Kapitel 35

Lucius hatte den größten Teil des Tages in seinem Büro verbracht, nachdem er bis in den späten Vormittag hinein geschlafen hatte. Ob er einen Albtraum gehabt hatte, das wusste er nicht genau zu sagen. Außer - dass er alles andere als angenehm erwacht war.

Severus hatte er am vorangegangenen Tag gemieden und als es Zeit zum Abendessen wurde, hatte er sich in sein Zimmer eingeschlossen und den Hauselfen angedroht, sie sich gegenseitig in ihrer eigenen Suppe kochen zu lassen, als Dobby ihm eine solche sogar noch vorbeigebracht hatte. Angeblich - und das glaubte Lucius sogar sofort - auf den Befehl des Heilers hin.

Sowohl Teller, als auch Suppe waren gegen die nächste Wand geflogen und dann wusste Lucius nur noch, dass er sich irgendwann vor dem Kamin in seinem Wohnraum gesetzt hatte und dort dann schließlich eingeschlafen war.

Auch das Frühstück hatte Lucius ausgelassen, auch wenn er wusste, dass Louis dies sicher nicht länger mit ansehen würde. Das war einer der Zeitpunkte, in denen er es bedauerte, diesen eingestellt zu haben.

Seine Drohung den beiden Hauselfen gegenüber musste wohl mehr Wirkung gezeigt haben, als er es selbst für möglich gehalten hätte. Denn zu seinem eigenen Erstaunen und nicht geringer Erleichterung, wurde er bis in den späten Nachmittag hinein nicht gestört und auch das seit einiger Zeit langsam zunehmende Kribbeln in seinem linken Arm konnte er noch in einem Aktenstapel vergraben ignorieren. Auch wenn es an Intensität langsam aber sicher immer weiter zunahm und nun auch deutlich unangenehmer wurde, ja fast schon in einem leichten, ihn begleitenden Schmerz mündete.

Es klopfte und bevor Lucius reagieren konnte, wurde die Tür geöffnet und Severus trat mit einem neben ihm schwebenden Tablett ein. Wortlos stand er einen Augenblick später vor dem Schreibtisch und wartete darauf, verflucht oder gewaltsam hinausgeworfen zu werden. Aber er wusste auch, dass Louis recht hatte. Lucius musste essen.

Ohne auch nur seinen Kopf zu heben, knurrte Lucius in Richtung des Eingetretenen: „Ich habe zu tun… also verschwinde und nimm wieder mit, was immer du gebracht hast."

„Meister.", hauchte Severus, während er sich nicht rührte. Er konnte nicht einfach wieder gehen, doch gleichzeitig spürte er diesmal den Drang zu gehorchen; spürte den Zug des Bundes, der sich langsam aber sicher in Schmerz verwandeln würde.

Nun sah Lucius doch auf und als er sah, dass Severus und nicht Louis dort stand, wurde seine Miene ein wenig weicher: „Geh einfach, Severus…"

Lucius wusste nur zu genau, was er da spürte, woher der sich langsam verfestigende Schmerz kam und was er bedeutete. Doch dachte er nicht daran, dem nachzukommen. Sollte Er ihn doch am Ende der Ferien bestrafen... das war noch mehrere Wochen hin und schlimmer als die letzten Male konnte es auch nicht werden.

Der Schwarzhaarige zitterte leicht wegen der stärker werdenden Schmerzen, blieb aber noch immer stehen. „Ihr müsst.. wenigstens trinken, Meister.", murmelte er leise, während er weiter in die Augen des Blonden sah.

Lucius' Lippen wurden weiß, so fest presste er sie aufeinander. Aber wenn er dadurch den Schwarzhaarigen dann loswerden konnte, dann sei's drum.

Mit einer wortlosen Geste winkte er das Tablett auf seinen Schreibtisch, schenkte sich etwas von dem heißen Tee ein und nippte daran. Zu mehr war er einfach noch zu gut geheizt.

