DISCLAIMER: Wie immer. Nichts uns! Alles Ihr! JKR, wir lieben dich!!!!! Ach … der Plot war doch uns… MUahahahahahahaha
Danke an alle die ge'review't haben!!! Knuddel euch alle!!!
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The Green Side of Life
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by The Slytherin Sisters
(Toyo Malloy & Lorelei Lee)
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Chapter thirty-seven
# 37 #
Severus packte hastig das Päckchen aus, das er auf seinem Büroschreibtisch gefunden hatte. Er fluchte über die Blödheit der Hauselfen, die ihm das Päckchen auf den Schreibtisch gelegt hatten und es ihm nicht gleich gebracht hatten. Es war in mehrere Lagen Papier eingepackt und hatte auch keinen Absender, doch er hatte sofort gewusst was sich darin befand. Es war der Zauberstab, auf den er, so glaubte er jedenfalls, schon Jahre wartete. Als er endlich das letzte bisschen Papier von der länglichen Schachtel gerissen hatte, hielt er den Atem an. Vorsichtig öffnete er die Schachtel und fand darin seinen neuen Zauberstab. Afrikanisches Ebenholz mit Dracheherzfaser, 13 Zoll lang. Er nahm den Stab in die Hand und betrachtete ihn genau. Er fühlte sich gut an. Er ließ den Stab durch die Finger gleiten und richtete ihn dann auf einen Stapel Bücher, die auf seinem Schreibtisch lagen.
„Wingardium Leviosa!" sagte er und dir Bücher hoben von der Schreibtischplatte ab. Er dirigierte sie durch den Raum hin zum Bücherregal. „Ora facere abecedarium!" Die Bücher ordneten sich alphabetisch in das Regal ein. Er freute sich wie ein kleines Kind, dem man sein Lieblingsspielzeug repariert hatte. Er war wieder ein vollwertiger Zauberer.
Er fing an spaßeshalber Gegenstände im Raum schweben und tanzen zu lassen, die Wände in grasgrün zu färben, kleine Flammen heraufzubeschwören und durch den Raum schweben zu lassen. Er verwandelte den Stuhl in ein Sofa und hörte erst auf die Farbe des Möbelstückes zu ändern, als er ein Klopfen an der Tür hörte. Ein weiterer Schlenker mit seinem neuen Zauberstab öffnete die Bürotür.
„Severus?" fragte Remus erstaunt, als er das magische Chaos in einem sonst so pingelig ordentlichen Büro sah. „Was ist denn hier los?"
Severus lächelte. Es war ein schönes, ehrliches Lächeln, das man nur selten an dem Zaubertranklehrer sah. Remus Herz schlug vor Freude schneller.
„Olivander hat endlich meinen neuen Zauberstab geschickt. Ich habe ihn nur ausprobiert." Er hob den Stab hoch. „Finite Incantatem." Und der Raum kehrte in seinen Normalzustand zurück. „Und was machst du hier? Solltest du nicht bei Black sein und Babysitten?" fragte Severus spitz. Er konnte sich einen Kommentar über den Animagi nicht verkneifen. Sein Zauberstab hatte seine Laune mehr als verbessert.
Remus lächelte. Er ging hinüber zu dem Stuhl auf dem Severus saß, beugte sich zu ihm herunter und drückte ihm sanft einen Kuss auf die Wange. Sein Lächeln verwandelte sich in ein Grinsen, als er Severus' leicht rote Wangen sah.
„Da brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Ich habe das Kind schon ins Bett geschickt." Die beiden lachten.
„Du entwickelst langsam Sinn für Humor, Remus, für einen Gryffindor, meine ich. Du verbringst definitiv zu viel Zeit in der Gesellschaft vor Slytherins."
Remus konnte sich ein böses Kichern nicht verkneifen.
„Und ich dachte mein Sinn für Humor wäre typisch Gryffindor."
„Weit gefehlt, mein lieber Remus. Weit gefehlt", grinste Severus.
