Warm…
Weich…
Zärtlich…
So konnte also auch ein Kuss aus reiner Liebe sein…
L hatte den Kuss erwidert, er konnte sich nicht wehren, es hatte ihn gepackt. Die Gefühle von Light waren so überwältigend, dass er nicht in der Lage war ihn wegzustoßen. Aber wie konnte jemand, in so kurzer Zeit, solche Gefühle entwickeln? So was nannte man wohl Liebe auf den ersten Blick. Der Detektiv hatte sich auch irgendwie zum Studenten hingezogen gefühlt, aber es war keine Liebe. Er liebte Beyond… und daran würde sich nie etwas ändern.
Light beendete den Kuss und sein Gesicht war nun richtig rot angelaufen. Peinlich berührt senkte er nun seinen Kopf.
„E-Es… Ryuzaki ich hoffe du…"
„Alles gut… aber du weißt… das zwischen uns niemals etwas entstehen wird?"
„Ja…"
Na, wenigstens darum muss ich mir keine Sorgen machen.
Viel schlimmer war dieses Gefühl gerade… wieso habe ich diesen Kuss erwidert?
Ich wollte sogar… mehr…
Beyond würde mich umbringen, wenn er hiervon erfahren würde…
„Light sei mir nicht böse, ich muss Heim… Ich will Beyond nicht zu lange alleine lassen…"
„Mh schade… aber ich versteh dich… doch versprich mir eins."
„Was?"
„Komm zu mir, wenn er dir was antut oder ruf mich an… hast du ein Handy dabei?"
L griff in seine Hosentasche, überreichte kurz sein Handy und bekam es wenige Sekunden später zurück.
„Okay, danke, dass ich bei dir Übernachten durfte…"
Vorsichtig stand der Detektiv auf, wuschelte sich kurz durch die Haare und ging zur Tür, doch bevor er diese öffnen konnte, war der Student an ihn herangetreten und umschlang ihn von hinten.
„Gerne… pass auf dich auf…", säuselte er in Ls Ohr und begann einen Kuss auf seinen Nacken zu hauchen. Sofort bekam der Detektiv eine Gänsehaut. Diese zarte Berührung war so ungewohnt… so schön. Ohne, dass er etwas dagegen machen konnte, legte er sein Kinn auf die Brust und genoss, was der Jüngere mit seinem Körper anstellte.
Was sprach schon dagegen? Beyond würde es nicht herausfinden… und für das, was er mir letztens angetan hat, war dies wohl nichts dagegen. Im Prinzip geschieht es ihm gerade recht… er war an der gesamten Situation schuld!
Die Küsse des Studenten wanderten Richtung Ohr, knabberten dort sanft an seinem Ohrläppchen, L schloss seine Augen und atmete aus.
„Ist es okay, wenn wir…?"
L nickte nur, er wusste worauf Light hinaus wollte. Er wurde vom Studenten langsam umgedreht und wieder in einen Kuss verwickelt. Diesmal leidenschaftlicher, sogar fordernder als vorher.
Light streichelte langsam über seine Brust, an seiner Taille herunter und umfasste L grob am Becken. Dieser keuchte kurz auf, umschlang nun seinerseits auch den Jüngeren und ließ sich weiter erobern. Light streichelte weiter und eine Hand rutschte in den Schritt des Anderen.
„Oh… ich wusste ja nicht, dass dich das so anmacht.", flüsterte der Braunhaarige und war nicht nur überrascht, sondern auch sehr angetan von der körperlichen Reaktion. Bestätigt durch diesen, umfasste er den Saum des Hemdes und wollte es gerade hochziehen, als sich L komplett verspannte.
„Was ist los?"
„Ich möchte nicht… dass du mich so siehst."
„Meinst du… die Narben?"
L nickte, immer noch jeden Muskel angespannt, da er damit rechnete, dass der Student trotzdem einfach weiter machte, so wie es der Schwarzhaarige gewohnt war. Doch dieser ließ vom Hemd ab und lächelte warm.
„In Ordnung Ryuzaki. Ich mache nichts, was du nicht möchtest."
Wie? Aber…?
Stimmt… er war nicht wie Beyond…
Es ist schon merkwürdig, dass ich es gar nicht anders gewohnt bin, als überhört und übergangen zu werden. Ich habe mich schon so sehr daran gewöhnt, dass meine Bedürfnisse an letzter Stelle stehen…
Der Student begann erneut L überall zu streicheln und zu verwöhnen, wohlgemerkt über dem Hemd.
