtet. Ein Kichern drang aus den Lippen des Mädchens, obwohl sie wusste, dass es nicht gerade lustig war. Schließlich wurde sie gerade von Jungen angegriffen, die weiche, rosafarbene Pads am ganzen Körper trugen.
„Siehst du irgendetwas Lustiges hieran?", fragte Harry Draco.
„Überhaupt nicht."
„Warum lacht sie dann?"
„Was macht das schon? Wir werden sie eh umbringen."
Hermine verstummte. Als sie keinen Ausweg sah, da die Jungen sich stetig näherten, stand Hermine auf und wappnete sich gegen einen Kampf. Gerade als sie dachte, alle Hoffnung wäre verloren, erspähte sie eine Öffnung zur Flucht. Die Initiative ergreifend, warf sie sich zwischen Harrys Beine und fiel in das Wasser. Sie verschwendete keine Zeit, rannte zum Fenster und riss es auf. Sie warf einen ängstlichen Blick hinaus.
Als sie über die Schulter sah, landete ihr Blick auf zwei Jugendliche, die beide das Verlangen hatten, sie zu töten. Erdboden oder sicherer Tod? Hermine holte tief Luft und sprang aus dem Fenster, die Augen fest zusammengekniffen.
„Sie ist weg", gackerte Draco.
„Ja, ist sie", grinste Harry.
Dann sahen beide einander an.
„ACCIO NIMBUS EINTAUSENDEINS!"
„ACCIO FEUERBLITZ!"
Auf ihre geliebten Besen steigend, rasten beide Sucher aus dem Fenster und düsten dem fallenden Mädchen hinterher, das noch nicht auf den Boden getroffen war. Harry flog unter sie und fing das Kind auf seinem Besen auf und Draco schwebte direkt neben ihnen und stützte Hermine mit einer Hand.
„Ihr habt mich gerettet!", rief sie und umarmte beide um den Hals, sobald sie auf dem Boden angelangt waren. „Ich wusste, dass ihr mich nicht sterben lassen würdet."
Das Ravenclaw- Quidditch- Team, das bei den Feldern trainiert hatten, beobachtete die merkwürdige Szene. Auch wenn Quidditch noch nicht angefangen hatte, hatten die Team- Mitglieder, die keine Kinder waren (das waren fünf von sieben) an einigen neuen Trainings- Techniken gearbeitet, um sich früh auf das Match vorzubereiten. Doch der Anblick von zwei Jungen, die in Pads eingedeckt waren, und ein Mädchen, das aus einem Fenster sprang, waren sehr viel interessanter.
„Hey, Potter!", rief der Captain, ein Siebtklässler mit dem Namen Jason Scrumtol. „Malfoy! Was tragt ihr da?"
„Kann ich sie jetzt umbringen?", fragte Draco, dem es in den Fingern juckte.
„Es ist… ein neuer… Stil?", sagte Harry.
„Fragst du mich oder sagst du es mir?"
„Es ist ihre Schuld", blaffte Draco und deutete auf die unschuldig lächelnde Hermine. „Sie war das!"
Ein lautes Grollen über ihnen unterbrach die Unterhaltung. Alle blickten auf, um eine Kaskade von Wasser aus dem Fenster rauschen zu sehen, wobei mehrere Bücher und Pergamentblätter mitgeflutet wurden… ebenso wie ein U- Boot, das direkt auf Dracos Kopf landete.
„Wer hat eine Kamera?", fragte Jason, obwohl seine Worte kaum zu verstehen waren, da er so heftig lachte. Hermine händigte fröhlich den Fotoapparat aus, den sie in ihrem Zimmer gefunden hatte. Es bedurfte Harry und Draco beide eine Sekunde, bis sie reagierten. Und als sie es endlich taten, war es kein hübsches Bild.
