Hey, hier ist eine kleine Nach-Oster-Überraschung für euch, die über dieses schlechte Wetter hinwegtrösten soll :)
Ich hätte eine Bitte an euch alle: Die Geschichte ist ja bald fertig und ich würde sie, wenn sie fertig ist, gerne noch einmal überarbeiten. Meine Bitte an euch ist mir zu sagen, was ich besser machen könnte und auf was ich machen könnte. Also zum Beispiel um meine Rechtschreibung, meine Zeichensetzung, etc.
Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn ihr mir da helfen könntet. Aber erst einmal dürft ihr das neue Kapitel lesen :D
Viel Spaß!
Kapitel 37
Operation: Bella finden
Emmetts Sichtweise
Ich bin auf dem Weg zu dem Restaurant, in dem Bella früher gearbeitet hatte. Es heißt Leslie´s. Ich kratzte mich am Kopf, war es Leslie´s oder Leny´s? Oh, Mann, ich weiß es nicht mehr, die hören sich ja alle gleich an. Ich hielt mein Auto am Straßenrand an und rief Jasper an.
„Hey Jasper", grüßte ich. „Wie heißt denn das Restaurant, in dem Bella gearbeitet hat? Leslie´s oder Leny´s?"
„Ähm, ich glaube, dass es Leslie´s ist", antwortete Jasper unsicher.
„Idiot, es heißt Lexie´s!", hörte ich Alice im Hintergrund rufen.
„Oh, ja, genau, Lexie´s. Trotzdem danke, Jasper, auch wenn du keine Hilfe warst. Tschüss."
Ich beendete den Anruf und fuhr weiter. Wir mussten Bella finden. Sie kann uns nicht einfach so verlassen. Wir mussten sie möglichst schnell finden. Wenn nicht, weiß ich, dass Edward es nicht verkraften wird. Ich persönlich hätte ja nichts dagegen, wenn er ein bisschen leiden würde, aber ich will trotzdem, dass er sein persönliches Happy End bekommt. Ich seufzte tief. Sie hätte nicht einfach gehen sollen, sie hätte mir, Jasper oder Jacob Bescheid geben sollen, wo sie plant hinzugehen.
Schließlich kam ich bei dem Restaurant an und ging hinein.
„Es tut mir Leid, Sir, wir haben noch geschlossen", sagte mir eine blonde Frau.
Ich ging zu dem Tresen und sprach sie direkt an.
„Hey, kennst du Isabella Swan?" Sie sah zwar etwas überrascht aus, antwortete aber sofort.
„Wieso?"
„Sie ist gegangen und wir suchen sie. Ist sie zufälligerweise hier vorbeigekommen?" Sie wurde nervös. Ich konnte es feststellen, da sie anfing herumzufuchteln und meinem Blick auswich.
„Wieso suchen Sie nach ihr?"
„Miss, ich stelle hier die Fragen. Du antwortest mir immer mit neuen Fragen, das ist ziemlich nervig. Ich habe jetzt nicht viel Zeit", sagte ich und seufzte. Sie stellte sich etwas gerader hin und schaute mir direkt in die Augen.
„Sir, ich kenne Bella. Wir waren Freunde, als wir hier zusammen gearbeitet haben, aber seit sie gegangen ist, haben wir uns schon nicht mehr gesehen. Da ich jetzt Ihre Fragen beantwortet habe, können Sie ja wieder gehen."
„Wieso kommt es mir so vor, als hättest du nicht die Wahrheit gesagt…?" Ich starrte sie an. Sie wich meinem Blick aus.
„Mir ist es ziemlich egal, was Ihnen so vorkommt. Wenn Sie mir nicht glauben wollen, kann ich auch nichts dafür."
„Ich bin Emmett, ein enger Freund von Bella. Du kannst mir also alles verraten, was du weißt."
„Und ich bin Rosalie, auch eine enge Freundin von Bella. Ich kann dir nichts sagen, weil es nichts zu sagen gibt, Emmett." Sie ging in die Küche und ließ mich allein stehen. Sie versuchte es mir schwer zu machen. Mal sehen, ob sie sich von dem Emmett-Charme verzaubern lässt.
„Ooh… Mein Bauch tut weh. Ich habe nichts zu Frühstück gegessen, weil ich direkt hier hergekommen bin…" Ich hob meine Stimme an, um sicherzugehen, dass sie meine Klagen hörte.
