Halo ihr lieben...
es ist smstag... nein Freita 23.53 Uhr. aber wir wollen janicht Pingelig sein, auf 8 Minuten kommt es ja nun nicht mehr an.
außerdem will ich mich nciht mit langen vorreden aufahlten. Ich wil mich nur schnell für eure Reviews bedanken... wobei ich mir nicht sicher bin ob alle eine Mailbenachrichtigung bekommen haben da diese Wunderbare Seite da so eie klitzekleine Macke hatte.
Aber was solls. dieist behoben und zwei Chaps am stück lesen zu können ist doch auch was feines.
Ich sag einfach mal viel Spaß und ich bin gespannt was ihr von diesem Chap haltet.
Bis dann eure imo
Rettung (aus) der Zukunft
Kapitel 34
Nach einigen Minuten, in denen Harry sich unablässig gefragt hatte, was den dreien passiert sein könnte, kam Saphira wieder zu ihnen und ließ sich auch stöhnend auf ihren Platz fallen.
"Madam Pomfrey will uns gleich untersuchen. Ich konnte sie gerade noch davon überzeugen, dass wir erst Frühstücken dürfen." Linnéa sah entsetzt auf und starrte Saphira eindringlich an. "Hey, reg dich ab. Mir passt das auch nicht und wie John dazu steht wissen wir beide. Aber alle haben zugestimmt, dass wir uns noch mal durchchecken lassen. Wir könnten uns ja übernommen haben mit unserer eigenmächtigen Reise hier her." Saphira klang dabei als wenn sie es für maßlos übertrieben hielt.
"Was ist euch passiert?" fragte Hermine vorsichtig.
"Wir hatten zu Hause einen Zusammenstoß mit ein paar Todessern. Unsere Väter haben Voldemort ziemlich in die Suppe gespuckt und der wollte sich rächen. Nur er hat nicht mit der Gegenwehr von sechs Zauberern und Hexen gerechnet. Ich versichere euch, die sehen noch schlimmer aus als wir. Keiner verbrennt mir ungeschoren die Haare oder belegt Lin mit dem Cruciatus.
Elende Feiglinge sind das. Nichts weiter. Meinen sich zu dritt auf eine Schülerin stürzen zu müssen. Und sie dann mit dem Cruciatus und anderen Folterflüchen zu belegen. Dreckige…", weiter Kam Saphira nicht da Linnéa ihren Stab gezogen hatte. Zwar bewegte das Mädchen noch ihren Mund aber es kam kein Ton mehr heraus und Linnéa gestikulierte wild mit den Armen. Dann hob Linnéa scheinbar den Zauber wieder auf. "Ich reg mich aber auf, Lin", erklärte da Mädchen gereizt und Linnéa wies zur Tür. Saphira sah kurz hoch zum Lehrertisch und nickte dann. "Harry passt du ein bisschen auf Lin auf? John ist nicht gerade gut zu Fuß. Danke dir." Sie war verschwunden ehe Harry auch nur ein Wort sagen konnte.
"Tja. Da werd ich wohl etwas zu spät kommen", meinte Harry schulterzuckend und aß dann weiter. Es verging gerade mal eine halbe Stunde, bis jemand Linnéa auf die Schulter tippte.
"Snape hat mir eben einen Wink gegeben, wir sollen hoch gehen", meinte John. Ziemlich mühsam stand das Mädchen auf und Harry erhob sich mit ihr.
"Schon gut. Ich schaff das", flüsterte sie ihm zu, aber Harry musst schon im nächsten Moment zupacken, damit sie nicht das Gleichgewicht verlor.
"Das sehe ich", meinte er und umfasste ihre Hüfe.
"Aber du bist auch verletzt", protestierte sie.
"Mach dir um mich keine Sorgen. So schlimm ist es nicht mehr." Linnéa nickte scheinbar nachdenklich und schweigend verließen sie die Halle.
"Und was fehlt dir?" fragte Harry John, als er sah, wie er sich mühsam die Stufen hoch quälte.
"Ein gebrochenes Bein, mehrer geprellte Rippen, eine ziemlich große Platzwunde und eine verstauchte Hand. Nichts was nicht wieder verheilt. Lin hat es am schlimmsten erwischt", meinte der Junge und hielt einen Moment inne. "Da vorn ist eine Geheimtreppe. Eine Abkürzung", meinte Harry und schob den Wandteppich bei Seite. "Ist aber ziemlich steil."
"Das geht schon", meinte John lachend und ging voran. Linnéa hatte deutlich mehr Schwierigkeiten, aber auch sie schafften es, ohne eine Bruchlandung hinzulegen.
"Der Cruciatus ist eine unangenehme Sache", meinte Harry leise.
"Schon erlebt?" fragte John verwundert.
"Oh ja. Etwas worauf ich gern verzichtet hätte. Aber… sagt mal… euren Eltern geht es gut? Ihnen ist nichts passiert?" Harry spürte wie Linnéa zusammenzuckte aber John schüttelte den Kopf.
"Alles in Ordnung. Sie sind auch hart im nehmen. Genau wie wir. Nicht unterkriegen lassen, weiter machen ist ihr Motto", meinte John und drückte die Tür, vom Krakenflügel auf.
"Da sind sie ja", meinte die Krankenschwester und kam auf sie zugewuselt.
"Kommen Sie, Mrs. Anderson. Sie legen sich am besten sofort hin Und wo ist Mrs. McAllister? Ich hab sie alle drei hier erwartet?"
"Saphira ist…eh… um sie müssen Sie sich auf jeden Fall keine Gedanken machen. Ihr geht es gut. Sie hat nur eine Gebrochene Hand und eine Verbrennung im Gesicht. Alles schon behandelt", meinte John.
"Das ist keine Antwort auf meine Frage", erklärte die Krankenschwester streng.
"Ich weiß nicht wo sie hin ist. Ich nehme an Dampf ablassen. Saphi ist in gewissen Phasen ziemlich launisch und regt sich über sich selbst auf und dass sie Lin nicht vor schlimmerem schützen konnte, weil sie ja die Älteste von uns ist", erklärte der Slytherin.
"Na gut. Sie können gehen, Mr. Potter. Und wenn Sie ihre Hauskameradin treffen, sagen Sie ihr, dass ich sie sofort sehen will."
"Mach ich", meinte Harry und machte sich auf den Weg in seinen Turm, um seine Schulsachen zu holen.