Draco schoss auf die Füße und stürzte sich auf Jason, um mit ihm um die Kamera zu ringen. Hermine kreischte und sauste los, als Harry ihr hinterherraste. Der Rest des Quidditch- Teams sprang Jason zu Hilfe, der von Draco ganz schön vermöbelt wurde.
Harry, der jetzt fast beim Quidditch- Feld war, hielt in seinem Lauf inne. Warum brachte er sich noch mehr in Verlegenheit, indem er hier draußen war? Er könnte in den Turm zurückkehren, sich umziehen und saubermachen. Nickend schlüpfte der Gryffindor an den kämpfenden Schülern vorbei und flog hoch durch das Fenster. Er blickte zum Boden hinunter, zuckte die Achseln und ging in sein Zimmer, um sich umzuziehen.
Das Ravenclaw- Quidditch- Team ließ die Kamera fallen, als sie realisierten, dass das alles war, das Draco wollte, und rannten weg. Hermine war nicht so schlau. Sie war zum Turm zurückgegangen und hatte geplant, auf Draco oder Harrys Besen hochzufliegen. Sie war nicht darauf gefasst gewesen, dass der wutentbrannte Slytherin auf sie warten würde.
Sie machte kehrte und raste wieder los, Draco direkt auf den Fersen. Sie verließen den Bereich des Quidditch- Feldes und steuerten zu den Gewächshäusern.
Dort war Professor Snape zu einem Morgenspaziergang unterwegs. Er war nicht gerade der Typ dafür, rauszugehen und die Natur zu würdigen, doch er würdigte die Tatsache, dass Professor Sprout ihm etwas von ihren frisch gewachsenen Beewurzelpflanzen für seinen Unterricht abgab.
Er war gerade aus dem Gewächshaus Vier getreten, zwei getöpfte Beewurzelpflanzen auf den Armen, als er Draco sah. Langsam klappte ihm der Mund auf. Die Pflanzen krachten auf den Boden. Seine Augen weiteten sich. Seine Haut wurde um mehrere Schattierungen blasser.
„Was ist los mir dir, Severus?", erkundigte Sprout sich fröhlich, die das Gewächshaus zuschloss. „Hat ein Niffler deine Zunge erwischt?"
Immer noch lachend blickte sie über das Schlossgelände… und keuchte auf, wobei sie fast das Gleichgewicht verlor. „Ist das…?"
„Sag es nicht", unterbrach Snape. Er schüttelte den Kopf, um sich wieder in die Gegenwart zu bringen. „Es muss irgendein Illusionszauber sein."
„Sie wirken aber definitiv echt", kommentierte Sprout, als Hermine in den See rannte und Wasser aufwirbelte, das Draco kurzzeitig blendete. „Sie interagieren mit wirklichen Objekten."
„Sag mir einfach, um meiner geistigen Gesundheit willen, dass sie nur Halluzinationen sind."
„Okay. Sie sind nur Halluzinationen. Wie wäre es, wenn wir diese armen Pflanzen aufsammeln und zum Frühstück reingehen." Nickend beugte sich Snape hinunter, hob die Töpfe auf und folgte der Kräuterkunde- Lehrerin ins Schloss.
Oben in seinem Zimmer hatte Harry es geschafft, jeden einzelnen Pad abzulösen, und trug nun seine Roben, bereit den kommenden Tag willkommen zu heißen. Es war ihm gelungen, das Wasser und die neue Tapete loszuwerden. Doch hier hörten die guten Dinge auch schon auf.
Die Wände hatten jetzt riesige Stücke ohne Farbe und neben den blauen und grünen Punkten war es sehr deutlich zu sehen. Die hölzernen Schränke im Badezimmer waren unwiderruflich von den Wasserschäden ruiniert. Die Marker, mit denen Hermine die Tampons bemalt hatte, hatten ihre Farbe in den Teppich abgegeben, so dass alle paar Zentimeter dunkelgraue Flecken zu sehen waren.