„Aua, oh… Ich habe meine Medizin vergessen. Dieses Geschwür ist wirklich schmerzhaft…aah!" Ich setzte mich langsam auf den Boden. Ich jammerte solange weiter bis Rosy wieder aus der Küche kam. Sie sah ziemlich genervt aus.
„Hör auf so zu tun, als hättest du Schmerzen!"
„Tu ich nicht", sagte ich, während ich mit einem Arm meinen Bauch umklammerte.
„Du bist kein guter Schauspieler. Es ist nicht sehr überzeugend." Ich schnaubte kurz und stand dann wieder auf. Dieses Mädchen ging mir langsam wirklich auf die Nerven.
„Du bist auch keine besonders gute Schauspielerin. Du kannst mir nicht vorspielen, dass du nicht weißt, wo Bella ist, Rosy!"
„Ich heiße Rosalie! Und jetzt lass mich endlich allein. Ich werde dir nichts sagen!", sagte sie, als sie versuchte mich wegzuschubsen. Ich konnte nur über ihren kläglichen Versuch lachen.
„Weißt du Rosy oder Rosalie, ich bin ein sehr hartnäckiger Typ. Was Emmett will, kriegt Emmett. Also, wenn ich du wäre, würde ich jetzt ganz schnell die Wahrheit sagen. Was hat dir Bella gesagt? Wenn du uns nicht hilfst, dann werde ich dich so lange belästigen, bis du mir die Wahrheit sagst. Ich werde nachts in deinen Träumen auftauchen und zu einem Albtraum werden!", ich versuchte drohend zu klingen. Sie hob eine ihrer Augenbrauen und trat mit voller Kraft auf meinen Fuß.
„Au! Wieso…"
„Weißt du, ich bin ein sehr willensstarker Mensch. Ich ändere meine Meinung nicht. Mein Wort ist Gesetz. Mir ist es egal, wer du bist. Du weißt wo der Ausgang ist und ich würde es sehr begrüßen, wenn du jetzt gehen würdest. Du störst uns hier." Sie ging wieder zurück in die Küche. Ich fing an meine Geduld zu verlieren. Ich rief Edward an und informierte ihn über dieses Mädchen. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass sie etwas Wichtiges wissen würde. Rosy kam wieder aus der Küche heraus und begann die Tische zu decken. Ich ging zu ihr und half ihr. Sie seufzte.
„Lass uns einen Deal machen. Wenn du mir sagst, wo sie ist, dann… dann gehe ich mit dir auf ein Date. Das würde dir bestimmt gefallen, weil nicht viele Mädchen die Chance bekommen ein Date mit mir zu haben. Na, was sagst du? Haben wir einen Deal?"
„Du verschwendest hier nur deine wertvolle Energie. Ich bin nicht an die interessiert. Ich mag keine großen Jungs mit kleinem Gehirn."
„WAS?! Um die Wahrheit zu sagen, du bist auch nicht mein Typ! Ich tue das nur für Bella." Sie betrachtete mich mit einem reglosen Gesichtsausdruck.
Wieso willst du sie denn so unbedingt finden?"
Ich wollte gerade anfangen eine Antwort zu formulieren, als plötzlich Edward hereinkam und an meiner Stelle antwortete.
„Weil ich sterben werde, wenn ich sie nicht finde…" Rosy und ich schauten ihn erstaunt an.
„Bist du nicht Edward Cullen?", fragte Rosy.
„Ja. Ich flehe dich an, bitte hilf uns sie zu finden."
„Mann, dieses Mädel hier ist echt eine harte Nuss. Sie hat mir nichts verraten. Wie wäre es, wenn wir sie verschnüren, in einen Sack packen und in den Fluss werfen?", schlug ich vor.
„Emmett, hör auf", sagte Edward. Rosy vermied es schon wieder uns in die Augen zu schauen.
„Es tut mir Leid, aber ich kann euch wirklich nicht helfen. Ich weiß nichts…" Bevor sie ihren Satz überhaupt zu Ende sagen konnte, fiel Edward auf seine Knie. Sein Kopf hob er zu ihr hoch.
„Ich flehe dich an, bitte sag es uns. Ich muss sie finde. Bitte…", fing er an zu sagen. Edward wollte Bella wirklich finden. Ich hätte nie gedacht, dass er sich hinknien und bitten würde.
