Hallo Ihr Lieben!
Erstmal vielen Dank für die zahlreichen Reviews und Eure Ungeduld... (Blick streng zu Kostümfreak) LOL
Dieses Mal war es echt höhere Gewalt, erst ging der PC kaputt und ich habe eine Woche geschwitzt ob die Festplatte etwas abbekommen hatte, und dann haben die Doofs von der Telekom wohl ein paar Strippen vertauscht und das Internet war weg. (Ich hasse Sprachcomputer!)
Ich hoffe Ihr habt nun beim Lesen soviel Spaß wie ich beim Schreiben!
LG
Sirisa
37. So gut wie ein Versprechen
Das erste was Hermine am nächsten Morgen bewusst wahrnahm, war eine Hand die mit ihren Haaren spielte, dann einen warmen Körper der neben ihr lag und an den sie sich gekuschelt hatte.
Schlagartig fiel ihr ein was sie getan hatte und wo sie sich befand. Freiwillig!
„Guten Morgen!"
Sie hörte seine seidige, tiefe Stimme und spürte seine Lippen, die ihr zärtlich kleine Küsse auf Augen gaben.
Seufzend zog er sie schließlich fester in seine Arme.
Hermine war sich nicht sicher, wie sie sich verhalten sollte. Sie war nicht das erste mal neben ihm aufgewacht, aber dieses mal war alles anders.
Alles war anders, seit gestern.
Vorsichtig bewegte sie sich und schob ihre Hand zaghaft auf seine Brust.
„Morgen!" nuschelte sie leise in die Kissen.
Eigentlich hatte sie es sich immer anders vorgestellt, neben einem Mann aufzuwachen mit dem man die Nacht verbracht hatte. Irgendwie nicht so peinlich, wie ihr die Situation jetzt vorkam. Hatte sie sich wohl dumm angestellt? Die Erinnerung an Severus und einige Details ihrer Liebesnacht schoben sich allmählich wieder in ihr Bewusstsein.
Nur durch die Erinnerung daran wurde sie rot und steckte die Nase tiefer in die Kissen.
Severus schob seine Hand unter ihr Kinn und zwang sie sanft, ihn anzusehen.
„Alles in Ordnung?" Seine Stimme klang ehrlich besorgt.
„Mmm!"
Sie wich seinem Blick nach einem kurzen verlegenen Grinsen aus.
„Hermine?"
„Mmm?"
Er strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht und fuhr zärtlich mit seiner Nasen über ihre Wange.
Hermine wagte nicht sich zu bewegen. Langsam verlor sich ihre Schläfrigkeit und wich einem eher aufgeregtem Zustand. Ihre kleine Seele war verwirrt ob der Vielzahl der Emotionen, die sie in den letzten 48 Stunden durchlebt hatte. Und auch jetzt wusste sie nicht, was sie eigentlich fühlte, fühlen wollte und fühlen durfte.
Sie beschloss einfach in Deckung zu bleiben. Severus würde wissen, wie es weiter ging, oder auch nicht weiter ging.
„Letzte Nacht warst du lebhafter!" Severus versuchte es erneut.
Hermine grinste verlegen.
Er brauchte nicht zu wissen, was die letzte Nacht für sie wirklich gewesen war.
Severus deutete ihr Schweigen falsch.
„Bereust Du es?"
„Nein!"
Ihre Antwort kam schnell und entrüstet.
„Hat dann auch alles Deinen Erwartungen entsprochen?"
Aufmerksam sah er sie an, wartete auf eine Antwort.
„Njoaar!" antwortete sie gedehnt.
„Njoaar?"
Severus lupfte die Augenbrauen.
„Njoaar heißt genau was?"
Hermine tat als würde sie angestrengt überlegen.
„Genügend!" antwortete sie dann und ergötzte sich an seinem fassungslosen Gesichtsausdruck.
„Genügend?"
Severus bemerkte Hermines vergnügtes Aufblitzen in den Augen und tat entrüstet.
„Nur genügend?"
„Zufriedenstellend würde es auch noch treffen!"
Severus grinste. „Wie beruhigend, dann können wir uns noch steigern!"
Er küsste Hermine sacht auf den Mund.
„Können wir das, uns steigern meine ich?"
Severus erkannte nicht die hintergründige Ernsthaftigkeit von Hermines Frage.
„Das setzt voraus dass wir uns um eine Wiederholung bemühen!"
Severus küsste sie erneut auf den Mund, liebkoste ihre Lippen mit seiner Zunge.