„Es ist besser als vorher", seufzte er und fuhr sich mit einer Hand durch sein unordentliches Haar. „Ich hoffe, Hermine und Draco kommen bald zurück… wir sollten wirklich frühstücken gehen."
Nachdem er über fünf Minuten gewartet und durch das Fenster kein Zeichen von den beiden erspäht hatte, nahm Harry seine Bücher und trat aus dem Porträt. Er lächelte, als er in Leviculus' Porträt eine kleine Flut sah. Der Narr war nirgends zu sehen.
Harry hatte sich gerade an seinen Tisch gesetzt, Ginny zu seiner Rechten und Neville links, als Geschrei von dem Korridor vor den Türen zu hören war. Schüler drehten sich um, als Hermine Granger in den Raum an den Tischen entlangrannte, Draco Malfoy im Schlepptau.
Eine rennende Hermine war ein normaler Anblick. Draco… aber nicht. Kameras wurden gezückt und viele hielten diesen Moment für immer fest. Schließlich sah man nicht jeden Tag den berüchtigten Slytherin eingedeckt in weiblichen Produkten.
Harry, der wünschte, er hätte nichts mit den beiden zu tun, vergrub seinen Kopf in den Armen. Um es ihm jedoch noch schwerer zu machen, rannte Hermine zu ihm und hechtete unter den Tisch. Draco versuchte natürlich dasselbe.
Doch aus irgendeinem Grund funktionierte das nicht ganz so gut.
Dracos Hintern blieb bei der Hälfte unter der Bank stecken und er strampelte vergeblich mit den Beinen, um freizukommen. Seine Arme streckten sich nach vorn und versuchten, Hermine zu packen, verfehlten sie jedoch, als sie rückwärts kraxelte.
„Kann ich so tun, als wären sie nicht hier?", murmelte Harry. „Das ist so peinlich."
„Ich glaube nicht, dass du es schaffen wirst", feixte Ginny, als Hermine zu schreien anfing, da Draco seinen Zauberstab auf sie richtete.
Harry verzog das Gesicht und deutete mit seinem Zauberstab auf Draco. „Stupor." Der Slytherin erschlaffte. Puterrot im Gesicht, zog Harry Draco unter dem Tisch hervor und bedeutete Hermine, ebenfalls rauszukommen.
Er ignorierte das Geflüster und Gekicher geflissentlich und schleppte Draco zurück in den Gemeinschaftsraum. Hermine folgte ihm kleinlaut. Als sie am Porträt ankamen, war Harry froh zu sehen, dass Leviculus wieder da war. Er wirkte etwas nasser, doch ansonsten unbeschädigt.
Harry warf Draco auf eine Couch, gang dann zum Fenster und rief den Besen des Blondschopfs herauf. „Du bleibst hier", warnte Harry, als Draco, der inzwischen aufgewacht war, eine Bewegung auf Hermine zumachte. „Ich habe die Nase voll von euch beiden. Draco, du bist sechzehn! Fang an, dich entsprechend zu benehmen! Zumindest, wenn du in der Öffentlichkeit bist. Hermine, du musst wissen, dass du nicht machen kannst, was immer du willst. Du solltest nicht ohne unsere Erlaubnis in unsere Zimmer kommen, verstanden? Außerdem sind die Dinger nicht zu dem Zweck da, zu dem du sie benutzt hast, okay?"
„Ich verstehe", nickte Hermine. „Nächstes Mal klopfe ich an und wenn keine Antwort kommt, geh ich nicht rein. Aber wozu werden sie denn benutzt?"
„Das wirst du eines Tages herausfinden."
„Ich will es aber jetzt wissen."
„Später."
„Jetzt."
„Jetzt."
„Später."
„Braves Mädchen, wir sind uns einig", grinste Harry und zerzauste ihr das Haar. „Warum gehst du dich nicht anziehen? Wir haben einen vollen Tagesplan vor uns."
