A/N: Huhu! Hier kommt nun das neue Kapitel mit einer etwa 12-stündigen Verspätung. Hatte erst um Mitternacht geschafft, es fertig zu übersetzen und war danach nicht mehr dazu fähig, es korrekturzulesen. Aber dafür ist dieses Kapitel auch mal wieder extralang. (Wahrscheinlich hab ich auch deswegen so lange zum Übersetzen gebraucht…) Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!
Teil III
Kapitel 36: Veränderungen
Es war ein kurzer Flug bis Gohan sein Ziel erreichte. Er landete wieder in einer verlassenen Gasse und ging den Rest des Weges durch die Stadt. Er ging an einem gut bekannten Gebäude vorbei und musste lächeln, als er zwei bekannte Kis dort spüren konnte. Scheinbar hatten Erasa und Sharpener die Angriffe überlebt, etwas, das Videl sicherlich gerne hören würde.
Das Gebäude war genau so, wie er es in Erinnerung hatte, da es so aussah, als wäre es Buu irgendwie entkommen und das Lächeln auf seinem Gesicht weitete sich, als er sich an die kurze Zeit, die er dort verbracht hatte, erinnerte. Zuerst hatte er es überhaupt nicht gemocht, doch dann hatte er die ersten Freunde gefunden, wenn auch etwas widerwillig, hatte zwei neue geheime Identitäten bekommen und, nicht zu vergessen, Videl getroffen.
Doch sein Ziel lag auf der anderen Seite der Stadt und deshalb ließ Gohan die Orange Star High hinter sich und ging durch die Straßen von Satan City. Er kam an der Bank vorbei, wo er an seinem ersten Schultag mehrere Bankräuber aufgehalten hatte, und an anderen Orten, die Erinnerungen für ihn hielten.
Mehrere Leute warfen ihm merkwürdige Blicke zu und zeigten auf seinen Kopf, oder besser auf den Heiligenschein über seinem Kopf, doch das störte ihn nicht. Der Heiligenschein war etwas, an das er und die anderen sich schnell gewöhnt hatten, deshalb bemerkte er ihn kaum noch.
Während er durch die Straßen lief, sah Gohan, dass die Zerstörung in dieser Stadt nicht so schlimm war wie in der Westlichen Hauptstadt, doch fühlte er trotzdem ein Stechen in seinem Herzen, wenn seine Augen auf einem zerstörten Gebäude oder Haus landeten, da er wusste, dass, wenn er und die anderen Kämpfer nur ein wenig mehr gegen Buu ausgerichtet hätten, wenn sie die Bedrohung von Babidi nur ein wenig ernster genommen hätten, nichts von dem hier hätte passieren müssen. Doch es war jetzt zu spät. Keiner von ihnen konnte das, was vor so vielen Monaten passiert war, ändern, und die Bewohner der Erde schienen gelernt zu haben, damit zu leben.
Er erreichte die Villa etwa eine halbe Stunde später und, obwohl er ohne Problem dorthin hätte fliegen können, hatte er den Spaziergang und die Erinnerungen genossen. Wie gewöhnlich lungerten dort ein paar Reporter herum und Gohan, der nicht wirklich wild darauf war, sie zu treffen, bewegte sich einfach zu schnell als dass sie es sehen konnten und erschien auf einem Balkon im ersten Stock auf der anderen Seite des großen Hauses. Glücklicherweise stand die Glastür weit offen, sodass Gohan eintreten konnte ohne irgendetwas zu zerbrechen. Er stand in dem wohl größten Wohnzimmer, das er je gesehen hatte – sogar das in der Capsule Corporation war kleiner – und, als er seine Sinne weitete, fand er das Ki, nach dem er suchte, weiter den Flur herunter.
Nachdem er das Wohnzimmer verlassen und dem Flur gefolgt war, fand Gohan sich schließlich vor einer hölzernen Tür wieder. Er klopfte kurz an, als die Höflichkeit, die seine Mutter ihm gelehrt hatte, hochkam, und öffnete die Tür um einen weiteren großen und dunklen Raum mit einer großen Leinwand an einer Wand offenbarte, auf der Szenen von einem Kindergeburtstag gezeigt wurden. Seine Aufmerksamkeit wurde sofort auf das kleine schwarzhaarige und blauäugige Mädchen gezogen, das am Kopf des Tisches mit einer riesigen Torte vor sich saß. Hinter dem Mädchen standen zwei Personen, ein Mann und eine Frau. Die Frau ähnelte dem Mädchen sehr, mit den gleichen glatten schwarzen Haaren und den funkelnden blauen Augen, und der Mann war niemand geringeres als:
„Mr. Satan?"
Der gleiche Mann wie in dem Video, nur etwas älter, sprang aus dem vorderen Sitz auf und wirbelte erschrocken herum, als er seinen Namen hörte. Seine Augen ruhten auf dem Teenager und seine Brauen zogen sich zusammen, als er versuchte sich daran zu erinnern, wo er ihn schon einmal gesehen hatte. „Wer bist du? Was willst du? Und wie bist du reingekommen? Ich warne dich, ich bin Mr. Satan, der—"
„Stärkste Mann auf der Erde. Ich weiß. Keine Angst, ich bin nicht hier, um Ihnen etwas anzutun", erzählte Gohan ihm mit einem leisen Grinsen, als er näher trat. „Mein Name ist Son Gohan und ich—"
„Son Gohan?", schnitt Mr. Satan ihm das Wort ab, als er endlich den jungen Mann vor sich erkannte. „A-aber du bist tot! Warum lebst du?"
Gohan trat ein wenig näher an ihn heran, doch verharrte, als Hercule Satan anfing nach hinten zu stolpern, sein Gesicht leichenblass, und hob seine Hände um zu zeigen, dass er wirklich niemandem weh tun wollte. „Ich bin tot, das stimmt, aber ich durfte für ein paar Stunden auf die Erde zurückkehren. Ich bin wegen Videl hier…"
„Videl? Was ist mit meinem Mädchen nicht in Ordnung?"
„Es ist alles in Ordnung", versicherte er schnell dem besorgten Vater des Mädchens. „Es geht um ihren Geburtstag in ein paar Tagen." Gohans Blick wanderte wieder zu der Leinwand, als sie zeigte, wie das Geburtstagsmädchen ihren Brauen konzentriert zusammenzog, als sie sich scheinbar einen Wunsch überlegte, und dann die drei Kerzen auf der Torte ausblies. Man konnte das Geräusch von Applaus durch die Lautsprecher hören und das kleine Kind quiekte begeistert, als ihr das erste Stück Torte gegeben wurde. Gohan lächelte, als er diese Szene sah. „Sie sollten wissen, dass Videl und ich, dass wir seit ein paar Monaten zusammen sind und ich—"
„Du!", rief Mr. Satan außer sich. „Mit meiner Tochter zusammen? Ich würde nie jemandem, der schwächer ist als ich, erlauben, mit meiner Tochter auszugehen! Du darfst nicht vergessen, wer ich bin! Ich bin der Bezwinger von Cell!"
Gohan grinste, als sagte: „Eigentlich bin ich das."
„Oh, richtig", murmelte Satan, als er sich daran erinnerte, was Videl ihm im Laufe der einen Nacht, in der sie ihn in seinem Traum hatte besuchen dürfen, erzählt hatte. „Nun, also gehen du und mein kleines Mädchen aus. Liebst du sie?"
„Sehr sogar", erwiderte Gohan, der sich plötzlich ein wenig unwohl unter dem prüfenden Blick des Vaters seiner Freundin fühlte. Irgendwie hatte er sich das Treffen mit den Eltern seiner Freundin immer ein wenig anders vorgestellt. Doch das war, bevor er Videl Satan getroffen hatte. Ihr zu begegnen hatte wirklich seine Welt auf den Kopf gestellt. „Und deswegen möchte ich ihr etwas Besonderes zu ihrem Geburtstag schenken. Nun, eigentlich fing das mit einer Idee meines Vaters an, zur Erde zu kommen und reichlich von ihrer Lieblingsschokoladensorte zu besorgen, die es im Jenseits nicht gibt."
„Weiße Schokoriegel mit Mini Smarties?"
„Genau die", bestätigte der Saiyajin die Worte von Videls Vater. Irgendwie, nachdem er nur ein paar Minuten mit ihm gesprochen hatte, hatte er schon einen ganz neuen Eindruck von diesem Mann. Er hätte nie gedacht, dass Mr. Satan die Lieblingsschokolade von seiner Tochter kannte. „Doch je länger ich darüber nachgedacht habe, umso mehr fing eine andere Idee zu wachsen. Ich habe beschlossen, ihr etwas Persönliches zu geben, etwas von zu Hause. Und dafür brauche ich Ihre Hilfe. Natürlich könnte ich, wenn Sie wollen, ihr auch etwas von Ihnen geben. Ich bin mir sicher, sie würde sich darüber freuen, ein Geschenk von ihrem Vater zu bekommen."
„So, etwas Persönliches, sagst du?", fragte Mr. Satan bedächtig. „Wie lange bleibst du hier?"
Mit einem Schulterzucken antwortete Gohan: „Bis Spätnachmittag, nehm ich an. Es gibt auch noch ein paar andere Dinge, die ich erledigen muss—"
„Wie die Schokolade kaufen."
„Wie die Schokolade kaufen", stimmte der Teeanger grinsend zu. „Wenn Sie die Sachen bis drei Uhr heute Nachmittag fertig hätten, wäre es großartig."
