Die Personen und Orte gehören Stephenie Meyer.

Die Originalstory ist von lizzy90.

Lügen? Edwards Pov.

Sobald das verdammt Auto stand sprang ich raus,ohne weiter auf Tanya zu achten, rannte durch den Eingang und direkt zur Notaufnahme. Der Gang schien unendlich lang und die anderen Menschen waren mir alle im Weg.

„Hey!" Rief ein Krankenschwester hinter mir her, aber ich ignorierte sie. „Hier wird nicht gerannt!" Bei diesen Worten bog ich um die Ecke und sah sie. Carlisle umarmte Alice, während Rosalie sich an Emmett lehnte, der gleichzeitig seine große Hand auf der Schulter von Esme hatte.

„Wie geht es ihm?" Fragte ich ohne Einleitung.

„Was willst du hier?!" Schrie Alice mich sofort an.

„Schatz." Sagte Esme beruhigend.

„Nein Mama!" Sagte Alice fest. „Alles ist seine Schuld, nur seine!"

„Alice..." Versuchte ich es.

„Verschwinde hier!" Schrie sie und Carlisle zog sie an seine Brust.

„Geht's ihm gut?" Fragte ich,ohne jemanden direkt anzusehen. „Geht es Jasper gut?"

„Er hat eine Transfusionen bekommen, reagiert aber noch nicht, obwohl er keine inneren Verletzungen hat." Erklärte Emmett und ich sah ihn verständnislos an. Ich hasste Krankenhäuser und das unverständliche Kauderwelsch was hier gesprochen wurde.

„Er ist im Koma." Sagte Rosalie. „Mein Bruder liegt im Koma."

„Was?" Fragte ich.

„Die Ärzte sagen, dass es vorübergehend sein kann, aber sie sind sich nicht sicher."

„Ich..."

„Es ist deine Schuld!" Schrie Alice wieder.

„Alice, sag so was nicht Hübsche." Ich wollte ihr über die Wange streicheln, aber sie wich mir aus. „Wie könnte ich?"

„Es ist deine Schuld!" Sagte sie wieder. „Weißt du warum Jasper den Unfall hatte?"

„Nein." Antwortete ich und schüttelte den Kopf.

„Was mach dieses Misststück hier?" Fauchte Rosalie plötzlich.

„Rose, was ist das für eine Ausdrucksweise?" Schimpfte Esme.

„Das ist mir egal Esme." Sagte Rosalie stur. „Sie soll gehen, sie hat hier nichts zu suchen."

„Ich geh einen Kaffee trinken." Sagte Tanya. „Deine Familie hat schon genug Aufregung." Sie drehte sich um und verschwand in dem langen Gang.

„Wie kannst du es wagen, sie mitzubringen?" Rosalie funkelte mich an.

„Lass gut sein Rosalie." Bat ich. „Ich bin hier um Jasper zu sehen und nicht, um mir eine Predigt anzuhören."

„Alles ist deine Schuld!" Schrie Alice wieder.

„Ich verstehe nicht was du meinst Alice, wie soll ich Schuld haben? Ich weiß nicht, wovon du redest" Wollte ich wissen.

„Natürlich nicht." Antwortete sie und wischte sich die Tränen von den Wangen. „Du weißt es nicht, weil es dir gleichgültig ist."

„Alice." Sagte ich beschwichtigend.

„Jasper hatte den Unfall, als er aus dem Dorf zurück kam." Sagte Carlisle, ich drehte mich zu ihm und sah ihn verwirrt an.

„Ich verstehe nicht."

„Er wollte Bella sehen."

„Ich hatte euch gebeten, euch da nicht einzumischen. Es ist eine Sache zwischen mir und..."

„Charlie ist gestorben." Sagte Emmett und mir lief es kalt den Rücken herunter. Sofort sah ich Bellas traurige Gestalt, neben einem Sarg vor mir.

„Was?" Fragte ich und ließ mich auf einen der Stühle fallen.

„Er ist vor ein paar Tagen gestorben." Sagte Emmett.

„Warum hat mir niemand..."

„Jetzt tu nicht so,als ob es dich interessierte." Fauchte Alice.