Als er erneut seine Hand in den Schritt presste und dort behutsam anfing zu reiben, konnte sich der Schwarzhaarige ein Stöhnen nicht verkneifen.
„Mach… weiter…", keuchte L, legte seinen Kopf in den Nacken und schloss die Augen.
„Wie du wünschst…"
Light nestelte am Hosenknopf herum und zog diese aus, danach streifte er auch die Boxershorts noch schnell herunter.
„Genieß es, Ryuzaki.", säuselte der Jüngere wollüstig und begann seinen Penis mit dem Mund zu verwöhnen. L konnte es nicht glauben, dieses Gefühl war der Wahnsinn! Noch viel besser als in seinem Traum…
Der Traum… Beyond würde mir niemals dieses Gefühl geben… nie…
Was soll ich nur machen…
Mir gefiel der Sex mit Beyond… sehr sogar…
Nur ab und zu übertreibt er es einfach…
Light saugte, massierte seine Erektion und setzte nun die Zunge gezielt ein. L stöhnte erneut auf und kam ihn Lights Mund, bevor er ihn warnen konnte. Kraftlos viel er nach vorne, stütze sich auf den Schultern des Studenten ab.
„Es… tut mir leid…"
Light wischte sich über den Mund, schluckte und stand lächelnd auf.
„Kein Problem, ist nicht schlimm."
Er nahm den Detektiv bei der Hand und führte ihn zum Bett. Dort ließ L sich fallen und beobachtete den Jüngeren, wie er sich das Hemd aufknöpfte, dann die Hose und zum Schluss ebenfalls die Boxershorts auszog.
Er ist wirklich schön…
So unberührt, makellos… ohne Narben…
Nicht, dass ich Beyonds Narben abstoßend finde, aber… so ein Körper war einfach was anderes…
Light kam mit einem verführerischen Grinsen näher, stellte sich vor L und nun sah auch dieser, dass der Andere es kaum noch erwarten konnte. L umfasste seine Erektion, spielte zärtlich mit dem Daumen an der Spitze und nun war es der Student, der ein Stöhnen nicht unterdrücken konnte.
„Warte Ryuzaki… ich möchte… dich spüren…", sagte der Student, beugte sich über L und zwang ihn so, sich auf das Bett zu legen. Dieser umschlang mit seinen Beinen das Becken des Braunhaarigen und war schon bereit für mehr.
„Moment…", keuchte Light, beugte sich kurz zum Nachtschränkchen, holte eine Tube heraus und drückte sich das Gel auf die Hand. Behutsam schob er den ersten Finger hinein und war direkt erstaunt, weswegen Light die Augenbrauen hochzog. L konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
„Du kannst ruhig direkt loslegen. Ich bin einiges gewohnt… sogar ohne Gel…"
„Aber…"
„Ja, es tat weh… jetzt nicht mehr…"
Der Student traute seinen Ohren nicht, er führte trotzdem kurz zwei Finger ein und dann den Dritten…
„Wahnsinn…"
„Sag ich doch… und nun… komm!", sagte L und konnte es kaum noch erwarten.
„Mit Vergnügen…"
Light drang behutsam in die Enge ein, genoss jeden Zentimeter, die der Körper unter ihm in sich aufnahm. Light stöhnte wieder auf und machte den ersten Stoß. Der Detektiv räkelte sich auf dem Bett, umschloss seine Beine fester um das Becken des Jüngeren und zwang ihn so, noch tiefer einzudringen. Immer wieder versenkte sich Light in der warmen weichen Enge, stöhnte ungehemmt und ließ seinen Kopf in den Nacken fallen. L, der von diesem Anblick angeheizt wurde, stimulierte seine erneute Erektion, keuchte mehrmals auf, als Light ihn an der empfindlichen Prostata traf, was ihn in eine andere Welt zu treiben schien. Und dann endlich, mit einem letzten harten Stoß, ergoss sich Light in L. Nur Sekunden später kam auch der Detektiv in seiner Hand und dann spürte er, wie der Körper über ihn, vorsichtig auf ihn sank und schwer atmend liegen blieb.
„Das war… der Wahnsinn, Ryuzaki…"
„Danke… gebe ich gerne zurück…", keuchte L, schloss die Augen erneut und genoss einfach nur diese innere Ruhe und dieses zufriedene Gefühl. Ohne Schmerzen, ohne Demütigung und ohne Beyond.