Es war schon viel später als Gohan gedacht hatte, als er endlich auf seinem Weg zurück zur Capsule Corporation war. Mr. Satan hatte darauf bestanden, dass er noch etwas blieb, damit sie sich ein wenig besser kennen lernen konnten, bevor er ins Jenseits zurückkehrte. Gohan war überrascht, dass Satan eigentlich ganz in Ordnung war, nachdem er fast zwei Stunden lang mit ihm geredet hatte, und er war froh, dass er nichts gegen Videls und seine Beziehung hatte. Das war immer eine Sache gewesen, die Gohan ein wenig gestört hatte, dass sie nie die Möglichkeit hatten, den Segen von ihrem Vater zu bekommen. Er fragte sich bloß im Stillen, ob Mr. Satan schon immer so gewesen war, oder ob die Veränderungen von Buu und dem Verlust seiner einzigen Tochter dafür verantwortlich waren.
Gohan flog schnell und kümmerte sich noch nicht einmal darum, vorsichtig zu sein, als er einfach im Hinterhof der Capsule Corporation vor dem Gravitationsraum landete. Jennys Ki war noch immer in der Schule, Mrs. Briefs irgendwo in der Stadt und er konnte Vegetas dort drinnen spüren. Ein leises Schmunzeln entkam Gohans Lippen. Wo sonst hatte er erwartet, Vegeta zu finden?
Er tippte den Code ein und lächelte erleichtert, als die Tür sich öffnete. Er hatte fast befürchtet, dass Vegeta ihn im Laufe der letzten Monate geändert hatte. Er verschwand, schlüpfte durch die Tür und beobachtete von unter der Decke, als Vegeta mit seinem Training innehielt und sich zur Tür wendete.
„Wer ist da?", wollte er wissen; er klang sichtlich genervt. Vegeta überprüfte schnell die Kis in seiner Familie und fand sie in der Schule und in der Stadt. Sein Körper verspannte sich, als er niemanden in der Nähe des Gravitationsraums spüren konnte. „Wer immer auch da ist, zeig dich. Ich warne dich, ich bin der—"
„Stärkste Mann auf der Erde, jaah, ich weiß. Hab das heute schon von jemand anderem gehört, doch der Unterschied ist, dass du die Wahrheit sagst." Gohan schmunzelte, als er sich hinter dem anderen Saiyajin fallen ließ. Das Grinsen auf seinem Gesicht weitete sich sogar noch mehr, als Vegeta plötzlich herumsprang und seine Faust nach vorne schoss. Doch der Teenager fing die Faust ohne Probleme, da Vegeta nicht wirklich Kraft hinter den Schlag gesetzt hatte.
Nachdem der junge Mann seine Faust losgelassen hatte, richtete Vegeta sich auf und grinste. Das einzige, dass das Erstaunen des Prinzen darüber, dass der andere Saiyajin auf der Erde war, war das leichte und kurze Weiten seine Augen, als er ihn erkannt hatte. Mit seinen Armen in ihrer gewöhnlichen Haltung vor der Brust verschränkt, sagte er: „Du bist es wirklich, Blag. Ich will nicht unhöflich erscheinen, aber warum bist du hier?", fragte er mit einem Grinsen auf seinem Gesicht, das den sarkastischen Unterton in seiner Stimme nur unterstützte. „Und was ist mit deinem Ki passiert?"
Gohan zuckte mit den Schultern. „Kurzer Besuch um ein paar persönliche Angelegenheiten zu regeln."
„So wie?", fragte der Prinz mit einer angehobenen Braue, als er zum Hauptpult ging um die Gravitation auszuschalten und ein Handtuch ergriff um sein Gesicht zu trocknen.
Ein verlegenes Grinsen breitete sich auf dem Gesicht des Teenagers aus, als er anfing, sich am Hinterkopf zu kratzen. „Es geht um ein Geburtstagsgeschenk für Videl."
Vegeta schnaubte. „Also seid ihr endlich zusammen. Habt ihr euch schon gepaart?"
Von dieser unverblümten Frage vollkommen überrascht, wurde Gohan dunkelrot im Gesicht und senkte seinen Blick. „Nun, öhm…"
„Also nicht. Junge, du hast wirklich eine Selbstbeherrschung." Seinen Kopf schüttelnd grinste Vegeta nur wegen der Verlegenheit des Jungen und nutzte die Zeit, um sich den Jungen gut anzuschauen. Er war in den letzten achtzehn Monaten wieder ein paar Zentimeter gewachsen und war nun etwa so groß wie sein Vater, und Vegeta fragte sich im Stillen, ob der Junge auch stärker geworden war. „Doch ich bin mir sicher, du bist nicht hier in meinem Gravitationsraum um über dein Liebesleben zu sprechen. Also, spuck's aus, es geht um das Gör, nicht wahr?"
Gohan nickte ernst, als die Röte langsam verblasste. „Ich habe sie heute Morgen gesehen, in der Schule. Sie schien nicht… glücklich zu sein."
„Warum hast du nicht mit ihr gesprochen?", fragte Vegeta schroff, der jetzt eine Flasche Wasser öffnete und ein paar große Schlucke trank.
„Ich…" Seufzend fuhr Gohan mit seiner Hand durch sein Haar. „Ich will nicht, dass sie herausfindet, dass ich hier bin. Daher das Fehlen meines Kis. Ich glaube, es würde zu schwer für sie sein, wenn sie mich wieder sieht nur um sich ein paar Stunden später wieder zu verabschieden."
„Du solltest mehr Vertrauen in sie haben."
„Hör auf, Vegeta, bitte. Sag mir einfach, was mit ihr nicht in Ordnung ist. Was ist geschehen, was sie so traurig macht?"
„Das Mädchen hatte ein paar Probleme in der Schule." Auf Gohans verwirrten Blick hin, erklärte Vegeta: „Saiyajinbedingte Probleme. Sie… hatte für eine kurze Zeit die Kontrolle über ihn verloren und war trotzig und rebellisch geworden."
Gohan wurde blass, als er diese Neuigkeiten hörte. Er wusste nur zu gut, was passieren konnte, wenn ein Hybride die Kontrolle über den stärkeren und wilderen Teil seiner selbst verlor. „Hat sie… hat sie jemanden verletzt?"
„Nur ihr soziales Leben in der Schule", sagte Vegeta, der es nicht für notwendig hielt, ihm von der Drohung mit dem Jugendamt zu erzählen. „Sie muss den Schulpsychologen einmal die Woche besuchen, aber das ist alles. Wir arbeiten daran, das Gleichgewicht zwischen dem Menschen und dem Saiyajin zu finden, aber—"
„Es funktioniert nicht, richtig?" Vegeta nickte bloß. „Jaah, ich kenne das Problem. Das Gleichgewicht zu finden ist, ich würde sagen, unmöglich."
„Das habe ich mir gedacht", gab der ältere Saiyajin zu, der etwas geschlagen klang. „Das Mädchen ist normalerweise schnell damit, neue Techniken oder Meditationsübungen zu lernen, doch wir sind schon seit Wochen dabei und es gibt keine Fortschritte."
„Und die wird es auch nicht geben. Piccolo hatte das gleiche Training mit mir direkt nach Cell ausprobiert, doch wir haben nur eine Möglichkeit gefunden, um das Problem zu lösen. Das einzige, was Jenny tun kann, ist zu versuchen, ihre Gefühle zu kontrollieren und den Saiyajin als einen Teil von sich zu akzeptieren. Das schlimmste, was sie tun kann, ist dagegen zu kämpfen." Gohan seufzte und fuhr wieder mit der Hand durch sein Haar. Als er beschlossen hatte, für ein paar Stunden zurückzukommen, hatte er das nicht erwartet. „Ich wünschte, sie müsste das nicht durchmachen. Die Kontrolle über den Saiyajin zu verlieren ist nicht schön. Goten und Trunks wurde es bis jetzt erspart, aber scheinbar ist es nur ein Problem mit dem alle Mensch-Saiyajin-Hybriden Leben müssen. Sobald etwas den Saiyajin auslöst, ist er immer anwesend. Nur scheint der Auslöser von Hybrid zu Hybrid anders zu sein."
„Scheinbar", stimmte Vegeta zu, als er über das, was Gohan ihm erzählt hatte, nachdachte. Er konnte sich denken, was den Saiyajin in dem Teenager ausgelöst hatte – die Verwandlung in den zweiten Level im Kampf gegen Cell.
Verdammt! Wenn es wirklich keine andere Möglichkeit gab, musste er ein Auge auf das Mädchen behalten. Sie hatte schon riesige Fortschritte in ihrem früheren Training, ihre Gefühle zu kontrollieren, gemacht, und trotzdem war es geschehen.
Ihr Saiyajin musste irgendwie im Kampf gegen Frieza geweckt worden sein, oder vielleicht sogar schon vorher, als er ihr verboten hatte zu kämpfen. Vielleicht waren es auch mehrere Sache, die kumuliert waren um den Saiyajin in ihr zu wecken – er wusste es nicht.
Der einzige Unterschied zwischen vorher und jetzt war, dass sie von dem Problem wusste. Sie wusste, was passieren könnte, wenn sie die Kontrolle verlor und hoffentlich würde dieses Wissen genug sein um ihr zu helfen, so etwas zu verhindern.
„Aber das ist nicht alles, oder Vegeta?", holte Gohan ihn aus seinen Gedanken, nachdem er den stillen Saiyajin eine Weile beobachtet hatte. „Da ist noch etwas, etwas sogar noch wichtigeres. Jenny ist anders und es ist nicht nur der Saiyajin in ihr."
