Die Fortsetzung
So. 22.12.1996, kurz nach Mitternacht
„Harry?", besorgt rief Hermine flüsternd den Namen ihres Freundes. Es war nicht gut, sich nachts alleine auf den Gängen herumzuschleichen, doch sie musste Harry finden und ihn von Dummheiten abhalten. Würde Filch sie hier erwischen…
„Miss Granger…", sie spürte den warmen Atem ihres Professors auf ihrem Rücken und ein Schauder lief durch ihren Körper. Sie wagte es nicht, sich umzudrehen, sie wollte diesen Augenblick zwischen ihnen nicht zerstören.
„Mhmmm…", sein Atem ging heftiger und erregt legte er seine Hände um ihre Taille, ihren Rücken zu sich ziehend. „Ich hab gehört, es gibt Nachsitzen, wenn Schüler sich nachts auf den Korridoren herumtreiben", sein Atem kitzelte ihr Ohr und Hermine lachte. „Professor…", sie schloss ihre Augen, woraufhin er ihr vorsichtig einen Kuss auf ihre Wange hauchte und sie noch näher an sich zog.
„Ich begehre Sie.", bei seinen Worten drehte Hermine sich um und blickte ihn an.
Er sah alles in ihren Augen. Ihre Unsicherheit, ihren Zwiespalt, ihre Vorsicht, aber auch die tiefen Empfindungen, die sie für ihn fühlte. Das Feuer, das in ihr für ihn brannte. Die Erregung, die sich in ihrem Körper aufmachte. Er führte seine Hand an ihre Wange und umschloss sie.
„Ich gehöre Ihnen. Ich werde nicht mehr davon laufen."
Er bemerkte, wie sie sich langsam entspannte, doch wusste auch, dass sie nicht ganz überzeugt von seinen Worten war. Es tat ihm Leid, dass er sie verletzt hatte. Im Grunde genommen, verdiente er sie nicht…
Ihre Berührung riss ihn aus seinen Gedanken. Langsam glitt ihre Hand seinen Körper hinauf, von seinem Bauch bis zu seinem Gesicht. Sie war so klein, so zierlich… Sie war so schön.
Er näherte sich ihrem Gesicht. Ihr frischer Atem stieß ihm in seine Nase. Sie zitterte leicht, doch Severus war sich nicht sicher, ob das an der Kälte lag oder an den Spannungen, die sie umwarben. Mit der linken Hand streichelte er ihren Rücken. Er presste sie fest an sich, ihre Körper berührten sich, genauso wie ihre Nasenspitzen. „Ich…", er war überwältigt von der Situation, es kam kein Wort aus ihm heraus.
„Schhh…", und in dem Moment, in dem Hermine ihn zum Schweigen brachte, presste er seinen harten Mund auf ihre weichen Lippen. Unsicher und behutsam küsste er sie, sog ihren Duft ein, schmeckte sie, streichelte sie und noch nie zuvor fühlte er sich so geborgen, wie in diesem Moment. Als er das erste Mal von ihr abließ, schluckte er. Er suchte nach etwas in ihrem Gesichtsausdruck, das ihm verriet, was sie dachte, was sie fühlte… War er zu weit gegangen? Hatte er etwas falsch gemacht?
Dann, noch bevor er sie danach fragen konnte, stürzte sie sich leidenschaftlich auf ihn, schlang ihre Arme um ihn und entfachte dasselbe Feuer in ihm, das auch in ihr loderte.
Seine Zunge betastete ihre Oberlippe, woraufhin sie ihren Mund öffnete und ihn willkommen hieß. Ihre Zungen schlängelten sich umeinander und der Professor keuchte vor Erregung. Wild versuchte er, sie noch fester an sich zu ziehen, sie ganz zu besitzen. Und in seiner Sehnsucht nach ihr, hob er sie auf seine Arme. Sie machte ihn verrückt. Ihre Zunge, die ihn mit spielerischen Bewegungen in ihren Zauber lockte, ihre kleinen, doch weiblichen Brüste, die im Rhythmus ihrer Bewegungen gegen seinen Körper stießen, ihre langen Beine, die seine Erregung fester an ihre warme Körpermitte zogen. Ihre warme Körpermitte, ihre Weiblichkeit, die ihn wollend pochend empfing…
„Hermine…", schon wieder hauchte er ihren Namen. Er wollte sie so sehr und deshalb, bewegte er sich mit ihr auf seinen Armen in Richtung Kerker. In Richtung seiner Gemächer.
Unbemerkt in seinem Schlafsaal angekommen, zog er sachte ihre Träger von ihren Schultern. Er nahm seine Augen nicht von ihr, er war zu sehr in ihrem Bann, als dass er sich hätte von ihr abwenden können. Ihr Kleid fiel zu Boden und sie stand reglos vor ihm dar, mit nichts weiter bekleidet als einem schwarzen Spitzenhöschen. Sie senkte ihren Blick, doch er hob ihr Kinn.
„Du bist wunderschön", flüsterte er und küsste sie ein weiteres Mal, während er langsam die Schlangenknöpfe seines Gehrocks öffnete. Fasziniert beobachtete sie seine eleganten, zitternden Hände, die langsam, aber zielstrebig, das schwarze Hemd freigaben, das sich unter dem komplizierten Kleidungsstück befand. Unsicher blickte sie ihn an.