Die Zeit bis zum Mittwochabend flog nur so dahin. Harry glaubte sich gerade erst zum Zauberkunstunterricht am Montagmorgen hingesetzt zu haben, da war er auch schon wieder vorbei. Und auf dem Weg in die Kerker überlegte Harry, wo die Zeit nur geblieben war und was denn in den Vergangenen drei Tagen passiert war.
Zauberkunst verlief wie gewöhnlich. Nicht besonderes. Erst in Animagi hatte es dann eine kleine Überraschung gegeben. Ron, der sich vor den Ferien gerade mal ein paar Federn wachsen lassen konnte, schaffte jetzt eine vollständige Verwandlung, die er allerdings nicht lange halten konnte. Nach dem Unterricht gestand er Harry leise, dass Sirius ihm geholfen hatte, während der Tage, in denen sie nicht miteinander gesprochen hatten.
Die Quidditchtrainings verliefen gut, aber Harry ging auch nicht volles Risiko. Er hatte Katie gesagt, dass man ihm das Training völlig verbieten würde, wenn er sich übernahm und sie waren übereingekommen, dass ein nicht ganz so hartes Training besser war, als gar kein Training. Madam Pomfrey, die ihn wohl beobachtet hatte, stellte ihn noch auf dem Feld zur Rede und war alles andere als begeistert davon. Aber sie gab nach Harrys 100stem Versprechen, sich nicht zu übernehmen und aufzupassen, schließlich nach.
Verwandlung am Dienstag war in Ordnung. Der Lehrer behandelte Harry nicht mehr wie etwas besonderes, eher übervorsichtig, was mindestens genau so schlimm war und auch Scott benahm sich unnormal. Er wirkte nervös und war nicht ganz bei der Sache. Das führte dann auch dazu das Harry, der ihm bei einer Demonstration eines mächtigen Angriffszaubers half, ziemlich hart gegen die Wand knallte und er noch Stunden später Kopfschmerzen hatte. Und heute hatte Snape während des Zaubertrankunterrichts am Nachmittag, mit hämischen Kommentaren überschüttet.
Einmal durchatmend klopfte er an die Tür und wurde dann schroff hereingebeten. Snape sah noch verdrießlicher aus, als am Nachmittag, oder beim Abendessen. Irgendwas musste wohl passiert sein.
"Wie ich gehört habe, trainieren Sie gegen die Anweisung der Krankenschwester", erklärte er ziemlich ernst und Harry nickte.
"Ja, Sir."
"Dann gehe einfach ich davon aus, dass Sie sich gut fühlen."
"Was ist denn jetzt los? Wieso macht Snape sich Sorgen, um meine Gesundheit?", fragte Harry sich stumm. Snape spielte seine Rolle sehr gut. Selbst Harry wusste selten, wann etwas ernst gemeint war und wann nicht Snape wurde mehr und mehr zu einem Rätsel für ihn.
"Ich fühle mich gut Sir, aber darf ich fragen, was das mit heute Abend zu tun hat?" erkundigte er sich.
"Ihre Hauslehrerin hat mir nahe gelegt sie pfleglich zu behandeln. Also treffe ich Vorsichtsmaßnahmen. Und nun legen sie ihren Zauberstab bei Seite." Harry zog den Stab hervor.
"Warum darf ich mich nicht verteidigen?" fragte er direkt heraus, sich alles andere als wohl dabei fühlend, ohne Verteidigung da zu stehen.
"Sie sollten bei Scott was gelernt haben und werden ihn wohl kaum brauchen außerdem lege ich keinen Wert darauf, mit ihrem Potential Bekanntschaft zu machen", zischte Snape und stellte sich ihm gegenüber.
Harry schluckte. Snape würde ihn also richtig ran nehmen und ernst machen. Aber gut. Er hatte sich fest vorgenommen sich nicht fertig machen zu lassen, egal was er sehen würde. Er würde nicht aus der Haut fahren und sich Mühe geben. Gehorsam legte er den Stab mitten auf den Tisch und stand auf. Dann versuchte, er so gut er es konnte, seinen Geist zu leeren. Das Buch hatte ihm dabei nicht viel weiter geholfen. Der Anfang war nur spannend gewesen. All die Informationen, wie die Zauberei und alles was mit ihr zusammenhing auf Konzentration beruhte, aber das, was danach kam, die besten Techniken, waren für Harry ein Salat aus Buchstaben gewesen. Zu viele, zu komplexe Erklärungen. Keine einfachen Anweisungen, wie man es machte.
Und wie vermutet blieb es wie es war. Der Lehrer schaffte es mit Leichtigkeit in seine Gedanken einzudringen und Harry bekam einige seiner schlimmsten Erfahrungen vor Augen geführt. Sirius Tod, Szenen bei den Dursleys und auch einige der Träume, die Voldemort ihm schickte, in denen er Auroren tötete. Nach zwei Stunden war Harry schweißnass und völlig außer Atem. Es war schlimmer, als beim letzen Mal, zumindest glaubte Harry das. Aber er würde nicht klein beigeben, oder vor Snape Schwäche zeigen. Eher stellte er sich dem Mann in einem Duell. Keuchend stand Harry auf und wischte sich die Hände an der Hose ab.
"Ich hab für heute genug von Ihrer Unfähigkeit. Sie haben wirklich nichts bei Scott gelernt. Machen Sie, dass Sie in ihren Turm kommen. Wir sehen uns nächsten Mittwoch", knurrte Snape.
Harry verließ ihn ohne ein Wort. Er war gereizt bis aufs Blut. Und er hatte jetzt absolut keinen Nerv auf eine Unterhaltung mit Hermine, oder Ron. Er brauchte frische Luft. Deswegen schlug er auch gleich den Weg zum Astronomieturm ein. er war gerade an der Tür angekommen, als er Stimmen hörte.
"… bei ihm bleiben sollen. Dann wäre… nie verletzt…", erklärte eine Jungenstimme.
"Das… wir nicht. Angegriffen hätten … so, oder so und… hätte… auch so, oder so gerettet. Und…gut. Du hast… gesehen. Er… wie vor den… Ferien."
Dieses Mal war es mein Mädchen das sprach und auch die dritte Stimme war die eines Mädchens.
"Saphira, unsere Aufgabe… zu beschützen und… zu sichern."
Saphira John und Linnéa also. Aber was machten sie hier oben? Und um was ging es da?