„Und da komme ich extra hier runter um noch mehr Zeit mit dir zu verbringen . . .", seufzte Remus gekünstelt. Severus packte einige Pergamente, die auf dem Schreibtisch lagen in eine Schublade und stand auf. Er griff Remus bei der Hüfte und zog ihn an sich.
„Dann würde ich sagen, suchen wir uns einen etwas privateren Ort für unser Zusammensein."
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Die beiden betraten die privaten Räume des Slytherin –Hauslehrers und Severus bedeutete Remus sich hinzusetzen während er die Getränke holte. Nach ein paar Momenten kam er nur mit zwei Weingläsern in der Hand zurück und stellte diese auf das Tischchen zwischen den beiden Sesseln.
„Ich habe leider nichts zu trinken da. Warte ganz kurz, ich frage Lucius ob er eine Flasche übrig hat, die er uns geben kann." Ohne eine weitere Erklärung verließ Severus seine Räume.
Remus blieb mit einem mulmigen Gefühl zurück. Er hoffte sehr, dass Severus nicht auf die Idee kommen würde Lucius auf einen Schluck herüber zu bitten. Er wollte so gerne mit Severus allein sein. Er hatte Sirius ein Buch in die Hand gedrückt und ihm gesagt er solle sich gefälligst selbst beschäftigen bis Harry kommen würde um ihn zu besuchen. Er hatte eigentlich vorgehabt Severus beim Abendessen abzupassen, aber der war nicht da gewesen.
Sein Herz schlug schmerzhaft schnell, als die Tür wieder auf ging und einen Moment lang hielt er den Atem an, doch Severus war allein. Zwar war Lucius nicht dabei, doch Severus hatte auch keine Flasche mitgebracht. Sein Gesichtsausdruck war undurchsichtig.
„Was ist denn los?" fragte Remus. Severus hatte sich indessen mit einem Seufzen in seinen Sessel fallen lassen.
„Nichts, aber Lucius war nicht in seinen Räumen. War er beim Abendessen?"
Remus schüttelte den Kopf und Severus Gesicht verfinsterte sich. „Wo ist der bloß? Ich hoffe der macht keinen Unsinn", murrte der Tränkemeister und stand auf. „Tee?"
„Gerne."
Remus sah zu wie der Zaubertrankmeister sich entfernte um den Tee zu holen. Severus' Kommentar war vielleicht etwas barsch, doch Remus wusste ganz genau, dass Severus sich um den Blonden sorgte. Und jetzt da sie sich wieder unter einem Dach befanden schienen die beiden mehr denn je umeinander zu schwirren. Er konnte nicht verhindern etwas eifersüchtig zu sein. Zwar hatten ihm Lucius und Severus zu verstehen gegeben, dass ihre Affäre beendet war, aber Remus wollte es nicht so ganz glauben.
Severus kam mit einer Teekanne zurück, verwandelte die Gläser mit einem kleinen Murmeln in zwei Teetassen und schenkte den beiden Tee ein, bevor er sich hinsetzte, dieses Mal auf die Couch Severus brauchte Remus noch nicht einmal ins Gesicht zu sehen um zu wissen was der Werwolf dachte.
„Warum machst du dir darüber Sorgen? Vertraust du dem nicht was ich dir gesagt habe?" Er nahm seine Teetasse und nippte daran. Remus wurde rot. Er hatte ganz genau verstanden worum es ging. Das Thema war ihm peinlich.
„Nein, ich vertraue dir. Aber ich finde es immer noch schwer zu glauben."
Severus beäugte ihn fragend und Remus beschloss, seine letzten Mauern fallen zu lassen. Sollte wirklich etwas Ernstes aus ihrer Beziehung entstehen durfte es zwischen ihnen keine Missverständnisse geben. „Ich finde es schwer zu glauben, wie man freiwillig Lucius Malfoy gegen jemanden wie mich eintauschen würde", vollendete Remus kleinlaut.