Mit einem fast unhörbaren Seufzer überlegte Vegeta, ob er dem Blag erzählen sollte, was er vor mehr als einem Jahr gehört hatte. Der Kaioushin war dumm, dass er ihnen noch nichts von Jennys Schicksal erzählt hatte. Sie waren ihre Familie und so viel war durch das Versagen des Gottes schon schiefgegangen. Als er sich entschloss, dass sie es früher oder später sowieso herausfinden würden, sagte Vegeta: „Kurz nach Buu bekam das Gör Besuch – von dem Kaioushin. Ich habe ihr Gespräch belauscht. Er hat ihr von einer Prophezeiung erzählt, die sie betrifft, und sie dann gebeten, das geheim zu halten."
„E-eine Prophezeiung? Über Jenny?", fragte Gohan erstaunt. „Worum geht es darin?"
„Das ist nicht meine Aufgabe, dir das zu erzählen. Gib deinem Vater diese Information und bitte ihn, mit dem Kaioushin zu sprechen. Ich bin mir sicher, dass der sogenannte Gott es ihm erzählen wird, wenn er konfrontiert wird."
„Das werde ich tun." Ein leises listiges Grinsen zog an Gohans Lippen. „Und wenn der Kaioushin nicht will, werde ich eine andere Möglichkeit finden, um ihn zu überzeugen. Niemand, und wenn ich sage niemand, meine ich es auch, wagt es sich mit meiner Familie einzulassen. Nicht einmal ein Gott."
Vegeta erwiderte das Grinsen. „Ich wusste, du hast es in dir."
„Ich beschütze nur meine Familie", antwortete Gohan mit einem Schulterzucken, jetzt wieder mit einem etwas verlegeneren Grinsen auf seinem Gesicht. „Nun, ich nehme an, ich muss wieder los. Ich hab noch nicht alles erledigt, wofür ich zurückgekommen bin. Es war gut, euch wiederzusehen, Vegeta, dich und Jenny. Aber bitte, erzähl ihr nicht, dass ich hier war."
„Ich sage nichts."
„Danke", antwortete der Teenager erleichtert, doch auch ein wenig traurig. „Und auch danke, dass du mir von ihren Problemen erzählt hast. Ich wünschte nur, sie wäre wieder glücklich."
Der letzte Satz war eine stille Bitte und der Teenager hoffte, dass der Prinz der Saiyajins sie verstand. Er könnte es nicht ertragen, wenn Jenny so unglücklich blieb wie sie heute gewesen war. Das Mädchen hatte noch ihr ganzes Leben vor sich, auf das sie sich freuen sollte, und egal was diese mysteriöse Prophezeiung besagte, so verdiente sie es, ihr Leben in vollsten Zügen und ohne Reue zu genießen.
Nachdem er sich der offenen Tür zugewandt hatte, machte Gohan ein paar Schritte, bevor er sich umschaute und sagte: „Wir treffen uns bestimmt wieder, Vegeta. Dessen bin ich mir sicher."
„Stell du nur sicher, dass du immer weiter trainierst, Blag", erwiderte der andere Saiyajin grinsend. „Ich habe vor, irgendwann gegen dich zu kämpfen, wenn ich mit deinem Vater fertig bin. Deine zukünftige Partnerin versteht das besser bevor sie zuviel deiner Zeit in Anspruch nimmt." Gohan nickte ihm mit einem kleinen Grinsen zu, bevor er seinen Weg zur Tür fortsetzte, doch wurde wieder von Vegetas Stimme aufgehalten. „Bevor ich es vergesse – gibt es einen Bund?"
„Es gibt einen", warf Gohan über seine Schulter, als er den Raum verließ, doch bevor die Tür sich wieder ganz schloss, hätte der Teenager schwören können, das Vegeta gemurmelte hatte:
„Gut für dich."
Der Saiyajinteenager lächelte weit, als er durch den Himmel schoss. Der Wind rauschte an seinem Gesicht vorbei und über den Wolken schien die Sonne auf sein Gesicht. Es war großartig endlich wieder einen blauen Himmel zu sehen, da der Himmel im Jenseits entweder nachts schwarz oder tagsüber so komisch pink oder lila war. Doch er musste bald zurückkehren, deshalb wollte er den blauen Himmel so lange wie möglich genießen. Wer wusste, wann er diesen Himmel wiedersehen würde, ob überhaupt.
Gohan hatte dem Verlangen widerstehen müssen, an Jennys Schule vorbeizufliegen um sie noch einmal zu sehen, doch erinnerte sich stattdessen daran, dass er noch immer die Schokolade kaufen musste und dass er höchstwahrscheinlich zu verschiedenen Geschäften gehen musste um so viel zu kaufen, wie er vorhatte. Bevor er das Jenseits verlassen hatte, um zur Erde zu gehen, hatte er die Mäuse (intergalaktisches Geld, kleine weiße Steinmünzen), die er während verschiedener kleinerer Turniere im Jenseits gewonnen hatte, für seine eigene Währung auf der Erde eingetauscht.
Mit der riesigen Menge Schokoriegel sicher in mehreren Kapseln verstaut, war Gohan nun auf dem Weg zurück zu Satans Villa. Es war schon fast drei Uhr nachmittags und er hoffte, dass sein zukünftiger Schwiegervater fertig sein würde, da Baba um halb vier kommen würde um ihn abzuholen.
Die Tür zum Balkon war noch immer offen, deshalb landete der Teenager dort und trat in das Wohnzimmer, nachdem er an der Glastür angeklopft hatte, um Mr. Satan von seiner Anwesenheit in Kenntnis zu setzen. Der selbsternannte Retter der Welt saß in einem Sessel und wartete offensichtlich schon auf den festen Freund seiner Tochter. Neben ihm auf dem Tisch konnte Gohan eine kleine Schachtel sehen, die speziell für Kapseln hergestellt worden war.
„Mr. Satan", sagte Gohan, als er auf den Mann zutrat. „Haben Sie alles?"
Hercule Satan lächelte weit, als er die Schachtel nahm und sie Gohan gab. „Da sind fünf Kapseln drin. Vier von ihnen sind mit ein paar persönlichen Sachen von Videl gefüllt. Und die fünfte ist von mir für ihren Geburtstag."
Der Saiyajin erwiderte das Lächeln, als er die Schachtel einsteckte und sicherstellte, dass sie sicher in seiner Jeans, zusammen mit der Schokolade, verstaut war. „Danke", sagte er ehrlich. „Ich bin mir sicher, Videl wird sich freuen."
Doch Satan schüttelte plötzlich seinen Kopf. „Nein, junger Mann. Ich muss dir danken. Du hast mir erzählt, dass eine tote Person nur vierundzwanzig Stunden auf der Erde hat und es bedeutet mir sehr viel, dass du einige deiner wertvollen Stunden dafür opferst, um so etwas für meine Tochter zu tun. Du liebst sie wirklich und ich weiß, dass du sie glücklich machen wirst."
Gohan war verblüfft, so etwas von Mr. Satan zu hören, von dem Mann, den er, wenn nicht wirklich gehasst, dann zumindest eine lange Zeit nicht gemocht hatte. Eine leichte Röte stieg in seinem Gesicht auf und seine Hand wanderte aus eigenem Willen zu seinem Hinterkopf, als er verlegen zu Boden starrte. „Nun, äh… danke?"
„Du brauchst mir nicht dafür danken, dass ich die Wahrheit sage… einmal", fügte der ältere Mann mit einem bedächtigen Ausdruck hinzu. Dann streckte er plötzlich seine Hand aus. „Versprich mir einfach, dass du dich gut um sie kümmern wirst."
„Keine Angst, das werde ich", versprach Gohan und schüttelte die angebotene Hand. „Ich würde mir selbst nie vergeben, wenn ihr etwas zustößt."
„Ich weiß", lachte Satan, ein wenig verlegen. „Es ist nur… manchmal will Videl nicht, dass sich jemand um sie kümmert. Sie ist ein starkes Mädchen und sie ist unglaublich dickköpfig, genauso wie ihre Mutter es war."
„Son Gohan?", hörten sie beide plötzlich eine heisere Stimme vom Balkon. „Es ist Zeit zu gehen."
Gohan blickte zu Uranai Baba, die auf ihrer Kristallkugel schwebte, und warf dann einen flüchtigen Blick auf seine Armbanduhr. War es wirklich schon so spät? Er hatte gar nicht gemerkt, wie schnell die Zeit vergangen war. „Eine Sekunde noch, Baba!", rief er über seine Schulter, bevor er wieder seine ganze Aufmerksamkeit dem Mann vor sich zuwandte. „Mr. Satan, es war nett, Sie kennen zu lernen."
„Ganz meinerseits", antwortete Satan bloß. Der Weltmeister verneigte seinen Kopf und Gohan erwiderte die Geste, bevor der junge Mann sich umdrehte um zu Baba zu gehen. „Son Gohan", sagte er plötzlich, was den Teenager, der schon halb auf dem Balkon war, dazu veranlasste, sich noch einmal umzudrehen. „Es- es tut mir Leid."
Gohan hatte ein fröhliches Lächeln auf seinem Gesicht, als er auf dem Planeten des Dai Kaiou ankam. Irgendwie tat es doch gut, wieder hier zu sein, obwohl dieses Gefühl ein wenig unerwartet war. Sah er diesen Ort wirklich schon als sein Zuhause an? Er wurde sofort von zwei Wirbelwinden begrüßt, die sich auf ihn warfen und ihn mit Fragen überhäuften.
„Wo warst du?" – „Hast du uns etwas mitgebracht?" – „Irgendwelche Geschenke?" – „Was hast du gemacht?" – „Können wir was essen?"
Der Teenager lachte bei der letzten Frage von seinem kleinen Bruder und realisierte endlich, warum er froh gewesen war, zurück zu sein. Dieser Ort war sein Zuhause, weil der größte Teil seiner Familie hier auf diesem Planeten war. Jeder, den er liebte, außer Jenny und, er gab es widerwillig zu, Vegeta, war an diesem Ort.