"Ich… Lin. Aber die … hat sich verändert. Wir… sie verändert. Und ich … sollten unser möglichstes tun, um … retten. …. am Leben bleibt, ich weiß. Aber wir… auch… Seite zu ziehen und das vor 2000. Er muss… Fehler einsehen."
"Verdammter Wind", fluchte Harry lautlos. Durch das Heulen, um die Turmecken, konnte er nicht alles verstehen.
"Wir… uns nicht retten. Wir… retten. Nur er ist wichtig. Mir… egal was… passiert. Das mit Onkel… noch verstanden, aber… Dad ist unwichtig."
Das war doch John gewesen. Aber um wessen Vater ging es da? Und was war mit ihnen? Waren sie in Schwierigkeiten? Hatte es etwa etwas mit dem Todesserüberfall zu tun?
Dann hörte Harry, dass sie gehen wollten und er beeilte sich, sich hinter einer Ecke zu verstecken. Die drei wären sicher nicht begeistert ihn hier zu sehen. Aber er nahm sich vor sie zu beobachten. Er würde schon noch rausbekommen was los war. Die drei bemerkten ihn tatsächlich nicht und nachdem sie ein ganzes Ende unter ihm waren, ging er nach draußen. Der Wind hier war eisig, aber auch genau das, was er brauchte. Abkühlung und ein Wind, der ihm den Kopf frei blies. Nach fast zehn Minuten ging er dann in den Turm, um Ron und Hermine zur Patrouille abzuholen und unterwegs erzählte er ihnen flüsternd was er belauscht hatte.
"Wir müssen damit zu einem Lehrer", erklärte Hermine streng.
"Lass uns erst Mal was genaueres herausfinden. Vielleicht ist es alles halb so wild und ich hab was falsch verstanden", meinte Harry nachdrücklich.
"Wir sollen alles Merkwürdige melden, Harry. Alles und dass gehört ganz sicher dazu. Außerdem solltest du dich auf gar keinen Fall in Gefahr begeben", sagte sie streng.
"Hermine. McGonagall hat genug zu tun mit dem Orden. Ich will doch nur etwas Vernünftiges herausfinden. Die Gesprächsfetzen könnten sonst was bedeuten. Und ich pass auf, ganz sicher."
"Hermine, Harry hat Recht. Das was er da gehört hat, kann sonst was bedeuten. Lass sie uns einfach etwas beobachten", kam Ron ihnen zu Hilfe und Hermine seufzte auf.
"Ihr zwei seit wahnsinnig. Total wahnsinnig", meinte sie und nickte dann. "Aber sobald wir etwas wissen, gehen wir zu einem Lehrer, wenn es etwas merkwürdiges ist. Verstanden?" Die Beiden Jungen nickten heftig.
"Sag mal Harry, wie schaff ich es meine Verwandlung zu halten? Ich bekomm das einfach nicht hin", fragte Ron plötzlich unvermittelt.
"Was für ein Gefühl hast nach der Verwandlung?" konterte er. Ron runzelte die Stirn.
"Es ist unheimlich. Alles sieht anders aus. So groß und ich sehe viel schärfer."
"Eigentlich ist es ganz leicht", meinte Harry. "Du musst dich einfach nur fallen lassen. Du musst dir einfach vertrauen. Zurückverwandeln wirst du dich immer und notfalls mit dem Zauber. Dir kann gar nichts passieren. Und mal ehrlich. Fliegen zu können ohne einen Besen stell ich mir aufregend vor", meinte Harry. Ron nickte etwas niedergeschlagen. "Ich hab es so geschafft. Vergiss deine Ängste und tu es einfach. Dir wird schon nichts passieren", sagte Harry. Ron nickte und schloss die Augen.
"Och nicht jetzt. Ron. Keiner von uns kennt den Spruch für die Rückverwandlung", rief Hermine noch, aber es war schon zu spät. Ron verwandelte sich in einen Steinadler.
Das Gefieder war dunkelbraun mit hellen Querstreifen. Eine Ausnahme war eine einzelne Schwanzfeder, die einen sehr auffälligen Rotstich hatte. Plötzlich spannte der Adler seine Flügel und schlug heftig aus. Es war beeindruckend, wie er abhob und einige Kreise zog.
"Nun komm wieder runter Ron. Es ist ja schön, dass du es hinbekommen hast, aber wir müssen weiter", rief Hermine, doch Ron achtete nicht auf sie, sondern stieg höher und flog dann gradewegs aus einem Fenster. "Verdammter Mist", fluchte Hermine und Harry rannte ihr her.
"Wir müssen ihm nach", sagte Harry und Hermine fragte: "Wie denn?" "Fliegen", schoss Harry zurück und Reif mit gezogenem Zauberstab: "Accio Feuerblitz!"
"Ich hoffe das Klappt", meinte Hermine nachdenklich.
"Hat es doch schon mal", meinte Harry und sah sich um, als er ein rauschen hörte. Kurz darauf schwebte sein Besen neben ihm in der Luft. "Steig hinter mir und halt dich fest", meinte Harry nur und schwang sich auf den Besen. Hermine sah ihn skeptisch an, tat es dann aber und klammerte sich fest an ihn, als sie abhoben. "Zieh den Kopf ein", wies Harry sie an und jagte aus dem Fenster. Doch es war nicht so leicht, den Besen mit zwei Personen zu lenken. Sie schlingerten heftig und Hermines Angst machte es nicht gerade besser, ebenso wie der immer noch tobende Sturm. Aber nach einiger Zeit hatte Harry ein Gefühl für sein Fluggerät bekommen und auch Hermine entspannt sich.
"Siehst du Ron?" fragte Harry laut und spürte Hermines Kopfschütteln. "In meiner rechten Hosentasche ist das Telegate. Frag Remus nach dem Zauber für die Rückverwandlung."
"Was? Ich soll…"
"Wenn ich den Besen loslasse stürzen wir ab. Tu es einfach", rief Harry und kniff die Augen zusammen.
Und während er Hermine Hand in seiner Hosentasche spürte, er musste zugeben es war einziemlich seltsames Gefühl, entdeckte er Ron.
"Da hinten", rief er und bescheunigte und Hermine schrie auf.
"Das Telegate", kreischte sie und deutete in die Tiefe. Harry blickte entsetzt runter und sah gerade noch die fallende, rot leuchtende Kugel.