Severus konnte einfach nicht anders, er musste lachen. „Wir sind uns ähnlicher als du glaubst, Remus. Ich könnte dich dasselbe fragen. Was willst du von jemandem wie mir? Du könnest jemanden besseren finden als mich, da bin ich mir sicher." Remus wollte gerade widersprechen, doch er verstummte, als Severus ihm mit einer Handbewegung Einhalt gebot. „Ich habe Luc oft gefragt warum er zu mir zurückkam, oder es zuließ, dass ich zu ihm kommen konnte wann ich wollte. Er sagte zu mir - und daran erinnere ich mich noch gut - : ‚Ich könnte dir viele Gründe nennen, doch warum seine Zeit mit großen Reden verschwenden, wenn man einfach das tun kann, was sich gut anfühlt.' Ich weiß nicht wie es mit dir ist, aber du gehst mir schon seit einigen Wochen nicht mehr aus dem Sinn und mit jedem weiteren Tag... ich fühle mich einfach gut, wenn ich in deiner Nähe bin."
Remus wusste nicht was er sagen sollte. Er fühlte wie ihm eine Träne die Wange hinunter lief. Er sagte nichts sondern stand nur auf und ging zu Severus hinüber. Er stand lange da und blickte den Mann vor sich nur an. Er las so viele Emotionen in dem sonst so verschlossenen Gesicht. Er hob seine Hand und strich mit seinen Fingern über die Haare und über die Wangen des schwarzhaarigen Mannes. Sein Blick ließ nicht einen Moment von onyxfarbenen Augen ab. Ganz langsam setzte sich Lupin neben den Schwarzhaarigen und zog ihn zu einem Kuss an sich heran.
Der Kuss war langsam und gefühlvoll. Sie küssten sich lange bevor sie überhaupt daran dachten den Kuss zu unterbrechen. Sie sprachen nicht ein Wort. Worte schienen nicht mehr notwendig zu sein. Es geschah nicht mehr an diesem Abend zwischen Remus und Severus bis auf diesen Kuss, doch das war beiden egal. Remus betete seinen Kopf in Severus Schoß und der Slytherin fuhr ihm durch die Haare und streichelte seine Wange.
Nach einer Weile unterbrach Remus die wohltuende Stille. Mit leiser Stimme erzählte er von seiner Kindheit, von seinem Vater und von seiner Stiefmutter, von der Nacht, in der er angefallen wurde und die sein ganzes Leben verändert hatte – und Severus ließ ihn reden und hörte ihm ruhig und aufmerksam zu.
Er war zutiefst dankbar für Remus' Offenheit und ihm wurde klar, dass Remus diese Offenheit auch von ihm erwarten würde, dass auch er selbst sich würde öffnen müssen... mehr, als er es jemals zuvor getan hatte.
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Lucius saß in seinem Büro und starrte an die Wand. Er war seit dem Mittagessen hier und hatte sich nicht mehr wegbewegt. Er hasste es sich selbst leid zu tun, doch manchmal konnte auch er nicht anders als im Mitleid zu versinken. Er hoffe, dass Draco nicht auf die Idee kommen würde ihn zu besuchen, oder dass Severus ihn aus irgendeinem Grund sprechen wollte. Er wollte nämlich weder von seinem Sohn noch von seinem besten Freund so gesehen werden. Er hatte seine Tür mit mindestens vier Zaubersprüchen verschlossen. Keiner sollte ihn so sehen, dafür war er einfach zu stolz.
Der Blonde goss sich eine weitere Tasse Tee ein. Seine Gedanken kreisten um das Bild von Severus und Lupin das sich in sein Gehirn eingebrannt zu haben schien. Man könnte fast meinen, er wäre eifersüchtig auf Lupin, weil dieser nun Severus haben würde, doch das war es nicht, was Lucius in diesen Pfuhl des Selbstmitleides gestoßen hatte. Er war eifersüchtig - doch nicht auf Lupin - und Salazar bewahre ihn, er war auch nicht eifersüchtig auf Severus. Nein, er war eifersüchtig auf die beiden Männer, auf das was zwischen ihnen entstand und weiter wuchs. Innerlich sehnte er sich nach nichts so sehr, wie ebenfalls einmal ein solche Beziehung zu haben, solche Gefühle zu spüren.