„Ich… Professor. Ich habe…", sie stockte. Sie wusste nicht einmal, ob es günstig war, ihm jetzt noch kurz davor zu erzählen, dass sie noch unberührt war. Sie wollte nicht, dass er aufhörte. Sie wollte ihn, aber konnte sie es verantworten, ihm nicht davon zu erzählen? Müsste es nicht auch seine Entscheidung sein?
Er legte ein weiteres Mal seinen Mund auf den ihren. Der Kuss war nicht fordernd, er war versichernd. „Ich werde nichts tun, was du nicht willst, Hermine."
Er hielt mit seiner Bewegung inne. Auch er war zutiefst unsicher. Er hatte geahnt, dass sie noch Jungfrau war und wiedermal trübten ihn Zweifel. Ihr erstes Mal würde ihr für immer in Erinnerung bleiben. Wollte sie wirklich, dass jemand wie ER sie entjungferte?
Ihre schmächtigen, zittrigen Finger begannen das fortzuführen, was er angefangen hatte. Sie knöpfte sein Hemd auf und sobald sie ihre Arbeit vollbracht hatte, zog sie ihm sein Hemd vom Körper. Es gab kaum einen Zentimeter, der noch heile war. Hunderte von Narben schmückten seine Haut, die weiß war, wie Schnee. Er war nicht muskulös, allerdings so mager, dass sich seine Bauchmuskeln abzeichneten. Sie führte einen Moment ihre Finger über seine breite, endlos vernarbte Brust, dann führte sie sie weiter nach unten, bis zu den Knöpfen seiner Hose. Er war so perfekt. Nach einer kurzen Atempause, öffnete sie auch diese und im nächsten Moment lag seine Hose auch schon auf dem Boden. Seine Erregung zeichnete sich steif in seinem Männerslip ab und Hermine wurde von einem Moment der Panik überwältigt. Was tat man in einem solchen Moment?
Hilflos küsste sie seine Halsbeuge und arbeitete sich nach unten vor. Sie küsste jeden Zentimeter seines Körpers, seine steifen Nippel, die Spur der drahtigen Härchen, die ihr den Weg zu seiner intimsten Stelle geleiteten. Niederkniend küsste sie sachte die feuchte Stelle auf seinem Slip, woraufhin er aufstöhnte. Dieses Mal küsste sie ihn härter, lehnte ihre Wange an seine bedeckte Erektion und sog tief die Luft, seinen Geruch in sich ein. Das Testosteron vernebelte ihr die Sinne und sie wurde immer sicherer in dem, was sie tat. Sie hob ihre Hand, doch in dem Moment, in dem sie ihn frei machen wollte, zog er sie wieder zu sich hinauf. Mit einem Schwung hob er sie in seine Arme und legte sie auf seinem Bett ab. Er legte sich zwischen ihre Beine auf sie, doch stützte sich auf seinen Armen neben ihrem Kopf ab. Während er ihr Gesicht mit Küssen versehrte, rieb er sich fordernd gegen sie. Das Verlangen nach ihm verzehrte sie und somit fühlte sie sich erlöst, als er sich mit seiner Hand zwischen ihre Beine tastete und sie langsam mit seinen Fingerspitzen liebkoste. Doch das, was als nächstes kam, erwartete sie nicht: Als er genau wie sie zuvor nach unten glitt und ihr mit einem Ruck das Höschen zerriss.
Beschämt versuchte sie, ihre Beine zusammenzuziehen. Sie hatte sich nie sonderlich schön gefühlt; und seinen Kopf so nah an ihrer intimsten Stelle zu wissen, war für sie sehr einschüchternd. Sie war weder rasiert, noch hatte sie versucht, ihre Härchen ein wenig zu stutzen. Was ist, wenn sie für ihn nicht gut genug roch? Was ist, wenn er „SIE" letzten Endes nicht hübsch genug fand?
Ein amüsiertes Lächeln umschmeichelte Snapes Lippen und er sah unwiderstehlich aus. „Ich habe mich noch nie nach Jemandem so sehr gesehnt, wie nach dir, Hermine. Du bist makellos."
Er suchte nach ihrer Hand und verschränkte seine Finger mit ihren. Sie öffnete ihre Beine wieder und er besah sie gierig. Mit seiner Zunge stupste er ihren hervorstehenden Kitzler an und Hermine entspannte sich langsam unter dem wohligen Gefühl, dass seine Berührungen auf ihr hinterließen. Sie ließ sich fallen und war bereit für das, was nun kam.
Sie wölbte ihren Körper, sodass er sie besser erreichen konnte, sodass er sie fester erreichen konnte. Sie leitete ihn mit ihren Worten, mit ihrem Stöhnen, sagte ihm explizit, was sie wollte, auch wenn sie sich dem selbst nicht so sicher war. Allerdings bestätigte ihr bevorstehender Höhepunkt den beiden, dass sie das Richtige taten.
„Es ist unerträglich schön", keuchte sie immer wieder, bis von ihren Worten nur noch Fetzen auszumachen waren. „Es… Es… Ich…" – kurz darauf kam sie, ihre Fingernägel fest in seine Handrücken gekrallt. Ihre Beine seinen Kopf in sich vergrabend, zog sie ihn an sich, bis er kaum noch Luft bekam.
Und er ließ es über sich ergehen, denn auf seine eigene Art und Weise, liebte er sie für das, was sie mit ihm tat.
Er blieb ihr nah, bis das Zucken und Pochen abgeklungen war, dann legte er sich neben sie, deckte sie zu und beobachtete sie, bis sie beide langsam und erschöpft, ineinander verschlungen, einschliefen.