Ohne nachzudenken ging er in den Sturzflug und jagte ihr nach. Das Hermine hinter ihm dabei Panik bekam interessierte ihn nicht. Er merkte es nicht einmal. Viel schneller als er wartet, hatte er sie eingeholt und griff wie selbstverständlich nach ihr. Dann sah er den Wald auf sich zurasen. Er schaffte es gerade noch den Besen wieder in die Waagerechte zu bringen. Die Wipfel der Bäume konnten sie jetzt ohne Probleme mit den Fußspitzen berühren. "Das war knapp", seufzte Harry und konzentrierte sich auf Remus.
'Was macht ihr?' fragte der ziemlich verwundert.
'Ron hat Mist gebaut. Wie ist der Spruch um einen Animagus wieder in seine Menschengestalt zu zwingen?' fragte Harry
'Remorphosis. Was ist bei euch los Harry?' meinte Remus jetzt deutlich besorgt.
'Später', sagte Harry und steckte die Kugel wieder ein und sah gerade noch wie ein Vogel in einem Baum landete. In der Hoffnung dass es Ron war, fixierte er den Punkt und beschleunigte den Besen, was Hermine mit einem Festkrallen in seinem Bauch bedachte. Es konnte eigentlich nur Ron sein. Bei diesem Sturm war sonst kein Vogel mehr unterwegs.
In der nähe des Baumes entdeckte Harry eine Lichtung und landete dort. Mitten im Verbotenen Wald. Hier war es erstaunlich ruhig. Die meterhohen Bäume dämpften das Heulen des Windes. Kaum waren sie auf dem Boden sprang Hermine vom Besen.
"Bist du lebensmüde, Harry? Wir hätten in die Bäume krachen können! Wir hätten sterben können! Du hast sie nicht mehr alle, weißt du das?" schrie sie, bis Harry ihr den Mund zuhielt.
"Sei still, Hermine. Ron ist hier ganz in der Nähe und ich will ihn nicht verjagen", zischte er ihr ins Ohr und bahnte sich dann einen Weg durch den Wald.
"Harry, weißt du eigentlich, wie tief wir im Wald sind? Das ist Wahnsinn. Lass uns zum Schloss fliegen und Hilfe holen."
"Und wenn Ron abhaut? Wir finden ihn nie wieder", gab Harry leise zurück.
"Aber hier ist es gefährlich, Harry. Du weißt, was hier alles lauert"
"Dann nimm den Besen und flieg. Ich werde Ron hier nicht allein lassen", knurrte Harry und hielt ihr seinen Feuerblitz entgegen.
"Du weißt genau, dass ich das allein nicht kann", meinte sie grimmig.
"Dann hilf mir suchen. Je eher sind wir hier wieder raus", erklärte er und richtete seinen Blick wieder nach oben. Hermine neben ihm hatte ihren Zauberstab entzündet und zupfte an seinem Ärmel.
"Da", flüsterte sie und leuchtete in zwei goldene, glimmende Augen.
"Dann beten wir mal, dass ich das jetzt hinbekomme", flüsterte er und zog langsam auch seinen Zauberstab und richtete ihn auf das Tier. Sich fest konzentrierend reif er: "Remorphosis!" Und es hatte geklappt. Der Vogel verwandelte sich zurück. Allerdings verlor Ron das Gleichgewicht, viel an mehreren Ästen abprallend runter. Mit einem dumpfen Stöhnen landete er auf dem Boden.
Hermine rannte zu ihm. "Ron!" rief sie besorgt. "Ron sag doch was?" Sein Freund stemmte sich stöhnend hoch.
"Wie, in Merlins Namen, kontrollierst du dich, Harry", fragte er dann. Harry viel ein Stein vom Herzen, dass es Ron scheinbar gut ging.
"Es ist einfach so passiert. Ich weiß nicht genau, wie ich es mache, ich weiß nur dass ich es kann", erklärte er.
"Könnt ihr das später diskutierten? Ich würde hier gern raus. Und dass, ehe uns irgendetwas Unheimliches entdeckt", meinte Hermine, die Ron auf die Beine gezogen hatte. Und der schien nun auch zu erkennen, wo sie hier waren.
"Ganz deiner Meinung, Mine", meinte er deutlich ängstlich.
"Gut. Der Wald liegt vom Schloss auf gesehen in Südwestlicher Richtung. Also müssen wir nach Nordosten", erklärte Hermine und legte ihren Zauberstab auf die Hand. "Weise mir die Richtung."
Harry schmunzelte. Auf die Idee wäre er so schnell nicht gekommen. Er hätte wahrscheinlich eher seinen Besen genommen und hätte einfach nachgesehen in welcher Richtung das Schloss lag.
"Wir müssen in diese Richtung", sagte Hermine beiden Jungen folgten ihr, mit gezogenen Zauberstäben. Es war stockfinster und Harry wurde immer mulmiger. Von überall her hatte er das Gefühl beobachtet zu werden und das war nicht unbedingt etwas, das ihm hier mitten im Wald gefiel. Plötzlich knackte es hinter ihnen und die drei fuhren erschrocken herum.
"Was war das?" wisperte Ron panisch.
"Ich weiß es nicht", hörte Harry, Hermines Antwort. "Lasst uns weitergehen."
Sie gingen noch einige Meter bis Harry meinte wieder etwas gehört zu haben.
"Ron, Hermine", zischte er. "Nehmt meinen Besen und fliegt zum Schloss. Das ist sicherer."
"Und du?" fragte Ron besorgt. "Ich werde den Weg schon finden. Verschwindet ehe wir von irgendetwas entdeckt werden", erklärte er, aber Hermine schüttelte den Kopf.
"Wir lassen dich hier nicht allein."
"Hermine. Ich will, dass ihr zwei sofort von hier verschwindet. Es bringt nichts, wenn uns allen dreien etwas passiert", sagte er entschieden.
"Und es bringt auch nichts, wenn dir was passiert Harry. Wir lassen dich hier nicht allein", meinte Ron und reichte ihm den Besen zurück: "Es ist hier zu gefährlich. Nehmt den Besen und macht das ihr hier rauskommt."
"Für dich ist es auch gefährlich", protestierte Hermine.
"Ich kann mich aber verwandeln. Ihr nicht und ich will nicht länger darüber diskutieren. Nehmt den Besen und verschwindet", sagte er und steckte seinen Stab ein, um sich zu verwandeln.
"Harry…" begann Hermine aber er fauchte nur: "Macht schon", was als Tiger ziemlich bedrohlich klang.