„Lasst uns nach Hause gehen", sagte er zu ihnen, nachdem die beiden hyperaktiven Halbsaiyajins von sich abgepult hatte. „Ich bin mir sicher, Mom hat ein paar kleine Snacks für euch."
Er jagte die Jungs zum Haus seiner Familie, wo alle drei durch die Tür eilten, wobei Gohan Goten und Trunks erlaubt hatte, ihren kleinen Wettkampf zu gewinnen. ChiChi schaute sie mit einem missbilligenden Blick auf ihrem Gesicht an und schnalzte gefährlich mit der Zunge. „Was hab ich über das Rennen im Haus gesagt?"
„Sorry, Mom", murmelten Gohan und Goten sofort, während Trunks sich bloß entschuldigte.
Der Teenager wuschelte durch die Haare der Jungs, sehr zu ihrem Missfallen, und ging hoch auf sein Zimmer um die Kapseln bis Videls Geburtstag in drei Tagen in seiner Unterwäscheschublade zu verstecken. Er musste noch planen, wie er ihr die Geschenke übergeben wollte, da er nicht glaubte, dass er das tun sollte, wenn die ganze erweiterte Familie anwesend war. Doch das konnte noch ein wenig warten, beschloss Gohan, nun mit einem ernsten Ausdruck auf seinem Gesicht. Jetzt musste er erst mal mit seinem Vater sprechen.
Als er wieder in die Küche zurücklief, sah er, dass die Jungs glücklich auf ein paar Keksen kauten, während seine Mutter nirgends in Sicht war. Er weitete seine Sinne und fand sie im Garten, auf der anderen Seite vom Haus. Nachdem er einen Keks von Goten geklaut hatte, der sich nun laut beschwerte, eilte Gohan durch die Hintertür und sah, dass seine Mutter Wäsche an die Wäscheleine hing. „Hey Mom", sagte er. „Ich geh zu Dad."
„In Ordnung", sagte ChiChi, „aber sei rechtzeitig zum Abendessen wieder da. Und wenn du schon mal dabei bist, bring deinen Vater mit."
„Natürlich", erwiderte Gohan und seine Aura blitzte um ihn herum auf und wirbelte etwas Staub auf, bevor er losflog. Ein schuldbewusstes Grinsen erschien auf seinem Gesicht, als er zurückschaute und sah, wie seine Mutter ihn mit der Faust drohte, da nun ein paar von den sauberen Sachen auf dem Boden lagen. Hoffentlich hatte sie sich beruhigt, bis er zurück war.
Gohan fand seinen Vater nur ein paar Minuten später. Son Goku lag im Gras am See und genoss die warme Sonne auf seinem Gesicht. „Wie war dein Tag?", fragte der ältere Saiyajin, bevor Gohan überhaupt seine Anwesenheit verkünden konnte.
„Ziemlich gut, eigentlich"; antwortete er, als er sich neben seinem Vater hinsetzte, der jetzt auf der Seite lag und seinen Kopf mit seinem aufgestützten Ellenbogen abstützte. „Ich hab die Schokolade, ein paar persönliche Sachen von Mr. Satan für Videl, hab ein wenig mit ihm geredet und herausgefunden, dass er gar nicht so übel ist, wenn man ihn erst mal kennt, ich hab Jenny gesehen und mit Vegeta geredet."
Goku runzelte ein wenig die Stirn, als er bemerkte, wie Gohans Augen ein wenig dunkler geworden waren, als er seine Tochter und Vegeta erwähnt hatte. „Ist etwas passiert?", fragte er besorgt und setzte sich nun ganz hin.
„Ja, und nein", antwortete der Teenager vage. „Es geht ihnen gut, aber Jenny hatte ein paar Probleme mit ihrer Saiyajinseite. Aber ich bin mich sicher, dass sie damit umgehen kann. Worüber ich mit dir sprechen wollte, ist etwas anderes, das Vegeta mir erzählt hat. Es geht um den Kaioushin."
Gohan hatte nun die volle Aufmerksamkeit seines Vaters. Wann immer der Kaioushin involviert war, war es entweder etwas äußerst Wichtiges oder Schlechtes. „Erzähl."
„Ein paar Wochen nach Buu hatte er Jenny besucht und ihr etwas von einer Prophezeiung erzählt. Sie darf niemand anderem davon erzählen, doch Vegeta hatte gelauscht und mir gesagt, ich soll dich bitten, den Kaioushin damit zu konfrontieren", erzählte Gohan und sagte dann, nach einer kurzen Pause: „Vegeta klang besorgt."
Goku starrte seinen Sohn an. Die Worte Vegeta und besorgt im gleichen Satz zu hören war irgendwie merkwürdig und doch hatte er die Verbindung zwischen dem Prinzen und seiner Tochter mit seinen eigenen Augen gesehen. Es war nicht so unwahrscheinlich, doch wenn Vegeta wirklich seine Sorge durchscheinen ließ, musste es wirklich wichtig sein.
Plötzlich kämpfte sich bei dem Saiyajin eine fast vergessene Erinnerung an die Oberfläche. Hatte der Kaioushin nicht beim Budokai gesagt, dass es etwas gab, was er mit ihm und ChiChi besprechen musste? Fast anderthalb Jahre waren seitdem vergangen und der Kaioushin war mit dem, was immer er mit ihnen nach Buu besprechen wollte, noch nicht auf ihn zugekommen und nach allem, was passiert war, hatte Goku einfach nicht wieder daran gedacht.
Wut stieg in ihm auf. Es schien fast so, als ob der Kaioushin sie die ganze Zeit willentlich um Dunkeln gelassen hatte, höchstwahrscheinlich in der Hoffnung, dass Goku das Gespräch in dem ganzen Chaos mit Buu vergessen würde. Beim Budokai hatte er sich gewundert, ob der Kaioushin irgendetwas mit dem Tod seiner Frau zu tun hatte, doch was wäre, wenn der Grund für ChiChis Dasein im Jenseits irgendwie mit dieser merkwürdigen Prophezeiung, von der Gohan sprach, zusammenhing?
„Dad?", fragte Gohan besorgt, als er das steigende Ki spürte, während sein Vater sich merklich verspannte und seine Fäuste fest genug ballte, um sich zu verletzen.
Der ältere Saiyajin schaute seinen Sohn an und es war ein Ausdruck in seinen Augen, den Gohan gewöhnlich nur während Schlachten um Leben und Tod sah. Sein Vater war todernst und entschlossen, doch er war auch sichtlich aufgebracht. „Ich werde mit dem Kaioushin sprechen", informierte Goku ihn. „Und du wirst mitkommen."
Der Kaioushin wusste nicht, wie ihm geschah, als einer seiner Bediensteten plötzlich verkündete, dass er zwei Besucher hatte. Er war so in seiner Arbeit vertieft gewesen, dass er nicht einmal die zwei starken Kis bemerkt hatte, die nun in seinem Foyer standen. Als er seinen Stift mit einem Seufzer hinlegte, fragte er sich, was die zwei Saiyajins von ihm wollten. Es gab noch so viele wichtige Dinge, die er heute erledigen musste, deshalb hoffte er, dass sie nicht nur für einen kleinen Plausch vorbeischauten.
Nachdem er seinen Diener gebeten hatte, sie in den Salon zu führen, beendete er den Absatz, den er schrieb, und stand dann ebenfalls auf um sein Büro zu verlassen. Er nahm den kürzesten Weg durch das Labyrinth der vielen Flure in seiner großen Villa im Jenseits und eilte in den Salon, nur um Vater und Sohn schon dort vorzufinden. Sie saßen in zwei der großen roten Sessel und der Kaioushin bemerkte sofort die düsteren Blicke auf ihren Gesichtern. Das bereitete ihm Sorge und machte ihm gleichzeitig ein wenig Angst. Er konnte sich nur an ein einziges Mal erinnern, als der erfahrene Krieger diesen Ausdruck auf seinem Gesicht gehabt hatte, und das war während des Kampfes gegen Buu gewesen.
„Son Goku, Son Gohan", er verneigte seinen Kopf in Begrüßung und setzte sich in den verbliebenen Sessel gegenüber von den beiden. „Ist etwas nicht in Ordnung? Ist auf der Erde etwas passiert?", fragte er Gohan, womit er sich auf die wenigen Stunden bezog, die der Saiyajin auf dem Planeten verbringen durfte.
Vater und Sohn wechselten einen kurzen Blick, bevor Goku einfach fragte, direkt auf den Punkt: „Wart Ihr irgendwie in dem Tod meiner Frau verwickelt?"
Das Herz des Kaioushins sank, als er Gokus Frage hörte. Er hatte mit Goku darüber nach Buu sprechen wollen, doch dann war alles bergab gegangen und später hatte er beschlossen, das noch ein wenig länger geheim zu halten, da die Z-Krieger, wie sie sich gerne nannten, bereits soviel durchgemacht hatten. Nur dass dieses ‚ein wenig länger' nun schon zu anderthalb Jahren geworden war.
Doch jetzt war scheinbar endlich die Stunde der Wahrheit gekommen. „Ja", gab er zu, wobei er sich nicht traute, sie anzuschauen. „Und nein."
„Wie meint Ihr das?", wollte Gohan wissen, als er langsam immer wütender auf den Kaioushin wurde als er eh schon war. Sein Vater hatte ihm auf dem Weg zu der Villa das erzählt, was der Gott ihm beim Budokai erzählt hatte und von seinen eigenen Vermutungen. „Ist es die Prophezeiung? Ist sie deswegen gestorben?"