„Wir wollten sie besuchen, es war schon alles geplant, aber dann kam das Unwetter und alle Flüge wurden gestrichen, die Telefone funktionierten nicht, wir konnten ihnen nicht Bescheid geben, dass sich unsere Reise verzögerte. Es dauerte drei Tage bis Jasper endlich die Hacienda anrufen konnte und man informierte ihn, dass Charlie gestorben war...und als er Bella sprechen wollte,merkt er, dass irgendetwas nicht stimmte. Keiner wollte ihm eine richtige Auskunft geben...Er beschloss,sofort ins Dorf zu fahren, weil...weil er weiß wie viel Bella mir bedeutete...und..."

„Ist ja gut Schatz." Esme legte beruhigen den Arm um die Schultern von Alice.

„Auf dem Rückweg hatte er diesen schrecklichen Unfall..."

„Und Isabella?" Murmelte ich.

„Das weiß ich nicht...Der einzige das das weiß ist Jasper und er kann es uns nicht sagen, weil wir nicht wissen, wann er aufwacht!" Schrie mir Alice ins Gesicht.

Hinter uns räusperte sich jemand laut und als ich mich umdrehte, sah ich einen Arzt auf uns zukommen.

„Wie geht es ihm?" Fragte Alice sofort.

„Er ist wach." Sagte der Arzt ernst.

„Gott sei Dank!" Rief Rosalie.

„Kann ich ihn sehen?" Fragte Alice und der Arzt nickte.

„Aber es soll nicht so viel reden und sich anstrengen." Sagte der Arzt warnend und wir sahen ihn fragend an. „Er kann sich nicht an den Unfall und die Stunden davor erinnern."

„Aber er wird wieder gesund?" Fragte ich und der Arzt nickte.

„Er hat keine inneren Verletzungen, aber seine Beine haben einiges abbekommen und es wird eine Weile dauern, bis er wieder ganz der alte ist." Erklärte er. „Das mit seiner Amnesie kann Stunden, Tage oder auch Wochen dauern, manchmal auch Jahre."

„Aber er wird wieder gesund, dass ist das wichtigste." Sagte Carlisle.

„Nu geh schon Schatz." Sagte Esme und Alice ging mit dem Arzt. Wir warteten, bis Alice eine Viertelstunde später, wesentlich ruhiger, wieder zu uns kam.

„Er will dich sehen." Sagte sie zu mir, ohne mich richtig anzusehen.

„Mich?" Fragte ich überrascht und sie nickte. Ich stand auf und ging durch die Tür, durch die Alice gekommen war. Es war ein Schock Jasper so zu sehen, blass und an viel zu viel Maschinen angeschlossen.

„Hallo." Sagte ich, fast schüchtern. Er drehte seinen Kopf zu mir.

„Bella..." Murmelte er.

„Was?"

„Sie ist weg."

„Ich verstehe nicht Jasper."

„Ich auch nicht." Antwortete er und ich musste mich konzentrieren, um ihn zu verstehen. „Ich weiß nur, dass sie nicht mehr im Dorf ist." Das brachte mich etwas aus dem Konzept, Tanya hatte mir erzählt, dass sie verreist war und vielleicht war sie das noch immer, aber...da war der Tod von ihrem Vater und sie musste am Boden zerstört sein.

„Erinnerst du dich an noch etwas?" Fragte ich und er schüttelte leicht den Kopf.

„Nein." Sagte er. „Sie war nicht mehr da." Murmelte er noch und schlief ohne Vorwarnung ein.

Seine Wort hatten mich noch mehr verwirrt und ich fühlte mich schlecht wegen Jasper und auch wegen Bella. Sie musste schrecklich unter dem Verlust ihres Vaters leiden und ich fühlte mich wie ein riesen Bastard, egal welche Probleme Bella und ich auch hatten, Charlie hatte sich mir gegenüber immer korrekt verhalten. Und ich war nicht da gewesen, um mich gebührend von ihm zu verabschieden.

Was mich außerordentlich wunderte war, dass keiner von meinen Arbeitern mich von Charlies Tod in Kenntnis gesetzt hatte und auch Tanya hatte nichts gesagt.