"Sei vorsichtig Harry", meinte Ron und bestieg den Besen. "Komm. Halt dich aber gut fest. Ich bin den Besen erst einmal geflogen", meinte er leise.
"Pass auf dich auf Harry. Und wenn du in zwei Stunden nicht da bist, gehen wir zu einem Lehrer", meinte Hermine und stieg hinter Ron auf, der sich sanft abstieß. "Und denk daran. Immer nach Nordosten!" reif seine Freundin noch, ehe sie in der Dunkelheit verschwanden.
Harry trottete langsam weiter und beobachtete seine Umgebung genau. Nicht, dass er noch überrascht wurde. Aber wenigstens waren seine Freunde in Sicherheit. Er wusste, dass Ron sie heil zum Schloss bringen würde und das war das Wichtigste. Er würde hier schon irgendwie heil rauskommen.
Zwischendurch immer mal wieder anhaltend, um die Richtung zu überprüfen brauchte Harry die zwei Stunden, um den Weg zu finden. Er hatte einigen Zentauren weiträumig ausweichen müssen, da er kein Interesse daran hatte, von ihnen noch gejagt zu werden. Allerdings war er auch zwei Einhörnern begegnet, die nicht vor ihm geflüchtet waren, obwohl es ausgewachsene Tiere waren. Harry musste zugeben sie sahen beeindruckend aus, wenn sie so nah waren. Als Harry endlich den Waldrand erreichte, hatte der Sturm sich gelegt. Er war nahe bei Hagrids Hütte aus dem Wald gekommen und entdeckte Ron und Hermine ganz in der Nähe, zusammen mit dem Halbriesen. Harry schlich sich im Schatten der Bäume zu seinen Freunden rüber.
"Ich geh ihn suchen. Das hätt ich schon längst tun soll'n. Un' ihr zwei geht und sagt McGonagall bescheid. Sie muss es wissen", erklärte Hagrid in dem Moment.
"Meinst du ihm ist was passiert?" fragte Hermine besorgt.
"Weiß nich. Harry ist ein kluges Kerlchen und da drin ist nichts, was einem Tiger gefährlich werden könnte, wenn er es nicht gerade drauf anlegt. Aber man kann sich leicht verlaufen", meinte der Halbriese.
"Wir hätten ihn nicht allein lassen dürfen", murmelte Ron.
"Ihr habt das schon richtig gemacht. Für euch war das auch viel zu gefährlich un ich werd ihn schon finden. Aber es ist besser, wenn Professor McGonagall bescheid weiß", meinte Hagrid aufmunternd.
"Ja. Du ast recht. Die zwei Stunden sind eh schon längst um", meinte Hermine entscheiden. Harry verwandelte sich und trat hervor.
"Wenn ihr das wirklich sagen geht, gibt das eine saftige Strafarbeit für uns und ich kann mir nicht vorstellen das ihr darauf scharf seit, oder?"
"Harry!" rief Hermine und viel ihm um den Hals.
Harry taumelte ein paar Schritte zurück.
"Hey. Bei mit ist alles noch dran, Hermine. Ich sag doch ich komm klar", meinte er und schob das Mädchen ein Stück von sich weg, um dann Ron anzusehen, der ihn kritisch beäugte. "Wenn du auch umarmt werden willst, komm her. Aber mach mir jetzt keine Eifersuchtsszene", meinte Harry schmunzelnd und klopfte seinem nun verdatterten Freund auf die Schulter. "Ich werde dir Hermine schon nicht ausspannen", flüsterte er ihm zu und fragte dann Laut: "Hat sie dich auch angeschrieen nach der Landung?"
"Nee, wieso?" fragte Ron verwirrt.
"Weil Harry einen total bescheuerten Sturzflug hingelegt hat", brauste Hermine sofort wieder auf.
"Weil du das Telegate fallengelassen hast", konterte Harry ruhig.
"Das ist doch egal. Wir können zaubern. Ich hätte das Teil wieder zu uns rufen können. Aber nein. Du musst ihm ja nachjagen! Und beinahe umbringen!"
"Kinders. Nun Beruhigt euch und kommt rein. Hier draußen ist es viel zu kalt zum streiten." Die drei sahen ihren großen Freund an.
"Eh… ich denke, wir gehen besser hoch zum Schloss, Hagrid. Es ist schon spät und wir haben morgen Unterricht", meinte Harry freundlich. Hagrid nickte, aber der Gryffindor sah ihm an, dass er nicht ganz glücklich war. "Wir kommen morgen nach dem Unterricht vorbei. Versprochen", versuchte Harry ihn aufzumuntern, aber das schien nicht wirklich zu helfen.
"Schon gut. Ihr habt ja recht", meinte er. "Hey und dann erzähl ich dir mit wem ich zusammen bin", fügte er hinzu und daraufhin leuchteten die Augen des Halbriesen auf.
"Echt? Das willst du mir nun doch erzählen?" fragte der Halbriese. "Aber nur, wenn du mir schwörst es keinem zu verraten", meinte Harry.
"Also, was denkst du denn von mir. Natürlich sag ich es keinem", meinte er und wünschte ihnen dann eine Gute Nacht.
"Du willst es ihm wirklich sagen?" fragte Hermine auf dem Rückweg ins Schloss.
"Ja. Er ist mein Freund und außerdem weiß Voldemort sicher schon ganz genau, was los ist. Nachdem ich Remus vor Peters Kugel bewahrt habe, muss er es wissen. Vielleicht auch von Wurmschwanz. Der ist leider nicht total bescheuert", meinte Harry nachdenklich.
Als sie am nächsten Nachmittag dann zu Hagrid kamen, erwartete er sie schon mit einer Tasse Tee und Keksen.
"Na dann mal raus damit Harry. Wer is es denn nu?"
Der Gryffindor schluckte kurz. Er hatte heute Morgen gleich mit Remus gesprochen. Erstmal musste er ihn wegen gestern Abend ja noch aufklären und dann wollte er Remus ok haben. Das hatte er Harry natürlich gegeben. Er vertraute Hagrid auch und konnte es verstehen, wenn Harry es vor seinen Freunden nicht länger geheim halten wollte. Außerdem war auch Remus der Meinung, dass Voldemort eins und eins zusammengezählt hatte und schon bescheid wusste.
"Du hast mich doch vor einer ganzen Weile mal gefragt, ob es überhaupt ein Mädchen ist", meinte er und Hagrid nickte. "Es ist kein Mädchen", sagte Harry, um irgendwie einen Anfang zu bekommen und Hagrid grinste.
