Hi, Leute, danke für eure netten Reviews!
Rudi: Hexagramm... tja, was es ist erfährst du heute... Der Fluch trifft nur und ausschließlich dírekte Feinde!
Dax: :-D
MaxB88: Danke, ob oder wer alles verletzt wurde erfährst du allerdings erst in Kapitel 39. Es kommt ein Erklärungskap, alles klar!
Ewjena: Keine Sorge, die Ratte, kriegt was sie verdient! bösgrins Naja, das mit Geistmagie... weißt du, es geht nicht so sehr um Sprüche, als mehr um Fähigkeiten, die Harry lernen wird!
MoniMahoni: Danke, danke. Sag mal, ist der Name Mahoni dein echter Name? Ich frag nur, weil er mich aus irgendeinem Grund an die Filme von der Police Acadamy erinnert... :-)
teddy172:Danke, ich versuch so jedes Wochenende zu updaten, aber jetzt, da ich wieder in di Uni muss, weiß ich nicht, ob ich das auch schaffe...
silvertrust: Schön mal wieder von dir zu hören. Aber ich muss mich bei dir entschuldigen,dass ich bei deiner Geschichte noch nicht so arg viel weitergelesen habe, es ist momentan etwas stressig. Die Zauber kannst du benutzen, nur schreib dazu, wo du sie herbekommen hast, ok?
Sieben Reviews... :-) Danke!
Kapitel 38: Kleine Einblicke
Shacklebolt übernahm den Transport ihres Gefangenen, während er die Schüler zum Stützpunkt der Auroren in Hogsmeade führte. Auf dem Weg durch das Dorf fragte er die drei Gryffindor über das aus, was während dieses Tags geschehen war. Harry, Ron und Hermine beobachteten genau, was um sie herum vorging, als sie die Fragen des dunkelhäutigen Aurors beantworteten und über den Überfall berichteten.
Auf ihrem Weg registrierte Harry, jeden, dem sie begegneten. Da waren die beiden kleinwüchsigen Hexen, die an den Hogsmeadewochenenden in der Apotheke aushalfen. Sie hoben gerade einen blutüberströmten alten Zauberer auf eine Trage.
Weiter vorne begegneten sie Neville und Luna, die eine sehr junge hysterische Hexe trösteten. Ein zaghaftes Nicken zeigte an, dass die beiden die Gruppe um den Auror bemerkt hatten. Gleich darauf hastete der sonst immer fröhlich lächelnde Heiler von Hogsmeade an ihnen vorbei. Eine pralle Notfalltasche unter dem Arm geklemmt, eilte er mit sehr ernstem Gesicht zu einer alten Hexe hinüber, die an einer Mauer kauerte, die Hände vor das Gesicht geschlagen.
Als der Heiler sanft aber bestimmt ihre Hände herunterzog, erkannte Harry die Frau. Es war die alte Kräuterhexe, die jeden Sonnenstrahl an einem Tisch des kleinen Cafes genoss und mit Vorliebe den Schülern Geschichten und Fabeln erzählte. Mit Schrecken sah Harry, dass ihre Augen durch einen Fluch zerstört worden waren, bis sie jetzt wie zwei ausgetrocknete braune Datteln wirkten.
Nicht weit davon entfernt lag der verkohlte Körper eines kleinen Tieres am Boden und die drei Freunde erkannten, welchen Laden der erste Todesser mit seinem verhängnisvollen Fluch vernichtet hatte. Es war Hogsmeades Magische Menagerie.
Die Luft war schwer vom süßlichen Gestank des Todes.
Eilig hasteten die vier weiter und schon bald hatten sie das von den Todessern zerstörte Gebiet hinter sich gelassen. Harry blickte sich niedergeschlagen um. Bis jetzt hatte er nur die Leute von Hogsmeade und die Bewohner von Hogwarts entdeckt. Der einzige Auror, den sie gesehen hatten war Kingsley Shacklebolt.
„Mr. Shacklebolt", wendete sich Harry an den schwarzen Weißmagier. „Wie viele Auroren sind denn von dem Ministerium hergeschickt worden?"