„Wie geht es ihm?" Als ich Rosalies Stimme hörte wurde mir bewusst, dass ich nicht mehr in Jaspers Zimmer war.

„Er ist eingeschlafen." Antwortete ich. „Ich muss jetzt gehen."

„Schon?" Fragte Esme enttäuscht.

„Ich komme Morgen ganz früh wieder."

„Das ist nicht nötig." Sagte Alice kalt. „Wir wollen ja nicht, dass das Cullen-Imperium zusammenbricht, weil du nicht in deinem Büro erscheinst."

„Alice." Schimpfte Carlisle, aber ich sagt nichts dazu. Alice war wegen Jaspers Unfall aufgewühlt und stand bestimmt unter so etwas wie einem Schock. Ich gab Esme einen Kuss auf die Wange und verabschiedete mich von den anderen, dann ging ich in die Cafeteria.

Tanya saß direkt am Eingang und hatte eine Kaffee vor sich stehen.

„Wir gehen." Sagte ich nur.

„Geht es Jasper besser?" Fragte sie und stand auf.

„Er ist außer Gefahr." Antwortete ich knapp.

„Das freut mich." Sagte sie. „Wir gehen schon?"

„Wir fahren in die Wohnung." Sagte ich hart und sie sah mich konfus an.

„Ist was?"

„Du hast mir einiges zu erklären." Knurrte ich sie an, drehte mich um und ging, ohne ihr die Möglichkeit zu geben, zu antworten. Ich hörte wie sie hinter mir herkam und wir beide sagten kein Wort mehr, bis wir in meiner Wohnung ankamen.

„Warum hast du mir nicht gesagt, dass Charlie gestorben ist?" Fragte ich, sobald die Wohnungstür hinter uns in Schloss fiel. Tanya entglitten für einen Moment die Gesichtszüge, aber dann fing sie sich sofort wieder.

„Das wusste ich nicht." Antwortete sie leise.

„Wie kannst du das nicht wissen?" Knurrte ich sie an uns packte sie fest am Arm. „Das war einer der Gründe, warum du im Dorf warst."

„Ich bin doch nicht Isabellas Kindermädchen, ich hatte anderes zu tun." Sie riss sich von mir los.

„Und das wäre?" Wollte ich wissen.

„Das geht dich nichts an." Fauchte sie. „Hör auf die wie ein Idiot zu benehmen."

„Tanya..." Sagte ich warnend.

„Sie hat dich angelogen, deine ganze Familie gegen dich aufgebracht und hier bist du und machst dir Sorgen um sie, weil sie wegen ihrem Vater trauert." Sagte sie giftig.

„Sie ist mir egal." Sagte ich eher zu mir als zu ihr. „Es ist nur..."

„Du bist der gleiche Idiot wie immer." Sagte sie resigniert.

„Halt endlich den Mund und sag mir, was du im Dorf gemacht hast." Knurrte ich sie an.

„Warum?" Fragte sie nur.

„Nicht das es mich sonderlich interessiert, denk immer daran, dass du nur hier bist, für den Fall, dass ich Lust bekommen könnte dich zu vögeln, nimm dir also nichts raus, was dir nicht zusteht." Sie blieb ruhig und sah mich fest an.

„Vielleicht bin ich eine Hure, deine Hure, aber das bedeutet nicht, dass ich dein Dienstmädchen bin und ich bin nicht Isabella und werde nicht deine schlechte Laune ertragen!" Sagte sie fest.

„Du kannst gehen!" Schrie ich sie an. „Ich kann gut auf dich verzichten!"

„Das weiß ich." Sagte sie und machte einen Schritt auf mich zu. „Aber du solltest vorsichtig sein Edward, wenn ich gehe, bist du völlig allein." Fügte sie hinzu und tippte mich mit ihrem Finger auf die Brust.

„Drohe mir nicht." Warnte ich sie und packte sie wieder am Arm. „Wo warst du?"