Wieder war es Hermine so, als zöge man ihr den Boden unter den Füßen weg und sie war froh, dass sie schon lag.
Als sie einige Zeit später wieder zu Atem kam, wagte sie ihm die Frage zu stellen, die sie seit ihrem Erwachen beschäftigte.
„Severus?"
„Mmmmmmmmmmmm?"
Er räkelte sich wohlig in den Laken und sah sie verträumt an.
„Was bin ich für Dich?"
Severus stützte seinen Kopf auf seinen Arm und betrachtete sie sichtlich amüsiert.
„Neugierig!" antwortete er süffisant.
Sie piekste ihn mit dem Zeigefinger in die Rippen. Schnell nahm er ihre Hand und hielt sie fest.
„Frech!" fügte er noch hinzu.
Hermine piekste ihn mit der anderen Hand. Auch die schnappte er sich und hielt sie fest.
So zog er die nun wehrlose Hermine wieder an sich und küsste sie.
„Unwiderstehlich!" stöhnte er zwischen zwei Küssen.
Hermine schaute ihn ernst an.
„Bitte," sagte sie, „ich muss das wissen!"
Severus ließ sie los.
„Warum?"
„Es würde mir helfen meine Gedanken zu ordnen!"
„Gibt es dazu nichts in der Bibliothek?" Severus hatte offensichtlich einen Heidenspaß an ihrer kleinen Kabbelei.
„Ich wusste nicht dass Professor Snape so witzig ist!" maulte Hermine.
„Du weißt so Vieles nicht, Hermine!"
Auch Severus war nun ernster geworden. Er zog langsam die Decke beiseite und streichelte vorsichtig ihre nackte Brust.
„Zum Beispiel weißt Du nicht dass Du wunderschön bist und jeden Mann verrückt machst, der Dich ansieht und….den Du ansiehst!"
„Jaja Du bist auch wunderschön Severus," antwortete Hermine ungeduldig.
Severus Lächeln erlosch ganz.
„Was möchtest Du denn jetzt von mir hören, eine Liebeserklärung?!"
Seine Worte klangen gereizt.
Hermine zog sich sofort betroffen in sich zurück. Sie konnte jetzt alles ertragen, nur nicht von ihm verletzt zu werden.
„Es hätte gereicht wenn Du gesagt hättest, dass du mich magst!"
„Nein Hermine, ich mag Dich nicht, ich schlafe ausschließlich nur mit Frauen die ich NICHT mag!"
Er schüttelte augenrollend den Kopf.
„Oh das müssen aber sehr viele sein!"
Hermine hatte vorsichtig die Decke wieder hochgezogen und war instinktiv von ihm abgerückt. Sie war jetzt wirklich verletzt.
„Hermine!" begann er erneut und streichelte ihre Haare.
Wie sollte er nur ausdrücken was er empfand. Er konnte ihr nicht sagen dass er sie liebte.
Er hatte dies bisher zu keinem Menschen gesagt und würde es auch nicht tun, bis er sich ganz sicher wäre, dass seine Liebe erwidert würde. Aber wie hätte er sich heute sicher sein können, nach nur einer Nacht.
„Ich werde morgen in aller Frühe nach Deutschland und zu Gina aufbrechen um mich dort mit den Auroren zu treffen. Keiner weiß, wie diese Mission ausgehen wird. So wie sich die Situation im Moment darstellt, stehen die Chancen eher gegen mich. Ich denke nicht weiter als bis zu dem Zeitpunkt, an dem Voldemort vernichtet sein wird."
Hermine schluckte.
„Gina? Ich hoffe Du magst sie!" entfuhr es ihr schnippisch.
Sie dachte an den Abend im Restaurant zurück und die Vertrautheit, die sie zwischen Gina und Severus gespürt hatte. Aber er gehörte doch jetzt ihr, oder? Ihre unausgesprochen Frage war offensichtlich, auch wenn sie sich angesichts der Gefahr, der Severus ausgesetzt sein würde, ihrer Eifersucht schämte. Sie drehte sich auf den Rücken und sah an die Decke.
Severus zog amüsiert eine Augenbraue hoch.
„Spüre ich da etwa einen Anflug von Eifersucht?"
Hermine richtete sich auf und machte Anstalten aufzustehen. Die Bettdecke an sich gepresst hangelte sie nach ihren Kleidern, die verstreut vor dem Bett lagen. Voldemort hin oder her, sie hatte ihm ihre Liebe geschenkt und nun rieb er ihr seine Verflossene unter die Nase und machte Scherze mit ihr. Severus sah ihr mit leisem Spott im Gesicht dabei zu.