Die Antwort kam sehr knapp. „Moody und ich wurden als Verstärkung für die Aurorenabteilung Hogsmeade hergeschickt."
Die drei Freunde schauten einander etwas verwirrt an. Endlich erreichten sie das Aurorenquartier von Hogsmeade. Es war ein mittelgroßes sehr funktional wirkendes Gebäude, dessen tristes Aussehen sich auch im Inneren fortsetzte. Der Raum den sie betraten, war sehr kühl und förmlich eingerichtet. Ein paar Stühle standen an die Wände gerückt und einige trockene Gesetzesparagraphen waren als große Plakate aufgehängt worden. Im hinteren Teil des Raums stand ein alter Schreibtisch, der unter staubigen alten Akten versank.
Der einzige Mann in diesem Raum saß hinter dem Schreibtisch, über eine aufgeschlagene Akte gebeugt und machte sich hier und da Notizen zu seiner Lektüre. Dieser Zauberer war klein und dicklich und hatte stahlgraues Haar. Als er aufblickte konnten sie das verkniffene Gesicht und die verschwommenen braunen Augen sehen, die ihnen entgegenstarrten.
Harry blinzelte ratlos.
„Darf ich vorstellen", lenkte Shacklebolt die Aufmerksamkeit der Schüler auf sich. „Frust Kokroach. Verantwortlicher Leiter und Auror vom Dienst der Abteilung Hogsmeade." Nach einem verständnislosen Moment, drang die Bedeutung in Harrys Gehirn. Es gab nur einen einzigen Auror der ständig in Hogsmeade war. Und der schien eher an alten Akten interessiert zu sein, als daran, Leuten zu helfen.
„Ähm, Hallo", begrüßte ihn Hermine, die die sprachlose Überraschung ihrer Freunde zu überspielen versuchte.
Der säuerlich wirkende Zauberer hinter dem Schreibtisch funkelte die Gruppe vor ihm ärgerlich an. „Was gibt es?", schnappte er barsch. „Wie ihr sehen könnt, habe ich zu tun."
Harry klappte vor Verblüffung der Mund auf, doch ehe er seine Entrüstung loswerden konnte, kam ihm Shacklebolt zuvor. „Wie DU siehst, Frust, haben wir einen Gefangenen, der in Verwahrung genommen werden muss, bis er nach London in das Hauptquartier abtransportiert werden kann."
Der sitzende Zauberer winkte unwirsch zu einer Tür an der Seite des Zimmers. „Na schön, na schön. Steck deinen Gefangenen in eine Zelle. Du weißt ja wohl noch wo sie sind, oder?"
„Natürlich." Dieses eine Wort war so völlig neutral gehalten, dass daraus Verachtung und Wut Harry entgegenschrie.
Während Shacklebolt mit dem immer noch bewusstlosen Pettigrew durch die bedeutete Tür verschwand, schauten sich Harry, Ron und Hermine verstört an. Was um Merlins Willen war hier eigentlich los? Kein einziger Auror auf den Straßen von Hogsmeade und nur zwei Mann zur Unterstützung für einen groben Kerl, den nicht mal der Name des Gefangenen, der in seinem Zellentrakt untergebracht wurde interessierte.
Nach einigen Minuten der angespannten Stille, in der Kokroach die Schüler ignorierte kam Shacklebolt zurück. Er warf dem Mann, der sich wieder über seine Akte gebeugt hatte einen missmutigen Blick zu. „Ich denke, ich gehe jetzt und schaue draußen, ob es dort noch etwas zu tun gibt." Als einzige Antwort kam ein undefinierbares Grunzen.
„Mr Shacklebolt!", rief Hermine, als der kahle Zauberer schon die Tür erreicht hatte. „Könnten sie uns bitte bis zu den Kutschen begleiten? Ich meine, wir sollen ja nicht alleine herumlaufen, falls sich doch noch ein Todesser hier herumtreibt."
Nach einem eindringlichen Blick nickte der Auror. „Aber sicher. Kommen sie."
Die vier verließen das Aurorenquartier und begaben sich langsam auf den Weg.