„Ich hab mich mit einem Typen vergnügt!" Schrie sie. „Du wolltest es wissen, nicht? Ich hab einen Mann kennen gelernt und stundenlang mit ihm gefickt und wie du dir wohl vorstellen kannst, war das wesentlich vergnüglicher als Bella auszuspionieren. Und ich hatte keine Lust mehr darauf zu warten, dass du Lust auf mich hast!" Ich schubste sie weg und sie landete auf dem Sofa.

„Ich habe keine Lust auf dich, weil ich im Moment keine Hure will." Sie wurde rot vor Zorn. „Und glaube nicht einen Moment, dass du mehr für mich bist, als ein ansehnlicher Körper. Du bist nicht gerade der Typ Frau, den ein Mann sich an seiner Seite wünscht."

„Du bist ein Bastard Cullen!" Schrie sie, stand auf und schlug mir gegen die Brust. „Du und deine ganze Familie!"

„Es reicht!" Ich hielt ihre Handgelenke fest und sie sah mich wütend an, dann riss sie sich los und gab mir eine Ohrfeige.

„Hure!"

„Impotenter Bastard!"

„Das war das letzte mal, dass du die Hand gegen mich erhoben hast Tanya! Noch so ein Blödsinn und ich schicke dich wieder in das verdammte Dorf, aus dem ich dich geholt habe!"

„Der Blödmann hier bist du!" Schrie sie, drehte sich um und verschwand in ihrem Zimmer. Ich hörte, wie sie die Tür hinter sich zuschlug und es war mir egal, ich war einfach nur wütend. Wie konnte sie glauben, dass es je mehr als Sex zwischen uns geben würde und nicht mal das gab es im Moment. Ich fuhr mir mit meinen Händen durch meine zerzausten Haare, ich sag wahrscheinlich völlig abgerissen aus, aber nach der Nachricht von Jaspers Unfall, war mir mein Aussehen so was von egal gewesen.

„Verdammt!" Knurrte ich und fuhr mir mit den Händen durchs Gesicht. Ich musste wissen, was passiert war. Diese Tage die ich außer Landes gewesen war, kosteten mich zu viel, ich hatte zu viel verpasst und die wichtigste war der Tod von Charlie.

Bella musste völlig zerstört sein und allein, vielleicht war ja ihr Bruder bei ihr und der armselige Knecht, der wie ein Hund hinter ihr her lief und das war es, was mich am wütendsten machte. „Verdammt!" Knurrte ich wieder und merkte erst, dass ich auf den Tisch geschlagen hatte, als mir die Fingerknöchel weh taten. Ich hasste es, nicht die Kontrolle zu haben, nicht zu wissen, was passierte und das mir alles aus den Fingern glitt.

Ich musste sie finden, obwohl ich sie hasste...konnte ich nicht zulassen, dass sie irgendwo war und ich nicht wusste wo und vielleicht mit dem Knecht glücklich werden könnte.

Die nächsten Tage verliefen nach einem neuen Schema, ich ging Morgens ins Büro und die Nachmittage verbrachte ich bei Jasper. Tanya sah ich zum Glück selten und sie tat so, als ob nichts geschehen wäre und ich ignorierte sie, so gut ich konnte.

Jasper konnte sich noch immer nicht an die Stunden vor dem Unfall erinnern und ich ging jeden Tag mit der Hoffnung zu ihm dass er es tat. Ich musste den wahren Grund für Bellas weggehen wissen und ich hatte das ungute Gefühl, dass Tanya irgendetwas damit zu tun hatte und ich konnte sie nicht eher herausschmeißen, bevor ich nicht alles wusste.

Alice war über meine ständige Anwesenheit nicht sehr glücklich, aber Jasper unterstütze mich und so konnte sie mich nicht vor die Tür setzten. Ich vermisste es sehr, mit meiner kleinen Elfe zu scherzen, sie war viel zu ernst und wirkte gar nicht wie Alice. Ich wusste genau, warum sie so ernst und traurig war, zum größten Teil lag es natürlich an Jaspers Unfall, aber ich wusste genau, dass sie sich große Sorgen um Bella machte und sie fürchterlich vermisste... genau wie ich, obwohl ich das nie zugeben würde.