Hermine warf ihm einen finsteren Blick zu und hopste von der Couch auf. Sie schlug einen sorgfältigen Bogen um Draco.
„Willst du gar nichts sagen?", fragte Harry. Er setzte sich neben Draco.
„Ich will sie immer noch umbringen."
Im Wissen, dass es unter die Gürtellinie ging, sagte Harry: „Ehrlich? Ich dachte, das machen nur Todesser."
Draco versteifte sich. „Du weißt, was ich meine."
„Dann hör auf, es zu sagen. Schließ Frieden und lass dich nicht von ihr provozieren. Sie hat versprochen, sich ein wenig zu bessern… und du?"
„Du warst ganz dabei, sie mit mir umzubringen", sagte Draco.
„Das stimmt… aber ich bin zu Vernunft gekommen. Du nicht."
„Na schön. Ich gehe diese Dinger abmachen. Du und Hermine könnt runter zum Frühstück gehen. Wir sehen in Geschichte der Zauberei."
„Bist du sicher?" Draco nickte. „Also gut. Aber hol dir etwas Essen aus der Großen Halle… du willst doch nicht verhungern."
„Ein Essen ausfallen zu lassen wird mich nicht ins Grab bringen", sagte Draco und verdrehte die Augen. Und damit schloss er die Tür zu seinem Zimmer.
Etwa zwanzig Minuten später hatten Harry und Hermine ihre Mahlzeit beendet und machten sich auf den Weg zu Geschichte der Zauberei.
Draco kam Sekunden, bevor es klingelte, herein, gekleidet in seinen schwarzen Umhang, mit Glitzer, der in einer Tasche steckte, und seiner Büchertasche. „Weck mich auf, wenn es vorbei ist", raunte er, bevor er seinen Kopf auf den Tisch legte und prompt einschlief.
Harry sah ihn mit offenem Mund an. Er war nicht gut darin, sich Notizen zu machen… er würde in ein paar Minuten schlafen. „Besser gesagt: In ein paar Sekunden", gähnte sein Gehirn, als Binns mit der Stunde begann und seine monotone Stimme von einer Trollrebellion lamentierte.
Beide wurden zwei Stunden später von Hermine geweckt, die sie davon in Kenntnis setzte, dass die Stunde vorüber war, dass sie sich Notizen gemacht hatte, falls sie sie haben wollten, und dass sie zu spät zu Zauberkünste kommen würde.
„Hey, Hermine?", sagte Harry nach der Zauberkünste- Stunde, die glücklicherweise nicht so furchtbar war wie die letzte. „Möchtest du nach dem Mittagessen in die Bücherei?"
„Eine Bücherei! Es gibt hier eine? Kann ich wirklich gehen?"
„Sicher, wenn du versprichst, da leise zu sein. Mrs. Pince mag keinen Krach."
„Wer ist das?"
„Die Bibliothekarin."
„Oh", machte Hermine weise.
Die drei verzehrten rasch ihr Mittagessen, wobei Draco Hermine immer noch auswich, und gingen hoch in die Bücherei. Beide Jugendlichen besetzten einen Tisch und zogen ihre Hausaufgaben heraus, während Hermine mit vor Aufregung weiten Augen auf Erkundung ging.
„Hier sind so viele Bücher", flüsterte Hermine und starrte bewundernd die Hunderte Regale an. „Was soll ich zuerst anschauen?"
Innerhalb weniger Minuten hatte sie eine große Anzahl Bücher zusammengesucht. „Ich frage mich, was das für ein abgetrennter Bereich ist", überlegte sie. Sie schaute sich um und als sie niemanden sah, schlüpfte sie unter dem Seil durch und untersuchte die Bücher. Sie nahm eins aus dem Regal und schlug es auf.
„!", schrie das Buch und Hermine kreischte mit. Sie schleuderte es von sich, worauf das Buch in das Regal krachte das und ganze Ding zu taumeln begann.