„He, du, Rosy", sagte ich, während ich gleichzeitig mit meinem Zeigefinger auf sie deutete. „Ich flehe dich auch an. Bitte hilf uns." Ich kniete mich neben Edward auf den Boden und senkte meinen Kopf.
„Puuh… Ich kann nicht… Ich habe es ihr versprochen…", murmelte sie, als würde sie mit sich selbst ein Gespräch führen.
„Könntet ihr zwei bitte aufstehen und euch hinsetzen…" Wir befolgten ihre Anordnung und setzen uns hin. Rosy blieb stehen und fing an auf und ab zu gehen. Immer mal wieder blieb sie kurz stehen und betrachtete uns still. Ich versuchte dann jedes Mal ein mitleidserregendes Gesicht zu machen, um sie zum Umstimmen zu bewegen.
„Ich weiß nicht, was passiert ist. Ich habe nicht die geringste Ahnung. Ich kann allerdings erkennen, dass du sie wirklich unbedingt sehen willst. Die hat mich heute Morgen angerufen, um sich von mir zu verabschieden…" Ich nickte, um sie zu ermutigen weiter zu sprechen.
„Sie hat mir gesagt, wohin sie gehen will…"
„Bingo! Ich habe es gewusst…", rief ich. Edward brachte mich durch eine Handbewegung sofort wieder zum Schweigen.
„Aber ich habe Bella versprochen, dass ich es niemanden sagen werde und ich breche keine Versprechen."
„Ach komm schon, Rosy! Wir müssen es wissen…", beschwerte ich mich.
„Kannst du nicht einmal einen Moment lang deine Klappe halten?! Für einen Typen bist du ganz schön geschwätzig…", meinte sie, während sie Papier und einen Stift holte und anfing etwas zu schreiben. Ich zog eine Grimasse, hielt aber meinen Mund.
„Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Richtige tue, aber ich sehe es nicht jeden Tag, wie Jungs mich auf ihren Knien anflehen…", sagte sie, als sie das Papier zu Edward gab.
„Ich habe ihr versprochen, dass ich niemandem etwas sagen würde, also habe ich es aufgeschrieben…" Edward öffnete schnell das gefaltete Papier und las laut vor.
„Forks, Washington… sie ist wahrscheinlich noch am Flughafen… Vielen, vielen Dank, Rosy…", bedankte er sich und umarmte sie. Rosy tätschelte ihm den Rücken.
„Wie oft muss ich es denn noch sagen, ich heiße Rosalie, nicht Rosy… verdammt noch mal…"
„Also, gut, dann Rosalie. Ich werde jetzt dann gehen. Vielen Dank."
Ich wollte sie auch umarmen, aber sie bedrohte mich mit ihrer Faust.
„Pff, na gut! Danke Rosy!", rief ich, während ich Edward hinterherlief.
„Emmett, du muss mir einen Gefallen tun. Trommel alle zusammen, fahrt gemeinsam zum Flughafen und sucht nach Bella. Wir müssen sie daran hindern in das Flugzeug zu steigen. Bring Alice, Jazz, Jake und auch Rosy. Ich will nur noch schnell was kaufe. Bringt bitte Bella in den Park, in dem ich ihr damals die Vereinbarung vorgeschlagen habe. Alice weiß wahrscheinlich, wo der Park ist. Er ist nur ein paar Häuserblocks weg von hier."
„Okay…"
„Ach, noch eine Sache." Er deutete mir an zu ihm zu kommen und flüsterte mir dann etwas ins Ohr. Meine Augen weiteten sich.
„Du willst wirklich, dass wir das tun?", fragte ich.
„Bitte…"
„Jasper, Jacob und ich?", fragte ich noch einmal genauer nach,
„Ja."
„Puh, ok, aber wir entscheiden, was wir singen werden. Ich werde sie überreden."
„Danke, Em!"
„Du bist uns dann aber Einiges schuldig, Mann", neckte ich ihn.
„Kapiert. Ich werde mich euch erkenntlich erweisen", versprach er.
Ich lachte mit ihm und nickte.
Edward fuhr weg. Dieser Typ hat echt Nerven. Vielleicht können wir das ganze ja ein bisschen aufpeppen. Ich lachte böse (natürlich nur in Gedanken). Wir könnten Bella kidnappen. Ich würde auf jeden Fall dafür sorgen, dass sie Angst hätte. Ich rief die anderen an und sagte ihnen, dass sie mich hier bei Lexie´s treffen sollten. Ich betrat wieder das Restaurant und setzte mich hin um auf meine Freunde zu warten.