„Mr Shacklebolt", sagte Harry nach einigen atemlosen Momenten, „sagen sie mir bitte, dass der da drin nicht ein Beispiel für die anderen Auroren ist. Bitte!"
Der angesprochene Auror schaute den jungen Zauberer an. „Nein. Nicht für die Auroren."
„Aber?", bohrte Harry weiter.
Ein vorsichtiger Blick und eine ebenso vorsichtige Antwort. „Nun, viele Mitarbeiter des Ministeriums halten immer noch an dem Status quo der letzten Jahre fest."
Während Ron und Harry einander einen verwirrten Blick zuwarfen, hatte Hermine die Botschaft entziffert und ihr Gesichtsausdruck wurde immer beunruhigter. „Seit dem Vorfall in der Mysteriumsabteilung", meinte die junge Hexe, „hat es kaum Zeitungsberichte über das Ministerium gegeben. Oder über seine Aktionen."
Shacklebolt betrachtete das scharfsinnige Mädchen mit Hochachtung. „Das ist eine sehr - akkurate Beobachtung."
Während Ron verwirrt vom einen zum anderen schaute, konnte man Harry ansehen, wie auch ihm langsam ein Licht aufging. „Bei Circes Schweineharem", murmelte er leise vor sich hin. „Was soll man da bloß machen?"
Schweigend legten sie auch das letzte Stück des Weges zu den Kutschen zurück. Als sie diese erreichten, öffnete Shacklebolt die Tür der einen Kutsche und bedeutete den Jugendlichen, dass sie einsteigen sollten. Der Auror beobachtete nachdenklich, wie die drei Schüler es sich in den gepolsterten Plätzen bequem machten. Er schien abzuwägen, was oder ob er etwas sagen sollte. Dann kam er zu einer Entscheidung.
„Es schadet niemals mehr zu lernen", meinte er mit einem eindringlichen Blick zu Hermine und Harry. „Und für jeden Zauberer ist es sicher – hilfreich auch über die Abläufe im Staat und Ministerium bescheid zu wissen."
Hermine nickte langsam mit gefurchter Stirn. Der Auror lächelte schwach.
„Es war schön sie drei einmal wieder zu sehen. Kommen sie wohlbehalten zum Schloss zurück."
Nach dieser sehr kurzen Verabschiedung schloss Shacklebolt die Tür, noch ehe sich Harry und seine zwei Freunde selbst verabschieden konnten.
Sogleich setzte sich die Kutsche ruckelnd in Bewegung und Ron wendete sich an seine Freunde. „Also, was sollte das jetzt alles?"
Hermine runzelte nachdenklich die Stirn, dann schaute sie Harry an und tippte sich bedeutungsvoll ans Ohr. „Könntest du bitte...?"
Harry stutze erst, nickte dann aber eifrig. „Ich glaube, das wird mein neuer Lieblingszauber... Auritus averto!"
Die Seifenblase materialisierte sich und Hermine beugte sich vor. „Um es kurz und bündig auszudrücken, Ron: Shacklebolt hat uns durch die Blume gesagt, dass Fudge und seine Leute alles tun, um Voldemort und seine Aktionen zu ignorieren. Und jene Ministeriumsbeamten oder Auroren, die etwas tun wollen, werden mundtot gemacht."
Ron klappte sprachlos der Mund auf.
„Gute Zusammenfassung, Hermine", lobte Harry. „Fragt man sich bloß, was Fudge da geritten hat, dass er nichts tut, oder tun will."
„Ich glaube, Fudge hält so lange krampfhaft an der Illusion des Friedens, der Sicherheit fest, wie er nur kann", meinte Hermine langsam. „Er will einfach nicht wahrhaben, dass seine idyllische kleine Welt langsam aber sicher auseinander bricht."
„Aber ich dachte, Fudge hätte Du-weißt-schon-wer gesehen, als er im Ministerium war", warf Ron perplex und empört ein.
„Das hat er auch", bestätigte Harry. „Nur hat Voldemort bisher vermieden Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. So als ob er gar keine Gefahr darstellte."