"Hab ich also recht gehabt und Professor Dumbledore meint ich bilde mir das nur ein", lachte er und Harry sah erstaunt auf.
"Du hast mit Dumbledore gesprochen?"
"Sind zufällig drauf gekommen, vor ner Ewigkeit", erklärte der Halbriese schulterzuckend. "Aber nun sag schon, wer ist es? Kenn ich ihn?" Harry nickte.
"Ja. Du kennst ihn. Eigentlich sogar ganz gut." Sie sahen sich einen Moments schweigend an bis Hagrid ungeduldig forderte: "Nun mach es nich so spannend Harry. Sag schon! Wer ist es? Jemand aus dem Schloss?"
"Kann man so sagen. Er war hier zumindest mal", meinte Harry und fügte dann hinzu: "Es ist Remus."
Hagrid schien einen Moment zu brauchen um es zu begreifen und klopfte Harry dann heftig auf die Schulter. "Ich hab zwar gedacht, es ist ein jüngerer, aber Remus ist ein guter Junge. War schon immer ein ganz lieber. Er hat es verdient auch endlich jemanden zu finden. Aber was sagt denn Sirius dazu?" Harry zwang sich zu einem Lächeln.
"Es hat ihn anfangs wohl etwas umgehauen, aber er kommt jetzt klar damit." Weiter würde er das nicht vertiefen. Hagrid brauchte nicht alles bis ins letzte Detail wissen. "Aber du schwörst mir, dass es keiner von dir erfährt. Ich will nicht, dass die Schule darüber bescheid weiß. Noch nicht", bat Harry.
"Klar, aber wer weiß denn noch davon?" fragte der Halbriese.
"Einige aus dem Orden. Rons Eltern, Professor McGonagall, Moody, Tonks und Horatio und dann noch Professor Scott. Und das reicht auch erstmal", zählte Harry auf und Hagrid nickte. Dann unterhielten sie sich noch eine Weile über das, was sie während er Ferien erlebt hatten, bis es plötzlich an der Tür klopfte.
"Wer ist denn das?" fragte Hagrid verwundert und öffnete sie. "Professor Dumbledore", rief er erfreut und auch die drei Jugendlichen sprangen auf.
Vor der Tür stand tatsächlich ihr Schulleiter. Er war reichlich blass und stützte sich auf einen Gehstock, aber er lächelte herzlich und die blauen Augen funkelten auch etwas.
"Wie ich sehe, hast du Besuch. Ich wollte mich auch nur zurück melden", meinte der Schulleiter.
"Kommen Sie doch rein, Professor. Hab gerade erst neuen Tee angesetzt", meinte der Halbriese und machte platz.
Dumbledore viel es deutlich schwer hereinzukommen und Hagrid half ihm, ohne weiter danach zu fragen auf einen Stuhl. Harry und seine Freunde standen etwas unschlüssig herum.
"Setzt euch ruhig. Es gibt nichts, was ihr nicht hören dürftet", meinte der Schulleiter freundlich.
"Wir wollen aber nicht stören", erklärte Hermine, während Ron sich schon gesetzt hatte.
"Ihr stört keineswegs. Setzt euch nur."
"Wie geht es Ihnen denn eigentlich Professor Dumbledore? Professor McGonagall hat nie viel gesagt", fragte Hagrid und stellte eine volle Teetasse auf den Tisch, während Harry sich nun auch setze und Hermine daraufhin auch nachgab. Der Schulleiter sah einmal lächelnd in die Runde.
"Es geht mir gut, danke Hagrid. Ich hoffe dir und deinem Halbbruder auch?"
"Schier. Grawp und mir geht es prima", meinte er mit stolzer Brust.
"Das freut mich zu hören und euch dreien? Es ist ja einiges passiert, wie ich erfahren habe."
"Und geht es gut", meinte Hermine und Harry, auf dem Dumbledores Blick ruhte nickte zustimmend.
"Seit wann sind Sie denn wieder da, Sir?" erkundigte Hagrid sich.
"Seit heute morgen. Die meisten Schüler wissen es aber wohl noch nicht. Nur ein paar haben mich gesehen. Die anderen werden es heute beim Abendessen erfahren", erklärte er und trank dann seinen Tee aus.
"Magst du mich vielleicht rauf zum Schloss begleite, Harry?" Der sah den Schulleiter zunächst verwundert an, nickte dann aber.
"Wir sehen und später", meinte er zu Hermine, folgte dem Lehrer dann nach draußen, ihm eine helfende Hand bei den Stufen anbietend, die auch dankbar entgegen genommen wurde.
"Dir geht es wirklich gut?" fragte der Lehrer noch mal und Harry sah ihn verwundert an.
"Ich bin vollkommen gesund, Sir. Außer einer Narbe ist nichts von der Verletzung zurück geblieben", meinte er.
"Ich weiß, was Poppy sagt, aber ich dachte eher daran, wie du dich fühlst. Es ist eine Menge passiert. Remus ist beinahe zwei Mal getötet worden und Sirius ist wieder unter uns. Du hast dich zwei Mal allein und schwer verletzt gegen mehrere Todesser behaupten müssen und du standest auch ganz allein Tom gegenüber. Ich könnte mir vorstellen, dass dich das doch sehr belastet."
Harry runzelte die Stirn. Dachte der Schulleiter er wäre so labil? Nach dem was er in den letzten Schuljahren schon erlebt hatte?
"Es geht mir gut, Sir. Es ist mein Schicksal Voldemort zu besiegen, oder bei dem Versuch zu sterben und damit hab ich mich abgefunden. Und ich werde es ihm nicht leicht machen.
Das einzige worüber ich mir wirklich Gedanken mache, ist Sirius Prozess. Er wird es nicht verkraften wieder eingesperrt zu werden und ich weiß nicht, ob ich es schaffe ihn davor zu bewahren, ob ich den Zaubergamot von seiner Unschuld überzeugen kann, ohne dass Wurmschwanz erwischt wird. Wenn ich ehrlich bin, hab ich sogar etwas Angst davor." Dumbledore blieb einen Moment stehen und sah Harry eindringlich an.