Dann wieder zu Severus blickend brachte er schließlich hervor, die Tasse ein wenig überhastet wieder abstellend, durchfuhr seinen linken Arm doch gerade jetzt ein besonders unangenehmes Stechen: „Zufrieden?"

„Was... was ist los?", fragte Severus, auf die Frage nicht weiter eingehend, hatte er doch Lucius' Zucken deutlich gesehen. Dabei vergaß er sogar seinen eigenen Schmerz.

Lucius überlegte für einen Moment abzustreiten, doch dann wusste er, dass es keinen Sinn hatte, kannte ihn der Schwarzhaarige doch mittlerweile viel zu gut und so versuchte er es mit den Worten „Nur ein leichter Krampf.." abzuwiegeln.

Schweißtropfen bildeten sich auf der Stirn des Sklaven, weil er sich noch immer einem Befehl widersetzte. „In... in Eurem Mal?", fragte er nach, da Lucius' Hand sich unbewusst auf diese Stelle gelegt hatte.

Abrupt die Hand wieder fortnehmend, ersparte sich Lucius eine Antwort auf die Frage und meinte stattdessen nur: „Wie du gesehen hast, habe ich etwas getrunken… Du kannst Louis also ausrichten, dass er dich nicht umsonst geschickt hat."

„Er hat mich nicht geschickt.", murmelte Severus und machte einige Schritte rückwärts, damit der Schmerz etwas nachließ. „Aber ich denke nicht, dass... der Schmerz in Eurem Arm aufhören wird. Und... wenn .. also... Wir werden beide bestraft werden, wenn Ihr es nicht zufriedenstellend lernt, Meister." Damit drehte er sich um und lief zur Tür hinaus, wo er erst einmal keuchend zusammen sackte.

„Weißt du, wie egal mir das ist?", explodierte Lucius plötzlich und ließ die Zimmertüre hinter dem Schwarzhaarigen mit einem unwirsch hervor gestoßenen Fluch zuschlagen.

Es war ihm egal … es interessierte ihn nicht … und wann würde sein verdammter Arm endlich aufhören zu schmerzen?

Dann wenn er seine Hausaufgaben machte … Doch von dieser Antwort, ja alleine schon von dieser Möglichkeit, wollte Lucius nichts wissen.

Auch nicht, wenn Severus darunter leiden musste? Hatte er das Ganze nicht erst dadurch ins Rollen gebracht, weil er hatte verhindern wollen, dass diesem etwas geschah? Wenn er jetzt nicht … nein! Lucius wollte es nicht einmal denken müssen!

Fest krallten sich die Finger seiner rechten Hand durch den Hemdstoff hindurch in seinen linken Unterarm. Es würde vorüber gehen … es war nichts als nur Schmerz … er würde auch diesen aushalten … er würde …

Severus… hatte auch er nicht ausgesehen, als hätte er Schmerzen? Ohne es wirklich bewusst zu merken, war Lucius aufgestanden, zur Tür gegangen und öffnete sie einen Spalt weit.

Der Sklave saß noch immer gegenüber der Tür an der Wand gelehnt. Die Knie hatte er dicht an den Körper gezogen und die Arme darum geschlungen. Beim Öffnen der Tür sah er auf und blickte in die grauen Augen, die ihn besorgt musterten. Hastig wischte er sich übers Gesicht, auch wenn nur eine einzelne Träne über seine Wange gelaufen war.

„Hast…", begann Lucius, unterbrach sich dann aber und setzte erneut zum sprechen an, „Noch Schmerzen?"

„Ich... es tut mir weh, Euch so leiden zu sehen.", murmelte Severus leise und seufzte dann. „Bitte, Meister. Ihr tut mir damit nichts an, wenn Ihr dem Befehl gehorcht. Ich... Euch hat es doch auch gefallen, als ich es gemacht habe, oder? Bitte..."

„Nein… ja.. ich meine…", stotterte Lucius, ebenfalls langsam und sich am Türrahmen abstützend gen Boden rutschend, wo er sich dann wie der Schwarzhaarige hinhockte. „Es ist so.. .so… widerlich."