„Und während er das Ministerium und die ganz normalen Zauberer und Hexen in Sicherheit wiegt, sammelt er seine Kräfte zum finalen Schlag", führte Ron leise weiter aus.
Schweigen fiel über die drei Schüler, während die von Thestralen gezogene Kutsche unbeirrt ihren Weg fortsetzte.
„Aber, was meinte Shacklebolt mit lernen und Abläufen in Staat und Ministerium?", brach Ron schließlich die relative Stille. Hermine hob ihren Kopf und schaute ihren Freund überrascht an. Diese letzte Bemerkung des dunkelhäutigen Aurors war ihr fast schon wieder entfallen.
„Er meinte ich sollte mich über die Gesetzmäßigkeiten, Prozeduren und den Aufbau des Zaubereiministeriums kundig machen."
Die drei Gryffindor schauten einander aufgeregt an, doch ehe sie die Frage stellen konnten, die sie alle bewegte – Warum? – stoppte die Kusche schaukelnd. Sie waren beim Schloss wieder angekommen.
Eilig löschte Harry den Sicherheitszauber und riss die Tür auf. Für einen Moment starrten die drei Schüler an den massigen Schlossmauern hinauf. Ron drehte sich zu seinen Freunden um. „Und wohin jetzt?"
„Gehen wir am Besten erst mal zum Direktor. Wir werden sowieso irgendwann mal zu ihm gerufen werden", meinte Hermine und schritt auf das offene Tor zu.
„Glaubst du wirklich, dass er da ist?", grummelte Harry etwas missmutig. „Er könnte genauso gut ins Ministerium gerufen worden sein."
Im gleichen Moment tauchte Flitwick im Schlossportal auf und eilte den Schülern entgegen.
„Da sind sie drei ja!", piepste der winzige Verwandlungslehrer. „Wir befürchteten schon das Schlimmste! Sind sie in Ordnung? Oder sind sie verletzt?"
Bei dieser Erwähnung fühlte Harry, wie sich sein Rücken mit dumpf pochenden Schmerzen auf sich aufmerksam machte. „Wir sind okay", sagte er, ohne auf die kurzen Blicke seiner Freunde zu achten, die gerade an eine gewisse zerbrochene Bank dachten.
Flitwick scheuchte sie daraufhin hinauf zum Turmbüro des Direktors.
Als sie das runde Büro betraten, stand der Direktor vor dem großen Kamin und sprach mit jemanden, dessen Kopf in dem prasselnden Feuer schwebte. Auf das Geräusch der Tür wendete Dumbledore den Kopf und lächelte die drei Schüler flüchtig an, dann wendete er sich wieder an seinen anderen Gesprächspartner. „Danke, Hestia. Halten sie mich bitte auf dem Laufenden."
Dann durchquerte der Direktor mit einigen langen Schritten sein Büro um hinter dem Schreibtisch platz zu nehmen. Hestia Jones, die die drei Schüler entdeckt hatte, lächelte ihnen flüchtig zu, ehe sie wieder aus dem Feuer verschwand.
„Kommt, setzt euch", lud Dumbledore die drei Freunde ein. Harry ließ seinen Blick schweifen. Das Büro sah genau so aus, wie er es das letzte Mal gesehen hatte, allein, die Bruchstücke der zerbrochenen Dinge waren verschwunden. Ebenso fiel ihm auf, dass Fawkes nicht wie üblich auf seiner Stange saß, sondern nicht da war.
„Eine Tasse Tee?", bot ihnen der weise alte Zauberer an, nachdem sich Harry und seine zwei Freunde in die Sessel hatten sinken lassen. Sie akzeptierten und einen Zauberstabschwung später standen ein paar dampfende Tassen vor ihnen.
„Nun, erzählt ihr mir, was heute in Hogsmeade geschehen ist?", fragte der Direktor nach einer kurzen Weile.
Harry schilderte mit einigen hilfreichen Ergänzungen von Hermine und Ron, was vorgefallen war, nachdem sie das Gasthaus „Zu den Drei Besen" verlassen hatten. Grob umriss er den Überfall der Todesser auf Hogsmeade, ohne genauer auf die Flüche einzugehen, die verwendet worden waren. Dann berichtete er, was in der Heulenden Hütte passiert war und dass sie einen Gefangenen gemacht hatten.