Sie hatte mich angelogen, mich wie einen Idioten dastehen lassen und trotzdem...liebte ich sie noch und in mir kämpften widersprüchliche Gefühle, zum einen wollte ich, dass sie nie wieder auftauchte, zum anderen machte ich mir so große Sorgen, dass ich einen Privatdetektiv angeheuert hatte, der sie finden sollte. Warum? Keine Ahnung, wollte ich sie weiter bestrafen, oder war ich einfach nur ein Masochist?

„Mr. Cullen?" Die Stimme von Zafrina, meiner Sekretärin, riss mich aus meinen Gedanken.

„Was ist?"

„Mr. Jasper ist am Telefon." Sagte sie, er war heute aus dem Krankenhaus entlassen worden und eigentlich hatte ich Hausverbot im Haus von Esme und Carlisle.

„Stell ihn durch." Bat ich und nahm den Hörer ab.

„Hallo Jasper."

„Hallo Edward, kannst du nach hause kommen?" Fragte er.

„Was ist? Geht es dir nicht gut?" Fragte ich besorgt.

„Doch, mir geht es gut, aber ich...ich kann mich wieder an etwas erinnern." Erklärte er.

„Ich bin sofort da." Sagte ich, legte auf, nahm meine Jacke und stürmte regelrecht aus dem Büro. Im vorbeigehen bat ich Zafrina, all meine Termine für Heute zu abzusagen, sie zu verlegen und mir einen Fahrer zu rufen. Als ich unten ankam, wartet der Wagen schon auf mich und ich nannte den Fahrer die Adresse.

Die erste die mich empfing war Esme, sie lächelte, wenn auch traurig, war es ein Anfang war wenn man bedachte, dass sie mich des Hauses verwiesen hatte, bis ich mich bei Bella entschuldigt und sie mitbringen würde.

„Hallo Esme." Ich gab ihr einen Kuss auf die Wange.

„Hallo Schatz." Antwortete sie. „Hast du was von Bella gehört?" Ich schüttelte den Kopf und sie seufzte. „Gut, geh zu Jasper, er scheint sich an etwas zu erinnern und will es nur dir erzählen, womit er sich schon ein großes Problem mit Alice eingehandelt hat."

„Oh." Murmelte ich. „Wie es aussieht, wird Alice es mir nie verzeihen, dass ich Bella verlassen habe."

„Sie liebt Bella sehr...wir alle lieben sie sehr...selbst du, auch wenn du es nicht..."

„Ich gehe zu Jasper." Unterbrach ich sie und lächelte sie entschuldigend an, bevor ich durch den Gang ging, der zum Garten führte, wo ich Jasper vermutete. Als ich an dem Tisch vorbei kam, an dem wir bei gutem Wetter frühstückten, stellte ich meine Sachen ab und sah auch schon Jasper, er saß unter einem Baum und las ein Buch.

„Wie geht es dir?" begrüßte ich ihn und er klappte sein Buch zu, nicht ohne vorher ein Lesezeichen einzulegen.

„Hallo Edward." Sagte er nur.

„Wie ich von Esme gehört habe, hast du ein wenig Ärger mit Alice." Bemerkte ich.

„Das geht auch wieder vorbei." Antwortete er und schmunzelte etwas, er kannte seine Alice halt. Ich nickte und setzte mich neben ihn.

„Ich erinnere mich an etwas." Fing er an und ich sagte erstmal nichts. „Ich hatte den Tag auf der Hacienda angerufen, weil ich mir Sorgen um Bella gemacht habe. Wir hätten schon seit einer Woche dort sein sollen, aber das Unwetter hatte unsere Abreise verzögert. In der Hacienda ging keiner an Telefon und nachdem ich es stundenlang versucht hatte, rief ich Demetri an und der erzählte mir das mit Charlie. Als ich das gehört hatte, nahm ich ohne zu überlegen mein Auto und fuhr los, ich konnte mir vorstellen, wie schlecht es Bella gehen musste und wollte ihr helfen." Ich hörte Jasper aufmerksam zu.

„Ich verstehe." Sagte ich.

„Nein, dass tust du nicht." Antwortete Jasper traurig. „Wo bist du gewesen?" Fragte er dann.

„Du weißt doch, dass ich nach London musste und die reise länger gedauert hat als geplant und..."