Severus nickte leicht, konnte er es doch nicht abstreiten, wenn es die Wahrheit war. „Aber es geht leichter, wenn Ihr Euch nicht so dagegen sperrt... die meisten Tränke schmecken auch widerlich, aber man weiß, dass es vorbei geht und weil es notwendig ist, nimmt man sie dann doch. So müsst Ihr es damit auch machen... es geht vorbei und... und... je besser Ihr seid, um so schneller ist es zu Ende."

Lucius schluckte, dabei seine Finger wieder unbewusst in sein Mal vergrabend und auch wenn es schmerzte, der andere Schmerz schien immer noch stärker zu sein - oder zu werden. Abstreiten konnte er nicht, was Severus ihm gerade gesagt hatte. Ganz besonders nicht, da er sich nur zu gut an Lestrange erinnerte, der - da war sich Lucius sicher - gewiss nicht so schnell zu einem Ende hatte kommen wollen. Doch da hatte er schon so viel… so viel… schlucken müssen und alleine der Gedanke, dass er… Er vor Severus kniete und diesem…

Lucius schauderte sichtlich in sich zusammen, als ihm plötzlich etwas einfiel, das unerwartet und daher umso heftiger Hoffnung in ihm aufflammen ließ und es war ihm herzlich egal, dass man ihm diese sowohl ansah, als auch anhören konnte: „Es würde ohnehin nicht gehen… der… dein Sklavenbund würde doch gewiss nicht zulassen, dass… dass ich vor dir… knie."

Ja.. .genau… es würde nicht gehen… er würde es nicht nur nicht tun müssen, sondern gar nicht erst können und dagegen konnte auch der Dunkle Lord nichts mehr machen.

Er würde es nicht tun müssen… Die Erleichterung, die Lucius bei dieser Erkenntnis überkam, ließ ihn regelrecht schwindlig werden.

„Meister... Ihr müsstet nicht vor mir knien. Es.. es geht auch im Bett. Oder.. im Bad.", murmelte er leise, auch wenn es ihm leid tat, die Hoffnung zerstören zu müssen.

Lucius brauchte fast eine geschlagene Minute, bis er die Bedeutung des Gehörten verstand. „Nein..", ablehnend schüttelte er seinen Kopf, während er seine Hoffnung davonschwimmen sah. „…das.. .das kann nicht gehen. Ich… bestimmt lässt der Bund das nicht zu… das.. .das darf er nicht."

„Dann... versuchen wir es einfach.", murmelte Severus sehr leise , während er näher zu Lucius rutschte und vorsichtig einen Arm um ihn legte. „Ihr bestimmt das Tempo. Nicht wie bei den anderen."

Lucius zuckte unmerklich unter der Berührung zusammen. „Und… und woher soll ich wissen, dass… was... wenn ich was … falsch mache?" Dass er damit bereits eingestanden hatte, sich bereit erklärt hatte, es zu tun, war ihm dabei kaum bewusst. Viel mehr hatte Lucius damit zu kämpfen, die Tränen ob der sich langsam, aber stetig ausweitenden Schmerzen in seinem Arm nicht in seine Augen treten zu lassen.

Wie schwach er war… er hasste es... hasste sich selbst für seine Schwäche.

„Dann sage ich es Euch. Ich werde helfen, dass Ihr... gut darin werdet, damit Er zufrieden ist.", wisperte Severus leise und drückte Lucius sanft. „Wir .. sollten es gleich tun. Damit die Schmerzen aufhören. Ja?"

Seinen Kopf schüttelnd, stand Lucius trotzdem langsam auf. Er wollte es nicht… er konnte doch nicht… Ohne es wirklich bewusst zu merken, kehrte er mit den ihn immer noch haltenden Severus in sein Schlafzimmer zurück, wo er sich nach kurzem Zögern auf seinem Bett sitzend wieder fand.

Severus zog sich schnell aus und reinigte sich dann mit einem Spruch gründlich. Danach legte er sich aufs Bett. „Lasst Euch Zeit... es riecht nicht und sollte auch nicht allzu ekelig schmecken.", murmelte er leise, während er mit einer Hand über Lucius' Rücken strich.