„Wie kommt es, dass du immer noch hier bist?", wollte die irritierende Blondine wissen.
„Der Rest von unseren Freunden kommt her, Rosy. Wir werden Bella daran hindern nach Forks zu fliehen", informierte ich sie.
„Naja, dann viel Glück dabei…"
„Du hilfst und."
„Das habe ich bereits", gab sie selbstgefällig zurück.
„Dann könntest du uns ja auch helfen das Ganze zu Ende zu bringen, richtig?", beharrte ich. Sie setzte sich mir gegenüber hin und sah mich an.
„Ich will Bella nicht wütend auf mich machen. Ich bin mir nicht sicher, ob das, was ich getan hab, richtig war…"
„Wir werden dir beweisen, dass die Entscheidung uns zu helfen, die beste Entscheidung ist, die du jemals in deinem Leben getroffen hast." Sie kicherte kurz und nickte. Ich musste zugeben, dass sie sehr gut aussah, wenn sie mal ein bisschen lockerer war und lächelte. Nach ein paar Minuten hörte ich das Quietschen von Reifen. Sie waren angekommen. Jasper und Alice kamen Hand in Hand in das Restaurant gestürmt.
„Emmett, ihr wisst, wo Bella ist?", wollte Alice sofort wissen. Ich nickte und sie seufzte vor Erleichterung. Jacob kam auch hereingelaufen mit einem Mädchen mit rosafarbenem Haar an seinem Arm. Hm, wartet mal kurz. Ich kenne nur eine mit rosa Haaren. Rosa Haare bedeutet TANJA!
„Wieso hast du mich hierhergeschleppt?", schrie sie ihn an. Jacob ließ ihren Arm los und brachte sie zum Schweigen.
„Wo ist Bella?", fragte er.
„Sie plant nach Forks zu gehen. Wir müssen uns beeilen und sie daran hindern in das Flugzeug zu steigen. Lasst uns alle kurz hinsetzen und ich erkläre euch dann den Plan."
„Ich gehe", sagte Tanja.
„Du wirst uns wirklich nicht helfen?", wollte Jacob von ihr wissen.
„Wie kommst du denn darauf? Als würden mich eure Bella-finden-Probleme irgendetwas angehen. Du und Edward, ihr kamt heute Morgen zu mir nach Hause und habt mich in meiner Ruhe gestört. Du hast mich in mein Auto GEZWUNGEN und mir ANGEORDNET, dass ich dich hierher fahre, nur weil Edward dich allein bei mir zurück gelassen hat! Ich denke, dass ich euch bereits mehr als genug geholfen habe, vor allem da ich gar nicht vorhatte überhaupt irgendetwas mit dieser ganzen Sache zu tun zu haben. Nur damit du es weißt, Edward hat mich wegen dieses Mädchens verlassen. Und jetzt soll ich ihm auch noch helfen?! Ich mach mich doch hier nicht zum Deppen!", schrie sie voller Wut. Jacob stand auf und drehte sich zu ihr.
„Kein Wunder, dass dich Edward verlassen hat. Kein Wunder, dass es so viele Leute gibt, die dich als verwöhntes Balg beschrieben. Es würde mich nicht überraschen, wenn du keinen einzigen wahren Freund hättest. Du siehst zwar von außen gut aus, aber innen drinnen bist du das genaue Gegenteil. Dein Verhalten widert mich an!"
„Ich bin nicht hässlich!", kreischte Tanja.
„Bist du wohl", erwiderte Jacob.
Tanja starrte ihn mit einem bösen Blick an und nahm sich eilig einen Stuhl. Sie setzte sich hin und schlug mit ihrer Faust auf den Tisch.
„GUT! Ich werde euch beweisen, dass ich kein verwöhntes Balg bin. Ich werde euch zeigen, dass ich innen genauso so schön bin wie außen!"
Wir alle saßen da voller Bewunderung dafür, wie Jacob Tanja überredet hat zu bleiben und uns zu helfen. Ich sah ihn sogar zufrieden grinsen, als sie Tanja hinsetzte. Ich räusperte mich kurz.