Narcissa hatte es nie gewusst, aber er hatte sie um ihre Liebe zu Francois immer beneidet. Es sah zwar für Außenstehende immer so aus, als würde Lucius seine zahlreichen Affären einer festen Beziehung vorziehen, doch das war nicht die Wahrheit. Vielleicht war es einmal die Wahrheit gewesen, als Lucius noch jung gewesen war, doch nun mit all seinen Erfahrungen sehnte er sich nach etwas mit Bestand, jemand der nach der Arbeit auf ihn warten würde, auf den er warten würde, jemand der ihn lieben würde, nicht nur sein Geld und sein gutes Aussehen. Er sehnte sich nach einem Partner, ihm ebenbürtig, mit dem er seine Freude und sein Leid teilen konnte, vor dem er nichts verstecken musste und auch mal schwach sein konnte, doch dieser Wunsch schien unerfüllbar zu sein.
Niemand würde kommen. Niemand. Er würde sein Bett mit unbekannten hübschen Gesichtern teilen und an einsamen Abenden würde er sich mit einer Tasse Tee und einem Glas Whiskey vor den Kamin setzen und ein gutes Buch lesen und sich überzeugen, er wäre zufrieden so wie es ist.
Lucius löschte die Kerzen in seinem Büro und mit einem Schlenker seines Zauberstabes verschwanden die Teekanne und die Tasse. Sein Herz war verkrampft und schlug hart gegen seine Brust. Er hob die Schutzzauber an seiner Tür auf und verließ sein Büro. Mit dem ersten Schritt, den er auf den Gang Hogwarts setzte kam seine Maske zurück auf sein Gesicht. Er verschloss seine Tür und ging hinunter in die Kerker zu seinem Quartier. Innerlich fragte er sich warum er so viel Zeit mit diesen Gedanken verschwendet hatte. Im Leben lernte man schnell, dass es unnütz war sich allzu lang mit Dingen aufzuhalten, die man sowieso nicht ändern konnte.
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Harry klopfte an Remus' Quartiertür und wartete darauf, dass ihm jemand aufmachte. Er war ziemlich erstaunt, als Sirius ihm die Tür öffnete. Er warf einen Blick in Richtung der geschlossenen Schlafzimmertür - Remus schien nicht hier zu sein.
„Wo sind den Ron und Hermine?" fragte Sirius, der wohl damit gerechnet hatte, dass sein Patensohn seine besten Freunde mitbringen würde.
„Ich wollte mal ein bisschen Zeit allein mit dir verbringen", sagte Harry und ein breites Grinsen erschien in Sirius' Gesicht. Er liebt Harry mehr als alles andere. Er schloss den Jungen in seine Arme und Harry erwiderte seine Umarmung mit genau demselben Enthusiasmus.
„Wo ist denn Remus?" fragte Harry seinen Paten. Sirius rümpfte die Nase und Harry wurde hellhörig.
Die beiden setzten sich auf die alte Couch und Sirius goss den Beiden aus einer großen Kanne heißen Kakao ein. Seinen eigenen verstärkte Sirius mit einem Schuss aus der Whiskeyflasche. Remus' Abwesenheit und Sirius seltsame Reaktion auf die Frage nach dessen Verbleib, hatte Harry mehr als neugierig gemacht.
„Also, was ist los Sirius? Und wo ist Remus?" fragte Harry frei heraus und setzte seinen besten Bitte-bitte-sag's-mir-Blick auf. Sirius seufzte.