Der Blonde schluckte, konnte seinen Blick jedoch nicht von eben der Stelle abwenden, an welcher er… er… jeder Muskel in seinem Körper schien sich verkrampfen zu wollen, als er sich widerstrebend langsam vorbeugte und… mit einem hervorgestoßenen „Ich kann das nicht!" abrupt ein ganzes Stück von dem Schwarzhaarigen abrückte.

„Doch, Meister. Ihr könnt das ganz sicher. Soll... soll ich Euch zuerst zeigen, wie es geht? Was Ihr machen könnt?"

Nun konnte Lucius doch nicht mehr verhindern, dass sich seine Augen mit Tränen füllten. „Und du meinst ich… ich merk mir das? Du weißt selbst am besten wie schnell… wie schnell ich… bin und… und gleichzeitig geht ja wohl schlecht."

„Doch. Gleichzeitig geht... und.. nunja. Könnt Ihr denn.. kommen, Meister?", fragte Severus unsicher nach und schluckte schwer. Immerhin hatte der Dunkle Lord ihm angedroht, ihm genau so eine magische Manschette zu verpassen wie Lucius sie trug.

Lucius, der daran nun wirklich nicht mehr gedacht hatte, senkte beschämt seinen Kopf: „Ich… ich glaube nicht.." Doch verschwand die Scham, als ihm plötzlich ein ganz anderer Gedanke kam, „…aber das… das ist.. .zumindest musst du dann nicht…" Wieder brach er ab, begann sich aber schließlich selbst zu entkleiden und auch wenn er erst vor wenigen Stunden abermals gebadet hatte, sprach er einen intensiven Reinigungszauber über sich.

Dann sah er wieder seinen Sklaven an und fragte: „Und…" Er räusperte sich leicht, ehe er fortfuhr: „…wie weiter?" Lucius konnte sich absolut nicht vorstellen, wie sie beide zur selben Zeit…

Severus rutschte zur Seite. „Legt Euch neben mich... allerdings anders herum. Mit den Beinen am Kopfende.", erklärte er und lächelte leicht. Es war wirklich angenehm, wie sehr Lucius sich sorgte. Das hätte er vor einigen Monaten niemals erwartet.

Langsam rutschte Lucius etwas weiter auf sein Bett, schob die Decken und Kissen herunter und streckte sich schließlich so aus, dass er auf dem Rücken lag, den Kopf am Fuß- und die Füße am Kopfende.

Gänsehaut bildete sich auf seiner Haut und seine linke Hand ballte sich zur Faust, so dass sich seine Fingernägel, die er die letzten Tage über nicht geschnitten hatte, schmerzhaft in seine Haut gruben. Doch war es nichts im Vergleich zu dem anderen Schmerz, der nun sogar schon seine Schulter erreicht zu haben schien.

Severus rutschte etwas hinunter sodass er mit dem Gesicht in etwa bei Lucius' Schritt war. „Dreht Euch auf die Seite, Meister .", murmelte er leise.

Lucius schluckte hörbar, rührte sich aber nicht weiter, fühlte er sich doch wie erstarrt.

„Meister, bitte...", murmelte Severus leise. Er selbst lag bereits auf der Seite und nun legte er eine Hand auf die Hüfte von Lucius, die weiter von ihm entfernt war und übte leichten Druck aus. „Es ist alles in Ordnung... Bitte, Ihr müsst Euch überwinden."

Ganz langsam folgte Lucius der Aufforderung und drehte sich, zugleich jedoch seine Augen fest schließend. Wieder spürte er Kälte in sich aufsteigen und das leichte Zittern, das seine Glieder nun ergriff, rührte nicht nur von den Schmerzen her, die ihn weiter peinigten.

Severus beugte sich vor und ohne viel Federlesens leckte er einmal über das schlaffe Glied vor sich. Er wollte Lucius erst einmal dazu bringen, seine Angst zu vergessen. Denn dass der Blonde Angst hatte, war fast zum Greifen spürbar.