Der Kaioushin schaute plötzlich und ruckartig auf, als er keuchte: „Woher weißt du von der Prophezeiung?"
„Ich hab meine Quellen", sagte Gohan bloß und verschränkte seine Arme vor seiner Brust. „Wir wissen, dass es über Jenny eine Prophezeiung gibt. Das einzige, das wir nicht wissen, ist, was sie besagt."
Die Gedanken des Gottes überschlugen sich. Woher wussten sie davon? Die einzigen Leute, die wussten, dass eine Prophezeiung existierte, waren diejenigen, die daran arbeiteten, sie zu übersetzen, Kibito, er selbst und das Mädchen. Soweit er wusste, hatte keiner der Übersetzer jemals einen der Saiyajins getroffen, er vertraute Kibito und das Mädchen hatte versprochen, es niemandem zu erzählen. Offenbar hatte sie ihn angelogen. „Hast du mit deiner Schwester gesprochen, während du auf der Erde warst?"
Gohan schüttelte seinen Kopf. „Die einzigen Personen, mit denen ich gesprochen habe, waren Mr. Satan, einige Verkäufer und—"
„Vegeta", schloss der Kaioushin. Jenny hatte sein Vertrauen nicht missbraucht. Vegeta musste da gewesen sein, als er dem Mädchen von der Prophezeiung erzählt hatte. Er hatte das wirklich nicht erwartet. Das veränderte alles.
„Ja, Vegeta", sagte Goku nun, der begann ungeduldig zu klingen, und zeigte eine Seite von sich, die kaum einer kannte. Seine Augen waren kalt und seine Stimme sogar noch kälter. Der Saiyajin war es langsam satt, immer um Dunkeln gelassen zu werden über Dinge, die seine Familie und Freunde betrafen. „Vegeta hat Gohan erzählt, dass es über Jenny eine Prophezeiung gibt, doch er hatte auch gesagt, dass ich Euch wegen des Inhalts konfrontieren sollte. Also erzählt mir, ist diese Prophezeiung der Grund für ChiChis Tod?"
Wieder mit einem lauten Seufzer stand der Kaioushin aus dem Sessel auf und ging zu einer Vitrine. Er öffnete die Tür und nahm eine Flasche gefüllt mit einer purpurnen Flüssigkeit und drei Gläser heraus, und stellte sie auf den Couchtisch vor sie. Erst nachdem er alle drei Gläser mit dieser Flüssigkeit gefüllt hatte, lehnte er sich wieder in seinem Sessel zurück und sagte, nachdem er einen Schluck von der Flüssigkeit genommen hatte: „Wieder kann ich nur sagen: ja und nein."
„Das macht keinen Sinn." Gohan schüttelte ungläubig seinen Kopf. Er hatte irgendwie das Gefühl, dass der Kaioushin versuchte Zeit zu schinden. Denn je mehr der Gott um den heißen Brei herumredete umso mehr wollte er alles wissen, und, wie er schon zu Vegeta gesagt hatte, würde er ihn zum Reden bringen, wenn er unwillig war, ihnen Informationen mitzuteilen. „Wie kann eine Prophezeiung der Grund für Moms Tod sein und gleichzeitig doch nicht? Wie könnt Ihr in ihren Tod verwickelt sein und gleichzeitig doch nicht?"
Der Kaioushin zuckte zusammen, als ein Sturm von Gohans Gedanken und Gefühlen über ihn hereinbrach. Der Junge meinte es wirklich ernst, ihn zu verletzen, falls er ihnen nicht das erzählte, was er wusste. „Es ist eine längere Geschichte, doch wenn ihr willig seid zuzuhören, werde ich euch alles erzählen." Als er erleichtert bemerkte, dass der Teenager sich nach seinem Angebot scheinbar ein wenig beruhigt hatte, trank er einen weiteren Schluck von dem falschen Mut und begann mit seiner Geschichte.
Er begann die Geschichte mit einer allgemeinen Erklärung über Prophezeiungen, bevor er mit dem Inhalt von der über Jenny fortfuhr, soweit er bereits bekannt war. Beide Saiyajins hörten aufmerksam zu und der Kaioushin versuchte die Angst in sich zu bezwingen, als sich ihre Gesichter stark verfinsterten und er ihre fest geballten Fäuste bemerkte, als sie offensichtlich versuchten, ihre Kraft unter Kontrolle zu halten.
Seit Buu wusste er endlich, zu was diese Saiyajins im Stande waren, und er wollte nicht am falschen Ende ihrer Wut sein, deshalb erzählte er schnell alles, was passiert war, von dem Ritual und wie es von Babidi gestört wurde, bis jetzt, wobei er nichts ausließ. ChiChis Rolle darin nahm etwas mehr Zeit in Anspruch, da er wollte, dass sie verstanden, dass es nicht wirklich seine Schuld war, sondern Babidis, dass die Frau zwei Saiyajins gebären musste, etwas, das für eine normale menschliche Frau körperlich unmöglich war.
Sowohl Goku wie auch Gohan waren nach der Geschichte des Kaioushins still. Es war wirklich viel zu verstehen. Gohan vergrub sein Gesicht in seinen Händen, als er daran dachte, was Jenny durchmachen musste. Seine kleine Schwester trug die Last der Welt auf ihren Schultern – sowohl die ihrer Welt wie auch einer anderen Welt, wenn er den Kaioushin und seine Erklärung ihrer Träume richtig verstand.
„Es tut mir Leid", entschuldigte der Kaioushin sich, als er Gohan anschaute, der ihn nicht ansah, und Goku, der ihn nur mit einem nichtssagenden Ausdruck auf seinem Gesicht betrachtete.
„Es tut Euch Leid?", explodierte der Teenager plötzlich. Er sprang aus dem Sessel auf und sein Kraftlevel schoss in die Höhe, als er sich einfach in einen Super Saiyajin verwandelte. „Sie ist erst acht Jahre alt, um Dendes Willen! Sie war sieben, als Ihr ihr davon erzählt habt! Seid ihr verrückt? Es ist kein Wunder, dass sie so deprimiert ist!"
„Gohan, bitte", flehte der Kaioushin in dem Versuch, vernünftig mit dem schockierten Teenager zu reden. „Beruhige dich. Ich hatte keine andere Wahl. Sie gab sich selbst für alles, was Buu angerichtet hat, die Schuld, für alles, was er zerstört hat und alle, die er getötet hat. Sie brauchte eine neue Bestimmung."
„Aber wenn das nicht funktioniert hätte? Wenn Eure kleine Offenbarung ihr den Rest gegeben hätte? Sie ist nur ein Kind! Kein Kind sollte solch eine Verantwortung haben!"
Mit einem weiteren Seufzer entgegnete der Kaioushin bloß: „Ich musste es riskieren. Sie ist die einzige Hoffnung für die Welt."
Gohan trat einen bedrohlichen Schritt auf den Gott zu, seine Wut und sein Ki inzwischen so hoch, dass er in den nächsten Level übergegangen war, ohne es überhaupt zu merken. „Ihr habt keine Ahnung, was es bedeutet, die einzige Hoffnung der Welt zu sein und zu wissen, dass man es ist, oder?" Er wies mit seinem Armen auf das Zimmer und spie: „Ihr sitzt hier einfach nur in Eurer schicken Villa rum und benutzt eure Bauern, benutzt uns, um das Universum zu einem besseren Ort zu machen anstatt es selbst—"
Um ihn davon abzuhalten, etwas zu tun, was er später bereute, legte Goku eine Hand auf Gohans Arm und sagte streng: „Gohan, das ist genug."
„Dad! Jenny ist meine Schwester und er—"
„Sie ist auch meine Tochter", unterbrach sein Vater ihn ruhig und irgendwie halfen diese Worte und die funkelnden Augen seines Vaters, die seinem Sohn zeigten, dass er genauso wütend war, Gohan sich zu beruhigen. Der Teenager verließ den zweiten Level und schließlich auch den ersten, womit seine Haare und Augen wieder ihre ursprüngliche Farbe annahmen. „Ich weiß, was du fühlst, und ich bin mir sicher, der Kaioushin ist sich seiner Fehler bewusst. Er weiß, dass er die Schuld daran hat, und ich nehme an, dass er von jetzt an uns zu Rate zieht, bevor er irgendwelche Entscheidungen bezüglich Jenny trifft."
Der Kaioushin spürte die lodernden Augen des älteren Saiyajins auf sich und irgendwie war das viel unheimlicher als einen mächtigen Super Saiyajin zum Gegner zu haben. „Natürlich", murmelte er nur und senkte seinen Blick.
Goku klopfte Gohan auf die Schulter und sagte schließlich zu ihm: „Lass uns nach Hause gehen. Ich bin mir sicher, deine Mutter hat inzwischen das Abendessen fertig."
„In Ordnung", antwortete Gohan mit einem finsteren Blick auf den Gott. „Aber ich bin nicht hungrig."
Goku nickte ihm bloß mitfühlen zu. Wenn er sich gegenüber ganz ehrlich war, hatte er auch keinen Hunger, aber ChiChi hatte für sie gekocht und er würde sie nicht enttäuschen indem er nichts aß. Mit seiner Hand noch auf Gohans Rücken ruhend, hob Goku zwei Finger zu seiner Stirn und konzentrierte sich auf das Ki seiner Frau. Doch bevor sie verschwanden, wandte er sich noch einmal dem Gott zu. „Kaioushin, ich hoffe, Ihr behaltet meine Worte. Wenn Ihr jemals wieder so etwas vor uns verheimlicht, verspreche ich, dass Ihr es bereuen werdet."