„Ich weiß es nicht genau, aber ich gehe mit ziemlicher Sicherheit davon aus, dass Remy den Kräuterpfuscher besuchen gegangen ist", nuschelte Sirius in seine Kakaotasse und verzog dabei das Gesicht. Harry konnte genau erkennen, dass allein der Gedanke, Remus könnte auch nur ansatzweise freiwillig runter in die Kerker gehen um Snape zu besuchen, ihm mehr als nur gegen den Strich ging.
Harry erinnerte sich an die Nacht, als er mit Draco auf dem Astronomieturm gestanden hatte und gesehen hatte wie Snape mit Remus in Wolfsform zu dem Todessertreffen gegangen war. Es war ein seltsames Bild gewesen. Es hatte so intim ausgesehen. Harry hatte trotz der großen Entfernung sehen können, wie Snape seine Hand auf Remus' Nacken gelegt hatte. Wie schon gesagt, ein seltsames Bild, doch irgendwie genauso schön. Harry lächelte.
„Harry, wie kannst du nur lächeln, wenn Remus da unten in den Kerkern ist, bei den Slytherins und auch noch bei Snape! Merlin, der schleimige Windbeutel könnte ihn vielleicht schon vergiftet haben." Sirius goss sich noch Whiskey in den Kakao.
„Ich finde jetzt übertreibst du es aber etwas", meinte Harry sachlich. Sirius riss vor Erstaunen die Augen auf. „Ich wette sie sitzen nur beieinander und reden. Kein Grund gleich den Teufel an die Wand zu malen."
„Woher kommt eigentlich seit neustem deine freundliche Ader den Slytherins gegenüber? Man könnte meinen du hast dich mit diesem Volk angefreundet", fragte Sirius scharf und sah Harry sehr ernst an. Harry seufzte. Er hatte es schon geahnt, dass so ein Gespräch mit Sirius auf ihn zukommen würde, doch hatte er gehofft es noch etwas vor sich herschieben zu können. Doch jetzt da es einmal angesprochen worden war, beschloss Harry die Sache gleich aus der Welt zu schaffen.
„Sirius, ich glaube es gibt vieles in den Kerkern Hogwarts von dem wir in den Türmen nichts wissen und ich glaube, es ist nicht an uns um darüber zu richten. Ich habe in den letzten Monaten einiges mitbekommen, ich habe Hufflepuffs gesehen die Ravenclaws fertigmachen, ich habe Ravenclaws faulenzen sehen, ich habe Gryffindors gesehen die kleine Mädchen beschimpfen und hänseln und ich habe Slytherins gesehen, die gerecht sind."
„Würde das heißen, Snape hat eine gute Seite?" fragte Sirius und man konnte an seiner Stimme hören, dass ihm dieses Thema gar nicht gefiel.
„Ich würde sagen, wenn er keine gute Seite hätte, dann wäre ich jetzt tot und Remus höchstwahrscheinlich auch!" maulte Harry.
„Und woher kommt deine plötzliche Einsicht?" fragte Sirius.
„Sagen wir einfach, dass Quidditch wirklich verbinden kann!" Harry schmunzelte in sich hinein. Er hatte nicht vor, seinem Paten von seinen gemeinsamen Quidditchstunden mit Draco zu erzählen. Das war nun etwas, das er für sich behalten würde.
Sirius fiel das heimliche Lächeln auf Harrys Gesicht auf und er zog skeptisch eine Augenbraue hoch. Harrys Lächeln wurde breiter und Sirius fragte sich einen Augenblick lang ob er überhaupt wissen wollte über war sein Patensohn da nachdachte. Als ihm der Gesichtsausdruck langsam unheimlich wurde fragte er dennoch:
„Grinst du eigentlich immer so, wenn man über Slytherins redet?"
Harry schrak aus seinen Gedanken hoch, er wurde rot im Gesicht und sagte mehr als aufgebracht:
„Nur weil ich ab und an bei Draco rumhänge heißt das noch lange nicht, dass ich was von ihm will! Warum interpretiert ihr da so viel Bedeutung rein? Kann man denn nicht mal mehr ne normale Freundschaft mit jemandem aus einem anderen Haus haben, ohne dass einem gleich eine Beziehung oder Interesse daran vorgeworfen wird??" Harry schnaubte, seine Wangen waren hochrot. Zu deutlich klangen immer noch Ron's und Hermine's Worte in seinem Kopf nach.