Lucius fuhr regelrecht zusammen und riss seine Augen erstaunt auf, so überrascht war er und das nicht nur ob der plötzlichen Initiative, sondern auch, dass er es mehr als nur spürte.

Erst im nächsten Moment wurde er sich dessen bewusst, was er direkt vor seiner Nase sah und… es sah wirklich nicht so schlimm aus. Nicht so… behaart und… er roch tatsächlich auch nichts.

Vielleicht… vielleicht wäre es ja gar nicht so schlimm… er könnte ja immerhin… zumindest es einfach… probieren?

Zögernd öffnete er seinen Mund und streckte seine Zunge ein Stück weit heraus, so das seine Zungenspitze kurz einen der beiden Hoden berührte.

Nun war es an Severus leise zu keuchen und zwischen ihren Körpern nach unten zu schauen. Natürlich war es nicht das erste Mal für ihn. Sein früherer Herr hatte sich hin und wieder einen Spaß daraus gemacht, seinen Sklaven auf die Art zu verwöhnen, aber nicht kommen zu lassen. Doch Lucius' zögerliche Art ließ heiße Schauer durch seinen Körper jagen.

Auch Lucius hatte seinen Blick gesenkt und so trafen graue Augen auf schwarze. Langsam zog er seine Zunge wieder zurück in seinen Mund und… er schmeckte tatsächlich… nichts. Konnte es wirklich sein, dass…

…abermals ging seine Zungenspitze auf Wanderschaft, diesmal ein wenig genauer und er zog sich auch nicht wieder sofort zurück.

Leise aufstöhnend biss Severus sich auf die Unterlippe. „Das. Das ist.. sehr gut so.", keuchte er leise, während sich schon eine deutliche Erektion zu bilden begann.

Als Lucius dies bemerkte, wich er wieder zurück und rutschte auch ein Stück weit von dem neben ihm liegenden ab. Das wurde ihm dann nun doch ein wenig zuviel.

Severus schloss die Augen und seufzte. Dann blickte er wieder nach unten zu Lucius. "Alles in Ordnung, Meister?"

„Nein …",. Lucius zwang sich regelrecht dazu nicht noch weiter fortzurutschen, wobei ihm seine sich verkrampfenden Armmuskeln eine doch recht eindeutige Hilfe waren, „… ich … es tut weh."

Verdammt … das hatte er nun wirklich nicht sagen wollen!

Aber warum hörte es nicht auf? Er tat doch schon … er hatte doch schon begonnen … oder endete es wirklich erst dann, wenn … wenn er … gequält schlossen sich Lucius' Augen, während sein Atem kurz und ob des Schmerzes leicht gepresst ging.

"Meister.. es wird sicherlich aufhören, wenn Ihr weiter macht." murmelte der Schwarzhaarige leise. "Versucht Eure Lippen um die Spitze zu legen... ganz vorsichtig... oder leckt einmal darüber. Etwa so..." Und damit fasste er vorsichtig Lucius' Glied und leckte einmal über die Spitze, ehe sich seine Lippen um die Eichel schlossen.

Lucius schnappte regelrecht nach Luft, war es vorhin doch keine Einbildung gewesen, dass er … er nicht nur spüren konnte, sondern da war ein eindeutiges Ziehen und Pochen. So dachte er nicht lange darüber nach, klang es doch vernünftig und hatte er nicht selbst auch eben noch gedacht … und es war ja nicht so, dass er es das erste Mal täte.

Wieder stieß er den Atem aus und dann tat er es einfach. Beugte sich vor, fischte mit seinen Lippen nach dem bereits leicht erregten Glied, nahm es in den Mund und … saugte.

Nun stöhnte Severus lauter auf, da er damit nicht gerechnet hatte, noch nicht. Sofort verstärkte sich seine Erektion, schwoll langsam in Lucius' Mund an, während er weiterhin versuchte, auch Lucius zu verwöhnen und ihm zu zeigen, wie es richtig ging, auch wenn Lucius es im Moment ziemlich gut machte.