„Was ist los, Mrs. Snape, ziehen Sie aus?"
„Nein Mr. Snape, ich ziehe mich an!" fauchte Hermine zurück.
„Außerdem brauchst Du mich hier auch nicht mit Mrs. Snape ansprechen, wo Du mich vorgestern noch als Miss Granger vorgestellt hast!"
Severus lachte nun wirklich laut auf.
„Du bist einfach niedlich wenn du wütend bist!"
„Wie fein dass sich hier wenigstens einer freuen kann, ein schönes Leben noch!" und Hermine wollte aus dem Schlafzimmer stürmen. Severus hatte jedoch gelassen seinen Zauberstab auf die Tür gerichtet und sagte leise Fermeto, was die Tür veranlasste, sanft vor Hermine zuzuschlagen.
Auch er war jetzt aufgestanden und ging auf Hermine zu.
„Bin ich wirklich so schlimm, dass Du ständig aus meinem Schlafzimmer flüchten willst?" Seine Stimme war wieder leise und samten. Hermine legte abwehrend ihre Hände auf seine Brust und drehte ihren Kopf verstockt zur Seite, was Severus Gelegenheit gab, ihren Hals zu küssen. Es kostete sie einiges an Selbstbeherrschung, nicht unter seinen Lippen dahinzuschmelzen. Statt dessen brachte sie ein eisiges „Bitte bemühe Dich nicht!" zustande.
Severus nahm sanft ihr Gesicht in seine Hände und sah sie ernst an.
„In der ganzen Zeit, in der wir zusammen hier leben mussten habe ich keinen Atemzug getan, bei dem ich mir nicht gewünscht hätte, dass Du etwas anderes als Hass und Furcht empfinden würdest. Aber Eifersucht ist eine Empfindung auf die ich nicht zu hoffen gewagt hätte."
Er lächelte sie an.
„Aber so sehr mir dies auch schmeichelt, so sehr kann ich Dir versichern dass deine Bedenken bezüglich Gina unbegründet sind!"
Hermine atmete etwas auf und Severus küsste sie wieder.
Sie hätte ihn gerne gefragt, welcher Art die Verbindung war, die er mit Gina hatte, aber sie traute sich nicht. Stand ihr schon das Recht zu ihn auszufragen nach nur einer Nacht? Sie wusste es nicht! Sie wusste nur, dass sie ihn wiedersehen wollte.
„Versprichst Du mir etwas?"
Sie sah ihn flehentlich an.
„Alles, meine Kleine!" Hermine hatte sogar das Gefühl dass er es ernst meinte. Selten hatte er sie so offen und klar angesehen wie jetzt.
„Komm zu mir zurück!"
Seine Augen wurden ernst und ein Schatten schien sich über ihn zu werfen.
„Glaube mir, Hermine, ich plane nicht meinen Selbstmord aber es gibt viele Dinge für die es sich zu sterben lohnt, die Vernichtung Voldemorts ist eines davon."
Hermines Blick wurde eindringlich und flehend sagte sie: „Aber es gibt viel, viel mehr Dinge für die es sich zu Leben lohnt!"
Severus nahm ihre Hand und küsste sie.
„Nicht jedem ist ein Leben voller Glück und Zufriedenheit vergönnt! Du bist noch so jung, Du solltest später eine Familie gründen dürfen, Kinder haben.......!"
„Ja aber wenn, dann will ich dieses nur mit Dir, Severus!"
Snape lachte laut auf.
„Kinder? Mit mir? Ich verabscheue Kinder! Schon vergessen?"
Und spöttisch stupste er ihre Nase mit dem Zeigefinger an.
Hermine ließ sich nicht beirren.
„Würdest Du ein Leben mit mir auch hassen? Ohne Kinder?"
Snape drehte den Kopf weg.
„Nicht direkt hassen, ich glaube mir ginge nur Deine Besserwisserei gewaltig auf die Nerven!"
Verletzt wollte Sie sich von ihm abwenden doch dann sah sie das amüsierte Zucken seiner Mundwinkel und schlug ihm energisch mit der Faust auf die Brust.
„Du....!"
Er umfasste ihr Handgelenk mit festem Griff und hinderte sie an weiteren Attacken.
„Ich komme gewiss nicht wieder wenn Du mir mit Schlägen drohst!"
Schnell zog er sie an sich, überwand ihren Widerstand mit Leichtigkeit.
Und bevor sie noch etwas sagen konnte, verschloss er ihren Mund erneut mit seinen Lippen.
TBC