"Ich versichere dir, dass ich alles dafür tun werde, um Sirius Unschuld zu beweisen. Der Orden hat bereits von Professor McGonagall die Anweisung bekommen, Peter unter allen Umständen lebend und bei klarem Verstand in Gewahrsam zu nehmen. Und auch wenn uns das nicht gelingen sollte, heißt das nicht, dass Sirius verurteilt wird. Du hast es geschafft den Minister zu überzeugen, Sirius aus der Haft zu entlassen. Wir werden das gemeinsam schaffen", erklärte der Schulleiter milde lächelnd und Harry zuckte mit den Schultern.
"Hoffen wir es. Ich hab Sirius da unten im Kerker gesehen. Wenn er je wieder eingesperrt wird, wird er wirklich den Verstand verlieren. Und Professor Snape wird niemals zugeben, vor drei Jahren gelogen zu haben, nur um Sirius und Remus wegen ein paar dämlicher Schülerstreiche eins reinzuwürgen."
"Severus Verhalten mag eigennützig gewesen sein, Harry. Aber Wunder geschehen dort, wo man sie am wenigsten erwarten", sagte er und stützte sich dann plötzlich mehr als vorher auf Harry ab.
"Sir?" fragte Harry sofort besorgt.
"Ich denke wir sollten uns setzten", meinte der Lehrer und ließ eine Bank in der Nähe erscheinen. Harry sah ihm deutlich die Erschöpfung an und dachte bei sich, dass der Lehrer eigentlich in ein Bett, oder zumindest in sein Büro, in einen gemütlichen Sessel gehörte. Aber Dumbledore war immerhin sehr viel älter als er und er würde schon wissen was er tat.
"Ich muss gestehen, ich habe das Ritual unterschätzt", seufzte er nachdem sie Platz genommen hatten. "Die Macht die Tom dort beschwören wollte, war weitaus größer, als ich angenommen hatte und sein Fluch war dementsprechend stark. Ein Fehler den wir beide beinahe mit dem Leben bezahlen mussten. Und ich möchte dir nicht verheimlichen, dass ich unendlich erleichtert bin, dass du diese Geschichte heil überstanden hast."
"Ich habe nur das getan, was von mir erwartet wird. Ich habe versucht ihn zu vernichten. Das es nicht geklappt hat und ich noch lebe, ist wohl pures Glück gewesen", meinte Harry gleichgültig. Er hatte sich schon lange mit der Prophezeiung abgefunden. Sie bürdete ihm dieses Schicksal auf und er würde versuchen es zu seinen Gunsten zu erfüllen. Entweder gelang ihm das, oder er würde sterben wie seine Eltern. Aber auf jeden Fall im Kampf. Er würde es Voldemort nicht leicht machen.
Dumbledores Gesichtsausdruck, mit dem er Harry ansah war unergründlich für den Jungen. Er wirkte einerseits nachdenklich, andererseits überrascht.
"Wahrsagen ist eine sehr komplexe Kunst, Harry und nur wenn man an Prophezeiung glaubt, werden sie auch eintreten."
Der Gryffindor runzelte die Stirn. Was meinte Dumbledore denn jetzt damit?
"Wenn ein Todesser uns damals nicht belauscht hätte, hätte Tom nie etwas von der Prophezeiung erfahren. Und er wäre niemals so gezielt darauf aus gewesen, deine Eltern zu töten. Nur weil Tom an die Worte geglaubt hat, hat er dir die Macht gegeben ihn zu besiegen."
"Der erste Teil hat sich aber erfüllt. Warum sollte sich der zweite denn nun nicht erfüllen?" fragte Harry verwundert.
"Weil du auch eine Wahl hast. Du musst dich ihm nicht stellen. Du könntest dich ebenso gut zurückziehen. Dir weit weg ein Leben aufbauen, eine Familie gründen und Tom einfach vergessen", sprach der Schulleiter weiter.
"Aber die Prophezeiung…", meinte Harry und Dumbledore nickte.
"Die wird sich dann eben nicht erfüllen. Genau so wie es schon viele vor ihr nicht getan haben und es auch sicherlich viele nach ihr nicht tun werden. Die Entscheidung liegt ganz allein bei dir und keiner wird es dir vorenthalten, wenn du gehst. Und es bedeutet auch keineswegs, dass Tom dann siegen wird."
Harrys Blick wanderte über das Schlossgelände. Er hatte also doch eine Wahl? Er müsste nicht kämpfen, wenn er es nicht wollte?
Wenn das wirklich so war, dann heiß das er wäre frei. Er könnte mit Remus weggehen. Irgendwohin, wo sie unerkannt leben konnten. Nur… würde Remus das wollen? Wollte er das? Weggehen. Sich weit weg von England ein Leben aufbauen? Vielleicht in einem Land, wo man Werwölfe respektvoller behandelte, als hier? Könnte er, Harry, den Mörder seiner Eltern einfach frei rumlaufen lassen, mit dem wissen, dass er die Kraft dazu besaß, ihn zu vernichten? Ihn für all das büßen zu lassen, was er ihm angetan hatte? Nein. Das könnte er nicht.
"Ich werde die Prophezeiung erfüllen", sagte er fest.
"Und warum?" fragte Dumbledore mild.
"Weil Voldemort meine Eltern ermordet hat. Er hat meine Familie zerstört und versucht auch die Menschen umzubringen, die mir jetzt etwas bedeuten, ganz abgesehen davon, die vielen anderen Menschen denen er Leid zugefügt hat. Wenn irgendwer den Tod verdient hat, dann er", sagte Harry entschieden. Das war es, was er wirklich wollte und nicht wegen irgendeiner Prophezeiung. Er würde es auch tun, wenn es sie nicht gäbe, oder er sie nie gehört hätte.
"Komm Harry. Lass uns weitergehen. Es ist hier draußen ein wenig frisch und ich fürchte Poppy wird mich zerfleischen, wenn ich mir eine Erkältung hole", meinte Dumbledore lächelnd und erhob sich mühsam. Erst jetzt bemerkte Harry, dass der Mann neben ihm leicht zitterte. Schnell ließ er seinen Winterumhang fallen und ihm seinem Schulleiter über die Schultern. Der sah ihn nachdenklich an. "Und Poppy wird es mir sicher auch übel nehmen, wenn du dich meinetwegen verkühlst." Harry aber schmunzelte nur und reichte dem Lehrer seinen Arm.
"Ich denke ich kann mit recht behaupten, dass ich mich so schnell von nichts unterkriegen lasse. Erst recht nicht von einer mickrigen Erkältung." Dumbledore lachte leise.