Sirius guckte nur. Entweder funktioniert sein Gehirn nicht richtig oder Harry hatte eben gerade geleugnet eine Beziehung mit keinem geringerem als Draco Malfoy zu wollen. Er war definitiv zu lange weg gewesen. Ganz langsam, um auch sicher zu gehen, dass Harry ihn auch verstand sagte er:
„Harry wie kommst du eigentlich darauf, dass ich glaube du wolltest etwas von Malfoy? Ich wusste noch nicht mal, dass du überhaupt etwas mit ihm zu tun hast." Er wartete ein Moment bis die gesagten Worte von Harry auch aufgenommen worden waren. Der schwarzhaarige Junge wurde erst bleich, biss sich auf die Lippen um dann feuerrot zu werden und seine Augen peinlich berührt zu Boden zu senken.
„Ich… ähm… das war gar nicht so gemeint. Draco und ich… wir…" Harry krallte regelrecht seine Finger in seine Robe und suchte nach einem Weg sich aus dieser peinlichen Situation heraus zu manövrieren, doch er gab es auf als er den stechenden Blick seines Paten sah. Er hörte in sich hinein. Wollte er wirklich seine Freundschaft zu dem Slytherin so sehr vertiefen?
Sirius seufzte. Er griff zur Kanne und füllte Harry seinen Becher mit Kakao nach. Seinen eigenen füllte er nur bis zur Hälfte und goss den Rest mit Whiskey auf. Das war ein Tag mit zu vielen Überraschungen gewesen. Sirius hätte sich wirklich nicht mehr gewundert, wenn Malfoy verkündet hätte er wäre Mitglied bei der Heilsarmee geworden. Er nahm seine Tasse und leerte sie bis zur Hälfte.
„Sirius?" Harry guckte seinen Paten mehr als irritiert an. Er hätte erwartet, dass allein der Gedanke, Harry könnte auch nur eine freundschaftliche Bindung zu Malfoy haben, Sirius so wütend machen würde, dass er toben und schreien würde. Dieser stille und brodelnde Sirius gefiel ihm gar nicht. „Warum lässt dich die ganze Sache eigentlich so kalt? Nicht, dass ich damit sagen möchte du hättest im Bezug auf mich und Malfoy recht gehabt!" fügte Harry noch schnell an.
Sirius grinste. „Harry. Ich erzähle dir mal ein bisschen von meinem letzten Abend. Ich komme hier an, vollkommen ahnungslos und sehe niemand anderen als Remus' verschollenen Bruder vor seiner Tür stehen und mit Snape diskutieren…"
„Remus hat einen Bruder???" warf Harry ein, doch Sirius redete einfach weiter.
„… Remus schreit aus seinem Zimmer, Dumbledore mischt sich ein, das totale Chaos. Dann darf ich mir auch noch ansehen wie Remus und Snape ‚liebevoll' miteinander umgehen. Zärtlich und schnulzig, ich hab gedacht mir wird schlecht und dann taucht auch noch zu allem Überfluss Malfoy senior hier auf und anstatt, dass Remus ihn einfach rausschmeißt, sitzen wir alle in einer netten Teerunde zusammen und plaudern. Ich habe gedacht dass ich halluziniere, bis ich mir die Zunge an dem heißen Tee verbrannte. Ich mit Remus in einem Raum mit Slytherins und nicht irgendwelchen, nein, die personifizierten Slytherins, die leibhaftige Inkarnation des Gryffindor-Schreckens und es passiert gar nichts. Überhaupt nichts!! Keine Prügelei, keine unschöne Diskussion, noch nicht mal besonders schlimme Beleidigungen. Und da glaubst du, dass ich nachdem ich gestern Abend den leibhaftigen siebten Kreis der Hölle überlebt habe, mich von der Tatsache schocken lasse, du hättest dich in Malfoy Junior verknallt??"
