Anmerkung: Sankt Maaaartin, Saankt Maaaartin, Saankt Maaartin ritt durch Schnee und Wind…

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SkaraClayne: Ich hab mir schon immer einen Hauselfen gewünscht. Und Zarethas Oma rulez… Ich persönlich finde den Opa aber auch toll. So ein Pantoffelheld, der sich von seiner Frau so unterbuttern lässt, obwohl alle Angst vor ihm haben…

Kroete: Wenn die Sehnsucht nach Snape zu groß wird, kannst du dir ja eine Snape-Knuddel-Puppe basteln, hähähä. Die Bastelanleitung geb ich dir aber nur, wenn du aufhörst, mir Angst zu machen!

Birgit: Ich denke, dass Zarethas Opa und Snape sich gut verstehen würden. Ich sollte eine Begegnung planen. Könnte interessant werden.

Sarah A. Black: Wenn wir nur ganz fest daran glauben, wird Snape auch bald zu uns zurückkehren! Wenn nicht, dann fragen wir mal die Zahnfee um Hilfe. Oder den Weihnachtsmann. Das ist überhaupt die Idee! Ich weiß jetzt, was ich dieses Jahr auf meinen Wunschzettel schreibe: „Lieber Weihnachtsmann, ich wünsche mir dieses Jahr einen Snape. Dein Fried-chan"

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37. Kapitel

Widmung: Ich widme dieses Kapitel Jareth.

Ich fühlte mich überraschend gelassen und ruhig. Schließlich wusste ich, was ich geleistet hatte und ich hatte fast alles davon für Snape getan. Und darauf würde ich nichts kommen lassen.

Minuten später kamen meine Eltern herein. „Wirst du es uns erklären?", fragte meine Mutter vorsichtig und liebevoll. Ich wusste, was und wie sie das meinte.

Ich überlegte kurz. „Sicher!", sagte ich dann und ging mit ihnen ins Wohnzimmer, wo Oma und Opa schon warteten. Opa war an seinen Sessel gefesselt und geknebelt. Er hatte die Ziegenohren immer noch. Oma behielt ihn selbstzufrieden im Auge. „Du kannst jetzt alles erzählen, ohne dass er stört!", sagte Oma und zwinkerte mir schelmisch und aufmunternd zu. Also räusperte ich mich und hob meine Stimme:

„Meine Heldentaten chronologisch wiederzugeben fällt mir schwer. Allerdings hat alles damit zu tun, dass ich mir Draco Malfoy zum Feind gemacht habe, als ich ihm einen Korb gegeben habe."

Mein Opa machte erstickte Geräusche und bäumte sich verzweifelt auf. Ich wusste, dass er es gern gesehen hätte, wenn ich Malfoy sofort geheiratet hätte. Der Erhalt unserer reinen Familie wäre einwandfrei gesichert gewesen.

„Vielleicht tröstet es dich, Opa, dass ich zur Klassenbesten in Zaubertränke geworden bin und ein paar Punkte für Slytherin gesammelt habe. Ich habe auch mit Quidditch angefangen und war richtig gut (Hier sah ich eindeutig Stolz in den Augen meines Vaters aufblitzen).

Ich bin Lehrern in den Verbotenen Wald gefolgt und habe sie dort vor einem Basilisken gerettet. Dafür bin ich dann rausgeflogen, weil ich erwischt wurde. Danach habe ich noch mehr Mist gebaut, habe eine Mitschülerin in eine unmögliche Situation gebracht und war nebenbei auch noch auf einer Todesserparty. Ich kann leider nicht detailliert auf alles eingehen, doch wenn ich kann, dann werde ich eure Fragen jetzt beantworten."

Mein Opa hatte offenbar einiges zu sagen, doch meine Oma schnauzte: „Du nicht!" und stellte selbst eine Frage: „Sag, Kind, warum hast du denn das alles überhaupt gemacht?"

Ich hüstelte mehrfach und kratzte mich am Hals. „Ja, also weißt du, das ist so… Öhhhm… Ich hatte da so meine Gründe…" Inzwischen war ich rot geworden und meine Oma wertete mein Herumgedrukse aus. „Wenn du es uns nicht sagen willst, dann lass es doch einfach bleiben!", sagte sie lächelnd. Dann löste sie die Versammlung auf und schickte mich auf mein Zimmer, bevor sie Opa losband. Ich ging zu Bett und vermisste das Schnarchen meiner Zimmerkameradinnen.

Meine Oma und mein Opa schienen eine Art Waffenstillstand eingegangen zu sein, denn Opa verhielt sich mir gegenüber außerordentlich neutral, dafür waren seine Ziegenohren verschwunden. Doch der Tag des Grauens rückte näher. Der Tag, an dem ich zum ersten Mal in die Muggelschule gehen musste. Ich wollte nicht. Ich wollte nicht. Ich wollte nicht.

„Ich will nicht!", brüllte ich am Morgen des Tages des Grauens. Doch die gesammelte Macht von meiner Oma, meiner Mutter und Rinzy zwang mich schließlich aus dem Bett und zum Frühstückstisch. Die Schuluniform gefiel mir überhaupt nicht. Und ich durfte keinen Umhang anziehen. Und meinen schönen Spitzhut musste ich gegen eine Wollmütze tauschen.

Schlechtgelaunt und frierend machte ich mich auf den Schulweg, den mir meine Eltern genau beschrieben hatten.

Die Schule war ein wenig baufällig, doch nicht so hässlich, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Ich fragte mich zum Büro des Schulleiters durch, wurde von ihm an meinen neuen Klassenlehrer (Mr. Scheffelse) weitergegeben und der führte mich zu meiner Klasse.

Alle Schüler waren bereits im Klassenraum, als Mr. Scheffelse mich hereinbat. Ein Raunen ging durch die Bankreihen. „Ich möchte euch eine neue Mitschülerin vorstellen. Sie heißt Zaretha Tekana und war bisher auf einem Internat. Bitte seid nett zu ihr.", sagte Mr. Scheffelse. „Dort hinten am Fenster ist ein freier Platz, Miss Tekana. Neben Mister Smith."

Gehorsam setzte ich mich an den vorgeschlagenen Platz und blickte in die Runde von fünfundzwanzig Gesichtern, die mich neugierig musterten.

„Hi!", sagte der Junge neben mir. „Ich bin John!"

„Hallo!", gab ich zurück. „Freut mich."

John Smith war ein netter Kerl und ich musste zugeben, dass er ziemlich gut aussah. Allerdings nahmen ganz andere Dinge meine Aufmerksamkeit in Anspruch. Ich verstand kein Wort von dem, was im Unterricht behandelt wurde. Integralrechnung? Gedichtinterpretationen? Chemische Grundlagen? Ich war verzweifelt.

In Geschichte schoss ich dann den Vogel ab. „Miss Tekana, haben Sie an Ihrer alten Schule die Französische Revolution schon behandelt?", fragte Mrs. Roof mit einem freundlichen Lächeln.

„War das vor oder nach den Koboldaufständen?", erwiderte ich ahnungslos. Das war wohl ein Fehler. Mrs. Roof wies mich darauf hin, dass solch kecker Humor in ihrem Unterricht unangebracht sei und ich das doch in Zukunft bitte zu lassen hätte. Ich entschuldigte mich höflich und begann zu ahnen, dass eine furchtbare Zeit auf mich zukam.

-Fortsetzung folgt-