Mit diesen Abschiedsworten verschwanden die beiden Sons und ließen zwei volle Gläser zurück.
Nur den Bruchteil einer Sekunde später kamen sie vor dem Haus der Sons an. Es war schon dunkel draußen und drinnen brannten die Lichter. Goku war schon fast bei der Tür, als Gohans Stimme ihn aufhielt. „Dad? Wirst du's Mom erzählen?"
Son Goku zögerte nicht, als er antwortete: „Nein."
Wieder mit seinem typischen sorglosen Grinsen auf dem Gesicht, öffnete Goku die Tür und trat hinein. Gohan, der die Fähigkeit seines Vater bewunderte, so zu tun als sei alles in Ordnung, versuchte ebenfalls einen zumindest neutralen Ausdruck auf sein Gesicht zu bekommen, bevor er in sein Zuhause ging, wo niemand wusste, was sie gerade herausgefunden hatten.
„Happy Birthday!", erklangen am Morgen drei Tage nach Gohans Ausflug hinunter zur Erde ein paar Stimmen. Nur dass Videl nicht wusste, dass das vor drei Tagen geschehen war, als sie verschlafen ihre Augen öffnete und in ihrem Bett aufsaß. Es dauerte ein paar Sekunden bis sie bemerkte, dass das kein Traum war, sondern dass vier schwarzhaarige Personen in der Tür zu ihrem Zimmer standen, wobei der kleinste von ihnen einen Kuchen bestückt mit achtzehn Kerzen in seinen Händen hielt.
„Wa—?", fragte sie und warf der Son Familie einen verwirrten Blick zu.
„Happy Birthday, Sis!", rief Goten und rannte auf sie zu, wobei ihm der Kuchen egal war, den Gohan gerade noch fangen konnte, als sein kleiner Bruder ihn in die Luft warf, bevor der jüngere Saiyajin sich auf Videl stürzte.
Jaah, richtig, bemerkte Videl verspätet, als sie fast von dem optimistischen Jungen zerquetscht wurde. Heute war ihr Geburtstag und sie wurde achtzehn.
„Goten, komm von ihr runter", sagte Gohan lachend, ein Geräusch, das Videl scheinbar das erste Mal seit Tagen hörte. Sie beobachtete ihren Freund neugierig, als er den Kuchen auf den Schreibtisch in ihrem Zimmer stellte und dann Goten ergriff, um ihn wieder hinter sich auf die Füße zu stellen. Nachdem er ihr ein Küsschen auf die Lippen gegeben hatte, nahm der Teenager den Kuchen und stellte ihn in ihren Schoß. „Happy Birthday, Videl", murmelte er sanft und küsste sie wieder, dieses Mal ein wenig länger, bis ChiChi sich gezielt hinter ihnen räusperte.
„Gohan, vergiss nicht, dass wir Videl auch noch beglückwünschen wollen", sagte sie mit einem finsteren Blick, aber es war ein Funkeln in ihren Augen zu sehen.
Gohan grinste verlegen und trat zurück, um seinen Eltern zu erlauben zu seiner Freundin zu gehen. Er beobachtete mit einem Lächeln, wie sowohl seine Mutter wie auch sein Vater sie fest umarmten und ihr alles Gute wünschten, bevor sie alle zurücktraten und Videl mit erwartungsvollen Blicken anschauten.
„Komm schon, Liebes", ermunterte ChiChi sie. „Wünsch dir etwas und blas die Kerzen aus."
Videl runzelte konzentriert ihre Stirn, was Gohan sehr an das Video erinnerte, das er bei ihrem Vater gesehen hatte, bevor sie alle achtzehn Kerzen auf einmal ausblies. Egal wie sehr Videl es immer leugnete, sie war sicherlich süß und obwohl sie zu schnell erwachsen werden musste, ein wenig wie er, hatte sie immer einen Teil ihrer kindlichen Unschuld behalten, die sie gewöhnlich unter einer dicken Schicht Sarkasmus versteckte, wenn sie Fremde traf. Nur bei ihrer neuen Familie hatte sie angefangen, sich zu öffnen, besonders um Gohan herum.
Die Son Familie applaudierte und ChiChi scheuchte sie dann alle aus dem Zimmer, mit dem Grund dass Videl sich für ihren besonderen Tag fertig machen musste und dass sie heute Abend bei der Party ein Stück von dem Kuchen kriegen würden.
Party? Sie wusste nichts von einer Party, dachte Videl verwirrt, als sie sah, wie Gohan ihr zuzwinkerte, bevor er die Tür hinter sich schloss um ihr etwas Ruhe zu geben um sich umzuziehen.
Inzwischen würde es Videl nicht mehr stören, wenn Gohan sie sah, wenn sie weniger als ihre Unterwäsche trug, doch der Teenager war einfach zu sehr ein Gentleman um sie unter Druck zu setzen. Es wurde langsam wirklich nervig. Sie waren schon seit mehreren Monaten zusammen und waren noch nicht weitergegangen als rumzuknutschen und sich ein wenig zu berühren.
Sie teilten sich doch sogar einen Bund, um Dendes Willen!
Sie erinnerte sich an den Tag, an dem sie es herausgefunden hatten, als wäre es gestern gewesen. Es hatte klein angefangen, damit, dass Videl plötzlich Gefühle spürte, die nicht ihre eigenen waren.
Das erste Mal, als das passiert war, war ziemlich peinlich gewesen, als sie, Bulma, ChiChi und eine ziemlich widerwillige Juuhachigou beschlossen hatten, sich ein paar Filme anzuschauen, während Gohan mit seinem Vater und ihren Freunden einen reinen Männerabend geplant hatten. Es war zum Ende des ersten Films gewesen, der Hauptdarsteller war gerade einen heldenhaften Tod gestorben, als sie plötzlich anfing zu lachen, was ihr merkwürdige Blicke der anderen drei Frauen erntete.
Zu anderen Zeiten hatte sie sich einfach aus unerklärlichen Gründen frustriert, traurig, glücklich oder wütend gefühlt. Dann, als sie plötzlich angefangen hatte, Gohans Stimme in ihrem Kopf zu hören, hatte sie geglaubt, sie wäre verrückt geworden. Einige Dinge, die sie gehört hatte, hatten sogar Röte in ihr Gesicht getrieben, besonders da all diese unartigen Dinge über sie waren.
Da sie nicht mit ChiChi darüber reden wollte, hatte sie sich Bulma anvertraut, die einfach genickt und gesagt hatte, dass sie es schon eine lange Zeit hatte kommen sehen. Sie hatte ihr dann den Bund, den ein Saiyajin sich mit seiner Partnerin teile, erklärt, der Bund, der Hingabe, Respekt und das, was sie auf der Erde und einigen anderen Planeten Liebe nannten, repräsentierte. „Der Bund ist ewig", hatte Bulma ihr erzählt. „Er zeigt, dass du diejenige und die einzige für Gohan bist. Natürlich nur, wenn er ihn erwidert, aber daran zweifle ich nicht." Die blauhaarige Frau hatte sie dann über die Effekte eines einseitigen oder verleugneten und abgewiesenen Bundes informiert – Schmerzen und meistens Tod.
Videl hatte ein paar Tage gewartet und Gohan aufmerksam beobachtet, bevor sie ihn damit konfrontiert hatte. Es war am Anfang unglaublich unangenehm gewesen, als Gohan zugab, dass, ja, er ihre Gefühle gespürt und einige ihrer persönlicheren Gedanken gehört hatte, genauso wie sie von ihm. Schließlich war ein verführerisches Grinsen auf seinem Gesicht erschienen, als er festgestellt hatte, dass sie ihn jetzt nicht mehr so leicht loswerden würde und dass er das so mochte – das war ein kleiner Teil von Gohan gewesen, der sich unter ihrem Einfluss und mit der Hilfe seiner Saiyajinseite gebildet hatte.
Erleichterung war das hervorstehendste Gefühl in diesem Moment gewesen, als sie ihre Arme um seinen Hals geschlungen und ihn geküsst hatte. Sie wusste nicht, was sie getan hätte, wenn der Bund einseitig gewesen wäre oder Gohan das nicht gewollt hätte.
Doch Gohan hatte, Bund beiseite, noch keine weiteren Andeutungen in Richtung des letzten Schrittes in ihrer Beziehung gemacht, genauso wie Videl, da sie Angst hatte, dass er noch nicht bereit dafür war. Sie waren immerhin noch jung, doch trotzdem fühlten sich seine Berührungen immer so an, als würde sie brennen, und der schwerste Teil war immer, wenn sie damit aufhörten und ihr Körper sich nach mehr sehnte.
Sie war bereit und sie wollte es in die Welt hinausschreien, damit ihr Freund es endlich verstand, doch sie blieb ruhig, für ihn. Videl wusste, dass Gohan ziemlich konservativ erzogen worden war, obwohl er etwa die Hälfte seines Leben in der Capsule Corporation verbracht hatte und dass seine Eltern nicht wirklich die besten Vorbilder dafür waren, wie man eine Beziehung aufbaute, da sie erst nach ihrer Hochzeit damit angefangen waren, miteinander auszugehen.
Das war wirklich frustrierend und Videl wusste nicht, ob sie es noch viel länger ertragen konnte. Eigentlich fragte sie sich, wie Gohan es schaffte, den Saiyajin in sich zu kontrollieren. Scheinbar war seine Selbstkontrolle seit dem Vorfall in dem Haus gewachsen. Außerdem hatte er es sich angewöhnt, während der Vollmondnächte von ihr fernzubleiben, aber würde er auch heute Abend fortbleiben? Wenn ihre Berechnungen stimmten, würde der Vollmond heute Nacht herauskommen. Sie hoffte nicht, denn heute war ihr Geburtstag und, ihr war es egal, ob sie egoistisch klang, sie wollte den Tag mit der Person verbringen, die sie am meisten liebte – Gohan.