Es wankte vor und zurück, bevor es endlich fiel. Hermine hielt sich die Augen zu, als es in das Regal hinter ihm stürzte, woraus sich ein Domino- Effekt entwickelte.
Schüler schrien panisch auf und hechteten aus dem Weg der fallenden Schränke und herabregnenden Bücher. Hermine stahl sich zu Harry und Draco hinüber und täuschte Unschuld vor.
Nach ein paar Minuten war alles vorbei. Jeder Schrank war umgestürzt. Staub von den älteren Manuskripten waberte durch die Luft und erstickte alle.
„Wer war das?", fragte Mrs. Pince bedrohlich. Sie trat in die Mitte des Raumes. „Sagt es mir!"
Niemand antwortete.
„Vielleicht… vielleicht sind sie von selbst umgekippt", schlug ein winziger Gryffindor vor. „Ein paar von den Schränken waren wirklich alt."
Die Bibliothekarin schnüffelte verächtlich. „Das bezweifle ich. Ich werde eine magische Untersuchung auf die Bücherei ausführen, um nach Zerstörungszaubern zu suchen. Wenn ich Spuren davon in der Luft finde, weiß ich, nach wem ich zu suchen habe. Jetzt geht mir aus dem Weg, damit ich dieses Chaos beseitigen kann."
„Ich frage mich, wer das war", überlegte Harry, während sie die Bücherei verließen und sich zu der Masse von Schülern draußen gesellten. Hermine schwieg immer noch, ein kleines Lächeln auf den Lippen. „Na, Mine, wie findest du die Bücherei?"
„Sie ist sehr groß. Und da war eine Menge zu lesen… können wir wieder hingehen, wenn sie aufgeräumt ist?"
„Sicher", antwortete Harry.
Der Rest des Nachmittags verging ruhig und wurde von einer Verwandlungsstunde abgeschlossen. Hermine war zu sehr in ein Buch über Pflanzen vertieft, das Neville ihr geliehen hatte, um Schwierigkeiten zu verursachen, wofür McGonagall überaus dankbar war, da sie ihre letzte Begegnung mit dem Kind nicht im geringsten vergessen hatte.
Das Abendessen veränderte all das.
„Hey, Hermine!", blubberte Lavender. „Ron und Terry haben gesagt, es ist ihnen recht, wenn es deinen Vormündern recht ist."
„Toll! Ich bin sicher, das ist es!"
„Was ist uns recht?", erkundigte Draco sich wachsam.
„Können wir eine Pyjama- Party machen? Bitte, ich schenk euch auch eine Zahnbürste?"
„Wir würden auch zum Aufpassen kommen", sagte Ron, während er sich neben Draco an den Gryffindor- Tisch setzte.
„Ich schätze, dann ist es okay", sagte Harry langsam. Seine Stimme wurde von Hermine und Lavenders Kreischen übertönt.
„Lasst uns Blaise auch einladen!", schlug Hermine vor.
Die vier Vormünder tauschten Blicke aus. Würde das wirklich eine gute Idee sein?
„Ja! Tun wir's!" Lavender sprang von ihrem Stuhl und rannte zum Slytherin- Tisch hinüber, wo Pansy mit ihrer Gruppe saß.
„Er hat Ja gesagt! Und Neville kommt auch! Pansy sagt, dass sie nicht kommt… sie will nicht in Dracos Nähe sein. Aber die Punkte gehen langsam weg."
Und so fanden Draco und Harry sich mit drei wilden Kindern (naja, eigentlich nur zwei; Blaise war extrem still) und drei Freunden (deren Gesellschaft sie als sehr angenehm empfanden) wieder.
Der Abend verlief ruhig. Die Jugendlichen spielten Snape Explodiert und die Kinder malten, unterhielten sich, spielten Backe- backe- Kuchen, streichelten und jagten Karamell oder versuchten, Krummbein von unter dem Schrank hervorzulocken.