„Das war ja jetzt sehr interessant. Ein sehr netter Einstieg für unsere Besprechung. Ich denke, dass es Zeit wird über die ernsten Dinge zu reden. Edward will, dass wir Bella in den Park bringen, in dem sie damals die Vereinbarung getroffen haben. Ich glaube, dass er etwas Besonderes plant. Wir werden jetzt alle zum Flughafen fahren und Bella entführen." Ich wartete bis alle kurz nickten.
„Jasper und Alice, ihr fahrt zusammen. Jacob und Tanja können auch zusammen fahren und dann bleiben noch Rosy und ich. Wenn wir am Flughafen sind, teilen wir uns auf und suchen nach Bella. Habt immer eure Handys griffbereit und ruft die anderen gleich an, wenn ihr sie gefunden habt. Passt auf, dass sie nicht wieder verschwindet und wartet bis die anderen kommen, dann können wir unseren Plan ausführen."
Ich kam mir vor wie Sherlock Holmes, ein weltberühmter Detektiv und Rätsellöser. Das würde ein echtes Abenteuer werden! Wir stiegen in die jeweiligen Autos und fuhren los in Richtung Flughafen.
„Wieso lächelst du so?", fragte mich Rosy. Ich schaute zu ihr hinüber und antwortete dann.
„Ich bin so aufgeregt! Es ist alles oder nichts. Jetzt oder niemals!", verkündete ich.
„Du bist echt komisch."
*********** In Jaspers Auto ***********
„Ich hoffe, dass alles gut ausgeht. Ich will einfach meine beste Freundin mit dem Mann, den sie liebt, glücklich sehen", meinte Alice traurig.
„Laut Patrick Star, aus der besten Fernsehsendung überhaupt, nämlich Spongebob Schwammkopf, gilt: ´Alles wird letztendlich gut werden. Und wenn es nicht gut wird, dann ist es noch nicht zu Ende´. Also mach dir nicht so viele Gedanken darüber, ob Edward und Bella wirklich füreinander geschaffen sind, sie werden zusammen kommen, egal was passiert. Vielleicht ist das ja, was viele Leute Schicksal nennen."
Alice schaute zu Jasper und lächelte ihn an.
„Du weißt immer in jeder Situation das Richtige zu sagen. Als ich dich das erste Mal getroffen habe, war ich wirklich irritiert, aber mittlerweile weiß ich, dass du auch ernst sein kannst. Ich hätte nie gedacht, dass ich gemeinsam mit dir hier im Auto sitzen würde und unseren Freunden bei ihren Liebesproblemen helfen würde."
„Vielleicht ist das ja UNSER Schicksal. Wir waren dafür bestimmt zu treffen und unseren Freunden zu helfen und danach können wir ja uns ja um unsere Liebesprobleme kümmern…"
„Jasper, wir haben keine Liebesprobleme", meinte Alice kichernd.
„Ich will, dass du weißt, dass ich es ernst mit dir meine", sagte Jasper, während er gleichzeitig Alices Hand in seine nahm. Alice schaute auf die ineinander verflochtenen Hände und lächelte sanft.
„Danke, Jasper." Jasper schenkte ihr ein strahlendes Lächeln und richtete dann seinen Blick wieder auf die Straße.
„Ähm, vielleicht könntest du jetzt meine Hand wieder loslassen, weil ich bisher noch nicht mit dir ausgegangen bin. Du bist also noch nicht mein Freund. Deswegen hast du auch noch nicht das Recht meine Hand zu halten", sagte Alice, als sie ihre Hand aus Jaspers Griff entriss.
„Aliceeee….", klagte Jasper.
*********** in Tanjas Auto ************
„Pass bloß auf, dass du keinen Kratzer in mein Auto machst, ansonsten bist du tot", drohte Tanja.
„Wie oft willst du das denn noch sagen?! Ich weiß, wie man Auto fährt!"
„Fahr einfach nur vorsichtig. Dieses Auto ist mehr wert als dein Leben."
„Du bist ganz schön materialistisch, Kleine."
„Ich weiß einfach, wie man Dinge wertschätzt."
„Wenn du bereits weißt, wie man Dinge wertschätzt, dann hoffe ich, dass du auch lernst, wie man Leute wertschätzt", sagte Jacob ernst. Tanja war ziemlich verblüfft und brachte erst mal keine Worte heraus.