Nachdem die Jugendlichen geendet hatten, ließ sich der Direktor in seinen Polstersessel zurücksinken. „Peter Pettigrew. Ihr habt also Peter gefangen. Endlich."
„Ein Jahr zu spät", stieß Harry bitter hervor, den Kopf senkend.
Der Direktor schaute ihn einen langen Moment mitfühlend an. „Nein, es war nicht zu spät", sagte er sanft, was den jungen Gryffindor mit großen Augen aufblicken ließ. Atemlos starrte er Dumbledore an.
„Für die Wahrheit ist es niemals zu spät." Die blauen Augen glitzerten, als sich ein trauriges Lächeln über das alte Gesicht legte. „Selbst wenn Sirius nicht mehr da ist, so kannst du doch sicher sein, dass sein Name nicht länger verleumdet wird. Und das ist dein Verdienst."
Harry ließ wieder missmutig den Kopf hängen und er lachte trostlos auf.
Der Direktor seufzte leise, während er die drei Schüler vor sich betrachtete. „Du kannst wirklich stolz auf dich sein, Harry", meinte er leise. „Wir haben schon seit Langem vergeblich versucht, Peter zu fangen. Doch dir ist es endlich gelungen."
„Ja", schnaubte Harry einsilbig. Ron und Hermine schauten schweigend ihren Freund an.
„Ähm, Direktor?", lenkte Hermine zaghaft dessen Aufmerksamkeit auf sich. „Was glauben sie haben Pettigrew und die beiden anderen Todesser in der Heulenden Hütte gewollt? Und was bezweckten sie mit dem Überfall auf Hogsmeade?"
Harry hob wieder den Kopf und schaute, ebenso wie Ron und Hermine den Direktor erwartungsvoll an, der sie wiederum nachdenklich anblickte.
„Der Überfall, denke ich, war als Ablenkung für das gedacht, was auch immer sie in der Heulenden Hütte versucht haben."
„Was könnte das gewesen sein?", fragte Harry. „Eine Dämonen- oder Geisterbeschwörung?"
„Nun", meinte Dumbledore langsam, „möglich ist vieles. Aber genau sagen können wir das erst, wenn wir die Kreidezeichen näher untersucht haben."
Harry und Ron drehten sich beide zu Hermine um, die ihnen aber zuvorkam. „Ich habe zwar eine Abschrift gemacht, aber die habe ich Professor McGonagall gegeben."
Ron kratzte sich nachdenklich am Kopf. „Direktor, sind die Geheimgänge, die aus Hogwarts hinausführen auch mit Zauberbannen gesichert, so wie Schloss und Ländereien?"
Jetzt wendeten sich die Blicke zu dem jüngsten Weasley.
„Du könntest recht haben, Ronald", bestätigte Dumbledore. „Über den Gängen liegen besonders starke Bannflüche, aber diese sind isoliert aufgebaut."
„Das heißt", schloss Hermine schnell, „wenn der Schutz über einem der Geheimgänge gebrochen wird, kann es dauern, bis das bemerkt wird."
„Das stimmt", sagte Dumbledore langsam nickend. „Peter und seine Begleiter haben also höchstwahrscheinlich versucht in den Gang zur Peitschenden Weide einzudringen."
Von der Treppe her begann es gleichmäßig zu rumpeln. Der Wasserspeier hatte die bewegliche Treppe in Bewegung gesetzt. Dann öffnete sich die Tür und ein besorgt wirkender Professor Darius Green betrat das Büro des Direktors.
„Ich fürchte, ich habe schlechte Neuigkeiten", begann der Verteidigungslehrer.
„Lassen sie mich raten, Darius", unterbrach ihn der alte Zauberer. „Pettigrew und seine beiden Gefährten, wollten die Schutzzauber über dem Gang brechen."
„Genau", seufzte der blaugekleidete Mann. „Das haben wir allerdings erst dann herausgefunden, als wir die Schutzbanne in der Hütte überprüften. Sie sind beschädigt."