„Sie war hier."

„Was?" Fragte ich überrascht und gleichzeitig verwirrt. „Bella? Sie war in der Stadt?" Jasper nickte.

„Charlie war zu seiner Behandlung hier und sie haben dabei festgestellt, dass es seinem Herzen auch nicht so gut ging." Sagte er ernst. „Sie hat dich besucht Edward." Jasper seufzte lang. „Sie hat dich gesucht, weil sie deine Hilfe brauchte und du warst nicht da. Sie hat vor deinem Haus in der Kälte gesessen und du warst nicht für sie da." Sagte er vorwurfsvoll und ich fühlte mich miserabel, nie hätte ich Bella meine Hilfe verweigert, ich wusste was es bedeutet keine Eltern mehr zu haben.

„Das wusste ich nicht." Sagte ich bestürzt.

„Und dein Portier hat sie wie einen Hund vor der Tür warten lassen, obwohl er ja wohl wissen musste, dass du verreist warst." Ich sah ihn entsetzt an, wie konnten nur so viele Sachen um mich herum passieren, ohne das ich etwas erfuhr? „Sie hatte niemanden Edward, niemanden! Und sie hat sich diesem Steindschungel ganz allein gestellt."

„Aber du hast ihr geholfen, nicht?" Fragte ich nach.

„Ja, aber sie hatte nicht mich gesucht, sie wollte nicht von mir gerettet werden."

„Jasper..."

„Ich will nicht mit dir diskutieren Edward, aber du musst zugeben, dass es unglaublich ungerecht war was du getan hast, unabhängig davon, dass sie dich betrogen haben soll, was ich noch immer nicht glaube." Er sah mich fest an. „Du hast sie wie ein Bastard verhalten und ihr ihre Ernte gestohlen."

„Das war meine Ernte." Antwortete ich schnell.

„Ihr Vater wäre beinah schon früher gestorben, weil sie kein Geld hatte!" Erklärte Jasper wütend und ich fühlte mich sofort schuldig.

„Damit hatte ich nicht gerechnet." Sagte ich klein laut.

„Die Eifersucht hat dich blind gemacht Edward, wie immer. Gott, sie hat dich nicht betrogen!"

„Jasper." Sagte ich und versuchte das Thema zu wechseln. „Ich dachte, du hättest dich an etwas erinnert." Er schnaufte.

„Tanya!"

„Was ist mit ihr?"

„Ich kann mich nicht ab viel erinnern, aber als Alice Gestern ihren Namen erwähnte, erinnerte ich mich an ein Gespräch mit Angela. Sie sagte, dass Tanya dafür gesorgt hat, dass Bella die Hacienda verlassen hat. Ich weiß nicht wie und warum, aber ich erinnere mich an die Worte, Tanya ist Schuld." Erklärte Jasper langsam.

„Verdammt!" Fluchte ich.

„Was ist?" Fragte jetzt Jasper.

„Tanya scheint mir so einiges zu verheimlichen." Erklärte ich.

„Sie ist eine Lügnerin." Sagte er schlicht. „Ich verstehe noch immer nicht, wie du sie so nah an dich heran lassen kannst, obwohl du genau weißt, wie unmöglich sie sich Bella gegenüber benommen hat."

„Sie bedeutet mir nichts." Sagte ich nur.

„Das sieht sie anscheinend anders." Antwortete Jasper. „Werfe sie endlich aus deinem Leben Edward, es ist offensichtlich, dass sie dir nichts bedeutet und du hast Bella jetzt genug gestraft, du musst sie jetzt finden und dich entschuldigen."

„Warum sollte ich das tun?" Wollte ich wissen.

„Weil du, auch wenn du den Starken spielst, leidest wie ein Hund." Sagte er, mit der ihm eigenen Ruhe.

„Bis bald Jasper." Sagte ich nur, stand auf, schnappte mir meine Sachen und verabschiedete mich schnell von Esme. Draußen sprang ich in den wartenden Wagen und ließ mich nach Hause fahren. Ich musste ganz genau wissen,was passiert war und dafür gab es nur einen Weg, ich musste zurück ins Dorf.