„Ich liebe Bella. Sie ist sehr speziell für mich. Ich wollte erst eigentlich etwas von ihr, aber ich habe schnell gemerkt, dass ich nicht derjenige bin, der sie glücklich macht. Ich habe mir selbst gesagt, dass ich ein guter Freund und Beschützer für sie sein werde. Diese Entscheidung war nicht einfach. Stell dir vor, ich habe meine Traumfrau aufgegeben, das Mädchen, das ich liebe seit ich 13 Jahre alt war."
„Ich verstehe es nicht", meinte Tanja.
„Hä?"
„Ich hätte nicht so schnell aufgegeben. Ich an deiner Stelle hätte alles getan, damit sie meine Liebe gespürt hätte. Ich hätte sie nicht einfach einem anderen Typen kampflos überlassen. Das war ziemlich lahm von dir."
„Kleine, es gibt Kriege, die man kämpfen muss, und es gibt Kriege vor denen du davon laufen musst. Denn würdest du noch so sehr kämpfen und dein Bestes geben, der Ausgang ändert sich nicht. Du wirst trotzdem verlieren", erklärte Jacob.
„Selbst wenn du verlierst, empfindest du dann aber kein Bedauern, weil du tief in dir weißt, dass du dein Bestes gegeben hast."
Jacob lachte kurz und seufzte dann.
„Du würdest niemals jemanden gewinnen lassen. Damit hättest du wohl dann Recht."
„Natürlich hab ich Recht. Ich hab immer Recht", meinte Tanja, während sie kurz einen Blick auf Jacob warf.
„Zuerst muss ich klar stellen, dass ich gar nicht richtig in Edward verliebt bin. Für mich ist er bloß ein Accessoire. Die Leute reden über uns und das gefällt mir. Nach einiger Zeit hätte ich keine Lust mehr auf ihn und ich machte Schluss. Ich wusste, dass er dadurch verletzt war. Ich wusste, dass das was ich tat nicht sehr nett war. Dann kam Bella. Ich wurde eifersüchtig auf sie, weil Edward, kurz nachdem ich Schluss mit ihm gemacht hatte, eine Verlobte hatte. Ich konnte es nicht akzeptieren, dass er mich so schnell vergessen konnte. Ich hasste Bella. Vor kurzem hat mich Edward nach einem Date gefragt. Er hat mir alles von seiner Vereinbarung mit Bella erzählt. Er sagte, dass er uns noch einmal von vorne anfangen lassen wollte. Ich war glücklich. Ich war wirklich glücklich. Wir gingen auf Dates, wir verbrachten unsere Zeit miteinander, aber trotzdem merkte ich, dass er nicht derselbe Edward wie früher war. Er war anders. Er war distanzierter und er war oft in Gedanken woanders. Da wusste ich, dass es nie mehr so wie früher werden würde", sagte Tanja.
„Deshalb hast du ihn so schnell gehen lassen. Du liebst ihn, oder?", fragte ich.
„Ich weiß nicht, was Liebe ist, aber ich mag ihn. Ich ließ ihn gehen, weil wieso sollte ich einen Typ nehmen, der die ganze Zeit an jemand anderen denkt? Ich bitte dich, ich kann einen Besseren bekommen. Ich gebe mich nicht mit dem zweit Besten zufrieden."
„Gut gesagt."
„Danke", sagte Tanja und lachte dann. Nach einem kurzen Moment in Stille sprach Jacob wieder.
„Hey Kleine…", fing er an.
„Es ist Tanja! Tanja! Tan-ja!"
„Mir gefällt Kleine besser. Ich wollte nur sagen, dass…"
„Was?"
„Du bist doch nicht so hässlich… und du hast Recht, du bist eindeutig eine der Schönsten Mädchen in dem Geschäft… Du musst nur ein bisschen an deinem Verhalten arbeiten, weil ich weiß, dass eine gute Seele in dir schlummert." Tanja wurde rot, als sie Jacobs Worte hörte. Sie blickte aus dem Autofenster.
„Ich weiß das bereits."
„Noch eine Sache, du bist wirklich ein verwöhntes Balg, aber es stimmt nicht, dass du keine Freunde hast."
„Ich habe viele Freunde, aber ich weiß, dass sie keine echten Freunde sind."
„Ich kann ein echter Freund für dich werden", meinte Jacob ernst. Tanja schaute zu ihm und er schenkte ihr ein Lächeln. Tanja streckte ihre Hand zu ihm aus.