Diesmal wich Lucius nicht zurück. Im Gegenteil, behielt er die nun wachsende Schwellung im Mund, befürchtete er doch, dass, wenn er jetzt abließe, er sehen würde … nein, dann konnte er gewiss nicht weiter machen.

Severus zeigte Lucius nun einige Kniffe, die sich gut anfühlten. So ließ er seine Zunge einen Moment um die Spitze kreisen, ehe er mit der Zungenspitze in die kleine Vertiefung stupste.

Nun war es an Lucius, ein Stöhnen nicht mehr zurückhalten zu können, und mit einem leicht flutschenden Geräusch entschlüpfte ihm, was er nicht hatte loslassen wollen. Was er nicht hatte sehen wollen, was er nicht hatte … unbewusst wieder näher an den Anderen heranrutschend, drängte Lucius seine Hüfte näher zu diesem … wollte mehr spüren, wollte …

… wie hatte er vergessen können, dass es sich so gut anfühlte und wann hatten die Schmerzen in seinem Arm nachgelassen? Nicht dass sie fort wären nein, aber … oder war seine eigene Erregtheit die Ursache dafür?

Auch Severus zog sich zurück, um Lucius die Möglichkeit zu geben, sich etwas zu beruhigen und das eben gezeigte auszuprobieren. Der Sklave selbst war ebenfalls bereits hocherregt, doch hatte er mehr Übung als sein Meister, dies auszuhalten.

Nachdem sich Lucius' Atem wieder einigermaßen beruhigt hatte, das Pochen in seinen Lenden aber nicht nachlassen wollte, sah er doch wieder nach unten und flüsterte heiser: „Wieso … hörst du auf?"

Severus schluckte unsicher. "Ihr... Ihr wollt doch lernen, Meister.", murmelte er leise. "Und... außerdem glaube ich nicht, dass... Ihr kommen könntet. Deswegen möchte ich Euch nicht zu sehr erregen, da Ihr dann nicht mehr klar denken könnt."

Lucius schloss halb frustriert, halb resigniert für einen Moment seine Augen. Woher wollte ausgerechnet Severus wissen, dass er nicht … aber … es würde zu Ihm passen. Ihm Erlösung in welcher Form auch immer zu gewähren, würde gewiss nicht zu der Stimmung passen, in welcher der Dunkle Lord ihn hatte gehen lassen.

Der Gedanke nicht kommen zu können und dann ständig erregt sein zu müssen, erschreckte ihn einerseits und steigerte sein Verlangen auf der anderen Seite nur noch weiter, was ihm ein weiteres, diesmal eindeutig frustriertes Aufstöhnen entlockte.

Nur warum lag er dann überhaupt noch hier herum, wenn …

… ach ja, er sollte ja … lernen. Nur was war es noch gleich, das Severus als letztes getan hatte? Lucius war sich dessen absolut nicht mehr sicher, wusste nur noch, dass es sich unglaublich … gut angefühlt hatte.

Als sich sein Blick wieder fokussierte, sah die deutlich geschwollene Erregung vor ihm gar nicht mal mehr so schrecklich aus. Einzig der leichte Schweißgeruch störte etwas. Dennoch war es noch nicht so schlimm, dass es ihn abstieß und so öffnete er erneut seinen Mund und begann diesmal mit seiner Zunge über den Schaft zu streichen, ehe er seine Lippen einmal kurz fest um die Spitze schloss und als es ihm wieder einfiel, seine Zunge mehrmals kurz gegen die kleine Mulde stieß.

Wieder stöhnte Severus auf und hatte Mühe, auf der Seite liegen zu bleiben, anstatt einfach auf den Rücken zu fallen. Sein Atem ging schneller, doch war er gut genug erzogen worden, dass er sich beherrschen konnte. Außerdem wollte er nicht gleich beim ersten Mal kommen und Lucius dadurch wieder anekeln. Oder würden die Schmerzen des Blonden wirklich erst nachlassen, wenn er die 'Übung' vollständig beendet hatte?