Mit einem tiefen Seufzer schwang Videl ihre Beine über die Bettkante und stand auf, schlurfte zu ihrem Schrank und holte etwas sexy Unterwäsche (nun, sie konnte immer hoffen), ein paar blaue dreiviertel Jeans und ein weißes Top heraus, bevor sie ins Band ging.
Die Party war schon in vollem Gange, genauso wie Videl es erwartet hatte. Sie wurde draußen vor dem Haus der Sons abgehalten mit den Freunden der Familie und nun unausweichlich auch von ihr als Gäste. Das Wetter war ziemlich gut, deshalb hatten sie beschlossen ein Barbecue zu veranstalten mit den leckersten Sachen die Videl je gegessen hatte. Nach dem Essen hatten sie ihren Geburtstagskuchen angeschnitten und auch einige andere, um den Appetit aller Gäste zu sättigen.
Es war schon dunkel, schon seit einer Stunde, und dann hatte sie auch Gohan das letzte Mal gesehen. Sie seufzte, als ihr Blick zu dem Tisch mit ihren geöffneten Geschenken wanderte. Sie hatte von jedem etwas bekommen, nur das Geschenk von ihrem Freund fehlte noch. Ein winziger Teil ihres Gehirns versuchte ihr weiszumachen, dass Gohan eine Überraschung für sie geplant hatte, dass er ihr sein Geschenk persönlich und unter vier Augen geben wollte, doch sie wollte das nicht glauben. Gohan war wegen des Vollmonds verschwunden, dessen war sie sich ziemlich sicher.
Irgendwie tat das weh.
„Magst du die Party nicht, Sis?"
Videl schaute erschrocken von dem Glas in ihrer Hand auf, nur um in die großen dunklen und unschuldigen Augen von Goten zu schauen. Nachdem das neue Zuhause der Sons auf diesem Planeten fertiggestellt worden und sie mit der Familie eingezogen war, hatte der Junge sie sofort als große Schwester adoptiert. Zuerst war es für Videl merkwürdig gewesen, doch Goten war einfach zu liebenswert und sie hatte immer kleinere Geschwister haben wollen.
„Die Party ist großartig", sagte Videl, in der Hoffnung, dass der Saiyajin nicht bemerken würde, wie künstlich das Lächeln auf ihrem Gesicht wirklich war.
Goten blickte sie für ein paar Sekunden an bevor er mit einem Schulterzucken entgegnete: „Aber du sieht unglücklich aus." Plötzlich breitete sich ein riesiges Lächeln auf seinem Gesicht aus und er ergriff ihre Hand. „Komm schon, Sis! Ich muss dir was zeigen!"
Bevor Videl überhaupt reagieren konnte, hatte der kleine Junge sie hochgezogen und da er so viel stärker war als sie, konnte sie noch nicht einmal ihre Hand wegziehen. Sie schaffte es gerade noch ihr Glas auf dem Tisch abzustellen, als sie schon von den anderen fortgezerrt und einem Weg entlang, den Videl auswendig kannte – er führte zu dem See, wo sie normalerweise schwimmen gingen.
„Goten, wohin gehen wir?", keuchte sie, da der Saiyajin einfach zu schnell für sie war und sie Schwierigkeiten hatte, mit seiner Geschwindigkeit mitzuhalten. Doch da er noch immer ihre Hand hielt, hatte sie keine andere Wahl als alles zu geben.
Gohan warf ihr ein helles Grinsen zu, als er über seine Schulter rief: „Wirst schon sehen!"
Sie brauchten nicht lange um den See nach einem kurzen Sprint durch den Wald hinter welchem der See lag, zu erreichen. Ihre Augen weiteten sich und ihr Mund fiel ihr offen, als sie alles vor sich betrachtete. Direkt am Ufer des Sees stand Gohan mit einem großen Lächeln auf seinem Gesicht, neben einer Decke auf dem Boden umgeben von hell leuchtenden Kerzen.
Videl bemerkte kaum, dass Goten ihre Hand losgelassen hatte und wieder verschwunden war, da sie Gohan ihre volle Aufmerksamkeit widmete. Das erste, was sie bemerkte, war, dass er sich umgezogen hatte und nun dunkelblaue Jeans und ein kurzärmeliges schwarzes Hemd trug anstatt der schwarzen Jeans und dem weißen T-Shirt, das er vorhin bei der Party getragen hatte.
„G-Gohan", stotterte sie, als ihre Stimme versagte. Das war unglaublich! Also war er doch nicht weggerannt.
„Hey Videl." Gohan lächelte noch immer – ein echtes Lächeln, nicht so wie die gezwungenen der letzten Tage – und streckte ihr seine Hand entgegen. Fast aus eigenem Antrieb fingen Videls Füße an sich auf ihn zu zu bewegen und sie nahm seine Hand. Sein Griff war fest, doch gleichzeitig lose, sie konnte es nicht beschreiben, als er sie zu der Decke führte und ihr zeigte, sich hinzusetzen.
Nachdem sie sich auf der Decke hingesetzt und Gohan sich zu ihr gesellt hatte, konnte sie endlich mit Neugier in ihrer Stimme fragen: „Was soll all das?"
Gohan wurde ein wenig rot und Videl bemerkte, dass er nun nervös mit seinen Händen fummelte. „Ich wollte dich überraschen. Hier, dein Geschenk." Er gab ihr eine längere Schachtel und Videl runzelte die Stirn. „Das ist nicht das einzige, ich verspreche es, aber die anderen sind nicht wirklich von mir. Komm schon, öffne es."
Gohans Herz flatterte nervös in seiner Brust, als er beobachtete, wie seine Freundin die kleine Schachtel öffnete, und suchte auf ihrem Gesicht nach irgendeiner Reaktion. Sehr zu seiner Erleichterung breitete sich ein kleines Lächeln auf ihrem Gesicht aus, als sie den einzelnen Schokoriegel herausnahm, und ihre Augen funkelten wie die eines kleinen Kinds. „Wo hast du das her?"
„Vom gleichen Ort, wo ich auch deine anderen Geschenke her hab", antwortete er mysteriös; er fühlte sich schon ein wenig sicherer. „Übrigens habe ich davon noch viel mehr in meinem Zimmer. Dieser einzelne Riegel repräsentiert sie nur. Willst du nun deine anderen Geschenke sehen?"
Mit einem eifrigen Nicken streckte Videl erwartungsvoll ihre Hände aus, sehr zu Gohans Vergnügen, als er plötzlich anfing zu lachen. Ja, tief im Inneren war seine Freundin noch immer ein Kind. Ihr Blick senkte sich gefährlich, da sie glaubte, dass er sie verspottete, doch dann gab er ihr plötzlich eine kleine Kapselschachtel mit einer blauen Schleife. „Was ist das?"
„Öffne sie und du wirst es sehen…"
Nachdem sie einen letzten Blick in Son Gohans schelmisch funkelnde Augen geworfen hatte, wandte Videl der Schachtel wieder ihre volle Aufmerksamkeit zu. Sie löste vorsichtig die Schleife und öffnete sie dann, nur um fünf Kapseln innen drin zu finden, nummeriert von eins bis fünf. Da sie glaubte, sie sollte mit der ersten anfangen, nahm sie sie heraus und drückte auf den Knopf, bevor sie sie zu Boden warf.
Rauch stieg auf, als die Kapsel sich öffnete und Videl stieß ihren Atem aus, als sie sah, was nun vor ihr lag. „Tigger!", rief sie aus, als sie ihren Lieblingsstofftiger von Winnie Puh ergriff. Gohan grinste, als Videl das Kuscheltier an ihre Brust drückte. „Wie?", fragte sie Gohan.
„Es wird später erklärt. Nun öffne die anderen."
Die Kapsel zwei bis vier enthielten weitere Lieblingsgegenstände von Videl. Einige Pokale, die sie in Kampfturnieren gewonnen hatte, einige ihrer Lieblingsklamotten, ein paar Bücher, Fotoalben und sogar noch mehr. Videl hatte Tränen in den Augen, als sie die letzte Kapsel in zitternden Händen hielt, da sie nicht wusste, was sie erwarten sollte. Mit einem leisen 'puff' verschwand die Kapsel und offenbarte eine weitere Schachtel, die in buntem Papier und einer Schleife eingepackt war. Vorsichtig packte Videl die Schachtel aus und nahm den Deckel ab. Ihre Hand flog zu ihrem Mund, als sie hörbar einatmete. Gohan warf einen Blick in die Schachtel und sah einen Bilderrahmen mit einem Foto. Dort konnte er Mr. Satan, eine ziemlich blass aussehende Frau, die er als Videls Mutter erkannte, und eine etwa sieben Jahre alte Videl sehen, die ziemlich zerzaust aussah.
„Oh mein…", murmelte Videl, als sie vorsichtig den Bilderrahmen herausnahm und ihn in zitternden Händen hielt. Tränen stiegen ihr in die Augen, als Erinnerungen an den Moment, in dem dieses Foto gemacht worden war, wieder hochkamen. Es war nur wenige Wochen bevor ihre Mutter an Krebs gestorben war gewesen. Sie und ihr Vater hatten nur ein wenig trainiert, obwohl es mehr Spielerei als wirkliches Training gewesen war, als ihre Mutter plötzlich mit der Kamera aufgetaucht war, den Selbstauslöser aktiviert hatte und sich zu ihnen gesellt hatte. Dieses Foto zeigte ihre Familie bevor sie auseinander gerissen worden war und ihr Vater die drastischen Veränderungen durchgemacht hatte, die ihn zu dem Mann machten, der er heute war.