„Ich bin Tanja, es ist schön dich kennen zu lernen." Er nahm ihre Hand und schüttelte.
„Jacob Black. Freunde?"
„Freunde", antwortete Tanja.
***********Zurück zu Emmetts Sichtweise***************
Wir kamen als erstes am Flughafen an. Wir redeten mit den Sicherheitsbeamten und erklärten, was wir vorhatten. Danach trafen wir Alice, Jasper, Jake und Tanja im Parkhaus.
„Ok, wir teilen uns jetzt auf und fangen an sie zu suchen. Jede Minute zählt."
„Wieso verschwenden wir denn unsere Zeit mit Reden?", fragte Tanja. Ich starrte sie wütend an und sie starrte trotzig zurück.
„Weil ich euch noch ein paar last-minute Tipps geben wollte. Lasst uns gehen, lasst uns Bella finden!"
„Ok, lasst uns jetzt endlich gehen", sagte Rosy. Wir gingen paarweise in verschiedene Richtungen. Ich lief und blickte mich. Ich versteckte mich hinter Wänden und anderen Objekten. Ich konnte es wirklich fühlen, es fühlte sich so an als wäre ich in einem Actionfilm. Ich hätte Tarnkleidung anziehen sollen.
„Könntest du bitte mit diesem lächerlichen Gehabe aufhören?!", schimpfte Rosy.
„Rosy, es macht doch viel mehr Spaß, wenn wir das so machen. Du musst dich wie ein echter Detektiv fühlen."
„Wir haben keine Zeit herumzuspielen. Es geht hier um Bella. Lass uns jetzt endlich nach ihr suchen!", sagte sie. Sie nahm mich am Kragen und zog mich weiter.
„Au, ok, ich komme ja mit."
„Hör auf zu schreien und schau dich um." Rosy ging weg und fing nach Bella Ausschau zu halten. Auch ich sah mich im. Auf einmal sah ich ein Mädchen, das mit dem Rücken zu mir saß. Sie hatte dunkelbraunes Haar, genau dieselbe Farbe wie Bellas. Ich ging näher um sie besser zu sehen. Als ich langsam zu ihr ging, stand das Mädchen plötzlich auf und schaute sich um. Ich blieb wie angefroren stehen.
Es war wirklich Bella. Bitte schau nicht hierher. Nicht hierher. Nicht hierher. Nicht hierher. Mein Herz schlug wie wild, während sie sich umschaute. Sie hätte mich fast entdeckt, drehte sich aber in der letzten Sekunde weg und ging fort. Ich seufzte und hielt eine Hand auf mein pochendes Herz. Das war so knapp. Beinahe hätte sie mich gesehen.
Jetzt da ich sie gefunden hatte, musste ich den anderen Bescheid geben. Ich rief zuerst Rosy an, dann Jasper und zuletzt Jacob. Ich hielt mich bedeckt, während ich Bella weiterhin beobachtete. Nach kurzer Zeit waren alle da.
„Lasst uns kurz kontrollieren, ob wir alles da haben. Klebeband?", fragte ich.
„Hier", antwortete Jasper.
„Seil?"
„Das hab ich", sagte Jacob.
„Augenbinde?"
„Hier", meinte Rosy.
„Wir schnappen uns jetzt als erstes Bella und bringen sie dann direkt ins Hotelzimmer. Ich habe bereits ein Zimmer reserviert. Wir warten da bis Edward anruft und Bescheid gibt sie in den Park zu bringen.", erklärte ich.
Sie nickten alle und wir fingen mit unserem Plan an. Wir gingen schnell zu Bella hin und ich drückte ihr das Klebeband über den Mund. Sie geriet in Panik und fing an sich zu wehren, aber ich hielt sie fest an meine Brust gedrückt. Rosy legte ihr die Augenbinde an und Jacob band ihre Hände und Füße mit dem Seil zusammen. Ich wusste, dass er aufpasste sie dabei nicht zu verletzen. Bella fing an grunzende Geräusche zu machen und ich merkte wie die Leute auf uns aufmerksam wurden. Tanja und Alice fingen an ihnen die Situation zu erklären. Ich trug Bella über meine Schulter zu unseren Autos.
Als wir außerhalb des Flughafengebäudes waren, sprach ich Bella mit lauter Stimme an.