„Ich habe ihn noch nie so viel lachen sehen", kommentierte Harry mit Blick auf Blaise.
„Es ist schön zu sehen", stimmte Neville zu. „Hermine scheint merkwürdigerweise einen guten Einfluss auf ihn zu haben."
„Meint ihr, es ist Zeit, dass sie ins Bett gehen?", sagte Draco. „Es ist schon fast Mitternacht."
Ron keuchte auf. „Wir haben Unterricht morgen! Sie hätten schon vor Ewigkeiten im Bett sein müssen!"
Die Kinder wurden ins Bad geschleppt, in Schlafsäcke gesteckt (Hermine in der Mitte, Blaise zu ihrer Rechten und Lav an ihrer linken Seite) und mit Gute- Nacht- Küssen und – Umarmungen versehen. Die Vormünder verteilten sich über den ganzen Raum. Draco und Harry stiegen in ihre Betten. Ron nahm die Couch und Neville den Armsessel. Terry besetzte Hermines Bett.
Aufzustehen war das Schwerste. Die Schüler kämpften wie Tiere um die Dusche (alle bereit, die Tür aufzubrechen, als Draco eine halbe Stunde lang duschte) und sich anzuziehen war eine Katastrophe.
„Hat irgendjemand meinen Umhang gesehen?", donnerte Ron, während er sich durch einen Haufen auf dem Boden wühlte.
„Ich kann meine Socken nicht finden!", brüllte Terry.
„Wer hat Glitzer genommen?", verlangte Draco.
Hermine kicherte.
„Gib ihn mir zurück!"
„Ich habe mein viertes Erinnermich verloren", sagte Neville und sah unter der Couch nach.
„GIB MIR GLITZER ZURÜCK!"
„Hat jemand meine Zahnbürste benutzt?", wollte Harry wissen, der aus dem Badezimmer kam. „Ich kann sie nicht finden."
„Hab meinen Umhang gefunden!", rief Ron triumphierend. „Nein, warte. Das ist der von Neville."
„Dann, glaube ich, trage ich deinen…" Die Jungen tauschten sie aus.
„ICH MEINE ES ERNST, HERMINE!"
„FANG MICH, WENN DU KANNST!"
„Du bist mir auf den Fuß getreten!", rief Lavender und funkelte Terry an. „Pass auf!"
„Brauchst du Hilfe, deinen Schlafsack zusammenzurollen, Blaise?", erkundigte Ron sich und kniete sich neben den kleinen Jungen. Blaise nickte und Ron machte sich an die Arbeit.
„HERMINE HAT MICH GEBISSEN!", jammerte Draco, seinen Arm umklammernd.
„DANN NIMM MIR DAS NÄCHSTE MAL NICHT MEINEN DRACHEN WEG!"
„ER GEHÖRT MIR!"
Endlich waren sie bereit zu gehen. Alle acht quetschten sich an den Gryffindor- Tisch und Harry schnappte sich den Orangensaftkrug für Hermine.
In der Mitte des Frühstücks stellte Hermine sich auf ihren Stuhl. „Ehem!"
Keiner schenkte ihr auch nur im geringsten Beachtung.
„ICH MÖCHTE ETWAS VERKÜNDEN!"
Das brachte alle zum Schweigen. Sie waren das seltsame Kind nun recht gewöhnt und nach dem vorherigen Tag waren sie bereit, allem zu lauschen, das es interessant finden könnte.
„Warum habe ich bloß das Gefühl, dass sie etwas Schlimmes sagen wird?", murmelte Harry.
„Keine Ahnung", sagte Ron achselzuckend. „Vielleicht will sie über die Pyjama- Party reden."
Ron lag falsch und Harry hatte Recht. Denn Hermine sagte:
„ICH HATTE GESTERN NACHT SEX!"
AN: Review bitte!! Danke^^