Langsam nahm Lucius die nun doch sehr groß gewordene Erektion wieder ganz in seinen Mund und diesmal übte er auch wieder leichten Druck mit Zunge und Gaumen aus. Als er dann jedoch plötzlich mehr als nur ein wenig Schweiß schmeckte, zog er sich schnell wieder zurück. Nur zu deutlich konnte er einige sich an der Spitze bildende Tropfen erkennen.

Mit einem leicht frustrierten Aufstöhnen fiel Severus nun doch auf den Rücken, sodass seine Erektion mit einem leichten Klatschen auf seinen Unterleib viel und sich der erste Lusttropfen darauf verschmierte. Keuchend lag er da und versuchte sich wieder etwas zu beruhigen. "Habt... Habt Ihr noch Schmerzen, Meister?", brachte er schwer atmend hervor.

Lucius vergrub seinen Kopf in der Matratze, sich dabei auf die Lippen beißend. Sein Arm schmerzte noch, doch nicht mehr so schlimm wie zuvor. „Es … es geht …"

Mit einem leichten Nicken schloss Severus die Augen. "Soll... ich mich noch mal reinigen?", fragte er leise weiter.

Lucius' Stimme war kaum mehr als ein leises Flüstern, als er antwortete: „… ja."

Auch wenn klar war, dass Lucius sich irgendwann würde überwinden müssen, rutschte Severus an den Rand des Bettes und rief seinen Zauberstab zu sich, um sich anschließend zu reinigen. Dann sprach er auch noch den Kältezauber auf sich, um seine Erektion völlig verschwinden zu lassen. Keuchend lag er da und wünschte sich, dass es einfacher wäre. Vielleicht könnte er irgendwie dafür sorgen, dass es besser schmeckte? Doch wusste er einfach nicht wie das gehen sollte.

Lucius war nicht wirklich undankbar für die Pause, doch hatte er sich soweit selbst dazu überredet, dass er es denn nun zu einem raschen Ende bringen wollte - zumindest für den heutigen Tag - dass er, als sich Severus ihm wieder zudrehte, nicht lange zögerte und diesmal von sich aus die Initiative ergriff.

Entschlossen öffnete er seinen Mund und nahm die nun nicht mehr vorhandene Erektion abermals in den Mund und … zog sich mit einem vollkommen überraschten Gesichtsausdruck wieder zurück.

War das etwa .. das konnte doch nicht … langsam mit seiner Zunge über die Penisspitze fahrend, schmeckte Lucius erneut nach und … warf dem Schwarzhaarigen einen mehr als verwunderten Blick zu. Woher konnte dieser wissen, dass er …

…Erdbeeren und Sahne!

Mit einem erleichterten Lächeln nahm er erneut in den Mund, was er zuvor nur widerwillig getan hatte, lutschte ein wenig an der Spitze und leckte schließlich mit steigendem Selbstvertrauen an der gesamten Länge des Schafts entlang.

Es dauerte bei diesem plötzlichen Enthusiasmus nicht lange, bis Severus wieder hocherregt dalag und einfach nur noch keuchend nach Atem ringen konnte.

Erst als Lucius selbst wieder Luft brauchte, linste er zu dem Schwarzhaarigen und konnte sich ein fast schon zufriedenes Grinsen nicht verkneifen: „Richtig so?"

Severus lag keuchend da und brauchte einen Moment, um überhaupt in der Lage zu sein, etwas halbwegs verständliches zu sagen. „Ja...", hauchte er dann und hob den Kopf etwas, um zu Lucius herunter zu sehen. „Soll... soll ich weiter .. weiter warten?"

Lucius lächelte erst zufrieden, fast schon wie eine Katze die gerade eine Schale Milch ausgeleckt hatte, doch dann trat deutlich Verwirrung in seine grauen Augen: „Warten?"

„Darf... ich mein... erlaubt Ihr...", keuchte der Schwarzhaarigen und atmete erst einmal tief durch. „Gestattet Ihr, dass ich komme?"