„Du hast etwas vergessen", erinnerte Gohan sie sanft, als er einen Umschlag aus der Schachtel nahm. Videl betrachtete den Umschlag neugierig und ihre Hände fingen noch mehr an zu zittern, als sie ihn von Gohan nahm und ihn ebenfalls öffnete. Gohan beobachtete sie bloß und gab ihr den Raum, den sie brauchte, als sie begann den Brief zu lesen.
Alle möglichen Emotionen huschten über ihr Gesicht, als sie die paar Seiten, die Hercule Satan seiner Tochter geschrieben hatte, las. Es gab Tränen, Heimweh, ein Grinsen oder zwei, sie lächelte ein paar Mal und lachte auch laut. Videl lachte auch, als sie endlich den Brief beiseite legte, sehr zu Gohans Überraschung.
„Was ist so lustig?" Videl hielt schon ihre Seiten, da sie nichts sagen konnte, und gab ihrem Freund einfach die letzte Seite des Briefs und zeigte zum Fuß des Briefes, wo ein großes PS stand.
Wenn dieser junge Mann es wagt dir wehzutun, dich zu betrügen, dich zum Weinen bringt oder noch schlimmer, dich an untunlichen Stellen berührt, dich deiner Unschuld beraubt oder dich einfach nur verkehrt anschaut, werde ich ihn jagen und töten, egal ob er der Bezwinger von Cell ist oder nicht!
„So, öh, wenn ich dir jemals wehtue oder nicht zum Weinen bringe, werde ich mich noch nicht einmal gegen ihn Verteidigen", sagte Gohan ganz ernst, doch dann zog ein schelmisches Grinsen an seinen Lippen. „Jedoch wird er mich nicht davon abhalten können, dich anzuschauen, dich zu berühren oder…"
„Mich meiner Unschuld zu berauben?", schlug Videl grinsend vor, als Gohan zögerte. Sie bemerkte, dass ihr Freund sofort rot wurde und sie wusste nicht, ob sie davon genervt sein oder es süß finden sollte. Doch da es ihr Geburtstag war und sie das beste Geschenk überhaupt von ihm bekommen hatte, beschloss sie, dass es süß war und schlang sofort ihre Arme um seinen Hals. „Danke", murmelte sie in seine Schulter. „Dad sagte in dem Brief, dass du zur Erde gekommen bist, um diese Geschenke für mich zu besorgen… Du hast keine Ahnung, wie viel mir das bedeutet."
Gohan räusperte sich, etwas nervös. „Nun, ich hab auch ein wenig mit Vegeta gesprochen und hab Jenny von weitem gesehen, daher war es nicht nur—"
„Das ist mir egal", sagte sie bloß. „Du bist zur Erde gegangen und hast mir all diese Dinge besorg, du hast mit meinem Vater gesprochen und es ist mir egal, ob Jenny und Vegeta zu sehen auch Gründe für dich waren, zur Erde zu gehen. Sie sind immerhin deine Familie." Plötzlich runzelte Videl ihre Stirn und sie löste sich aus der Umarmung, als ihr etwas dämmerte. „Was ist mit deiner Schwester los?"
Gohan schaute sie erschrocken an. „Wie meinst du das?"
„Du warst nicht du selbst, seit du von der Erde zurückgekommen bist. Etwas muss mit ihr nicht in Ordnung sein."
„Es ist nichts, wirklich", log er und kratzte sich am Hinterkopf. „Sie hatte nur ein paar Probleme in der Schule und ich mache mir um sie sorgen. Du kennst mich."
„Hör mir zu, Gohan", sagte Videl nun ernsthaft. „Ich kenne Jenny kaum, aber ich weiß, dass sie stark, klug und unglaublich dickköpfig ist. Ich bin mir sicher, dass, egal was für Probleme sie hat und noch haben wird, sie mit ihnen umgehen kann."
„Ich weiß", gab der Saiyajin mit einem schweren Seufzen zu. Eine unangenehme Stille fiel über sie und Gohan hatte schon ein schlechtes Gewissen. Das war Videls Tag und er ruinierte ihn mit seinen Problemen. Das war ihr gegenüber nicht fair. Sie verdiente so viel mehr.
Es war für ihn schon äußerst schwer gewesen, überhaupt zu kommen, wegen des Vollmonds und was für Ideen er dem Saiyajin in ihm geben könnte, da er noch immer, trotz der Hinweise, die sie gegeben hatte, unsicher war, ob Videl dafür bereit war, und er wollte ihr nicht wehtun. Er hatte fast eine Stunde lang meditiert bevor Goten Videl zum See gebracht hatte. All das, nur für sie. Und hier waren sie nun und sprachen nicht miteinander, da er etwas Falsches gesagt hatte.
Ein paar Minuten vergingen und Gohan schaute plötzlich von seinem Schoß auf, als er aus seinen Augenwinkeln bemerkte, dass Videl aufgestanden war und nun ihr Top über ihren Kopf zog. Sein Mund wurde ganz trocken, als es zu Boden fiel und sie ihre volle Aufmerksamkeit den Knöpfen ihrer Jeans widmete. „Was machst du da?"
„Ich will schwimmen", antwortete sie, als ob es das natürlichste in der Welt wäre. „Und hoffentlich deine Gedanken von den Dingen, die dich beschäftigen, ablenken."
Oh jaah, sie war definitiv erfolgreich, als der Körperteil in den niederen Regionen seines Körpers ihn sofort an seine Gegenwart erinnerte, und alle Gedanken an Jenny von seinen Gedanken verbannte, als ihre Jeans zu Boden rutschte. Der Saiyajin in ihm fing sofort an zu brüllen und rief eine Sache aus – Meins! Doch Gohan nutzte all seine Selbstkontrolle, die er während des Meditierens gesammelt hatte, um das Biest unter Kontrolle zu halten. „J-jetzt?"
„Warum nicht?" Videl stand schließlich vor ihm, nur in schwarzen Höschen und einem passenden BH gekleidet. Sie warf ihm ein verführerisches Grinsen zu, rannte zum See hinüber und sprang kopfüber hinein. Sie blieb ein paar Sekunden lang unter Wasser und brach ein paar Meter vom Ufer entfernt wieder durch die Oberfläche. „Komm schon, Gohan! Worauf wartest du?"
War sie verrückt? Wenn er jetzt zu ihr ging, konnte er für nichts mehr garantieren! Und sie wusste das! Was zum Teufel hatte sie vor? Wollte sie— Wollte sie wirklich versuchen, ihn zu verführen?"
Nun, vielleicht war sie bereiter als er dachte?
„Gohan!", rief sie wieder und winkte. „Ich warte!"
Ihr kurzes Haar war patschnass, winzige Wassertröpfchen liefen an ihrem strahlenden Gesicht herunter und sobald seine Gedanken dorthin wanderten, was das Wasser verbarg, war der Kampf gegen den Saiyajin fast verloren. Mit nur dem winzigsten Teil Selbstkontrolle, den er noch übrig hatte, gab Gohan nach und zog sich bis zu seinen roten Boxer Shorts aus. Es dauerte nur ein paar Sekunden bis er ebenfalls im Wasser und direkt vor Videl war.
Sie schwebten beide im Wasser. Nur wenige Zentimeter trennten sie und er konnte ihren warmen Atem auf seinem Gesicht spüren. Gänsehaut war auf ihren Schultern zu sehen, doch Gohan bemerkte kaum die Kälte des Wassers, da sein Körper brannte. Er schaute in ihre Augen und bemerkte sofort, dass sie viel dunkler waren als zuvor, gefüllt mit Verlangen.
„Videl…" Ein Zischen entkam seinen Lippen und er schloss seine Augen, als Videl ihre Hand hob und ihn zärtlich näher zu einem Kuss heranzog.
„Sch…!", murmelte sie gegen sie Lippen. „Sag nichts. Denk nicht. Genieß einfach."
Als ob er in der Situation noch viel denken konnte. Während ihre Knutscherei mit jedem Mal intensiver wurde, vervielfachte der Vollmund jedes Gefühl, das sie in ihm verursachte um ein zehnfaches.
Er konnte nur noch fühlen. Vernunft hatte nun keine Chance mehr. Der Saiyajin hatte gewonnen.
Er war verloren. Verloren in ihr. Verloren in ihren Berührungen, ihren Küssen, ihrem Sein.
Stöhnend murmelte er ihren Namen und zog sie noch näher an sich heran.
Sie war seins!
Videl wachte irgendwann später auf und fühlte sanftes Gras unter ihrem Körper. Verschlafen öffnete sie ihre Augen. Sie bemerkte es war noch Nacht und sie blickte liebevoll auf den Arm, der um sie herum gewickelt war und ihre Hand hielt. Ein sanfter Atem kitzelte in ihrem Nacken, als sie gegen eine harte und muskulöse Brust gedrückt wurde.
Da die Decke, die sie bedeckte ein wenig verrutscht war, benutzt Videl ihre freie Hand, um sie wieder zu ihrem Kinn hochzuziehen. Es wäre sicherlich peinlich, wenn jemand sie in dieser Position entdeckte ohne etwas, das ihre Körper bedeckte.
Sie hörte ein leises Murmeln hinter sich und fühlte, dass Gohan sein Gesicht noch tiefer in ihrem Nacken vergraben hatte, noch immer fest am Schlafen.
Ein zufriedenes Lächeln erschien auf ihrem Gesicht, als sie murmelte: „Lieb dich auch", und wieder einschlief.
Das war wirklich der beste Geburtstag überhaupt!