Dumbledore runzelte besorgt die Stirn. „Wie stark?"
„Nicht sehr stark, aber doch erkennbar." Green rieb sich eine Schläfe, als ob er Kopfschmerzen hätte. „Was mir aber mehr Sorgen bereitet, ist dass sie eine Magie verwendeten, die mir völlig unbekannt ist. Zumindest die Runen oder was auch immer das darstellt, ähneln nichts, was ich jemals gesehen habe." Ratlos hob er das Blatt Pergament, auf dem Hermine die Symbole in der Heulenden Hütte abgezeichnet hatte.
Der Direktor nahm es und studierte die Zeichen eingehend. „Hmm. Interessant. Ein paar der Runen kommen mir bekannt vor, aber auch nicht mehr. Das muss uralte Magie sein."
Harry, Ron und Hermine warfen einander unsichere Blicke zu, als die zwei Zauberer die Zeichnung auf dem Pergamentstück betrachteten. Selbst der Direktor konnte nicht sagen, wofür dieses Ritual genau hatte dienen sollen?
Schließlich hob Dumbledore den Kopf und schaute die drei Jugendlichen an. „Ich denke, ihr solltet jetzt zu Madame Pomfrey gehen und euch untersuchen lassen, um sicherzustellen, dass alles mit euch in Ordnung ist."
Schweigend verließen Harry und seine Freunde das Büro des Direktors. Als sie langsam die Gänge entlang schritten, fiel Harry auf, dass sie wie ausgestorben wirkten. „Glaubt ihr, dass die Lehrer die anderen Schüler in ihre Schlafsäle geschickt haben?"
„Wahrscheinlich", stimmte Hermine einsilbig zu.
Ron schnaufte einmal heftig durch. „Ich hab' ja nichts gegen etwas Aufregung, aber können wir nicht mal ein einigermaßen normales Schuljahr verleben? Ohne irgendwelche haarsträubenden Abenteuer und unlösbare Rätsel?"
„Was? Und uns dann halb zu Tode langweilen?", witzelte Harry zurück.
Der Laut, den Hermine von sich gab, lag irgendwo zwischen Lachen und Schnauben. „Es ist ja schön, dass ihr noch Witze machen könnt, Jungs, angesichts der Tatsache, dass die Todesser daran arbeiten, Hogwarts Schutzbanne zu durchbrechen und dass sie schon einen Ansatz dafür gefunden haben."
Die Krankenstation kam in Sicht.
„Ja, Hermine, schon richtig", stimmte Harry zu. „Wir müssen also schauen, was es mit diesen unbekannten Symbolen, die die Todesser in der Hütte verwendet haben auf sich hat."
„Und was Shacklebolt mit seinem Hinweis meinte", setzte Hermine hinzu.
Ron öffnete die Tür. „Also dann, Augen zu und durch."
Während ihrer äußerst gründlichen Untersuchung konnte die Krankenschwester, die sich schon um einige anderen Schüler, die ebenfalls lange in Hogsmeade gewesen waren, gekümmert hatte, keinerlei schlafende Flüche bei den drei Freunden feststellen. Trotzdem verordnete sie Harry eine Nacht auf der Krankenstation, damit er seinen geprellten Rücken auskurieren konnte.
Nur kurz nachdem Ron und Hermine sich von ihrem Freund verabschiedet hatten, fielen Harry die Augen zu und sein letzter bewusster Gedanke war, dass Pomfrey ihm wieder mal einen Schlaftrank mit in seine Medizin untergemischt hatte.
Ok, nicht viel Action und ich glaube ich habe Dumbledore überhaupt nicht so geschrieben, wie er sein sollte... Die Szene im Büro gefällt mir persönlich nicht gerade, aber... ach ich wusste einfach nicht wie ich das schreiben sollte seufz
Naja, eines kann ich euch gewiss sagen. Beim nächsten Update wird Harry mit seiner Geistmagieausbildung beginnen! (Ob's allerdings nächstes Wochenende ist, das steht noch in den Sternen...)
Also, bis nächstes Mal!
Thaia