„Oh..", machte Lucius und dann, als er tatsächlich begriff, „… oh .. ähm … ist es … musst du .. muss ich …" Plötzlich war alles vergessen. Der Geschmack nach Erdbeeren und Sahne, die Erregung, die er selbst noch empfunden hatte… einzig der nachgelassen habende Schmerz war noch da. Auch wenn bei weitem nicht mehr so schlimm wie zu Anfang… bei weitem nicht so schlimm. Lucius würde es fast schon als erträglich bezeichnen.

"Ich... ich kann es .. nochmal weg machen, wenn Ihr... noch nicht bereit seid, Meister.", murmelte Severus leise und schloss die Augen, um sich noch mehr zu beruhigen.

„Bin ich nicht und … ja du kannst …", erwiderte Lucius schließlich, dem jedwede Lust vollends vergangen war. Damit zog sich Lucius noch weiter zurück. Es würde sicher auch so gehen. Es musste auch so gehen.

Wieder fischte Severus nach seinem Zauberstab, schloss fest die Augen und wandte den Spruch an, der mit einem extremen Kälteschock die Erektion sofort verschwinden ließ. Das war mehr als unangenehm, aber reine Gewöhnungssache.

Als Lucius sah was der Schwarzhaarige da machte, wurde er erst rot, dann blass: „Also ist es dir doch … unangenehm."

Abrupt rollte er sich vom Bett und griff nach seinen zuvor abgelegten Kleidungsstücken, während seine Gedanken rasten: ‚Toll .. wirklich toll, Lucius … hast du wirklich geglaubt, es wäre was anderes als das, was …. Was Er mit dir gemacht hat? Er ist ein Sklave verdammt … dein Sklave! Er würde sich auch noch dafür bedanken, wenn du ihm die Haut in Streifen abziehst und du das befiehlst!'

"Ähm? Was?", fragte Severus verwirrt, der sich nun auch aufsetzte. "Ich... Ihr sagtet doch, dass ich es wegmachen soll... weil... weil Ihr noch nicht bereit seid... Ich.. Ich meine, Ihr... wollt doch noch üben, oder? Ich... wollte nicht zu früh kommen... erst wenn Ihr bereit seid."

„Wollen?" Lucius lachte humorlos auf, „… von wollen kann ja wohl kaum die Rede sein und nein, ich meinte, dass du … ich wollte nur nicht … nicht in meinem Mund zumindest!"

Severus schluckte, sagte jetzt aber nicht, dass Lucius wohl kaum darum herum kommen würde. Zumindest nicht auf lange Sicht. Schweigend saß der Schwarzhaarige da und sah auf seine Hände. „Ihr habt es schon sehr gut gemacht...", murmelte er nach einigen Augenblicken leise.

Auch Lucius starrte einen Moment lang auf Severus' Hände, ehe er sich sichtlich peinlich berührt räusperte: „Ohne deinen kleinen … Zaubertrick hätte ich es sicher nicht …"

"Ähm... Zaubertrick?", fragte Severus zurück und wieder spiegelte sich Verwirrung in seinen Augen und seinem Gesicht, da er nicht wusste, wovon Lucius eigentlich redete.

Lucius, dessen Verärgerung ebenso schnell verschwunden war, wie zuvor aufgeflammt, musste unwillkürlich wieder grinsen: „Erdbeeren und Sahne."

Diese Antwort verwirrte den Sklaven nur noch mehr. "Ich.. ich verstehe nicht.", meinte er leise. Ich habe nichts gezaubert... ich hab mir nur gewünsch..." Severus' Stimme erstarb und er blickte Lucius unsicher an. Er hatte sich gewünscht, dass Lucius es schaffte, sich vorzustellen, dass es etwas anderes ist, dass er nichts Ekliges schmeckte...

Lucius' Stirn runzelte sich nur flüchtig, doch dann schüttelte er seinen Kopf: „Was immer du getan hast, es hat jedenfalls geholfen."

"Das.. ist sehr schön.", antwortete Severus leise, auch wenn er nicht wusste, was oder wie er es getan hatte. Doch vielleicht... er musste unbedingt mit Dobby reden, sicher konnte der Elf ihm das erklären.

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TBC