„Wenn du nicht aufhörst zu zappeln, werde ich dich auf den Kopf fallen lassen und du wirst unter Schmerzen sterben…" Sie hörte sofort auf sich zu bewegen. Jacob und Jasper lachten leise und wir klatschten uns gegenseitig in die Hände. Wir fuhren direkt zum Hotel und brachten Bella ins Zimmer, wo wir sie aufs Bett legten.
„Also, Fräulein, hast du jetzt Angst? Hahaha, es wäre besser wenn du Angst hättest, denn wir sind wirklich ganz böse!", drohte ich ihr.
„Wieso sagst du nicht, huh? Hast du wirklich so viel Angst, dass du schon gar nicht mehr sprechen kannst?", fragte ich.
„Idiot! Wie soll sie dir denn mit dem Klebeband vor dem Mund antworten!", gab Tanja zurück und zog vorsichtig das Klebeband von Bellas Mund. Bella atmete keuchend und versuchte aufzusitzen.
„Wer seid ihr? Was wollt ihr von mir?", fragte sie. Jasper hob seine Hand und deutete an, dass er antworten wollte. Ich nickte zustimmend. Er änderte sogar seine Stimme.
„Wir wollen Geld. Viel, sehr viel Geld. Wir wissen wer du bist. Du bist die Verlobte eines bekannten Schauspielers, ich bin mir sicher, dass er viel für dich zahlen wird."
„Lasst mich allein. Zwischen Edward und mir ist es aus. Ihr werdet nichts von ihm bekommen!"
Dieses Mal antwortete Jacob.
„Da liegst du falsch. Wir werden sehr viel Geld für dich bekommen, weil dein Typ alles für dich tuen würde. Du bist seine Verlobte und er liebt dich."
„Nein tut er nicht", meinte Bella traurig.
„Kannst du aufhören so zu lügen?! Es nervt! Wenn wir sagen, dass er dich liebt, dann glaub uns das! Wenn er nicht für dich zahlen will, dann musst du dich von der Welt verabschieden, denn wir werden dich ausschalten. Du wärst einfach nur ein kalter Körper, der in einem der Flüsse schwimmen würde!", schrie Tanja.
„Kenn ich dich irgendwoher? Deine Stimme kommt mir bekannt vor!", meinte Bella plötzlich.
Wir alle starrten Tanja böse an.
„Nein! Natürlich kennst du mich nicht. Wir haben uns noch nie gesehen", sagte sie schnell.
Bevor Bella etwas erwidern konnte, hatte Rosy ihr das Klebeband wieder auf den Mund geklebt um sie zum Schweigen zu bringen. Danach gingen sie und Alice nach unten um etwas zum Essen zu kaufen. Alice wollte außerdem auch noch Klamotten für Bella besorgen. Ich deutete Jacob und Jasper an mir zu folgen. Ich erinnerte mich an das Versprechen, das ich Edward gab. Ich gab Tanja die Anweisung auf Bella aufzupassen. Ich war ziemlich überrascht, dass sie nicht protestierte und einfach nur kurz nickte. Ich hatte Edward bereits informiert, dass wir Bella in unserer Gewalt hatten. Er war ziemlich glücklich und meinte, dass er uns Bescheid geben würde, wenn wir sie in den Park bringen sollten.
„Jungs, Edward hat mich um einen Gefallen geboten", begann ich. Ich flüsterte ihnen alle wichtigen Informationen zu.
„Das ist keine gute Idee. Ich will das nicht tun", sagte Jacob sofort.
„Ach komm schon, Jacob. Lass uns das tun. Edward wird uns sein Leben lang dankbar sein. Wir können ihn dann um alles bitten!", versuchte ich ihn zu überzeugen.
„Hm, wenn ich es mir so überlege, wäre es vielleicht doch gar nicht so schlecht. Edward schuldet uns dann was. Ok, ich werde es tun", stimmte Jasper zu.
„Was ist mit dir Jake, bist du dabei? Das ist nur für Edward, Mann, das ist vor allem auch für Bella."
„Ok, einverstanden, ich mach mit."
„Super!"
Wir verbrachten den ganzen Nachmittag mit der Planung. Die Mädels kümmerten sich um Bella und zogen ihr etwas Neues an. Gegen 7 Uhr abends rief Edward an.
„Hey Emmett, bringt sie hierher. Es ist so weit!"
