Come together

Takeshi war zwar für einen kleinen Moment ein wenig Skeptisch über das von mir gesagte, doch er sah schließlich ein, das es Sachen gab, die gewisses Feingefühl verlangten… okay, an dieser Stelle wunderte ich mich schon ein wenig ob das nun zusammen passte oder nicht…

Aber das war nun nicht unser Thema, das wichtigste war nun die anderen zu Kontaktieren das wir eine geeignete Wasserquelle entdeckt hatten, was dank unserer Kommunikatoren eigentlich auch sehr schnell von statten ging, das Problem war nur unser Gehör zu behalten aufgrund des lauten Geschreie Ryoheis, welchem wir ausgesetzt waren… selbst nachdem Hayato übernommen hatte und nach seinen Angaben ein klein wenig auf Distanz gegangen war.

Nun, wie ich schon sagte, er wäre ein ehrenvoller Gegner für Squalos Stimmbänder.

Das Geschrei in unserem Hintergrund hatte derweil wieder nachgelassen und als ich mich wieder umdrehte, lehnte Tsunayoshi etwas benommen und mit blauen Flecken übersät an einem Baum.

Bewundernswert eigentlich wenn man mal bedachte, was für Schaden der schwarzhaarige anrichten konnte.

Kyoya hatte seine Aufgabe anscheinend beendet und wusch gerade seine leicht blutigen Tonfa im Flusswasser ab, während Takeshi zu dem brünetten eilte um sich um ihn zu kümmern.

Seufzend sah ich zwischen den Jungs hin und her, ehe ich ebenfalls zu Takeshi und Tsunayoshi ging.

Letzterer war wie es aussah auch schon wieder ansprechbar, ein Testament dafür das der Junge wohl schon viel Schmerz hatte einstecken müssen und eine Toleranz dem gegenüber besaß… bis zu einem gewissen Grad natürlich nur.

„Decimo, ich hoffe das dir Kyoyas kleine Lektion eine Lehre war, ansonsten könnte ich in einer weiteren Trainingssitzung helfen. Aber egal, das können wir auch später besprechen.", sprach ich den jüngeren an, kaum dass ich vor ihm zum stehen kam und ihn in die Augen sah, eine Hand dabei in die Hüfte gestemmt, während die andere an meinem Ring lag.

Tsunayoshi nickte fast augenblicklich, nachdem ich geendet hatte, ehe er sich von Takeshi aufhelfen ließ.

„Maa maa Tsuna, ich glaube es wäre besser wenn du dich mal ein wenig sauber machst. Oyaji sagt immer, es ist nicht gut Schmutz in die Wunden kommen zu lassen und dieses Spielzeug von vorhin sah so aus als würde es weh tun!", redete der Baseballspieler dann auch schon los, wobei er beim letzten Part lachend zu der am Boden liegenden Bärenfalle deutete, bei dessen Anblick Tsunayoshi ganz blass wurde.

„Mach es lieber Decimo. Es wäre nicht gut wenn du weitere Schäden davon tragen würdest. So wie es nun aussieht, dürfte es allerdings schnell wieder in Ordnung sein, wenn du auf dich aufpasst und deine Verletzungen wäschst.", stimmte ich dem anderen wenigstens zu, auch wenn ich seine Ansicht nicht teilte, das eine Bärenfalle als Spielzeug galt.

Aber nun ja, jeder hat seine eigenen Methoden das Leben und die Welt wahrzunehmen und diese zu verarbeiten, für Takeshi war es wohl leichter alles als eine Art Spiel anzusehen… oder es war seine Art so unbewusst dazu zu sorgen das die anderen etwas zur Ablenkung hatten.

„J-ja, i-ich glaub d-das werde ich tun…", murmelte der braunhaarige und folgte seinem Freund dann auch schon zum Wasser hin.

Ich ging dagegen wieder in Richtung Kyoya.

Warum ich gerade zu ihm ging, statt weiter bei dem anderen zu sein, lag wohl daran, dass ich die mit Kyoya einhergehende Ruhe irgendwie ein wenig lieber mochte, um Tsunayoshi war es bisher dauernd so laut und irgendwie verrückt wenn ich ehrlich war, selbst wenn dieses Verhalten einen irgendwie zu Hause fühlen ließ, als würde man dazugehören.

Es war schon komisch, komisch aber schön, aber bei Kyoya war es einen klein Tick besser, es war wie eine ruhige Bucht in der man entspannen konnte… und ich glaube andere würden mich für verrückt erklären wenn sie das von mir hören würden, aber wenn man Kyoya wenigstens ein bisschen raus hatte, dann ging das schon.

Zwar war die Wolke am Himmel immer in der Nähe, aber indifferent.

Sie sah allem zu, mischte sich selbst ein wenig ins Wetter ein, ehe sie sich ein wenig zurückzog.

Der Mond wechselte währenddessen immer wieder ihren Standpunkt, verdeckt vom Wetter.

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Es dauerte auch nicht sonderlich lange, bis Hayato und Ryohei endlich bei uns ankamen, wobei ihr Auftritt fast wie der von Tsunayoshi war, nur ohne Bärenfalle und ohne das ich umgeworfen wurde.

Und mit ihrem Ankommen, drohte das Geschrei ein neues Level in einer neuen Runde zu erreichen, wenn nichts unternommen wurde.

Dies nahm ich dieses Mal wieder auf mich, sobald das Lachen lauter wurde, die Flüche bunter und das „EXTREM" unser Trommelfell bedrohte.

„Jungs! Ehe ihr nun beginnt weiter eure Sinnfreien Diskussionen zu führen, sollten wir unsere nächsten Schritte planen! Decimo, da wir das mit der Wasserquelle nun geklärt haben, sollten wir dann nicht den nächsten Schritt angehen?", unterbrach ich die Jungs, während ich gleichzeitig versuchte Kyoya zurückzuhalten, damit dieser die anderen nicht zu Tode beißen konnte.

Wirklich, ich war irgendwie froh dass er es mir nicht zu übel nahm… außerhalb des Trainings schien er wohl nicht darauf aus das weibliche Geschlecht zu verprügeln.

Tsunayoshi erschien mir in diesem Moment, wenn ich seinen Blick richtig deuten konnte, dankbar.

Weil ich mich um Kyoya kümmerte oder die anderen vom Streiten abhielt, keine Ahnung, aber es war schön gedankt zu werden, selbst wenn es nur in einem Blick weiter gegeben wurde.

Die anderen wollten allerdings wie es schien wieder ansetzen und Hayato mich anscheinend verbal angreifen, doch da unterbrach Tsunayoshi ihn dieses Mal und ließ ihn verstummen.

„S-sayori-san hat Recht. Wir sollten uns dann lieber auf die Suche nach einem geeigneten Lager machen…"