Harry stand da mit geöffnetem Mund und starrte einfach nur, von den Worten seines Paten derartig überrollt, dass er völlig vergaß, deutlich zu machen er sei nicht in Malfoy verknallt.
Sirius genoss noch einen Moment lang den wundervoll schockierten Gesichtsausdruck seines Patensohnes, bevor er ohne jede Art von Ankündigung das Thema spontan wechselte. Er hatte einfach keine Lust mehr auf dieses komplizierte Gefühlschaos.
„Und wie läuft es in der Schule?"
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Draco zündete seinen Kamin an und setzte sich mit einem Buch in den Sessel. Heute war ein komischer Tag gewesen. Er hatte zufällig einen Blick auf den neuen Lehrer für Alte Runen geworfen, als er mit Blaise und Morag am Lehrerzimmer vorbeigegangen war. Er wurde das Gefühl nicht los, dass er ihn von irgendwo her kannte. Professor Snape war den ganzen Tag schlecht gelaunt gewesen und wer konnte es ihm verübeln. Schließlich musste er damit rechnen seine eigenen Schüler im Nacken zu haben. Er macht sich eine geistige Notiz morgen mit ihm über den momentanen Stand im Hause Slytherin zu reden.
Besonders aber machte er sich Sorgen um seinen Vater. Er hatte ihn am Abend kurz von weitem gesehen, wie er von seinem Büro in Richtung Kerker gegangen war. Der Gesichtsausdruck und die Haltung schienen für jeden der Lucius Malfoy nicht besonders gut kannte völlig normal zu sein, doch Draco las in den Bewegungen und in dem Gesicht seines Vaters an diesem Abend drei Dinge: Unzufriedenheit, Verwirrung und Trauer. Er wusste nur zu genau wie er seinen Vater lesen musste. Es war einfach, denn in diesem Punkt waren sich die beiden sehr ähnlich. Draco fragte sich was seinen Vater in diese Verfassung gebracht hatte.
Das letzte was ihn beanspruchte war seine seltsame Beziehung zu Harry. Waren sie Freunde? Verbündete vielleicht? Oder mehr? Draco wusste es nicht. Er wusste nur, dass ihn diese Ungewissheit mehr als störte. Er war sich klar, dass Harry viel Platz in seinen Gedanken einnahm. Doch was sollte das heißen? Er spürte die nervösen Blicke Harrys in seinem Nacken und er merkte wie seine Blicke immer und immer wieder nach dem Gryffindor suchten.
Draco seufzte. Er würde bestimmt noch viele Nächte damit verbringen Ordnung in seinen Kopf zu bringen. Und er wusste, dass er diese Ordnung brauchen würde bevor er auch nur daran denken konnte das Chaos in seinem Herzen näher zu betrachten.
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tbc.
A/N: Hallo Leute, man endlich konnte ich ins Netz. Ich hatte Gersten einen unschönen Abend mit meiner Zicke von PC. Das Ding wollte einfach nicht online gehen. Da war nichts zu machen. Ich hatte einfach keine Lust mehr … Ich habe dann heute meinen Modem- Driver neu installieren und wie es aussieht funktioniert es wieder… *sigh* Man die Technik macht auch nur Probleme.
Ich hoffe jedenfalls Das Chap hat euch gefallen.
WICHTIG @ Vanilla: Du musst mir unbedingt sagen ob Lucius in diesem Chap zu OOC war!!!!!
So dann hoffe ich ihr review't uns fleißig!!!
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Toyo: Glaubst du sie sind alle sauer auf mich?
Lucius: Ja.
Toyo duckt sich hinter Lucius!
Toyo: Beschützt du mich? *mitdenAugenklimpr*
Lucius: Mal sehen… Au…
Toyo: soll ich dich noch mal kneifen?
Lucius: Nein… schon okay…