"Deine letzte Ferienwoche ist auch an mir nicht spurlos vorübergegangen. Ich war in Sorge, als ich von deiner lebensbedrohlichen Verletzung erfuhr und als dann St. Mungos auch noch überfallen wurde, kaum dass du wieder bei Bewusstsein warst, galten meine Gedanken einzig und allein dir und deinem Wohlergehen." Harry sah erstaunt auf.
"Haben.. haben Sie das Schutzschild über dem Krankenhaus aufgehoben?" fragte Harry.
"Nein. Damit hatte ich nichts zu tun. Ich war davon ausgegangen, dass du es selbst warst." Harry schüttelte den Kopf.
"Nein. Zumindest nicht bewusst. Ich wusste nicht mal von dem Apparierschutz über dem Krankenhaus, erst als Seamus es Montagabend erwähnte."
"Du scheinst ein Händchen für außergewöhnliche Zauber zu haben", meinte der Lehrer und erklomm mühsam die Stufen zum Portal.
"Kann man so ein Schild umgehen?" fragte Harry überrascht.
"Es ist nicht bekannt, aber das heißt nicht, dass es unmöglich ist. Es ist nur noch keinem vorher gelungen." Harry nickte. Er hatte also mal wieder etwas eigentlich Unmögliches bewerkstelligt.
Auf dem Weg zum Büro des Schulleiters kamen ihnen die Professoren McGonagall und Snape entgegen.
"Albus!" keuchte Harrys Hauslehrerin besorgt und auch Snape zog die Augenbraue hoch und sah Harry kalt an.
"Minerva, Severus. Gibt es etwas Dringendes?" fragte Dumbledore freundlich.
"Nein, nur… Sie sollen sich doch noch ausruhen?" meinte die Frau und Harry musste schmunzeln. Seine Hauslehrerin versuchte tatsächlich den Schulleiter zu Recht zu weisen.
"Ich wüsste nicht was daran so lustig ist, Potter", raunzte Snape.
"Es geht mir gut Minerva und ich weiß deine Sorge auch sehr zu schätzen. Und ich beabsichtige mich jetzt in mein Büro zu begeben, um zum Abendessen ausgeruht zu sein. Wir sehen uns dann. Harry, begleitest du mich noch ein Stück?"
"Eh… sicher, Sir", meinte der Gryffindor und trat an Snape vorbei, der kaum gewillt war ihm Platz zu machen.
"Es gibt Menschen, die sind immer um einen besorgt", stellte Dumbledore leise fest.
"Und manchmal übertreiben sie", murmelte Harry.
"Ja. Manchmal neigen sie auch dazu. Aber sie meinen es immer nur gut und man sollte ihnen das nicht all zu übel nehmen." Harry nickte und nahm dann seinen Winterumhang entgegen, da sie den Wasserspeier erreicht haben. "Danke, Harry. Den Rest des Weges schaff ich allein. Wir sehen uns." Damit nannte er dem Wasserspeier dann das Passwort.
Beim Abendessern konnte man deutlich die Erleichterung der meisten Schüler spüren, als sie Dumbledore entdeckten. Die Ausnahmen bildeten die meisten Slytherins, verständlicherweise. Nach dem Essen machten Harry und seine Freunde sich dann an die Hausaufgaben. Harry behielt aber trotzdem noch Saphira im Auge, die die ganze Zeit im Gemeinschaftsraum saß und auch etwas schrieb.
"Ich wüsste zu gern, was sie da macht", murmelte Harry.
"Geh hin und frag sie", meinte Hermine.
"Klar", gab Harry nur zurück. Als sie aufstand erhob auch Harry sich. Wie selbstverständlich ließ er Saphira den vortritt.
"Willst du auch einen Spaziergang machen?" fragte sie verwundert.
"Nein. Keine Zeit. Ich hol uns nur schnell noch zwei Bücher für den Verwandlungsaufsatz", meinte er.
"Da komm ich ein Stück mit. Will noch mal kurz vor die Tür", sagte sie lächelnd. Harry nickte verstehend. Damit hatte er nun aber nicht gerechnet. Er war eigentlich davon ausgegangen das sie sich in irgendeinen düsteren Teil des Schlosses verziehen würde. Er hatte zur Sicherheit die Karte der Rumtreiber eingesteckt und auch seinen Tarnumhang. Man konnte ja nie wissen.
"Wie weit seit ihr denn mit den Aufgaben?" fragte das Mädchen ihn plötzlich.
"Eh… gerade erst angefangen. Zumindest Ron und ich. Hermine ist fast fertig, nur sie lässt und nicht abschreiben", erklärte Harry, um irgendwas zu sagen. In Wirklichkeit waren sie alle drei ja schon fertig mit der Aufgabe, so wie mit allen anderen auch. Es war erstaunlich wie schnell man Hausaufgaben machen konnte, wenn man etwas zur Beschäftigung brauchte, um nicht aufzufallen.
"Na dann, ich wünsch euch viel Spaß", meinte an einer Biegung und verschwand auf einer Geheimtreppe.
"Den werd ich sicher haben", murmelte Harry und sah sich um. Gott sei dank war hier weit und breit keiner zu sehen. Dennoch versteckte Harry sich hinter einer Ecke, um die Karte zu aktivieren. Saphira trat gerade zwei Etagen tiefer aus dem Geheimgang wo sie auf Snape traf. Scheinbar unterhielt sie sich kurz mit ihm und ging dann weiter.
"Höchste Zeit ihr zu folgen", entscheid Harry und warf sich seinen Umhang über. Er nahm ebenfalls die Geheimtreppe und dankte allen Göttern, dass Snape verschwunden war. Nur wohin wusste er nicht genau. Er war einfach weg.
Und? Was sagt iht? Gut? Schlecht? Bin doch so neugierig! Auch auf die meinung von euch Schwarzlesern. Kommt mal rüber mit euerer Meinung, ich versprech euch auch es gibt keinen Fluch. ganz sicher nicht.
Und nächstes Mal wirds dann auch wieder spannender. Es gibt einen neuen Besuch bei Salazar Slytherin und Snape darf mal wieder den Fiesen Lehrer raushängen lassen.
Außerdem geht unser Liebespärchen zum Schulleiter und beichtet ihr Zucerksüßes gehiemnis, aber der reageirt wohl nicht so wie man es vermuten könnte? Oder doch? das müsst ihr entscheiden.
Bis dann
Eure Imo
